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Technisches
Gebiet
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Die vorliegende Erfindung betrifft
Markierer zur Verwendung in Systemen zur Ferndetektion von Artikeln,
wie zum Beispiel elektronischen Anti-Diebstahlsystemen in Geschäften. Genauer
gesagt, ist die vorliegende Erfindung auf einen Markierer vom Typ
gerichtet, der ein längliches
Sensorelement mit magnetischen und elektrischen Eigenschaften aufweist
und ausgebildet ist, um ein elektromagnetisches Antwortsignal zu
liefern, wenn er ein elektromagnetisches Eingabesignal empfängt, wobei
das längliche
Sensorelement auch sein elektromagnetisches Antwortsignal als Antwort
auf ein äußeres magnetisches
Modulationsfeld modulieren kann.
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Stand der
Technik
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Markierer vom obengenannten Typ und
elektronische Artikelüberwachungssysteme
für deren
Detektion sind in z. B. WO 97/29463, WO 97/29464 und WO 98/36393
offenbart. Die in diesen Dokumenten offenbarten Markierer weisen
jeweils ein drahtförmiges
Sensorelement aus amorpher oder nanokristalliner Metallegierung,
typischerweise mit einem Durchmesser in der Größenordnung von 10–100 μm, auf. In
einigen der Markierer weist das drahtförmige Sensorelement eine dünne Glasbeschichtung
auf. Eine wichtige Eigenschaft der amorphen oder nanokristallinen
Metallegierung besteht darin, daß ihre Permeabilität durch
ein alternierendes magnetisches Modulationsfeld gesteuert werden
kann. Durch einen als Riesenmagneto-Widerstand bekannten physikalischen
Effekt wird die Amplitude des elektromagnetischen Antwortsignals
vom Markierer von dem magnetischen Modulationsfeld moduliert, wenn
der Markierer ein elektromagnetisches Eingabesignal (Abfragesignal)
empfängt.
Die Amplitudenmodulation des Antwortsignals wird detektiert und
zur Bestimmung der Anwesenheit des Markierers in einer Detektionszone
verwendet.
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Aufgrund der sehr dünnen amorphen
oder nanokristallinen Drähte,
die in den obengenannten Markierern verwendet werden, sind sie besonders gut
geeignet für "Bezugsquellenkennungs"-Anwendungen, wo
der jeweilige Artikel mit seinem Markierer bereits zum Zeitpunkt
der Herstellung oder Verpackung versehen wird. Wenn der in Rede
stehende Artikel ein Kleidungsstück
ist, kann der dünne
amorphe oder nanokristalline Draht in eine Kragenspitze oder eine
Manschette genäht
werden oder alternativ in den Stoff des Kleidungsstückes gewebt,
an einem Markenetikett angebracht werden etc. Alternativ kann der
dünne Draht
in einem Verpackungsmaterial enthalten sein, das z. B. aus Pappe
oder Kunststoff besteht.
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Es ist häufig erwünscht, einen Markierer für ein elektronisches
Artikelüberwachungssystem deaktivieren
zu können.
Wenn ein Verkaufsgegenstand verkauft wird, wird die Kennung normalerweise vom
Objekt entfernt oder deaktiviert. Dies wird ermöglicht, da der Verkäufer die
Position der Kennung kennt oder in den meisten Fällen die Kennung sehen kann.
In Fällen,
in denen gewünscht
wird, die Kennung zu verbergen oder in dem Verkaufsgegenstand oder
der Verpackung einzubetten, reichen die bestehenden Verfahren nicht
aus.
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Die WO 98/36394 offenbart ein Verfahren zum
Deaktivieren eines Markierers vom obengenannten Typ, bei dem der
Markierer durch Anwenden von Wärmeenergie,
vorzugsweise in Form von Mikrowellenstrahlung, auf das Sensorelement,
so daß die Temperatur
des amorphen oder nanokristallinen Materials seine Kristallisationstemperatur überschreitet und
das Sensorelement kristallisiert wird, deaktiviert wird. Eine derartige
Strukturänderung
des Materials wird jedoch nur auftreten, wenn die Temperatur über 450°C hinausgeht.
Die zum Erreichen besagter Temperaturen erforderliche Energiemenge
verursacht ernsthafte Abschirmungsprobleme, um Ladenpersonal und
Kunden vor Strahlung zu schützen,
da der Sicherheitsabstand zur Energiequelle 0,5 m lang sein wird.
Dies verursacht Handhabungsprobleme an den Kassenschaltern in besagte
Systeme verwendenden Läden
und das Abschirmungsthema wird sehr komplex.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Es ist eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine Verbesserung des elektromagnetischen detektierbaren
Markierers durch die Verwendung von Mikrowellen mit niedriger Energie
bereitzustellen. Genauer gesagt besteht eine Aufgabe darin, daß er sicher
zu deaktivieren ist und gleichzeitig das der emittierten Energie
Ausgesetztsein der Menschen zu reduzieren, indem die zur Deaktivierung
eines Markierers vom obengenannten Typ erforderliche Energie wesentlich
reduziert wird.
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Deaktiviert in diesem Sinne bedeutet
für diesen
Zweck, daß ein
ausgelegtes Detektionssystem nicht den Markierer detektieren können wird
und somit kein Alarmsignal auslöst.
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Die obengenannten Aufgaben werden
durch einen Markierer gemäß dem beigefügten unabhängigen Patentanspruch
gelöst.
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Genauer gesagt ist ein verbesserter
Markierer vom obengenannten Typ durch die Bereitstellung eines zusätzlichen
Mittels erhalten worden, das in der Nähe des länglichen amorphen oder nanokristallinen drahtförmigen Sensorelements
in dem Markierer positioniert ist. Das obengenannte Mittel ist derart
ausgebildet, daß es
entweder die magnetischen oder die elektrischen Eigenschaften des
länglichen
Sensorelements als Antwort auf einfallende elektromagnetische oder
magnetische Energie beeinflußt,
so daß entweder
das elektromagnetische Antwortsignal selbst oder dessen Modulation
aus einem aktiven Zustand in einen deaktivierten Zustand im wesentlichen umgeschaltet
wird. Entsprechend einigen Ausführungsformen
können
die Mittel als eine schmelzbare Beschichtung, die elektrisch leitfähiges Pulver
enthält,
oder als eine schmelzbare Beschichtung in Kombination mit einem
elektrisch leitfähigen
Draht, Streifen oder Band, der/das umlaufend oder spiralförmig um
das beschichtete Sensorelement gewickelt ist, realisiert sein.
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Weitere Aufgabe, Merkmale und Vorteile
der vorliegenden Erfindung werden anhand der folgenden ausführlichen
Offenbarung von verschiedenen Ausführungsformen anhand der beigefügten Zeichnungen
sowie der abhängigen
Ansprüche
ersichtlich werden.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Die vorliegende Erfindung wird nun
detaillierter beschrieben, wobei Bezug genommen wird auf die beigefügten Zeichnungen,
in denen
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1 eine
schematische Darstellung eines elektronischen Artikelüberwachungssystems
ist, in dem ein Markierer gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendet werden kann,
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2 eine
schematische Draufsicht eines Markierers gemäß einer ersten Ausführungsform
der Erfindung ist,
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3 eine
schematische Draufsicht eines Markierers gemäß einer zweiten Ausführungsform der
Erfindung ist,
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4 eine
schematische Draufsicht eines Markierers gemäß einer dritten Ausführungsform
der Erfindung ist,
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5 eine
schematische Draufsicht eines Markierers gemäß einer vierten Ausführungsform
der Erfindung ist,
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6 eine
schematische Draufsicht eines Markierers gemäß einer fünften Ausführungsform der Erfindung ist,
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7 eine
schematische Schnittansicht des in 6 gezeigten
Markierers ist,
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8 eine
schematische Schnittansicht eines Markierers gemäß einer sechsten Ausführungsform
der Erfindung ist, und
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9 eine
schematische Schnittansicht eines Markierers gemäß einer siebten Ausführungsform
der Erfindung ist.
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Ausführliche
Offenbarung der Erfindung
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1 stellt
ein Artikelidentifikationssystem zur Detektion eines an einem Objekt 20 angebrachten
Markierers 30 dar. Ein System ähnlich dem in 1 dargestellten ist ausführlich in
der WO 97/29463, WO 97/29464 und WO 98/36393 offenbart. Eine Sendeantenne 11 und
eine Empfangsantenne 12 sind in einer Detektionszone 10 angeordnet. Die
Sendeantenne 11 ist mit einer Endstufe 13 operativ
verbunden, die wiederum mit einer Steuereinrichtung 14 verbunden
ist. Die Endstufe weist zahlreiche kommerziell erhältliche
Steuer- und Verstärkerkreise
und ein Mittel zur Erzeugung eines elektrischen Wechselstroms mit
Hochfrequenz fHF auf, wobei der Strom durch
die Sendeantenne 11, bei Speisung dorthin, hin und her fließt und ein
elektromagnetisches Hochfrequenzfeld um die Sendeantenne erzeugt
wird. Dieses elektromagnetische Feld wird, wie unten ausführlicher
beschrieben wird, zum Abfragen des Markierers 30 in der
Detektionszone 10 verwendet, so daß der Markierer, beim Empfang
eines elektromagnetischen Eingabe- oder Abfragesignals 50 von
der Sendeantenne 11, ein elektromagnetisches Antwortsignal 60 senden
wird, das von der Empfangsantenne 12 empfangen und in ein
korrespondierendes elektrisches Signal 70 umgewandelt wird.
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Die Empfangsantenne 12 ist
mit einer Eingangsstufe 15 operativ verbunden, die herkömmliche Mittel
mit Verstärkungs-
und Signalverarbeitungsfunktionen, wie zum Beispiel Bandpaßfilter-
und Verstärkungskreise,
aufweist. Die Eingangsstufe 15 weist auch Mittel zum Demodulieren
des empfangenen Signals 70 und Liefern desselben, als ein
Endantwortsignal 80, an die Steuereinrichtung 14 auf.
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Die Sendeantenne 11 sowie
die Empfangsantenne 12 weiser somit den Zweck der Umwandlung,
in einer bekannten Weise, zwischen einem elektrischen Signal mit
Hochfrequenz und einem elektromagnetischen Signal auf. Die Antennen
können
schraubenförmige
Antennen mit drehender Polarisation (zur optimalen Abdeckung in
allen Richtungen) oder alternativ herkömmliche endgespeiste oder mittengespeiste
Halbwellen-Peitschenantennen sein.
Es sind jedoch andere bekannte Antennentypen gleichermaßen möglich.
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Die Detektionszone 10 ist
außerdem
mit einem Mittel 16, wie zum Beispiel einer Spule, zum
Erzeugen eines magnetischen Modulationsfeldes Hmod versehen.
Das Mittel 16 ist mit der Steuereinrichtung 14 über eine
Steuerstufe 17 verbunden. Die Steuerstufe 17 weist
ein Mittel zum Erzeugen eines Modulationsstromes auf, der zum Mittel 16 geliefert
wird, wobei das magnetische Modulationsfeld Hmod in
wesentlichen Bereichen der Detektionszone 10 erzeugt wird.
Das magnetische Modulationsfeld Hmod kann eine
Frequenz von ungefähr
500–800
Hz aufweisen, und die elektromagnetischen Anregungs- und Antwortsignale
können
eine Frequenz innerhalb des GHz-Bandes, wie zum Beispiel 1,3 GHz
oder 2,45 GHz, aufweisen. Frequenzen außerhalb dieser Bereiche sind
jedoch auch möglich.
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Wie oben beschrieben, ist der Artikel 20,
der in 1 in Form einer
kastenförmigen
Verpackung schematisch dargestellt ist, mit dem Markierer 30 gemäß der Erfindung
versehen, der in den übrigen Zeichnungen
detaillierter dargestellt ist.
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Wie in 2 gezeigt,
weist eine erste Ausführungsform
des Markierers 30 ein längliches
Sensorelement 34 auf, das auf einem dünnen nichtmagnetischen Substrat 31 (wie
zum Beispiel Papier oder Kunststoff) plaziert ist und aus einem
dünnen
Draht aus einer amorphen oder nanokristallinen kobaltreichen Metallegierung,
wie in den zu Beginn dieses Abschnittes genannten Patentveröffentlichungen
vorgeschlagen, besteht. Demzufolge weist das längliche Sensorelement 34 sowohl
magnetische als auch elektrische Eigenschaften auf. Der Zweck des
Sensorelements 34 besteht darin, das empfangene elektromagnetische
Eingabesignal 50 durch die Frequenz des magnetischen Modulationsfeldes
Hmod zu modulieren und ein moduliertes Antwortsignal 60 zu liefern.
Diese Amplitudenmodulation des elektromagnetischen Antwortsignals 60 verleiht
dem Markierer eine Signatur in der Detektionszone 10, die
von der Steuereinrichtung 14 über die empfangenen Signale 70 und 80,
wie oben beschrieben, detektiert werden kann.
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Wie in den obengenannten Patentveröffentlichungen
erläutert,
wird ein elektrischer Wechselstrom in dem drahtförmigen Sensorelement 34 induziert
werden, wenn es dem elektromagnetischen Eingabesignal 50 ausgesetzt
ist. Aufgrund der magnetischen Eigenschaften der amorphen oder nanokristallinen
Metallegierung des Sensorelements 34 kann die Permeabilität der Metallegierung
durch das magnetische Modulationsfeld Hmod gesteuert
werden. Genauer gesagt, kann die Amplitude des elektromagnetischen
Antwortsignals 60 durch den Riesenmagneto-Widerstandseffekt
oder Skineffekt in dem amorphen oder nanokristallinen Sensorelementmaterial gesteuert
werden. Der elektrische Widerstand des drahtförmigen Sensorelements 34 wird
von der Permeabilität
und von dem spezifischen elektrischen Widerstand der amorphen oder
nanokristallinen Metallegierung sowie der Frequenz des elektromagnetischen
Eigangssignals 50 abhängen.
Da der Widerstand von der Permeabilität abhängt und die Permeabilität durch
das magnetische Modulationsfeld Hmod verändert wird,
wird sich auch die Amplitude des durch das drahtförmige Sensorelement
34 laufenden Stromes
als eine Funktion des magnetischen Modulationsfeldes Hmod ändern. Somit
wird letztendlich das elektromagnetische Antwortsignal 60,
das von dem in dem Sensorelement 34 laufenden Strom erzeugt wird,
von dem magnetischen Modulationsfeld Hmod moduliert
werden und eine Signatur oder einen Hinweis auf die Anwesenheit
des Markierers 30 in der Detektionszone 10 aufweisen.
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Das amorphe oder nanokristalline
magnetische Material des Materialsensorelements 34 ist
unter einem magnetischen Gesichtspunkt sehr weich und weist eine
besondere magnetische Anisotropie auf, die dazu führt, daß sein magnetischer
Zustand in dem alternatierenden magnetischen Vorspannfeld Hmod leicht modifizierbar ist. Somit wird
ein Markierer mit einem länglichen
Sensorelement 34 normalerweise die ganze Zeit aktiv sein
(d. h. auf eintreffende elektromagnetische Abfragesignale 50 ansprechen), wie
dies der Fall ist bei den oben beschriebenen Markierern des Standes
der Technik.
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Zurückkehrend zu 2, ist dort auf dem Substrat 31 ein
halbhartmagnetischer Draht 40 vorgesehen, der benachbart
zu, und vorzugsweise parallel zu, den Sensorelementen 34 positioniert
ist. Gemäß einem
Aspekt der Erfindung kann das längliche Sensorelement 34 in
Abhängigkeit
davon, ob der benachbarte halbhartmagnetische Draht 40 magnetisiert
oder entmagnetisiert ist, aktiviert oder deaktiviert sein. Nehmen
wir anfänglich
an, daß der
halbhartmagnetische Draht 40 nicht magnetisiert ist, wird der
Markierer 30 in einem normalen Betriebszustand aktiv sein
und somit elektromagnetische Eingabesignale 50 in der Detektionszone 10 ansprechen.
Wenn jedoch der Markierer 30 einem kontinuierlichen Magnetfeld
ausgesetzt ist, das zum Beispiel von einem externen Dauermagneten
erzeugt wird, wird der halbhartmagnetische Draht 40 magnetisiert
werden. Alternativ kann der Draht 40 magnetisiert werden,
indem der Markierer 30 einem kurzen magnetischen Impuls
ausgesetzt wird. Der Draht 40 wird magnetisiert bleiben,
nachdem der externe Dauermagnet entfernt worden ist (oder nachdem
der kurze magnetische Impuls geendet hat), wobei das amorphe oder nanokristalline
Sensorelement 34, das weichmagnetisch ist, magnetisch gesperrt
und für
das magnetische Modulationsfeld Hmod unempfindlich
sein wird. Ein deaktivierter Markierer wird weiterhin ein elektromagnetisches
Antwortsignal erzeugen, das jedoch nicht von dem magnetischen Modulationsfeld
Hmod moduliert sein wird. Es ist möglich, den
Markierer 30 durch Entmagnetisieren des halbharten magnetischen
Drahtes 40 zu reaktivieren. Dies kann durch Einführen des
Markierers 30 in ein alternierendes Magnetfeld mit einer
langsam abnehmenden Amplitude, zum Beispiel durch Bewegen des Markierers 30 von
der Magnetfeldquelle weg, erzielt werden. Alternativ kann der Markierer 30 einem
magnetischen Entmagnetisiersignal ausgesetzt werden. Wenn der halbhartmagnetische
Draht 40 entmagnetisiert worden ist, wird das Sensorelement 34 wieder
für das magnetische
Modulationsfeld Hmod empfindlich sein und
somit ein normales moduliertes elektromagnetisches Antwortsignal 60 erzeugen.
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Der Zyklus von Magnetisierung und
Entmagnetisierung des halbhartmagnetischen Drahtes 40 kann
viele Male wiederholt werden, wobei der Markierer 30 auch
eine entsprechende Anzahl von Malen deaktiviert und aktiviert werden
kann.
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Der halbhartmagnetische Draht 40 kann
vorzugsweise aus einer Metallegierung mit Co, Ni, Mn und Fe bestehen.
Das halbhartmagnetische Material des Drahtes 40 kann zum
Beispiel eine Restmagnetisierung von 0,1 T und eine Koerzitivkraft
um 1000 A/m aufweisen.
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Das "magnetische Sperren" des amorphen oder nanokristallinen
Sensorelements 34 im deaktivierten Zustand wird aufgrund
der folgenden technischen Effekte erzielt.
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Das amorphe oder nanokristalline
Sensorelement 34 weist eine hauptsächlich umlaufende Domänenstruktur
auf, die von ihrer Außenfläche beginnt.
Diese Struktur wird durch die magnetische Anisotropie bestimmt,
die während
der Präparation
des Elements induziert wird. Das magnetische Modulationsfeld Hmod erzeugt eine Variation der umlaufenden Magnetisierung,
die, wie oben beschrieben, elektromagnetisch detektiert wird, wenn
der Markierer aktiv ist.
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Bei Deaktivierung, wenn der benachbarte halbhartmagnetische
Draht 40 das Sensorelement einem magnetischen DC-Feld aussetzt,
das größer als
das umlaufende Anisotropiefeld ist, wird die Magnetisierung des
Sensorelements 34 von der Umlaufrichtung in Richtung zur
Richtung des magnetischen DC-Feldes vom halbhartmagnetischen Draht 40 gedreht.
In diesem Fall wird das amorphe oder nanokristalline Sensorelement 34 für das magnetische Modulationsfeld
Hmod unempfindlich und kann das Sensorelement
als "magnetisch
blockiert" (Markierer ist
deaktiviert) betrachtet werden. Bei Reaktivierung führt dann
das Verschwinden des magnetischen DC-Feldes vom benachbarten halbhartmagnetischen Draht 40 zu
einer Rückkehr
in den Anfangszustand der magnetischen Domänenstruktur des Sensorelements 34 (Markierer
wird wieder aktiv).
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Eine zweite Ausführungsform des Markierers 30 ist
in der 3 gezeigt. Hier
wird der Effekt des halbhartmagnetischen Materials durch Teilen
des halbhartnagnetischen Drahtes in zwei separate kürzere Drähte 42a, 42b verbessert,
die weiterhin benachbart zum amorphen oder nanokristallinen Sensorelement 34 auf
dem Substrat 31 positioniert sind. Tests haben bewiesen,
daß die
halbhartmagnetischen Drähte 42a, 42b vorzugsweise
um näherungsweise
1/5 der Länge
L des amorphen Sensorelements 34, wie in 3 gezeigt, voneinander beabstandet plaziert
werden können.
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Eine ähnliche Ausführungsform
ist in 4 dargestellt,
umfassend jedoch drei halbhartmagnetische Drähte 44a, 44b, 44c,
die um näherungsweise 1/5
der Länge
L des Sensorelements 34 voneinander im Abstand angeordnet
sind.
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Für
die in den 2–4 gezeigten Ausführungsformen
ist es durch Steuern der magnetischen Eigenschaften, der Länge(n) des/der
halbhartmagnetischen Drähte
und dessen/deren Positionen) im Verhältnis zum amorphen oder nanokristallinen
Sensorelement 34 möglich,
die notwendigen Werte des magnetischen Einflusses vom halbhartmagnetischen Material
in Bezug auf das äußere magnetische
Modulationsfeld Hmod jeweils zur Aktivierung
und Deaktivierung des Markierers zu steuern. Durch sorgfältiges Auswählen dieser
Parameter kann ein versehentliches Deaktivieren der Kennung durch
Vorhandensein einer störenden
Quelle eines permanenten Magnetfeldes in der Nähe des Markierers 30 vermieden
werden.
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5 stellt
eine vierte Ausführungsform
des Markierers 30 dar. Anstelle eines drahtförmigen halbhartmagnetischen
Materials 40, 42, 44 ist der Markierer 30 von 5 mit einem halbhartmagnetischen Streifen
oder Band 46 versehen. Der Streifen beziehungsweise das
Band 46 ist auf dem Substrat 31 benachbart zum
Sensorelement 34 entsprechend den bisherigen Ausführungsformen
positioniert. Der Streifen beziehungsweise das Band 46 können aus demselben
oder ähnlichen
Material wie die halbhartmagnetischen Drähte der vorangehenden Ausführungsformen
hergestellt sein.
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6 stellt
eine fünfte
Ausführungsform
des Markierers 30 dar. Hier ist das Substrat 31 mit
einem beschichteten drahtförmigen
Element 50 versehen, das ausführlicher als eine Querschnittsansicht
in 7 gezeigt ist. Das
drahtförmige
Element 50 besteht aus einem Kern 34 aus einem
amorphen oder nanokristallinen kobaltreichen weichmagnetischen Material
und gleicht dem länglichen
Sensorelement 34 der vorangehenden Ausführungsformen. Der Kern beziehungsweise
das Sensorelement 34 ist mit einer Kombination 52 aus
einem halbhartmagnetischen Pulvermaterial und einem geeigneten Bindemittel
bedeckt. Vorzugsweise ist das halbhartmagnetische Pulver Ferrit
oder ein ähnliches
Material. In Übereinstimmung
mit den bisherigen Ausführungsformen
kann die Ausführungsform
der 6 und 7 jeweils aktiviert und deaktiviert
werden durch jeweilige Magnetisierung und Entmagnetisierung des
halbhartmagnetischen Pulvers in der Beschichtung 52.
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Eine andere Ausführungsform ist im Querschnitt
in 8 dargestellt. Das
Substrat 31 ist identisch mit oder äquivalent zu den bisherigen
Ausführungsformen.
Ein drahtförmiges
Element 50 ist auf dem Substrat 31 ähnlich wie
die in 7 gezeigte Ausführungsform
positioniert. Hier weist jedoch das drahtförmige Element 50 eine
erste Abdeckschicht 54 aus einem wachsartigen Material
auf, das einen relativ niedrigen Schmelzpunkt (z. B. um 150°C) aufweist
und ein elektrisch leitfähiges
Pulver, wie zum Beispiel ein Metallpulver, enthält. Das drahtförmige Element 50 weist
auch eine äußere beziehungsweise zweite
Abdeckschicht 56 auf, das ein schrumpffähiges Material, wie zum Beispiel
ungehärtetes
expandiertes Polyethylen, aufweist. Indem der Markierer 30 einer
externen Energiequelle ausgesetzt wird, wird der amorphe oder nanokristalline
Kern (Sensorelement) 34 die Energie absorbieren und erwärmt werden.
Die von dem Sensorelement 34 erzeugte Wärme wird die Wachsbeschichtung 54 schmelzen
und außerdem
die Außenschicht 56 schrumpfen
lassen, wobei das in der inneren Schicht 54 enthaltene
leitfähige
Pulver zwischen der geschrumpften Außenschicht und dem amorphen
oder nanokristallinen Sensorelement 34 gefangen sein wird.
Aufgrund des Skineffektes und der in dem Detektionssystem verbundenen
hohen Frequenzen werden alle oder eine Mehrheit der induzierten
Ströme
in dem leitfähigen Pulver
um das tatsächliche
Sensorelement 34 fließen,
wodurch das Sensorelement 34 für das magnetische Modulationfeld
unempfindlich bleiben wird und somit den Markierer 30 deaktiviert.
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Vorzugsweise ist die zum Schmelzen
der Beschichtung 54 verwendete externe Wärmequelle
Mikrowellenstrahlung, zum Beispiel mit derselben Frequenz, wie sie
normalerweise in der Detektionszone 10 verwendet wird.
Bei Deaktivierung des Markierers 30 muß offensichtlich eine höhere Signalamplitude als
normalerweise für
die Mikrowellenstrahlung verwendet werden. Als eine Alternative
können
jedoch elektrische oder magnetische Energiequellen auch zum Erwärmen des
Markierers anwendbar sein.
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Eine Alternative zur Ausführungsform
von 8 ist in 9 gezeigt. Hier sind anstelle
des leitfähigen
Pulvers leitfähige
Drähte,
Bänder
beziehungsweise Streifen 60 um das amorphe oder nanokristalline
Sensorelement 34 und eine innere wachsartige Beschichtung 58 gewickelt.
Das leitfähige
Element 60 kann entweder mehrere Male um das Sensorelement 34 und
die wachsartige Beschichtung 58 gewickelt sein oder als
Kreisringe außerhalb
der wachsartigen Beschichtung 58 aufgebracht sein. Die wachsartige
Beschichtung 58 ist von einem ähnlichen Typ wie in 8 (jedoch ohne ein leitfähiges Pulver)
und wird demzufolge bei z. B. ungefähr 150°C geschmolzen, indem der Markierer
einer externen Energiequelle ausgesetzt wird. Wenn die wachsartige
Beschichtung 58 geschmolzen ist, werden der leitfähige Draht,
Streifen oder das Band 60 elektrischen Kontakt mit dem
amorphen oder nanokristallinen Sensorelement 34 erreichen.
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Eine Verbesserung von mindestens
einigen der obigen Ausführungsformen
besteht in der Beschichtung des/der Elemente) mit einem dielektrischen
Material, was zuläßt, daß die erforderliche Länge des
Markierers aufgrund des dielektrischen Belastungseffekts dieser
Beschichtung zu reduzieren ist. Besagte geeignete Beschichtungskomponenten sind
zum Beispiel Kunststoff und Silikatmaterialien.
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Eine weitere Verbesserung besteht
darin, eine Anzahl von künstlichen
Stoffasern um das/die Elemente) zu spinnen, gefolgt von einer Behandlung mit
Lack. Der Zweck davon würde
darin bestehen, daß ein
Markierer mit genau einem sehr dünnen amorphen
oder nanokristallinen Draht in Kombination mit einer dünnen Beschichtung
oder einem zusätzlichen
halbhartmagnetischen Element sehr klein wird und in der Herstellung
schwer zu handhaben sein wird. Die lackierten Fasern werden das
leitfähige oder
magnetische Element an seinem Platz halten, wodurch der Markierer
in einem deaktivierten Zustand gesichert wird.
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Eine weitere Verbesserung würde darin
bestehen, eine doppelte Abdeckschicht vorzusehen, wobei die Funktion
der äußeren Schicht
darin bestünde,
das amorphe oder nanokristalline Element 34 in konstantem
Kontakt mit dem halbhartmagnetischen Element zu halten, um den Markierer
nicht unerwünschter
Weise zu reaktivieren, wenn sich der Markierer in seinem deaktivierten
Zustand befindet.
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In den praktischen Anwendungen kann
ein fertiger Markierer gemäß einer
der obengenannten Ausführungsformen
von nichtmagnetischen Materialien, wie zum Beispiel Papier, Natur-
und Synthetikfasern, Glas, Kunststoff etc., bedeckt oder darin integriert
werden.
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Die Erfindung ist oben unter Bezugnahme auf
einige Ausführungsformen
beschrieben worden. Von den hierin beschriebenen verschiedene Ausführungsformen
sind jedoch gleichermaßen
möglich
innerhalb des Schutzbereiches der Erfindung, wie von dem beigefügten unabhängigen Patentanspruch
definiert.