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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf Aluminiumhydroxid und eine
Gummizusammensetzung für Reifenlaufflächen sowie
einen Luftreifen, welcher das Aluminiumhydroxid verwendet. Mehr
spezieller bezieht sich die vorliegende Erfindung auf Aluminiumhydroxid,
das spezifische Merkmale aufweist, auf eine Gummizusammensetzung
für Reifenlaufflächen, welche
hierin eingemischt Aluminiumhydroxid aufweist, was die Erhöhung der
Griffigkeitsleistungsfähigkeit
auf einer nassen Straßenoberfläche (Naß-Griffigkeitsleistungsfähigkeit)
und der Abriebfestigkeit erlaubt, und es erlaubt, daß der Abrollwiderstand
zur Verbesserung der Ausnutzung des Brennstoffes abnimmt, sowie
auf einen Luftreifen, welcher die Gummizusammensetzung für die Reifenlauffläche verwendet.
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BESCHREIBUNG DES STANDES
DER TECHNIK
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In
den letzten Jahren hat sich die Anforderung für den Treibstoff gut ausnützende Kraftfahrzeuge,
den Treibstoff gut ausnützende
Reifen mit herabgesetztem Abrollwiderstand entwickelt. Als eine
Technik zur Herabsetzung des Abrollwiderstandes wurde der konventionellerweise
als ein Verstärkungsmittel
für Laufflächengummi
verwendete Ruß teilweise
durch Siliziumdioxid ersetzt, bei den Anstrengungen zum Ausgleichen
der sich widersprechenden Eigenschaften der Ausnutzung des Brennstoffes
und der Naß-Griffigkeitsleistungsfähigkeit.
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Im
Vergleich zu der konventionellen Gummizusammensetzung mit hierin
eingemischtem Ruß zeigt
jedoch die Gummizusammensetzung mit hierin eingemischtem Siliziumdioxid
verschiedene Probleme hinsichtlich der Verarbeitbarkeit. Spezifisch
zersetzt sie sich leicht wegen der hohen Viskosität der nichtvulkanisierten Massen,
und ist schlecht hinsichtlich der Di mensionsstabilität nach der
Extrusion. Daher wurde eine Kautschukzusammensetzung für Laufflächen gewünscht, welche
sowohl die Verarbeitbarkeit als auch die Leistungsfähigkeit
befriedigt.
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Mehrere
Techniken zur Verbesserung der Naß-Griffigkeitsleistungsfähigkeit
wurden ebenfalls vorgeschlagen. Eine dieser Techniken besteht in
der Erhöhung
des Einfrierbereiches (Tg) einer Kautschukkomponente oder, in der
Erhöhung
des Verlusttangens (tanδ-Wert)
bei 0°C.
Eine andere Technik besteht darin, Ruß von kleiner Teilchengröße in eine
Kautschukzusammensetzung in hoher Beladung einzumischen. Falls der Einfrierbereich
(Tg) erhöht
wird, verschlechtert sich jedoch die Leistungsfähigkeit bei niedriger Temperatur
und der Abrollwiderstand steigt an. Die Gummizusammensetzung, welche
stark mit Ruß von
kleiner Teilchengröße beladen
ist, hat ebenfalls den Nachteil, daß ihr Abrollwiderstand ansteigt.
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Ebenfalls
wurde in der
EP 0 807 603 vorgeschlagen,
als einen Füllstoff
in Reifen Aluminiumhydroxid zu verwenden, wobei in den Beispielen
hiervon eine BET-Oberfläche
von 60 bis 250 m
2/g angegeben ist. Diese und
die anderen angegebenen Beschränkungen
liefern jedoch nicht die Vorteile, welche durch die vorliegende Erfindung
gelöst
werden sollen.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines
Füllstoffes,
welcher besonders nützlich
für die
Gummizusammensetzung der Lauffläche
eines Reifens ist, wobei er die zuvor angegebenen Probleme löst, indem
die Naß-Griffigkeitsleistungsfähigkeit
und der Abriebwiderstand erhöht
wird, der Abrollwiderstand zur Verbesserung der Ausnutzung des Brennstoffes
herabgesetzt wird und verbesserte Verarbeitbarkeit gleichzeitig
erreicht wird.
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Entsprechend
liefert die vorliegende Erfindung Aluminiumhydroxid, das durch eine
gelöste
Schüttdichte
von wenigstens 0,10 g/cm3 und nicht mehr
als 0,35 g/cm3, eine DOP-Öl- absorption von wenigstens
70 cm3/100 g und weniger als 250 cm3/100 g, eine spezifische BET-Oberfläche von
wenigstens 30 m2/g und nicht mehr als 350
m2/g und eine Kristallstruktur vom Boehmittyp,
welches eine Kristallgröße der Boehmit-(020)-ebene von wenigstens
5 nm und nicht mehr als 20 nm hat, gekennzeichnet ist.
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Das
Aluminiumhydroxid kann in einer Kautschukzusammensetzung für eine Reifenlauffläche durch Einmischen
und Kneten von 5-150 Gew.-Teilen des Aluminiumhydroxids, wie oben
beschrieben, mit 100 Gew.-Teilen einer Kautschukkomponente verwendet
werden.
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Die
Kautschukkomponente besteht bevorzugt aus wenigstens 20 Gew.-Teilen
von Styrol-Butadienkautschuk mit einem Einfrierbereich (Tg) von
nicht mehr als –27°C und wenigstens
20 Gew.-Teilen eines Kautschuks vom Dientyp, der wenigstens eine
Sorte von Kautschuk, ausgewählt
aus Naturkautschuk, Polyisoprenkautschuk und Polybutadienkautschuk,
einschließt.
In der Kautschukzusammensetzung für die Reifenlauffläche werden
bevorzugt 5-60 Gew.-Teile Ruß mit
einer spezifischen BET-Oberfläche
von wenigstens 60 m2/g, bezogen auf 100
Gew.-Teile der Kautschukkomponente, eingemischt. Weiterhin werden
in der Kautschukzusammensetzung für die Reifenlauffläche bevorzugt
2-20 Gew.-% Silankupplungsmittel, bezogen auf das Gewicht des Aluminiumhydroxids,
eingemischt.
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Alternativ
kann die Kautschukzusammensetzung für die Reifenlauffläche eine
Kautschukkomponente verwenden, welche wenigstens 60 Gew.-Teile von
Styrol-Butadienkautschuk mit einem Styrolgehalt von 20-60 Gew.-%
einschließt.
10-100 Gew.-Teile
Ruß mit
einer spezifischen BET-Oberfläche
von wenigstens 60 m2/g können, bezogen auf 100 Gew.-Teile
dieser Kautschukkomponente, und/oder 2-20 Gew.-% Silankupplungsmittel,
bezogen auf das Gewicht des Aluminiumhydroxids, eingemischt werden.
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Die
zuvor genannten und anderen Aufgaben, Merkmale, Ausführungsformen
und Vorteile der vorliegenden Erfindung erge ben sich aus der folgenden
detaillierten Beschreibung der vorliegenden Erfindung.
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BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Das
Aluminiumhydroxid gemäß der vorliegenden
Erfindung hat eine gelöste
Massendichte, gemessen entsprechend der JIS H1902, von nicht mehr
als 0,60 g/cm3, und bevorzugt wenigstens
0,10 g/cm3, sowie von nicht mehr als 0,35
g/cm3. Falls diese größer als 0,60 g/cm3 ist,
verschlechtert dies den Abriebwiderstand der Gummizusammensetzung
beträchtlich.
Falls sie zu niedrig ist, steigt das Drehmoment beim Kneten des
Aluminiumhydroxids und des Kautschuks an, wodurch die Verarbeitbarkeit
verschlechtert wird.
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Weiterhin
hat das oben beschriebene Aluminiumhydroxid eine DOP-Ölabsorption,
gemessen entsprechend JIS K6221 von wenigstens 70 cm3/100
g und weniger als 250 cm3/100 g, und vorzugsweise
von wenigstens 90 cm3/100 g und nicht mehr
als 150 cm3/100 g. Falls sie außerhalb
eines solchen Bereiches liegt, leidet die Gummizusammensetzung an
Verschlechterung ihrer Abriebfestigkeit.
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Weiterhin
ist es zum Zweck der Erzielung einer Gummizusammensetzung, welche
einen Einfluß zur Herabsetzung
des Abrollwiderstandes hat und ausreichend Griffigkeitsleistungsfähigkeit
zeigt, daß das
Aluminiumhydroxid eine spezifische BET-Oberfläche, gemessen durch Stickstoffadsorption,
von wenigstens 30 m2/g und nicht mehr als
350 m2/g, bevorzugt von wenigstens 30 m2/g und nicht mehr als 200 m2/g
hat. Falls diese 350 m2/g übersteigt,
kann das Drehmoment beim Kneten des Aluminiumhydroxids und des Kautschuks
ansteigen, wodurch die Verarbeitbarkeit verschlechtert wird.
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Für die Zwecke
der weiteren Verbesserung der Griffigkeitsleistungsfähigkeit,
der Abriebfestigkeit und des Effektes zur Herabsetzung des Abrollwiderstandes
der Gummizusammensetzung hat darüber
hinaus das Aluminiumhydroxid der vorliegenden Erfindung bevorzugt
eine Kristallstruktur vom Boeh mittyp. Mehr bevorzugt ist die Kristallgröße der Boehmit-(020)-ebene wenigstens
5 nm und nicht mehr als 20 nm.
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Die
Kristallgröße wurde
wie folgt berechnet. Spitzen der Boehmit-(020)-ebene wurden aus
dem Profil gemessen, das unter Verwendung eines Röntgenstrahl-Diffraktometers
erhalten wurde. Für
diese Peaks der Kristallebene wurde eine Anpassung, basierend auf
Gauss'scher Verteilung
unter Verwendung der Software für "multi-peak separation" von RINT 2100 durchgeführt. Unter
Verwendung der Halbwertsbreite des berechneten Ergebnisses und des
Peakwinkels, erhalten nach der Schwerpunktmethode, wurde die Kristallgröße nach
der Scherrer-Formel
berechnet. Die Meßbedingungen
für die
Röntgenbeugung
waren wie folgt:
| Meßeinrichtung: | Rint-2100V
von Rigaku International Corporation |
| Meßbedingungen: | Cu-Target;
Spannung x Strom = 40 kV + 40 mS; Spalt: DS1° – SS1° – RS 0,3 mm; Abtastweise: kontinuierlich;
Abtastgeschwindigkeit = 2°/min;
Abtaststufe = 0,010°/Stufe;
Abtastachse 2 θ/θ; Abtastbereich: 2-70°; und Rotationsgeschwindigkeit:
0 Upm. |
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Eine
Einmischmenge des oben beschriebenen Aluminiumhydroxids beträgt 5-150
Gew.-Teile, bevorzugt 5-80 Gew.-Teile und insbesondere 5-60 Gew.-Teile,
bezogen auf 100 Gew.-Teile der oben beschriebenen Kautschukkomponente.
Falls diese weniger als 5 Gew.-Teile beträgt, ist die Abnahme des Abrollwiderstandes als
Folge einer solchen Zugabe nicht angemessen, und die Griffigkeitsleistungsfähigkeit
gegenüber
einer nassen Straßenoberfläche wird
nur in einem schmalen Ausmaß verbessert.
Falls die eingemischte Menge 150 Gew.-Teile übersteigt, wird die Viskosität der Kautschukzusammensetzung
zu hoch, was die Verarbeitbarkeit wie auch die Abriebfestigkeit
verschlechtert.
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Ein
Weg zur Herstellung des Aluminiumhydroxids der vorliegenden Erfindung
ist wie folgt: Aluminiumalkoxid wird zum Erhalt einer Aufschlämmung von
Aluminiumhydroxid hydrolysiert, wobei diese durch eine kontinuierlich
betriebene Naßmahlvorrichtung
oder dergleichen zum Erhalt einer Suspension durchgeführt wird.
Die erhaltene Suspension wird alkalisch gemacht, dann wird sie der
Hitzebehandlung bei etwa 100°C
bis 140°C
für etwa
10 Stunden bis 100 Stunden unterzogen und dann unter Verwendung
eines Schnelltrockners oder dergleichen getrocknet. Bei diesem Verfahren
zur Herstellung des Aluminiumhydroxids wird es bevorzugt, daß die Suspension,
welche eine Hitzebehandlung durchlaufen hat, einer Trennung Feststoff-Flüssigkeit
unterworfen wird, um den Feststoffgehalt (Aluminiumhydroxid) zu
extrahieren, und dann wird der Feststoffgehalt zur Entfernung von
Verunreinigungen gewaschen.
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In
der vorliegenden Erfindung können
verschiedene Arten von Kautschuk, welche allgemein für einen Gummi
der Reifenlauffläche
verwendet werden, als Kautschukkomponente verwendet werden, z.B.
Naturkautschuk, Polyisoprenkautschuk und Polybutadienkautschuk.
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Die
in der vorliegenden Erfindung verwendete Kautschukkomponente schließt bevorzugt
wenigstens 20 Gew.-Teile von Styrol-Butadienkautschuk mit einem
Einfrierbereich von nicht mehr als –27°C ein, konventionellerweise
zum Ausgleich der sich widersprechenden Eigenschaften von verbesserter
Naß-Griffigkeitsleistungsfähigkeit
und herabgesetztem Abrollwiderstand. Styrol-Butadienkautschuk mit
einem relativ hohen Einfrierbereich (Tg) wurde verwendet. In diesem
Fall ist jedoch eine Grenze für
die Verbesserung des Abrollwiderstandes gegeben, und der Abrollwiderstand
hat die Neigung zur Verschlechterung. Daher wird gemäß der vorliegenden
Erfindung der Einfrierbereich (Tg) des Styrol-Butadienkautschuks
so eingestellt, daß er –27°C nicht übersteigt,
um den Abrollwiderstand zu verbessern. Für die Zwecke der Beibehaltung
einer guten Naß-Griffigkeitsleistungsfähigkeit
wird der Styrol- Butadienkautschuk
bevorzugt so ausgewählt,
daß er
einen Einfrierbereich in dem Bereich zwischen –0°C und –50°C besitzt, und mehr bevorzugt
werden wenigstens 50 Gew.-Teile hiervon in die Kautschukkomponente
eingemischt.
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Bei
Verwendung einer solchen Kautschukkomponente wird das Aluminiumhydroxid
bevorzugt mit 5-60 Gew.-Teilen, bezogen auf 100 Gew.-Teile der Kautschukkomponente,
zugesetzt.
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In
diesem Fall werden wenigstens 20 Gew.-Teile von wenigstens einer
Sorte eines Kautschuks, ausgewählt
aus Naturkautschuk (NR), Polyisoprenkautschuk (IR), Polybutadienkautschuk
mit niedrigem cis-Gehalt (Niedrig-cis-BR) und ein Polybutadienkautschuk
mit hohem cis-Gehalt (Hoch-cis-BR) ebenfalls als eine weitere Kautschukkomponente
eingegeben. Bevorzugt hat jede dieser Kautschukkomponenten einen
Einfrierbereich (Tg) von nicht mehr als –27°C, und sie arbeiten zusammen
mit dem oben beschriebenen Styrol-Butadienkautschuk zur Verbesserung
der Naß-Griffigkeitsleistungsfähigkeit,
des Abrollwiderstandes und der Abriebfestigkeit, insgesamt in einer
gut ausgeglichenen Weise.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung schließt die Kautschukkomponente, welche
für die
Gummizusammensetzung der Reifenlauffläche verwendet wird, bevorzugt
Styrol-Butadienkautschuk mit einem Styrolgehalt von 20-60 Gew.-% ein. Falls
der Styrolgehalt geringer als 20 Gew.-% ist, wird die Griffigkeitsleistungsfähigkeit
in den Bereichen von niedriger und hoher Temperatur nicht verbessert.
Falls er 60 Gew.-% übersteigt,
nimmt die Blocksteifigkeit zu, so daß der "Biß", falls der Gummi
im Kontakt mit der Straßenoberfläche ist,
schlecht wird, was es unmöglich
macht, die gewünschte
Griffigkeitskraft zu erreichen. Insbesondere ist ein Styrolgehalt
von 30-45 Gew.-% bevorzugt. Ein solcher Styrol-Butadienkautschuk wird durch Emulsionspolymerisation,
Lösungspolymerisation
oder dergleichen synthetisiert.
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Bei
Verwendung einer solchen Kautschukkomponente wird das Aluminiumhydroxid
bevorzugt mit 5-80 Gew.-Teilen, bezogen auf 100 Gew.-Teile der Kautschukkomponente,
eingemischt.
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Weiterhin
schließen
andere Kautschukkomponenten, welche für die Gummizusammensetzung
der Reifenlauffläche
verwendet werden können,
ein: Naturkautschuk (NR), 1,4-Polybutadienkautschuk mit hohem cis-Gehalt,
1,4-Polybutadienkautschuk mit niedrigem cis-Gehalt, Styrol-Butadienkautschuk
(SPR), der von dem oben beschriebenen verschieden ist, Polyisoprenkautschuk
(IR), Butylkautschuk (IIR), halogenierter Butylkautschuk, Acrylnitril-Butadienkautschuk
(NBR), Acrylnitril-Styrol-Butadienkautschuk,
Chloroprenkautschuk, Ethylen-Propylencopolymerkautschuk, Styrol-Isoprencopolymerkautschuk,
Styrol-Isopren-Butadiencopolymerkautschuk,
Isopren-Butadiencopolymerkautschuk, Chlorsulfonpolyethylen, Acrylkautschuk,
Epichlorhydrinkautschuk, Silikonkautschuk und Urethankautschuk.
Beliebige hiervon können
alleine verwendet werden oder wenigstens zwei Sorten hiervon können in
beliebigen willkürlichen
Anteilen zusammengemischt werden. Insbesondere für die Zwecke der Verbesserung
der Verarbeitbarkeit und der Abriebfestigkeit sind NR, BR, SBR,
IR, Styrol-Isopren-Butadiencopolymerkautschuk und dergleichen bevorzugt.
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Bevorzugt
werden wenigstens 60 Gew.-Teile des Styrol-Butadienkautschuks mit einem Styrolgehalt
innerhalb des oben beschriebenen Bereiches in die Kautschukkomponente
zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung eingemischt. Falls
die eingemischte Menge des Styrol-Butadienkautschuks geringer als
60 Gew.-Teile ist, kann die Griffigkeitsleistungsfähigkeit
in den Bereichen von niedriger und hoher Temperatur nicht verbessert
werden.
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Der
in die Kautschukzusammensetzung der Lauffläche der vorliegenden Erfindung
einzumischende Ruß hat
bevorzugt eine spezifische BET-Oberfläche, gemessen durch Stickstoffadsorption,
von wenigstens 60 m2/g, bevorzugt von 70-220
m2/g und mehr bevorzugt von 70-200 m2/g. Die spezifische BET-Ober fläche von weniger
als 60 m2/g ist nicht bevorzugt, da ein
angemessener Wert der Abriebfestigkeit nicht erwartet werden kann.
Hier wurde die spezifische BET-Oberfläche in Übereinstimmung mit der Methode
ASTMD 4820-99 gemessen.
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Falls
der Ruß in
eine Kautschukkomponente eingemischt werden soll, welche wenigstens
60 Gew.-Teile Styrol-Butadienkautschuk mit einem Styrolgehalt von
20-60 Gew.-% hat, beträgt
die eingemischte Menge des Rußes
10-100 Gew.-Teile, bevorzugt 30-100 Gew.-Teile und mehr bevorzugt
40-100 Gew.-Teile, bezogen
auf 100 Gew.-Teile der Kautschukkomponente. Falls das Gewicht des
Rußes
geringer als 10 Gew.-Teile ist, wird die Abriebfestigkeit verschlechtert.
Falls sie 100 Gew.-Teile übersteigt,
steigt die Viskosität des
Kautschuks an, wodurch die Verarbeitbarkeit verschlechtert wird.
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In
dem Fall, in welchem der Ruß in
eine Kautschukkomponente eingemischt werden soll, welche wenigstens
20 Gew.-Teile von
Styrol-Butadienkautschuk mit einem Einfrierbereich (Tg) von nicht
mehr als –27°C hat, beträgt die eingemischte
Menge des Rußes
5-60 Gew.-Teile, bevorzugt 10-60 Gew.-Teile und mehr bevorzugt 20-60
Gew.-Teile, bezogen auf 100 Gew.-Teile
der Kautschukkomponente. Falls sie geringer als 5 Gew.-Teile ist, wird die
Abriebfestigkeit schlecht. Falls sie 60 Gew.-Teile übersteigt,
nimmt die Viskosität
des Kautschuks zu, wodurch die Verarbeitbarkeit verschlechtert wird.
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Weiterhin
können
noch zum Zwecke der weiteren Verbesserung des Aluminiumhydroxids
2-20 Gew.-% von Silankupplungsmittel, bezogen auf die eingemischte
Menge von Aluminiumhydroxid, zugesetzt werden. Die Silankupplungsmittel,
welche hier verwendet werden können,
schließen
ein:
Bis(3-triethoxysilylpropyl)tetrasulfid,
Bis(2triethoxysilylethyl)tetrasulfid,
Bis(3-trimethoxysilylpropyl)tetrasulfid,
Bis(2-trimethoxysilylethyl)tetrasulfid,
3-Mercaptopropyltrimerthoxysilan,
3-Mercaptopropyltriethoxysilan,
2-Mercaptoethyltrimethoxysilan,
2-Mercaptoethyltriethoxysilan,
3-Nitropropyltrimethoxysilan,
3-Nitropropyltriethoxysilyn,
3-Chlorpropyltrimethoxysilan,
3-Chlorpropyltriethoxysilan,
2-Chlorethyltrimethoxysilan
und
2-Chlorethyltriethoxysilan.
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Unter
diesen ist Bis(3-triethoxysilylpropyl)tetrasulfid für Ausgeglichenheit
der Kosten und des durch Zugabe des Kupplungsmittels zu erwartenden
Effektes bevorzugt.
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Die
Kautschukzusammensetzung der vorliegenden Erfindung kann zusammen
mit anderen Füllstoffen,
wie Siliziumdioxid, Ton oder dergleichen verwendet werden. Ebenfalls
kann sie, falls erforderlich, mit verschiedenen Arten von Zusätzen einschließlich Verarbeitungsöl, Antioxidanzien,
Stearinsäure,
Zinkoxid und Wachs sowie selbstverständlich mit Vulkanisationsmitteln
wie Schwefel, Vulkanisationsbeschleuniger oder dergleichen vermischt
werden.
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BEISPIELE
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Beispiele A, B und Vergleichsbeispiele
C, D und E
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Das
in jedem dieser Beispiele und der Vergleichsbeispiele verwendete
Aluminiumhydroxid wurde wie folgt hergestellt. Charakteristische
Werte hiervon sind in Tabelle 1 gezeigt.
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Beispiel A (Aluminiumhydroxid
A)
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376
g Aluminiumhydroxid (gelöste
Schüttdichte:
0,77 g/cm3, DOP-Ölabsorption: 70 cm3/100
g), erhalten durch Hydrolyse von Aluminiumalkoxid, wurde mit 5 dm3 Wasser vermischt, und es wurde eine Suspension mit
einem Feststoffgehalt von 7 Gew.-% hergestellt. Die Suspension wurde
durch eine kontinuierliche Kugelmühle passiert, um das Aluminiumhydroxid
in der Suspension gleichförmig
dispergiert zu halten. Die Suspension wurde nach der Dispersion
in einen Becher aus rostfreiem Stahl eingegeben und auf einen pH
von 10 unter Verwendung von 1N NaOH eingestellt. Mit einer Rückflußeinrichtung,
die mit dem Becher aus rostfreiem Stahl verbunden war, wurde die
Suspension innerhalb des Bechers aus rostfreiem Stahl erhitzt, auf
100°C für 60 Stunden
belassen und allmählich
abgekühlt.
Die Suspension wurde dann in Feststoff und Flüssigkeit unter Verwendung eines
Zentrifugalseparators getrennt. Nach Entfernen der überstehenden
Flüssigkeit
wurde der Feststoffgehalt in 5 dm3 zugesetztem
Wasser dispergiert. Ein Zentrifugalseparator wurde erneut für die Trennung
Feststoff-Flüssigkeit
hiervon verwendet. Der so erhaltene Feststoff wurde in 5 dm3 von erneut zugesetztem Wasser dispergiert,
um eine Aufschlämmung
von Aluminiumhydroxid zu erhalten, diese wurde durch eine kontinuierlich
arbeitende Kugelmühle
passiert und dann in einem Schnelltrockner (Handelsmarke: Flash
Jet Dryer, hergestellt von Seishin Enterprise Co., Ltd.) getrocknet,
wobei Aluminiumhydroxid A auf diese Weise erhalten wurde.
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Die
physikalischen Eigenschaften des erhaltenen Aluminiumhydroxids A
sind in Tabelle 1 gezeigt.
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Beispiel B (Aluminiumhydroxid
B)
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376
g Aluminiumhydroxid (gelöste
Schüttdichte:
0,77 g/dm3, DOP-Ölabsorption: 70 cm3/100
g), erhalten durch Hydrolyse von Aluminiumalkoxid, wurden mit 5
dm3 Wasser vermischt, und die Suspension
mit einem Feststoffgehalt von 7 Gew.-% wurde hergestellt. 1N NaOH
wurde zur Einstellung eines pH dieser Suspension auf 10 verwendet.
Die Suspension wurde dann in einen Autoklaven eingegeben und auf
120°C für 24 Stunden gehalten.
Die Suspension wurde allmählich
abgekühlt
und dann einer Trennung Feststoff-Flüssigkeit unter Verwendung eines
Zentrifugalseparators unterworfen. Nach Entfernen der überstehenden
Flüssigkeit
wurde der Feststoffgehalt in 5 dm3 von zugesetztem
Wasser dispergiert. Die Trennung Feststoff-Flüssigkeit wurde erneut unter
Verwendung eines Zentrifugalsepa rators durchgeführt. Der erhaltene Feststoff
wurde in 5 dm3 von neu zugesetztem Wasser
dispergiert, um eine Aufschlämmung
von Aluminiumhydroxid zu erhalten, diese wurde durch eine kontinuierlich
arbeitende Kugelmühle
passiert und dann unter Verwendung eines Schnelltrockners (Markenname:
Flash Jet Dryer, hergestellt von Seishin Enterprise Co., Ltd.) getrocknet.
Auf diese Weise wurde Aluminiumhydroxid B erhalten.
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Die
physikalischen Eigenschaften des erhaltenen Aluminiumhydroxids B
sind in Tabelle 1 gezeigt.
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Vergleichsbeispiel C (Aluminiumhydroxid
C)
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533
cm3 einer Natriumaluminatlösung (Natriumkonzentration:
125 g/dm3, ausgedrückt als Na2O, Na2O/Al2O3 Molverhältnis: 1,55)
als eine basische Lösung
und 880 cm wässrige
Aluminiumsulfatlösung
(Aluminiumkonzentration: 5,3 Gew.-% als Al2O3) als eine saure Lösung wurden in eine rostfreie
Schüssel,
versehen mit einem Prallblech, für
etwa drei Minuten zur Neutralisation eingespritzt. Während des
Einspritzens wurde die Lösung
mit Eis gekühlt
und unter Verwendung eines Homo-Mischers (Handelsmarke: T.K. Homo-Jetter
M Typ, hergestellt von Tokushu Kika Kogyo Co., Ltd.) unter Bedingungen
einer Scherrate von 11000 sec–1 gerührt (die
Scherrate wurde von der Umfangsgeschwindigkeit der Turbine des Homo-Mischers,
x m/sec, und des Abstandes zwischen der Turbine und dem Stator y
mm unter Verwendung einer Angabe von x/y x 103 sec–1 abgeleitet).
Danach wurde das Rühren
für 15
Minuten fortgeführt,
um eine Aufschlämmung
von Aluminiumhydroxid zu erhalten. Die maximal erreichbare Temperatur
zum Zeitpunkt der Neutralisation betrug 15°C.
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Ein
zentrifugaler Separator wurde für
die Trennung Feststoff-Flüssigkeit
der erhaltenen Aufschlämmung
von Aluminiumhydroxid verwendet, um den Feststoffgehalt zu extrahieren.
Der erhaltene Feststoff wurde in 6 dm3 zugesetztem
Wasser dispergiert, um eine Aufschlämmung von Aluminiumhydroxid
zu erhalten. Danach wurde die Trennung Feststoff-Flüssigkeit
unter Verwendung eines zentrifugalen Separators sieben mal wiederholt,
um das Aluminiumhydroxid zu waschen. Wasser wurde zu dem nach jedem
Waschvorgang extrahierten Feststoff zugesetzt, um eine Aufschlämmung von
Aluminiumhydroxid zu erhalten, welche dann unter Verwendung eines
Sprühtrockners
(von Niro A/S, Markenname: Mobile Minor Type, Trocknungstemperatur: 250°C bei trockenem
Einlaß und
100°C bei
trockenem Auslaß,
Zerstäubungsdruck:
0,12 MPa) getrocknet wurde. Auf diese Weise wurde Aluminiumhydroxid
C erhalten, die physikalischen Eigenschaften hiervon sind in Tabelle
1 gezeigt.
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Vergleichsbeispiel D (Aluminiumhydroxid
D)
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800
cm3 von Natriumaluminatlösung (Natriumkonzentration:
125 g/dm3 als Na2O,
Na2O/Al2O3 Molverhältnis
1, 55) als eine basische Lösung
und 898 cm3 wässrige Aluminiumsulfatlösung (Aluminiumkonzentration:
3,2 Gew.-% als Al2O3)
als eine saure Lösung
wurden in eine Schüssel
aus rostfreiem Stahl von 2 dm3, ausgerüstet mit
einem Prallblech, für
drei Minuten zur Neutralisation injiziert. Während der Injektion wurden
die Lösungen
mit Eis gekühlt
und unter Verwendung eines Homo-Mischers
(Markenname: T.K. Homo-Jetter M Typ, hergestellt von Tokushu Kika
Kogyo Co., Ltd.) unter Bedingungen einer Scherrate von 11000 sec–1 gerührt. Danach
wurde das Rühren
für 15
Minuten fortgeführt,
um eine Aufschlämmung
von Aluminiumhydroxid zu erhalten. Die maximal erreichbare Temperatur
zum Zeitpunkt der Neutralisation war 15°C. Ein zentrifugaler Separatur
wurde für
die Trennung Feststoff-Flüssigkeit
der erhaltenen Aufschlämmung
von Aluminiumhydroxid zum Extrahieren des Feststoffes verwendet.
Der erhaltene Feststoff wurde in 6 dm3 von
zugesetztem Wasser dispergiert, so daß eine Aufschlämmung von
Aluminiumhydroxid erhalten wurde. Danach wurde die Trennung Feststoff-Flüssigkeit
unter Verwendung eines zentrifugalen Separators sieben mal wiederholt,
um das Aluminiumhydroxid zu waschen. Zu dem Feststoff, der nach
einem solchen Waschvorgang extrahiert wurde, wurde Wasser zugesetzt,
um eine Aufschlämmung
von Aluminiumhydroxid zu erhalten, diese wurde dann unter Anwendung
einer Sprühtrocknung
(von Niro A/S, Markenname: Mobile Minor Type, Trocknungstemperatur: 250°C am Trocknereinlaß und 100°C am Trocknerauslaß, Zerstäubungsdruck:
0,12 MPa) getrocknet. Auf diese Weise wurde Aluminiumhydroxid D
erhalten. Die physikalischen Eigenschaften des erhaltenen Aluminiumhydroxids
D sind in Tabelle 1 gezeigt.
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Vergleichsbeispiel E (Aluminiumhydroxid
E)
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Kommerziell
erhältliches
Aluminiumhydroxid (hergestellt von Showa Denko K.K., Markenname:
Higilite H-43) wurde ohne Veränderung
verwendet.
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Wie
in Tabelle 1 gezeigt, haben Aluminiumhydroxid C von Vergleichsbeispiel
C und Aluminiumhydroxid von Vergleichsbeispiel D jeweils eine größere gelöste Schüttdichte
und eine kleinere Kristallgröße der Boehmit-(020)-ebene
im Vergleich zu denjenigen von Beispiel A und B. Aluminiumhydroxid
E von Vergleichsbeispiel E hat eine spezifische BET-Oberfläche und
eine DOP-Ölabsorption,
die beide geringer sind als diejenigen von Beispiel A und B, und
seine Kristallstruktur ist Gibbsit, wobei dies von Boehmit von Beispiel
A und B verschieden ist.
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Beispiele 1-11 und Vergleichsbeispiele
1-12
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Kautschukzusammensetzungen
für Reifenlauffläche und
Reifen wurden wie folgt hergestellt.
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Die
in den Tabellen 2 und 3 gezeigten Bestandteile wurden wie hierin
angegeben miteinander vermischt und unter Verwendung eines Banbury-Mischers
zur Herstellung der jeweiligen Kautschukzusammensetzungen geknetet.
Die Verarbeitbarkeit (Monney-Viskosität) hiervon wurde bestimmt.
Danach wurde ein Extruder zum Extrudieren der jeweiligen Kautschukzusammensetzungen
zu einer Laufflächenform
verwendet, diese wurde in einer Form zur versuchsweisen Herstellung
eines Reifens einer Größe von 185/65R14
vulkanisiert. Für
jeden erhaltenen Reifen wurde die Abriebfestigkeit, der Abrollwiderstand
und die Naß-Griffigkeitsleistungsfähigkeit
(ABS-Bremsung) bestimmt. Die Ergebnisse der Untersuchungen sind
in den Tabellen 2 und 3 gezeigt.
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Einzelheiten
der in Tabelle 2 gezeigten Inhaltsstoffe sind wie folgt:
- X1)
- SBR: Styrol-Butadienkautschuk
N9520 (von Nippon Zeon Corporation), Styrolgehalt: 35 Gew.-%, 37,5
PHR ölgestreckter
Kautschuk, Einfrierbereich (Tg): –38°C.
- X2)
- BR: Polybutadienkautschuk
BR150B (von Ube Industries Ltd.).
- X3)
- Ruß: Diablack I (N220, von Mitsubishi
Chemical Corporation), spezifische BET-Oberfläche mittels Stickstoffadsorption:
115 m2/g.
- X4)
- Siliziumdioxid: VN3
(von Degussa).
- X5)
- Silankupplungsmittel
TESPT: Si-69 (von Degussa).
- X6)
- aromatisches Öl: Diana
Process PS32 (von Idemitsu Kosan Co., Ltd.).
- X7)
- Antioxidans: Ozonon
6C (von Seiko Chemical Co., Ltd.).
- X8)
- Wachs: Sannoc Wax
(von Ouchishinko Chemical Industrial Co., Ltd.).
- X9)
- Stearinsäure: Kiro
(von NOF Corp.).
- X10)
- Zinkoxid: Zinc Oxide
#2 (von Mitsui Mining & Smelting
Co., Ltd.).
- X11)
- Schwefel: Schwefel
(von Karuizawa Seirensho Co. Ltd.).
- X12)
- Vulkanisationsbeschleuniger:
Noceler CZ (von Ouchishinko Chemical Industrial Co., Ltd.).
-
-
Einzelheiten
der in Tabelle 3 gezeigten Inhaltsstoffe sind wie folgt:
- X1)
- SBR: Styrol-Butadienkautschuk
SBR 1502 (von Sumitomo Chemical Co., Ltd.), Einfrierbereich (Tg): –48°C, Styrolgehalt:
23,5 Gew.-%.
- X2)
- NR: Naturkautschuk
RSS#1.
- X3)
- SBR: Styrol-Butadienkautschuk
N9550 (von Nippon Zeon Corporation), Einfrierbereich (Tg): –26°C, Styrolgehalt:
45 Gew.-%.
- X4)
- Ruß: Sho Black N339 (von Showa
Cabot K.K.), spezifische BET-Oberfläche mittels Stickstoffadsorption:
90 m2/g.
- X5)
- Siliziumdioxid: VN3
(von Degussa).
- X6)
- Silankupplungsmittel
TESPT: Si-69 (von Degussa).
- X7)
- aromatisches Öl: Diana
Process PS32 (von Idenitsu Kosan Co., Ltd.).
- X8)
- Antioxidans: Ozonon
6C (von Seiko Chemical Co., Ltd.).
- X9)
- Wachs: Sannoc Wax
(von Ouchishinko Chemical Industrial Co., Ltd.).
- X10)
- Stearinsäure: Kiri
(von NOF Corp.).
- X11)
- Zinkoxid: Zinc Oxide
#2 (von Mitsui Mining & Smelting
Co., Ltd.).
- X12)
- Schwefel: Schwefel
(von Karuizawa Seirensho Co. Ltd.).
- X13)
- Vulkanisationsbeschleuniger:
Noceler CZ (von Ouchishinko Chemical Industrial Co., Ltd.).
-
Die
für die
Beispiele 1-11 und die Vergleichsbeispiele 1-12 angewandten Bestimmungsmethoden
sind wie folgt:
-
1. Mooney-Viskosität ML (1+4)
-
Die
Mooney-Viskosität
wurde unter Verwendung von MV-202 (von Shimadzu Corporation) in Übereinstimmung
mit der Norm JIS K6300 gemessen. Die Messungen wurden als Indizes
angegeben, wobei diejenigen von Vergleichsbeispiel 3 in Tabelle
2 und von Vergleichsbeispiel 9 in Tabelle 3 jeweils auf 100 gesetzt
wurden. Die Messung wurde bei 130°C
durchgeführt.
Je größer der
Index ist, um so schlechter werden die Faktoren der Verarbeitbarkeit,
wie die Extrusion.
-
2. Abriebfestigkeit
-
Ein
Test auf Abriebfestigkeit wurde unter Verwendung eines Abriebtesters
Lambourn FR-702 (von Iwamoto Seisakusho Co., Ltd.) in Übereinstimmung
mit der Norm JIS K6264 durchgeführt.
Die Messung wurde bei 23°C
für 5 Minuten
mit einem Schlupfverhältnis
von 30% und Anlegen einer Last von 40N zur Messung des Volumens
des Abriebverlustes durchgeführt.
Die Messungen wurden als Indizes angegeben, wobei diejenigen für Vergleichsbeispiel
3 in Tabelle 2 und Vergleichsbeispiel 9 in Tabelle 3 jeweils auf
100 gesetzt wurden. Je größer der
Index ist, um so besser wird die Abriebfestigkeit.
-
3. Abrollwiderstand
-
Der
Abrollwiderstand wurde unter Verwendung einer Abrollwiderstandsmeßeinrichtung
vom Trommeltyp mit einem Durchmesser von 1707,6 mm (von Kobe Steel
Ltd.) gemessen. Die Messungen wurden als Indizes angegeben, wobei
diejenigen für
Vergleichsbeispiel 3 in Tabelle 2 und für Vergleichsbeispiel 9 in Tabelle 3
jeweils auf 100 gesetzt wurden. Je größer der Index ist, um so niedriger
wird der Abrollwiderstand. Die Meßbedingungen waren wie folgt:
Innendruck: 200 kPa, Belastung: 3,4 kN, Felge: 5,5 JJ x 14, Geschwindigkeit:
80 km/h.
-
4. Naß-Griffigkeitsleistungsfähigkeit
(ABS-Bremsung)
-
Die
Reifen wurden an eine Limousine der 1800 cm3-Klasse,
die mit ABS (Antiblockierungsbremssystem) versehen war, angebracht,
und der Beschleunigungsabbau wurde aus einem Bremsabstand aus 100 km/h
auf einer mit Asphalt versehenen Straßenoberfläche berechnet. Die berechneten
Ergebnisse wurden als Indizes angegeben, wobei diejenigen von Vergleichsbeispiel
3 in Tabelle 2 und von Vergleichsbeispiel 9 in Tabelle 3 jeweils
auf 100 gesetzt wurden. Je größer der
Index ist, um so stärker
ist die Abbremsung und daher nimmt die Griffigkeitsleistungsfähigkeit
zu. Die für
den ABS-Bremstest benutzte Straßenoberfläche war
eine mit Asphalt versehene Straßenoberfläche mit
einer Rutschzahl von etwa 50 (Bedingung einer nassen Straßenoberfläche).
-
Aus
Tabelle 2 ist ersichtlich, daß Vergleichsbeispiel
1 unter Verwendung von Siliziumdioxid eine hohe Mooney-Viskosität zeigt,
was bedeutet, daß die
Verarbeitbarkeit schlecht ist. Vergleichsbeispiel 2, welches kein
Aluminiumhydroxid hierin eingemischt enthält, ist beim ABS-Bremsen schlechter.
Vergleichsbeispiel 4 unter Verwendung von Aluminiumhydroxid C, dessen
Kristallgröße der Boehmit-(020)-ebene
klein ist und dessen gelöste
Schüttdichte
groß ist,
Vergleichsbeispiel 5 unter Verwendung von Aluminiumhydroxid D und
Vergleichsbeispiel 6 unter Verwendung von Aluminiumhydroxid E, dessen
spezifische BET-Oberfläche
klein ist und dessen Kristallstruktur vom Gibbsittyp ist, zeigen
sämtlich
beträchtlich
schlechte Abriebfestigkeit.
-
Im
Gegensatz zu diesen Vergleichsbeispielen sind die Beispiele 1-4
signifikant hinsichtlich des Abrollwiderstandes und der Naß-Griffigkeitsleistungsfähigkeit
(ABS-Bremsen) verbessert, ohne daß ihre Verarbeitbarkeit oder
ihre Abriebfestigkeit geopfert wurden. Beispiel 5, welches weniger
als 60 Gew.-Teile Styrol-Butadienkautschuk mit einem Styrolgehalt
von 20-60 Gew.-% enthält,
ist beim ABS-Bremsen etwas schlechter.
-
Aus
Tabelle 3 ergibt sich, daß Vergleichsbeispiel
7 unter Verwendung von Siliziumdioxid eine hohe Mooney-Viskosität zeigt,
was bedeutet, daß seine
Verarbeitbarkeit schlecht ist. Vergleichsbeispiel 8, das kein Aluminiumhydroxid
hierin eingemischt enthält,
ist beim ABS-Bremsen unterlegen. Vergleichsbeispiel 12 unter Verwendung
von Aluminiumhydroxid C, dessen Kristallgröße der Boehmit-(020)-ebene
klein ist und dessen gelöste
Schüttdichte
groß ist,
Vergleichsbeispiel 10 unter Verwendung von Aluminiumhydroxid D und
Vergleichsbeispiel 11 unter Verwendung von Aluminiumhydroxid E,
dessen spezifische BET-Oberfläche
klein ist und dessen Kristallstruktur vom Gibbsittyp ist, zeigen
sämtlich
verschlechterte Abriebfestigkeit.
-
Im
Gegensatz zu diesen Vergleichsbeispielen zeigen die Beispiele 6-9
stark verbesserten Abrollwiderstand und stark verbesserte Naß-Griffigkeitsleistungsfähigkeit
(ABS-Bremsen), ohne daß ihre
Verarbeitbarkeit oder ihre Abriebfestigkeit verschlechtert worden
sind. Beispiel 10, welches keinen Naturkautschuk (NR), Polyisoprenkautschuk
(IR) oder Polybutadienkautschuk (BR) einschließt, und Beispiel 11 unter Verwendung
von Styrol-Butadien (SBR), dessen Einfrierbereich (Tg) höher als –27°C ist, sind
beide hinsichtlich des Abrollwiderstandes schwach schlechter.
-
Wie
oben erläutert,
besitzt Aluminiumhydroxid gemäß der vorliegenden
Erfindung spezifische Eigenschaften. Eine Kautschukzusammensetzung
für eine
Reifenlauffläche,
welche ein solches Aluminiumhydroxid hierin eingemischt enthält, erlaubt
eine Steigerung der Naß-Griffigkeitsleistungsfähigkeit
und der Abriebfestigkeit, eine Erniedrigung des Abrollwiderstandes
zur Verbesserung der Ausnutzung des Brennstoffes und ergibt verbesserte
Verarbeitbarkeit. Ein Luftreifen unter Verwendung einer solchen
Laufflächen-Gummizusammensetzung
ist daher hinsichtlich dieser Merkmale überlegen.
-
Obwohl
die vorliegende Erfindung im einzelnen beschrieben und erläutert wurde,
gilt selbstverständlich,
daß dies
nur zur Erläuterung
und beispielhaft ist und nicht als Beschränkung des Umfangs der vorliegenden
Erfindung ausgelegt werden sollte, welche nur durch die anhängenden
Ansprüche
beschränkt
ist.