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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG Gebiet der Erfindung
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Diese
Erfindung betrifft Verbindungen, die eine Leukozytenadhäsion und
insbesondere eine durch α4β7 vermittelte Leukozytenadhäsion inhibieren.
Entsprechend eignen sich die Verbindungen dieser Erfindung zur Behandlung
und Prävention
von Erkrankungen, die durch α4β7-Bindung und -Zelladhäsion und -Aktivierung vermittelt
werden, wie z.B. multiple Sklerose, Asthma, allergische Rhinitis,
rheumatoide Arthritis, septische Arthritis, Restenose, entzündliche
Darmerkrankung, einschließlich
Colitis ulcerosa und Morbus Crohn, Dermatitis, Psoriasis und dergleichen.
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Stand der
Technik Literaturangaben
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Die
folgenden Publikationen, Patente und Patentanmeldungen werden in
dieser Anmeldung als hochgestellte Zahlen angeführt:
1 Tidswell
et al., J. of Immunology, 1497-1505 (1997)
2 Springer,
Nature, 346:425-434 (1990)
3 Osborn,
Cell, 62:3-6 (1990)
4 Vedder et al.,
Surgery, 106:509 (1989)
5 Pretolani
et al., J. Exp. Med., 180:795 (1994)
6 Abraham
et al., J. Clin. Invest., 93:776 (1994)
7 Mulligan
et al., J. Immunology, 150:2407 (1993)
8 Cybulsky
et al., Science, 251:788 (1991)
9 Li
et al., Arterioscler. Thromb., 13:197 (1993)
10 Sasseville
et al., Am. J. Path., 144:27 (1994)
11 Yang
et al., Proc. Nat. Acad. Science (USA), 90:10494 (1993)
12 Burkly et al., Diabetes, 43:529 (1994)
13 Baron et al., J. Clin. Invest., 93:1700
(1994)
14 Hamann et al, J. Immunology,
152:3238 (1994)
15 Yednock et al.,
Nature, 356:63 (1992)
16 Baron et al.,
J. Exp. Med., 177:57 (1993)
17 van
Dinther-Janssen et al., J. Immunology, 147:4207 (1991)
18 van Dinther-Janssen et al., Annals. Rhematic
Dis., 52:672 (1993)
19 Elices et al.,
J. Clin. Invest., 93:405 (1994)
20 Postigo
et al., J. Clin. Invest., 89:1445 (1991)
21 Paul
et al., Transpl. Proceed., 25:813 (1993)
22 Okarhara
et al., Can. Res., 54:3233 (1994)
23 Paavonen
et al., Int. J. Can., 58:298 (1994)
24 Schadendorf
et al., J. Path., 170:429 (1993)
25 Bao
et al., Diff., 52:239 (1993)
26 Lauri
et al., British J. Cancer, 68:862 (1993)
27 Kawaguchi et al.,
Japanese J. Cancer Res., 83:1304 (1992)
28 Kogan
et al., US-Patent Nr. 5 510 332, ausgegeben am 23. April 1996
29 Internationale Patentanmeldung Veröffentlichungsnr.
WO 96/01644.
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Integrine
sind heterodimere Adhäsionsrezeptoren,
welche Zell-Zell- und
Zell-Extrazellulärmatrix-Interaktionen
vermitteln. Die β7-Integrin-Unterfamilie hat zwei bekannte Mitglieder: α4β7 und αEβ7.
Diese β7-Integrine werden primär durch Leukozyten exprimiert. β7-Integrine
besitzen die unter den bekannten Integrinen einzigartige Fähigkeit,
bestimmte, auf der Oberfläche
der Endothel- und Epithelzellen in Schleimhautorganen exprimierte
Liganden zu erkennen.1
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α4β7 ist
ein Rezeptor für
die Rezirkulation von Lymphozyten in peripherem Lymphgewebe (ein
Lymphocyte-Homing-Rezeptor) und spielt eine entscheidende Rolle
bei der Migration dieser Zellen zum Darm- und damit verbundenen
Lymphgewebe, wie z.B. zu den Peyer-Plaques im Darm. α4β7 vermittelt
Adhäsion
an einen Liganden auf hochendothelialen Peyer-Plaque-Venulen ("HEV4"). Der Ligand an
den Peyer-Plaque-HEV ist MAdCAM-1, ein Glycoprotein in der Ig-Superfamilie.
MAdCAM-1 wird auf Peyer-Plaque-HEV, mesenterischen Lymphknoten-HEV
und Lamina-propria-Venulen im Darm exprimiert. Antikörper gegen α4-
oder β7-Untereinheiten inhibieren die Bindung zirkulierender
Lymphozyten an Peyer-Plaque-HEV in vivo.1
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Gedächtnis-T-Zellen,
die vorzugsweise zu Darmgeweben zirkulieren, exprimieren große Mengen
an α4β7 wohingegen diejenigen, die zu anderen Organen
zirkulieren, hauptsächlich α4β7 sind.
Diese α4β7-Gedächtnis-T-Zellen exprimieren
ein verwandtes Integrin, α4β1, das nicht in der Lage ist, eine Zelladhäsion an
MAdCAM-1 zu vermitteln. Jedoch kann sowohl α4β7 als
auch α4β7 eine Adhäsion an VCAM-1 und an Fibronectin vermitteln.1 Die durch α4β7 und
andere Zelloberflächenrezeptoren
vermittelte interzelluläre
Adhäsion
ist mit einer Reihe von Entzündungsreaktionen
verbunden. Am Ort der Verletzung oder an einem anderen Entzündungsreiz
exprimieren aktivierte vaskuläre
Endothelzellen Moleküle,
die für
Leukozyten adhäsiv
sind. Der Mechanismus der Leukozytenadhäsion an Endothelzellen umfaßt zum Teil
die Erkennung und Bindung der Zelloberflächenrezeptoren auf Leukozyten
an die entsprechenden Zelloberflächenmoleküle auf Endothelzellen. Sobald
sie gebunden sind, wandern die Leukozyten die Blutgefäßwand entlang
und dringen in den verletzten Ort ein und setzen chemische Mediatoren
frei, um die Infektion zu bekämpfen.
Für einen Überblick über Adhäsionsrezeptoren
des Immunsystems siehe zum Beispiel Springer2 und
Osborn3.
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Hirnentzündungserkrankungen,
wie z.B. experimentelle autoimmune Enzephalomyelitis (EAE), multiple
Sklerose (MS) und Meningitis, sind Beispiele für Störungen des Zentralnervensystems,
bei denen der Endothel/Leukozyten-Adhäsionsmechanismus zur Zerstörung des
ansonsten gesunden Hirngewebes führt.
Bei Subjekten mit diesen Entzündungserkrankungen
wandern große
Mengen an Leukozyten die Blut-Hirn-Barriere (BBB) entlang. Die Leukozyten
setzen toxische Mediatoren frei, die eine weitreichende Gewebeschädigung verursachen,
die zu einer beeinträchtigten
Nervenleitung und zur Lähmung
führt.
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In
anderen Organsystemen findet die Gewebeschädigung auch über einen
Adhäsionsmechanismus statt,
der zur Wanderung oder Aktivierung von Leukozyten führt. Zum
Beispiel wurde gezeigt, daß der
anfängliche
Insult nach einer Myokardischämie
des Herzgewebes durch einen Leukozyteneintritt in das verletzte
Gewebe weiter verkompliziert werden kann, so daß ein noch weiterer Insult
die Folge ist (Vedder et al.4). Andere entzündliche
Zustände,
die durch einen Adhäsionsmechanismus
vermittelt werden, sind u.a. zum Beispiel Asthma5-7,
Alzheimer-Krankheit, Atherosklerose8-9,
AIDS-Demenz10, Diabetes11-13 (einschließlich akutem
Jugenddiabetes), entzündliche
Darmerkrankung14 (einschließlich Colitis
ulcerosa und Morbus Crohn), multiple Sklerose15-16 rheumatoide
Arthritis17-20, Gewebetransplantation21, Tumormetastasen22-27,
Meningitis, Enzephalitis, Apoplexie und andere Hirntraumata, Nephritis,
Retinitis, atopische Dermatitis, Psoriasis, Myokardischämie und
akute leukozytenvermittelte Lungenverletzung, wie z.B. diejenige,
die beim Atemnotsyndrom bei Erwachsenen auftritt.
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Angesichts
des Obigen wären
Assays zur Ermittlung des α4β7-Gehalts in einer biologischen Probe, die α4β7 enthält, geeignet,
zum Beispiel um α4β7-vermittelte Zustände zu diagnostizieren. Trotz
dieser Fortschritte beim Verständnis
der Leukozytenadhäsion
befaßt
man sich im Stand der Technik erst seit kurzem mit der Verwendung
von Adhäsionsinhibitoren
bei der Behandlung von Hirnentzündungserkrankungen
und anderen Entzündungserkrankungen28,29. Die vorliegende Erfindung behandelt
diese und andere Bedürfnisse.
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Heterocyclen
mit Wirkung als Leukozytenadhäsionsinhibitoren
und VLA-4-Antagonisten sind aus der
EP
0 842 945 bekannt, und 5-Ring-Heterocyclen mit Wirkung
als Leukozytenadhäsionsinhibitoren
und VLA-4-Antagonisten sind aus der
EP
0 842 943 bekannt. In der
US
5 728 686 werden Alkylxanthinphosphonate und Alkylxanthinphosphinoxid
offenbart, die zur Behandlung von Muskelatrophie, Kachexie, Muskeldystrophie, Sepsis,
septischem Schock, endotoxischem Schock, Systemic-Inflammation-Response-Syndrom, Atemnotsyndrom
bei Erwachsenen, zerebraler Malaria, chronischer Lungenentzündung, Lungensarkoidose,
Reperfusionsverletzung, Narbenbildung, Darmentzündung und Colitis ulcerosa,
als Folge von Infektionen, erworbenem Immunschwächesyndrom, Krebs, Trauma und
anderen Störungen
mit erhöhtem
Eiweißverlust,
Störungen
des peripheren Kreislaufs, Störungen
mit veränderter
Leukozytenadhäsion
und auch Störungen,
die begleitet werden von einer erhöhten oder nach oben geregelten
Tumornekrosefaktorproduktion, wie z.B. rheumatoider Arthritis, rheumatoider
Spondylitis, osteoarthritis und anderen arthritischen Störungen.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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In
einem Aspekt stellt diese Erfindung eine Verbindung der Formel I
zur Verfügung:
wobei:
A zusammen mit
-CH- und W eine Gruppe bildet, ausgewählt aus Cycloalkyl oder Heterocyclus
oder mit Oxo (=O) substituiertem Heterocyclus,
Q Alkylen ist,
W
-CH- oder -N- ist,
Z O ist,
R
1 ausgewählt ist
aus der Gruppe, bestehend aus Aryl, substituiertem Aryl, Heteroaryl
oder substituiertem Heteroaryl, wobei das substituierte Aryl oder
Heteroaryl substituiert ist mit 1 bis 3 Substituenten, ausgewählt aus der
Gruppe, bestehend aus Hydroxy, Alkyl, Alkoxy, Amino, Cyano, Halogen,
Nitro, Aryl und Heteroaryl,
R
2 H ist,
R
2 -(Alkylen)-Ar-R
6 ist,
wobei Ar Aryl ist, gegebenenfalls substituiert mit einem oder zwei
Substituenten, unabhängig
ausgewählt
aus Hydroxy, Alkyl, Alkoxy, Amino, Cyano, Halogen, Nitro und Heteroaryl,
und R
6 Wasserstoff oder -O-C(O)NR
7R
8 ist, wobei R
7 und R
8 unabhängig ausgewählt sind
aus der Gruppe, bestehend aus Wasserstoff, Alkyl, substituiertem
Alkyl, Cycloalkyl, Heterocyclus oder substituiertem Heterocyclus,
oder R
7 und R
8 verbunden
sind, um einen Heterocyclus oder substituierten Heterocyclus zu
bilden,
R
4 H ist,
R
10 -C(O)OR
d ist, wobei R
d ausgewählt ist
aus der Gruppe, bestehend aus Wasserstoff, Alkyl, Alkenyl, Alkinyl, Cy
und Cy-Alkyl, wobei Alkyl, Alkenyl, Alkinyl und Cy gegebenenfalls
substituiert sind mit einem bis vier Substituenten, unabhängig ausgewählt aus
Halogen, Amino, Carboxy, C
1-4-Alkyl, C
1-4-Alkoxy, Aryl, Aryl-C
1-4-alkyl, Hydroxy,
CF
3 und Aryloxy, wobei Cy ausgewählt ist
aus der Gruppe, bestehend aus Cycloalkyl, Heterocyclyl, Aryl oder
Heteroaryl, oder pharmazeutisch annehmbare Salze, einzelne Isomere,
Isomerenmischungen und Prodrugs davon.
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In
einem zweiten Aspekt stellt diese Erfindung eine pharmazeutische
Zusammensetzung zur Verfügung,
die eine therapeutisch wirksame Menge einer Verbindung der Formel
(I) enthält.
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In
einem dritten Aspekt stellt diese Erfindung die Verwendung einer
Verbindung der Formel I bei der Herstellung eines Medikaments zur
Behandlung einer durch α4β7-Bindung und -Zelladhäsion und -Vermittlung vermittelten
Erkrankung zur Verfügung.
Die Erfindung findet Anwendung bei einem Verfahren zur Behandlung einer
Erkrankung bei einem Säugetier,
das durch Verabreichung eines α4β7-Rezeptorantagonisten behandelt werden kann,
umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen Menge
einer Verbindung der Formel (I) oder ihres pharmazeutisch annehmbaren
Salzes.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Definitionen
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Sofern
nichts anderes angegeben ist, haben die folgenden Bezeichnungen,
die in der Beschreibung und den Ansprüchen verwendet werden, die
nachstehend angegebenen Bedeutungen:
"Alkyl" bedeutet einen linearen oder verzweigten
gesättigten
monovalenten Kohlenstoffrest aus ein bis zehn Kohlenstoffatomen,
vorzugsweise ein bis sechs Kohlenstoffatomen. Diese Bezeichnung
wird veranschaulicht durch Gruppen, wie z.B. Methyl, Ethyl, Propyl,
2-Propyl, tert.-Butyl, n-Heptyl, Octyl.
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"Alkylen" bedeutet einen linearen
oder verzweigten gesättigten
bivalenten Kohlenwasserstoffrest aus ein bis zehn Kohlenstoffatomen,
vorzugsweise ein bis sechs Kohlenstoffatomen. Diese Bezeichnung
wird veranschaulicht durch Gruppen, wie z.B. Methylen, Ethylen,
Propylen, 2-Methylpropylen,
Pentylen.
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"Alkenyl" bedeutet einen linearen
oder verzweigten monovalenten Kohlenwasserstoffrest aus zwei bis zehn
Kohlenstoffatomen, vorzugsweise zwei bis sechs Kohlenstoffatomen,
der wenigstens eine Doppelbindung enthält, vorzugsweise eine oder
zwei Doppelbindung(en). Diese Bezeichnung wird veranschaulicht durch Gruppen,
wie z.B. Ethenyl, Propenyl.
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"Alkenylen" bedeutet einen linearen
oder einen verzweigten monovalenten Kohlenwasserstoffrest aus zwei
bis zehn Kohlenstoffatomen, vorzugsweise zwei bis sechs Kohlenstoffatomen,
der wenigstens eine Doppelbindung enthält. Diese Bezeichnung wird
veranschaulicht durch Gruppen, wie z.B. Ethenylen, 2-Propenylen.
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"Alkinyl" bedeutet einen linearen
oder verzweigten monovalenten Kohlenwasserstoffrest aus zwei bis zehn
Kohlenstoffatomen, vorzugsweise zwei bis sechs Kohlenstoffatomen,
der wenigstens eine Dreifachbindung, vorzugsweise eine oder zwei
Dreifachbindung(en), enthält.
Diese Bezeichnung wird veranschaulicht durch Gruppen, wie z.B. Ethinyl,
Propinyl.
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"Alkinylen" bedeutet einen linearen
oder verzweigten monovalenten Kohlenwasserstoffrest aus zwei bis
zehn Kohlenstoffatomen, vorzugsweise zwei bis sechs Kohlenstoffatomen,
der wenigstens eine Dreifachbindung enthält. Diese Bezeichnung wird
durch Gruppen veranschaulicht, wie z.B. Ethinylen, 2-Propinylen.
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"Halo" oder "Halogen" bedeutet Fluor,
Chlor, Brom und Iod und ist vorzugsweise entweder Chlor oder Brom.
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"Substituiertes Alkyl" bedeutet eine Alkylgruppe,
vorzugsweise aus 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, mit 1 bis 5 Substituenten,
ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus Alkoxy, substituiertem Alkoxy, Acyl,
Acylamino, Thiocarbonylamino, Acyloxy, Amino, Amidino, Alkylamidino,
Thioamidino, Aminoacyl, Aminocarbonylamino, Aminothiocarbonylamino,
Aminocarbonyloxy, Aryl, substituiertem Aryl, Aryloxy, substituiertem
Aryloxy, Aryloxyaryl, substituiertem Aryloxyaryl, Cyano, Halogen,
Hydroxyl, Nitro, Carboxyl, Carboxylalkyl, substituiertem Carboxylalkyl,
Carboxylcycloalkyl, substituiertem Carboxylcycloalkyl, Carboxylaryl,
substituiertem Carboxylaryl, Carboxylheteroaryl, substituiertem
Carboxylheteroaryl, Carboxylheterocyclus, substituiertem Carboxylheterocyclus,
Cycloalkyl, substituiertem Cycloalkyl, Guanidino, Guanidinosulfon,
Thiol, Thioalkyl, substituiertem Thioalkyl, Thioaryl, substituiertem
Thioaryl, Thiocycloalkyl, substituiertem Thiocycloalkyl, Thioheteroaryl,
substituiertem Thioheteroaryl, Thioheterocyclus, substituiertem
Thioheterocyclus, Heteroaryl, substituiertem Heteroaryl, Heterocyclus,
substituiertem Heterocyclus, Cycloalkoxy, substituiertem Cycloalkoxy,
Heteroaryloxy, substituiertem Heteroaryloxy, Heterocyclyloxy, substituiertem
Heterocyclyloxy, Oxycarbonylamino, Oxythiocarbonylamino, -OS(O)2-Alkyl, substituiertem -OS(O)2-Alkyl,
-OS(O)2-Aryl, substituiertem -OS(O)2-Aryl, -OS(O)2-Heteroaryl,
substituiertem -OS(O)2-Heteroaryl, -OS(O)2-Heterocyclus, substituiertem -OS(O)2-Heterocyclus, -OSO2-NRR,
wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist, -NRS(O)2-Alkyl,
substituiertem -NRS(O)2-Alkyl, -NRS(O)2-Aryl, substituiertem -NRS(O)2-Aryl,
-NRS(O)2-Heteroaryl, substituiertem -NRS(O)2-Heteroaryl, -NRS(O)2-Heterocyclus,
substituiertem -NRS(O)2-Heterocyclus, -NRS(O)2-NR-Alkyl, substituiertem -NRS(O)2-NR-Alkyl,
-NRS(O)2-NR-Aryl, substituiertem -NRS(O)2-NR-Aryl, -NRS(O)2-NR-Heteroaryl, substituiertem
-NRS(O)2-NR-Heteroaryl, -NRS(O)2-NR-Heterocyclus,
substituiertem -NRS(O)2-NR-Heterocyclus,
wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist, Mono- und Dialkylamino, Mono-
und Di(substituiert.-alkyl)amino, Mono- und Diarylamino, substituiertem
Mono- und Diarylamino, Mono- und
Diheteroarylamino, substituiertem Mono- und Diheteroarylamino, Mono- und Diheterocycloamino,
substituiertem Mono- und Diheterocycloamino, unsymmetrischen disubstituierten
Aminen mit unterschiedlichen Substituenten, ausgewählt aus
Alkyl, substituiertem Alkyl, Aryl, substituiertem Aryl, Heteroaryl,
substituiertem Heteroaryl, Heterocyclus und substituiertem Heterocyclus,
und substituierte Alkylgruppen mit Aminogruppen, blockiert durch
herkömmliche
Blockiergruppen, wie z.B. Boc, Cbz, Formyl und dergleichen, oder
Alkyl/substituiert.-Alkylgruppen, substituiert mit -SO2-Alkyl,
substituiertem -SO2-Alkyl, -SO2-Alkenyl,
substituiertem -SO2-Alkenyl, -SO2-Cycloalkyl, substituiertem -SO2-Cycloalkyl,
-SO2-Aryl, substituiertem -SO2-Aryl,
-SO2-Heteroaryl, substituiertem -SO2-Heteroaryl, -SO2-Heterocyclus,
substituiertem -SO2-Heterocyclus und -SO2NRR, wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist.
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"Substituiertes Alkylen" bedeutet eine Alkylgruppe,
vorzugsweise aus 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, mit 1 bis 5 Substituenten,
ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus Alkoxy, substituiertem Alkoxy, Acyl,
Acylamino, Thiocarbonylamino, Acyloxy, Amino, Amidino, Alkylamidino,
Thioamidino, Aminoacyl, Aminocarbonylamino, Aminothiocarbonylamino,
Aminocarbonyloxy, Aryl, substituiertem Aryl, Aryloxy, substituiertem
Aryloxy, Aryloxyaryl, substituiertem Aryloxyaryl, Cyano, Halogen,
Hydroxyl, Nitro, Carboxyl, Carboxylalkyl, substituiertem Carboxylalkyl,
Carboxylcycloalkyl, sub stituiertem Carboxylcycloalkyl, Carboxylaryl,
substituiertem Carboxylaryl, Carboxylheteroaryl, substituiertem
Carboxylheteroaryl, Carboxylheterocyclus, substituiertem Carboxylheterocyclus,
Cycloalkyl, substituiertem Cycloalkyl, Guanidino, Guanidinosulfon,
Thiol, Thioalkyl, substituiertem Thioalkyl, Thioaryl, substituiertem
Thioaryl, Thiocycloalkyl, substituiertem Thiocycloalkyl, Thioheteroaryl,
substituiertem Thioheteroaryl, Thioheterocyclus, substituiertem
Thioheterocyclus, Heteroaryl, substituiertem Heteroaryl, Heterocyclus,
substituiertem Heterocyclus, Cycloalkoxy, substituiertem Cycloalkoxy,
Heteroaryloxy, substituiertem Heteroaryloxy, Heterocyclyloxy, substituiertem
Heterocyclyloxy, Oxycarbonylamino, Oxythiocarbonylamino, -OS(O)2-Alkyl, substituiertem -OS(O)2-Alkyl,
-OS(O)2-Aryl, substituiertem -OS(O)2-Aryl, -OS(O)2-Heteroaryl,
substituiertem -OS(O)2-Heteroaryl, -OS(O)2-Heterocyclus, substituiertem -OS(O)2-Heterocyclus, -OSO2-NRR,
wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist, -NRS(O)2-Alkyl,
substituiertem -NRS(O)2-Alkyl, -NRS(O)2-Aryl, substituiertem -NRS(O)2-Aryl,
-NRS(O)2-Heteroaryl, substituiertem -NRS(O)2-Heteroaryl, -NRS(O)2-Heterocyclus,
substituiertem -NRS(O)2-Heterocyclus, -NRS(O)2-NR-Alkyl, substituiertem -NRS(O)2-NR-Alkyl,
-NRS(O)2-NR-Aryl, substituiertem -NRS(O)2-NR-Aryl, -NRS(O)2-NR-Heteroaryl, substituiertem
-NRS(O)2-NR-Heteroaryl, -NRS(O)2-NR-Heterocyclus,
substituiertem -NRS(O)2-NR-Heterocyclus,
wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist, Mono- und Dialkylamino, Mono-
und Di(substituiert.-alkyl)amino, Mono- und Diarylamino, substituiertem
Mono- und Diarylamino, Mono- und
Diheteroarylamino, substituiertem Mono- und Diheteroarylamino, Mono- und Diheterocycloamino,
substituiertem Mono- und Diheterocycloamino, unsymmetrischen disubstituierten
Aminen mit unterschiedlichen Substituenten, ausgewählt aus
Alkyl, substituiertem Alkyl, Aryl, substituiertem Aryl, Heteroaryl,
substituiertem Heteroaryl, Heterocyclus und substituiertem Heterocyclus,
und substituierte Alkylgruppen mit Aminogruppen, blockiert durch
herkömmliche
Blockiergruppen, wie z.B. Boc, Cbz, Formyl, oder Alkyl/substituiert.-Alkylgruppen,
substituiert mit -SO2-Alkyl, substituiertem -SO2-Alkyl,
-SO2-Alkenyl, substituiertem -SO2-Alkenyl,
-SO2-Cycloalkyl, substituiertem -SO2-Cycloalkyl, -SO2-Aryl, substituiertem
-SO2-Aryl, -SO2-Heteroaryl,
substituiertem -SO2-Heteroaryl, -SO2-Heterocyclus, substituiertem -SO2-Heterocyclus und -SO2NRR,
wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist.
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"Substituiertes Alkenyl" bedeutet Alkenylgruppen
mit 1 bis 5 Substituenten, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend
aus Alkoxy, substituiertem Alkoxy, Acyl, Acylamino, Thiocarbonylamino,
Acyloxy, Amino, Amidino, Alkylamidino, Thioamidino, Aminoacyl, Aminocarbonylamino, Aminothiocarbonylamino,
Aminocarbonyloxy, Aryl, substituiertem Aryl, Aryloxy, substituiertem
Aryloxy, Aryloxyaryl, substituiertem Aryloxyaryl, Halogen, Hydroxyl,
Cyano, Nitro, Carboxyl, Carboxylalkyl, substituiertem Carboxylalkyl,
Carboxylcycloalkyl, substituiertem Carboxylcycloalkyl, Carboxylaryl,
substituiertem Carboxylaryl, Carboxylheteroaryl, substituiertem
Carboxylheteroaryl, Carboxylheterocyclus, substituiertem Carboxylheterocyclus,
Cycloalkyl, substituiertem Cycloalkyl, Guanidino, Guanidinosulfon,
Thiol, Thioalkyl, substituiertem Thioalkyl, Thioaryl, substituiertem
Thioaryl, Thiocycloalkyl, substituiertem Thiocycloalkyl, Thioheteroaryl,
substituiertem Thioheteroaryl, Thioheterocyclus, substituiertem
Thioheterocyclus, Heteroaryl, substituiertem Heteroaryl, Heterocyclus,
substituiertem Heterocyclus, Cycloalkoxy, substituiertem Cycloalkoxy,
Heteroaryloxy, substituiertem Heteroaryloxy, Heterocyclyloxy, substituiertem
Heterocyclyloxy, Oxycarbonylamino, Oxythiocarbonylamino, -OS(O)2-Alkyl, substituiertem -OS(O)2-Alkyl,
-OS(O)2-Aryl, substituiertem -OS(O)2-Aryl, -OS(O)2-Heteroaryl,
substituiertem -OS(O)2-Heteroaryl, -OS(O)2-Heterocyclus,
substituiertem -OS(O)2-Heterocyclus, -OSO2-NRR, wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist,
-NRS(O)2-Alkyl, substituiertem -NRS(O)2-Alkyl, -NRS(O)2-Aryl,
substituiertem -NRS(O)2-Aryl, -NRS(O)2-Heteroaryl, substituiertem -NRS(O)2-Heteroaryl, -NRS(O)2-Heterocyclus,
substituiertem -NRS(O)2-Heterocyclus, -NRS(O)2-NR-Alkyl, substituiertem -NRS(O)2-NR-Alkyl, -NRS(O)2-NR-Aryl,
substituiertem -NRS(O)2-NR-Aryl, -NRS(O)2-NR-Heteroaryl,
substituiertem -NRS(O)2-NR-Heteroaryl, -NRS(O)2-NR-Heterocyclus, substituiertem -NRS(O)2-NR-Heterocyclus, wobei R Wasserstoff oder
Alkyl ist, Mono- und Dialkylamino, Mono- und Di(substituiert.-alkyl)amino,
Mono- und Diarylamino, substituiertem Mono- und Diarylamino, Mono-
und Diheteroarylamino, substituiertem Mono- und Diheteroarylamino,
Mono- und Diheterocycloamino, substituiertem Mono- und Diheterocycloamino,
unsymmetrischen disubstituierten Aminen mit unterschiedlichen Substituenten,
ausgewählt
aus Alkyl, substituiertem Alkyl, Aryl, substituiertem Aryl, Heteroaryl,
substituiertem Heteroaryl, Heterocyclus und substituiertem Heterocyclus,
und substituierte Alkenylgruppen mit Aminogruppen, blockiert durch
herkömmliche
Blockiergruppen, wie z.B. Boc, Cbz, Formyl, oder Alkenyl/substituiert.-Alkenylgruppen,
substituiert mit -SO2-Alkyl, substituiertem
-SO2-Alkyl, -SO2-Alkenyl,
substituiertem -SO2-Alkenyl, -SO2-Cycloalkyl, substituiertem -SO2-Cycloalkyl,
-SO2-Aryl, substituiertem -SO2-Aryl, -SO2-Heteroaryl, substituiertem -SO2-Heteroaryl,
-SO2-Heterocyclus, substituiertem -SO2-Heterocyclus und -SO2NRR,
wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist.
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"Substituiertes Alkinyl" bedeutet Alkinylgruppen
mit 1 bis 5 Substituenten, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend
aus Alkoxy, substituiertem Alkoxy, Acyl, Acylamino, Thiocarbonylamino,
Acyloxy, Amino, Amidino, Alkylamidino, Thioamidino, Aminoacyl, Aminocarbonylamino,
Aminothiocarbonylamino, Aminocarbonyloxy, Aryl, substituiertem Aryl,
Aryloxy, substituiertem Aryloxy, Aryloxyaryl, substituiertem Aryloxyaryl,
Halogen, Hydroxyl, Cyano, Nitro, Carboxyl, Carboxylalkyl, substituiertem
Carboxylalkyl, Carboxylcycloalkyl, substituiertem Carboxylcycloalkyl,
Carboxylaryl, substituiertem Carboxylaryl, Carboxylheteroaryl, substituiertem
Carboxylheteroaryl, Carboxylheterocyclus, substituiertem Carboxylheterocyclus,
Cycloalkyl, substituiertem Cycloalkyl, Guanidino, Guanidinosulfon,
Thiol, Thioalkyl, substituiertem Thioalkyl, Thioaryl, substituiertem
Thioaryl, Thiocycloalkyl, substituiertem Thiocycloalkyl, Thioheteroaryl,
substituiertem Thioheteroaryl, Thioheterocyclus, substituiertem
Thioheterocyclus, Heteroaryl, substituiertem Heteroaryl, Heterocyclus,
substituiertem Heterocyclus, Cycloalkoxy, substituiertem Cycloalkoxy,
Heteroaryloxy, substituiertem Heteroaryloxy, Heterocyclyloxy, substituiertem
Heterocyclyloxy, Oxycarbonylamino, Oxythiocarbonylamino, -OS(O)2-Alkyl, substituiertem -OS(O)2-Alkyl,
-OS(O)2-Aryl, substituiertem -OS(O)2-Aryl, -OS(O)2-Heteroaryl,
substituiertem -OS(O)2-Heteroaryl, -OS(O)2-Heterocyclus,
substituiertem -OS(O)2-Heterocyclus, -OSO2-NRR, wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist,
-NRS(O)2-Alkyl, substituiertem -NRS(O)2-Alkyl, -NRS(O)2-Aryl,
substituiertem -NRS(O)2-Aryl, -NRS(O)2-Heteroaryl, substituiertem -NRS(O)2-Heteroaryl, -NRS(O)2-Heterocyclus,
substituiertem -NRS(O)2-Heterocyclus, -NRS(O)2-NR-Alkyl, substituiertem -NRS(O)2-NR-Alkyl, -NRS(O)2-NR-Aryl,
substituiertem -NRS(O)2-NR-Aryl, -NRS(O)2-NR-Heteroaryl,
substituiertem -NRS(O)2-NR-Heteroaryl, -NRS(O)2-NR-Heterocyclus, substituiertem -NRS(O)2-NR-Heterocyclus, wobei R Wasserstoff oder
Alkyl ist, Mono- und Dialkylamino, Mono- und Di(substituiert.-alkyl)amino,
Mono- und Diarylamino, substituiertem Mono- und Diarylamino, Mono-
und Diheteroarylamino, substituiertem Mono- und Diheteroarylamino,
Mono- und Diheterocycloamino, substituiertem Mono- und Diheterocycloamino,
unsymmetrischen disubstituierten Aminen mit unterschiedlichen Substituenten,
ausgewählt
aus Alkyl, substituiertem Alkyl, Aryl, substituiertem Aryl, Heteroaryl,
substituiertem Heteroaryl, Heterocyclus und substituiertem Heterocyclus,
und substituierte Alkinylgruppen mit Aminogruppen, blockiert durch
herkömmliche
Blockiergruppen, wie z.B. Boc, Cbz, Formyl, oder Alkinyl/substituiert.-Alkinylgruppen,
substituiert mit -SO2-Alkyl, substituiertem
-SO2-Alkyl, -SO2-Alkenyl,
substituiertem -SO2-Alkenyl, -SO2-Cycloalkyl, substituiertem -SO2-Cycloalkyl,
-SO2-Aryl, substituiertem -SO2-Aryl, -SO2-Heteroaryl, substituiertem -SO2- Heteroaryl, -SO2-Heterocyclus, substituiertem -SO2-Heterocyclus und -SO2NRR,
wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist.
-
"Cycloalkyl" bedeutet cyclische
Alkylgruppen mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen mit einem einzelnen cyclischen
Ring, der gegebenenfalls an einen Aryl-, Heteroaryl-, substituierten
Aryl- oder substituierten Heteroarylring kondensiert ist, z.B. Cyclopropyl,
Cyclobutyl, Cyclopentyl, Cyclooctyl.
-
"Cycloalkenyl" bedeutet cyclische
Alkenylgruppen mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen mit einer einzigen oder
mehreren Ungesättigtheiten,
die jedoch nicht aromatisch sind.
-
"Substituiertes Cycloalkyl" und "substituiertes Cycloalkenyl" bedeuten Cycloalkyl-
und Cycloalkenylgruppen, vorzugsweise aus 3 bis 8 Kohlenstoffatomen,
mit 1 bis 5 Substituenten, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend
aus Oxo (=O), Thioxo (=S), Alkoxy, substituiertem Alkoxy, Acyl,
Acylamino, Thiocarbonylamino, Aryloxy, Amino, Amidino, Alkylamidino,
Thioamidino, Aminoacyl, Aminocarbonylamino, Aminothiocarbonylamino,
Aminocarbonyloxy, Aryl, substituiertem Aryl, Aryloxy, substituiertem
Aryloxy, Aryloxyaryl, substituiertem Aryloxyaryl, Halogen, Hydroxyl,
Cyano, Nitro, Carboxyl, Carboxylalkyl, substituiertem Carboxylalkyl,
Carboxylcycloalkyl, substituiertem Carboxylcycloalkyl, Carboxylaryl,
substituiertem Carboxylaryl, Carboxylheteroaryl, substituiertem
Carboxylheteroaryl, Carboxylheterocyclus, substituiertem Carboxylheterocyclus,
Cycloalkyl, substituiertem Cycloalkyl, Guanidino, Guanidinosulfon,
Thiol, Thioalkyl, substituiertem Thioalkyl, Thioaryl, substituiertem
Thioaryl, Thiocycloalkyl, substituiertem Thiocycloalkyl, Thioheteroaryl,
substituiertem Thioheteroaryl, Thioheterocyclus, substituiertem
Thioheterocyclus, Heteroaryl, substituiertem Heteroaryl, Heterocyclus, substituiertem
Heterocyclus, Cycloalkoxy, substituiertem Cycloalkoxy, Heteroaryloxy,
substituiertem Heteroaryloxy, Heterocyclyloxy, substituiertem Heterocyclyloxy,
Oxycarbonylamino, Oxythiocarbonylamino, -OS(O)2-Alkyl,
substituiertem -OS(O)2-Alkyl, -OS(O)2-Aryl, substituiertem -OS(O)2-Aryl,
-OS(O)2-Heteroaryl, substituiertem -OS(O)2-Heteroaryl, -OS(O)2-Heterocyclus,
substituiertem -OS(O)2-Heterocyclus, -OSO2-NRR, wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist,
-NRS(O)2-Alkyl, substituiertem -NRS(O)2-Alkyl, -NRS(O)2-Aryl,
substituiertem -NRS(O)2-Aryl, -NRS(O)2-Heteroaryl, substituiertem -NRS(O)2-Heteroaryl, -NRS(O)2-Heterocyclus,
substituiertem -NRS(O)2-Heterocyclus, -NRS(O)2-NR-Alkyl, substituiertem -NRS(O)2-NR-Alkyl,
-NRS(O)2-NR-Aryl, substituiertem -NRS(O)2-NR-Aryl, -NRS(O)2-NR-Heteroaryl, substituiertem
-NRS(O)2-NR-Heteroaryl, -NRS(O)2-NR-Heterocyclus,
substituiertem -NRS(O)2-NR-Heterocyclus,
wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist, Mono- und Dialkylamino, Mono-
und Di(substituiert.-alkyl)amino, Mono- und Diarylamino, substituiertem
Mono- und Diarylamino, Mono- und
Diheteroarylamino, substituiertem Mono- und Diheteroarylamino, Mono- und Diheterocycloamino,
substituiertem Mono- und Diheterocycloamino, unsymmetrischen disubstituierten
Aminen mit unterschiedlichen Substituenten, ausgewählt aus
Alkyl, substituiertem Alkyl, Aryl, substituiertem Aryl, Heteroaryl,
substituiertem Heteroaryl, Heterocyclus und substituiertem Heterocyclus,
und substituierte Alkinylgruppen mit Aminogruppen, blockiert durch
herkömmliche
Blockiergruppen, wie z.B. Boc, Cbz, Formyl, oder Alkinyl/substituiert.-Alkinylgruppen,
substituiert mit -SO2-Alkyl, substituiertem
-SO2-Alkyl, -SO2-Alkenyl,
substituiertem -SO2-Alkenyl, -SO2-Cycloalkyl,
substituiertem -SO2-Cycloalkyl, -SO2-Aryl, substituiertem -SO2-Aryl, -SO2-Heteroaryl, substituiertem -SO2-Heteroaryl,
-SO2-Heterocyclus, substituiertem -SO2-Heterocyclus und -SO2NRR,
wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist.
-
"Aryl" oder "Ar" bedeutet eine ungesättigte aromatische
carbocyclische Gruppe mit 6 bis 14 Kohlenstoffatomen und einem einzigen
Ring (z.B. Phenyl) oder mehreren kondensierten Ringen (z.B. Naphthyl
oder Anthryl), die gegebenenfalls an ein Heteroaryl, substituiertes
Heteroaryl, Cycloalkyl oder einen heterocyclischen Ring (z.B. 2-Benzoxazolinon,
2H-1,4-Benzoxazin-3(4H)-on-7-yl)
kondensiert sein können.
Bevorzugte Aryle sind u.a. Phenyl und Naphthyl.
-
"Substituiertes Aryl" bedeutet Arylgruppen,
die substituiert sind mit 1 bis 3 Substituenten, ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus Hydroxy, Acyl, Acylamino, Thiocarbonylamino,
Acyloxy, Alkyl, substituiertem Alkyl, Alkoxy, substituiertem Alkoxy,
Alkenyl, substituiertem Alkenyl, Alkinyl, substituiertem Alkinyl,
Amidino., Alkylamidino, Thioamidino, Amino, Aminoacyl, Aminocarbonyloxy,
Aminocarbonylamino, Aminothiocarbonylamino, Aryl, substituiertem
Aryl, Aryloxy, substituiertem Aryloxy, Cycloalkoxy, substituiertem
Cycloalkoxy, Heteroaryloxy, substituiertem Heteroaryloxy, Heterocyclyloxy,
substituiertem Heterocyclyloxy, Carboxyl, Carboxylalkyl, substituiertem
Carboxylalkyl, Carboxylcycloalkyl, substituiertem Carboxylcycloalkyl,
Carboxylaryl, substituiertem Carboxylaryl, Carboxylheteroaryl, substituiertem
Carboxylheteroaryl, Carboxylheterocyclus, substituiertem Carboxylheterocyclus,
Carboxylamido, Cyano, Thiol, Thioalkyl, substituiertem Thioalkyl,
Thioaryl, substituiertem Thioaryl, Thioheteroaryl, substituiertem
Thioheteroaryl, Thiocycloalkyl, substituiertem Thiocycloalkyl, Thioheterocyclus,
substituiertem Thioheterocyclus, Cycloalkyl, substituiertem Cycloalkyl,
Guanidino, Guanidinosulfon, Halogen, Nitro, Heteroaryl, substituiertem
Heteroaryl, Heterocyclus, substituiertem Heterocyclus, Cycloalkoxy,
substituiertem Cycloalkoxy, Heteroaryloxy, substituiertem Heteroaryloxy,
Heterocyclyloxy, substituiertem Heterocyclyloxy, Oxycarbonylamino,
Oxythiocarbonylamino, -S(O)2-Alkyl, substituiertem
-S(O)2-Alkyl, -S(O)2-Cycloalkyl,
substituiertem -S(O)2-Cycloalkyl, -S(O)2-Alkenyl, substituiertem -S(O)2-Alkenyl, -S(O)2-Aryl, substituiertem -S(O)2-Aryl,
-S(O)2-Heteroaryl, substituiertem -S(O)2-Heteroaryl, -S(O)2-Heterocyclus,
substituiertem -S(O)2-Heterocyclus, -OS(O)2-Alkyl, substituiertem -OS(O)2-Alkyl,
-OS(O)2-Aryl,
substituiertem -OS(O)2-Aryl, -OS(O)2-Heteroaryl, substituiertem -OS(O)2-Heteroaryl, -OS(O)2-Heterocyclus,
substituiertem -OS(O)2-Heterocyclus, -OSO2-NRR, wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist,
-NRS(O)2-Alkyl, substituiertem -NRS(O)2-Alkyl, -NRS(O)2-Aryl,
substituiertem -NRS(O)2-Aryl, -NRS(O)2-Heteroaryl,
substituiertem -NRS(O)2-Heteroaryl, -NRS(O)2-Heterocyclus,
substituiertem -NRS(O)2-Heterocyclus, -NRS(O)2-NR-Alkyl, substituiertem -NRS(O)2-NR-Alkyl, -NRS(O)2-NR-Aryl,
substituiertem -NRS(O)2-NR-Aryl, -NRS(O)2-NR-Heteroaryl, substituiertem -NRS(O)2-NR-Heteroaryl,
-NRS(O)2-NR-Heterocyclus, substituiertem
-NRS(O)2-NR-Heterocyclus, wobei R Wasserstoff
oder Alkyl ist, Mono- und Dialkylamino, Mono- und Di(substituiert.-alkyl)amino, Mono-
und Diarylamino, substituiertem Mono- und Diarylamino, Mono- und
Diheteroarylamino, substituiertem Mono- und Diheteroarylamino, Mono- und Diheterocycloamino,
substituiertem Mono- und
Diheterocycloamino, unsymmetrischen disubstituierten Aminen mit
unterschiedlichen Substituenten, ausgewählt aus Alkyl, substituiertem
Alkyl, Aryl, substituiertem Aryl, Heteroaryl, substituiertem Heteroaryl,
Heterocyclus und substituiertem Heterocyclus, und Aminogruppen am
substituierten Aryl, blockiert durch herkömmliche Blockiergruppen, wie
z.B. Boc, Cbz, Formyl, oder substituiert mit -SO2NRR,
wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist.
-
"Heteroaryl" bedeutet eine aromatische
carbocyclische Gruppe aus 2 bis 10 Kohlenstoffatomen und 1 bis 4
Heteroatomen, ausgewählt
aus Sauerstoff, Stickstoff und Schwefel, innerhalb des Rings. Die
Heteroarylgruppe kann gegebenenfalls an einen Aryl-, substituierten
Aryl- oder einen heterocyclischen Ring kondensiert sein. Solche
Heteroarylgruppen können
einen einzigen Ring (z.B. Pyridin oder Furyl) oder mehrere kondensierte
Ringe (z.B. Indolizinyl oder Benzothienyl) besitzen. Bevorzugte
Heteroaryle sind u.a. Pyridyl, Pyrrolyl, Indolyl und Furyl.
-
"Substituiertes Heteroaryl" bedeutet Heteroarylgruppen,
die substituiert sind mit 1 bis 3 Substituenten, ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus Hydroxy, Acyl, Acylamino, Thiocarbonylamino,
Acyloxy, Alkyl, substituiertem Alkyl, Alkoxy, substituiertem Alkoxy,
Alkenyl, substituiertem Alkenyl, Alkinyl, substituiertem Alkinyl, Amidino,
Alkylamidino, Thioamidino, Amino, Aminoacyl, Aminocarbonyloxy, Aminocarbonylamino,
Aminothiocarbonylamino, Aryl, substituiertem Aryl, Aryloxy, substituiertem
Aryloxy, Cycloalkoxy, substituiertem Cycloalkoxy, Heteroaryloxy,
substituiertem Heteroaryloxy, Heterocyclyloxy, substituiertem Heterocyclyloxy,
Carboxyl, Carboxylalkyl, substituiertem Carboxylalkyl, Carboxylcycloalkyl,
substituiertem Carboxylcycloalkyl, Carboxylaryl, substituiertem
Carboxylaryl, Carboxylheteroaryl, substituiertem Carboxylheteroaryl,
Carboxylheterocyclus, substituiertem Carboxylheterocyclus, Carboxylamido,
Cyano, Thiol, Thioalkyl, substituiertem Thioalkyl, Thioaryl, substituiertem
Thioaryl, Thioheteroaryl, substituiertem Thioheteroaryl, Thiocycloalkyl,
substituiertem Thiocycloalkyl, Thioheterocyclus, substituiertem
Thioheterocyclus, Cycloalkyl, substituiertem Cycloalkyl, Guanidino,
Guanidinosulfon, Halogen, Nitro, Heteroaryl, substituiertem Heteroaryl,
Heterocyclus, substituiertem Heterocyclus, Cycloalkoxy, substituiertem
Cycloalkoxy, Heteroaryloxy, substituiertem Heteroaryloxy, Heterocyclyloxy,
substituiertem Heterocyclyloxy, Oxycarbonylamino, Oxythiocarbonylamino,
-S(O)2-Alkyl, substituiertem -S(O)2-Alkyl,
-S(O)2-Cycloalkyl, substituiertem -S(O)2-Cycloalkyl, -S(O)2-Alkenyl, substituiertem
-S(O)2-Alkenyl, -S(O)2-Aryl,
substituiertem -S(O)2-Aryl, -S(O)2-Heteroaryl, substituiertem -S(O)2-Heteroaryl, -S(O)2-Heterocyclus, substituiertem
-S(O)2-Heterocyclus, -OS(O)2-Alkyl,
substituiertem -OS(O)2-Alkyl, -OS(O)2-Aryl, substituiertem -OS(O)2-Aryl,
-OS(O)2-Heteroaryl, substituiertem -OS(O)2-Heteroaryl, -OS(O)2-Heterocyclus,
substituiertem -OS(O)2-Heterocyclus, -OSO2-NRR, wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist,
-NRS(O)2-Alkyl, substituiertem -NRS(O)2-Alkyl, -NRS(O)2-Aryl,
substituiertem -NRS(O)2-Aryl, -NRS(O)2-Heteroaryl, substituiertem -NRS(O)2-Heteroaryl, -NRS(O)2-Heterocyclus,
substituiertem -NRS(O)2-Heterocyclus, -NRS(O)2-NR-Alkyl, substituiertem -NRS(O)2-NR-Alkyl,
-NRS(O)2-NR-Aryl, substituiertem -NRS(O)2-NR-Aryl, -NRS(O)2-NR-Heteroaryl, substituiertem
-NRS(O)2-NR-Heteroaryl, -NRS(O)2-NR-Heterocyclus,
substituiertem -NRS(O)2-NR-Heterocyclus,
wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist, Mono- und Dialkylamino, Mono-
und Di(substituiert.-alkyl)amino, Mono- und Diarylamino, substituiertem
Mono- und Diarylamino, Mono- und
Diheteroarylamino, substituiertem Mono- und Diheteroarylamino, Mono- und Diheterocycloamino,
substituiertem Mono- und Diheterocycloamino, unsymmetrischen disubstituierten
Aminen mit unterschiedlichen Sub- stituenten, ausgewählt aus
Alkyl, substituiertem Alkyl, Aryl, substituiertem Aryl, Heteroaryl,
substituiertem Heteroaryl, Heterocyclus und substituiertem Heterocyclus,
und Aminogruppen am substituierten Aryl, blockiert durch herkömmliche
Blockiergruppen, wie z.B. Boc, Cbz, Formyl, oder substituiert mit
-SO2NRR, wobei R Wasserstoff oder Alkyl
ist.
-
"Heterocyclus" oder "heterocyclisch" bedeutet eine gesättigte oder
ungesättigte
Gruppe mit einem einzigen Ring oder mit mehreren kondensierten Ringen
aus 1 bis 10 Kohlenstoffatomen und 1 bis 4 Heteroatomen, ausgewählt aus
Stickstoff, Schwefel oder Sauerstoff, innerhalb des Rings, wobei
in kondensierten Ringsystemen einer oder mehrere der Ringe Aryl
oder Heteroaryl sein können.
-
"Substituierter Heterocyclus" bedeutet heterocyclische
Gruppen, die substituiert sind mit 1 bis 3 Substituenten, ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus Oxo (=O), Thioxo (=S), Alkoxy, substituiertem
Alkoxy, Acyl, Acylamino, Thiocarbonylamino, Aryloxy, Amino, Amidino,
Alkylamidino, Thioamidino, Aminoacyl, Aminocarbonylamino, Aminothiocarbonylamino,
Aminocarbonyloxy, Aryl, substituiertem Aryl, Aryloxy, substituiertem Aryloxy,
Aryloxyaryl, substituiertem Aryloxyaryl, Halogen, Hydroxyl, Cyano,
Nitro, Carboxyl, Carboxylalkyl, substituiertem Carboxylalkyl, Carboxylcycloalkyl,
substituiertem Carboxylcycloalkyl, Carboxylaryl, substituiertem
Carboxylaryl, Carboxylheteroaryl, substituiertem Carboxylheteroaryl,
Carboxylheterocyclus, substituiertem Carboxylheterocyclus, Cycloalkyl,
substituiertem Cycloalkyl, Guanidino, Guanidinosulfon, Thiol, Thioalkyl, substituiertem
Thioalkyl, Thioaryl, substituiertem Thioaryl, Thiocycloalkyl, substituiertem
Thiocycloalkyl, Thioheteroaryl, substituiertem Thioheteroaryl, Thioheterocyclus,
substituiertem Thioheterocyclus, Heteroaryl, substituiertem Heteroaryl,
Heterocyclus, substituiertem Heterocyclus, Cycloalkoxy, substituiertem
Cycloalkoxy, Heteroaryloxy, substituiertem Heteroaryloxy, Heterocyclyloxy,
substituiertem Heterocyclyloxy, Oxycarbonylamino, Oxythiocarbonylamino,
-OS(O)2-Alkyl, substituiertem -OS(O)2-Alkyl, -OS(O)2-Aryl,
substituiertem -OS(O)2-Aryl, -OS(O)2-Heteroaryl, substituiertem -OS(O)2-Heteroaryl, -OS(O)2-Heterocyclus,
substituiertem -OS(O)2-Heterocyclus, -OSO2-NRR, wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist,
-NRS(O)2-Alkyl, substituiertem -NRS(O)2-Alkyl, -NRS(O)2-Aryl,
substituiertem -NRS(O)2-Aryl, -NRS(O)2-Heteroaryl, substituiertem -NRS(O)2-Heteroaryl, -NRS(O)2-Heterocyclus,
substituiertem -NRS(O)2-Heterocyclus, -NRS(O)2-NR-Alkyl, substituiertem -NRS(O)2-NR-Alkyl,
-NRS(O)2-NR-Aryl, substituiertem -NRS(O)2-NR-Aryl, -NRS(O)2-NR-Heteroaryl, substituiertem
-NRS(O)2-NR-Heteroaryl, -NRS(O)2-NR-Heterocyclus,
substituiertem -NRS(O)2-NR-Heterocyclus,
wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist, Mono- und Dialkylamino, Mono-
und Di(substituiert.-alkyl)amino, Mono- und Diarylamino, substituiertem
Mono- und Diarylamino, Mono- und
Diheteroarylamino, substituiertem Mono- und Diheteroarylamino, Mono- und Diheterocycloamino,
substituiertem Mono- und Diheterocycloamino, unsymmetrischen disubstituierten
Aminen mit unterschiedlichen Substituenten, ausgewählt aus
Alkyl, substituiertem Alkyl, Aryl, substituiertem Aryl, Heteroaryl,
substituiertem Heteroaryl, Heterocyclus und substituiertem Heterocyclus,
und substituierte Alkinylgruppen mit Aminogruppen, blockiert durch
herkömmliche
Blockiergruppen, wie z.B. Boc, Cbz, Formyl, oder Alkinyl/substituiert.-Alkinylgruppen,
substituiert mit -SO2-Alkyl, substituiertem
-SO2-Alkyl, -SO2-Alkenyl,
substituiertem -SO2-Alkenyl, -SO2-Cycloalkyl,
substituiertem -SO2-Cycloalkyl, -SO2-Aryl, substituiertem -SO2-Aryl,
-SO2-Heteroaryl, substituiertem -SO2-Heteroaryl, -SO2-Heterocyclus,
substituiertem -SO2-Heterocyclus und -SO2NRR, wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist.
-
Beispiele
für Heterocyclen
und Heteroaryle sind u.a., ohne jedoch darauf beschränkt zu sein,
Azetidin, Pyrrol, Imidazol, Pyrazol, Pyridin, Pyrazin, Pyrimidin,
Pyridazin, Indolizin, Isoindol, Indol, Dihydroindol, Indazol, Purin,
Chinolizin, Isochinolin, Chinolin, Phthalazin, Naphthylpyridin,
Chinoxalin, Chinazolin, Cinnolin, Pteridin, Carbazol, Carbolin,
Phenanthridin, Acridin, Phenanthrolin, Isothiazol, Phenazin, Isoxazol,
Phenoxazin, Phenothiazin, Imidazolidin, Imidazolin, Piperidin, Piperazin,
Indolin, Phthalimid, 1,2,3,4-Tetrahydroisochinolin, 4,5,6,7-Tetrahydrobenzo[b]thiophen,
Thiazol, Thiazolidin, Thiophen, Benzo[b]thiophen, Morpholin, Thiomorpholin,
Piperidinyl, Pyrrolidin, Tetrahydrofuranyl.
-
"Alkoxy" bedeutet die Gruppe "Alkyl-O-", die zum Beispiel
Methoxy, Ethoxy, n-Propoxy, Isopropoxy, n-Butoxy, tert.-Butoxy,
sek.-Butoxy, n-Pentoxy,
n-Hexoxy, 1,2-Dimethylbutoxy umfaßt.
-
"Substituiertes Alkoxy" bedeutet die Gruppe "substituiertes Alkyl-O".
-
"Alkenyloxy" bedeutet die Gruppe "Alkenyl-O-".
-
"Substituiertes Alkenyloxy" bedeutet die Gruppe "substituiertes Alkenyl-O-".
-
"Acyl" bedeutet die Gruppen
-C(O)-H, -C(O)-Alkyl, substituiertes -C(O)-Alkyl, -C(O)-Alkenyl,
substituiertes -C(O)-Alkenyl, -C(O)-Alkinyl, substituiertes -C(O)-Alkinyl,
-C(O)-Cycloalkyl, substituiertes -C(O)-Cycloalkyl, -C(O)-Aryl, substituiertes
-C(O)-Aryl, -C(O)-Heteroaryl, substituiertes -C(O)-Heteroaryl, -C(O)-Heterocyclus
und substituierter -C(O)-Heterocyclus, wobei Alkyl, substituiertes
Alkyl, Alkenyl, substituiertes Alkenyl, Alkinyl, substituiertes
Alkinyl, Cycloalkyl, substituiertes Cycloalkyl, Aryl, substituiertes
Aryl, Heteroaryl, substituiertes Heteroaryl, Heterocyclus und substituierter
Heterocyclus wie hierin definiert sind.
-
"Acylamino" bedeutet die Gruppe
-C(O)NRR, wobei jedes R unabhängig
ausgewählt
ist aus der Gruppe, bestehend aus Wasserstoff, Alkyl, substituiertem
Alkyl, Alkenyl, substituiertem Alkenyl, Alkinyl, substituiertem
Alkinyl, Aryl, substituiertem Aryl, Cycloalkyl, substituiertem Cycloalkyl,
Heteroaryl, substituiertem Heteroaryl, Heterocyclus, substituiertem
Heterocyclus, und wobei jedes R verbunden ist, um, zusammen mit
dem Stickstoffatom, einen heterocyclischen oder substituierten heterocyclischen
Ring zu bilden, wobei Alkyl, substituiertes Alkyl, Alkenyl, substituiertes
Alkenyl, Alkinyl, substituiertes Alkinyl, Cycloalkyl, substituiertes
Cycloalkyl, Aryl, substituiertes Aryl, Heteroaryl, substituiertes
Heteroaryl, Heterocyclus und substituierter Heterocyclus wie hierin
definiert sind.
-
"Thiocarbonylamino" bedeutet die Gruppe
-C(S)NRR, wobei jedes R unabhängig
ausgewählt
ist aus der Gruppe, bestehend aus Wasserstoff, Alkyl, substituiertem
Alkyl, Alkenyl, substituiertem Alkenyl, Alkinyl, substituiertem
Alkinyl, Aryl, substituiertem Aryl, Cycloalkyl, substituiertem Cycloalkyl,
Heteroaryl, substituiertem Heteroaryl, Heterocyclus, substituiertem
Heterocyclus, und wobei jedes R verbunden ist, um, zusammen mit
dem Stickstoffatom, einen heterocyclischen oder substituierten heterocyclischen
Ring zu bilden, wobei Alkyl, substituiertes Alkyl, Alkenyl, substituiertes
Alkenyl, Alkinyl, substituiertes Alkinyl, Cycloalkyl, substituiertes Cycloalkyl,
Aryl, substituiertes Aryl, Heteroaryl, substituiertes Heteroaryl,
Heterocyclus und substituierter Heterocyclus wie hierin definiert
sind.
-
"Acyloxy" bedeutet die Gruppen
-OC(O)-Alkyl, substituiertes -OC(O)-Alkyl, -OC(O)-Alkenyl, substituiertes
-OC(O)-Alkenyl, -OC(O)-Alkinyl, substituiertes -OC(O)-Alkinyl, -OC(O)-Aryl,
substituiertes -OC(O)-Aryl, -OC(O)-Cycloalkyl, substituiertes -OC(O)-Cycloalkyl,
-OC(O)-Heteroaryl, substituiertes -OC(O)-Heteroaryl, -OC(O)-Heterocyclus
und substituierter -OC(O)-Heterocyclus, wobei Alkyl, substituiertes
Alkyl, Alkenyl, substituiertes Alkenyl, Alkinyl, substituiertes
Alkinyl, Cycloalkyl, substituiertes Cycloalkyl, Aryl, substituiertes
Aryl, Heteroaryl, substituiertes Heteroaryl, Heterocyclus und substituierter
Heterocyclus wie hierin definiert sind.
-
"Carboxylalkyl", "substituiertes Carboxylalkyl", "Carboxycycloalkyl", substituiertes "Carboxycycloalkyl", "Carboxyaryl, "substituiertes Carboxyaryl", "Carboxyheteroaryl", "substituiertes Carboxyheteroaryl", "Carboxyheterocyclus", "substituierter Carboxyheterocyclus" bedeuten die Gruppen
-C(O)O-R, wobei R Alkyl, substituiertes Alkyl, Cycloalkyl, substituiertes
Cycloalkyl, Aryl, substituiertes Aryl, Heteroaryl, substituiertes
Heteroaryl, Heterocyclus und substituierter Heterocyclus ist und
diese wie hierin definiert sind.
-
"Amidino" bedeutet die Gruppe
H2NC(=NH)-, und die Bezeichnung "Alkylamidino" bedeutet Verbindungen
mit 1 bis 3 Alkylgruppen (z.B. Alkyl-HNC(=NH)-).
-
"Thioamidino" bedeutet die Gruppe
RSC(=NH)-, wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist.
-
"Aminoacyl" bedeutet die Gruppen
-NRC(O)-Alkyl, substituiertes -NRC(O)-Alkyl, -NRC(O)-Cycloalkyl, substituiertes
-NRC(O)-Cycloalkyl, -NRC(O)-Alkenyl, substituiertes -NRC(O)-Alkenyl,
-NRC(O)-Alkinyl, substituiertes -NRC(O)-Alkinyl, -NRC(O)-Aryl, substituiertes
-NRC(O)-Aryl, -NRC(O)-Heteroaryl,
substituiertes -NRC(O)-Heteroaryl, -NRC(O)-Heterocyclus und substituierter -NRC(O)-Heterocyclus,
wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist und wobei Alkyl, substituiertes
Alkyl, Alkenyl, substituiertes Alkenyl, Alkinyl, substituiertes
Alkinyl, Cycloalkyl, substituiertes Cycloalkyl, Aryl, substituiertes
Aryl, Heteroaryl, substituiertes Heteroaryl, Heterocyclus und substituierter
Heterocyclus wie hierin definiert sind.
-
"Aminocarbonyloxy" bedeutet die Gruppen
-NRC(O)O-Alkyl, substituiertes -NRC(O)O-Alkyl, -NRC(O)O-Alkenyl,
substituiertes -NRC(O)O-Alkenyl,
-NRC(O)O-Alkinyl, substituiertes -NRC(O)O-Alkinyl, -NRC(O)O-Cycloalkyl, substituiertes
-NRC(O)O-Cycloalkyl, -NRC(O)O-Aryl, substituiertes -NRC(O)O-Aryl, -NRC(O)O-Heteroaryl,
substituiertes -NRC(O)O-Heteroaryl,
-NRC(O)O-Heterocyclus und substituierter -NRC(O)O-Heterocyclus,
wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist und wobei Alkyl, substituiertes
Alkyl, Alkenyl, substituiertes Alkenyl, Alkinyl, substituiertes
Alkinyl, Cycloalkyl, substituiertes Cycloalkyl, Aryl, substituiertes
Aryl, Heteroaryl, substituiertes Heteroaryl, Heterocyclus und substituierter
Heterocyclus wie hierin definiert sind.
-
"Oxycarbonylamino" bedeutet die Gruppen
-OC(O)NH2, -CO(O)NRR, -OC(O)NR-Alkyl, substituiertes -OC(O)NR-Alkyl,
-OC(O)NR-Alkenyl, substituiertes -OC(O)NR-Alkenyl, -OC(O)NR-Alkinyl,
substituiertes -OC(O)NR-Alkinyl,
-OC(O)NR-Cycloalkyl, substituiertes -OC(O)NR-Cycloalkyl, -OC(O)NR-Aryl,
substituiertes -OC(O)NR-Aryl, -OC(O)NR-Heteroaryl, substituiertes
-OC(O)NR-Heteroaryl, -OC(O)NR-Heterocyclus und substituierter -OC(O)NR-Heterocyclus,
wobei R Wasserstoff, Alkyl ist oder wobei jedes R verbunden ist,
um, zusammen mit dem Stickstoffatom, einen heterocyclischen oder
substituierten heterocyclischen Ring zu bilden, und wobei Alkyl,
substituiertes Alkyl, Alkenyl, substituiertes Alkenyl, Alkinyl,
substituiertes Alkinyl, Cycloalkyl, substituiertes Cycloalkyl, Aryl,
substituiertes Aryl, Heteroaryl, substituiertes Heteroaryl, Heterocyclus
und substituierter Heterocyclus wie hierin definiert sind.
-
"Oxythiocarbonylamino" bedeutet die Gruppen
-OC(S)NH2, -OC(S)NRR, -OC(S)NR-Alkyl, substituiertes
-OC(S)NR-Alkyl, -OC(S)NR-Alkenyl, substituiertes -OC(S)NR-Alkenyl,
-OC(S)NR-Alkinyl, substituiertes -OC(S)NR-Alkinyl, -OC(S)NR-Cycloalkyl, substituiertes
-OC(S)NR-Cycloalkyl, -OC(S)NR-Aryl, substituiertes -OC(S)NR-Aryl,
-OC(S)NR-Heteroaryl, substituiertes -OC(S)NR-Heteroaryl, -OC(S)NR-Heterocyclus
und substituierter -OC(S)NR-Heterocyclus, wobei R Wasserstoff, Alkyl
ist oder wobei jedes R verbunden ist, um, zusammen mit dem Stickstoffatom,
einen heterocyclischen oder substituierten heterocyclischen Ring
zu bilden, und wobei Alkyl, substituiertes Alkyl, Alkenyl, substituiertes
Alkenyl, Alkinyl, substituiertes Alkinyl, Cycloalkyl, substituiertes
Cycloalkyl, Aryl, substituiertes Aryl, Heteroaryl, substituiertes
Heteroaryl, Heterocyclus und substituierter Heterocyclus wie hierin
definiert sind.
-
"Aminocarbonylamino" bedeutet die Gruppen
-NRC(O)NRR, -NRC(O)NR-Alkyl,
substituiertes -NRC(O)NR-Alkyl, -NRC(O)NR-Alkenyl, substituiertes
-NRC(O)NR-Alkenyl, -NRC(O)NR-Alkinyl, substituiertes -NRC(O)NR-Alkinyl,
-NRC(O)NR-Aryl, substituiertes -NRC(O)NR-Aryl, -NRC(O)NR-Cycloalkyl,
substituiertes -NRC(O)NR-Cycloalkyl, -NRC(O)NR-Heteroaryl und substituiertes
-NRC(O)NR-Heteroaryl, -NRC(O)NR-Heterocyclus und substituierter
-NRC(O)NR-Heterocyclus, wobei jedes R unabhängig Wasserstoff, Alkyl ist
oder wobei jedes R verbunden ist, um, zusammen mit dem Stickstoffatom,
einen heterocyclischen oder substituierten heterocyclischen Ring
zu bilden, und wobei eine der Aminogruppen durch herkömmliche
Blockiergruppen, wie z.B. Boc, Cbz, Formyl, blockiert ist und wobei
Alkyl, substituiertes Alkyl, Alkenyl, substituiertes Alkenyl, Alkinyl,
substituiertes Alkinyl, Cycloalkyl, substituiertes Cycloalkyl, Aryl,
substituiertes Aryl, Heteroaryl, substituiertes Heteroaryl, Heterocyclus
und substituierter Heterocyclus wie hierin definiert sind.
-
"Aminothiocarbonylamino"bedeutet die Gruppen
-NRC(S)NRR, -NRC(S)NR-Alkyl,
substituiertes -NRC(S)NR-Alkyl, -NRC(S)NR-Alkenyl, substituiertes
-NRC(S)NR-Alkenyl, -NRC(S)NR-Alkinyl, substituiertes -NRC(S)NR-Alkinyl,
-NRC(S)NR-Aryl, substituiertes -NRC(S)NR-Aryl, -NRC(S)NR-Cycloalkyl,
substituiertes -NRC(S)NR-Cycloalkyl, -NRC(S)NR-Heteroaryl und substituiertes
-NRC(S)NR-Heteroaryl, -NRC(S)NR-Heterocyclus und substituierter
-NRC(S)NR-Heterocyclus, wobei jedes R unabhängig Wasserstoff, Alkyl ist
oder wobei jedes R verbunden ist, um, zusammen mit dem Stickstoffatom,
einen heterocyclischen oder substituierten heterocyclischen Ring
zu bilden, und wobei eine der Aminogruppen durch herkömmliche
Blockier gruppen, wie z.B. Boc, Cbz, Formyl und dergleichen, blockiert
ist und wobei Alkyl, substituiertes Alkyl, Alkenyl, substituiertes
Alkenyl, Alkinyl, substituiertes Alkinyl, Cycloalkyl, substituiertes
Cycloalkyl, Aryl, substituiertes Aryl, Heteroaryl, substituiertes
Heteroaryl, Heterocyclus und substituierter Heterocyclus wie hierin
definiert sind.
-
"Aryloxy" bedeutet die Gruppe
Aryl-O-, die zum Beispiel Phenoxy, Naphthoxy umfaßt.
-
"Substituiertes Aryloxy" bedeutet substituierte
Aryl-O-Gruppen. "Aryloxyaryl" bedeutet die Gruppe -Aryl-O-aryl.
-
"Cycloalkoxy" bedeutet -O-Cycloalkylgruppen.
-
"Substituiertes Cycloalkoxy" bedeutet -O-substituierte
Cycloalkylgruppen.
-
"Cycloalkenyloxy" bedeutet -O-Cycloalkenylgruppen. "Substituiertes Cycloalkenoxy" bedeutet substituierte
-O-Cycloalkenylgruppen.
-
"Substituiertes Aryloxyaryl" bedeutet Aryloxyarylgruppen,
die an einem der Arylringe oder an oder beiden substituiert sind
mit 1 bis 3 Substituenten, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend
aus Hydroxy, Acyl, Acylamino, Thiocarbonylamino, Acyloxy, Alkyl,
substituiertem Alkyl, Alkoxy, substituiertem Alkoxy, Alkenyl, substituiertem
Alkenyl, Alkinyl, substituiertem Alkinyl, Amidino, Alkylamidino,
Thioamidino, Amino, Aminoacyl, Aminocarbonyloxy, Aminocarbonylamino,
Aminothiocarbonylamino, Aryl, substituiertem Aryl, Aryloxy, substituiertem
Aryloxy, Cycloalkoxy, substituiertem Cycloalkoxy, Heteroaryloxy,
substituiertem Heteroaryloxy, Heterocyclyloxy, substituiertem Heterocyclyloxy,
Carboxyl, Carboxylalkyl, substituiertem Carboxylalkyl, Carboxylcycloalkyl,
substituiertem Carboxylcycloalkyl, Carboxylaryl, substituiertem
Carboxylaryl, Carboxylheteroaryl, substituiertem Carboxylheteroaryl,
Carboxylheterocyclus, substituiertem Carboxylheterocyclus, Carboxylamido,
Cyano, Thiol, Thioalkyl, substituiertem Thioalkyl, Thioaryl, substituiertem
Thioaryl, Thioheteroaryl, substituiertem Thioheteroaryl, Thiocycloalkyl,
substituiertem Thiocycloalkyl, Thioheterocyclus, substituiertem
Thioheterocyclus, Cycloalkyl, substituiertem Cycloalkyl, Guanidino,
Guanidinosulfon, Halogen, Nitro, Heteroaryl, substituiertem Heteroaryl,
Heterocyclus, substituiertem Heterocyclus, Cycloalkoxy, substituiertem
Cycloalkoxy, Heteroaryloxy, substituiertem Heteroaryloxy, Heterocyclyloxy,
substituiertem Heterocyclyloxy, Oxycarbonylamino, Oxythiocarbonylamino,
-S(O)2-Alkyl, substituiertem -S(O)2-Alkyl, -S(O)2-Cycloalkyl,
substituiertem -S(O)2-Cycloalkyl, -S(O)2-Alkenyl, substituiertem -S(O)2-Alkenyl,
-S(O)2-Aryl, substituiertem -S(O)2-Aryl, -S(O)2-Heteroaryl,
substituiertem -S(O)2-Heteroaryl, -S(O)2-Heterocyclus, substituiertem -S(O)2-Heterocyclus, -OS(O)2-Alkyl, substituiertem
-OS(O)2-Alkyl, -OS(O)2-Aryl,
substituiertem -OS(O)2-Aryl, -OS(O)2-Heteroaryl, substituiertem -OS(O)2-Heteroaryl,
-OS(O)2-Heterocyclus, substituiertem -OS(O)2-Heterocyclus, -OSO2-NRR,
wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist, -NRS(O)2-Alkyl,
substituiertem -NRS(O)2-Alkyl, -NRS(O)2-Aryl, substituiertem -NRS(O)2-Aryl,
-NRS(O)2-Heteroaryl, substituiertem -NRS(O)2-Heteroaryl, -NRS(O)2-Heterocyclus,
substituiertem -NRS(O)2-Heterocyclus, -NRS(O)2-NR-Alkyl, substituiertem -NRS(O)2-NR-Alkyl, -NRS(O)2-NR-Aryl,
substituiertem -NRS(O)2-NR-Aryl, -NRS(O)2-NR-Heteroaryl,
substituiertem -NRS(O)2-NR-Heteroaryl, -NRS(O)2-NR-Heterocyclus, substituiertem -NRS(O)2-NR-Heterocyclus, wobei R Wasserstoff oder
Alkyl ist, Mono- und Dialkylamino, Mono- und Di(substituiert.-alkyl)amino,
Mono- und Diarylamino, substituiertem Mono- und Diarylamino, Mono- und Diheteroarylamino,
substituiertem Mono- und Diheteroarylamino, Mono- und Diheterocycloamino,
substituiertem Mono- und Diheterocycloamino, unsymmetrischen disubstituierten
Aminen mit unterschiedlichen Substituenten, ausgewählt aus
Alkyl, substituiertem Alkyl, Aryl, substituiertem Aryl, Heteroaryl,
substituiertem Heteroaryl, Heterocyclus und substituiertem Heterocyclus,
und Aminogruppen am substituierten Aryl, blockiert durch herkömmliche
Blockiergruppen, wie z.B. Boc, Cbz, Formyl, oder substituiert mit -SO2NRR, wobei R Wasserstoff oder Alkyl ist.
-
"Guanidino" bedeutet die Gruppen
-NRC(=NR)NRR, -NRC(=NR)NR-Alkyl, substituiertes -NRC(=NR)NR-Alkyl,
-NRC(=NR)NR-Alkenyl, substituiertes -NRC(=NR)NR-Alkenyl, -NRC(=NR)NR-Alkinyl, substituiertes
-NRC(=NR)NR-Alkinyl,
-NRC(=NR)NR-Aryl, substituiertes -NRC(=NR)NR-Aryl, -NRC(=NR)NR-Cycloalkyl, -NRC(=NR)NR-Heteroaryl,
substituiertes -NRC(=NR)NR-Heteroaryl, -NRC(=NR)NR-Heterocyclus
und substituierter -NRC(=NR)NR-Heterocyclus, wobei jedes R unabhängig Wasserstoff
und Alkyl ist und wobei eine der Aminogruppen durch eine herkömmliche
Blockiergruppe, wie z.B. Boc, Cbz, Formyl, blockiert ist und wobei
Alkyl, substituiertes Alkyl, Alkenyl, substituiertes Alkenyl, Alkinyl,
substituiertes Alkinyl, Cycloalkyl, substituiertes Cycloalkyl, Aryl,
substituiertes Aryl, Heteroaryl, substituiertes Heteroaryl, Heterocyclus
und substituierter Heterocyclus wie hierin definiert sind.
-
"Guanidinosulfon" bedeutet die Gruppen
-NRC(=NR)NRSO2-Alkyl, substituiertes -NRC(=NR)NRSO2-Alkyl, -NRC(=NR)NRSO2-Alkenyl,
substituiertes -NRC(=NR)NRSO2-Alkenyl, -NRC(=NR)NRSO2-Alkinyl, substituiertes -NRC(=NR)NRSO2-Alkinyl, -NRC(=NR)NRSO2-Aryl,
substituiertes -NRC(=NR)NRSO2-Aryl, -NRC(=NR)NRSO2-Cycloalkyl, substituiertes -NRC(=NR)NRSO2-Cycloalkyl, -NRC(=NR)NRSO2-Heteroaryl
und substituiertes -NRC(=NR)NRSO2-Heteroaryl,
-NRC(=NR)NRSO2-Heterocyclus und substituierter
-NRC(=NR)NRSO2-Heterocyclus, wobei jedes
R unabhängig
Wasserstoff und Alkyl ist und wobei Alkyl, substituiertes Alkyl,
Alkenyl, substituiertes Alkenyl, Alkinyl, substituiertes Alkinyl,
Cycloalkyl, substituiertes Cycloalkyl, Aryl, substituiertes Aryl,
Heteroaryl, substituiertes Heteroaryl, Heterocyclus und substituierter
Heterocyclus wie hierin definiert sind.
-
"Heteroaryloxy" bedeutet die Gruppe
-O-Heteroaryl, und "substituiertes
Heteroaryloxy" bedeutet
die Gruppe substituiertes -O-Heteroaryl.
-
"Heterocyclyloxy" bedeutet die Gruppe
-O-Heterocyclus, und "substituiertes
Heterocyclyloxy" bedeutet die
Gruppe substituierter -O-Heterocyclus.
-
"Lactam" bedeutet einen Ring,
der eine Gruppe -C(O)-NR- als Teil des Rings enthält, wobei
R Alkyl, substituiertes Alkyl, Aryl, substituiertes Aryl, Cycloalkyl,
substituiertes Cycloalkyl, Heterocyclus, substituierter Heterocyclus,
Heteroaryl, substituiertes Heteroaryl und -C(O)OR bedeutet.
-
"Thiol bedeutet die
Gruppe -SH.
-
"Thioalkyl" bedeutet die Gruppen
-S-Alkyl.
-
"Substituiertes Thioalkyl" bedeutet die Gruppe
substituiertes -S-Alkyl.
-
"Thiocycloalkyl" bedeutet die Gruppen
-S-Cycloalkyl.
-
"Substituiertes Thiocycloalkyl" bedeutet die Gruppe
substituiertes -S-Cycloalkyl.
-
"Thioaryl" bedeutet die Gruppe
-S-Aryl, und "substituiertes
Thioaryl" bedeutet
die Gruppe substituiertes -S-Aryl.
-
"Thioheteroaryl" bedeutet die Gruppe
-S-Heteroaryl, und "substituiertes
Thioheteroaryl" bedeutet
die Gruppe substituiertes -S-Heteroaryl.
-
"Thioheterocyclus" bedeutet die Gruppe
-S-Heterocyclus, und "substituierter
Thioheterocyclus" bedeutet
die Gruppe substituierter -S-Heterocyclus.
-
"Prodrugs" bedeutet eine beliebige
Verbindung, die einen wirksamen Stamm-Arzneistoff gemäß der Formel
(I) in vivo freisetzt, wenn ein solches Prodrug an ein Säugetier-Subjekt
verabreicht wird. Prodrugs einer Verbindung der Formel (I) werden
durch Modifizierung von funktionellen Gruppen, die in der Verbindung
der Formel (I) vorhanden sind, in einer Weise, daß die Modifizierungen
in vivo gespalten werden können,
um die Stammverbindung freizusetzen, hergestellt. Prodrugs sind
u.a. Verbindungen der Formel (I), bei denen eine Hydroxy-, Amino-,
Carboxy- oder Sulfhydrylgruppe in Verbindung I an irgendeine Gruppe,
die in vivo gespalten werden kann, um die freie Hydroxy-, Amino-,
Carboxy- bzw. Sulfhydrylgruppe freizusetzen, gebunden ist. Beispiele
für Prodrugs
sind u.a., ohne jedoch darauf beschränkt zu sein, Ester (z.B. Acetat-,
Format- und Benzoatderivate)
in Verbindungen der Formel (I).
-
"Gegebenenfalls" bedeutet, daß der nachfolgend
beschriebene Vorfall oder Umstand stattfinden kann, jedoch nicht
stattfinden muß,
und daß die
Beschreibung Fälle
umfaßt,
bei denen der Vorfall oder Umstand stattfindet, und Fälle umfaßt, bei
denen er nicht stattfindet. Zum Beispiel bedeutet "heterocyclische Gruppe, gegebenenfalls
mono- oder disubstituiert mit einer Alkylgruppe", daß das Alkyl vorhanden sein
kann, es jedoch nicht vorhanden sein muß, und daß die Beschreibung Situationen
umfaßt,
bei denen die heterocyclische Gruppe mit einer Alkylgruppe mono-
oder disubstituiert ist, und Situationen umfaßt, bei denen die heterocyclische Gruppe
nicht mit der Alkylgruppe substituiert ist.
-
Verbindungen,
welche die gleiche Molekülformel
besitzen, die sich jedoch in der Beschaffenheit oder Abfolge der
Bindung ihrer Atome oder hinsichtlich der Anordnung ihrer Atome
im Raum unterscheiden, werden "Isomere" genannt. Isomere,
die sich hinsichtlich der Anordnung ihrer Atome im Raum unterscheiden,
werden "Stereoisomere" genannt. Stereoisomere,
die keine Spiegelbilder zueinander sind, werden "Diastereomere" genannt, und diejenigen, die Spiegelbilder
zueinander sind und sich nicht zur Deckung bringen lassen, werden "Enantiomere" bezeichnet. Wenn
eine Verbindung ein asymmetrisches Zentrum besitzt, zum Beispiel
wenn sie an vier verschiedene Gruppen gebunden ist, ist ein Enantiomerenpaar
möglich.
Ein Enantiomer kann durch die absolute Konfiguration seines Asymmetriezentrums
charakterisiert werden und wird durch die R- und S-Abfolgeregeln
von Cahn und Prelog beschrieben, oder es kann durch die Art charakterisiert
werden, wie das Molekül
die Ebene des polarisierten Lichts dreht, und als rechtsdrehend
oder linksdrehend bezeichnet werden (d.h. als (+)- bzw. (–)-Isomer).
Eine chirale Verbindung kann entweder als einzelnes Enantiomer oder
als eine Mischung davon existieren. Eine Mischung, die gleiche Teile
der Enantiomere enthält,
wird als "racemische
Mischung" bezeichnet.
-
Die
Verbindungen dieser Erfindung können
ein oder mehrere Asymmetriezentren besitzen, solche Verbindungen
können
daher als einzelne (R)- oder
(S)-Stereoisomere oder als eine Mischung davon erzeugt werden. Zum
Beispiel kann, wenn das C-Kohlenstoffatom, an das die -Q-Ar1-Gruppe in einer Verbindung der Formel (I)
gebunden ist, ein Asymmetriezentrum ist, die Verbindung der Formel
(I) als ein (R)- oder (S)-Stereoisomer existieren. Sofern nichts
anderes angegeben ist, soll die Beschreibung oder Benennung einer
speziellen Verbindung in der Beschreibung und den Ansprüchen sowohl
einzelne Enantiomere als auch Mischungen davon, die racemisch oder
andersartig sind, umfassen. Die Verfahren zur Ermittlung der Stereochemie
und zur Trennung von Stereoisomeren sind im Stand der Technik gut
bekannt (siehe die Diskussion in Kapitel 4 von "Advanced Organic Chemistry", 4. Auflage, J.
March, John Wiley and Sons, New York, 1992) .
-
Ein "pharmazeutisch annehmbarer
Hilfsstoff" bedeutet
einen Hilfsstoff, der zur Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung
geeignet ist, welche im allgemeinen sicher, nichttoxisch und weder
biologisch noch anderweitig unerwünscht ist, und er umfaßt einen
Hilfsstoff, der zur tiermedizinischen Verwendung sowie zur pharmazeutischen
Verwendung beim Menschen annehmbar ist. Ein "pharmazeutisch annehmbarer Hilfsstoff", wie in der Beschreibung
und in den Ansprüchen
verwendet, umfaßt
sowohl einen als auch mehr als einen solchen Hilfsstoff.
-
"Pharmazeutisch annehmbares
Salz" bedeutet pharmazeutisch
annehmbare Salze einer Verbindung der Formel I, wobei die Salze
von einer Vielzahl organischer und anorganischer Gegenionen abgeleitet
sind, welche im Stand der Technik bekannt sind, und zum Beispiel
Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Ammonium, Tetraalkylammonium
und dergleichen umfassen; und wenn das Molekül eine basische Funktionalität enthält, sind
Salze von organischen oder anorganischen Säuren, wie z.B. Hydrochlorid,
Hydrobromid, Tartrat, Mesylat, Acetat, Maleat, Oxalat und dergleichen,
umfaßt.
-
"Behandeln" oder "Behandlung" einer Erkrankung
umfaßt:
- (1) Verhinderung der Erkrankung, d.h. zu bewirken,
daß sich
die klinischen Symptome der Erkrankung bei einem Säugetier,
das der Erkrankung ausgesetzt oder für die Erkrankung empfänglich ist,
das jedoch noch keine Symptome der Erkrankung verspürt oder
zeigt, nicht ausbilden,
- (2) Inhibierung der Erkrankung, d.h. das Aufhalten oder Verringern
der Entwicklung der Erkrankung oder deren klinischer Symptome, oder
- (3) Lindern der Erkrankung, d.h. das Bewirken eines Rückgangs
der Erkrankung oder deren klinischer Symptome.
-
Eine "therapeutisch wirksame
Menge" bedeutet
die Menge einer Verbindung, die, wenn sie an ein Säugetier
zur Behandlung einer Erkrankung verabreicht wird, ausreicht, um
eine solche Behandlung der Erkrankung zu bewirken. Die "therapeutisch wirksame
Menge" wird in Abhängigkeit
von der Verbindung, der Erkrankung und der Schwere und des Alters,
des Gewichts usw. des zu behandelnden Säugetiers variieren.
-
Repräsentative Verbindungen der
Formel (I):
-
- I. Repräsentative
Verbindungen der Formel (I), bei denen Q -CH2-
ist, A zusammen mit -CH- und W Cyclohexan bildet, Z -O- ist, R2 und R4 Wasserstoff
sind, R10 -COOH ist und andere Gruppen wie
nachstehend definiert sind, sind:
- II. Repräsentative
Verbindungen der Formel (I), wobei Q -CH2-
ist, A zusammen mit -CH- und W 2-Oxazolidon bildet, Z -O- ist, R2 und R4 Wasserstoff
sind, R10 -COOH ist und die anderen Gruppen
wie nachstehend definiert sind, sind:
-
BEVORZUGTE AUSFÜHRUNGSFORMEN
-
Während die
breiteste Definition dieser Erfindung in der Zusammensetzung der
Erfindung dargestellt ist, sind bestimmte Verbindungen der Formel
(I) bevorzugt.
-
Gruppe I
-
- 1. Eine bevorzugte Gruppe von Verbindungen
der Formel (I) ist diejenige, worin:
A zusammen mit -CH- und
W eine Cycloalkylgruppe bildet, vorzugsweise Cyclopropyl, Cyclopentyl
oder Cyclohexyl, besonders bevorzugt Cyclohexyl.
- 2. Eine weitere bevorzugte Gruppe von Verbindungen ist diejenige,
worin:
A zusammen mit -C(H)P- und w
eine heterocyclische Gruppe oder eine heterocyclische Gruppe, mit
Oxo (=O) substituiert, bildet, vorzugsweise 2-Oxooxazolidin.
-
Innerhalb
dieser bevorzugten Gruppe (I) (1-2) ist eine bevorzugtere Gruppe
von Verbindungen diejenige, worin:
R10 -COORd ist, wobei Rd Wasserstoff
oder Alkyl ist, vorzugsweise Wasserstoff.
-
Innerhalb
dieser bevorzugten und bevorzugteren Gruppen ist eine noch bevorzugtere
Gruppe von Verbindungen diejenige, worin:
R3 ist:
-(Alkylen)-Ar-R6, vorzugsweise -CH2Ar-O-CONR7R8, wobei Ar Aryl
ist, vorzugsweise
3-[(CH3)2NC(O)O-]
Benzyl,
4 –[(CH3)2NC(O)O-] Benzyl
,
4-[(Piperidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(Piperidin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(1-Methylpiperidin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Hydroxypiperidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Formyloxypiperidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Ethoxycarbonylpiperidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Carboxypiperidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(3-Hydroxymethylpiperidin-1-yl)(C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Hydroxymethylpiperidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Phenyl-1-Boc-piperidin-4-yl)C(O)-]benzyl,
4-[(4-Piperidon-1-ylethylenketal)C(O)O-]benzyl,
4-[(Piperazin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(1-Boc-Piperazin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Methylpiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Methylhomopiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-(2-Hydroxyethylpiperazin-l-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Phenylpiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-(Pyridin-2-yl)piperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-(4-Trifluormethylpyridin-2-yl)piperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-(Pyrimidin-2-yl)piperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Acetylpiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Benzoylpiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-(Pyridin-4-ylcarbonyl)piperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-(PhenylNHCO-)piperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-(PhenylNHCS-)piperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Methansulfonylpiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Trifluormethansulfonylpiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(Morpholin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
3-Nitro-4-[(morpholin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(Thiomorpholin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(1,1-Dioxothiomorpholin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(Pyrrolidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-((2-Methylpyrrolidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(2-Methoxycarbonylpyrrolidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(2-Hydroxymethylpyrrolidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(2-N,N-Dimethylaminoethyl)(methyl)NC(O)O-]benzyl,
4-[(2-(N-Methyl-N-4-toluylsulfonylaminoethyl)(methyl)NC(O)O-]benzyl,
4-[(2-Morpholin-4-ylethyl)(methyl)NC(O)O-]benzyl,
4-[(2-Hydroxyethyl)(methyl)NC(O)O-]benzyl,
4-[(Bis(2-hydroxyethyl)NC(O)O-]benzyl,
4-((2-Formyloxyethyl)(methyl)NC(O)O-]benzyl,
4-[(CH3OCOCH2)NHC(O)O-]Benzyl,
4-[(2-(PhenylNHCOO)ethyl]NHC(O)O-]benzyl,
3-Chlor-4-[(CH3)2NC(O)O-]benzyl,
3-Chlor-4-[(4-methylpiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
3-Chlor-4-((4-(pyridin-2-yl)piperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
3-Chlor-4-[(thiomorpholin-4-yl)C(O)O-]benzyl
und
3-Fluor-4-[(CH3)2NC(O)O-]benzyl.
-
Innerhalb
dieser bevorzugten, bevorzugteren und noch bevorzugteren Gruppen
ist eine besonders bevorzugte Gruppe von Verbindungen diejenige,
worin:
R1 ein Aryl- oder substituierter
Arylring ist, vorzugsweise Phenyl oder substituiertes Phenyl, wobei
das genannte substituierte Aryl oder Phenyl mit 1 bis 3 Substituenten,
ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus Hydroxy, Alkyl, Alkoxy, Amino, Cyano,
Halogen, Nitro, Aryl und Heteroaryl, substituiert ist, oder
R1 ein Heteroaryl- oder substituierter Heteroarylring
ist, wobei das substituierte Heteroaryl substituiert ist mit 1 bis
3 Substituenten, ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus Hydroxy, Alkyl, Alkoxy, Amino, Cyano,
Halogen, Nitro, Aryl und Heteroaryl.
-
Gruppe II
-
Eine
weitere bevorzugte Gruppe von Verbindungen ist diejenige, worin:
R3 ist:
-(Alkylen)-Ar-R6,
vorzugsweise -CH2-Ar-O-CONR7R8, wobei Ar Aryl ist, vorzugsweise
3-[(CH3)2NC(O)O-]Benzyl,
4-[(CH3)2NC(O)O-]Benzyl,
4-[(Piperidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(Piperidin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(1-Methylpiperidin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Hydroxypiperidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Formyloxypiperidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Ethoxycarbonylpiperidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Carboxypiperidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(3-Hydroxymethylpiperidin-1-yl)(C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Hydroxymethylpiperidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Phenyl-1-Boc-piperidin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
4-((4-Piperidon-1-ylethylenketal)C(O)O-]benzyl,
4-[(Piperazin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(1-Boc-Piperazin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Methylpiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-((4-Methylhomopiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-(2-Hydroxyethylpiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Phenylpiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-(Pyridin-2-yl)piperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-(4-Trifluormethylpyridin-2-yl)piperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-(Pyrimidin-2-yl)piperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Acetylpiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Benzoylpiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-(Pyridin-4-ylcarbonyl)piperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-(PhenylNHCO-)piperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-(PhenylNHCS-)piperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Methansulfonylpiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Trifluormethansulfonylpiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-((Morpholin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
3-Nitro-4-[(morpholin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(Thiomorpholin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
4-((1,1-Dioxothiomorpholin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(Pyrrolidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(2-Methylpyrrolidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(2-Methoxycarbonylpyrrolidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(2-Hydroxymethylpyrrolidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-((2-N,N-Dimethylaminoethyl)(methyl)NC(O)O-]benzyl,
4-[(2-(N-Methyl-N-4-toluylsulfonylaminoethyl)(methyl)NC(O)O-]benzyl,
4-[(2-Morpholin-4-ylethyl)(methyl)NC(O)O-]benzyl,
4-[(2-Hydroxyethyl)(methyl)NC(O)O-]benzyl,
4-[(Bis(2-hydroxyethyl)NC(O)O-]benzyl,
4-[(2-Formyloxyethyl)(methyl)NC(O)O-]benzyl,
4-[(CH3OCOCH2)NHC(O)O-]Benzyl,
4-[(2-(PhenylNHCOO)ethyl]NHC(O)O-]benzyl,
3-Chlor-4-[(CH3)2NC(O)O-]benzyl,
3-Chlor-4-[(4-methylpiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
3-Chlor-4-((4-(pyridin-2-yl)piperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
3-Chlor-4-[(thiomorpholin-4-yl)C(O)O-]benzyl
und
3-Fluor-4-[(CH3)2NC(O)O-]benzyl.
-
Innerhalb
dieser bevorzugten Gruppe II ist eine bevorzugtere Gruppe von Verbindungen
diejenige, worin:
R10 -COOH ist.
-
Innerhalb
dieser bevorzugten und bevorzugteren Gruppen ist eine noch bevorzugtere
Gruppe von Verbindungen, diejenige, worin: Q vorzugsweise Methylen
ist,
R1 Aryl oder substituiertes Aryl,
vorzugsweise Phenyl oder substituiertes Phenyl ist, wobei das substituierte Aryl
oder das substituierte Phenyl mit 1 bis 3 Substituenten substituiert
ist, ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus Hydroxy, Alkyl, Alkoxy, Amino, Cyano,
Halogen, Nitro, Aryl und Heteroaryl.
-
Innerhalb
dieser bevorzugten, bevorzugteren und noch bevorzugteren Gruppen
ist eine besonders bevorzugte Gruppe von Verbindungen diejenige,
worin:
- 1. A zusammen mit -CH- und w eine Cycloalkylgruppe
bildet, vorzugsweise Cyclopropyl, Cyclopentyl oder Cyclohexyl, besonders
bevorzugt Cyclohexyl.
- 2. Eine weitere bevorzugte Gruppe von Verbindungen diejenige
ist, worin:
A zusammen mit -CH- und w eine heterocyclische
Gruppe oder eine heterocyclische Gruppe, mit Oxo (=O) substituiert,
bildet, vorzugsweise 2-Oxooxazolidin.
-
Gruppe III
-
Eine
weitere bevorzugte Gruppe von Verbindungen ist diejenige, worin
R1 Aryl oder substituiertes Aryl ist, wobei
das substituierte Aryl substituiert ist mit 1 bis 3 Substituenten,
ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus Hydroxy, Alkyl, Alkoxy, Amino, Cyano,
Halogen, Nitro, Aryl und Heteroaryl, vorzugsweise Phenyl, oder
R1 Heteroaryl oder substituiertes Heteroaryl
ist, wobei das substituierte Heteroaryl substituiert ist mit 1 bis
3 Substituenten, ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus Hydroxy, Alkyl, Alkoxy, Amino, Cyano,
Halogen, Nitro und Heteroaryl.
-
Innerhalb
dieser Gruppen ist eine bevorzugtere Gruppe von Verbindungen diejenige,
worin Rd Wasserstoff oder Alkyl ist.
-
Innerhalb
dieser bevorzugten Gruppen ist eine bevorzugtere Gruppe von Verbindungen
diejenige, worin:
Q vorzugsweise Methylen ist und R7 ist:
-(Alkylen)-Ar-R6,
vorzugsweise -CH2-Ar-O-CONR7R8, wobei Ar
Aryl ist, vorzugsweise
3- [ (CH3)2NC(O)O-]Benzyl,
4- [ (CH3)2NC(O)O-]Benzyl,
4-[(Piperidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(Piperidin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(1-Methylpiperidin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Hydroxypiperidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Formyloxypiperidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Ethoxycarbonylpiperidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Carboxypiperidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(3-Hydroxymethylpiperidin-1-yl)(C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Hydroxymethylpiperidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Phenyl-1-Boc-piperidin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Piperidon-1-ylethylenketal)C(O)O-]benzyl,
4-[(Piperazin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(1-Boc-Piperazin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Methylpiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Methylhomopiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-(2-Hydroxyethylpiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Phenylpiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-(Pyridin-2-yl)piperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-(4-Trifluormethylpyridin-2-yl)piperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-(Pyrimidin-2-yl)piperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Acetylpiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Benzoylpiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-(Pyridin-4-ylcarbonyl)piperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-(PhenylNHCO-)piperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-(PhenylNHCS-)piperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Methansulfonylpiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(4-Trifluormethansulfonylpiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(Morpholin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
3-Nitro-4-[(morpholin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(Thiomorpholin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(1,1-Dioxothiomorpholin-4-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(Pyrrolidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(2-Methylpyrrolidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(2-Methoxycarbonylpyrrolidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(2-Hydroxymethylpyrrolidin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
4-[(2-N,N-Dimethylaminoethyl)(methyl)NC(O)O-]benzyl,
4-[(2-(N-Methyl-N-4-toluylsulfonylaminoethyl)(methyl)NC(O)O-]benzyl,
4-[(2-Morpholin-4-ylethyl)(methyl)NC(O)O-]benzyl,
4-[(2-Hydroxyethyl)(methyl)NC(O)O-]
benzyl,
4-[(Bis(2-hydroxyethyl)NC(O)O-]benzyl,
4-[(2-Formyloxyethyl)(methyl)NC(O)O-]benzyl,
4-[(CH3COOCH2)NHC(O)O-]
Benzyl,
4-[(2-(PhenylNHCOO)ethyl]NHC(O)O-]benzyl,
3-Chlor-4-[(CH3)2NC(O)O-)benzyl,
3-Chlor-4-[(4-methylpiperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
3-Chlor-4-[(4-(pyridin-2-yl)piperazin-1-yl)C(O)O-]benzyl,
3-Chlor-4-[(thiomorpholin-4-yl)C(O)O-]benzyl
und
3-Fluor-4-[(CH3)2NC(O)O-]benzyl.
-
Innerhalb
dieser bevorzugten und bevorzugteren Gruppen ist eine noch bevorzugtere
Gruppe von Verbindungen diejenige, worin:
- 1.
A zusammen mit -CH- und W eine Cycloalkylgruppe bildet, vorzugsweise
Cyclopropyl, Cyclopentyl oder Cyclohexyl, besonders bevorzugt Cyclohexyl.
- 2. Eine weitere bevorzugte Gruppe von Verbindungen diejenige
ist, worin:
A zusammen mit -CH- und W eine heterocyclische
Gruppe oder eine mit Oxo (=O) substituierte heterocyclische Gruppe
bildet, vorzugsweise 2-oxooxazolidin.
-
ALLGEMEINE SYNTHESE
-
Die
Verbindungen dieser Erfindung können
durch die in den nachstehend gezeigten Reaktionsschemata beschriebenen
Synthesen hergestellt werden.
-
Die
Ausgangsmaterialien und Reagenzien, die bei der Herstellung dieser
Verbindungen verwendet werden, sind entweder von kommerziellen Zulieferern,
wie z.B. Aldrich Chemical Co. (Milwaukee, Wisconsin, USA), Bachem
(Torrance, California, USA), Emka-Chemie oder Sigma (St. Louis,
Missouri, USA) erhältlich oder
werden durch den Fachleuten bekannte Verfahren durch Nacharbeiten
der in Literaturquellen wie Fieser and Fieser's Reagents for Organic Synthesis, Bände 1-15
(John Wiley and Sons, 1991); Rodd's Chemistry of Carbon Compounds, Bände 1-5
und Ergänzungsbände (Elsevier
Science Publishers, 1989), Organic Reactions, Bände 1-40 (John Wiley and Sons,
1991), March's Advanced
Organic Chemistry (John Wiley and Sons, 4. Auflage) und Larock's Comprehensive Organic
Transformations (VCH Publishers Inc., 1989) beschriebenen Verfahren
hergestellt. Diese Schemata sind lediglich beispielhaft für einige
Verfahren, durch die die Verbindungen dieser Erfindung synthetisiert
werden können,
und verschiedene Modifizierungen dieser Schemata können durch geführt werden
und werden dem Fachmann, der sich mit dieser Offenbarung befaßt hat,
vorgeschlagen.
-
Die
Ausgangsmaterialien und Zwischenprodukte der Reaktion können nach
Wunsch durch herkömmliche
Verfahren, einschließlich,
ohne jedoch darauf beschränkt
zu sein, Filtration, Destillation, Kristallisation, Chromatographie
und dergleichen, isoliert und gereinigt werden. Solche Materialien
können
durch Anwendung herkömmlicher
Mittel, einschließlich
physikalischer Konstanten und Spektraldaten, charakterisiert werden.
-
Darüber hinaus
können,
wie es für
die Fachleute offensichtlich sein wird, herkömmliche Schutzgruppen notwendig
sein, um bestimmte funktionelle Gruppen daran zu hindern, unerwünschte Reaktionen
einzugehen. Geeignete Schutzgruppen für verschiedene funktionelle
Gruppen sowie geeignete Bedingungen zum Schutz und zur Schutzgruppenentfernung
von speziellen funktionellen Gruppen sind im Stand der Technik gut bekannt.
Zum Beispiel sind zahlreiche Schutzgruppen in T. W. Greene und G.
M. Wuts, Protecting Groups in Organic Synthesis, zweite Auflage,
Wiley, New York, 1991, und den darin genannten Literaturstellen
beschrieben.
-
Darüber hinaus
werden die Verbindungen dieser Erfindung typischerweise ein oder
mehrere Chiralitätszentren
enthalten. Demgemäß können solche
Verbindung nach Wunsch als reine Stereoisomere, d.h. als einzelne
Enantiomere oder Diastereomere, oder als stereoisomerenangereicherte
Mischungen hergestellt oder isoliert werden. Alle solchen Stereoisomere
(und angereicherte Mischungen) sind vom Umfang dieser Erfindung
umfaßt,
sofern nichts anderes angegeben ist. Reine Stereoisomere (oder angereicherte
Mischungen) können
zum Beispiel durch Verwendung optisch aktiver Ausgangsmaterialien
oder stereoselektiver Reagenzien, die im Stand der Technik gut bekannt
sind, hergestellt werden. Alternativ können racemische Mischungen solcher
Verbindungen zum Beispiel unter Verwendung chiraler Säulenchromatographie,
chiraler Trennmittel und dergleichen getrennt werden.
-
Die
Synthese von Verbindungen der Formel (I) ist in den nachstehenden
Schemata A und B beschrieben.
-
Die
Verbindungen der Formel (I), bei denen Z -O- ist und andere Gruppen
wie in der Zusammenfassung der Erfindung definiert sind, werden
wie in dem nachstehenden Schema A gezeigt hergestellt.
-
-
Allgemein
werden Verbindungen der Formel (I), bei denen Z -O- ist und andere
Gruppen wie in der Zusammenfassung der Erfindung definiert sind,
durch Kupplung eines Carbonsäurederivats
der Formel 1, worin R1, Q, A und W wie in
der Zusammenfassung der Erfindung definiert sind, mit einem α-Aminosäurederivat der
Formel 2, worin R2, R3 und
R10 wie hierin definiert sind, unter herkömmlichen
Aminosäurekupplungsbedingungen
hergestellt. In einigen Fällen
können
herkömmliche
Schutzgruppen notwendig sein, um unerwünschte Nebenreaktionen zu verhindern,
wie z.B. wenn R10 -COOH ist. In solchen
Fällen
werden typischerweise Ester, d.h. wenn R10 -COOR
ist, wobei R Alkyl ist, eingesetzt.
-
Diese
Kupplungsreaktion wird typischerweise durch Verwendung gut bekannter
Kupplungsreagenzien, wie z.B. Carbodiimide, BOP-Reagenz (Benzotriazol-1-yloxytris(dimethylamino)phosphoniumhexafluorphosphonat)
und dergleichen durchgeführt.
Geeignete Carbodiimide sind u.a. zum Beispiel Dicyclohexylcarbodiimid
(DCC), 1-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimid (EDC).
-
Falls
erwünscht,
können
auch polymergetragene Formen von Carbodiimid-Kupplungsreagenzien,
einschließlich
zum Beispiel derjenigen, die in Tetrahedron Letters, 34(48), 7685
(1993) beschrieben sind, verwendet werden. Zusätzlich können gut bekannte Kupplungs-Promotoren,
wie z.B. N-Hydroxysuccinimid, 1-Hydroxybenzotriazol und dergleichen,
verwendet werden, um die Kupplungsreaktion zu erleichtern.
-
Diese
Kupplungsreaktion wird typischerweise durch Inkontaktbringen von
Säure 1
mit etwa 1 bis etwa 2 Äquivalenten
des Kupplungsreagenzes und etwa einem Äquivalent, vorzugsweise etwa
1 bis etwa 1,2 Äquivalenten,
Aminosäurederivat
2 in einem inerten Verdünnungsmittel,
wie z.B. Dichlormethan, Chloroform, Acetonitril, Tetrahydrofuran,
N,N-Dimethylformamid, durchgeführt.
Im allgemeinen wird diese Reaktion bei einer Temperatur im Bereich
von etwa 0°C
bis etwa 37°C
etwa 12 bis etwa 24 Stunden lang. durchgeführt. Nach Beendigung der Reaktion
wird die Verbindung der Formel (I) durch herkömmliche Verfahren, einschließlich Neutralisation,
Extraktion, Ausfällung,
Chromatographie, Filtration, gewonnen.
-
Alternativ
kann Säure
1 in ein Säurehalogenid
umgewandelt werden, welches dann mit dem Aminosäurederivat 2 gekuppelt wird,
um Verbindungen der Formel (I) zu ergeben. Das Säurehalogenid von 1 kann durch
Inkontaktbringen von 1 mit einem anorganischen Säurehalogenid, wie z.B. Thionylchlorid,
Phosphortrichlorid, Phosphortribromid oder Phosphorpentachlorid,
oder vorzugsweise mit Oxalylchlorid unter herkömmlichen Bedingungen hergestellt
werden. Im allgemeinen wird diese Reaktion durch Verwendung von
etwa 1 bis 5 Moläquivalenten
des anorganischen Säurehalogenids
oder Oxalylchlorids entweder unverdünnt oder in einem inerten Lösungsmittel,
wie z.B. Dichlormethan oder Tetrachlorkohlenstoff, bei einer Temperatur
im Bereich von etwa 0°C
bis etwa 80°C
etwa 1 bis etwa 48 Stunden lang durchgeführt. Ein Katalysator, wie z.B.
N,N-Dimethylformamid, kann ebenfalls bei dieser Reaktion verwendet
werden.
-
Das
Säurehalogenid
von Säure
1 wird dann mit wenigstens 1 Äquivalent,
vorzugsweise etwa 1,1 bis etwa 1,5 Äquivalenten, Aminosäurederivat
2 in einem inerten Verdünnungsmittel,
wie z.B. Dichlormethan, bei einer Temperatur im Bereich von etwa –70°C bis etwa
40°C etwa
1 bis etwa 24 Stunden lang in Kontakt gebracht. Vorzugsweise wird
diese Reaktion in Gegenwart einer geeigneten Base, durchgeführt, um
die während der
Reaktion erzeugte Säure
abzufangen. Geeignete Basen sind u.a. zum Beispiel tertiäre Amine,
wie z.B. Triethylamin, Diisopropylethylamin, N-Methylmorpholin.
-
Alternativ
kann die Reaktion unter Schotten-Baumann-Bedingungen unter Verwendung
von wäßriger Alkalibase,
wie z.B. Natriumhydroxid, durchgeführt werden.
-
Nach
der Beendigung der Reaktion wird die Verbindung der Formel (I) durch
herkömmliche
Verfahren, einschließlich
Neutralisation, Extraktion, Ausfällung,
Chromatographie, Filtration, gewonnen.
-
Säuren der
Formel 1, die bei der oben beschriebenen Kupplungsreaktion eingesetzt
werden, sind entweder im Handel erhältlich oder können aus
im Handel erhältlichen
Ausgangsmaterialien unter Verwendung herkömmlicher Verfahren und Reagenzien
hergestellt werden. Zum Beispiel können Verbindungen der Formel 1
(worin Q -CO-, -CH
2- oder -CHOH ist) aus
einem Anhydrid der Formel 3 wie nachstehend gezeigt hergestellt werden.
-
Verbindungen
der Formel 1 (worin Q -CO- ist) werden durch Umsetzung eines Anhydrids
der Formel 3, worin A und w wie in der Zusammenfassung der Erfindung
definiert sind, mit einem metallorganischen Reagenz, wie z.B. einem
Grignard-Reagenz oder einem lithiumorganischen Reagenz der Formel
R'MgX bzw. R'Li, wobei R' wie in der Zusammenfassung
der Erfindung definiert ist, hergestellt. Geeignete Lösungsmittel für die Umsetzung
sind aprotische organische Lösungsmittel,
wie z.B. Diethylether, Tetrahydrofuran. Das Grignard-Reagenz und
das organische Lithiumreagenz sind entweder im Handel erhältlich oder
können
durch im Stand der Technik gut bekannte Verfahren hergestellt werden.
Zum Beispiel kann R'Li
durch Umsetzung eines organischen Halogenids der Formel R'X, wobei X eine Halogengruppe
ist, mit einer organischen Base, wie z.B. Butyllithium, hergestellt
werden.
-
Eine
Verbindung der Formel 1 (wobei Q -CO- ist) kann durch Reduktion
der Carbonylgruppe in eine entsprechende Verbindung der Formel 1
(worin Q -CH2- oder -CHOH ist) umgewandelt
werden. Ein geeignetes Reduktionsmittel zur Umwandlung von -CO-
in -CHOH- ist, sie mit einem geeigneten Reduktionsmittel, wie z.B. Natriumborhydrid,
zu behandeln. Die Umwandlung von -CO- in -CH2-
kann unter katalytischen Standard-Hydrierreaktionsbedingungen bewirkt
werden.
-
Anhydride
der Formel 3 sind im Handel erhältlich.
Zum Beispiel ist cis-1,2-Cyclohexandicarbonsäureanhydrid im Handel erhältlich.
-
Die
bei den obigen Reaktionen eingesetzten Aminosäurederivate der Formel 2 sind
entweder bekannte Verbindungen oder Verbindungen, die aus bekannten
Verbindungen durch herkömmliche
Syntheseverfahren hergestellt werden können. Zum Beispiel können Aminosäurederivate
der Formel 2 durch C-Alkylierung von im Handel erhältlichem
Diethyl-2-acetamidomalonat (Aldrich, Milwaukee, Wisconsin, USA)
mit einem Alkyl- oder substituierten Alkylhalogenid hergestellt
werden. Diese Reaktion wird typischerweise durch Behandeln des Diethyl-2-acetamidomalonats
mit wenigstens einem Äquivalent
Natriumethoxid und wenigstens einem Äquivalent eines Alkyl- oder substituierten
Alkylhalogenids in refluxierendem Ethanol etwa 6 bis etwa 12 Stunden
lang durchgeführt.
Das resultierende C-alkylierte Malonat wird dann deacetyliert, hydrolysiert
und decarboxyliert, indem es in wäßriger Salzsäure etwa
6 bis etwa 12 Stunden lang zum Rückfluß erhitzt
wird, um die Aminosäure
zu ergeben, typischerweise als das Hydrochloridsalz.
-
Beispiele
für zur
Verwendung bei den obigen Reaktionen geeignete Aminosäurederivate
der Formel 2 sind u.a., ohne jedoch darauf beschränkt zu sein,
L-Tyrosinmethylester, L-3,5-Diiodtyrosinmethylester, L-3-Iodtyrosinmethylester, β-(4-Hydroxynaphth-1-yl)-L-alaninmethylester, β-(6-Hydroxynaphth-2-yl)-L-alaninmethylester,
L-4-(N,N-Dimethylcarbamyloxy)phenylalaninethylester.
-
Falls
erwünscht,
können
natürlich
auch andere Ester oder Amide der oben beschriebenen Verbindungen
eingesetzt werden.
-
Zur
leichteren Synthese werden die Verbindungen der Formel (I) typischerweise
als ein Ester hergestellt, d.h. wo R10 ein
-COOR ist (wobei R Alkyl oder substituiertes Alkyl ist). Falls erwünscht, kann
die Estergruppe unter Verwendung herkömmlicher Bedingungen und Reagenzien
hydrolysiert werden, um die entsprechende Carbonsäure zu ergeben.
Typischerweise wird diese Reaktion durch Umsetzung des Esters mit
wenigstens einem Äquivalent
eines Alkalimetallhydroxids, wie z.B. Lithium-, Natrium- oder Kaliumhydroxid,
in einem inerten Verdünnungsmittel,
wie z.B. Methanol oder Mischungen aus Methanol und Wasser, bei einer
Temperatur im Bereich von etwa 0°C
bis etwa 24°C
etwa 1 bis etwa 12 Stunden lang durchgeführt. Alternativ können die
Benzylester durch Hydrogenolyse unter Verwendung eines Palladiumkatalysators,
wie z.B. Palladium-auf-Kohle, entfernt werden. Die resultierenden
Carbonsäuren
können
nach Wunsch an Amine, wie z.B. β-Alaninethylester,
Hydroxylamine, wie z.B. Hydroxylamin und N-Hydroxysuccinimid, Alkoxyamine
und substituierte Alkoxyamine, wie z.B. O-Methylhydroxylamin und
O-Benzylhydroxylamin, unter Verwendung herkömmlicher Kupplungsreagenzien
und Bedingungen, wie sie oben beschrieben sind, gekuppelt werden.
-
Schema B
-
Alternativ
wird eine Verbindung der Formel (I) durch Kupplung der Säure 1 an
ein polymergebundenes Aminosäurederivat
der Formel 5 hergestellt:
wobei R
2,
R
7 und R
4 wie hierin
definiert sind und P ein Polymer oder Harz bedeutet. Polymergebundene
Aminosäuren
sind im Handel erhältlich
oder können
durch herkömmliche
Verfahren hergestellt werden. Durch Anwendung der oben beschriebenen
Kupplungsverfahren können
Verbindungen der Formel (I) an polymergebundene Aminosäurederivate
5 gekuppelt und anschließend
von dem Polymer abgespalten werden, um Verbindungen der Formel (I)
zu ergeben. Verfahren zur Herstellung, Kupplung und Abspaltung polymergebundener
Aminosäuren
sind gut bekannt. Solche Verfahren sind zum Beispiel in der Internationalen
Veröffentlichung mit
der Nummer WO 98/53814, veröffentlicht
am 3. Dezember 1998, beschrieben.
-
Wie
den Fachleuten bekannt sein wird, können andere funktionelle Gruppen,
die an irgendeinem der Substituenten der Verbindungen der Formel
(I) zusätzlich
zur Funktionalität
vom Carbamat-Typ vorhanden sind, leicht entweder vor oder nach den
oben beschriebenen Synthesereaktionen unter Verwendung von gut bekannten
Syntheseverfahren modifiziert oder derivatisiert werden. Zum Beispiel
kann eine Nitrogruppe, die an einem Substituenten einer Verbindung
der Formel (I) oder einem Zwischenprodukt davon vorliegt, leicht durch
Hydrierung in Gegenwart eines Palladiumkatalysators, wie z.B. Palladium-auf-Kohle,
reduziert werden, um die entsprechende Aminogruppe zu ergeben. Diese
Reaktion wird typischerweise bei einer Temperatur von etwa 20°C bis etwa
50°C etwa
6 bis etwa 24 Stunden lang in einem inerten Verdünnungsmittel, wie z.B. Methanol,
durchgeführt.
Verbindungen mit einer Nitrogruppe am R1-Substituenten
können
zum Beispiel durch Verwendung eines 4-Nitrobenzolderivats und dergleichen
in den oben beschriebenen Kupplungsreaktionen hergestellt werden.
-
Ähnlich kann
eine Pyridylgruppe in Gegenwart eines Platinkatalysa tors, wie z.B.
Platinoxid, in einem sauren Verdünnungsmittel
hydriert werden, um das entsprechende Piperidinyl-Analogon zu ergeben.
Im allgemeinen wird diese Reaktion durch Behandeln der Pyridinverbindung
mit Wasserstoff bei einem Druck, der von etwa 20 psi bis etwa 60
psi reicht und vorzugsweise etwa 40 psi beträgt, in Gegenwart des Katalysators
bei einer Temperatur von etwa 20°C
bis etwa 50°C
etwa 2 bis etwa 24 Stunden lang in einem sauren Verdünnungsmittel,
wie z.B. einer Mischung aus Methanol und wäßriger Salzsäure, durchgeführt.
-
Zusätzlich können, wenn
der R1-Substituent einer Verbindung der
Formel (I) oder ein Zwischenprodukt davon eine primäre oder
sekundäre
Aminogruppe enthält,
solche Aminogruppen entweder vor oder nach den obigen Kupplungsreaktionen
weiter derivatisiert werden, um zum Beispiel Amide, Sulfonamide,
Harnstoffe, Thioharnstoffe, Carbamate, sekundäre oder tertiäre Amine,
zu ergeben. Verbindungen mit einer primären Aminogruppe am R1-Substituenten können zum Beispiel durch Reduktion
der entsprechenden Nitroverbindung hergestellt werden, wie es oben
beschrieben ist.
-
Zum
Beispiel kann eine Verbindung der Formel (I) oder ein Zwischenprodukt
davon mit einem Substituenten, der eine primäre oder sekundäre Aminogruppe
enthält,
wie z.B. wenn R1 eine 4-Aminophenylgruppe ist,
leicht unter Verwendung herkömmlicher
Acylierungsreagenzien und Bedingungen N-acyliert werden, um das
entsprechende Amid zu ergeben. Diese Acylierungsreaktion wird typischerweise
durch Behandeln der Aminoverbindung mit wenigstens 1 Äquivalent,
vorzugsweise 1,1 bis etwa 1,2 Äquivalenten,
einer Carbonsäure
in Gegenwart eines Kupplungsreagenzes, wie z.B. einem Carbodiimid,
einem BOP-Reagenz (Benzotriazol-1-yloxytris(dimethylamino)phosphoniumhexafluorphosphonat),
in einem inerten Verdünnungsmittel,
wie z.B. Dichlormethan, Chloroform, Acetonitril, Tetrahydrofuran,
N,N-Dimethylformamid, bei einer Temperatur im Bereich von etwa 0°C bis etwa
37°C etwa
4 bis etwa 24 Stunden lang durchgeführt. Vorzugsweise wird ein Promotor,
wie z.B. N-Hydroxysuccinimid, 1-Hydroxybenzotriazol, verwendet,
um die Acylierungsreaktion zu erleichtern.
-
Alternativ
kann eine Verbindung der Formel (I) oder ein Zwischenprodukt davon,
die/das eine primäre oder
sekundäre
Aminogruppe enthält,
unter Verwendung eines Acylhalogenids oder eines Carbonsäureanhydrids
N-acyliert werden,
um das entsprechende Amid zu bilden. Diese Reaktion wird typischerweise
durch Inkontaktbringen der Aminoverbindung mit wenigstens einem Äquivalent,
vorzugsweise etwa 1,1 bis etwa 1,2 Äquivalenten, des Acylhalogenids
oder Carbonsäureanhydrids
in einem inerten Verdünnungsmittel,
wie z.B. Dichlormethan, bei einer Temperatur im Bereich von etwa –70°C bis etwa
40°C etwa
1 bis etwa 24 Stunden lang durchgeführt. Falls erwünscht, kann
ein Acylierungskatalysator, wie z.B. 4-(N,N-Dimethylamino)pyridin, verwendet
werden, um die Acylierungsreaktion zu fördern. Die Acylierungsreaktion
wird vorzugsweise in Gegenwart einer geeigneten Base durchgeführt, um
die während
der Reaktion erzeugte Säure
abzufangen.
-
Geeignete
Basen sind u.a. zum Beispiel tertiäre Amine, wie z.B. Triethylamin,
Diisopropylethylamin, N-Methylmorpholin. Alternativ kann die Reaktion
unter Schotten-Baumann-Bedingungen unter Verwendung wäßriger Alkalibase,
wie z.B. Natriumhydroxid, durchgeführt werden.
-
Beispiele
für Acylhalogenide
und Carbonsäureanhydride,
die sich zur Verwendung bei dieser Reaktion eignen, sind u.a., ohne
jedoch darauf beschränkt
zu sein, 2-Methylpropionylchlorid, Trimethylacetylchlorid, Phenylacetylchlorid,
Benzoylchlorid, 2-Brombenzoylchlorid, 2-Methylbenzoylchlorid, 2-Trifluormethylbenzoylchlorid,
Isonicotinoylchlorid, Nicotinoylchlorid, Picolinoylchlorid, Essigsäureanhydrid,
Succinsäureanhydrid. Carbamylchloride,
wie z.B. N,N-Dimethylcarbamylchlorid, N,N-Diethylcarbamylchlorid, können ebenfalls
bei dieser Reaktion verwendet werden, um Harnstoffe zu ergeben. Ähnlich können Dicarbonate,
wie z.B. Di-tert.-butyldicarbonat, eingesetzt werden, um Carbamate
zu ergeben.
-
Auf
eine ähnliche
Weise kann eine Verbindung der Formel (I) oder ein Zwischenprodukt
davon, die/das eine primäre
oder sekundäre
Aminogruppe enthält,
N-sulfoniert werden, um ein Sulfonamid zu bilden, wobei ein Sulfonylhalogenid
oder ein Sulfonsäureanhydrid
verwendet wird. Sulfonylhalogenide und Sulfonsäureanhydride, die sich zur
Verwendung bei dieser Reaktion eignen, sind u.a., ohne jedoch darauf
beschränkt
zu sein, Methansulfonylchlorid, Chlormethansulfonylchlorid, p-Toluolsulfonylchlorid,
Trifluormethansulfonsäureanhydrid. Ähnlich können Sulfamoylchlorid,
wie z.B. Dimethylsulfamoylchlorid, verwendet werden, um Sulfamide
zu ergeben (z.B. >N-SO2-N<).
-
Zusätzlich kann
eine primäre
und sekundäre
Aminogruppe, die an einem Substituenten einer Verbindung der Formel
(I) oder eines Zwischenprodukts davon vorliegt, mit einem Isocyanat
oder einem Thioisocyanat umgesetzt werden, um einen Harnestoff bzw.
Thioharnstoff zu ergeben. Diese Reaktion wird typischerweise durch
Inkontaktbringen der Aminoverbindung mit wenigstens 1 Äquivalent,
vorzugsweise etwa 1,1 bis etwa 1,2 Äquivalenten, des Isocyanats
oder Thioisocyanats in einem inerten Verdünnungsmittel, wie z.B. Toluol,
bei einer Temperatur im Bereich von etwa 24°C bis etwa 37°C etwa 12
bis etwa 24 Stunden lang durchgeführt. Die Isocyanate und Thioisocyanate,
die bei dieser Reaktion verwendet werden, sind im Handel erhältlich oder
können
aus im Handel erhältlichen
Verbindungen unter Anwendung gut bekannter Syntheseverfahren hergestellt werden.
Zum Beispiel werden Isocyanate und Thioisocyanate leicht durch Umsetzung
des passenden Amins mit Phosgen oder Thiophosgen hergestellt. Beispiele
für Isocyanate
und Thioisocyanate, die sich zur Verwendung bei dieser Reaktion
eigenen, sind u.a., ohne jedoch darauf beschränkt zu sein, Ethylisocyanat,
n-Propylisocyanat, 4-Cyanophenylisocyanat, 3-Methoxyphenylisocyanat, 2-Phenylethylisocyanat,
Methylthioisocyanat, Ethylthioisocyanat, 2-Phenylethylthioisocyanat,
3-Phenylpropylthioisocyanat, 3-(N,N-Diethylamino)propylthioisocyanat,
Phenylthioisocyanat, Benzylthioisocyanat, 3-Pyridylthioisocyanat,
Fluoresceinisothiocyanat (Isomer 1).
-
Darüber hinaus
kann, wenn eine Verbindung der Formel (I) oder ein Zwischenprodukt
davon eine primäre
oder sekundäre
Aminogruppe enthält,
die Aminogruppe unter Verwendung von Aldehyden oder Ketonen reduktiv
alkyliert werden, um eine sekundäre
oder tertiäre
Aminogruppe zu bilden. Diese Reaktion wird typischerweise durch
Inkontaktbringen der Aminoverbindung mit wenigstens einem Äquivalent,
vorzugsweise etwa 1,1 bis etwa 1,5 Äquivalenten, eines Aldehyds
oder Ketons und wenigstens einem Äquivalent, bezogen auf die
Aminoverbindung, eines Metallhydrid-Reduktionsmittels, wie z.B.
Natriumcyanoborhydrid, in einem inerten Verdünnungsmittel, wie z.B. Methanol,
Tetrahydrofuran, Mischungen davon, bei einer Temperatur im Bereich
von etwa 0°C
bis etwa 50°C
etwa 1 bis etwa 72 Stunden lang durchgeführt. Aldehyde und Ketone, die sich
zur Verwendung bei dieser Reaktion eignen, sind u.a., ohne jedoch
darauf beschränkt
zu sein, zum Beispiel Benzaldehyd, 4-Chlorbenzaldehyd, Valeraldehyd.
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Auf
eine ähnliche
Weise kann, wenn eine Verbindung der Formel (I) oder ein Zwischenprodukt
davon einen Substituenten besitzt, der eine Hydroxylgruppe enthält, die
Hydroxylgruppe entweder vor oder nach den obigen Kupplungsreaktionen
weiter modifiziert oder derivatisiert werden, um zum Beispiel Ether,
Carbamate, zu ergeben.
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Verbindungen
mit einer Hydroxylgruppe am R3-Substituenten
können
zum Beispiel durch Verwendung eines aus Tyrosin und dergleichen
abgeleiteten Aminosäurederivats
in den oben beschriebenen Reaktionen hergestellt werden.
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Zum
Beispiel kann eine Verbindung der Formel (I) oder ein Zwischenprodukt
davon mit einem Substituenten, der eine Hydroxylgruppe enthält, wie
z.B. wenn R1 eine (4-Hydroxyphenyl)methylgruppe
ist, leicht O-alkyliert werden, um Ether zu bilden. Diese O-Alkylierungsreaktion
wird typischerweise durch Inkontaktbringen der Hydroxyverbindung
mit einer geeigneten Alkali- oder Erdalkalimetallbase, wie z.B.
Kaliumcarbonat, in einem inerten Verdünnungsmittel, wie z.B. Aceton,
2-Butanon und derglei chen, durchgeführt werden, um das Alkali-
oder Erdalkalimetallsalz der Hydroxylgruppe zu bilden. Dieses Salz
wird im allgemeinen nicht isoliert, sondern in situ mit wenigstens
1 Äquivalent
eines Alkyl- oder substituierten Alkylhalogenids oder -Sulfonats, wie
z.B. einem Alkylchlorid, -bromid, -iod, -mesylat oder -tosylat,
umgesetzt, um den Ether zu ergeben. Im allgemeinen wird diese Reaktion
bei einer Temperatur im Bereich von etwa 60°C bis etwa 150°C etwa 24
bis etwa 72 Stunden lang durchgeführt. Vorzugsweise wird eine
katalytische Menge Natrium- oder Kaliumiodid zu der Reaktionsmischung
zugegeben, wenn ein Alkylchlorid oder -bromid bei der Reaktion eingesetzt
wird.
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Beispiele
für Alkyl-
oder subst.-Alkylhalogenide oder -sulfonate, welche sich zur Verwendung
bei dieser Reaktion eignen, sind u.a., ohne jedoch darauf beschränkt zu sein,
tert.-Butylbromacetat, N-tert.-Butylchloracetamid, 1-Bromethylbenzol,
Ethyl-α-bromphenylacetat,
2-(N-Ethyl-N-phenylamino)ethylchlorid, 2-(N,N-Ethylamino)ethylchlorid,
2-(N,N-Diisopropylamino)ethylchlorid, 2-(N,N-Dibenzylamino)ethylchlorid, 3-(N,N-Ethylamino)propylchlorid,
3-(N-Benzyl-N-methylamino)propylchlorid, N-(2-Chlorethyl)morpholin, 2-(Hexamethylenimino)ethylchlorid,
3-(N-Methylpiperazin)propylchlorid, 1-(3-Chlorphenyl)-4-(3-chlorpropyl)piperazin,
2-(4-Hydroxy-4-phenylpiperidin)ethylchlorid,
N-tert.-Butyloxycarbonyl-3-piperidinmethyltosylat.
-
Alternativ
kann eine Hydroxylgruppe, die an einem Substituenten einer Verbindung
der Formel (I) vorhanden ist, durch Anwendung der Mitsunobu-Reaktion
O-alkyliert werden. Bei dieser Reaktion wird ein Alkohol, wie z.B.
3-(N,N-Dimethylamino)-1-propanol und dergleichen, mit etwa 1,0 bis
etwa 1,3 Äquivalenten
Diethylazodicarboxylat in einem inerten Verdünnungsmittel, wie z.B. Tetrahydrofuran,
bei einer Temperatur im Bereich von etwa –10°C bis etwa 5°C etwa 0,25 bis etwa 1 Stunde
lang umgesetzt. Etwa 1,0 bis etwa 1,3 Äquivalente einer Hydroxyverbindung,
wie z.B. N-tert.-Butyltyrosinmethylester, werden anschließend zugegeben und
die Reaktionsmischung bei einer Temperatur von etwa 0°C bis etwa
30°C etwa
2 bis etwa 48 Stunden lang gerührt,
um das O-alkylierte Produkt zu ergeben.
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Auf ähnliche
Weise kann eine Verbindung der Formel (2) oder ein Zwischenprodukt
davon, das eine Arylhydroxygruppe enthält, mit einem Aryliodid umgesetzt
werden, um einen Diarylether zur Verfügung zu stellen. Im allgemeinen
wird diese Reaktion durch Bildung des Alkalimetallsalzes der Hydroxylgruppe
unter Verwendung einer geeigneten Base, wie z.B. Natriumhydrid,
in einem inerten Verdünnungsmittel,
wie z.B. Xylolen, bei einer Temperatur von etwa –25°C bis 10°C durchgeführt. Das Salz wird dann mit
etwa 1,1 bis etwa 1,5 Äquivalenten
kupferförmigem
Bromiddimethylsulfid-Komplex bei einer Temperatur im Bereich von
etwa 10°C
bis etwa 30°C
etwa 0,5 bis etwa 2,0 Stunden lang behandelt, gefolgt von etwa 1,1
bis etwa 1,5 Äquivalenten
eines Aryliodids, wie z.B. Natrium-2-iodbenzoat und dergleichen.
Die Reaktion wird dann auf etwa 70°C bis etwa 150°C etwa 2
bis etwa 24 Stunden lang erhitzt, um den Diarylether zu ergeben.
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Darüber hinaus
kann eine hydroxyhaltige Verbindung auch leicht derivatisiert werden,
um ein Carbamat zu ergeben. Bei einem Verfahren zur Herstellung
solcher Carbamate wird eine Hydroxyverbindung der Formel (I) oder
eines Zwischenprodukts davon mit etwa 1,0 bis etwa 1,2 Äquivalenten
4-Nitrophenylchlorformiat in einem inerten Verdünnungsmittel, wie z.B. Dichlormethan,
bei einer Temperatur im Bereich von etwa –25°C bis etwa 0°C etwa 0,5 bis etwa 2,0 Stunden
lang in Kontakt gebracht. Die Behandlung des resultierenden Carbonats
mit einem Überschuß, vorzugsweise
etwa 2 bis etwa 5 Äquivalenten,
eines Trialkylamins, wie z.B. Triethylamin, etwa 0,5 bis 2 Stunden
lang, gefolgt von etwa 1,0 bis etwa 1,5 Äquivalenten eines primären oder
sekundären
Amins, ergibt das Carbamat. Beispiele für Amine, die sich zur Verwendung
bei dieser Reaktion eignen, sind u.a., ohne jedoch darauf beschränkt zu sein,
Piperazin, 1-Methylpiperazin, 1-Acetylpiperazin, Morpholin, Thiomorpholin,
Pyrrolidin, Piperidin.
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Alternativ
wird bei einem weiteren Verfahren zur Herstellung von Carbamaten
eine hydroxyhaltige Verbindung mit etwa 1,0 bis etwa 1,5 Äquivalenten
eines Carbamylchlorids in einem inerten Verdünnungsmittel, wie z.B. Dichlormethan,
bei einer Temperatur im Bereich von etwa 25°C bis etwa 70°C etwa 2
bis etwa 72 Stunden lang in Kontakt gebracht. Typischerweise wird
diese Reaktion in Gegenwart einer geeigneten Base durchgeführt, um
die während
der Reaktion erzeuge Säure
abzufangen. Geeignete Basen sind u.a. zum Beispiel tertiäre Amine,
wie z.B. Triethylamin, Diisopropylethylamin, N-Methylmorpholin.
Zusätzlich
wird wenigstens ein Äquivalent
(bezogen auf die Hydroxyverbindung) 4-(N,N-Dimethylamino)pyridin
zu der Reaktionsmischung hinzugegeben, um die Reaktion zu erleichtern.
Beispiele für
Carbamylchloride, die sich zur Verwendung bei dieser Reaktion eignen,
sind u.a. zum Beispiel Dimethylcarbamylchlorid, Diethylcarbamylchlorid
und dergleichen.
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Ähnlich können, wenn
eine Verbindung der Formel (I) oder ein Zwischenprodukt davon eine
primäre oder
sekundäre
Hydroxylgruppe enthält,
solche Hydroxylgruppen leicht in eine Abgangsgruppe umgewandelt und
verdrängt
werden, um zum Beispiel Amine, Sulfide und Fluoride zu bilden.
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Wenn
eine chirale Verbindung bei diesen Reaktionen eingesetzt wird, wird
im allgemeinen die Stereochemie am Kohlenstoffatom, das an die derivatisierte
Hydroxylgruppe gebunden ist, typischerweise invertiert.
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Diese
Reaktionen werden typischerweise durchgeführt, indem zuerst die Hydroxylgruppe
durch Behandeln der Hydroxyverbindung mit wenigstens 1 Äquivalent
eines Sulfonylhalogenids, wie z.B. p-Toluolsulfonylchlorid, in Pyridin
in eine Abgangsgruppe, wie z.B. ein Tosylat, umgewandelt wird. Diese
Reaktion wird im allgemeinen bei einer Temperatur von etwa 0°C bis etwa
70°C etwa
1 bis etwa 48 Stunden lang durchgeführt. Das resultierende Tosylat
kann dann leicht mit Natriumazid zum Beispiel durch Inkontaktbringen
des Tosylats mit wenigstens einem Äquivalent Natriumazid in einem
inerten Verdünnungsmittel,
wie z.B. einer Mischung aus N,N-Dimethylformamid und Wasser, bei
einer Temperatur im Bereich von etwa 0°C bis etwa 37°C etwa 1 bis
etwa 12 Stunden lang verdrängt
werden, um die entsprechende Azidoverbindung zu ergeben. Die Azidogruppe
kann zum Beispiel durch Hydrierung unter Verwendung eines Palladium-auf-Kohle-Katalysators
reduziert werden, um die Amino(-NH2)-Verbindung
zu ergeben.
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Ähnlich kann
eine Tosylatgruppe leicht durch ein Thiol verdrängt werden, um ein Sulfid zu
bilden. Diese Reaktion wird typischerweise durch Inkontaktbringen
des Tosylats mit wenigstens einem Äquivalent eines Thiols, wie
z.B. Thiophenol, in Gegenwart einer geeigneten Base, wie z.B. 1,8-Diazabicyclo[5.4.0]undec-7-en (DBU),
in einem inerten Verdünnungsmittel,
wie z.B. N,N-Dimethylformamid, bei einer Temperatur von etwa 0°C bis etwa
37°C etwa
1 bis etwa 12 Stunden lang durchgeführt, um das Sulfid zu ergeben.
Zusätzlich
ergibt die Behandlung eines Tosylats mit Morpholinschwefeltrifluorid
in einem inerten Verdünnungsmittel,
wie z.B. Dichlormethan, bei einer Temperatur im Bereich von etwa
0°C bis
etwa 37°C
etwa 12 bis etwa 24 Stunden lang die entsprechende Fluorverbindung.
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Darüber hinaus
kann eine Verbindung der Formel (I) oder ein Zwischenprodukt davon
mit einem Substituenten, der eine Iodarylgruppe enthält, zum
Beispiel wenn R7 eine (4-Iodphenyl)methylgruppe
ist, leicht entweder vor oder nach den obigen Kupplungsreaktionen
in eine Biarylverbindung umgewandelt werden. Typischerweise wird
diese Reaktion durch Behandeln der Iodarylverbindung mit etwa 1,1
bis etwa 2 Äquivalenten eines
Arylzinkiodids, wie z.B. 2-(Methoxycarbonyl)phenylzinkiodid, in
Gegenwart eines Palladiumkatalysators, wie z.B. Palladiumtetra(triphenylphosphin),
in einem inerten Verdünnungsmittel,
wie z.B. Tetrahydrofuran, bei einer Temperatur im Bereich von etwa
24°C bis
etwa 30°C,
bis die Reaktion beendet ist, durchgeführt. Diese Reaktion ist zum
Beispiel bei Rieke, J. Org. Chem. 1991, 56, 1445, näher beschrieben.
Weitere Verfahren zur Herstellung von Biarylderivaten sind in der
Internationalen Veröffentlichung
mit der Nummer WO 98/53817, veröffentlicht
am 3. Dezember 1998, beschrieben.
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In
manchen Fällen
können
die Verbindungen der Formel (I) oder Zwischenprodukte davon Substituenten
mit ein oder mehreren Schwefelatomen enthalten. Wenn sie vorhanden
sind, können
solche Schwefelatome entweder vor oder nach den obigen Kupplungsreaktionen
unter Verwendung herkömmlicher
Reagenzien und Reaktionsbedingungen oxidiert werden, um eine Sulfoxid-
oder Sulfonverbindung zu ergeben. Geeignete Reagenzien zur Oxidation
einer Sulfidverbindung zu einem Sulfoxid sind u.a. zum Beispiel
Wasserstoffperoxid, 3-Chlorperoxybenzoesäure (MCPBA), Natriumperoidat.
Die Oxidationsreaktion wird typischerweise durch Inkontaktbringen
der Sulfidverbindung mit etwa 0,95 bis etwa 1,1 Äquivalenten des Oxidationsreagenzes
in einem inerten Verdünnungsmittel,
wie z.B. Dichlormethan, bei einer Temperatur im Bereich von etwa –50°C bis etwa
75°C etwa
1 bis etwa 24 Stunden lang durchgeführt. Das resultierende Sulfoxid
kann dann durch Inkontaktbringen des Sulfoxids mit wenigstens einem
zusätzlichen Äquivalent
eines Oxidationsmittels, wie z.B. Wasserstoffperoxid, MCPBA, Kaliumpermanganat,
weiter zum entsprechenden Sulfon oxidiert werden. Alternativ kann
das Sulfon direkt durch Inkontaktbringen des Sulfids mit wenigstens
zwei Äquivalenten und
vorzugsweise einem Überschuß an Oxidationsmittel
hergestellt werden. Solche Reaktionen sind in March, "Advanced Organic
Chemistry", 4. Aufl.,
S. 1201-1202, Wiley Publisher, 1992, näher beschrieben.
-
Andere
Verfahren und Reaktionsbedingungen zur Herstellung der Verbindungen
dieser Erfindung sind in den nachstehend gezeigten Beispielen beschrieben.
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Pharmazeutische Formulierungen
und Verabreichung
-
Wenn
sie als Pharmazeutika eingesetzt werden, werden die Verbindungen
dieser Erfindung üblicherweise
in Form von pharmazeutischen Zusammensetzungen verabreicht. Diese
Verbindungen können
auf verschiedenen Wegen verabreicht werden, einschließlich oral,
rektal, transdermal, subkutan, intravenös, intramuskulär und intranasal.
Diese Verbindungen sind sowohl als injizierbare als auch als orale
Zusammensetzungen wirksam. Solche Zusammensetzungen werden auf eine
Weise hergestellt, die auf pharmazeutischem Gebiet gut bekannt ist,
und umfassen wenigstens eine Wirkverbindung.
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Diese
Erfindung umfaßt
auch pharmazeutische Zusammensetzungen, die als den Wirkstoff ein
oder mehrere Verbindungen der obigen Formel (I) in Verbindung mit
pharmazeutisch annehmbaren Trägern
enthalten. Bei der Herstellung der Zusammensetzungen dieser Erfindung
wird der Wirkstoff üblicherweise
mit einem Hilfsstoff vermischt, durch einen Hilfsstoff verdünnt oder
innerhalb eines solchen Trägers
eingeschlossen, der die Form einer Kapsel, einer Packung, eines
Papier oder eines anderen Behälters
besitzen kann. Wenn der Hilfsstoff als ein Verdünnungsmittel dient, kann er
ein festes, halbfestes oder flüssiges
Material sein, das als ein Vehikel, als Träger oder als Medium für den Wirkstoff
dient. Daher können
die Zusammensetzungen die Form von Tabletten, Pillen, Pulver, Pastillen,
Packungen, Kapseln, Elixieren, Suspensionen, Emulsionen, Lösungen,
Sirupen, Aerosolen (als ein Feststoff oder in einem flüssigen Medium),
Salben, die zum Beispiel bis zu 10 Gew.-% des Wirkstoffs enthalten,
Weich- und Hartgelatinekapseln, Zäpfchen, sterilen injizierbaren
Lösungen
und sterilen verpackten Pulvern einnehmen.
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Bei
der Herstellung einer Formulierung kann es notwendig sein, die Wirkverbindung
zu zermahlen, um die geeignete Teilchengröße zu erhalten, bevor sie mit
den anderen Bestandteilen vereint wird. Wenn die Wirkverbindung
im wesentlichen unlöslich
ist, wird sie üblicherweise
bis zu einer Teilchengröße von weniger
als 200 Mesh gemahlen. Wenn die Wirkverbindung im wesentlichen wasserlöslich ist,
wird die Teilchengröße normalerweise
durch Mahlen so eingestellt, daß eine
im wesentlichen gleichmäßige Verteilung
in der Formulierung erhalten wird, z.B. etwa 40 Mesh.
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Einige
Beispiele für
geeignete Hilfsstoffe sind u.a. Lactose, Dextrose, Saccharose, Sorbit,
Mannit, Stärken,
Akaziengummi, Calciumphosphat, Alginate, Tragant, Gelatine, Calciumsilicat,
mikrokristalline Cellulose, Polyvinylpyrrolidon, Cellulose, Wasser,
Sirup und Methylcellulose. Die Formulierungen können zusätzlich enthalten: Gleitmittel,
wie z.B. Talk, Magnesiumstearat und Mineralöl; Benetzungsmittel; Emulgatoren
und Suspensionsmittel; Konservierungsmittel, wie z.B. Methyl- und
Propylhydroxybenzoate; Süßstoffe
und Aromastoffe. Die Zusammensetzungen der Erfindung können so
formuliert werden, daß eine
schnelle, anhaltende oder verzögerte
Freisetzung des Wirkstoffs nach der Verabreichung an den Patienten
durch Anwendung im Stand der Technik bekannter Verfahren erzielt
wird.
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Die
Zusammensetzungen werden vorzugsweise in einer Einheitsdosisform
formuliert, wobei jede Dosis etwa 5 bis etwa 100 mg, üblicherweise
etwa 10 bis etwa 30 mg, des Wirkstoffs enthält. Die Bezeichnung "Einheitsdosisformen" bedeutet physikalisch
getrennte Einheiten, die sich als Einzeldosen für Menschen und andere Säugetiere
eignen, wobei jede Einheit eine vorbestimmte Menge an Wirkmaterial
enthält,
die so berechnet ist, daß die
erwünschte
therapeutische Wirkung in Verbindung mit einem geeigneten pharmazeutischen
Hilfsstoff erzielt wird.
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Die
Wirkverbindung ist über
einen breiten Dosisbereich wirksam und wird im allgemeinen in einer
pharmazeutisch wirksamen Menge verabreicht. Es ist jedoch selbstverständlich,
daß die
tatsächlich
verabreichte Menge der Verbindung von einem Arzt unter Berücksichtigung
der relevanten Umstände,
einschließlich
des zu behandelnden Zustandes, des gewählten Verabreichungsweges,
der tatsächlich
verabreichten Verbindung, dem Alter, dem Gewicht und des Ansprechverhaltens
des einzelnen Patienten, der Schwere der Symptome des Patienten,
ermittelt wird.
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Zur
Herstellung fester Zusammensetzungen, wie z.B. Tabletten, wird der
Hauptwirkstoff mit einem pharmazeutischen Hilfsstoff vermischt,
um eine feste Vorformulierungszusammensetzung zu bilden, die eine homogene
Mischung einer Verbindung der vorliegenden Erfindung enthält. Wenn
diese Vorformulierungszusammensetzungen als homogen bezeichnet werden,
ist damit gemeint, daß der
Wirkstoff gleichmäßig innerhalb
der Zusammensetzung verteilt ist, so daß die Zusammensetzung leicht
in gleich wirksame Einheitsdosisformen, wie z.B. Tabletten, Pillen
und Kapseln, unterteilt werden kann. Diese feste Vorformulierung
wird dann in Einheitsdosisformen des oben beschriebenen Typs unterteilt,
die zum Beispiel 0,1 bis etwa 500 mg des Wirkstoffs der vorliegenden
Erfindung enthalten.
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Die
Tabletten oder Pillen der vorliegenden Erfindung können überzogen
oder anderweitig compoundiert werden, um eine Dosisform zu ergeben,
den Vorteil einer verlängerten
Wirkung liefert. Zum Beispiel kann die Tablette oder Pille eine
innere Dosierungskomponente und eine äußere Dosierungskomponente enthalten, wobei
letztere in Form einer Hülle über der
ersteren liegt. Die beiden Komponenten können durch eine magensaftresistente
Schicht getrennt sein, welche dazu dient, die Auflösung im
Magen zu unterbinden und es der inneren Komponente ermöglicht,
intakt in den Zwölffingerdarm
zu gelangen oder verzögert
freigesetzt zu werden. Verschiedene Materialien können für solche
magensaftresistente Schichten oder Überzüge verwendet werden, wobei
solche Materialien eine Reihe von Polymersäuren und Mischungen von Polymersäuren mit
Materialien wie Schellack, Cetylalkohol und Celluloseacetat umfassen.
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Die
flüssigen
Formen, in die die neuen Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung
zur oralen Verabreichung oder zur Verabreichung durch Injektion
eingebaut werden können,
sind u.a. wäßrige Lösungen geeignet
aromatisierter Sirupe, wäßrige oder Ölsuspensionen
und aromati sierte Emulsionen mit eßbaren Ölen wie Baumwollsamenöl, Sesamöl, Kokosnußöl oder Erdnußöl sowie
Elixiere und ähnliche
pharmazeutische Vehikel. Zusammensetzungen zur Inhalation oder Insufflation
sind u.a.
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Lösungen und
Suspensionen in pharmazeutisch annehmbaren wäßrigen oder organischen Lösungsmitteln
oder Mischungen davon und Pulver. Die flüssigen oder festen Zusammensetzungen
können
geeignete pharmazeutisch annehmbare Hilfsstoffe enthalten, wie sie
oben beschrieben sind. Vorzugsweise werden die Zusammensetzungen
durch den oralen oder nasalen Atemweg zur lokalen oder systemischen
Wirkung verabreicht. Zusammensetzungen in vorzugsweise pharmazeutisch
annehmbaren Lösungsmitteln
können
durch die Verwendung von Inertgasen zerstäubt werden. Zerstäubte Lösungen können direkt
aus der Zerstäubervorrichtung
eingeatmet werden, oder die Zerstäubervorrichtung kann an ein
Gesichtsmaskenzelt oder eine Beatmungsmaschine mit periodischem Überdruck
angeschlossen werden. Lösungs-,
Suspensions- oder Pulverzusammensetzungen können vorzugsweise oral oder
nasal aus Vorrichtungen, welche die Formulierung in einer geeigneten
Weise abgeben, verabreicht werden.
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Eine
weitere bevorzugte Formulierung, die bei den Verfahren der vorliegenden
Erfindung eingesetzt wird, setzt transdermale Abgabevorrichtungen
("Pflaster") ein. Solche transdermalen
Pflaster können
verwendet werden, um eine kontinuierliche oder diskontinuierliche
Infusion der Verbindungen der vorliegenden Erfindung in kontrollierten
Mengen zur Verfügung
zu stellen. Die Konstruktion und die Verwendung transdermaler Pflaster
zur Abgabe von pharmazeutischen Mitteln sind im Stand der Technik
gut bekannt. Siehe z.B. das US-Patent 5 023 252, ausgegeben am 11.
Juni 1991.
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Solche
Pflaster können
so konstruiert sein, daß sie
pharmazeutische Mittel kontinuierlich, pulsierend oder auf Verlangen
abgeben.
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Direkte
oder indirekte Plazierungsverfahren können angewandt werden, wenn
es wünschenswert
oder notwendig ist, die pharmazeutische Zusammensetzung dem Hirn
zuzuführen.
Direkte Verfahren umfassen üblicherweise
die Plazierung einer Arzneistoffzufuhrkatheters in das Ventrikelsystem,
um die Blut-Hirn-Barriere zu umgehen. Ein solches implantierbares
Abgabesystem, das zum Transport biologischer Faktoren an spezielle
anatomische Bereiche des Körpers
verwendet wird, ist in US-Patent 5 011 472 beschrieben.
-
Indirekte
Verfahren die im allgemeinen bevorzugt sind, umfassen üblicherweise
die Formulierung der Zusammensetzungen, um durch Umwandlung hydrophiler
Arzneistoffe in lipidlösliche
Arzneistoffe die Ausbildung einer Medikamentenretardierung zu erwirken.
Die Ausbildung einer Retardierung wird im allgemeinen durch Blockierung
der Hydroxy-, Carbonyl-, Sulfat- und primären Amingruppen, die am Arzneistoff
vorhanden sind, erwirkt, um den Arzneistoff lipidlöslicher
und zugänglicher
für den
Transport durch die Blut-Hirn-Barriere zu machen. Alternativ kann
die Abgabe hydrophiler Arzneistoffe durch eine intraarterielle Infusion
hypertonischer Lösungen
verstärkt
werden, welche die Blut-Hirn-Barriere vorübergehend öffnen können.
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Nutzen
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Die
Verbindungen dieser Erfindung können
eingesetzt werden, um α4β7-Integrin in biologischen Proben zu binden,
und sie eignen sich demnach zum Beispiel zum Assay solcher Proben
für α4β7-Integrin.
Bei solchen Assays können
die Verbindungen an einen festen Träger gebunden werden und die α4β7-Integrinprobe daran
angefügt
werden. Die Menge an α4β7-Integrin in der Probe kann durch herkömmliche
Verfahren, wie z.B. der Verwendung eines Sandwich-ELISA-Assays,
ermittelt werden. Alternativ kann markiertes α4β7-Integrin
in einem kompetitiven Assay verwendet werden, um die Gegenwart von α4β7-Integrin
in der Probe zu messen. Andere geeignete Assays sind im Stand der
Technik gut bekannt.
-
Zusätzlich inhibieren
bestimmte Verbindungen dieser Erfindung in vivo die Adhäsion von
Leukozyten an Endothelzellen und Epithelzellen in Schleimhautorganen,
welche durch α4β7-Integrin vermittelt wird, und demgemäß können sie
bei der Behandlung von durch α4β7-Integrin vermittelten Erkrankungen verwendet
werden. Solche Erkrankungen sind u.a. Entzündungserkrankungen bei Säugetierpatienten,
wie z.B. Asthma, Alzheimer-Krankheit, Atherosklerose, AIDS-Demenz,
Diabetes (einschließlich
akutem Jugenddiabetes), entzündliche
Darmerkrankung (einschließlich
Colitis ulcerosa und Morbus Crohn), multiple Sklerose, rheumatoide
Arthritis, Gewebetransplantation, Tumormetastase, Meningitis, Enzephalitis,
Apoplexie und andere Hirntraumata, Nephritis, Retinitis, atopische
Dermatitis, Psoriasis, Myokardischämie und akute leukozytenvermittelte Lungenverletzung,
wie z.B. diejenige, die beim Atemnotsyndrom bei Erwachsenen auftritt.
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Die
biologische Aktivität
der oben genannten Verbindungen kann in einer Reihe von Systemen
untersucht werden. Zum Beispiel kann eine Verbindung auf einer festen
Oberfläche
immobilisiert und die Adhäsion von
Zellen, die α4β7-Integrin exprimieren, gemessen werden.
Durch Anwendung solcher Formate kann eine große Anzahl an Verbindungen gescreent
werden. Zellen, die sich bei diesem Assay eignen, sind u.a. beliebige Leukozyten,
die dafür
bekannt sind, daß sie α4β7-Integrin
exprimieren, wie z.B. Gedächtnis-T-Zellen
und Eosinophile. Eine Reihe von Leukozytenzellinien kann ebenfalls
verwendet werden, einschließlich
zum Beispiel RPMI-8866.
-
Die
Testverbindungen können
auch auf ihre Fähigkeit,
die Bindung zwischen α4β7-Integrin und MadCAM-1 oder zwischen α4β7-Integrin
und einer markierten Verbindung, von der bekannt ist, daß sie an α4β7-Integrin
bindet, wie z.B. eine Verbindung dieser Erfindung oder Antikörper von α4β7-Integrin,
kompetitiv zu inhibieren, getestet werden. Bei diesen Assays kann
das MadCAM-1 auf einer festen Oberfläche immobilisiert werden. MadCAM-1
kann auch als ein rekombinantes Fusionsprotein mit einem Ig-Rest
(z.B. IgG Fc) exprimiert werden, so daß die Bindung an ein α4β7-Integrin in einem
Immunoassay nachgewiesen werden kann. Alternativ können MadCAM-1-exprimierende
Zellen, wie z.B. aktivierte Endothelzellen, oder MadCAM-1-transfektierte
Fibroblasten verwendet werden.
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Wie
oben erörtert,
können
sowohl α4β7 als auch α4β1 die
Adhäsion
an VCAM-1 und an Fibronectin vermitteln. Für Assays, welche die Fähigkeit
messen, die Adhäsion
an VCAM-1 und an Fibronectin zu messen, sind die in der Internationalen
Patentanmeldung mit der Veröffentlichungs-Nr.
WO US98/15324 besonders bevorzugt.
-
Viele
Assay-Formate setzen markierte Assaykomponenten ein. Die Markierungssysteme
können
eine Reihe von Formen annehmen. Die Markierung kann direkt oder
indirekt an die erwünschte
Komponente des Assays gemäß im Stand
der Technik gut bekannten Verfahren gekuppelt werden. Eine große Vielfalt
an Markierungen kann verwendet werden. Die Komponente kann durch
irgendeines von mehreren Verfahren markiert werden. Das häufigste
Nachweisverfahren ist die Verwendung von Autoradiographie mit 3H, 125I, 35S 14C oder 32P markierten Verbindungen. Nichtradioaktive
Markierungen sind u.a. Liganden, welche sich an markierte Antikörper, Fluorophore,
Chemiluminiszenzmittel, Enzyme und Antikörper, die als spezielle Bindungspaarelemente
für einen
markierten Liganden dienen können,
binden. Die Auswahl der Markierung hängt von der benötigten Empfindlichkeit,
der Leichtigkeit der Konjugation mit der Verbindung, den Stabilitätsanforderungen und
der verfügbaren
Instrumentierung ab.
-
Geeignete
In-vivo-Modelle zur Demonstration der Wirksamkeit bei der Behandlung
von inflammatorischen Reaktionen sind u.a. EAE (experimentelle Autoimmun-Enzephalomyelitis)
bei Mäusen,
Ratten, Meerschweinchen oder Primaten sowie andere inflammatorische
Modelle, die von α4-Integrinen
abhängen.
-
Die
Verbindungen mit der erwünschten
biologischen Aktivität
können
nach Bedarf modifiziert werden, um erwünschte Eigenschaften, wie z.B.
verbesserte pharmakologische Eigenschaften (z.B. In-vivo-Stabilität, Bioverfügbarkeit)
oder die Fähigkeit,
bei diagnostischen Anwendungen nachgewiesen zu werden, zur Verfügung zu
stellen. Zum Beispiel erhöht
der Einbau von einer oder mehreren D-Aminosäuren in die Sulfonamide dieser
Erfindung typischerweise die In-vivo-Stabilität. Die Stabilität kann auf
eine Reihe von Wegen untersucht werden, wie z.B. durch Messung der
Halbwertszeit von Proteinen während
der Inkubation mit Peptidasen oder menschlichem Plasma oder Serum.
Eine Reihe solcher Proteinstabilitätsassays wurde beschrieben
(siehe z.B. Verhoef et al., Eur. J. Drug Metab. Pharmacokinet.,
1990, 15(2):83:93).
-
Für diagnostische
Zwecke kann eine große
Vielfalt an Markierungen an die Verbindungen geknüpft werden,
die direkt oder indirekt ein nachweisbares Signal liefern können. Daher
können
die Verbindungen der vorliegenden Erfindung auf eine Reihe von Wegen
für verschiedene
Endzwecke modifiziert werden, während sie
dennoch ihre biologische Aktivität
beibehalten. Zusätzlich
können
verschiedene reaktive Stellen am Ende eingeführt werden, um sich an feste
Teilchen, feste Substrate, Makromoleküle, binden zu können.
-
Markierte
Verbindungen können
bei einer Reihe von In-vivo- oder In-vitro-Anwendungen verwendet werden.
Eine große
Vielfalt an Markierungen kann eingesetzt werden, wie z.B. Radionuklide
(z.B. gammastrahlende Radioisotope, wie z.B. Technetium-99 oder
Indium-111), Fluoreszenzstoffe (z.B. Fluoreszein), Enzyme, Enzymsubstrate,
Enzym-Cofaktoren, Enzyminhibitoren, Chemilumineszenzverbindungen,
Biolumineszenzverbindungen und dergleichen. Die Durchschnittsfachleute
werden andere geeignete Markierungen zur Bindung an die Komplexe
kennen oder in der Lage sein, solche durch Routineversuche zu erforschen.
Die Bindung dieser Markierungen wird durch Anwendung von Standardverfahren,
die den Durchschnittsfachleuten bekannt sind, erreicht.
-
In-vitro-Anwendungen
sind u.a. diagnostische Anwendungen, wie z.B. die Überwachung
inflammatorischer Reaktionen durch Detektion der Gegenwart von Leukozyten,
die α4β7-Integrin exprimieren. Die Verbindungen
dieser Erfindung können
auch zur Isolierung oder Markierung solcher Zellen verwendet werden.
Wie oben erwähnt,
können
die Verbindungen der Erfindung ferner zum Assay für wirksame
Inhibitoren von α4β7-Integrin/MadCAM-1-Wechselwirkungen verwendet
werden.
-
Zum
In-vivo-Diagnostic-Imaging zur Identifizierung von z.B. Entzündungsstellen
werden Radioisotope typischerweise gemäß gut bekannten Verfahren verwendet.
Die Radioisotope können
entweder direkt oder indirekt unter Verwendung von intermediären funktionellen
Gruppen an das Peptid gebunden sein. Zum Beispiel wurden Cheliermittel,
wie z.B. Diethylentriaminpentaessigsäure (DTPA) und Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA)
und ähnliche
Moleküle
verwendet, um Proteine an Metallionenradioisotope zu binden.
-
Die
Komplexe können
auch mit einem paramagnetischen Isotop für In-vivo-Diagnosezwecke markiert werden,
wie z.B. beim Magnetic-Resonance-Imaging
(MIR) oder bei der Elektronenspinresonanz (ESR), die beide gut bekannt
sind. Im allgemeinen kann jedes beliebige herkömmliche Verfahren zur Sichtbarmachung diagnostischer
Bilder verwendet werden. Üblicherweise
werden gamma- und positronstrahlende Radioisotope für das Kamera-Imaging
und paramagnetische Isotope für
MIR verwendet. Daher können
die Verbindungen verwendet werden, um den Verlauf der Verbesserung
einer Entzündungsreaktion
bei einer Person zu überwachen.
Durch Messung des Anstiegs oder der Abnahme von Lymphozyten, die α4β7-Integrin
exprimieren, ist es möglich,
zu ermitteln, ob ein spezielles therapeutisches Regime, das auf
eine Verbesserung der Erkrankung zielt, wirksam ist.
-
Die
pharmazeutischen Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung können verwendet
werden, um eine mit verschiedenen Erkrankungen und Störungen verbundene
Zelladhäsion
zu blockieren oder zu inhibieren. Zum Beispiel stehen eine Reihe
von Entzündungsstörungen mit
Integrinen oder Leukozyten in Verbindung. Behandelbare Störungen sind
u.a. Transplantatabstoßung
(z.B. Allotransplantatabstoßung),
Alzheimer-Krankheit, Atherosklerose, AIDS, Demenz, Diabetes (einschließlich akutem
Jugenddiabetes), Retinitis, Krebsmetastasen, rheumatoider Arthritis,
akuter leukozytenvermittelter Lungenerkrankung (z.B. Atemnotsyndrom
beim Erwachsenen), Asthma, Nephritis und akuter und chronischer
Entzündung,
einschließlich
atopischer Dermatitis, Psoriasis, Myokardischämie und entzündlicher
Darmerkrankung (einschließlich
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa). Bei bevorzugten Ausführungsformen
werden die pharmazeutischen Zusammensetzungen verwendet, um Hirnentzündungsstörungen,
wie z.B. multiple Sklerose (MS), virale Meningitis und Enzephalitis,
zu behandeln.
-
Entzündliche
Darmerkrankung ist eine Sammelbezeichnung für zwei ähnliche Erkrankungen, die als Morbus
Crohn und Colitis ulcerosa bezeichnet werden. Morbus Crohn ist eine
idiopathische chronische, auf das Ulkus beschränkte Entzündungserkrankung, die durch
eine scharf abgegrenzte und typischerweise transmurale Beteiligung
aller Schichten der Darmwand durch eine granulomatöse Entzündungsreaktion
gekennzeichnet ist. Jedes beliebige Segment des Gastrointestinaltrakts
vom Mund bis zum Anus kann beteiligt sein, obwohl die Erkrankung
am häufigsten
das Ende des Ileums und/oder das Kolon betrifft. Colitis ulcerosa
ist eine größtenteils
auf die Darmschleimhaut und die Submukosa beschränkte Entzündungsreaktion.
-
Lymphozyten
und Makrophagen sind bei Läsionen
der entzündlichen
Darmerkrankung zahlreich und können
zur Entzündungsverletzung
beitragen. Asthma ist eine Erkrankung, die durch eine gesteigerte
Empfindlichkeit des Tracheobronchialbaumes auf verschiedene Reize,
welche die paroxysmale Einschnürung
der Bronchialatemwege potenziert. Die Reize führen zur Freisetzung verschiedener
Entzündungsmediatoren
aus IgE-überzogenen
Mastzellen, einschließlich
Histamin, eosinophilen und neutrophilen chemotaktischen Faktoren,
Leukotrienen, Prostaglandinen und Blutplättchenaktivierungsfaktor. Die
Freisetzung dieser Faktoren rekrutiert Basophile, Eosinophile und
Neutrophile, die zu einer Entzündungsverletzung
führen.
-
Atherosklerose
ist eine Erkrankung der Arterien (z.B. der Herzkranzarterien, der
Karotis, der Aorta und der Hüftschlagader).
Die Hauptläsion,
das Atherom, besteht aus einem erhabenen fokalen Plaque in der Intima,
das einen Lipidkern und eine fibröse Hülle besitzt. Atherome beeinträchtigen
den Arterienblutfluß und schwächen die
betroffenen Arterien. Myokard- und Hirninfarkte sind eine Hauptfolge
dieser Erkrankung. Makrophagen und Leukozyten werden durch Atherome
rekrutiert und tragen zur Entzündungsverletzung
bei.
-
Rheumatoide
Arthritis ist eine chronische rezidivierende Entzündungserkrankung,
die hauptsächlich eine
Beeinträchtigung
und Zerstörung
der Gelenke hervorruft. Die rheumatoide Arthritis befällt üblicherweise zunächst die
kleinen Gelenke der Hände
und Füße, dann
kann sie jedoch die Handgelenke, Ellbogen, Fußgelenke und Knie befallen.
Die Arthritis ist eine Folge der Wechselwirkung von Synovialzellen
mit Leukozyten, welche aus dem Kreislauf in die Synovialdeckzellen
der Gelenke eindringen. Siehe z.B. Paul, Immunology (3. Aufl., Raven
Press 1993).
-
Es
ist möglich,
daß die
Verbindungen dieser Erfindung bei der Behandlung von durch α4β74
vermittelter Organ- oder Transplantatabstoßung verwendet werden können. In
den vergangenen Jahren wurde eine bedeutende Verbesserung der Effizienz
chirurgischer Verfahren zur Transplantation von Geweben und Organen, wie
z.B. Haut, Nieren, Leber, Herz, Lunge, Bauchspeicheldrüse und Knochenmark,
erzielt. Das möglicherweise
noch größte ausstehende
Problem ist der Mangel an zufriedenstellenden Mitteln zur Herbeiführung von
Immuntoleranz für
das transplantierte Allotransplantat oder Organ im Empfänger. Wenn
allogene Zellen oder Organe in einen Wirt transplantiert werden
(d.h. wenn der Spender und der Empfänger unterschiedliche Individuen
derselben Art sind), ist es wahrscheinlich, daß das Immunsystem des Wirts
eine Immunreaktion auf die fremden Antigene im Transplantat aufbaut
(Host-versus-Graft-Erkrankung), die zur Zer störung des transplantierten Gewebes
führt.
CD8-Zellen, CD4-Zellen und Monozyten sind alle bei der Abstoßung von
transplantierten Geweben beteiligt. Die Verbindungen dieser Erfindung,
welche sich an alpha-4-Integrin
binden, eignen sich unter anderem zur Blockierung alloantigeninduzierter
Immunreaktionen im Empfänger,
wodurch solche Zellen an der Teilnahme bei der Zerstörung des
transplantierten Gewebes oder Organs gehindert werden. Siehe z.B. Paul
et al., Transplant International 9, 420-425 (1996); Georczynski
et al., Immunology 87, 573-580 (1996); Georcyznski et al., Transplant.
Immunol. 3, 55-61 (1995); Yang et al., Transplantation 60, 71-76
(1995); Anderson et al., APMIS 102, 23-27 (1994) .
-
Eine
verwandte Verwendung für
Verbindungen dieser Erfindung, die an α4β7 binden,
ist die Modulierung der bei der "Graft-versus-Host"-Erkrankung (GVHD)
beteiligten Immunreaktion. Die GVHD ist eine möglicherweise tödliche Erkrankung,
die auftritt, wenn immunologisch fähige Zellen an einen allogenen
Empfänger übertragen
werden. In dieser Situation können
die immunfähigen
Zellen Gewebe im Empfänger
angreifen. Haut-, Darmepithel- und Lebergewebe sind häufige Ziele
und können
während
des Verlaufs der GVHD zerstört werden.
Die Erkrankung stellt ein besonders schweres Problem dar, wenn immunes
Gewebe transplantiert wird, wie z.B. bei der Knochenmarkstransplantation;
eine weniger schwere GVHD wurde jedoch auch in anderen Fällen berichtet,
einschließlich
Herz- und Lebertransplantationen. Die therapeutischen Mittel der
vorliegenden Erfindung werden unter anderem dazu verwendet, die
Aktivierung der Donor-T-Zellen
zu blockieren, wobei sie durch ihre Fähigkeit zur Lyse von Zielzellen
im Wirt eingreifen.
-
Eine
weitere Verwendung der Verbindungen dieser Erfindung ist die Behandlung
von multipler Sklerose. Multiple Sklerose ist eine progressive neurologische
Autoimmunerkrankung, an der geschätzte 250000 bis 350000 Menschen
in den Vereinigen Staaten erkranken. Man nimmt an, daß die multiple
Sklerose die Folge einer speziellen Autoimmunreaktion ist, bei der
bestimmte Leukozyten angreifen und die Zerstörung von Myelin, dem isolierenden
Schild, das die Nervenfasern bedeckt, initiieren.
-
Die
pharmazeutischen Zusammensetzungen der Erfindung eignen sich zur
Verwendung bei einer Vielzahl von Arzneistoffabgabesystemen. Geeignete
Formulierungen zur Verwendung bei der vorliegenden Erfindung finden
sich in Remington's
Pharmaceutical Sciences, Mace Publishing Company, Philadelphia,
PA, 17. Aufl. (1985).
-
Um
die Serumhalbwertszeit zu erhöhen,
können
die Verbindungen eingekapselt, in das Lumen von Liposomen eingebracht,
als ein Kolloid hergestellt werden, oder es können andere herkömmliche
Verfahren angewandt werden, welche eine verlängerte Serumhalbwertszeit der
Verbindungen ergeben. Eine Reihe von Verfahren sind zur Herstellung
von Liposomen beschrieben, z.B. in Szoka et al., US-Patente Nr.
4 235 871, 4 501 728 und 4 837 028.
-
Die
dem Patienten verabreichte Menge wird in Abhängigkeit von dem, was verabreicht
wird, vom Zweck der Verabreichung, wie z.B. zur Prophylaxe oder
Therapie, vom Zustand des Patienten, von der Art der Verabreichung,
variieren. Bei therapeutischen Anwendungen werden Zusammensetzungen
an einen Patienten, der bereits an einer Erkrankung leidet, in einer
Menge, die ausreicht, um die Krankheit zu heilen oder wenigstens
die Symptome der Erkrankung und ihre Komplikationen teilweise aufzuhalten,
verabreicht. Eine Menge, die ausreicht, um dies zu erreichen, wird
als "therapeutisch
wirksame Dosis" definiert.
Für diese
Verwendung wirksame Mengen werden von dem behandelten Erkrankungszustand
sowie von der Einschätzung
des behandelnden Arztes in Abhängigkeit
von Faktoren wie der Schwere der Entzündung, dem Alter, dem Gewicht und
dem allgemeinen Zustand des Patienten, abhängen.
-
Die
an einen Patienten verabreichten Zusammensetzungen liegen in Form
von pharmazeutischen Zusammensetzungen vor, die oben beschrieben
wurden. Diese Zusammensetzungen können durch herkömmliche
Sterilisationsverfahren sterilisiert werden oder steril filtriert
werden. Die resultierenden wäßrigen Lösungen können so
wie sie sind verpackt oder gefriergetrocknet werden, wobei das gefriergetrocknete
Präparat
vor der Verabreichung mit einem sterilen wäßrigen Träger kombiniert wird. Der pH-Wert des Verbundpräparats wird typischerweise
zwischen 3 und 11 liegen, vorzugsweise zwischen 5 und 9 und besonders
bevorzugt zwischen 7 und 8. Es ist selbstverständlich, daß die Verwendung einiger der
obigen Hilfsstoffe, Träger
oder Stabilisatoren zur Bildung pharmazeutischer Salze führen wird.
-
Die
therapeutische Dosis der Verbindungen der vorliegenden Erfindung
wird zum Beispiel gemäß der speziellen
Verwendung, für
die die Behandlung gemacht ist, der Verabreichungsweise der Verbindung,
der Gesundheit und des Zustandes des Patienten und der Einschätzung des
verschreibenden Arztes variieren. Zum Beispiel wird zur intravenösen Verabreichung
die Dosis typischerweise im Bereich von etwa 20 μg bis etwa 500 μg pro Kilogramm
Körpergewicht
liegen, vorzugsweise etwa 100 μg
bis etwa 300 μg
pro Kilogramm Körpergewicht.
Geeignete Dosisbereiche für
die intranasale Verabreichung liegen im allgemeinen bei etwa 0,1
pg bis 1 mg pro Kilogramm Körpergewicht.
Wirksame Dosen können
aus Dosis-Wirkungs- Kurven,
die in vitro oder an Tiermodelltestsystemen ermittelt wurden, extrapoliert
werden.
-
Die
Verbindungen dieser Erfindung sind auch in der Lage, α6β1-, α9β1-, α4β7-, αdβ2-, αcβ7-Integrine (obwohl α4β1 und α4β7 bei
dieser Erfindung bevorzugt sind) zu binden oder deren Wirkungen
zu antagonisieren. Demgemäß eignen
sich die Verbindungen dieser Erfindung auch zur Prävention
oder Umkehrung der Symptome, Störungen
oder Erkrankungen, die durch die Bindung dieser Integrine an ihre
entsprechenden Liganden hervorgerufen werden.
-
Zum
Beispiel beschreiben die Internationale Veröffentlichung mit der Nummer
WO 98/53817, veröffentlicht
am 3. Dezember 1998, und die darin genannten Literaturangaben Störungen,
die durch α4β7 vermittelt werden. Diese Druckschrift beschreibt
auch ein Assay zur Ermittlung des Antagonismus der α4β7-abhängigen Bindung
an VCAM-Ig-Fusionsprotein.
-
Zusätzlich eignen
sich Verbindungen, die αdβ2- und αcβ7-Integrine binden, besonders zur Behandlung von
Asthma und verwandten Lungenerkrankungen. Siehe zum Beispiel M.
H. Grayson et al., J. Exp. Med., 188(11) 2187-2191 (1998). Verbindungen,
die αcβ7-Integrine binden, eignen sich auch zur
Behandlung von systemischem Lupus erythematodes (siehe zum Beispiel
M. Pang et al., Arthritis Rheum. 41(8), 1456-1463 (1998)); Morbus
Crohn, Colitis ulcerosa und entzündlicher
Darmerkrankung (IBD) (siehe zum Beispiel D. Elewaut et al., Scand
J. Gastroenterol. 33(7) 743-748
(1998), Sjorgren-Syndrom (siehe zum Beispiel U. Kroneld et al.,
Scand J. Gastroenterol 27(3), 215-218 (1998)) und rheumatoider Arthritis
(siehe zum Beispiel Scand. J. Gastroenterol. 44(3), 293-298 (1996)).
Und Verbindungen, die α6β1 binden, können geeignet sein, um eine
Befruchtung zu verhindern (siehe zum Beispiel H. Chen et al., Chem.
Biol. 6, 1-10 (1999).
-
Die
folgenden Synthese- und biologischen Beispiele sind angegeben, um
diese Erfindung zu veranschaulichen, sie sollen jedoch keinesfalls
als den Umfang dieser Erfindung einschränkend aufgefaßt werden. Sofern
nichts anderes angegeben ist, sind alle Temperatur in Grad Celsius.
-
BEISPIELE
-
In
den nachstehenden Beispielen haben die folgenden Abkürzungen
die folgenden Bedeutungen. Wenn eine Abkürzung nicht definiert ist,
hat sie die allgemein akzeptierte Bedeutung.
- wäßr.
- = wäßrig
- br.d
- = breites Dublett
- br.m
- = breites Multiplett
- br.s
- = breites Singulett
- Boc
- = N-tert.-Butoxylcarbonyl
- Boc2O
- = Di-tert.-butyldicarbonat
- BOP
- = Benzotriazol-1-yloxytris(dimethylamino)phosphinium
hexafluorphosphat
- CH2Cl2
- = Dichlormethan
- d
- = Dublett
- dd
- = Dublett von Dubletts
- dt
- = Dublett von Tripletts
- DMAP
- = 4-N,N-Dimethylaminopyridin
- DMF
- = N,N-Dimethylformamid
- Et2O
- = Diethylether
- EtOAc
- = Ethylacetat
- g
- = Gramm
- h
- = Stunde
- H2O
- = Wasser
- HCl
- = Salzsäure
- HOBT
- = 1-Hydroxybenzotriazolhydrat
- h
- = Stunde
- K2CO3
- = Kaliumcarbonat
- L
- = Liter
- m
- = Multiplett
- MgSO3
- = Magnesiumsulfat
- ml
- = Milliliter
- mm
- = Millimeter
- mM
- = Millimolar
- NaCl
- = Natriumchlorid
- Na2CO3
- = Natriumcarbonat
- NaHCO3
- = Natriumhydrogencarbonat
- NaOH
- = Natriumhydroxid
- q
- = Quartett
- quint.
- = Quintett
- RT
- = Raumtemperatur
- s
- = Singulett
- gesätt.
- = gesättigt
- t
- = Triplett
- TFA
- = Trifluoressigsäure
- THF
- = Tetrahydrofuran
- DC
- = Dünnschichtchromatographie
-
Synthesebeispiele
-
Die
folgenden Verfahren können
zur Herstellung der Verbindungen dieser Erfindung verwendet werden.
-
Verfahren A
-
Verfahren zur Herstellung
von Methylester
-
sAminosäuremethylester
können
durch Anwendung des Verfahrens von Brenner und Huber, Helv. Chim.
Acta 1953, 36, 1109, hergestellt werden.
-
Verfahren B
-
BOP-Kupplungsverfahren
-
Der
erwünschte
Ester wurde durch Umsetzung einer Carbonsäure (1 Äquivalent) mit dem passenden Aminosäureester
oder Aminosäurester-Hydrochlorid (1 Äquivalent),
Benzotriazol-1-yloxytris(dimethylamino)phosphoniumhexafluorphosphat
[BOP] (2,0 Äquivalente),
Triethylamin (1,1 Äquivalente)
und DMF hergestellt. Die Reaktionsmischung wurde über Nacht
bei Raumtemperatur gerührt.
Das Rohprodukt wird durch Flashchromatographie gereinigt, um den
Dipeptidester zu ergeben.
-
Verfahren C
-
Hydrierverfahren I
-
Die
Hydrierung wurde unter Verwendung von 10%-Palladium-auf-Kohle (10
Gew.-%) in Methanol bei 30 psi über
Nacht durchgeführt.
Die Mischung wurde durch ein Celitekissen filtriert und das Filtrat
eingeengt, um die erwünschte
Verbindung zu ergeben.
-
Verfahren D
-
Hydrolyseverfahren I
-
Zu
einer gekühlten
(0°C) THF/H2O-Lösung
(2:1, 5-10 ml) des passenden Esters wurde LiOH (oder NaOH) (0,95 Äquivalente)
zugegeben. Die Temperatur wurde bei 0°C gehalten, und die Reaktion
war nach 1-3 Stunden beendet. Die Reaktionsmischung wurde mit Ethylacetat
extrahiert und die wäßrige Phase
gefriergetrocknet, was zum erwünschten
Carboxylatsalz führte.
-
Verfahren E
-
Esterhydrolyseverfahren
II
-
Zu
einer gekühlten
(0°C) THF/H2O-Lösung
(2:1, 5-10 ml) des passenden Esters wurde LiOH (1,1 Äquivalente)
zugegeben. Die Temperatur wurde bei 0°C gehalten, und die Reaktion
war nach 1-3 Stunden beendet. Die Reaktionsmischung wurde eingeengt
und der Rückstand
in H2O aufgenommen und der pH-Wert mit wäßriger HCl
auf 2-3 eingestellt. Das Produkt wurde mit Ethylacetat extrahiert
und die vereinte organische Phase mit Salzlösung gewaschen, über MgSO4 getrocknet, filtriert und eingeengt, um
die erwünschte
Säure zu
ergeben.
-
Verfahren F
-
Esterhydrolyseverfahren
III
-
Der
passende Ester wurde in Dioxan/H2O (1:1)
gelöst
und mit 0,9 Äquivalenten
0,5N NaOH versetzt. Die Reaktion wurde 3-16 Stunden lang gerührt und
anschließend
eingeengt. Der resultierende Rückstand
wurde in H2O gelöst und mit Ethylacetat extrahiert.
Die wäßrige Phase
wurde gefriergetrocknet, um das erwünschte Carboxylat-Natriumsalz
zu ergeben.
-
Verfahren G
-
Verfahren zur BOC-Entfernung
-
Wasserfreies
Chlorwasserstoff(HCl)-Gas wurde bei 0°C 15 Minuten lang durch eine
methanolische Lösung
des passenden Boc-Aminosäureesters
geleitet und die Reaktionsmischung drei Stunden lang gerührt. Die
Lösung
wurde zu einem Sirup eingeengt und in Et2O
gelöst
und erneut eingeengt. Dieses Verfahren wurde wiederholt und der
resultierende Feststoff über
Nacht unter Hochvakuum gesetzt.
-
Verfahren H
-
tert.-Butylesterhydrolyseverfahren
I
-
Der
tert.-Butylester wurde in CH2Cl2 gelöst und mit
TFA behandelt. Die Reaktion war nach 1-3 Stunden beendet, wonach
die Reaktionsmischung eingeengt und der Rückstand in H2O
gelöst
und gefriergetrocknet wurde, um die erwünschte Säure zu ergeben.
-
Verfahren I
-
EDC-Kupplungsverfahren
I
-
Eine
CH2Cl2-Lösung (5-20
ml) einer Carbonsäure
(1 Äquivalent)
wurde mit dem passenden Aminosäureester-Hydrochlorid
(1 Äquivalent),
N-Methylmorpholin (1,1-2,2 Äquivalente)
und 1-Hydroxybenzotriazol (2 Äquivalente)
vermischt, sie wurde in ein Eisbad gegeben und mit 1-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimid
(1,1 Äquivalente)
versetzt. Man ließ die
Reaktion auf Raumtemperatur ansteigen und über Nacht rühren. Die Reaktionsmischung
wurde in H2O gegossen und die organische
Phase mit gesätt.
NaHCO3, Salzlösung gewaschen, getrocknet
(MgSO4 oder Na2SO4), filtriert und eingeengt. Das Rohprodukt
wurde durch Säulenchromatographie
gereinigt.
-
Verfahren J
-
EDC-Kupplungsverfahren
II
-
Eine
DMF-Lösung
(5-20 ml) einer Carbonsäure
(1 Äquivalent)
wurde mit dem passenden Aminosäureester-Hydrochlorid
(1 Äquivalent),
Et3N (1,1 Äquivalente) und 1-Hydroxybenzotriazol
(2 Äquivalente)
vermischt, sie wurde in ein Eisbad gegeben und mit 1-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimid
(1,1 Äquivalente)
versetzt. Man ließ die
Reaktion auf Raumtemperatur ansteigen und über Nacht rühren. Die Reaktionsmischung
wurde zwischen EtOAc und H2O aufgetrennt
und die organische Phase mit 0,2N Citronensäure, H2O,
gesätt.
NaHCO3, Salzlösung gewaschen, getrocknet
(MgSO4 oder Na2SO4), filtriert und eingeengt. Das Rohprodukt
wurde durch Säulenchromatographie
oder präparative
DC gereinigt.
-
Verfahren K
-
tert.-Butylesterhydrolyseverfahren
II
-
Der
tert.-Butylester wurde in CH2Cl2 (5
ml) gelöst
und mit TFA (5 ml) behandelt. Die Reaktion war nach 1-3 Stunden
beendet, wonach die Reaktionsmischung eingeengt und der Rückstand
in H2O gelöst und eingeengt wurde. Der
Rückstand
wurde in H2O erneut gelöst und gefriergetrocknet, um
das erwünschte
Produkt zu ergeben.
-
Verfahren L
-
Carbamatbildungsverfahren
I
-
In
einem Reaktionsfläschchen
wurden 15,2 mmol, 1,0 Äquiv.,
der Ausgangs-Hydroxyverbindung (typischerweise ein Tyrosinderivat)
und 1,86 g (15,2 mmol, 1,0 Äquiv.)
DMAP vereint. Anschließend
wurden Methylenchlorid (50 ml), Triethylamin (2,12 ml, 1,54 g, 15,2
mmol, 1,0 Äquiv.)
und Dimethylcarbamylchlorid (1,68 ml, 1,96 g, 18,2 mmol, 1,2 Äquiv.) zugegeben.
Das Fläschchen
wurde fest verschlossen und die Reaktionslösung verwirbelt, um eine homogene
Lösung
zu erhalten. Die Reaktionslösung
wurde anschließend
auf 40°C erwärmt. Nach
48 Stunden zeigte die DC der resultierenden farblosen Lösung die
vollständige
Umwandlung an. Die Aufarbeitung der Reaktionslösung war wie folgt: 50 ml EtOAc
und 50 ml Hexane wurden zu der Reaktionsmischung hinzugegeben und
die resultierende Mischung mit 0,5M Citronensäure (3 × 50 ml), Wasser (2 × 50 ml),
10%igem K2CO3 (2 × 50 ml)
und gesätt.
NaCl (1 × 50
ml) gewaschen, mit MgSO4 getrocknet, filtriert und
eingedampft, um die erwünschte
Verbindung zu ergeben.
-
Verfahren M
-
Carbamatbildungsverfahren
II
-
In
einem Reaktionsfläschchen
wurden 84,34 mmol (1,0 Äquiv.)
der Ausgangs-Hydroxyverbindung (typischerweise ein Tyrosinderivat)
und 17,0 g (84,34 mmol, 1,0 Äquiv.)
4-Nitrophenylchlorformiat vereint. Anschließend wurde Methylenchlorid
(700 ml) zugegeben und das Fläschchen
mit einem Septum verschlossen. Eine Stickstoffleitung wurde angebracht
und das Fläschchen
in einer 4:1-Wasser/Ethanol-Trockeneisaufschlämmung unter Rühren eingetaucht,
um auf –15°C abzukühlen. Triethylamin
(29,38 ml, 21,33 g, 210,81 mmol, 2,5 Äquiv.) wurde innerhalb von
fünf Minuten
unter Rühren
zugegeben und das Rühren
1 Stunde lang bei –10
bis –15°C fortgesetzt.
N-Methylpiperazin (9,35 ml, 8,45 g, 84,34 mmol, 1,0 Äquiv.) wurde
innerhalb von drei Minuten unter Rühren zugegeben und das Rühren über Nacht
fortgesetzt, während
die Mischung sich auf Raumtemperatur erwärmte. Die Reaktionsmischung
wurde mit 700 ml Hexane verdünnt
und die resultierende Mischung wiederholt mit 10%igem K
2CO
3 gewaschen, bis keine gelbe Färbung (von
4-Nitrophenol) mehr in der wäßrigen Schicht
beobachtet wird. Anschließend
wurde die Mischung mit gesätt.
NaCl gewaschen, über
wasserfreiem MgSO
4 getrocknet, filtriert
und eingedampft. Der Rückstand
wurde in 500 ml Ethanol gelöst
und eingedampft, um das Triethylamin zu entfernen. Der Rückstand
wurde erneut in 500 ml Ethanol gelöst und eingedampft, um das
Triethylamin zu entfernen. Anschließend wurde der Rückstand
in 400 ml Ethanol gelöst
und mit 600 ml Wasser unter Rühren
versetzt, um einen Feststoff oder ein Öl auszufällen. Wenn ein Öl gebildet wird,
wird das Öl
kräftig
gerührt,
um seine Verfestigung zu bewirken. Der Feststoff wird anschließend durch Filtration
isoliert. Das Auflösen,
das Ausfällen
und das Abfiltrieren werden einmal wiederholt und der resultierende
Feststoff mit Wasser gespült,
um Spuren einer gelben Färbung
zu entfernen. Anschließend
wird der Feststoff unter Hochvakuum gesetzt, bis die Masse konstant
bleibt, wobei die erwünschte
Carbamyloxyverbindung erhalten wird. Verfahren
N Synthese
von (1S,2R)-2-(3,5-Difluorbenzyl)cyclohexancarbonsäure
-
Schritt 1
-
Ein
trockener Dreihals-Rundkolben, der mit einem Rückflußkühler ausgestattet war, wurde
mit Magnesiumspänen
(1,89 g, 78 mmol) und Iod (0,131 g, 0,518 mmol) beschickt. Die Apparatur
wurde fest mit einem Septum verschlossen und mit N2 gespült und anschließend durch
eine Kanüle
mit wasserfreiem Diethylether (80 ml) versetzt. Die Reaktionsmischung
wurde 2 Stunden lang gerührt,
wobei während
dieser Zeit das Iod verbraucht wurde. Der Kolben wurde mit einem
Eisbad gekühlt,
und anschließend
wurde portionsweise 1-Brom-3,5-difluorbenzol (10 g, 51,8 mmol) unter
Rühren
eingespritzt. Das Eisbad wurde entfernt und die Reaktionsmischung
1 Stunde lang gerührt,
wobei während
dieser Zeit eine Exotherme sichtbar war und viel vom Mg verbraucht
wurde. Die überstehende
Grignardreagenzlösung
wurde mittels einer Kanüle
langsam in eine gerührte
Lösung
von cis-1,2-Cyclohexandicarbonsäureanhydrid
(7,98 g, 51,8 mmol) in wasserfreiem Ether (120 ml) überführt, welche
bei –78°C unter N2 gehalten wurde. Die resultierende Lösung wurde
1 Stunde lang bei –78°C gerührt, und
anschließend
ließ man
sie innerhalb von 18 Stunden auf 20°C erwärmen. Die Reaktionsmischung
wurde in 1M Schwefelsäure
(150 ml) gegossen und mit 200 ml Hexanen extrahiert. Die organische
Schicht wurde mit gesätt.
NaCl gewaschen, über
MgSO4 getrocknet, filtriert und eingedampft,
um cis-2-(3,5-Difluorphenylcarbonsäure)cyclohexancarbonsäure als
ein Öl
zu ergeben, das sofort im nächsten Schritt
verwendet wurde.
-
Schritt 2
-
Cis-2-(3,5-Difluorphenylcarbonyl)cyclohexancarbonsäure wurde
in 10%igem NaOH (250 ml) gelöst und
die Lösung
16 Stunden lang bei 20°C
gerührt.
Die wäßrige Lösung wurde
mit Diethylether (100 ml) extrahiert und anschließend mit
1M Salzsäure
angesäuert.
Der resultierende Niederschlag wurde gesammelt und aus CH2Cl2/Hexane umkristallisiert,
um (1S,2R)- 2-(3,5-Difluorphenylcarbonyl)cyclohexancarbonsäure als
einen weißen
Feststoff zu ergeben (4 g, 30% von cis-1,2-Cyclohexandicarbonsäureanhydrid).
-
Schritt 3
-
Eine
Mischung aus (1S,2R)-2-(3,5-Difluorphenylcarbonyl)cyclohexancarbonsäure (1 g,
3,7 mmol), 10% Pd(OH)
2 auf Kohlenstoff (1
g), Tetrahydrofuran (10 ml) und Essigsäure (0,5 ml) wurde unter einer
Wasserstoffatmosphäre
96 Stunden lang bei 50 psi geschüttelt.
Die Reaktionsmischung wurde durch Celite
R filtriert und
das Filtrat eingedampft, um (1S,2R)-2-(3,5-Difluorphenylmethyl)cyclohexancarbonsäure als
einen weißen Feststoff
zu ergeben (0,9 g, 95%). Verfahren
O Synthese
von (1S,2R)-2-(Pyridin-4-ylmethyl)cyclohexancarbonsäure
-
Schritt 1
-
4-Brompyridinhydrochlorid
(10,05 g, 51,8 mmol) wurde mit Kaliumcarbonat (7,15 g, 51,8 mmol)
in Wasser (50 ml) behandelt und die resultierende Lösung mit
Natriumchlorid gesättigt.
Das 4-Brompyridin in Form der freien Base wurde mit Diethylether
extrahiert und die Lösung
unter N2 über 3-Angström-Molekularsieben
1 Stunde lang aufbewahrt. Die 4-Brompyridinlösung wurde langsam mittels
einer Kanüle
in eine gerührte
Lösung
von 2,5M Butyllithium in Hexan (21,2 ml, 53 mmol) in wasserfreiem
Diethylether (100 ml) überführt, welche
bei –78°C unter N2 gehalten wurde. Die Reaktionsmischung wurde
30 Minuten lang gerührt,
und anschließend
wurde eine Lösung
von cis-1,2-Cyclohexandicarbonsäureanhydrid
(8,33 g, 54 mmol) in wasserfreiem Tetrahydrofuran (150 ml) durch
eine Kanüle
zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde 1 Stunde lang bei –78°C gerührt, und
anschließend
ließ man
sie auf 20°C
erwärmen.
Die Reaktionsmischung wurde durch Zugabe von Wasser (200 ml) gequencht,
und die wäßrige Schicht
wurde abgetrennt und durch Zugabe von 6M Salzsäure auf pH=4 angesäuert. Die
wäßrige Schicht
wurde mit Natriumchlorid gesättigt
und mit einer (1:1)-Mischung aus Ethylacetat und Tetrahydrofuran
(400 ml) extrahiert. Die organische Schicht wurde mit gesättigtem NaCl
gewaschen, über
MgSO4 getrocknet, filtriert und eingedampft,
um cis-2-(4-Pyridylcarbonyl)cyclohexancarbonsäure als einen Feststoff zu
ergeben, der sofort im nächsten
Schritt verwendet wurde.
-
Schritt 2
-
cis-2-(4-Pyridylcarbonyl)cyclohexancarbonsäure wurde
in 10%igem Natriumhydroxid (300 ml) angesäuert und 16 Stunden lang bei
20°C gerührt. Die
wäßrige Lösung wurde
mit Diethylether (200 ml) extrahiert und anschließend durch
Zugabe von 6M Salzsäure
auf pH=4 angesäuert.
Der resultierende Niederschlag wurde gesammelt und aus heißem Wasser
umkristallisiert, um (1S,2R)-2-(4-Pyridylcarbonyl)cyclohexancarbonsäure als
einen weißen
Feststoff zu ergeben (4,8 g, 40% aus cis-1,2-Cyclohexandicarbonsäureanhydrid).
-
Schritt 3
-
Eine
Mischung aus 8,5M Salzsäure
(10,5 ml), Zn (5,57 g, 85,2 mmol) und HgCl
2 (0,557
g, 2,1 mmol) wurde 15 Minuten lang gerührt und anschließend mit
(1S,2R)-2-(4-Pyridylcarbonyl)cyclohexancarbonsäure (0,30 g, 1,3 mmol) versetzt.
Die Reaktionsmischung wurde 20 Stunden lang am Rückfluß gerührt und anschließend mit
10%iger Citronensäure
(75 ml) verdünnt
und dann durch Zugabe von 10M NaOH auf pH=4 eingestellt. Die Reaktionsmischung
wurde mit Ethylacetat extrahiert, mit gesätt. Salzlösung gewaschen, über MgSO
4 getrocknet, filtriert und eingedampft,
um (1S,2R)-2-(4-Pyridylmethyl)cyclohexancarbonsäure als einen weißen Halbfeststoff
(0,25 g, 90%) zu ergeben. Verfahren
P Synthese
von (4S,5R)-4-Benzyl-2-oxo-5-oxazolidincarbonsäure
-
(4S,SR)-4-Benzyl-2-oxo-5-oxazolidincarbonsäure wurde
durch das Verfahren von Herranz, R. et al., J. Org. Chem., 55(7),
2232 (1990) hergestellt. Beispiel
1 Synthese
von N-[(1S,2R)-2-Benzylcyclohex-1-ylcarbonyl]-L-4-(dimethylaminocarbonyloxy)phenylalanin
-
Ein
Verfahrensablauf wie in dem obigen Beispiel N beschrieben, jedoch
durch Austausch von 1-Brom-3,5-difluorbenzol gegen Brombenzol, ergab
(1S,2R)-2-Benzylcyclohexancarbonsäure, welche anschließend durch
Nacharbeiten der in den obigen Verfahren I, L und H beschriebenen
Verfahren unter Verwendung der passenden Ausgangsmaterialien in
N[(1S,2R)-2-Benzylcyclohex-1-ylcarbonyl]-1-L-4-(dimethylaminocarbonyloxy)phenylalanin
umgewandelt wurde. Die NMR-Daten sind wie folgt:
1H-NMR
(CD
3)
2SO: 8,24 (t,
1H), 7,25-6,89 (m, 9H), 4,53-4,41 (m, 1H), 3,13-3,04 (m, 1H), 3,00
(s, 1,5H), 2,91-2,80 (m, 1H), 2,88 (s, 1,5 H), 2,87 (s, 1,5H), 2,83
(s, 1,5H), 2,75 (d, 0,5H), 2,26 (d, 0,5H), 2,08-1,77 (m, 3H), 1,63-0,97
(m, 7H), 0,83-0,66 (m, 1H).
13C-NMR
(CD
3)
2SO: 175,3,
175,0, 173,6, 154,3, 154,2, 150,1, 150,0, 140,8, 140,7, 134,8, 130,03,
129,99, 129,3, 129,2, 128,2, 128,1, 125,8, 125,6, 121,7, 121,6,
53,2, 53,1, 50,2, 49,8, 36,3, 36,2, 36,1, 36,0, 35,9, 30,0, 25,4,
25,3. Beispiel
2 Synthese
von N-[(1S,2R)-2-Benzylcyclohex-1-ylcarbonyl]-L-4-(thiomorpholin-4-ylcarbonyloxy)phenylalanin
-
Ein
Verfahrensablauf wie in dem obigen Beispiel N beschrieben, jedoch
unter Austausch von 1-Brom-3,5-difluorbenzol gegen Brombenzol, ergab
(1S,2R)-2-Benzylcyclohexancarbonsäure, welche anschließend durch
Nacharbeiten der in den obigen Verfahren I, M (wobei hier N-Methylpiperazin
durch Thiomorpholin ersetzt wurde) und H beschriebenen Verfahren
unter Verwendung der passenden Ausgangsmaterialien in N-[(1S,2R)-2-Benzylcyclohex-1-ylcarbonyl]-1-L-4-(thiomorpholin-4-ylcarbonyloxy)phenylalanin
umgewandelt wurde. Die NMR-Daten waren wie folgt:
1H-NMR
(CDCl
3): 7,27-7,08 (m, 7H), 7,02-6,95 (m,
2H), 6,27 (d, 1H), 5,06-4,93 (m, 1H), 4,24-3,76 (m, 4H), 3,30-3,07
(m, 2H), 2,95-2,57 (m, 5H), 2,18-2,10 (m, 0,5H), 2,04-1,95 (m, 0,5H),
1,90-1,44 (m, 7H), 1,20-1,07 (m,
2H), 0,90-0,74 (m, 1H).
13C-NMR (CDCl
3): 176,4, 176,3, 173,6, 173,5, 153,8, 150,2,
140,3, 133,4, 130,6, 130,4, 129,4, 128,1, 125,8, 121,8, 121,6, 52,6,
52,0, 51,7, 47,0, 46,4, 40,9, 40,6, 40,4, 36,9, 36,4, 30,5, 30,2,
27,3, 27,0, 25,5, 25,3. Beispiel
3 Synthese
von N-[(1S,2R)-2-Benzylcyclohex-1-ylcarbonyl]-L-4-(1,1-dioxothiomorpholin-4-ylcarbonyloxy)phenylalanin
-
Ein
Verfahrensablauf wie in dem obigen Beispiel N beschrieben, jedoch
unter Austausch von 1-Brom-3,5-difluorbenzol gegen Brombenzol, ergab
(1S,2R)-2-Benzylcyclohexancarbonsäure, welche anschließend durch
Nacharbeiten der in den obigen Verfahren I, M und H beschriebenen
Verfahren in N-[(1S,2R)-2-Benzylcyclohex-1-ylcarbonyl]-1-L-4-(1,1-dioxothiomorpholin-4-ylcarbonyloxy)phenylalanin
umgewandelt wurde. Die NMR-Daten waren wie folgt:
1H-NMR
(CDCl
3): 7,26-6,94 (m, 9H), 6,26-6,20 (m,
1H), 5,06-4,94 (m, 1H), 4,18-3,95 (m, 4H), 3,32-3,24 (m, 0,5H),
3,18-3,00 (m, 5,5 H), 2,78 (d, 0,5H), 2,46 (d, 0,5H), 2,18-2,10
(m, 0,5H), 1,98-1,00 (m, 9,5H), 0,92-0,72 (m, 1H).
13C-NMR (CDCl
3):
176,5, 174,0, 173,9, 153,4, 153,3, 149,8, 140,3, 140,2, 133,9, 130,6,
130,5, 129,4, 128,1, 128,1, 125,9, 125,8, 121,6, 64,0, 63,9, 52,5,
52,0, 51,6, 43,0, 40,9, 40,6, 40,4, 36,9, 36,5, 30,5, 30,2, 27,3, 27,0,
25,5, 25,3. Beispiel
4 Synthese
von N-[(1S,2R)-2-(3,5-Difluorbenzyl)cyclohex-1-ylcarbonyl]-L-4-(dimethylaminocarbonyloxy)phenylalanin
-
Das
in dem obigen Verfahren N gebildete Produkt wurde durch Nacharbeiten
der in den obigen Verfahren I, L und H beschriebenen Verfahren unter
Verwendung der passenden Ausgangsmaterialien in N-[(1S,2R)-2-(3,5-difluorbenzyl)cyclohex-1-ylcarbonyl]-L-4-(dimethylaminocarbonyloxy)phenylalanin
umgewandelt. Die NMR-Daten waren wie folgt:
1H-NMR
CD
3OD): 8,39-8,35 (m, 1H), 7,26 (d, 3H),
6,99 (d, 1H), 6,91 (d, 1H), 6,74-6,67 (m, 3H), 6,60 (d, 1H), 4,85-4,80
(m, 1H), 4,73-4,70 (m, 1H), 3,50-3,22 (m, 2H), 3,22-2,82 (m, 10H),
2,18-1,07 (m, 14H), 0,9-0,7
(m, 2H) .
13C-NMR CD
3OD):
178,8, 178,8, 178,5, 178,4, 174,9, 166,1, 165,9, 162,8, 162,7, 156,9,
156,7, 151,8, 151,7, 146,9, 146,8, 146,7, 136,0, 135,9, 131,3, 131,2,
122,9, 122,9, 113,3, 113,2, 113,1, 112,9, 102,3, 102,2, 101,9, 101,8,
101,6, 101,5, 54,7, 54,6, 54,4, 54,3, 52,5, 52,1, 52,0, 41,7, 41,4,
37,8, 37,4, 36,8, 36,7, 36,6, 36,5, 31,5, 31,4, 31,3, 26,6. Beispiel
5 Synthese
von N-(trans-2-(3,4-Difluorbenzyl)cyclohex-1-ylcarbonyl)-L-4-(dimethylaminocarbonyloxy)phenylalanin
-
Ein
Verfahrensablauf wie in dem obigen Beispiel N beschrieben, jedoch
unter Austausch von 1-Brom-3,5-difluorbenzol gegen 1-Brom-3,4-difluorbenzol, ergab
(1S,2R)-2-(3,4-Difluorbenzyl)cyclohexancarbonsäure, welche anschließend durch
Nacharbeiten der in den obigen Verfahren I, L und H beschriebenen
Verfahren unter Verwendung der passenden Ausgangsmaterialien in
N-[(1S,2R)-2-(3,4-Difluorbenzyl)cyclohex-1-ylcarbonyl]-L-4-(dimethylaminocarbonyloxy)phenylalanin
umgewandelt wurde. Die NMR-Daten waren wie folgt:
1H-NMR
(CD
3OD): 8,38-8,33 (m, 1H), 7,26 (d, 2H),
7,14-6,8 (m, 6H), 6,77-6,74 (m, 1H), 4,86-4,78 (m, 1H), 4,75-4,67
(m, 1H), 3,20-2,73 (m, 9H), 2,16-1,07 (m, 14H), 0,87-0,76 (m, 2H).
13C-NMR (CD
3OD):
172,9, 172,4, 168,9, 150,6, 145,8, 145,7, 137,3, 133,6, 130,0, 129,9,
125,3, 125,2, 120,5, 116,9, 116,8, 113,0, 112,9, 112,8, 111,7, 111,5,
48,6, 48,5, 46,5, 46,0, 35,8, 34,9, 31,8, 31,5, 30,8, 30,7, 30,6, 30,4,
25,6, 25,5, 25,4, 25,3, 20,7. Beispiel
6 Synthese
von N-[(1S,2R)-2-(Pyridin-3-ylmethyl)cyclohex-1-ylcarbonyl]-L-4-(dimethylaminocarbonyloxy)phenylalanin
-
Ein
Verfahrensablauf wie in dem obigen Beispiel O beschrieben, jedoch
unter Austausch von 4-Brompyridin gegen 3-Brompyridin, ergab (1S,2R)-2-(Pyridin-3-ylmethyl)cyclohexancarbonsäure, welche
anschließend
durch Nacharbeiten der in den obigen Verfahren I, L und H beschriebenen
Verfahren unter Verwendung der passenden Ausgangsmaterialien in
N-[(1S,2R)-2-Pyridin-3-ylmethyl)cyclohex-1-ylcarbonyl]-1-L-4-(dimethylaminocarbonyloxy)phenylalanin
umgewandelt wurde. Die NMR-Daten waren wie folgt:
1H-NMR
(CD
3OD): 8,30-8,15 (m, 3H), 7,63 (d, 1H),
7,47 (d, 1H), 7,35-7,23
(m, 4H), 6,97 (d, 2H), 6,83 (d, 2H), 4,73-4,68 (m, 1H), 4,55-4,51
(m, 1H), 3,34-3,21 (m, 2H), 3,08 (s, 3H), 3,03-2,75 (m, 11H), 2,24-2,16
(m, 1H), 2,04-0,78 (m, 18H).
13C-NMR
(CD
3OD): 179,9, 176,7, 172,9, 172,4, 171,6,
171,4, 168,8, 150,6, 145,5, 145,4, 144,8, 141,5, 141,4, 133,3, 133,2,
131,3, 131,0, 125,5, 125,4, 122,6, 119,1, 116,5, 51,1, 50,9, 46,9,
46,6, 35,8, 35,6, 33,3, 32,8, 32,5, 30,7, 30,6, 25,8, 25,4, 25,3,
25,2, 20,6. Beispiel
7 Synthese
von N-[(1S,2R)-2-(pyridin-4-ylmethyl)cyclohex-1-ylcarbonyl]-L-4-(dimethylaminocarbonyloxy)phenylalanin
-
Das
in dem obigen Verfahren O gebildete Produkt wurde durch Nacharbeiten
der in den obigen Verfahren I, L und H beschriebenen Verfahren unter
Verwendung der passenden Ausgangsmaterialien in N-[(1S,2R)-2-(Pyridin-4-ylmethyl)cyclohex-1-ylcarbonyl]-L-4-(dimethylaminocarbonyloxy)phenylalanin
umgewandelt. Die NMR-Daten waren wie folgt:
1H-NMR
CD
3OD): 8,37-8,33 (m, 4H), 7,28-7,20 (m,
6H), 7,06 (d, 2H), 6,96 (d, 2H), 6,83 (d, 2H), 4,72-4,68 (m, 1H),
4,55-4,52 (m, 1H), 3,08-2,76
(m, 15H), 2,26-2,22 (m, 1H), 2,05-0,83 (m, 26H).
13C-NMR
(CD
3OD): 172,9, 172, 4, 171, 4, 171, 3,
150,9, 150, 6, 147, 1, 147,0, 145,5, 145,3, 143,6, 131,2, 131,0,
125,5, 125,4, 120,7, 120,6, 116,5, 51,1, 50,9, 46,9, 46,5, 35,3,
35,3, 35,2, 35,1, 33,4, 32,5, 30,7, 30,6, 30,5, 25,8, 25,6, 25,4,
25,1, 20,6. Beispiel
8 Synthese
von N-[(4S,5R)-4-Benzyl-2-oxooxazolidin-5-ylcarbonyl]-L-4-(dimethylaminocarbonyloxy)phenylalanin
-
Das
in dem obigen Verfahren P gebildete Produkt wurde durch Nacharbeiten
der in den obigen Verfahren I, L und H beschriebenen Verfahren unter
Verwendung der passenden Ausgangsmaterialien in N-[(4S,5R)-4-Benzyl-2-oxooxazolidin-5-ylcarbonyl]-L-4-(dimethylaminocarbonyloxy)phenylalanin
umgewandelt. Die NMR-Daten waren wie folgt:
1H-NMR
(CD
3OD): 8,39 (d, 1H), 7,46 (m, 7H), 7,11
(m, 2H), 4,85 (m, 1H), 4,70 (m, 1H), 3,99 (m, 1H), 3,39 (m, 1H),
3,21-2,88 (m, 10H).
13C-NMR (CD
3OD): 174,1, 171,3, 156,9, 152,0, 160,1,
137,3, 135,7, 131,4, 130,9, 129,9, 128,2, 123,1, 79,0, 58,6, 54,6,
42,1, 37,3, 36,9, 36,7. Beispiel
9 Synthese
von N-((4S,5R)-4-Benzyl-2-oxooxazolidin-5-ylcarbonyl)-L-phenylalanin
-
Das
in dem obigen Verfahren P gebildete Produkt wurde durch Nacharbeiten
der oben unter I und H beschriebenen Verfahren unter Verwendung
der passenden Ausgangsmaterialien in N-[(4S,5R)-4-Benzyl-2-oxooxazolidin-5-ylcarbonyl]-L-4-phenylalanin
umgewandelt. Die NMR-Daten waren wie folgt:
1H-NMR
CDCl3): 7,37-7,09 (m, 10H), 6,52 (s, 1H),
4,84 (m, 1H), 4,45 (d, 1H), 4,09 (m, 1H), 3,18 (m, 1H), 3,00 (m,
2H), 2,72 (m, 1H).
13C-NMR CDCl3): 173,5, 168,9, 158,3, 135,9, 135,1, 129,5,
129,2, 128,9, 128,6, 127,3, 127,1, 77,7, 57,1, 53,1, 41,2, 36,9.
-
Formulierungsbeispiele
-
Die
folgenden Formulierungsbeispiele veranschaulichen die pharmazeutischen
Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung.
-
Beispiel 1
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Hartgelatinekapseln,
welche die folgenden Bestandteile enthalten, werden hergestellt:
| | Menge |
| Bestandteil | (mg/Kapsel) |
| Wirkstoff | 30,0 |
| Stärke | 305,0 |
| Magnesiumstearat | 5,0 |
-
Die
obigen Bestandteile werden vermischt und in Hartgelatinekapseln
in Mengen von 340 mg gefüllt.
-
Beispiel 2
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Eine
Tablettenformulierung wird unter Verwendung der nachstehenden Bestandteile
hergestellt:
| | Menge |
| Bestandteil | (mg/Tablette) |
| Wirkstoff | 25,0 |
| Cellulose,
mikrokristallin | 200,0 |
| Kolloidales
Siliciumdioxid | 10,0 |
| Stearinsäure | 5,0 |
-
Die
Komponenten werden vermischt und verpreßt, um Tabletten zu bilden,
die jeweils 240 mg wiegen.
-
Beispiel 3
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Eine
Trockenpulver-Inhalationsformulierung wird hergestellt, welche die
folgenden Komponenten enthält:
| Bestandteil | Gewichts-% |
| Wirkstoff | 5 |
| Lactose | 95 |
-
Der
Wirkstoff wird mit der Lactose vermischt und die Mischung in ein
Trockenpulver-Inhalationsgerät gegeben.
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Beispiel 4
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Tabletten,
die jeweils 30 mg Wirkstoff enthalten, werden wie folgt hergestellt:
| | Menge |
| Bestandteil | (mg/Tablette) |
| Wirkstoff | 30,0
mg |
| Stärke | 45,0
mg |
| Mikrokristalline
Cellulose | 35,0
mg |
| Polyvinylpyrrolidon | |
| (als
10%ige Lösung
in Wasser) | 4,0
mg |
| Natriumcarboxymethylstärke | 4,5
mg |
| Magnesiumstearat | 0,5
mg |
| Talk | 1,0
mg |
| Zusammen | 120 mg |
-
Der
Wirkstoff, die Stärke
und die Cellulose werden durch ein Nr.20-Mesh-US-Sieb geleitet und gründlich vermischt.
Die Polyvinylpyrrolidonlösung
wird mit den resultierenden Pulvern vermischt, welche dann durch
ein 16-Mesh-US-Sieb geleitet werden. Die so erzeugten Granulate
werden bei 50°C
bis 60°C
getrocknet und durch ein 16-Mesh-US-Sieb geleitet. Die Natriumcarboxymethylstärke, das
Magnesiumstearat und der Talk, die vorher durch ein Nr.30-Mesh-US-Sieb
geleitet wurden, werden anschließend zu dem Granulat zugegeben,
welches nach dem Vermischen in einer Tablettenmaschine verpreßt wird,
um Tabletten zu ergeben, die jeweils 150 mg wiegen.
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Beispiel 5
-
Kapseln,
die jeweils 40 mg Medikament enthalten, werden wie folgt hergestellt:
| | Menge |
| Bestandteil | (mg/Kapsel) |
| Wirkstoff | 40,0
mg |
| Stärke | 109,0
mg |
| Magnesiumstearat | 1,0
ma |
| Zusammen | 150,0 mg |
-
Der
Wirkstoff, die Cellulose, die Stärke
und das Magnesiumstearat werden vermischt, durch ein Nr.20-Mesh-US-Sieb
geleitet und in Mengen von 150 mg in Hartgelatinekapseln gefüllt.
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Beispiel 6
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Zäpfchen,
die jeweils 25 mg Wirkstoff enthalten, werden wie folgt hergestellt:
| Bestandteil | Menge |
| Wirkstoff | 25
mg |
| Gesättigte Fettsäureglyceride
auf | 2000
mg |
-
Der
Wirkstoff wird durch ein Nr.60-Mesh-US-Sieb geleitet und in den
zuvor mit der minimal notwendigen Wärmemenge geschmolzenen gesättigten
Fettsäureglyceriden
suspendiert. Anschließend
wird die Mischung in eine Zäpfchenform
mit einer nominalen Kapazität
von 2,0 g gefüllt,
und man läßt sie abkühlen.
-
Beispiel 7
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Suspensionen,
die jeweils 50 mg Medikament pro 5,0-ml-Dosis enthalten, werden
wie folgt hergestellt:
| Bestandteil | Menge |
| Wirkstoff | 50,0
mg |
| Xanthan-Gummi | 4,0
mg |
| Natriumcarboxymethylcellulose
(11%) | |
| Mikrokristalline
Cellulose (89%) | 50,0
mg |
| Saccharose | 1,75
g |
| Natriumbenzoat | 10,0
mg |
| Aroma
und Farbe | q.v. |
| Gereinigtes
Wasser auf | 5,0
ml |
-
Das
Medikament, die Saccharose und der Xanthan-Gummi werden vermischt,
durch ein Nr.10-Mesh-US-Sieb geleitet und anschließend mit
einer zuvor hergestellten Lösung
der mikrokristallinen Cellulose und Natriumcarboxymethylcellulose
in Wasser vermischt. Das Natriumbenzoat, das Aroma und die Farbe
werden mit etwas Wasser verdünnt
und unter Rühren
zugegeben. Anschließend
wird ausreichend Wasser hinzugegeben, um das erwünschte Volumen zu erzeugen. Beispiel
8
| | Menge |
| Bestandteil | (mg/Kapsel) |
| Wirkstoff | 15,0
mg |
| Stärke | 407,0
mg |
| Magnesiumstearat | 3,0
mg |
| Insgesamt | 425,0 mg |
-
Der
Wirkstoff, die Cellulose, die Stärke
und das Magnesiumstearat werden vermischt, durch ein Nr.20-Mesh-US-Sieb
geleitet und in Mengen von 560 mg in Hartgelatinekapseln gefüllt.
-
Beispiel 9
-
Eine
intravenöse
Formulierung kann wie folgt hergestellt werden:
| Bestandteil | Menge |
| Wirkstoff | 250,0
mg |
| Isotonische
Kochsalzlösung | 1000
ml |
-
Beispiel 10
-
Eine
topische Formulierung kann wie folgt hergestellt werden:
| Bestandteil | Menge |
| Wirkstoff | 1-10
g |
| Emulgierwachs | 30
g |
| Flüssigparaffin | 20
g |
| Weißes Weichparaffin | auf
100 g |
-
Das
weiße
Weichparaffin wird erwärmt,
bis es geschmolzen ist. Das Flüssigparaffin
und das Emulgierwachs werden zugefügt und gerührt, bis sie gelöst sind.
Der Wirkstoff wird zugegeben und das Rühren wird fortgesetzt, bis
er dispergiert ist. Die Mischung wird anschließend bis zur Verfestigung abgekühlt.
-
Biologische
Beispiele
-
Beispiel 1
-
Zelladhäsionsassay
-
Die
Verbindungen dieser Erfindung können
auf ihre Fähigkeit,
die Zelladhäsion
zu inhibieren, getestet werden. Die Adhäsion an rekombinantes immobilisiertes
lösliches
MadCAM-1 wird unter Verwendung von RPMI-8866-Zellen gemessen. Das Assay wird
von Tidswell et al., J. Immunol. (1997) 159(3):1497-1505, beschrieben.
-
Beispiel 2
-
Löslich.-MadCAM-1-FACS-Assay
-
Dieses
Assay mißt
die Wechselwirkung von rekombinantem löslichem MadCAM-1 mit RPMI-8866-Zellen
in Suspension. Rekombinantes lösliches
MadCAM-1 ("rsMadCAM-1") wird als ein Fusionsprotein
mit einem Human-IgG-Fc-Rest
exprimiert (Tidswell et al., J. Immunol. (1997) 159(3):1497-1505). Lösliches
MadCAM-1 wird mit RPMI-8866-Zellen in Gegenwart und Abwesenheit
kleinmolekularer Inhibitoren vermischt. 1 mM MnCl2 wird
in den Assaypuffer eingebaut, um die Aktivität von α4β7-Integrin
zu erhöhen
und seine Wechselwirkung mit dem MadCAM-1-Gebilde zu fördern. Nach
30 Minuten bei Raumtemperatur werden die Zellen mit Puffer gewaschen,
der 1mM MnCl2 enthält, und einem fluoreszenzmarkierten
Antikörper
gegen den Fc-Rest des MadCAM-1-Fusionsproteins in Gegenwart von
1 mM MnCl2 30 Minuten lang bei 4°C ausgesetzt. Die
Zellen werden gewaschen, erneut in MnCl2-haltigem
Puffer suspendiert und durch FACS-Analyse untersucht. Ein identisches
Assay kann durchgeführt
werden, um die Wechselwirkung von rekombinantem löslichem
VCAM-1 mit Zellen, die α4β7 exprimieren, wie z.B. die Jurkat-T-Zelllinie,
zu messen.
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Beispiel 3
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Zellfrei.-ELISA-Assav
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Dieses
Assay mißt
die Wechselwirkung von löslich
gemachtem α4β7-Integrin
mit MadCAM-1, welches auf Kunststoff immobilisiert wurde. RPMI-8866-Zellen werden
mit einem Detergens lysiert, um α4β7-Integrin löslich zu machen. Ein Antikörper gegen β7-Integrin,
2G3 (Tidswell et al., J. Immunol. (1997) 159(3):1497-1505), wird
zu dem Lysat zugegeben. Dieser Antikörper dient zwei Zwecken, erstens
ist er eine Markierung, anhand derer das α4β7-Integrin
in dem Assay nachgewiesen werden kann, und zweitens ist 2G3 ein
Antikörper,
der eine ligandenbesetzte β7-Integrin-Konformation stabilisiert und β7-Integrin-abhängige Wechselwirkungen
fördert.
Das Zell-Lysate, das 2G3 und die Testverbindung werden zu Mikrotitervertiefungen gegeben,
die mit MadCAM-1 beschichtet worden waren. Die Mischung läßt man anschließend 30
Minuten lang bei Raumtemperatur inkubieren. Die Platte wird gewaschen,
mit 1% BSA blockiert und HRP-konjugiertem Ziegen-Antimaus-Ig ausgesetzt,
welches 2G3 in Verbindung mit α4β7-Integrin erkennt, das MadCAM-1 in der Assay-Vertiefung
gebunden hat. Nach 30 Minuten bei Raumtemperatur wurden die Vertiefungen
gewaschen und einem Substrat für
HRP ausgesetzt, um die Menge an α4β7-Integrin zu quantifizieren, die MadCAM-1
gebunden hat.
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Beispiel 4
-
FACS-Assav auf Rezeptorbesetzung
-
Dieses
Assay mißt
die Wechselwirkung von Antikörper
2G3 mit RPMI-8866-Zellen
oder mit Lymphozyten. Der Antikörper
erkennt ein ligandenbesetztes Epitop entweder von Ratten- oder von
Menschen-β7-Integrin. Die Erhöhung der Konzentrationen an
kleinmolekularem Liganden induziert das 2G3-Epitop am β7-Integrin
und wird ein stärkeres
Maß an
Antikörperbindung
an die Zelloberfläche
ermöglichen.
Die für
die Rezeptorbesetzung erforderliche Ligandenkonzentration steht
in direkter Beziehung zur Affinität des Liganden für α4β7-Integrin.
Ein ähnliches
Assay wurde zur Untersuchung der Wechselwirkung von Liganden mit α4β7-Integrin
beschrieben, welches einen analogen Antikörper gegen ein ligandenbesetztes
Epitop von β1-Integrin einsetzt (Antikörper 15/7;
Yednock et al. (1995) JBC 270: 28740-28750). Das β1-Integrin-Assay
beruht auf Zellen, die α4β1-Integrin exprimieren, anstatt α4β7-Integrin
(wie z.B. Jurkat-Zellen). In beiden Assays werden die geeigneten
Zellen entweder mit 2G3 oder mit 15/7 in Gegenwart des kleinmolekularen
Liganden vermischt. Die Zellen werden bei Raumtemperatur 30 Minuten
lang inkubiert und gewaschen, um nichtgebundenen Antikörper zu
entfernen. Die Zellen werden einem fluoreszenzmarkier ten Antikörper gegen
Maus-IgG ausgesetzt, welcher zellassoziiertes 2G3 und 15/7 detektiert,
und die Zellen werden durch FACS-Analyse untersucht.
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Beispiel 5
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Ex-Vivo-Zelladhäsionsassay
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Dieses
Assay mißt
die Adhäsion
von Lymphozyten oder RPMI-8866-Zellen
an hochendotheliale Venulen, die in Gewebesektionen von Peyer-Plaques (zum Darm
gehöriges
Lymphgewebe) freiliegen. Diese Gefäße exprimieren große Mengen
an MadCAM-1. Dieses Assay ist von Yednock et al., JCB (1987) 104:725-731, beschrieben.
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Beispiel 6
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In-Vivo-Migrationsassay
-
Migration
von In111-markierten oder fluoreszenzmarkierten
Lymphozyten zu Peyer-Plaques in vivo. Bei diesem Assay werden die
Lymphozyten aus einer Gruppe von Tieren isoliert und mit einem radioaktiven
oder fluoreszenten Tracer markiert. Die Zellen werden intravenös in eine
zweite Gruppe von Tieren injiziert. Nach 1 bis 24 Stunden kann die
Lokalisierung der markierten Zellen in verschiedenen Geweben verfolgt
werden, entweder, indem die Anzahl an radioaktiven Zählimpulsen
in Verbindung mit den verschiedenen Geweben in einem Gammazähler ermittelt
wird, oder durch Isolierung von Lymphozyten aus dem Gewebe und Ermittlung
der Anzahl an Zellen, die eine fluoreszierende Markierung tragen
(ermittelt durch FACS-Analyse).
Diese Art von Assay ist von Rosen et al., J. Immunol. (1989) 142:1895-1902,
beschrieben. Die Verbindungen dieser Erfindung wurden unter Verwendung
dieses Assay getestet, und es wurde gezeigt, daß sie die Zellmigration inhibieren.