-
Die
vorliegende Erfindung wurde mit Unterstützung des National Science
Foundation Contract Nr. CHE 9726124 und National Institutes of Health
Contract Nr. DA06301 und DA05886 gemacht. Die Bundesregierung kann
an dieser Erfindung bestimmte Rechte besitzen.
-
Gebiet der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft Metallkatalysatoren und insbesondere
Bisübergangsmetallkatalysatoren
und Verfahren zur Herstellung und Verwendung derselben.
-
Hintergrund der Erfindung
-
Katalysatoren
-
In
den letzten Jahren wurde in weitem Umfang erkannt, dass Liganden
mit C2-Symmetrie mit großer Wirkung bei der Gestaltung
von Katalysatoren zur asymmetrischen Synthese verwendet werden können. Mehrere Übersichtsartikel
befassten sich mit der Verwendung derartiger Katalysatoren bei asymmetrischen
Carbenoidreaktionen. Diese umfassen: Singh et al., "Catalytic Enantioselective
Cyclopropanation of Olefins Using Carbenoid Chemistry", "Synthesis, 1997:137–149, und
Doyle, Chiral catalysts for Enantioselective Carbenoid Cyclopropanation
Reactions", Recl.
Trav. Chim. Pays-Bas, 110:305–316
(1991). Über
die Verwendung dieser Katalysatoren bei asymmetrischen Transformationen
wurde auch bei Pfaltz, "Chiral
Semicorrins and Related Nitrogen Heterocycles as Ligands in Asymmetric
Catalysts", Acc.
Chem. Res., 26:339-345
(1993); Noyori, Asymmetric Catalysis in Organic Synthesis, New York:
John Wiley & Sons,
Inc., S. 16–95 (1994);
Evans et al., "Bis(oxazoline)-copper
Complexes as Chiral Catalysts for the Asymmetric-Aziridination of
Olefins", J. Am. Chem.
Soc., 115:3328–3329
(1993); Li et al. "Asymmetric
Alkene Aziridination with Readily Available Chiral Diimine-based
Catalysts", J. Am.
Chem. Soc., 115:5326–5327
(1993); Nishikori et al., "Catalytic
and Highly Enantioselective Aziridination of Styrene Derivatives", Tetrahedron Lett.,
37:9245–9248
(1996); Nicholas et al., "On
the Mechanism of Alyllic Amination Catalyzed by Iron Salts", J. Am. Chem. Soc.,
119:3302–3310
(1997); Johnson et al., "Catalytic
Asymmetric Epoxidation of Allylic Alcohols", in Ojima, Hrsg., Catalytic Asymmetric Synthesis,
New York: VCH Publishers, Inc., S. 103–158 (1993); und Jacobsen, "Asymmetric Catalytic
Epoxidation of Unfunctionalized Olefins,", in Ojima, Hrsg., Catalytic Asymmetric
Synthesis, New York: VCH Publishers, Inc., S. 159–202 (1993)
berichtet. Die C2-Symmetrie eines Komplexes
halbiert die Zahl der möglichen Anordnungen,
die für
das reagierende Substrat oder die reagierenden Substrate verfügbar sind.
Folglich wird die Gestaltung eines Katalysators mit klar definiertem
chiralem Einfluss, um eine hohe asymmetrische Induktion der in Frage
stehenden Reaktion zu bewirken, viel einfacher. Eine natürliche Erweiterung
für die
Gestaltung eines chiralen Katalysators wäre der Übergang von Komplexen mit C2-Symmetrie zu Komplexen mit D2-Symmetrie. Katalysatoren
mit D2-Symmetrie würden die Zahl der möglichen
Anordnungen, die für
das reagierende Substrat oder die reagierenden Substrate verfügbar sind,
auf ein Viertel verringern und hätten
daher das Potential für
sehr zuverlässige
chirale Katalysatoren.
-
Obwohl
das Konzept der Verwendung von Katalysatoren mit D2-Symmetrie ein sehr
attraktiver Vorschlag ist, war das praktische Ergebnis des Versuchs,
derartige Katalysatoren zu entwickeln, nicht sehr erfolgreich. Die
allgemeine Strategie, die beispielsweise bei Maxwell et al., "Shapeselective and
Asymmetric Cyclopropanation of Alkenes Cataly zed by Rhodium Prophyrins", Organometallics,
11:645–652
(1992) ("Maxwell"), Morice et al., "Oxidation and chiral
Recognition of Amino Esters by Dioxoruthenium(VI) Porphyrins: Synthesis of
a New Imino Ester Ru(II) Complexes", Tetrahedron Lett., 37:6701–6704 (1996)
und Halterman et al., "Synthesis
of D2-Symmetric Benzaldehydes and Achiral
Arylsipyrromethanes",
Tetrahedron Lett., 37:6291–6294 (1996)
beschrieben wurde, bestand darin, sehr arbeitsaufwendige D2-Liganden,
die um einen Porphyrinkern gebaut sind, zu entwickeln. Jedoch sind
die Syntheseverfahren für
diese Liganden lang und sie ergeben schlechte Ausbeuten, und die
gebildeten chiralen Katalysatoren arbeiten nur mit mäßiger asymmetrischer
Induktion. Maxwell legt nahe, dass ein Problem bei diesen Porphyrinkomplexen
darin besteht, dass der chirale Einfluss vom Metallzentrum zu weit
entfernt ist, um für
eine asymmetrische Induktion sehr wirksam zu sein.
-
Davies
et al. (Tetrahedron Letters, Band 38, Nr. 24, Seiten 4203–4206, 1997)
offenbart einen spezifischen D2-symmetrischen-Dirhodiumprolinatkomplex
als Katalysator für
asymmetrische Vinylcarbenoid-Cyclopropanierungen.
-
Im
Hinblick auf das nicht-realisierte Versprechen von Katalysatoren
mit D2-Symmetrie besteht ein Bedarf an Katalysatoren
mit D2-Symmetrie, die leicht herzustellen
sind und die hohe asymmetrische Induktionswirkungen besitzen. Die
vorliegende Erfindung ist zum Teil darauf gerichtet, diesen Bedarf
zu erfüllen.
-
Synthese von
gem-Diarylalkylderivaten
-
Die
gem-Diarylalkylgruppe ist in einer Zahl wichtiger Arzneimittel,
wie Tolterodin, CDP-840 und Nomifensin und Sertralin, vorhanden.
Folglich erschienen in letzter Zeit eine Zahl von Berichten, die
Verfahren zur asymmetrischen Synthese von gem-Diarylalkylderivaten
beschreiben. Diese umfassen: Frey et al., J. Org. Chem. 63:3120–3124 (1998)
("Frey"); Andersson et al.,
J. Org. Chem. 63:8067–8070
(1998) ("Andersson"); Houpis et al.,
Tetrahedron Lett., 38:7131–7134
(1997) ("Houpis"); Christenson et
al., Tetrahedron, 47:4739–4752
(1991) ("Christenson") ; Alexakis et al.,
Tetrahedron Lett., 29:4411–4414
(1988) ("Alexakis"); und Corey et al.
Tetrahedron Lett., 35:5373–5376
(1994) ("Corey"). Besonders wirksam
war die asymmetrische konjugierte Addition von organometallischen
Reagenzien an Cinnamate, die in Frey, Andersson, Houpis, Christenson
und Alexakis beschrieben wird, und die Arylkuprataddition an enantiomerenreines
Dimethyl-2-phenylcylcopropan-1,1-dicarboxylat, das in Corey beschrieben
wird. Diese Reaktionsschemata umfassen jedoch mehrere Stufen mit
schlechten Gesamtausbeuten und inkonsistenter chiraler Reinheit.
-
Daher
besteht weiterhin Bedarf an Verfahren zur Herstellung asymmetrischer
gem-Diarylalkylderivate. Die vorliegende Erfindung ist zum Teil
darauf gerichtet, diesen Bedarf zu erfüllen.
-
Bildung von
Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen
-
Die
Aldolreaktion ist eine zentrale Umwandlung in der organischen Synthese.
Siehe beispielsweise Heathcock in Morrison, Hrsg., Asymmetric Synthesis,
San Diego: Academic Press, Band 3, Kapitel 2 (1984) ("Heathcock"). Die Reaktion ist
nicht nur ein leistungsstarkes Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung-Bildungsverfahren,
sondern Heathcock berichtet auch, dass die Reaktion unter Verwendung
von Enolaten definierter Geometrie hoch diastereoselektiv gestaltet
werden kann. Ferner kann eine hohe Enantioselektivität durch
die Verwendung chiraler Hilfsstoffe (Heathcock) oder durch die Verwendung
chiraler Katalysatoren erreicht werden. Die Verwendung chiraler
Katalysatoren bei enantioselektiven Aldolreaktionen wurde vor kurzem
in Nelson "Catalyzed
Enantioselective Aldol Additions of Latent Enolate Equivalents", Tetrahedron- Asymmetry, 9:357–389 (1998)
im Überblick
angegeben. Von besonderem Interesse sind Aldolreaktionen zwischen
Enolaten von Arylacetaten und Aldehyden. Beispielsweise berichteten
Evans et al. "C-2-symmetric
Copper(II) Complexes as Chiral Lewis Acids. Scope and Mechanism
of the Catalytic Enantioselective Aldol Additions of Enolsilanes
to Pyruvate Salts",
J. Am. Chem. Soc., 121:669–699
(1999), vor kurzem über
eine Reaktion zwischen einem Silylketenacetal von Phenylacetat und
Benzyloxyacetaldehyd unter Verwendung eines Cu(II)-bisoxazolinkomplexes.
Die Reaktion führte
zu niedriger Enantioselektivität
(etwa 9 %) und keiner Diastereoselektivität. Jedoch wurde eine bessere
asymmetrische Induktion bei derartigen Aldolreaktionen durch die
Verwendung chiraler Enolate erreicht (Lutzen et al., "D-xylose Derived
Oxazolidin-2-ones as Chiral Auxilaries in Stereoselective Aldol
Reactions", Tetrahedron-Asymmetry,
8:1193–1206
(1997)). Jedoch wurden Verfahren dieses Typs, die in hohen Ausbeuten
und mit guter Diastereoselektivität und Enantioselektivität erfolgen,
nicht berichtet.
-
Daher
besteht weiterhin Bedarf an Verfahren zur Bildung von Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen
mit guter Diastereoselektivität
und Enantioselektivität.
Die vorliegende Erfindung ist zum Teil darauf gerichtet, diesen
Bedarf zu erfüllen.
-
RITALINTM und dessen Verwandte
-
Aufmerksamkeitsdefizitsstörung ("ADD") ist die bei Kindern
am häufigsten
diagnostizierte Krankheit. Symptome von ADD umfassen Ablenkbarkeit
und Impulsivität.
Eine verwandte Störung
mit der Bezeichnung Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung ("ADHD")
ist des Weiteren durch verstärkte
Symptome einer Hyperaktivität
bei Patienten gekennzeichnet. Racemisches Methylphenidat (beispielsweise
RITALINTM ) ist ein mildes Stimulanz des
zentralen Nervensystems mit einer Amphetaminen qualitativ ähnlichen
pharmakologischen Aktivität,
und es ist das Arzneimittel der Wahl für eine symptomatische Behandlung
von ADD bei Kindern. Die derzeitige Verabreichung von racemischen
Methylphenidat führt
jedoch zu deutlichen Nebenwirkungen, wie Anorexie, Gewichtsabnahme,
Schlaflosigkeit, Schwindel und Dysphorie. Ferner ergibt racemisches Methylphenidat,
das eine nach der Liste II kontrollierte Substanz ist, eine euphorische
Wirkung, wenn es intravenös
oder durch Inhalation verabreicht wird, und es besitzt daher ein
hohes Potential für
Substanzmissbrauch bei Patienten.
-
Mindestens
70 % der Individuen, die mit dem Humanimmunschwächevirus ("HIV")
infiziert sind, die das erworbene Immunschwächesyndrom ("AIDS") entwickelt haben,
zeigen letzten Endes kognitive Defekte und viele zeigen Zeichen
und Symptome von Demenz. Klagen über
Vergesslichkeit, Konzentrationsabnahme, Ermüdung, Depression, Abnahme der
Aufmerksamkeit, Stimmungsschwankungen, Persönlichkeitsveränderung
und Gedankenstörungen
sind bei Patienten mit einer HIV-Erkrankung häufig. Racemisches Methylphenidat
wurde zur Behandlung von kognitivem Nachlassen bei AIDS-Patienten
verwendet. Wie oben beschrieben, verursacht racemisches Methylphenidat,
das eine nach der Liste II kontrollierte Substanz ist, eine euphorische Wirkung,
wenn es intravenös
oder durch Inhalation verabreicht wird, und es birgt daher ein hohes
Potential für Drogenmissbrauch
bei AIDS-Patienten.
-
Glutathion
ist ein wichtiges Antioxidationsmittel, das den Körper vor
elektrophilen reaktiven Verbindungen und intrazellulären Oxidationsmitteln
schützt.
Es wird postuliert, dass HIV-AIDS-Patienten an einer Arzneimittelüberempfindlichkeit
aufgrund von einer Arzneimittelüberladung
und einem erworbenen Glutathionmangel leiden. Patienten mit einer
HIV-Infektion zeigten
eine verringerte Konzentration von Glutathion in Plasma, Zellen
und broncho-alveolärer
Lavageflüssigkeit.
Klinische Daten legen nahe, dass HIV-seropositive Individuen nachteilige
Reaktionen auf die gleichzeitige Verabreichung von mehreren ansonsten
therapeu tischen Arzneimitteln zeigen. Es ist daher günstig, für die Verabreichung
von Methylphenidat in verringerten Dosierungen bei Patienten mit
Arzneimittelüberempfindlichkeit
aufgrund einer HIV-Infektion zu sorgen.
-
Methylphenidat
besitzt zwei Chiralitätszentren
und kann daher als vier getrennte Stereoisomere existieren. Es ist
einschlägig
bekannt, dass Diastereomere unterschiedliche physikalische Eigenschaften,
wie Schmelzpunkt und Siedepunkt, besitzen. Während beispielsweise das threo-Racemat
von Methylphenidat die gewünschte
Wirkung auf das Zentralnervensystem ergibt, trägt das erythro-Racemat zu Blutdruckerhöhenden Nebenwirkungen
bei und es zeigt bei Ratten Letalität.
-
Weitere
Untersuchungen bei Tieren, Kindern und Erwachsenen zeigten pharmakologische
Aktivität
in dem d-threo-Isomer von Methylphenidat (2R:2'R). Obwohl die Rolle des 1-threo-Isomers hinsichtlich
Toxizität oder
nachteiligen Nebenwirkungen nicht sorgfältig geprüft wurde, ist das Potential
für einen
isomeren Ballast bei Methylphenidat für viele Patienten, insbesondere
die im Vorhergehenden beschriebenen für Arzneimittel überempfindlichen
Patienten von Belang.
-
Obwohl
1-threo-Methylphenidat bei oraler Verabreichung rasch und stereoselektiv
metabolisiert wird, führt
eine intravenöse
Verabreichung oder Inhalation zu hohen 1-threo-Methylphenidat-Serumspiegeln. Intravenöse Verabreichung
und Inhalation sind die Verfahren der Wahl bei Arzneimittelmissbrauchpersonen
für derzeitige
Methylphenidatformulierungen und es wurde postuliert, dass die durch
derzeitige Formulierungen von Methylphenidat hervorgerufene euphorische
Wirkung auf der Wirkung des 1-threo-Methylphenidats beruht.
-
Daher
wurde vorgeschlagen, dass die Verwendung des d-threo-Isomers (2R:2'R) von Methylphenidat, das
im Wesentlichen frei von dem 1-threo-Isomer ist, hohe Aktivitätsspiegel
von Methylphenidat ergibt und gleichzeitig die euphorische Wirkung
von Methylphenidat und das Potential für einen Missbrauch bei Patienten verringert.
-
Verfahren
zur Synthese von d-threo-Methylphenidat wurden berichtet. Diese
Verfahren umfassen jedoch lange komplizierte Synthesen, sie zeigen
schlechte Gesamtausbeuten und sie erfordern zumindest eine gewisse
Trennung von Gemischen von Enantiomeren und/oder Diastereomeren.
-
Im
Hinblick auf die Vorteile von reinem d-threo-Methylphenidat und
dem Mangel auf diesem Gebiet an Verfahren zur Herstellung dieser
Verbindung und von deren Verwandten besteht ein Bedarf an einem
verbesserten Syntheseverfahren zur Herstellung von reinem d-threo-Methylphenidat
und dessen Verwandten. Die vorliegende Erfindung ist zum Teil darauf
gerichtet, diesen Bedarf zu erfüllen.
-
Zusammenfassung der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Verbindung der Formel:
worin M
1 und
M
2 gleich oder verschieden sind und Übergangsmetallatome
oder -ionen bedeuten; Z
2 und Z
3 unabhängig voneinander
die zur Vervollständigung
eines 3- bis 12-gliedrigen heterocyclischen Rings notwendigen Atome
bedeuten; Z
1 eine Alkylen- oder Arylengruppe
bedeutet; Q
1 und Q
2 gleich
oder verschieden sind und elektronenziehende Gruppen bedeuten; L
1 und L
3 zusammengenommen
für -O-CR
13-O- stehen; L
2 und
L
4 zusammengenommen für -O-CR
14-O-
stehen; und R
13 und R
14 gleich
oder verschieden sind und aus der aus Alkylgruppen und Arylgruppen
bestehenden Gruppe ausgewählt
sind oder R
13 und R
14 für Alkylen-
oder Arylengruppen, die direkt oder indirekt aneinander gebunden
sind, stehen.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ferner eine Verbindung, die ein erstes
Metallatom und ein zweites Metallatom, die längs einer Achse aneinander
gebunden sind, und zwei Carboxylatliganden umfasst. Jeder der zwei
Carboxylatliganden umfasst zwei Carboxylatgruppen, die über eine
Einheit der folgenden Formel aneinander gebunden sind:
worin
Z
10 und Z
11 zusammen
mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen 3- bis 12-gliedrigen
Ring bilden;
worin Z
10' und Z
11' zusammen mit
den Atomen, an die sie gebunden sind, einen 3- bis 12-gliedrigen
Ring bilden;
worin R
78, R
78', R
79 und R
79' unabhängig voneinander
aus der aus H, einer Alkylgruppe und einer Arylgruppe bestehenden
Gruppe ausgewählt
sind, worin Z
12 eine Alkylen- oder Arylengruppe
bedeutet; worin jede der zwei Carboxylatgruppen ein erstes Carboxylatsauerstoffatom
("O
1"), ein zweites Carboxylatsauerstoffatom
("O
2") und einen Kohlenstoff
("C"), an den das O
1 und das O
2 gebunden
sind, umfasst, wodurch zwei O
1-C-O
2-Einheiten
gebildet werden, wobei jede O
1-C-O
2-Einheit eine Ebene definiert, die im Wesentlichen
parallel zu der Achse ist. Das O
1 von jeder
der zwei Carboxylatgruppen von jedem der zwei Carboxylatliganden
ist an das erste Metallatom ge bunden und das O
2 von
jeder der zwei Carboxylatgruppen von jedem der zwei Carboxylatliganden
ist an das zweite Metallatom gebunden. Jeder der zwei Carboxylatliganden
umfasst ferner mindestens zwei chirale Zentren und die Verbindung
weist D
2-Symmetrie auf.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung
einer Verbindung der Formel:
worin M
1 und
M
2 gleich oder verschieden sind und Übergangsmetallatome
oder -ionen bedeuten; Z
2 und Z
3 unabhängig voneinander
die zur Vervollständigung
eines 3- bis 12-gliedrigen heterocyclischen Rings notwendigen Atome
bedeuten; Z
1 eine Alkylen- oder Arylengruppe
bedeutet; und Q
1 und Q
2 gleich
oder verschieden sind und elektronenziehende Gruppen bedeuten; L
1 und L
3 zusammengenommen
für -O-CHR
13-O- stehen; L
2 und
L
4 zusammengenommen für -O-CHR
14-O-
stehen; und R
13 und R
14 gleich
oder verschieden sind und aus der aus Alkylgruppen und Arylgruppen
bestehenden Gruppe ausgewählt
sind oder R
13 und R
14 für Alkylen-
oder Arylengruppen, die direkt oder indirekt aneinander gebunden
sind, stehen. Das Verfahren umfasst das Bereitstellen eines Liganden
der Formel:
oder eines
Gemischs derselben, worin A
1 und A
2 jeweils unabhängig voneinander aus der aus
einem Wasserstoffatom und einer elektronenziehenden Gruppe bestehenden
Gruppe ausgewählt
sind und R
3 und R
4 unabhängig voneinander
aus der aus H, Alkyl und Aryl bestehenden Gruppe ausgewählt sind.
Das Verfahren umfasst ferner das Umwandeln des Liganden mit einem
Bis-metallsalz unter
zur Herstellung der Verbindung wirksamen Bedingungen.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ferner Verbindungen mit einer der
folgenden Formeln:
worin
Z
2 und Z
3 unabhängig voneinander
die zur Vervollständigung
eines 3- bis 12-gliedrigen heterocyclischen Rings notwendigen Atome
bedeuten; Z
1 eine Alkylen- oder Arylengruppe
bedeutet; A
1 und A
2 unabhängig voneinander
aus der aus einem Wasserstoffatom und einer elektronenziehenden
Gruppe bestehenden Gruppe ausgewählt
sind; und R
3 und R
4 jeweils
unabhängig
voneinander aus der aus H, Alkyl und Aryl bestehenden Gruppe ausgewählt sind.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung
einer N-substituierten Verbindung der Formel:
worin Z
2 und
Z
3 unabhängig
voneinander die zur Vervollständigung
eines 3- bis 12-gliedrigen heterocyclischen Rings notwendigen Atome
bedeuten; Z
1 eine Alkylen- oder Arylengruppe
bedeutet; A
3 und A
4 gleich
oder verschieden sind und elektronenziehende Gruppen der Formeln
-C(O)R
2, -SO
2R
2 oder -P(O)R
2R
2' bedeuten;
R
1, R
1', R
2 und
R
2' jeweils
eine Alkylgruppe, eine Arylgruppe oder eine Alkoxygruppe bedeuten;
und R
3 und R
4 jeweils
unabhängig
voneinander aus der aus H, Alkyl und Aryl bestehenden Gruppe ausgewählt sind.
Das Verfahren umfasst das Bereitstellen einer N-unsubstituierten
Verbindung der Formel:
worin R
6 und
R
7 jeweils unabhängig voneinander aus einer Alkylgruppe
oder einer Arylgruppe ausgewählt
sind. Das Verfahren umfasst ferner das Umwandeln der N-unsubstituierten
Verbindung in die N-substituierte Verbindung mit einem Acylierungsmittel,
einem Sulfonylierungsmittel oder einem Phosphonylierungsmittel.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung
einer N-unsubstituierten Verbindung der Formel:
worin Z
2 und
Z
3 unabhängig
voneinander die zur Vervollständigung
eines 3- bis 12-gliedrigen heterocyclischen Rings notwendigen Atome
bedeuten; Z
1 eine Alkylen- oder Arylengruppe
bedeutet; und R
6 und R
7 unabhängig voneinander
aus einer Alkylgruppe oder einer Arylgruppe ausgewählt sind.
Das Verfahren umfasst das Bereitstellen einer ungesättigten
heterocyclischen Verbindung der Formel:
und das Umwandeln der ungesättigten
heterocyclischen Verbindung in die N-unsubstituierte Verbindung
unter Verwendung einer Hydrierung.
-
Die
vorliegenden Erfindung betrifft in einer noch weiteren Ausführungsform
derselben eine Verbindung mit einer der folgenden Formeln:
worin Z
2 und
Z
3 unabhängig
voneinander die zur Vervollständigung
eines 3- bis 12-gliedrigen heterocyclischen Rings notwendigen Atome
bedeuten; Z
1 eine Alkylen- oder Arylengruppe
bedeutet; und R
6 und R
7 unabhängig voneinander
aus einer Alkylgruppe oder einer Arylgruppe ausgewählt sind.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung
einer ungesättigten
heterocyclischen Verbindung der Formel:
worin Z
2 die
zur Vervollständigung
eines 3- bis 12-gliedrigen heterocyclischen Rings notwendigen Atome
bedeutet; Z
1 eine Alkylen- oder Arylengruppe
bedeutet; und R
6 aus einer Alkylgruppe oder
einer Arylgruppe ausgewählt
ist. Das Verfahren umfasst das Bereitstellen eines cyclischen Ketons
der Formel:
worin R
8 eine
Aminschutzgruppe bedeutet. Das Verfahren umfasst ferner das Umwandeln
des cyclischen Ketons in die N-ungesättigte heterocyclische Verbindung
mit einer Bis-lithiumverbindung
der Formel Z
1Li
2.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung
einer Verbindung der Formel:
worin R
1,
R
2 und R
3 unabhängig voneinander
aus H, Alkyl, Aryl oder Vinyl ausgewählt sind oder worin R
1 und R
3 zusammen
mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen 5- bis 12-gliedrigen Ring bilden;
Y eine elektronenziehende Gruppe bedeutet; X CH
2,
O oder NR
11 bedeutet; R
11 H,
eine Alkylgruppe, eine Arylgruppe, eine Acylgruppe, eine Alkoxycarbonylgruppe
oder eine Silylgruppe der Formel -SiR
33R
34R
35 bedeutet; R
30 und R
31 jeweils
unabhängig
voneinander aus der aus H, Alkyl, Aryl und Vinyl bestehenden Gruppe
ausgewählt
sind; R
32 eine Alkylgruppe, eine Arylgruppe,
eine Acylgruppe, eine Alkoxycarbonylgruppe oder eine Silylgruppe
der Formel -SiR
36R
37R
38 bedeutet; oder R
31 und
R
32 zusammen mit den Atomen, an die sie
gebunden sind, einen 5- bis 12-gliedrigen Ring bilden; R
33, R
34, R
35, R
36, R
37 und R
38 unabhängig voneinander
aus einer Alkylgruppe und einer Arylgruppe ausgewählt sind;
wobei, wenn R
30 und R
31 jeweils
H sind, X nicht CH
2 bedeutet. Das Verfahren
umfasst das Bereitstellen einer Diazoverbindung der Formel:
und das Umwandeln der Diazoverbindung
mit einer Verbindung der Formel:
in Gegenwart eines Bis-übergangsmetallkatalysators
und unter zur Bildung der Verbindung wirksamen Bedingungen. In der
unmittelbar vorhergehenden Formel bedeutet X' CH
2, O oder
NR
11' und
R
11' eine
Alkylgruppe, eine Arylgruppe, eine Acylgruppe, eine Alkoxycarbonylgruppe
oder eine Silylgruppe. Wenn X O oder CH
2 bedeutet,
wenn R
1 und R
3 zusammen
mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen 5- bis 12-gliedrigen
Ring bilden, und wenn R
31 und R
32 zusammen
mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen 5- bis 12-gliedrigen Ring
bilden, wird das Umwandeln der Diazoverbindung im Wesentlichen bei
Abwesenheit von Sauerstoff durchgeführt.
-
In
einer noch weiteren Ausführungsform
betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
einer Verbindung der Formel:
worin R
1,
R
2 und R
3 unabhängig voneinander
aus H, einer Alkylgruppe, einer Arylgruppe oder einer Vinylgruppe
ausgewählt
sind oder worin R
1 und R
3 zusammen
mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen 5 – 12-gliedrigen
Ring bilden; Y eine elektronenziehende Gruppe bedeutet und R
54, R
55, R
56, R
57, R
58 und R
59 unabhängig voneinander
aus der Gruppe von H, Alkyl, Aryl, Halogen und Alkoxy ausgewählt sind.
Das Verfahren umfasst das Bereitstellen eines 1,3-Cyclohexadiens
mit
-
-
Das
Verfahren umfasst ferner das Umwandeln des 1,3-Cyclohexadiens mit einer Diazoverbindung
der Formel:
in Gegenwart eines Bis-übergangsmetallkatalysators
und unter zur Herstellung der Verbindung wirksamen Bedingungen.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ferner eine Verbindung der Formel:
worin R
1,
R
2 und R
3 unabhängig voneinander
aus H, einer Alkylgruppe, einer Arylgruppe oder einer Vinylgruppe
ausgewählt
sind oder worin R
1 und R
3 zusammen
mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen 5 – 12-gliedrigen
Ring bilden; Y eine elektronenziehende Gruppe bedeutet und R
54, R
55,R
56, R
57, R
58 und R
59 unabhängig voneinander
aus der Gruppe von H, Alkyl, Aryl, Halogen und Alkoxy ausgewählt sind.
-
In
einer noch weiteren Ausführungsform
betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zu Herstellung einer
Verbindung der Formel:
worin R
1,
R
2 und R
3 unabhängig voneinander
aus H, einer Alkylgruppe, einer Arylgruppe oder einer Vinylgruppe
ausgewählt
sind oder worin R
1 und R
3 zusammen
mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen 5 – 12-gliedrigen
Ring bilden; Y eine elektronenziehende Gruppe bedeutet und R
54, R
55,R
56, R
58 und R
59 unabhängig
voneinander aus der Gruppe von H, Alkyl, Aryl, Halogen und Alkoxy
ausgewählt
sind. Das Verfahren umfasst das Bereitstellen eines Cyclohexadienderivats
der Formel:
worin R
57 H
bedeutet. Das Verfahren umfasst ferner das Umwandeln des Cyclohexadienderivats
mit Hydrierungs- und Oxidationsmitteln unter zur Bildung der Verbindung
wirksamen Bedingungen.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung
einer Verbindung der Formel:
worin R
1,
R
2 und R
3 unabhängig voneinander
aus H, einer Alkylgruppe, einer Arylgruppe oder einer Vinylgruppe
ausgewählt
sind oder worin R
1 und R
3 zusammen
mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen 5 – 12-gliedrigen
Ring bilden; R
54, R
55,
R
56, R
58 und R
65 unabhängig
voneinander aus der Gruppe von H, Alkyl-, Arylgruppen, Halogen,
Amino-, Alkoxy-, Hydroxy- und Säuregruppen
ausgewählt
sind R
62 eine Alkyleinheit darstellt; oder
R
65 und R
62 zusammen
die zur Vervollständigung
eines 5 – 12-gliedrigen
Rings notwendigen Atome darstellen. Das Verfahren umfasst das Bereitstellen
eines Cyclohexadienderivats der Formel:
worin R
57 H
bedeutet; R
59 unabhängig voneinander aus der Gruppe
von H, Alkylgruppen, Arylgruppen, Halogene, Aminogruppen, Alkoxygruppen,
Hydroxygruppen und Säuregruppen
ausgewählt
ist, und Y eine elektronenziehende Gruppe bedeutet. Das Cyclohexadienderivat
wird dann mit Hydrierungs- und Oxidationsmitteln unter zur Bildung
eines Phenylderivats der Formel:
wirksamen Bedingungen umgewandelt,
und das Phenylderivat wird unter zur Bildung der Verbindung wirksamen
Bedingungen umgewandelt.
-
Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
-
Der
hier verwendete Ausdruck "Alkyl" soll lineare Alkyle,
verzweigte Alkyle und Cycloalkyle, die jeweils substituiert oder
unsubstituiert sein können,
umfassen. "Alkyl" soll auch lineare
Niederalkyle (beispielsweise lineare C1-C6-Alkyle), wie Methyl, Ethyl, n-Propyl, n-Butyl,
n-Pentyl und n-Hexyl; verzweigte Niederalkyle (beispielsweise verzweigte
C3-C8-Alkyle), wie Isopropyl,
tert-Butyl, 1-Methylpropyl, 2-Methylpropyl,
1-Methylbutyl, 2-Methylbutyl, 3-Methylbutyl, 1,2-Dimethylpropyl,
1,1-Dimethylpropyl, 2,2-Dimethylpropyl, 1-Methylpentyl, 2-Methylpentyl,
3-Methylpentyl, 4-Methylpentyl,
1,1-Dimethylbutyl, 1,2-Dimethylbutyl, 1,3-Dimethylbutyl, 2,2-Dimethylbutyl, 2,3-Dimethylbutyl,
3,3-Dimethylbutyl,
1-Ethylbutyl, 2-Ethylbutyl, 2-Methyl-2-Ethylpropyl, 2-Methyl-1-ethylpropyl
und dergleichen; und Niedercycloalkyle (beispielsweise C3-C8-Cycloalkyle),
wie Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl und dergleichen
umfassen. Das hier verwendete "Alkyl" soll unsubstituierte
Alkyle, wie die im Vorhergehenden angegebenen, in denen keine Atome
außer
Kohlenstoff und Wasserstoff vorhanden sind, umfassen. Das hier verwendete "Alkyl" soll auch substituierte
Alkyle umfassen. Geeignete Substituenten umfassen Arylgruppen (die
selbst substituiert sein können),
heterocyclische Ringe (gesättigte
oder ungesättigte
und optional substituierte), Hydroxygruppen, Alkoxygruppen (die
Aryloxygruppen (beispielsweise Phenoxygruppen) umfassen sollen),
Thiolgruppen, Alkylthiogruppen, Arylthiogruppen, Amingruppen, (unsubstituierte,
monosubstituierte oder disubstituierte, beispielsweise mit Aryl-
oder Alkylgruppen) Carbonsäuregruppen,
Carbonsäurederivate
(beispielsweise Carbonsäureester,
Amide und dergleichen), Phosphingruppen, Sulfonsäuregruppen, Halogenatome (beispielsweise
Cl, Br, und I) und dergleichen. Ferner sollen Alkylgruppen, die
einen oder mehrere Alkenyl- oder Alkinylsubstituenten (beispielsweise
eine Methylgruppe, die selbst mit einer Prop-1-en-1-yl-gruppe unter Bildung
eines But-2-en-1-yl-Substituenten substituiert ist) tragen, von
der Bedeutung von "Alkyl" umfasst sein.
-
Der
hier verwendete Ausdruck "Alkylen" bezeichnet eine
zweiwertige Alkylgruppe, wobei Alkyl die oben angegebene Bedeutung
besitzt. Lineare, verzweigte und cyclische Alkylene sowie Beispiele
derselben sind in ähnlicher
Weise unter Bezug auf deren entsprechende Alkylgruppe definiert.
Beispiele für
Alkylene umfassen Eth-1,1-diyl (d. h. -CH(CH
3)-),
Eth-1,2-diyl (d.
h. -CH
2CH
2-), Prop-1,1-diyl
(d. h. -CH(CH
2CH
3)-), Prop-1,2-diyl
(d. h. -CH
2-CH(CH
3-)-),
Prop-1,3-diyl (d. h. -CH
2CH
2CH
2-), Prop-2,2-diyl (d. h. -C(CH
3)
2-), Cycloprop-1,1-diyl, Cycloprop-1,2-diyl, Cyclopent-1,1-diyl,
Cyclopent-1,2-diyl,
Cyclopent-1,3-diyl, Cyclohex-1,1-diyl, Cyclohex-1,2-diyl, Cyclohex-1,3-diyl, Cyclohex-1,4-diyl,
But-2-en-1,1-diyl,
Cyclohex-1,3-diyl, But-2-en-1,4-diyl, But-2-en-1,2-diyl, But-2-en-1,3-diyl, But-2-en-2,3-diyl.
Von der Bedeutung des Ausdrucks "Alkylen" werden auch Verbindungen
mit der Formel -R'-R"- umfasst, wobei
-R' eine lineare
oder verzweigte Alkylgruppe bedeutet und R"- eine Cycloalkylgruppe, beispielsweise
Einheiten der Formel:
bedeutet.
-
Der
hier verwendete Ausdruck "Aryl" soll aromatische
Ringe, die vorzugsweise 4 bis 12 Glieder aufweisen, wie Phenylringe,
umfassen. Diese aromatischen Ringe können optional ein oder mehrere
Heteroatome (beispielsweise ein oder mehrere Atome N, O und S) enthalten,
und daher soll das hier verwendete "Aryl" Heteroaryleinheiten,
wie Pyridylringe und Furanylringe, umfassen. Die aromatischen Ringe
können
optional substituiert sein. "Aryl" soll auch aromatische
Ringe umfassen, an die einer oder mehrere andere Arylringe oder
Nichtarylringe ankondensiert sind. Beispielsweise sind Naphthylgruppen,
Benzimiadzolgruppen und 5,6,7,8-Tetrahydro-2-naphthylgruppen
(die jeweils optional substituiert sein können) für die Zwecke der vorliegenden
Anmeldung Arylgruppen. Wie im Vorhergehenden angegeben, können die
Arylringe optional substituiert sein. Geeignete Substituenten umfassen
Alkylgruppen (die optional substituiert sein können) andere Arylgruppen (die
selbst substituiert sein können),
heterocyclische Ringe (gesättigt
oder ungesät tigt),
Hydroxygruppen, Alkoxygruppen (die Aryloxygruppen (beispielsweise
Phenoxygruppen) umfassen sollen), Thiolgruppen, Alkylthiogruppen,
Arylthiogruppen, Amingruppen (unsubstituiert, monosubstituiert oder
disubstituiert, beispielsweise mit Aryl- oder Alkylgruppen), Carbonsäuregruppen,
Carbonsäurederivate
(beispielsweise Carbonsäureester,
-amide und dergleichen), Phosphingruppen, Sulfonsäuregruppen,
Halogenatome (beispielsweise Cl, Br und I) und dergleichen.
-
Der
hier verwendete Ausdruck "Arylen" soll eine zweiwertige
Arylgruppe, in der beide Valenzen auf aromatischen Kohlenstoffen
vorhanden sind, bedeuten. Beispiele für derartige Gruppen umfassen
beispielsweise 1,3-Phenylen, 1,4-Phenylen, 5-Methyl-1,3-phenylen,
Pyrid-2,3-diyl, Pyrid-2,4-diyl, Pyrid-2,5-diyl, Pyrid-3,5-diyl,
1,3-Naphthylen, 1,7-Naphthylen,
1,8-Naphthylen, 5,6,7,8-Tetrahydro-1,3-naphthylen. Das hier verwendete "Arylen" soll auch eine zweiwertige
Gruppe der Formeln -R-R'-,
wobei R eine Alkylgruppe bedeutet und R' eine Arylgruppe bedeutet, umfassen.
Wie die Struktur von -R-R'-
angibt, befindet sich eine der Valenzen auf dem R (d. h. Alkyl)-Teil
der -R-R'-Einheit
und die andere der Valenzen auf dem R' (d. h. Aryl)-Teil der -R-R'-Einheit. Beispiele
für diesen
Typ einer Aryleneinheit umfassen Einheiten der Formeln:
und dergleichen.
-
Der
hier verwendete Ausdruck "Alkoxy" soll Gruppen der
Formel -O-R, wobei R eine Alkyl- oder Arylgruppe bedeutet, umfassen.
Sie umfassen Methoxy, Ethoxy, Propoxy, Phenoxy, 4-Methylphenoxy und
dergleichen.
-
Der
hier verwendete Ausdruck "elektronenziehende
Gruppe" bezeichnet
diejenigen Gruppen, die Elektronendichte von angrenzenden Positionen
in einem Molekül
abziehen können,
was beispielsweise unter Bezug auf die Tabellen in den klassischen
Arbeiten, die die Klassifizierung verschiedener Substituenten nach ihrem
elektronenziehenden Charakter festlegen, bestimmt wird. Beispielsweise
kann auf die durch die Hammett-Skala festgelegte Klassifizierung,
die beispielsweise bei Gordon et al., The Chemist's Companion, New York:
John Wiley & Sons,
S. 145–147
(1972), das hier als Bezug aufgenommen ist, Bezug genommen werden. Geeignete
elektronenziehende Gruppen umfassen diejenigen mit einem para-σ-Wert von höher als
oder gleich etwa 0,2 oder höher
als oder gleich etwa 0,3 in Bezug auf die Hammett-Skala. Spezielle
Beispiele für
elektronenziehende Gruppen sind Einheiten der Formeln -C(O)R, -SO2R und -P(O)RR', wobei R und R' unabhängig voneinander aus einer
Alkylgruppe, einer Arylgruppe und einer Alkoxygruppe ausgewählt sind.
-
Der
hier verwendete Ausdruck "Ring" bezeichnet einen
homocyclischen oder heterocyclischen Ring, der gesättigt oder
ungesättigt
sein kann. Der Ring kann unsubstituiert sein oder er kann mit einem
oder mehreren Substituenten substituiert sein. Die Substituenten
können
gesättigt
oder ungesättigt,
aromatisch oder nicht-aromatisch sein, und Beispiele für geeignete
Substituenten umfassen die oben in der Diskussion in Bezug auf Substituenten
an Alkyl- und Arylgruppen aufgeführten.
Ferner können
zwei oder mehr Ringsubstituenten unter Bildung eines weiteren Rings
kombiniert sein, so dass der hier verwendete "Ring" kondensierte
Ringsysteme umfassen soll. Für
den Fall, dass der Ring gesättigt
ist (d. h. für den
Fall, dass alle den Ring bildenden Atome durch Einfachbindungen
mit anderen Gliedern des Rings verbunden sind), kann der Ring optional
ungesättigte
(aromatische oder nichtaromatische) oder gesättigte Substituenten umfassen.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Verbindung, die ein erstes Metallatom
und ein zweites Metallatom, die längs einer Achse aneinander
gebunden sind, umfasst. Dies kann durch die Formel M
1-M
2 dargestellt werden, wobei M
1 und
M
2 das erste bzw. zweite Metallatom bedeuten
und der Bindestrich die Bindung und die Bindungsachse bedeutet.
Die Verbindung umfasst auch zwei Carboxylatliganden. Der hier verwendete
Ausdruck "Carboxylatliganden" bedeutet Liganden,
die eine oder mehrere Carboxylatgruppen enthalten. Die hier verwendeten
Carboxylatgruppen bedeuten Gruppen der Formel:
die als die folgende Formel
geschrieben werden kann:
worin die gestrichelte Linie
das delokalisierte Elektron bedeutet. Alternativ kann die Carboxylatgruppe
ohne Angabe des delokalisierten Elektrons wie in der folgenden Formel
ausgedrückt
werden:
-
-
In
der vorliegenden Erfindung umfasst jeder der zwei Carboxylatliganden
zwei Carboxlyatgruppen, und diese zwei Carboxlyatgruppen sind über eine
Einheit der Formel ("Formel
I") aneinander gebunden:
-
-
In
der Formel I bilden Z10 und Z11 zusammen
mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen 3-12-gliedrigen
Ring und Z10' und
Z11' zusammen
mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen 3-12-gliedrigen
Ring. Zweckmäßigerweise
sind Z10 und Z10' gleich und
enthalten beide ein Heteroatom, wie Stickstoff, Sauerstoff oder
Schwefel. Vorzugsweise sind Z10 und Z10' gleich
und beide stellen ein einzelnes Heteroatom, das aus der aus einem
Schwefelatom, einem Sauerstoffatom und einem optional substituierten
Stickstoffatom bestehenden Gruppe ausgewählt ist dar. Vorzugsweise hat
mindestens eine Gruppen Z10 und Z10' die
Formel -NQ-, ist mindestens eine der Gruppen von Z11 und
Z11' eine
Arylen- oder Alkylengruppe und bedeutet Q eine elektronenziehende
Gruppe. Noch stärker
bevorzugt haben beide Gruppen Z10 und Z10' die
Formel -NQ-, sind beide Gruppen Z11 und
Z11'eine
Alkylengruppe und bedeutet Q eine elektronenziehende Gruppe. Obwohl
eine der Gruppen von Z10 und Z11 und/oder
eine der Gruppe von Z10' und Z11' eine direkte
Bindung zwischen den Kohlenstoffen, an die sie gebunden sind, bedeuten
kann, ist dies vorzugsweise nicht der Fall und bedeutet keiner der
Reste Z10, Z11,
Z10' und
Z11' eine
derartige direkte Bindung. R78, R78',
R79 und R79' sind unabhängig voneinander
aus der aus H, einer Alkylgruppe und einer Arylgruppe bestehenden
Gruppe ausgewählt.
Vorzugsweise bedeutet jeder der Reste von R78,
R78',
R79 und R79' ein Wasserstoff.
Z12 bedeutet eine Alkylen- oder Arylengruppe,
vorzugsweise eine substituierte oder unsubstituierte 1,3-Phenylengruppe.
-
Wie
in der obigen Formel angegeben, umfasst jede der zwei Carboxylatgruppen
ein erstes Carboxylatsauerstoffatom ("O1"), ein zweites ("O2") und ein Kohlenstoff
("C"), an den das O1 und das O2 gebunden
sind, wodurch zwei O1-C-O2-Einheiten gebildet
werden.
-
In
den Verbindungen der vorliegenden Erfindung liegt jede O1-C-O2-Einheit in
einer Ebene, die im Wesentlichen zur M1-M2-Bindungsachse
parallel ist, und sie legt diese fest. O1 von
jeder der zwei Carboxylatgruppen von jedem der zwei Carboxylatliganden
ist an das erste Metallatom M1 gebunden;
O2 von jeder der zwei Carboxylatgruppen
von jedem der zwei Carboxylatliganden ist an das zweite Metallatom
M2 gebunden. Wie dies in diesem Kontext
verwendet wird, umfassen Ebenen, die "im Wesentlichen parallel" zur M1-M2-Bindungsachse sind, die Ebenen, die die
M1-M2-Bindungsachse
nicht schneiden oder die die M1-M2-Bindungsachse in einem Winkel von weniger
als 20°,
vorzugsweise weniger als 10° schneiden.
-
Jeder
der zwei Carboxylatliganden umfasst ferner mindestens zwei chirale
Zentren. Diese Zentren können
beispielsweise in einem oder mehreren der Reste Z10,
Z11, Z10' und Z11' enthalten
sein und/oder sie können
an den Kohlenstoffatomen, an die Z10, Z11, Z10' und Z11' gebunden sind,
lokalisiert sein. Die Stereochemie an diesen chiralen Einheiten
wird derart gewählt,
dass die Verbindung insgesamt betrachtet D2-Symmetrie besitzt.
Moleküle
mit D2-Symmetrie sind Moleküle, die
eine vertikale C2-Achse und einen Satz von
zwei zur vertikalen C2-Achse senkrechten
C2-Achsen besitzen. D2-Symmetrie wird des
Weiteren in beispielsweise Cotton et al., Advanced Inorganic Chemistry,
4. Auflage, New York: John Wiley & Sons,
S. 28–46
(1980), das hier als Bezug aufgenommen ist, beschrieben.
-
Erläuterungsbeispiele
für derartige
Verbindungen und Verfahren zur Herstellung und Verwendung derselben
sind im Folgenden beschrieben.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft in einer weiteren Ausführungsform
derselben Verbindungen der Formel ("Formel II"):
M
1 und
M
2 sind gleich oder unterschiedlich und Übergangsmetallatome
oder -ionen, wobei Beispiele hierfür Sc, Y, die Lanthaniden, die
Actiniden, Ti, Zr, Hf, V, Nb, Ta, Cr, Mo, W, Mn, Tc, Re, Fe, Ru,
Os, Co, Rh, Ir, Ni, Pd, Pt, Cu, Ag, Au, Zn, Cd und Hg als Metallatome
und -ionen umfassen.
-
Zweckmäßigerweise
sind M1 und M2 gleich
oder unterschiedlich und aus der aus 0-wertigem Rh, 0-wertigem Ru,
0-wertigem Mo, 0-wertigem Pd und 0-wertigem Re bestehenden Gruppe
ausgewählt.
Vorzugsweise sind M1 und M2 jeweils
Rh.
-
Z2 und Z3 sind unabhängig voneinander
die zur Vervollständigung
eines 3-12-gliedrigen heterocyclischen Rings notwendigen Atome.
Beispiele für
derartige Atome umfassen beispielsweise: substituierte oder vorzugsweise
unsubstituierte Alkyleneinheiten, wie diejenigen der Formel -(CH2)i, wobei i eine
ganze Zahl von 1 bis 8 ist; und Einheiten der Formel -(CH2)i-X-(CH2)j-, wobei i und
j jeweils unabhängig
voneinander ganze Zahlen von 0 bis 4 bedeuten und X eine Heteroatom,
wie O, S und Nr70, wobei R70 eine
substituierte oder unsubstituierte Alkyl-, Aryl- oder Heteroarylgruppe
ist, bedeutet. Zweckmäßigerweise
sind Z2 und Z3 gleich
und vorzugsweise besitzen Z2 und Z3 jeweils die Formel -CH2CH2-.
-
Z1 ist eine Alkylen- oder Arylengruppe. Zur
Erläuterung
kann Z1 die Formel -(CH2)i-, wobei i eine ganze Zahl von 1 bis 8 ist,
besitzen. Alternativ kann Z1 die Formel
-(CH2)i-X-(CH2)j-, wobei i und j jeweils unabhängig voneinander
ganze Zahlen von 0 bis 4 bedeuten und X ein Heteroatom, wie O, S
und NR70, wobei R70 eine Alkyl-
oder Arylgruppe ist, bedeuten, besitzen. In einer noch weiteren
Alternative kann Z1 eine Cycloalkyleinheit,
wie Cyclopent-1,3-diyl und Cyclohex-1,3-diyl, die substituiert oder
unsubstituiert sein kann, sein. In einer noch weiteren Alternative
kann Z1 eine Aryleneinheit, wie 1,3-Phenylen
oder 1,3-Naphthylen, oder eine heterocyclische Einheit, wie eine
Pyrid-3,5-diyl-,
Pyrid-2,6-diyl-, 2H-Pyran-3,5-diyl und Tetrohydropyran-3,5-diyl-Einheit
sein. Vorzugsweise ist Z1 eine 1,3-Phenylen-Einheit.
-
Q1 und Q2 sind gleich
oder unterschiedlich und elektronenziehenden Gruppen. Beispiele
für Q1, die zur Verwendung bei dem Ausüben der
vorliegenden Erfindung geeignet sind, sind Einheiten der Formeln
-C(O)R1, -SO2R1 und -P(O)R1R1',
und Beispiele für
geeignete Gruppen Q2 umfassen Einheiten
der Formeln -C(O)R2, -SO2R2 und -P(O)R2R2'.
In diesen Formeln ist jeder der Reste von R1,
R1',
R2 und R2' unabhängig voneinander aus
einer Alkylgruppe, einer Arylgruppe und einer Alkoxygruppe ausgewählt. Vorzugsweise
besitzt Q1 die Formel -SO2R1; Q2 die Formel
-SO2R2 und R1 und R2 sind gleich
oder unterschiedlich und substituierte oder unsubstituierte Alkyl- oder Arylgruppen.
Vorzugsweise besitzt Q1 die Formel -SO2R1; Q2 die
Formel -SO2R2; und jeder
der Reste von R1 und R2 ist
unabhängig
voneinander aus der aus 4-(tert-Butyl)phenyl, 2,4,6-Trimethylphenyl
und 2,4,6-Triisopropylphenyl bestehenden Gruppe ausgewählt.
-
In
der obigen Formel II bedeuten L
1 und L
3 zusammengenommen eine -O-CR
13-O-Einheit
und L
2 und L
4 zusammengenommen
eine O-CR
14-O-Einheit. In diesen Einheiten
können
R
13 und R
14 gleich
sein oder sie können
unterschiedlich sein und sie sind jeweils unabhängig voneinander aus der aus
Alkylgruppen und Arylgruppen bestehenden Gruppe ausgewählt. Alternativ
können
R
13 und R
14 Alkylen-
oder Arylengruppen, die direkt oder indirekt aneinander gebunden
sind, bedeuten. Im letzteren Fall kann die Verbindung der vorliegenden Erfindung
als die folgende Formel ("Formel
III") ausgedrückt werden:
worin R
72 eine
Alkylen- oder Arylengruppe bedeutet. Vorzugsweise bedeutet R
13 und R
14 zusammengenommen
eine Alkylen- oder
Arylengruppe derart, dass die Verbindung der vorliegenden Erfindung
die folgende Formel ("Formel
IV") aufweist.
-
-
Die
oben beschriebenen Verbindungen besitzen mindestens vier chirale
Zentren (d. h. mindestens die zwei Kohlenstoffe, an die Z2 gebunden ist, und mindestens die zwei Kohlenstoffe,
an die Z3 gebunden ist, sind chiral). Die
vorliegende Erfindung soll nicht auf einen speziellen Satz von Konfigurationen
an den chiralen Zentren der Verbindung beschränkt sein, und die oben angegebenen
Strukturen sollen breit gelesen werden, so dass sie beliebige und
alle möglichen
Sammlungen von Chiralitäten
umfassen.
-
Beispielsweise
sollen Verbindungen der Formel I (i) Verbindungen der Formel ("Formel V"):
und (ii) Verbindungen der
Formel ("Formel
VI")
umfassen.
-
Jede
der Verbindungen der Formeln V und VI kann allein (d. h. als reines
Diastereoisomer) vorhanden sein oder sie kön nen in einem Gemisch mit einem
oder mehreren unterschiedlichen Diastereoisomeren vorhanden sein.
Vorzugsweise ist die Verbindung im Wesentlichen frei von anderen
Diastereoisomeren. In diesem Kontext bedeutet "im Wesentlichen frei von anderen Diastereoisomeren", das das Molverhältnis von
anderen Diastereoisomeren zu der Verbindung weniger als 40 %, zweckmäßigerweise
weniger als 30 %, vorzugsweise weniger als 20 %, noch stärker bevorzugt
weniger als 10 %, noch stärker
bevorzugt weniger als 5 %, noch stärker bevorzugt weniger als
2 % und noch stärker
bevorzugt weniger als 1 % beträgt.
Bevorzugte Beispiele für
Verbindungen der Formel V bzw. VI sind diejenigen der Formel ("Formel VII")
und diejenigen der Formel
("Formel VIII"):
Stärker bevorzugte Beispiele für Verbindungen
der Formel V bzw. VI sind diejenigen der Formel ("Formel IX"):
und diejenigen
der Formel ("Formel
X"):
-
-
In
der Formel IX und der Formel X, sind R1 und
R2 gleich oder unterschiedlich und Alkyl-
oder Arylgruppen.
-
Verbindungen
der vorliegenden Erfindung können
durch eine Vielzahl von Verfahren hergestellt werden. Ein besonders
geeignetes Verfahren, das Gegenstand eines weiteren Aspekts der
vorliegenden Erfindung ist, wird im Folgenden erläutert:
-
Verbindungen
der Formel II können
aus Liganden der Formel ("Formel
XI"):
aus Liganden der Formel ("Formel XII"):
oder aus Kombinationen dieser
Liganden hergestellt werden. In jeder dieser Formeln ist R
3 und R
4 unabhängig voneinander
aus der aus Wasserstoff, einer Alkylgruppe oder einer Arylgruppe
bestehenden Gruppe ausgewählt
und jede der Gruppen von A
1 und A
2 unabhängig
voneinander aus der aus einem Wasserstoffatom und einer elektronenziehenden
Gruppe bestehenden Gruppe ausgewählt.
Bevorzugte Liganden sind diejenigen, worin R
3 und
R
4 beide Wasserstoffatomen sind. Jedoch
können
Liganden, die an den R
3- und R
4-Positionen andere
Gruppen enthalten, verwendet werden, indem beispielsweise diese
Gruppen durch Wasserstoffatome unter Verwendung von beispielsweise
herkömmlichen
Esterhydrolyseverfahren, wie Verseifung bei Raumtemperatur mit einer
starken Base (beispielsweise Lithiumhydroxid) ersetzt werden. Bevorzugte
Liganden sind diejenigen, in denen A
1 und
A
2 beide elektronenziehenden Gruppen sind,
beispielsweise -C(O)R
2-, -SO
2R
2-, oder -P(O)R
2R
2'-Gruppen,
wobei R
1, R
1', R
2 und R
2' jeweils unabhängig voneinander
eine Alkylgruppe, eine Arylgruppe oder eine Alkoxygruppe sind. Jedoch
können
Liganden, in denen eine der Gruppen oder beide Gruppen A
1 und A
2 Wasserstoffatome
sind, verwendet werden, indem beispielsweise die Wasserstoffatome
mit elektronenziehenden Gruppen unter Verwendung von beispielsweise
herkömmlichen
Acylierungs-, Sulfonierungs- oder Phosphonylierungsverfahren ersetzt
werden.
-
Die
Liganden werden in die Verbindung der Formel II unter Verwendung
eines Bis-metallsalzes unter zur Herstellung der Verbindung der
Formel II wirksamen Bedingungen umgewandelt. Geeignete Bis-metallsalze
sind diejenigen der Formel M1M2(OOCR5)4, worin R5 eine Alkylgruppe oder eine Arylgruppe bedeutet
und worin M1 und M2 wie
oben definiert sind. Vorzugsweise sind M1 und
M2 gleich und jede der R5-Gruppen
ist ein C1-C6-Alkyl.
Stärker
bevorzugt sind M1 und M2 jeweils
Rh und jede der OOCR5-Gruppen stellt eine
Acetatgruppe dar, wobei das Bis-metallsalz in diesem Fall die Formel
Rh2(OOCCH3)4 aufweist.
-
Die
im Vorhergehenden genannte Umwandlung kann vorteilhafterweise durch
Kontaktieren des Bis-metallsalzes mit dem Liganden über einen
Zeitraum und bei einer Temperatur, die zur Herstellung der Verbindung
der Formel II wirksam sind, durchgeführt werden. Dies kann beispielsweise
durch vorhergehende Bildung des Bis-metallsalzes und anschließendes Kontaktieren
des zuvor geformten Bis-metallsalzes mit dem Liganden erfolgen.
Alternativ kann das Bis-metallsalz in situ beispielsweise aus einem
geeigneten Metallsalz hergestellt werden. Dieses letztere Verfahren
ist besonders vorteilhaft in dem Fall, wenn M1 und
M2 gleich sind. Beispielsweise kann in dem
Fall, wenn sowohl M1 als auch M2 Rh
bedeuten, das Verfahren durch Mischen des Liganden mit Rhodiumdiacetat
statt mit dem zuvor gebildeten Dirhodiumtetraacetat durchgeführt werden.
Ungeachtet dessen, ob das Bis-metallsalz
zuvor gebildet wurde oder sich in situ bilden kann, wird die Reaktion typischerweise
in einem geeigneten Lösemittel
(beispielsweise in einem aromatischen Lösemittel, wie Benzol, Toluol,
Xylole oder vorzugsweise ein chloriertes Benzol, wie Chlorbenzol
oder Dichlorbenzol, oder ein Kohlenwasserstofflösemittel, wie Hexane, Heptan,
Isooctan oder n-Oktan)
unter Rühren
unter Refluxieren und/oder unter einer anderen Agitationsart während etwa
2 h bis etwa 10 Tagen, vorzugsweise etwa 1 Tag bis etwa 5 Tage unter
einer Temperatur von etwa 30 °C
bis etwa 150 °C,
vorzugsweise von etwa 120 °C
bis etwa 140 °C durchgeführt. Vorzugsweise
wird das Reaktionslösemittel
so gewählt,
dass eine Durchführung
der Reaktion bei einer Rückflusstemperatur
von etwa 120 °C
bis etwa 140 °C
möglich
wird. Ferner wird die Reaktion vorzugsweise in Gegenwart einer Verbindung,
die Säuren
neutralisie ren kann, durchgeführt.
Wenn die Reaktion unter Refluxieren durchgeführt wird, kann dies vorteilhafterweise
durch Refluxieren des Lösemittels über eine Soxhlet-Extraktionsvorrichtung,
die Calciumcarbonat oder eine andere Säuren neutralisierende Verbindung enthält, erreicht
werden. Das gebildete Produkt kann aus dem Reaktionsgemisch durch
herkömmliche
Mittel (beispielsweise durch Fällung
und Filtrieren und/oder durch Entfernen des Lösemittels, vorzugsweise unter
Vakuum) abgetrennt werden und es kann optional, beispielsweise durch
Kristallisation oder Chromatographie, gereinigt werden.
-
Die
bei dem obigen Verfahren verwendeten Liganden können unter Verwendung einer
Zahl von Verfahren hergestellt werden. Zur Erläuterung können N-substituierte Liganden
der Formel ("Formel
XIII")
worin A
3 und
A
4 unabhängig
voneinander aus der aus -C(O)R
2, -SO
2R
2 und -P(O)R
2R
2' bestehenden Gruppe ausgewählt sind
und worin Z
1, Z
2,
Z
3, R
1, R
1',
R
2, R
2', R
3 und
R
4 wie oben in der Diskussion in Bezug auf
Formel XI und XII definiert sind, durch das folgende Verfahren hergestellt
werden. Das Verfahren umfasst das Bereitstellen einer N-unsubstituierten
Verbindung der Formel ("Formel
XIV"):
worin R
6 und
R
7 jeweils unabhängig voneinander aus einer
Alkylgruppe oder einer Arylgruppe ausgewählt sind, und das Umwandeln
der N-unsubstituierten Verbindung in die N-substituierte Verbindung mit einem Acylierungsmittel,
einem Sulfonylierungsmittel oder einem Phosphonylierungsmittel.
Beispiele für
geeignete Sulfonylierungsmittel umfassen Arylsulfonylchloride, wie
Benzolsulfonylchlorid, 4-Methylbenzolsulfonylchlorid und 2,4,6-Triisopropylbenzolsulfonylchlorid.
Typischerweise wird diese Umwandlung durch Kontaktieren von mindestens
2 Äquivalenten,
vorzugsweise etwa 2,3 bis etwa 4 Äquivalenten eines Acylierungsmittels,
Sulfonylierungsmittels oder Phosphonylierungsmittels mit der N-unsubstituierten
Verbindung bei einer Temperatur von etwa 10 °C bis 100 °C, vorzugsweise bei etwa Raumtemperatur,
während
etwa 15 min bis etwa 10 Tagen, vorzugsweise während etwa 3 h bis etwa 5 Tagen,
durchgeführt.
Die Reaktion kann pur (d. h. ohne die Verwendung eines Lösemittels)
durchgeführt
werden, oder sie kann in einem geeigneten inerten Lösemittel
wie einem aromatischen Lösemittel
(beispielsweise Benzol und Toluol), einem Alkanlösemittel (beispielsweise Hexanen), einem
chlorierten Lösemittel
(beispielsweise Chlorbenzol oder Chloroform) oder einem Ketonlösemittel
(beispielsweise Aceton) durchgeführt
werden. In einigen Fällen
kann die Reaktion ganz kräftig
sein und eine langsame Zugabe (beispielsweise tropfenweise Zugabe)
des Acylierungsmittels, Sulfonylierungsmittels oder Phosphonylierungsmittels
zu der N-unsubstituierten
Verbindung unter Kühlen
des Reaktionsgemischs mit beispielsweise einem Eis/Wasserbad kann
vorteilhaft sein. Typischerweise ergeben diese Reaktionen eine starke
Säure,
die vorteilhafterweise neutralisiert wird. Eine Neutralisation kann
durch Durchführen
der Reaktion in Gegenwart von beispielsweise einem Alkalimetallcarbonat
oder -bicarbonat und/oder durch Waschen des Reaktionsgemischs mit
beispielsweise einem Alkalimetallcarbonat oder bicarbonat durchgeführt werden.
Die N-substituierte
Verbindung kann aus dem Reaktionsgemisch durch beispielsweise Extraktion,
Fällung
und/oder Filtra tion abgetrennt werden, und die auf diese Weise abgetrennte
N-substituierte Verbindung kann durch Standardverfahren, wie Umkristallisieren
oder Chromatographie gereinigt werden. Das oben zur Herstellung
von Verbindungen der Formel XIII diskutierte Verfahren kann ohne
weiteres zur Herstellung von im Wesentlichen diastereomerenreinen
Verbindungen der Formel XI und Formel XII durch jeweils Verwendung
von N-unsubstituierten Verbindungen der Formel ("Formel XV"):

und der Formel ("Formel XVI"):
angepasst werden.
-
N-unsubstituierte
Verbindungen der Formel XIV können
durch das folgende Verfahren auf das sich die folgende Erfindung
ebenfalls bezieht, vorteilhafterweise hergestellt werden. Das Verfahren
umfasst das Bereitstellen einer ungesättigten heterocyclischen Verbindung
der Formel ("Formel
XVII"):

und das Umwandeln der ungesättigten
heterocyclischen Verbindung in die N-unsubstituierte Verbindung
unter Verwendung einer Hydrierung. Typischerweise wird die Hydrierungsreak tion
durch Kontaktieren der ungesättigten
heterocyclischen Verbindung mit einem Hydrierungsmittel, wie Wasserstoffgas,
in Gegenwart eines Hydrierungskatalysators während eines geeigneten Zeitraums
(beispielsweise von etwa 30 min bis etwa 48 h) bei einer geeigneten
Temperatur (beispielsweise von etwa 10 °C bis etwa 100 °C, vorzugsweise
bei etwa Raumtemperatur) mit einem geeigneten Druck, (beispielsweise
von etwa atmosphärischem
Druck bis etwa 100 psi) und in einem geeigneten Lösemittel
(beispielsweise Etherlösemitteln,
wie Tetrahydrofuran oder Diethylether; Alkanlösemitteln, wie Hexanen; aromatischen
Lösemitteln,
wie Benzol oder Toluol; und Alkohollösemitteln, wie Ethanol oder
Isopropanol) durchgeführt.
Es wurde ermittelt, dass Platinoxid (beispielsweise PtO
2)
für diese
Reaktion ein besonders wirksamer Katalysator ist, obwohl andere
Hydrierungskatalysatoren, wie die bei Larock in Comprehensive Organic
Transformations, New York: Wiley-VCH (1999) ("Larock"), insbesondere auf S. 7 – 12, das
hier als Bezug aufgenommen ist, beschriebenen verwendet werden können. Nach
der Reaktion wird die N-unsubstituierte Verbindung typischerweise
von Katalysator durch Filtration abgetrennt und das Lösemittel
dann beispielsweise unter vermindertem Druck entfernt. Eine weitere
Reinigung der gebildeten N-unsubstituierten Verbindung kann durch
beispielsweise Umkristallisieren oder Chromatographie durchgeführt werden. Unter
Verwendung der im Vorhergehenden angegebenen Verfahren können N-unsubstituierte
Verbindungen der Formel XV und der Formel XVI aus ungesättigten
heterocyclischen Verbindungen der Formel ("Formel XVIII"):
bzw. der Formel ("Formel XIX"):
worin Z
1,
Z
2, Z
3, R
3, R
4, R
6 und
R
7 die im Vorhergehenden angegebenen Bedeutungen
besitzen, hergestellt werden.
-
Bevorzugte
ungesättigte
heterocyclische Verbindungen sind diejenigen, in denen Z1 eine 1,3-Phenylengruppe ist.
-
In
einigen Situationen ist es besonders günstig, vor der Umwandlung der
N-unsubstituierten Verbindung in die N-substituierte Verbindung die Estergruppen
(dargestellt durch COOR6 und COOR7) in die entsprechenden Säuregruppen
(dargestellt durch COOR3 und COOR4) umzuwandeln. Wie im Vorhergehenden angegeben,
kann dies durch herkömmliche
Entesterungsverfahren, beispielsweise eine Verseifung, erfolgen.
Diese Verseifung kann vorteilhafterweise an der rohen N-unsubstituierten
Verbindung, die bei dem oben beschriebenen Hydrierungsverfahren
erhalten wurde, durchgeführt
werden. Ein geeignetes Verseifungsverfahren ist das Refluxieren
der N-unsubstituierten Verbindung mit einem Überschuss einer starken Alkalimetallbase
in Wasser oder einem Wasser/Lösemittel-Gemisch.
Beispielsweise kann die N-unsubstituierte Verbindung in einem Gemisch
aus Tetrahydrofuran, Ethanol und Wasser, das einen etwa 5- bis 100-fachen
Molüberschuß an Lithiumhydroxid
enthält,
gelöst
und/oder suspendiert werden und das gebildete Gemisch bei während etwa
2 h bis etwa 72 h bei Raumtemperatur gerührt, oder vorzugsweise bei
Rückflusstemperatur
erhitzt werden. Das Fortschreiten dieser Reaktion kann beispielsweise
durch Dünnschichtchromatographie überwacht
werden, um zu bestimmen, wann die Verseifung den gewünschten
Vervollständigungsgrad
erreicht hat.
-
Ungesättigte heterocyclische
Verbindungen der Formel XVII können
vorteilhafterweise unter Verwendung des folgenden Verfahrens, auf
das sich die vorliegende Erfindung eben falls bezieht, hergestellt
werden. Bei diesem Verfahren wird ein cyclisches Keton der Formel
("Formel XX"):
worin R
8 eine
Aminschutzgruppe ist, in die N-ungesättigte heterocyclische Verbindung
mit einer Bis-lithiumverbindung der Formel Z
1Li
2 umgewandelt. Beispielsweise ist für den Fall,
das Z
1 eine 1,3-Phenyleneinheit ist, die in
dieser Reaktion verwendete Bis-lithiumverbindung 1,3-Dilithiobenzol.
-
Der
hier verwendete Ausdruck "Aminschutzgruppe" bezeichnet jede
beliebige auf dem Gebiet der organischen Synthese bekannte Gruppe
zum Schutz von Amingruppen. Geeignete Aminschutzgruppen sind bei Greene
et al., Protective Groups in Organic Synthesis, New York, John Wiley & Sons (1991),
das hier als Bezug aufgenommen ist, aufgelistet. Beispiele für Aminschutzgruppen
umfassen, ohne hierauf beschränkt
zu sein, Aminschutzgruppen des Acyltyps, wie Formyl, Trifluoracetyl,
Phthalyl und p-Toluolsulfonyl; Aminschutzgruppen des aromatischen
Carbamattyps, wie Benzyloxycarbonyl und substituierte Benzyloxycarbonyle, 1-(p-Biphenyl)-1-methylethoxycarbonyl
und 9-Fluorenylmethyloxycarbonyl; Aminschutzgruppen des aliphatischen
Carbamattyps, wie tert-Butyloxycarbonyl ("BOC"),
Ethoxycarbonyl, Diisopropylmethoxycarbonyl und Allyloxycarbonyl;
Aminschutzgruppen des cyclischen Alkylcarbamattyps, wie Cyclopentyloxycarbonyl
und Adamantyloxycarbonyl; Aminschutzgruppen des Alkyltyps, wie Triphenylmethyl
(d. h. Trityl) und Benzyl; Aminschutzgruppen des Trialkylsilantyps,
wie Trimethylsilan; und Aminschutzgruppen des ein Thiol enthaltenden Typs,
wie Phenylthiocarbonyl und Dithiasuccinoyl, BOC ist die bevorzugte
Aminschutzgruppe.
-
Die
Reaktion des cyclischen Ketons mit der Bis-lithiumverbindung wird
vorzugsweise unter Verwendung herkömmlicher Lithiumalkylierungsverfahren
durchgeführt.
Typischerweise wird die Reaktion in einem inerten Lösemittel
(beispielsweise Tetrahydrofuran oder Diethylether) und bei strikter
Abwesenheit von Wasser durch langsame Zugabe (beispielsweise im
Verlaufe von etwa 30 min bis etwa 2 h) von einem Überschuss
(beispielsweise von etwa 2 bis etwa 10 Äquivalenten) des cyclischen
Ketons (vorzugsweise in einem inerten Lösemittel gelöst) zu der
Dilithiumverbindung (vorzugsweise ebenfalls in dem inerten Lösemittel
gelöst)
bei verringerten Temperaturen (beispielsweise von etwa 0 °C bis etwa –78 °C) durchgeführt. Das
gebildete Gemisch wird dann typischerweise sich unter Rühren auf
Raumtemperatur erwärmen
gelassen, und das Rühren
wird etwa 2 h bis etwa 4 Tage, vorzugsweise etwa 15 h bis etwa 30
h fortgesetzt. Nach der Beendigung der Reaktion wird das Gemisch
typischerweise in Wasser gegossen und mit einem organischen Lösemittel
(beispielsweise Ethylacetat) extrahiert. Das organische Lösemittel
wird getrocknet (beispielsweise über
MgSO4) und, vorteilhafterweise unter vermindertem
Druck, entfernt.
-
Die
Aminschutzgruppe kann dann unter Verwendung von herkömmlichen
Verfahren, beispielsweise für
den Fall, dass die Aminschutzgruppe BOC ist, durch Behandeln des
Reaktionsprodukts mit einem Überschuss
(beispielsweise von etwa 20 bis etwa 100 Äquivalenten, bezogen auf die
verwendete Menge der Dilithiumverbindung) von Trifluoressigsäure ("TFA"), abgespalten werden.
Diese Behandlung wird typischerweise in einem geeigneten Lösemittel
(beispielsweise einem chlorierten Kohlenwasserstoff, wie Dichlormethan
oder Chloroform) während
etwa 30 min bis etwa 48 h bei etwa 10 °C bis etwa 100 °C, vorzugsweise
bei etwa Raumtemperatur durchgeführt.
Anschließend
wird die überschüssige Säure (beispielsweise mit
Bicarbonat) neutralisiert, das Lösemittel
(beispielsweise unter vermindertem Druck) entfernt und die ungesättigte heterocyclische Verbindung
optional (beispielsweise durch Umkristallisieren und/oder Chromatographie)
weiter gereinigt.
-
Viele
geeignete Dilithiumverbindungen können im Handel gekauft werden.
Alternativ können
diese Verbindungen durch herkömmliche
Verfahren, die beispielsweise bei Fossatelli et al., "1,3-Dilithiobenzene
and 1,4-Dilithiobenzene",
Rec. Trav. Chim. Pays-Bas, 113:527–528 (1994) aufgezeigt werden,
das hier als Bezug aufgenommen ist, hergestellt werden.
-
Cyclische
Ketone, die zur Herstellung der ungesättigten heterocyclischen Verbindung
wie oben beschrieben verwendet werden können, können von gewerblichen Quellen
erhalten werden oder alternativ beispielsweise unter Verwendung
der Verfahren, die beispielsweise bei Ezquerra et al., "Stereoselective Reactions
of Lithium Enolates Derived From N-BOC Protected Pyroglutamic Esters", Tetrahedron, 49:8665–8678 (1993),
das hier als Bezug aufgenommen ist, beschrieben sind, hergestellt
werden.
-
Für den Fall,
dass die N-ungesättigte
heterocyclische Verbindung die Formel XVIII besitzt, ist es vorteilhaft,
ein cyclisches Keton der Formel ("Formel XXI")
zu verwenden.
-
Für den Fall,
dass die N-ungesättigte
heterocyclische Verbindung die Formel XIX besitzt, ist es vorteilhaft,
ein cyclisches Keton der Formel ("Formel XXII") zu verwenden:
-
-
Die
obigen Verbindungen (beispielsweise diejenigen der Formeln II, III,
IV, V, VI, VII, VIII, IX und X sowie diejenigen, die die als Formel
I bezeichnete Einheit enthalten) können zum Bewirken einer Vielzahl
organischer Umwandlungen verwendet werden. Eine derartige organische
Umwandlung zur Erläuterung
ist die C-H-Insertionsreaktion, wie die C-H-Insertionsreaktionen, bei denen Bis-übergangsmetallkatalysatoren
zuvor verwendet wurden, insbesondere in Fällen, wenn im Wesentlichen
diasteriomerenreine Produkte gewünscht werden,
Mehrere derartiger C-H-Insertionsreaktionen sind im Folgenden beschrieben.
Jedoch sollte hier nichts die Meinung erwecken, dass die im Folgenden
beschriebenen Reaktionen bedeuten, dass sie mit den im Vorhergehenden
beschriebenen Verbindungen durchgeführt werden müssen.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung
einer Verbindung der Formel ("Formel
XXIII"):
R
1,
R
2 und R
3 sind unabhängig voneinander
aus H, Alkyl, Aryl oder Vinyl ausgewählt oder R
1 und
R
3 bilden zusammen mit den Atomen, an die
sie gebunden sind, einen 5-12-gliedrigen Ring, wie einen Cyclohexenring oder
einen Cyclohexa-1,3-dienring.
Das Verfahren ist besonders gut geeignet zur Herstellung von Verbindungen,
in denen R
1 und R
3 zusammen
mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen aromatischen Ring,
beispielsweise einen Phenylring, bilden, wobei in diesem Fall die
durch dieses Verfahren hergestellte Verbindung die Formel ("Formel XXIV"):
aufweist.
-
Y
ist eine elektronenziehende Gruppe, wobei Beispiele hierfür Einheiten
der Formeln -C(O)R77, -SO2R77 und -P(O)R77R77' umfassen.
In diesen Formeln sind R77 und R77' jeweils
unabhängig
voneinander aus einer Alkylgruppe, einer Arylgruppe und einer Alkoxygruppe
ausgewählt.
Vorzugsweise besitzt Y die Formel CO2R12, wobei R12 eine
Alkylgruppe oder eine Arylgruppe ist.
-
X
bedeutet CH2, O oder NR11,
und R11 bedeutet H, eine Alkylgruppe, eine
Arylgruppe, eine Acylgruppe, eine Alkoxycarbonylgruppe oder eine
Silylgruppe der Formel -SiR33R34R35, wobei R33, R34 und R35 unabhängig voneinander
aus einer Alkylgruppe und einer Arylgruppe ausgewählt sind.
-
R30 und R31 sind jeweils
unabhängig
voneinander aus der aus H, Alkyl, Aryl und Vinyl bestehenden Gruppe
ausgewählt.
R32 bedeutet eine Alkylgruppe, eine Arylgruppe,
eine Acylgruppe, eine Alkoxycarbonylgruppe oder eine Silylgruppe
der Formel -SiR36R37R38, wobei R36, R37 und R38 unabhängig voneinander
aus einer Alkylgruppe und einer Arylgruppe ausgewählt sind.
Alternativ können
R31 und R32 zusammen
mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen 5-12-gliedrigen
Ring, wie einen Cyclopentyl- oder Cyclohexylring, (für den Fall,
dass X -CH2- ist), einen Piperidinylring
(für den
Fall, dass X N ist) oder einen Tetrahydrofuranyl- oder Tetrahydropyranylring
(für den
Fall, dass X O ist), bilden. Zur Erläuterung ist das Verfahren der
vorliegenden Erfindung zur Bildung von Verbindungen der Formel XXIV,
in denen X nicht CH2 ist, wenn R30 und R31 jeweils H
sind, gut geeignet.
-
Das
Verfahren umfasst das Bereitstellen einer Diazoverbindung der Formel
("Formel XXV"):
worin R
1,
R
2, R
3 und Y die
gleichen Bedeutungen besitzen, die oben in Bezug auf Formel XXIV
angegeben sind. Das Verfahren umfasst ferner das Umwandeln der Diazoverbindung
mit einer Verbindung der Formel ("Formel XXVI")
in Gegenwart eines Bis-übergangsmetallkatalysators
und unter zur Herstellung der Verbindung wirksamen Bedingungen.
In der Verbindung XXVI sind R
30, R
31 und R
32 wie oben
im Hinblick auf Formel XXIV definiert. Wenn in dem gewünschten
Produkt X CH
2 oder O ist, bedeutet X' in der Formel XXVI
CH
2 bzw. O. Wenn in dem gewünschten
Produkt X NR
11 ist, bedeutet X' in der Formel XXII
NR
11' und
R
11' eine
Alkylgruppe, eine Arylgruppe, eine Acylgruppe, eine Alkoxycarbonylgruppe
oder eine Silylgruppe (beispielsweise eine Triarylsilylgruppe oder eine
Trialkylsilylgruppe). Besonders bevorzugt ist, dass, wenn X' eine NR
11'-Gruppe bedeutet,
R
11' eine
Alkoxycarbonyl-Aminschutzgruppe,
wie BOC, bedeutet.
-
Geeignete
Bis-übergangsmetallkatalysatoren
zur Verwendung in dieser Reaktion umfassen beispielsweise Katalysatoren
der Formel L4M-ML4,
wobei jede der Gruppen L gleich oder unterschiedlich ist und einen geeigneten
Liganden (beispielsweise einen Sauerstoff von einer Acetateinheit)
bedeutet und jedes M gleich oder unterschiedlich ist und ein Übergangsmetall
(beispielsweise Rh oder Ru) bedeutet. Dirhodium- und Dirutheniumkatalysatoren,
insbesondere Dirhodium- oder Dirutheniumtetracarboxylat-Katalysatoren,
sind bevorzugt.
-
Erläuternde
Dirhodium- oder Dirutheniumtetracarboxylat-Katalysatoren sind diejenigen der Formel ("Formel XXVII"):
-
-
In
der Formel XXVII sind M
1 und M
2 jeweils
Rh oder Ru. Z
4 bedeutet die zur Vervollständigung
eines 3-12-gliedrigen heterocyclischen Rings notwendigen Atome,
beispielsweise eine Alkyleneinheit (beispielsweise eine -CH
2CH
2CH
2-Einheit). Q
3 ist eine elektronenziehende Gruppe, beispielsweise
eine Gruppe der Formel -C(O)R, -SO
2R
9 oder -P(O)R
9R
9',
wobei R
9 und R
9' jeweils unabhängig voneinander
aus einer Alkylgruppe, einer Arylgruppe und einer Alkoxygruppe ausge wählt sind.
In Fällen,
in denen das gewünschte
Produkt der Formel XXIII im Wesentlichen diasteriomerenrein ist,
ist es vorteilhaft, einen im Wesentlichen chiral reinen Katalysator,
wie einen Dirhodium- oder Dirutheniumtetracarboxylat-Katalysator der Formel
("Formel XXVIII"):
zu verwenden. Vorzugsweise
besitzt der Dirhodium- oder Dirutheniumtetracarboxylat-Katalysator
der Formel XXVIII D
2-Symmetrie.
-
Spezielle
Beispiele für
geeignete Verbindungen der Formeln XXVII und XXVIII umfassen: Rh2(DOSP)4, das eine
Verbindung der Formel XXVII ist, in der M1 und
M2 jeweils Rh sind, Z4 eine
-CH2CH2CH2-Gruppe ist und Q3 eine
4-Dodecylphenylsulfonyleinheit bedeutet; Rh2(S-DOSP)4, das eine Verbindung der Formel XXVIII
ist, in der M1 und M2 jeweils
Rh sind, Z4 eine -CH2CH2CH2-Gruppe ist und
Q3 eine 4-Dodecylphenylsulfonyleinheit bedeutet;
Rh2(TBSP)4, das
eine Verbindung der Formel XXVII ist, in der M1 und
M2 jeweils Rh sind, Z4 eine
-CH2CH2CH2-Gruppe ist und Q3 eine
4-tert-Butylphenylsulfonyleinheit bedeutet; und Rh2(S-TBSP)4, das eine Verbindung der Formel XXVIII
ist, in der M1 und M2 jeweils
Rh sind, Z4 eine -CH2CH2CH2-Gruppe ist und
Q3 eine 4-tert-Butylphenylsulfonyleinheit bedeutet.
Diese und andere Erläuterungsverbindungen
der Formeln XXVII und XXVIII sind detaillierter in Davies, "Rhodium-Stabilized
Vinylcarbenoid Intermediates in Organic Synthesis", Current Organic
Chemistry, 2:463–488
(1998) ("Davies"), das hier als Bezug
aufgenommen ist, beschrieben.
-
Besonders
geeignete Bis-übergangsmetallkatalysatoren
zur Durchführung
der Umwandlung von XXV mit XXVI sind diejenigen der Formeln II,
III, IV, V, VI, VII, VIII, IX und X, die im Vorhergehenden definiert
und diskutiert sind, insbesondere, wenn M1 und
M2 Rh oder Ru sind. Andere besonders geeignete
Bis-übergangsmetallkatalysatoren
zur Durchführung
der Umwandlung von XXV mit XXVI sind chirale Dirhodium- oder Dirutheniumkatalysatoren,
insbesondere diejenigen, die ein erstes Metallatom und ein zweites
Metallatom, die längs
einer Achse aneinander gebunden sind, und zwei Carboxylatliganden
umfassen. Jeder der zwei Carboxylatliganden umfasst zwei Carboxylatgruppen,
die über
eine Einheit der Formel I aneinander gebunden sind. Jede der zwei
Carboxylatgruppen umfasst ein erstes Carboxylatsauerstoffatom ("O1"), ein zweites Carboxylatsauerstoffatom
("O2") und einen Kohlenstoff
("C"), an den das O1 und das O2 gebunden
sind, wodurch zwei O1-C-O2-Einheiten
gebildet werden, und jede O1-C-O2-Einheit
legt eine Ebene fest, die zur Achse im Wesentlichen parallel ist.
O1 von jeder der zwei Carboxylatgruppen
von jedem der zwei Carboxylatliganden ist an das erste Metallatom
gebunden; O2 von jeder der zwei Carboxylatgruppen
von jedem der zwei Carboxylatliganden ist an das zweite Metallatom
gebunden; jeder der zwei Carboxylatliganden umfasst ferner mindestens
zwei chirale Zentren; und die Verbindung besitzt D2-Symmetrie.
Derartige Bis-übergangsmetallkatalysatoren
sind oben detaillierter diskutiert.
-
Typischerweise
wird die Reaktion durch Mischen des Katalysators mit der Verbindung
der Formel XXVI durchgeführt.
Für den
Fall, dass die Verbindung der Formel XXVI eine Flüssigkeit
ist (beispielsweise für den
Fall, dass die Verbindung der Formel XXVI Tetrahydrofuran, Tetrahydropyran,
Pyrrolidin, Piperidin, Cyclopentan, Cyclohexan und dergleichen ist),
kann dies ohne die Verwendung eines zusätzlichen Lösemittels erfolgen. Alternativ
kann das Gemisch unter Verwendung eines inerten Lösemittels
oder eines Lösemittels,
das gegenüber
der Diazoverbindung der Formel XXV deutlich weniger reaktiv als
die Verbindung der Formel XXVI ist, gebildet werden. Beispielsweise
wurde ermittelt, dass, wenn die Verbindung der Formel XXVI Tetrahydrofuran
ist, der Katalysator und Tetrahydrofuran pur (d. h. ohne die Verwendung
eines weiteren Lösemittels)
gemischt werden können
oder Cyclohexan als Reaktionsmedium verwendet werden kann. Die verwendete
Menge des Katalysators ist für
das Ausüben
der vorliegenden Erfindung unkritisch. Typischerweise beträgt das Molverhältnis des
Katalysators zur Verbindung der Formel XXVI etwa 1:10.000 bis etwa
1:20, zweckmäßigerweise
etwa 1:500 bis etwa 1:50 und vorzugsweise etwa 1:200 bis etwa 1:100.
-
Sobald
der Katalysator und die Verbindung der Formel XXVI gemischt sind,
wird die Diazoverbindung der Formel XXV, vorzugsweise unter Rühren, zugegeben.
Die Zugabe kann in einer einzigen Portion, kontinuierlich oder chargenweise
durchgeführt
werden. Eine langsame tropfenweise Zugabe unter Verwendung von beispielsweise
einer Spritzenpumpe ist häufig
vorteilhaft. Die zugegebene Menge der Diazoverbindung der Formel
XXV hängt
allgemein von der im Reaktionsgemisch vorhandenen Menge der Verbindung
der Formel XXVI ab. Typischerweise beträgt das Molverhältnis der
Verbindung der Formel XXVI zur Diazoverbindung der Formel XXV etwa
1:10 bis etwa 10:1, zweckmäßigerweise
etwa 6:1 bis etwa 1:1, vorzugsweise etwa 4:1 bis etwa 2:1. Die Zugabe
kann bei jeder geeigneten Temperatur vom Gefrierpunkt bis zum Siedepunkt
des Lösemittels
und/oder der Verbindung der Formel XXVI durchgeführt werden. Typischerweise
wird die Zugabe bei etwa –50 °C bis etwa
60 °C durchgeführt. Eine
Zugabe bei Raumtemperatur und eine Zugabe bei etwa 10 °C wurden
als vorteilhaft ermittelt. Die Optimierung der Reaktionsbedingungen
einschließlich
der Zugabetemperatur ist wichtiger, wenn ein diastereomerenreines
Produkt gewünscht
wird. Allgemein ist die Bildung eines diastereomerenreinen Produkts
durch niedrigere Zugabetempe raturen (beispielsweise von etwa –50 °C bis etwa 10 °C) begünstigt.
-
Die
Anmelder entdeckten unerwarteterweise, dass, wenn die Reaktion der
vorliegenden Erfindung im Wesentlichen in Abwesenheit von Sauerstoff
durchgeführt
wird, das gebildete Produkt eine signifikant verbesserte Ausbeute
im Vergleich zu Reaktionen, die nicht im Wesentlichen in Abwesenheit
von Sauerstoff durchgeführt
werden, aufweist. Der hier verwendete Ausdruck "im Wesentlichen in Abwesenheit von Sauerstoff" bedeutet, dass die
bei der Durchführung
der Reaktion verwendeten flüssigen
Reaktionsteilnehmer und (gegebenenfalls) Lösemittel beispielsweise durch
Hindurchperlen eines Inertgases (beispielsweise Stickstoff oder
Argon) durch diese luftfrei gemacht werden, die Reaktion unter einer
Inertgasdecke oder unter Vakuum durchgeführt wird und dass alle Übertragungen
so durchgeführt
werden, dass Umgebungsluft ausgeschlossen wird (beispielsweise durch
die Verwendung von Gummiseptums, gasdichten Spritzen und dergleichen).
Als Erläuterung
ermittelten Anmelder unerwarteterweise, dass, wenn X O oder CH2 bedeutet, wenn R1 und
R3 zusammen mit den Atomen, an die sie gebunden
sind, einen 5-12-gliedrigen Ring bilden und R31 und
R32 zusammen mit den Atomen, an die sie
gebunden sind, einen 5-12-gliedrigen Ring bilden, das Durchführen der
Reaktion im Wesentlichen in Abwesenheit von Sauerstoff ein Produkt
ergibt, das eine signifikant verbesserte Diastereoisomerenreinheit
aufweist. Wenn diese Reaktionen im Wesentlichen in Abwesenheit von
Sauerstoff durchgeführt
werden, ist es vorteilhaft, einen chiralen Katalysator, vorzugsweise
eine chiralen Katalysator mit D2-Symmetrie,
zu verwenden.
-
Die
Umwandlung der Verbindung der Formel XXV mit einer Verbindung der
Formel XXVI zur Bildung einer Verbindung der Formel XXIII, die im
Vorhergehenden beschrieben wurde, ist besonders günstig zur
Herstellung von Verbindungen der Formel ("Formel XXIX"):
-
-
In
diesem Fall wird die Umwandlung der Diazoverbindung der Formel XXV
mit einer cyclischen Verbindung der Formel ("Formel XXX"):
worin X' wie oben definiert ist und n 3 – 10 ist,
durchgeführt.
In dieser Ausführungsform
bilden R
1 und R
3 zusammen
mit den Atomen, an die sie gebunden sind, vorzugsweise einen Phenylring,
und Y besitzt vorzugsweise die Formel -CO
2R
10 wobei R
10 eine
Alkyl- oder Arylgruppe ist. Das Verfahren ist zur Herstellung von
Verbindungen, in denen X NR
11 bedeutet und
in denen n 3 oder 4 ist, besonders geeignet. Das Verfahren ist auch besonders
geeignet zur Herstellung von Verbindungen der Formel ("Formel XXXI"):
wobei in diesem Fall der
verwendete Bis-übergangsmetallkatalysator
ein chiraler Bis-übergangsmetallkatalysator
ist. Beispielsweise können
durch Verwendung des S-Isomers von Verbindungen der Formeln II,
III, IV, V, VI, VII, VIII, IX oder X gemäß der obigen Definition und
Diskussion, insbesondere, wenn M
1 und M
2 Rh oder Ru sind), Verbindungen der Formel
XXXI, die im Wesentlichen diastereomerenrein sind (beispielsweise >80 % ee, >90 % ee. >95 % ee, >98 % ee und/oder >99 % ee) hergestellt
werden. Besonders bevorzugte Verbindungen der Formel XXXI sind diejenigen,
in denen X NR
11 bedeutet, n 3 ist, Y CO
2R
12 bedeutet, R
12 Alkyl oder Aryl ist und R
1 und
R
3 zusammen mit den Atomen, an die sie gebunden
sind, einen aromatischen Ring bilden. Noch stärker bevorzugt sind diejenigen
Verbindungen der Formel XXXI, in denen X NH bedeutet, R
12 eine
Methylgruppe ist und R
1 und R
3 zusammen
mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen Phenylring bilden. Derartige
Verbindungen besitzen die Formel ("Formel XXXII")
die auch als threo-Methylphenidat
bezeichnet wird und von der angenommen wird, dass sie die biologisch
aktive Form von RITALIN
TM ist.
-
Das
Verfahren der vorliegenden Erfindung kann auch zur Herstellung von
Verbindungen der Formel XXIII, worin X NH
11 bedeutet
und worin R
31 und R
32 zusammen
mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen Ring der Formel
("Formel XXXIII"):
worin R
30 H
ist, bedeuten, verwendet werden. Das heißt, das Verfahren kann zur
Herstellung von Verbindungen der Formel ("Formel XXXIV")
verwendet werden. In diesen
Formeln sind R
41, R
42 und
R
43 unabhängig voneinander aus H, Alkyl,
Aryl oder Vinyl ausgewählt
oder R
41 und R
43 bilden
zusammen mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen 5-12-gliedrigen
Ring. Y' ist eine
elektronenziehende Gruppe, beispielsweise die oben im Hinblick auf
Y diskutierten elektronenziehenden Gruppen, und m ist 2–9. Die
Reaktion umfasst das Bereitstellen einer Diazoverbindung der Formel
XXV und das Umwandeln der Diazoverbindung mit einem cyclischen Amin
der Formel ("Formel
XXXV"):
in Gegenwart eines Bis-übergangsmetallkatalysators
und unter zur Herstellung der Verbindung wirksamen Bedingungen.
Geeignete Bedingungen für
diese Reaktion sind die gleichen wie die im Vorhergehenden im Hinblick
auf die Umwandlung von Verbindungen der Formel XXV mit Verbindungen
der Formel XXVI diskutierten. Unter Verwendung eines chiralen Katalysators
können
Verbindungen der Formel ("Formel
XXXVI"):
hergestellt werden.
-
Eine
Vielzahl von Verfahren kann zur Herstellung des cyclischen Amins
der Formel XXXV verwendet werden, doch ist das bevorzugte Verfahren
das im Vorhergehenden im Hinblick auf die Herstellung von Verbindungen
der Formel XXIX unter Ver wendung von Diazoverbindungen der Formel
XXV, cyclischen Verbindungen der Formel XXX und eines Bis-übergangsmetallkatalysators
beschrieben. Statt Durchführen
der Reaktion in zwei Stufen (d. h. durch zunächst Umsetzen einer Diazoverbindung
der Formel XXV mit einer cyclischen Verbindung der Formel XXX, worin
X N bedeutet, zur Bildung eines cyclischen Amins der Formel XXIX und
dann Umsetzen des cyclischen Amins der Formel XXIX mit einer Diazoverbindung
der Formel XXV zur Bildung der gewünschten Verbindung der Formel
XXXIV) kann die Reaktion in einer einzigen Stufe durch beispielsweise
Kontaktieren der cyclischen Verbindung der Formel XXX, worin X N
bedeutet, mit mindestens zwei Äquivalenten
einer Diazoverbindung der Formel XXV durchgeführt werden. Die zur Durchführung dieser
einstufigen Reaktion geeigneten Reaktionsbedingungen sind die gleichen
wie die im Vorhergehenden im Hinblick auf das zweistufige Verfahren
diskutierten. Vorzugsweise wird während des ersten Teils der
Reaktion (d. h. während
der Zugabe der ersten Hälfte
der Diazoverbindung der Formel XXV) die Reaktion unter Kühlen (beispielsweise
von etwa –50 °C bis etwa
0 °C) durchgeführt. Dann
wird das Reaktionsgemisch erwärmt,
und der zweite Teil der Reaktion (d. h. während der Zugabe der zweiten
Hälfte
der Diazoverbindung der Formel XXV) wird bei erhöhten Temperaturen (beispielsweise
von etwa 20 °C
bis etwa 100 °C)
durchgeführt.
Alkane mit Schmelzpunkten von weniger als etwa –50 °C und Siedepunkten von größer als
etwa 60 °C
sind die bevorzugten Lösemittel
für diese
Reaktion.
-
Die
durch das obige Verfahren hergestellten Verbindungen (d. h. Verbindungen
der Formeln XXIII, XXIV, XXIX, XXXI, XXXII, XXXIV und XXXVI) werden
in geeigneter Weise zur weiteren Umwandlung durch beispielsweise
eine Esterreduktion oder Grignard-Addition zu hochfunktionalisierten
Basen funktionalisiert. Für
den Fall, dass ein chiraler Katalysator verwendet wird, beispielsweise
bei dem S-Isomer von Verbindungen der Formeln II, III, IV, V, VI,
VII, VIII, IX oder X, gemäß der obigen
Definitionen und Diskussionen, (insbesondere wenn M1 und
M2 Rh oder Ru sind), können diese Verbindungen als
Basen mit C2-Symmetrie verwendet werden
oder sie können,
wie oben angegeben, (beispielsweise durch Esterreduktion oder Grignard-Addition) in
hochfunktionalisierte C2-Basen weiter umgewandelt
werden. C2-Basen sind zur Steuerung der
Stereochemie bei organischen Synthesen sehr nützlich, wie beispielsweise
gemäß der Beschreibung
bei Takahata et al., "New
Entry to C2-Symmetric Trans-2,6-bis(hydroxymethyl)-piperidin Derivatives
Via the Sharpless Asymmetric Dihydroxylation", Tetrahedron-Asymmetry, 6:1085–1088 (1995)
und bei Bennani et al., "Trans-1,2-diaminocyclohexane
Derivatives as Chiral Reagents, Scaffolds and Ligands for Catalysis – Applications
in Asymmetric Synthesis and Molecular Recognition", Chemical Reviews,
97:3161–3195
(1997), die hier als Bezug aufgenommen sind.
-
Die
vorliegende Erfindung wird durch die folgenden nicht beschränkenden
Beispiele weiter erläutert:
-
Beispiele
-
Beispiel 1 – Syntheseschema
zur Herstellung von Dirhodiumbis[verbrücktes-di(S-2,4,6-triisopropylphenyl-sulfonylprolinat)]
-
Dirhodium-bis[verbrücktes-di(S-2,4,6-triisopropylphenyl-sulfonylprolinat)]
wurde unter Verwendung des folgenden allgemeinen Reaktionsschemas
I, worin R eine 2,4,6-Triisopropylphenylgruppe
bedeutet, hergestellt. Einzelheiten für jede in diesem Reaktionsschema
angegebene Stufe sind im Folgenden in Beispielen 2 – 6 beschrieben.
-
-
Beispiel 2 – Herstellung
des Imins 2
-
Zu
einer Lösung
von –78 °C von 1,3-Diiodbenzol
(3,431 g, 10,4 mmol) in THF (100 ml) wurde 1,7 M tert-Butyllithium
(25,1 ml, 42,6 mmol, 4,1 Äquiv.)
gegeben. Das Gemisch wurde 0,5 h bei –78 °C gerührt und sich dann während 1
h auf Raumtemperatur erwärmen
gelassen. Das Gemisch wurde dann erneut auf –78 °C gekühlt und dann zu einer Lösung von –78 °C von S-N-Boc-Pyroglutaminsäureethylester
(1) (13,62 g, 62,4 mmol, 6,0 Äquiv,)
in THF (75 ml) gegeben. Das gebildete Gemisch wurde 1 h bei –78 °C gerührt und
dann 20 h bei Raumtemperatur gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde in Wasser (300 ml) gegossen und mit Ethylacetat
extrahiert. Die organische Schicht wurde abgetrennt und mit MgSO4 getrocknet, und das Lösemittel wurde entfernt, wobei
ein Rückstand
erhalten wurde.
-
Der
Rückstand
wurde in Dichlormethan (60 ml) gelöst. Hierzu wurde TFA (48,1
ml, 0,624 mol) gegeben und das gebildete Gemisch wurde 20 h bei
Raumtemperatur gerührt.
Das Lösemittel
wurde dann entfernt, und der Rückstand
wurde in Dichlormethan erneut gelöst und dann viermal mit gesättigter
Bicarbonatlösung,
zweimal mit Wasser und dann mit Kochsalzlösung extrahiert. Die organische
Schicht wurde abgetrennt und mit MgSO4 getrocknet
und das Lösemittel
wurde entfernt. Der gebildete Rückstand
wurde durch Chromatographie auf Silica unter Verwendung von EtOAc/Hexanen
(5:4) gereinigt, wobei 1,3827 g des Imins 2 als Öl erhalten wurden (37 %):
DC
Rf 0,33 (EtOAc/Hexane (70:30)); [α]25 D = 109° (c 1, 358,
CHCl3); IR (NaCl) 2981, 1738, 1623, 1576
cm–1; 1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ 8,31 (s,
1H), 7,95 (d 2H), 7,43 (t, 1H), 4,88 (dd, 2H, J = 7,6, 7,2 Hz),
4,21 (q, 4H, J = 7,6 Hz), 3,22–3,08
(m, 2H), 3,04–2,90
(m, 2H), 2,40–2,27
(m, 2H), 2,27–2,13
(m, 2H), 1,29 (t, 6H, J = 7,2 Hz); 13C-NMR
(75 MHz, CDCl3) δ 174,7, 171,9, 133,3, 129,5,
127,7, 126,7, 73,8, 60,1, 34,6, 25,6, 13,3, HRMS (EI) berechnet
für C20H24N2O4 356, 1736, gefunden 356, 1718.
-
Beispiel 3 – Herstellung
des Diamins 3
-
Das
Imin 2 (2, 4236 g, 6, 80 mmol) wurde mit 55 psi H2 mit
PtO2 (6 mg/mmol Substrat) in Ethanol (6 ml/mmol
Substrat) hydriert. Das Reaktionsgemisch wurde 25 h gerührt und
dann über
einen Celite-Pfropfen filtriert. Das Lösemittel wurde unter vermindertem
Druck entfernt und der Rückstand
wurde durch Chromatographie auf Silica unter Verwendung von EtOAc/Hexanen
(2:1 Gew/5 % Triethylamin) gereinigt, wobei 2,196 g des Diamins
3 als Öl
erhalten wurde (90 %): DC Rf 0,31 (EtOAc/Hexane
(2:1 Gew/5 % Triethylamin)); [α]24 D = 11° (c 3, 794,
CHCl3) IR (NaCl) 3356, 2983, 2908, 2876,
1742, 1731, 1609, 1454, 1380 cm–1; 1H-NMR (300 MHz, CDCl3) δ 7,45 (s,
1H), 7,40–7,25
(m, 3H), 4,30–4,10
(m, 6H), 3,90 (dd, 2H, J = 8,4, 8,1 Hz), 2,42 (s, 2H), 2,30–2,05 (m,
6H), 1,92–1,60
(m, 2H), 1,30 (t, 6H, J = 7,5 Hz); 13C-NMR
(75 MHz, CDCl3) δ 174,8, 143,2, 128,3, 125,2,
125,1, 63,2, 60,6, 59,7, 33,8, 30,2, 13,9; HRMS (EI) berechnet für C17H23N2O2 (m-COOEt), 287,1757, gefunden 287,1723.
-
Beispiel 4 – Herstellung
von verbrücktem
Di(ethyl-S-2,4,6-triisopropylphenylsulfonylprolinat)
4
-
Das
Diamin 3 (1,4 g, 3,95 mmol) und Kaliumcarbonat (2,2 g, 15,8 mmol,
4,0 Äquiv)
wurden in Aceton (40 ml) gerührt.
Dann wurden 2,4,6-Triisopropylbenzolsulfonylchlorid (3,6 g, 11,8
mmol, 3,0 Äquiv)
zugegeben. Nach Rühren
des gebildeten Reaktionsgemischs während vier (4) Tagen bei Raumtemperatur
wurde ein zweiter Teil Aceton (100 ml) zugegeben. Das Gemisch wurde
filtriert, und das Lösemittel
wurde unter vermindertem Druck entfernt. Der Rückstand wurde durch Chromatographie
auf Silica unter Verwendung von EtOAc/Hexanen (1:9) gereinigt, wobei
2,1 g des verbrückten
Di(ethyl-S-2,4,6-triisopropylphenylsulfonylprolinat) ("diTiPBSP-COOEt") 4 als weißer Feststoff
erhal ten wurden (Fp 57 – 59 °C) (59 %):
DC Rf 0,16 (EtOAc/Hexane (10:90)); [α]23 D = –21° (c 2,188,
CHCl3); IR (NaCl) 2963, 2868, 2263, 1753,
1600, 1563, 1463, 1316, 1153 cm–1; 1H-NMR
(300 MHz, CDCl3) δ 7,60 (d, 2H, J = 7,8 Hz), 7,28-7,20 (m, 2H), 7,07
(s, 4H), 5,13 (t, 2H, J = 6,3 Hz), 4,53 (dd, 2G, J = 7,2, 4,8, Hz),
4,16–3,82
(m, 8H), 2,84 (sept, 2H, J = 6,9 Hz), 2,50–2,00 (m, 8H), 1,19 (d, 12H, J
= 6,9 Hz), 1,18 (d, 12H, J = 6,3 Hz), 1,12 (d, 12H, J = 6,9 Hz),
1,01 (t, 6H, J = 7,1 Hz); 13C-NMR (75 MHz, CDCl3) δ 171,8,
153,3, 151,8, 151,7, 141,3, 130,4, 127,8, 126,8, 126,1, 123,5, 63,8,
61,0, 60,7, 35,4, 33,9, 29,9, 29,2, 24,8, 24,5, 23,3, 13,7; Anal.
berechnet für
C50H72N2O8S2: C, 67,23, H,
8,12, N, 3,13. Gefunden: C, 66,99, H, 8,19, N, 3,08.
-
Beispiel 5 – Herstellung
des verbrückten
Di(S-2,4,6-triisopropylphenylsulfonylprolin)
5
-
diTiPBSP-COOEt
4 (2,1 g, 2,33 mmol) wurde in THF (12 ml) gelöst, und dann wurden H2O (6 ml), LiOH·H2O
(323 mg, 7,69 mmol, 3,3 Äquiv.)
und Ethanol (6 ml) zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde fünf (5) h
bei Raumtemperatur gerührt
und dann mit 0,5 N HCl auf einen pH-Wert von 2 angesäuert. Das
angesäuerte Gemisch
wurde mit Dichlormethan extrahiert und getrennt. Die organische
Schicht wurde mit Na2SO4 getrocknet,
und das Lösemittel
wurde entfernt, wobei ein Feststoff erhalten wurde. Der Feststoff
wurde durch Umkristallisieren mit Chloroform/Hexanen gereinigt,
wobei 2,07 g verbrücktes
Di(S-2,4,6-triisopropylphenylsulfonylprolin) ("diTiPBSP-COOH")
5 als weißer
Feststoff erhalten wurden (Fp 86 – 88 °C) (quantitativ): [α]25 D = 116° (c 1,256,
CHCl3); IR (NaCl) 3062, 2961, 2929, 2876,
2759, 2648, 2569, 2261, 1726, 1604, 1561, 1460, 1434, 1365, 1317,
1248, 1158 cm–1. 1H-NMR (300 MHz, CDCl3) δ 11,07 (s,
2H), 7,70 (s, 1H), 7,20–6,95
(m, 5H), 6,81 (s, 2H), 4,93 (t, 2H, J = 6,3 HZ), 4,73 (t, 2H, J
= 6,5 Hz), 3,98 (sept, 4H, J = 6,6 Hz), 2,82 (sept, 2H, 6,6 Hz), 2,60–2,00 (m,
8H), 1,18 (d, 12H, J = 6,6 Hz), 1,12 (d, 12H, J = 6,3 Hz), 0,99
(d, 12H, J = 6,6 Hz); 13C-NMR (75 MHz, CDCl3) δ 178,3,
153,6, 151,7, 141,1, 129,9, 127,6, 126,7, 126,4, 123,5, 64,2, 60,1,
34,1, 33,9, 30,4, 29,2, 29,1, 24,7, 24,6, 23,3; Anal. berechnet
für C46H64N2O8S2: C, 66,00, H,
7,71, N, 3,35. Gefunden: C, 65,71, H, 7,93, N, 3,22.
-
Beispiel 6 – Herstellung
von Dirhodium-bis[verbrücktes-di(S-2,4,6-triisopropylphenylsulfonylprolinat)]
6
-
diTiPBSP-COOH
5 (1,00 g, 1,2 mmol) und Rhodiumacetat (240 mg, 0,54 mmol) wurden
in Chlorbenzol (35 ml) gelöst.
Die Lösung
wurde über
einen Soxhlet-Extraktor, der Calciumcarbonat enthielt, 72 h refluxiert. Die
Lösung
wurde dann gekühlt,
und das Lösemittel
wurde unter vermindertem Druck entfernt. Der Rückstand wurde durch Chromatographie
auf Silica unter Verwendung von EtOAc/Hexanen (1:9) gereinigt, wobei
484 mg von Dirhodiumbis[verbrücktes-di(S-2,4,6-triisopropylphenylsulfonylprolinat)]
als grüner
Feststoff erhalten wurden (48 %):
DC Rf 0,18
(EtOAc/Hexane (10:90)); IR (NaCl) 2966, 2929, 2871, 1603, 1417,
1321, 1161 cm–1.; 1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ 7,10 (s,
8H), 6,97 (t, 2H, J = 7,4 Hz), 6,81 (d, 4H, J = 8,4 Hz), 6,80 (s,
2H), 4,63 (t, 4H, J = 8,2 Hz), 4,39 (d, 4H J = 7,6 Hz), 3,47 (sept,
8H, J = 6,4 Hz), 2,96 (sept, 4H, J = 6,8 Hz), 2,41 (dd, 4H, 12,2,
6,0 Hz), 2,24–2,14
(m, 4H), 2,14-2,00
(m, 4H), 1,76–1,63
(m, 4H), 1,31 (d, 12H, J = 6,8 Hz} , 1,29 (d, 12H, J = 6,8 Hz),
1,05 (d, 24H, J = 6,8 Hz), 0,94 (d, 24H, J = 6,0 Hz); 13C-NMR
(75 MHz, CDCl3) δ 190,5, 153,1, 151,4, 141,6,
130,5, 127,1, 127,0, 124,7, 123,6, 64,7, 62,3, 34,9, 34,0, 29,3,
27,8, 25,0, 24,6, 23,5; HRMS (FAB) berechnet für C92H125N4O16S4Rh2 1875, 6084,
gefunden 1875, 6076.
-
Beispiel 7 – Regio-,
diastereo- und enantioselektive C-H-Insertionen von Aryldiazoacetaten in
cyclische N-Bocgeschützte
Amine
-
Dieses
Beispiel zeigt, dass hochgradig regio-, diastereo- und enantioselektive
C-H-Insertionen von Aryldiazoacetaten in cyclische N-Boc-geschützte Amine
unter Verwendung von Dirhodium-tetrakis(S-4-dodecylphenylsulfonylprolinat)
("Rh
2(S-DOPS)
4"),
das die folgende Formel besitzt:
und unter Verwendung von
Dirhodiumbis[verbrücktes-di(
S-4-tert-butylphenylsulfonylprolinat)] ("Rh
2[verbrücktes (S-TBSP)
2]
2"), das die folgende
Formel besitzt:
worin
jedes R eine 4-tert-Butylphenylgruppe bedeutet, erreicht werden
kann. Rh
2 (S-DOSP)
4 wurde
von Aldich käuflich
erworben, und Rh
2[verbrücktes(S-TBSP)
2]
2 wurde unter Verwendung der in den obigen
Beispielen 1 – 6
angegeben Verfahren, wobei jedoch das Diamin 3 mit 4-tert-Butylbenzolsulfonylchlorid
anstelle von 2,4,6-Triisopropylbenzolsulfonylchlorid umgesetzt wurde,
hergestellt.
-
Die
hochgradig regio-, diastereo- und enantioselektive C-H-Insertion von Aryldiazoacetaten
in cyclische N-Bocgeschützte
Amine wurde unter Verwendung von Rh2(S-DOSP)
in dem folgenden Reaktionsschema II durchgeführt:
-
-
Kurz
gesagt, wurde Methylphenyldiazoacetat (9, Ar = Phenyl) aus Methyldiazoacetat
durch das allgemeine Verfahren, das bei Davies et al. "Direct Synthesis
of Furans From Rhodium(III) Stabilized Carbenoids With Alkenes", Org. Synth., 70:92–99 (1991),
das hier als Bezug aufgenommen ist, angegeben ist, hergestellt. Zu
5 ml Hexanen wurden N-Bocpyrrolidin (10) (0, 351 g, 2 mmol, 2 Äquiv.) und
Rh2(S-DOSP)4 (0,019
g, 0,01 mmol, 0,01 Äquiv.)
gegeben. Das Gemisch wurde auf –50 °C gekühlt und
mit Methylphenyldiazoacetat (0,176 g, 1 mmol, 1 Äquiv.) in 10 ml Hexanen versetzt.
Das Gemisch wurde 12 h gerührt
und dann langsam auf Raumtemperatur erwärmt. Das Lösemittel und überschüssiges N-tert-butylpyrrolidincarboxylat
wurden auf einem Rotationsverdampfer und durch Kugelrohrdestillation
entfernt. Das rohe Produkt wurde mit TFA (10 Äquiv.) bei Raumtemperatur 1
h behandelt und dreimal mit Wasser extrahiert. Die wässrige Phase
wurde mit NaHCO3 auf einen pH-Wert von 10 – 11 basisch
gemacht und dreimal mit Methylenchlorid extrahiert. Die vereinigten
organischen Schichten wurden mit MgSO4 getrocknet
und eingeengt, wobei das freie Amin (11 (Ar = Phenyl)) in 96:4 dr (nach 1H-NMR) erhalten wurde. Zur Berechnung der
Ausbeute wurde das freie Amin (11 (Ar = Phenyl)) in dessen Hydrochloridsalz
durch Auflösen
des freien Amins in Ethylether (5 ml), Zugabe eines Überschusses einer
1 M HCl/Diethylether-Lösung, Abfiltrieren
des gebildeten Niederschlags, Waschen des gewonnen Feststoffs mit
Diethylether und Trocknen des gebildeten weißen Feststoffs umgewandelt.
Die Gesamtausbeute betrug 183 mg oder 72 %.
-
In ähnlicher
Weise wurde die obige Reaktion für
andere Methylaryldiazoacetate wiederholt, und die Ergebnisse sind
in der folgenden Tabelle I angegeben:
-
-
In
Tabelle I wurde die Diastereoselektivität der Bildung von 11 aus der 1H-NMR des rohen Amins nach Extraktion und
Entfernen des Lösemittels
bestimmt. Die Ausbeuten für
11a und 11c – 11e
bedeuten die Mengen des kristallinen Hydrochloridsalzes, das nach
dem Behandeln des rohen Amins mit etherischem HCl erhalten wurde.
Die Ausbeute von 11b bedeutet das reine Amin nach der Reinigung
durch Säulenchromatographie.
Die Enantioselektivität
wurde durch Umwandlung des rohen Amins in dessen Trifluoracetamidderivat
und anschließende
chirale HPLC- oder GC-Analyse bestimmt. Die relative Stereochemie
von 11c wurde ohne weiteres durch Umwandlung von 11c in eine kondensiertes β-Lactam bestimmt,
wobei die cis-Anordnung der zwei Protonen in dem β-Lactamring auf der
Basis einer charakteristischen Kopplung (J = 5,1 Hz) und von NOE-Experimenten
(Coulton et al., Chem. Soc, Perkin Trans. I, 1998:1193–1202, das
hier als Bezug aufgenommen ist) zugeordnet wurde. Die absolute Stereochemie
von 11a wurde unter Verwendung des Mosher-Amidverfahrens, das bei
Hoye et al., Org. Chem , 61:8489–8495 (1996), das hier als
Bezug aufgenommen ist, beschrieben ist, als (25, 2'R) bestimmt.
-
Der
nächste
Punkt, der geprüft
wurde, bestand darin, ob eine zweite C-H-Insertion ein durchführbares Verfahren
war. Die Reaktionen und Ergebnisse sind im Folgenden Reaktionsschema
III zusammengefasst:
-
-
Die
Reaktionen wurden an enantiomerenreinem 12, das aus 11a, das zunächst zur
Gewinnung von enantiomerenreinem Material als dessen Hydrochloridsalz
umkristallisiert und dann mit (BOC)2O behandelt wurde,
erhalten wurde, durchgeführt.
Die Umsetzung von 12 mit dem Phenyldiazoacetat 9a (4 Äquiv.) unter Verwendung
von Rh2(S-DOSP)4 als
Katalysator in 2,3-Dimethylbutan als Lösemittel führte zur Bildung von 13a in
93 % Ausbeute. Es wurde gezeigt, dass die Verbindung C2-Symmetrie besitzt,
da bei 13C-NMR nur 9 Signale offensichtlich
waren. Da die Verbindung chiral ist, schließt dies das meso-Diastereomer
aus. Im Gegensatz dazu führte
die Umsetzung von 12 mit überschüssigem 9a
unter Verwendung von Rh2(R-DOSP)4 (im Folgenden manchmal als "14" bezeichnet) als
Katalysator zur Bildung eines Gemischs von Diastereomeren und/oder Regioisomeren,
die nicht auftrennbar waren.
-
Weitere
Versuche zeigten, dass die C2-Symmetrieamine
in einer einzigen Stufe wie im folgenden Reaktionsschema IV angegeben
gebildet werden konnten:
-
-
Kurz
gesagt ergaben die Rh2(S-DOSP)4-katalysierte
Zersetzung von 9a (1,5 Äquiv.)
bei –50 °C in Gegenwart
von N-Bocpyrrolidin 10 und anschließendes Erwärmen des Reaktionsgemischs
auf 58 °C
und Zugabe von weiteren 4,5 Äquiv.
von 9a das C2-symmetrische Amin 13a in 78
% Ausbeute und 97 % ee. Ähnliche Bis-C-H-Insertionsreaktionen
wurden mit den Aryldiazoacetaten 9b – 9e durchgeführt, wobei
die Amine 13b – 13e,
die in der folgenden Tabelle II zusammengefasst sind, gebildet wurden:
-
-
Diese
Amine werden zur weiteren Umwandlung durch Esterreduktion oder Grignard-Addition
zu hochfunktionalisierten und potentiell verwendbaren C2-symmetrischen
Basen in geeigneter Weise funktionalisiert.
-
Experimente
wurden durchgeführt,
um zu bestimmen, ob die Durchführung
einer ähnlichen
Reaktion unter Verwendung von N-Boc-piperidin möglich ist, was eine direkte
Synthese von threo-Methylphenidat (RITALINTM)
ergeben würde.
Die Experimente und Ergebnisse sind im folgenden Reaktionsschema
V und der folgenden Tabelle III zusammengefasst:
-
-
-
Wie
oben in Reaktionsschema V und Tabelle III angegeben ist, führten die
durch Rh2(S-DOSP)4 7
katalysierte Zersetzung des Methylphenyldiazoacetats 9a in Gegenwart
von N-Boc-piperidin (15, 4 Äquiv.)
in 2,3-Dimethylbutan bei Raumtemperatur und die anschließende Behandlung
mit Trifluoressigsäure
zur Bildung eines Gemischs von threo- und erythro-Methylphenidat
16 und 17 in 49 % Ausbeute. Jedoch war das threo-Isomer 16 das Nebendiastereomer
und es wurde in nur 34 % ee gebildet. Die vereinigte Ausbeute von
16 und 17 wurde durch Verwendung von N-Boc-piperidin als beschränkender
Reaktionsteilnehmer auf 86 % verbessert. Dieses Ergebnis unterscheidet
sich von dem, das mit N-Boc-pyrrolidin beobachtet wurde, das eine
Bis-C-H-Insertion
ergab, wenn ein Überschuss
von Phenyldiazoacetat verwendet wurde. Eine wesentliche Verbesserung hinsichtlich
Enantioselektivität
und Diastereoselektivität
wurde durch Durchführen
der Reaktion mit dem Rh2[verbrücktes(S-TBSP)2]2 8 Katalysator
erreicht. Das Verhältnis
16:17 (73 % Ausbeute) wurde auf 2,5:1 verbessert und das (2R, 2'R)-threo-Isomer 16
wurde mit 86 % ee und 52 % isolierter Ausbeute gebildet. Wie in Tabelle
III angegeben führt
Rh2[verbrücktes(S-TBSP)2]2 8 zu einer zu Rh2(S-DOSP)4 7 entgegengesetzten asymmetrischen Induktion,
und bei der durch 8 katalysierten Reaktion von 9a und 15 wird das
biologisch aktive Enantiomer des threo-Methylphenidats gebildet.
-
Das
erythro-Diastereomer des Methylphenidats 17 wurde durch Durchführen der
Reaktion mit Dihydropyridin 18 wie im Folgenden Reaktionsschema
Va erläutert,
hergestellt:
-
-
Bezugnehmend
auf Reaktionsschema Va führten
die Rh2(S-DOSP)4-katalysierte
Zersetzung von 9a in Gegenwart von 18 (4 Äquiv.) in 2,3-Dimethylbutan
bei Raumtemperatur und die anschließende Behandlung mit TFA zu
einer Ausbeute von 63 % der C-H-Insertionsprodukte 19 und 20. Das
erythro-Diastereomer
20 war das Hauptdiastereomer (62 % de) und es wurde in einer Ausbeute
von 53 % und mit 80 % ee isoliert. Die Bestimmung der relativen
und absoluten Stereochemie von 20 als (2S, 2'R) wurde ohne weiteres durch Umwandlung
von 20 in erythro-Methylphenidat 17 durch katalytische Hydrierung
unter Verwendung von Wasserstoff und eines Palladium-Hydrierungskatalysators
erreicht.
-
Beispiel 8 – Intermolekulare
C-H-Insertionsreaktionen zwischen Allylsilylethern und Methylaryldiazoacetaten
-
Dieses
Beispiel beschreibt weitere Untersuchungen zur Erforschung des Umfangs
der asymmetrischen intermolekularen C-H- Insertion mit spezieller Betonung der
Chemoselektivität
und Diastereoselektivität der
Reaktion.
-
Einfache
Allyloxysubstrate und Rh2[(±)-DOSP]4 (im Folgenden manchmal als "21" bezeichnet) als
Katalysator wurden zunächst
zur Untersuchung der Selektivität
der C-H-Insertionen verwendet. Diese Reaktionen sind im folgenden
Reaktionsschema VI zusammengefasst.
-
-
Im
Fall der Umsetzung von 4-Chlorphenyldiazoacetat 22 mit Allylacetat
23 (2 Äquiv.)
bei Raumtemperatur war die Cyclopropanierung die ausschließliche Reaktion,
und 24 wurde in 75 % Ausbeute gebildet. Im Gegensatz dazu war in
der Reaktion von 22 mit Allylsilylether das C-H-Insertionsprodukt
27 das Hauptprodukt, und es wurde bemerkenswerterweise mit > 94 % de gebildet.
Interessanterweise scheint der Rh2[(±)-DOSP]4-Katalysator
größeren Einfluss
auf die Produktverteilung zu besitzen, da, wenn die Reaktion mit
Dirhodiumtetraoctanoat, Rh2(OOct)4, als Katalysator durchgeführt wird,
das Verhältnis
des Cyclopropans 26 zu dem C-H-Insertionsprodukt 27 2,5:1 betrug.
Keine Reaktion erfolgte mit dem Dirhodiumtetracarboxamid-Katalysator
Rh2(R-MEPY)4 (siehe
Davies, das hier als Bezug aufgenommen ist) unter diesen Reaktionsbedingungen.
-
Die
bevorzugte Bildung des C-H-Insertionsprodukts 27 ist ein bisher
nicht beobachtetes Ergebnis, da monosubstituierte Alkene allgemein
bei einer Reaktion mit einem Methylphenyldiazoacetat eine Cyclopropanierung
in hoher Ausbeute durchmachen. Bei einer Wiederholung der Reaktion
mit höher
substituierten Allylethern 28 konnte eine Cyclopropanierung vollständig eliminiert
werden. Dies wird im Folgenden in Reaktionsschema VII und Tabelle
IV erläutert:
-
-
-
Jedoch
war die Diastereoselektivität
der C-H-Insertion vom Substitutionsmuster des Allylethers abhängig. Mit
den transdisubstituierten oder trisubstituierten Allylethern 28a
und 28b wurden die C-H-Insertionsprodukte 29a und 29b mit einem
syn/anti-Verhältnis
von etwa 7:1 gebildet. Jedoch wurde mit dem trans-disubstituierten
Allylether 28c das C-H-Insertionsprodukt
29b in 72 % Ausbeute und mit >94
% de gebildet.
-
Die
sterischen Einflüsse
auf die C-H-Insertion gegenüber
einer Cyclopropanierung sind bei der Reaktion mit 2-Methylpropenylsilylether
im folgenden Reaktionsschema VIII ersichtlich:
-
-
Hierbei
ergibt die Umsetzung mit dem 2-Methylpropenylsilylether 30 die Bildung
des Cyclopropans 31 ohne irgendein Beweisanzeichen, das die Bildung
des C-H-Insertionsprodukts zeigt. Es wird angenommen, dass, da die
Aryldiazoacetatcyclopropanierung nicht-synchron ist, der Silylether
30 ein für
die Cyclopropanierung zugängliches
Vinylende aufweist, während
der Methylsubstituent in 30 vermutlich die C-H-Insertion stört. Nachdem auf diese Weise
ermittelt wurde, dass der trans-Allylsilylether ein vielversprechendes
Substrat für eine
diastereoselektive C-H-Insertion ist, wurde die Untersuchung erweitert,
um den Grund der asymmetrischen Induktion in diesem System zu erforschen.
Die durch Rh2(S-DOSP)4 7 katalysierte
Zersetzung von 22 in Gegenwart einer Reihe von Allylsilylethern
wurde unter Verwendung des folgenden Verfahrens durchgeführt. Ein
mit einem Magnetrührstäbchen und
einem Gummiseptum ausgestatteter flamm getrockneter 50-ml-Rundkolben
wurde mit Silylether (1,5 mmol), Rh2(S-DOSP)4 (14 mg, 7,5 × 10–3 mmol)
und trockenem Hexan (0,5 ml) beschickt, und das Gemisch wurde bei
Raumtemperatur unter Argon gerührt,
wobei eine grüne Lösung erhalten
wurde. Eine gasdichte Spritze von 10 ml wurde mit p-Chlorphenyldiazoacetat
(0,75 mmol) in trockenem Hexan (7,5 ml) beschickt, wobei eine 0,10
M Diazolösung
erhalten wurde. Die Zugabe über
eine Spritzenpumpe wurde mit einer Rate von 7,5 ml/h gestartet (Zugabedauer
1 h), und die grüne
Farbe des Reaktionsgemischs wurde während der gesamten Zugabe beibehalten.
Nach der Beendigung der Diazozugabe wurde das Reaktionsgemisch eine
weitere Stunde gerührt,
und dann wurden das Lösemittel
und überschüssiger Silylether
unter vermindertem Druck entfernt. Der Rückstand wurde durch Flashchromatographie
auf Silicagel unter Verwendung von 96:4 Petrolether:Ether gereinigt,
wobei das Produkt als klares Öl
erhalten wurde. Die Reaktion ist in Reaktionsschema IX angegeben,
und die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle V zusam engefasst:
-
-
-
In
allen Fällen
betrug die Diastereosteuerung >94
% de unter Begünstigung
des syn-Isomers und die Enantioselektivität lag im Bereich von 74 – 90 % ee.
-
Zur
Bestimmung der absoluten Stereochemie des C-H-Insertionsprodukts wurde die Rh2(S-DOSP)4-katalysierte
Reaktion von Methylphenyldiazoacetat 34 mit dem Allylsilylether
35 geprüft.
Die Reaktion ist im folgenden Reaktionsschema X angegeben:
-
-
Die
Reaktion führte
zur Bildung des syn-Isomers 36 als Hauptprodukt in 52 % Ausbeute
(Verhältnis von
36 zu dem Cyclopropanprodukt 2,8:1) und mit 92 % ee. Die Lithiumaluminiumhydrid-Reduktion
von 36 und die anschließende
Umwandlung des Alkohols in dessen tert-Butoxymethoxyderivat und
Silylentschützung
ergaben 37. Die optische Drehung von 37 wurde mit dem bei Guanti
et al., Tetrahedron, 51:10343–10360
(1995), das hier als Bezug aufgenommen ist, angegeben Wert verglichen.
Die absoluten Stereochemien von anderen C-H-Insertionsprodukten werden unter der
Annahme einer ähnlichen
Art und Weise der asymmetrischen Induktion für alle Substrate versuchsweise
zugeordnet.
-
Zusammenfassend
belegen diese Untersuchungen, dass die intermolekularen C-H-Insertionen
von von Aryldiazoacetaten abgeleiteten Carbenoiden ein praktisches
Verfahren zur asymmetrischen Synthese von Produkten, die typischerweise
von einer Aldolreaktion stammen, ist. Die Reaktion erfolgt mit guter
Chemo- und Diastereoselektivität,
und unter Verwendung von Rh2(R-DOSP)4 als Katalysator können angemessen hohe Grade
einer asymmetrischen Induktion erhalten werden. Ein besonders attraktives
Merkmal dieser Chemie ist die geringe Moläquivalentmenge des Katalysators,
die erforderlich ist.
-
Beispiel 9 – Katalytische
asymmetrische Synthese von Diarylacetaten und 4,4-Diarylbutanoaten
-
Dieses
Beispiel erläutert
ein Verfahren zur Synthese von Diarylacetaten und 4,4-Diarylbutanoaten
unter Verwendung von asymmetrischen Carbenoidumwandlungen. Die praktische
Verwendbarkeit dieser Methodik wird durch eine kurze formale Synthese
des Antidepressivum (-)-Sertralin, das die Formel:
aufweist, belegt. Kurz gesagt
umfasst das Verfahren die Umsetzung des Methylphenyldiazoacetats
39 mit 1,3-Cyclohexadien
40 in Gegenwart von Rh
2(S-DOSP)
4 7,
und die Reaktion bildete vorzugsweise das C-H-Insertionsprodukt
41 statt das cyclopropanierte Produkt 42. Das C-H-Insertionsprodukt
41 wurde als untrennbares 4:1-Gemisch von Diastereomeren gebildet,
und so wurde, um das Ausmaß der
asymmetrischen Induktion zu bestimmen, 42 zu dem bekannten Cyclohexan
43 reduziert, das mit 92 % ee (R-Konfiguration) gebildet wurde.
Eine noch wirksamere C-H-Insertion wurde bei Umsetzung von 39 mit
1,4-Cyclohexadien 44 erreicht, da dies zur Bildung des C-H-Insertionsprodukts
45 mit sehr geringem Auftreten der Cyclopropanierungsreaktion führte. Die
absolute Stereochemie von 45 wurde durch Reduktion von 45 zu dem
Cyclohexan 43 als R bestimmt (80 % Gesamtausbeute ausgehend von
39 mit 91 % ee). Diese Reaktionen sind im folgenden Reaktionsschema
XI zusammengefasst:
-
-
Die
Umsetzung mit 1,4-Cyclohexadien konnte mit einem Bereich von Aryldiazoacetaten
46 durchgeführt
werden, das im Folgenden in Reaktionsschema XII und Tabelle VI erläutert ist.
-
-
-
In
jedem Fall wurde das C-H-Insertionsprodukt 47 mit >90 % ee hergestellt.
Ferner konnte 47 ohne weiteres durch DDQ zu dem Diarylacetat 48
ohne Racemisierung oxidiert werden. Die absolute Stereochemie für 47 und
48 wird unter der Annahme, dass die asymmetrische Induktion parallel
der bei der Bildung von 45 beobachteten ist, versuchsweise zugeordnet.
-
Die
neue Strategie für
4,4-Diarylbutanoate wurde beim Versuch der C-H-Insertionsreaktion
mit dem Phenylvinyldiazoacetat 49 entdeckt. Die Umsetzung von 49
mit 1,3-Cyclohexadien 40 führte
nicht zur Bildung des erwarteten C-H-Insertionsprodukts. Stattdessen
wurde das 1,4-Cyclohexadien 50 in 63 % Ausbeute und mit 98 % ee
gebildet. Ein Nebenprodukt in dieser Reaktion ist das Cyclopropanierungs/Cope-Umlagerungsprodukt
51, das im folgenden Reaktionsschema XIII angegeben ist:
-
-
Der
Katalysator hat eine starke Wirkung auf die Produktverteilung bei
dieser Reaktion, was in der folgenden Tabelle VII angegeben ist:
-
-
In
der Tabelle VII bedeutet Rh2(OOct)4 Dirhodium(II)-tetraoctanoat, Rh2(OPiv)4 Dirhodium(II)-tetra(trimethylacetat), Rh2(TFA)4 Dirhodium(II)-tetra(trifluoracetat)
und Rh2(TPA)4 Dirhodium(II)-tetra(triphenylacetat). Beispielsweise
wird, wenn Rh2(OOct)4 als
Katalysator verwendet wird, die Cyclopropanierung die bevorzugte Reaktion.
Aufgrund der untersuchten Reihe von Katalysatoren scheint der Katalysator
eine subtile Kombination sterischer und elektronischer Wirkungen
zu zeigen. Derzeit ist Rh2(S-DOSP)4 der beste Katalysator zur Beschränkung der
Cyclopropanierungsreaktion, der zu einem 84:16-Verhältnis von
50:51 führt.
-
Ein
möglicher
Mechanismus für
die Bildung des Cyclohexadiens 50 wäre eine Allyl-C-H-Insertion
zwischen 49 und 1,3-Cyclohexadien
40 unter Bildung von 52, das dann eine Cope-Umlagerung unter Bildung von 50 durchmacht,
was im Folgenden Reaktionsschema XIV angegeben ist:
-
-
Jedoch
ist keine offensichtlich treibende Kraft für die Cope-Umlagerung von 50
und 52 vorhanden. Tatsächlich
gibt es Beweisanzeichen, dass die treibende Kraft für die Cope-Umlagerung in umgekehrter
Richtung im Erhitzen von 50 in refluxierendem Hexan besteht, da
unter diesen Bedingungen 50 sich langsam in 52 umlagert. Im Hinblick
darauf müssen
alternative mechanisch bestimmte Möglichkeiten in Erwägung gezogen
werden. Es ist vorstellbar, dass 50 durch einen unterbrochenen C-H-Insertionsprozess
oder mittels einer en-Reaktion,
wobei das Vinylcarbenoid als 2Π-System
reagiert, abgeleitet wird.
-
Die
in Reaktionsschema XIII beschriebene Reaktion wurde auf eine Reihe
von Arylvinyldiazoacetaten ausgedehnt, was im Folgenden in Reaktionsschema
XV und der Tabelle IX erläutert
ist:
-
-
-
Jede
der Reaktionen wurde unter Verwendung des folgenden allgemeinen
Verfahrens, das unter Verwendung von Methyl-3,4-Dichlorphenylvinyldiazoacetat 53b als
Reaktionsteilnehmer erläutert
ist, durchgeführt.
Eine Lösung
des Vinyldiazoacetats 53b (207 mg, 0,764 mmol) in trockenen Hexanen
(20 ml) wurde tropfenweise während
15 min zu einem flammgetrockneten Kolben, der eine gerührte Lösung von
Rh2(S-DOSP)4 (12
mg, 6, 4 × 10–3 mmol)
und dem Dien (0,4 ml, 4 mmol) in trockenem Hexan (30 ml) bei Raumtemperatur enthielt,
gegeben. Nach 16 h wurde das Lösemittel
unter vermindertem Druck entfernt. Die Reinigung durch Flash-Silicagelsäulenchromatographie
(Petrolether/Ether, 9:1, Rf = 0,24) ergab
54b in 59 Ausbeute als klares Öl.
99 % ee (Bestimmung durch HPLC:
Daicel-OD, 0,8 % i-Pr-OH in
Hexanen, 0,8 ml/min; Tr = 12,06 min (Nebenprodukt),
23,73 min (Hauptprodukt)).
[α]25 D = +4° (c 2,08,
CHCl3). IR (pur) 3029, 2954, 2863, 2817,
1726, 1651 cm–1.; 1H-NMR (300 MHz) δ 7,36 (d, 1H, J = 8,0 Hz), 7,27
(d, 1H, J = 2,5 Hz), 7,10 (dd, 1H, J = 15,5 Hz), 7,02 (dd, 1H, J
= 8,0, 2,5 Hz), 5,81 (d, 1H, 15,5 Hz), 5,75 (Br. d, 2H, J = 12,0
Hz), 5,57 (Br. d, 1H, 5 = 10,0 Hz), 5,43 (Br. d, 1H, J = 10,0 Hz),
3,71 (s, 3H), 3,38 (dd, 1H, J = 8,5, 8,0 Hz), 3,17–3,15 (m,
1H), 2,62–2,48
(m, 2H); 13C-NMR (125 MHz) δ 166,5, 148,1,
140,7, 132,4, 130,8, 130,4, 130,2, 127,6, 126,83, 126,79, 125,7,
125,3, 122,9, 53,6, 51,6, 40,1, 26,3. HRMS berechnet für C17H16O2Cl2, 322,0527, gefunden 322,0504.
-
Die
Reaktionen mit m- oder p-substituierten Benzol- (53a, 53b) oder
2-Naphthylderivaten (53c) führen zur
Bildung von 54a – 54c
mit außergewöhnlich hohen
Graden der asymmetrischen Induktion (99 % ee). Im Gegensatz dazu
führt die
Reaktion mit o-substituiertem Benzol (53d) und 1-Naphthyl (53e)
zur Bildung von 54d und 54e mit niedriger Enantioselektivität (84 – 86 % ee).
Auch waren die Ausbeuten von 54d und 54e im Vergleich zu 54a – 54c stark
vermindert, da vermutlich das Hauptprodukt in diesen letzten zwei
Reaktionen das Cyclopropanierungs/Cope-Umlagerungsprodukt, analog
zu 51, war.
-
Das
Cyclohexadien 54b ist ein hervorragender Vorläufer für die formale Synthese von
(-)-Sertralin, was im folgenden Reaktionsschema XVI erläutert ist:
-
-
Die
Oxidation von 54b mit DDQ und die anschließende katalytische Hydrierung über Pd/C
bildeten das 4,4-Diarylbutanoat 55 (52 % Ausbeute für 3 Stufen
ausgehend von 53 b) mit minimaler Racemisierung (96 % ee). Die Esterhydrolyse
des 4,4-Diarylbutanoats
55 und die anschließende
intramolekulare Freidel-Crafts-Acylierung erzeugten das Tetralon
56 in 79 % Ausbeute für
2 Stufen. Die Umwandlung des Tetralons 56 in (-)-Sertralin 57 wurde
gemäß dem bei
Corey, das hier als Bezug aufgenommen ist, beschriebenen Verfahren
durchgeführt.
-
Die
allgemeine Chemie, die in diesem Beispiel beschrieben ist, ist für andere
Vinylcarbenoidsysteme verwendbar, was im folgenden Reaktionsschema
XVII erläutert
ist:
-
-
Die
Rh2(S-DOSP)4-katalysierte
Zersetzung des cyclischen Vinyldiazoacetats 58 in Gegenwart von 1,3-Cyclohexadien
40 führte
zur Bildung des 1,4-Cyclohexadiens 59 in 73 % Ausbeute und mit 97
% ee. Die absolute Konfiguration der Verbindung 59 wurde durch DDQ-Oxidation
und Ozonolyse unter Bildung des 2-Phenylcyclohexanons in 56 % Ausbeute
bestimmt. Gefunden: [α]26 D = –17° (c = 1,66,
PhH). Literaturwert:
[α]24 D = –113,5 (c
= 0,60, PhH), S-Isomer. (Berti et al., J. Chem. Soc., S. 3371–3377 (1971),
das hier als Bezug aufgenommen ist). In ähnlicher Weise führte die
Zersetzung des Dienyldiazoacetats 60 in Gegenwart von 1,3-Cyclohexadien
40 zur Bildung von 61 (60 % Ausbeute und 99 % ee), wobei bei beiden
Dienkomponenten die Konjugation verlorengegangen ist.