DE60001365T2 - Verfahren und gerät zur kompensierung der punktvergrösserung beim stochastischen drucken - Google Patents
Verfahren und gerät zur kompensierung der punktvergrösserung beim stochastischen druckenInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Druckverfahren im allgemeinen, und im speziellen auf Verfahren zum Kompensieren von Punktvergrößerungen ohne Verschlechterung des Tonungsbereichs oder Verlust der Detailgenauigkeit.
- Eines der am häufigsten auftretenden, unerwünschten Ergebnisse beim Drucken ist die Punktvergrößerung. Zur Punktvergrößerung kommt es, wenn die Größe eines Tintenpunktes, der auf ein Medium wie Papier, Stoff, Aluminium, Plastik etc. gedruckt wird, größer ist als erwünscht. Punktvergrößerung kann jedoch auch durch das Komprimieren der Tinte beim Drucken auf das Medium, sowie durch das Ausdehnen der Tinte bei der Absorption durch gewisse Medien wie z. B. Zeitungspapier auftreten. Darüber hinaus kann Punktvergrößerung auch das Resultat von Defekten bei Ausgabevorrichtungen sein, die Druckverfahren verwenden.
- Da kleinere Punkte von der Punktvergößerung stärker betroffen sind als größere Punkte, wird das unerwünschte Ergebnis besonders beim stochastischen Rastern sichtbar, wo alle Punkte der Bilder relativ klein und gleich groß sind. In der Vergangenheit griffen die meisten Verfahren zum Kompensieren der Punktvergößerung darauf zurück, eine Anzahl an Punkten, die gedruckt werden, umzuverteilen und/oder zu entfernen. Die Umverteilung und/oder Entfernung von Punkten reduziert jedoch im allgemeinen die Anzahl an Punkten pro Flächeneinheit, und führt zu einer dementsprechenden Verringerung der Detailgenauigkeit sowie zu einer Abnahme des Tonungsbereiches im Bild.
- Angesichts der Probleme, die mit der Punktvergrößerung beim stochastischen Drucken verbunden sind, besteht der Bedarf für ein Verfahren, das die Punktvergrößerung kompensieren kann, ohne dabei Detailgenauigkeit und/oder Tonungsbereich zu verringern.
- Um die Probleme, die beim Drucken mit stochastischen Rastern durch die Punktvergrößerung auftreten, zu beseitigen, verwendet die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von stochastischen Rastern, worin die Größe der einzelnen Punkte in den Rastern so verändert wird, dass dadurch die Punktvergrößerung während des Druckvorgangs kompensiert wird.
- Kontinuierliche CMYK (Zyan, Magenta, Gelb und Schwarz) -Tonungs-Bilder werden in einem ersten Auflösungsgrad erstellt. Ein CMYK-Tonungs-Bild wird einem Rasterprogramm unterzogen, das stochastische CMYK-Dateien mit dieser ersten Auflösung erzeugt. Die CMYK-Dateien werden dann auf die Auflösung expandiert, die ein Ausgabegerät aufweist, über das das Bild ausgedruckt wird. Als Ergebnis der ganzzahligen Expansion wird jeder Punkt der ursprünglichen stochastischen Rasterdatei als eine Anzahl von Teilpunkten in der expandierten stochastischen Rasterdatei dargestellt. Einer oder mehrere der zahlreichen Teilpunkte, die den einzelnen Punkten in der ursprünglichen stochastischen Rasterdatei entsprechen, wird entfernt, um die Punktvergrößerung beim Drucken der expandierten, stochastisch gerasterten Bilder auftritt, zu kompensieren. Das Entfernen einiger Teilpunkte trägt zudem zur Linearisierung bei, da dadurch der Tonungsbereich verbessert wird.
- Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung, stellt das System fest, wenn Punkte in der ursprünglichen stochastischen Rasterdatei einander überlagern, um eine bestimmte Farbe zu erzeugen. Diese Punkte werden dann aus den ursprünglichen, stochastisch gerasterten Dateien entfernt, und zusätzliche Rasterdateien hinzugefügt, die Punkte mit der jeweiligen Farbe und Position der einander überlagernden Punkte ausdrucken.
- Die zuvor erwähnten Aspekte sowie viele der zusätzlichen Vorteile der Erfindung werden breitere Anerkennung finden, wenn sie durch die folgende detaillierte Beschreibung unter Miteinbeziehung der begleitenden Abbildungen besser verständlich werden, worin:
- Fig. 1 ein Blockdiagramm eines konventionellen stochastischen Rasterprozesses ist;
- Fig. 2 ein konventionelles Verfahren zum Kompensieren der Punktvergrößerung durch Entfernung und Neuordnung der Punkte darstellt;
- Fig. 3 und 3A ein Verfahren beschreiben, bei welchem Punkte einer stochastischen Rasterdatei mit geringerer Auflösung expandiert werden, um eine Anzahl von Teilpunkten zu erzeugen, und ein Anteil der Teilpunkte entfernt wird, um die Punktvergößerung zu kompensieren, im Einklang mit der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 4 einen Ablaufplan der einzelnen Schritte darstellt, die die vorliegende Erfindung zum Kompensieren der Punktvergrößerung ausführt;
- Fig. 5 ein Verfahren illustriert, bei welchem die einander überlagernden Punkte der stochastischen CMYK-Rasterdateien entfernt und durch zusätzliche Raster ersetzt werden, die einen Punkt mit einer entsprechenden Farbe an der Stelle der überschneidenden Punkte druckt, gemäß eines anderen Aspekts der vorliegenden Erfindung; und
- Fig. 6 ein gewöhnliches stochastisches Muster darstellt, bei welchem die Punktvergrößerung durch Entfernen eines oder mehrerer Teilpunkte kompensiert werden kann.
- Wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei der vorliegenden Erfindung, um ein Verfahren zum Kompensieren der Punktvergößerung bei Druckverfahren, die sich stochastischer Raster bedienen.
- Fig. 1 stellt ein konventionelles Drucksystem dar, das stochastische Raster verwendet. Ein kontinuierliches Tonungsbild 10, z. B. eine Fotografie, wird in einen Scanner 12 gegeben, der das kontinuierliche Tonungsbild in eine Serie von RGB- Werten umwandelt, die am Computerbildschirm angezeigt werden können. Die RGB- Werte werden dann in einen Computer 14 eingegeben, auf dem ein Layoutprogramm installiert ist, das es einer Bedienungsperson ermöglicht, die Position einer Fotografie auf einer Seite einzurichten, Text hinzuzufügen, etc., und gegebenenfalls das Dokument für den Druckvorgang vorzubereiten. Der Computer verfügt zudem über ein Konvertierungsprogramm, das die RGB-Werte in eine Serie von kontinuierlichen Grauskalierungsdateien, die die Farben Zyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK) repräsentieren, umwandelt. Die kontinuierlichen Tonungs- Dateien für die einzelnen Farben besitzen typischerweise dieselbe Auflösung wie die RGB-Dateien, die vom Scanner 12 erstellt wurden.
- Um die kontinuierlichen CMYK-Tonungs-Dateien 16 zu drucken, werden diese in einen Raster-Abbildungs-Prozessor (RIP) und ein Rasterprogramm 18 eingespeist. Beim konventionellen Drucken mit stochastischen Rastern erhöht der RIP die Auflösung der kontinuierlichen Tonungs-Dateien einer Ausgabevorrichtung, das für die Erstellung von Bit-Map-Dateien für den Druckprozess verwendet wird. Die erhöhte Auflösung wird dadurch erreicht, dass die kontinuierlichen CMYK-Tonungs- Dateien in Abhängigkeit der Auflösung der Ausgabevorrichtung vergößert werden. Wenn z. B. eine kontinuierliche CMYK-Tonungs-Datei eine Auflösung von 300 · 300 Bildpunkte pro Zoll aufweist, und die Ausgabevorrichtung eine Auflösung von 2400 · 2400 dpi, so würde die kontinuierliche CMYK-Tonungs-Datei um das 64fache vergrößert werden, um der Auflösung der Ausgabevorrichtung zu entsprechen. Nach erfolgter Erhöhung der Auflösung der kontinuierlichen CMYK-Tonungs-Dateien, wandelt das Rasterprogramm die einzelnen CMYK-Bildpunkte in Einklang mit der Intensität jedes einzelnen CMYK-Bildpunktes in ein stochastisches Punktemuster um. Das Ergebnis des RIP und des Rasterprogrammes 18 ist eine Serie von stochastischen CMYK-Rasterdateien in Form von digitalen Mustern (Bit Map), die dieselbe Auflösung aufweisen wie die Ausgabevorrichtung. Die stochastischen Rasterdateien 20 mit hoher Auflösung werden nun in eine Ausgabevorrichtung, z. B. einen Drucker 22, eingespeist, der aus den Bit-Map-Dateien ein Farbbild 24 erzeugt. Wie eingangs erwähnt, ist Punktvergrößerung eines der am häufigsten auftretenden unerwünschten Ergebnisse beim Drucken. Punktvergrößerung tritt auf, wenn sich die Größe eines Tintenpunktes, der auf das Medium auf welches das Bild gedruckt werden soll aufgebracht wird, von der eigentlichen Größe des Tintenpunktes (meist größer) unterscheidet. Wird z. B. die Tinte auf das Druckmedium gepresst, so verursacht die Kompression ein Ausdehnen der Tinte. Zusätzlich dazu kann die Tinte auch von gewissen Medien wie Zeitungspapier aufgesogen werden, wodurch die Größe des erzeugten Punktes zunimmt.
- Beim konventionellen Drucken mit stochastischen Rastern wird die Punktvergößerung durch das Drucken eines Probebildes ermittelt, indem die Größe der gedruckten Punkte mit Hilfe eines Densitometers gemessen wird, und im folgenden die stochastischen CMYK-Dateien mit hoher Auflösung so angepasst werden, dass sie jegliche Punktvergößerung kompensieren. Diese Kompensation beinhaltet üblicherweise das Entfernen und/oder Neuordnen der Punkte der stochastischen Rasterdateien. Da die Expansion der kontinuierlichen CMYK-Tonungs-Dateien vor ihrer Umwandlung in stochastische Rasterdateien erfolgt, führt das Entfernen von Punkten aus den stochastischen Raster-Dateien zu einer dementsprechenden Verringerung der Detailgenauigkeit und des Tonungsbereichs im gedruckten Endbild. Fig. 2 illustriert ein konventionelles Verfahren zum Kompensieren der Punktvergößerung in einem stochastischen Raster. Ein Bild 40 repräsentiert einen Teil eines stochastischen Rasters mit einem Grauskalierungswert von 50%. Ein Bild 42 stellt einen Teil eines stochastischen Rasters mit einem Grauskalierungswert von 50% dar, bei dem eine Anzahl von Punkten entfernt wurde, um eine Punktvergrößerung von 20% zu kompensieren. Bei Betrachtung der beiden Bilder 42 und 40 sieht man, dass einige der Punkte von Bild 40 im Bild 42 fehlen, und sich das Punktemuster verändert hat. Das Entfernen von Punkten sowie die Veränderung ihrer Position resultiert in einem Verlust von Information und Detailgenauigkeit in dem Bild das ausgedruckt werden soll.
- Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren zum Kompensieren der Punktvergrößerung durch Entfernen von Information, vergößert die vorliegende Erfindung die Größe der Punkte in den stochastischen Rasterdateien und verkleinert diese dann, um die Punktvergrößerung zu kompensieren. Um die Größe der Punkte in den stochastischen Rasterdateien zu erhöhen, rastert die vorliegende Erfindung die kontinuierlichen CMYK-Tonungs-Dateien ohne zuerst deren Auflösung an die der Ausgabevorrichtung anzupassen. Nachdem die Dateien gerastert wurden, werden sie expandiert, so dass sie dieselbe Auflösung wie die Ausgabevorrichtung aufweisen. Die Expansion der gerasterten Dateien vergößert effektiv jeden Punkt in der stochastischen Rasterdatei. Teilpunkte, d. h. Teile dieser größeren Punkte können dann selektiv entfernt werden, um die Punktvergößerung zu kompensieren. Dieses Nachbearbeiten der Teilpunkte führt zu einem stochastischen Raster mit unterschiedlich großen und unterschiedlich geformten Punkten.
- Fig. 3 stellt einen Teil 50 einer stochastischen Rasterdatei mit relativ geringer Auflösung, z. B. 300 · 300 dpi, dar. Würde die Datei auf eine Auflösung von 1.200 · 1.200 expandiert werden, so würde jeder Punkt des Teils 50 in der expandierten Datei auf 16 "Teilpunkte" vergrößert werden. Repräsentieren also 16 Teilpunkte in der expandierten Datei einen einzigen Punkt in der stochastischen Rasterdatei mit geringerer Auflösung, können gewisse Teilpunkte 52 aus der expandierten Datei entfernt werden, um die Punktvergößerung zu kompensieren. Die jeweiligen zu entfernenden Teilpunkte können von einem Anwender über ein Computerinterface, das es ihm erlaubt diese Teilpunkte auszuwählen, bestimmt werden. In der vorliegenden, bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden Teilpunkte generell von der Peripherie des Clusters an Teilpunkten herausgenommen, um die Expansion der Tinte im Zusammenhang mit der Punktvergrößerung zu kompensieren. Da das Beseitigen einiger Teilpunkte aus der expandierten stochastischen Rasterdatei nicht gleichzusetzen ist mit dem Entfernen eines ganzen Punktes aus der stochastischen Rasterdatei mit geringerer Auflösung, zeigt das entstehende Bild keine dementsprechende Detailungenauigkeit.
- In dem in Fig. 3 gezeigten Beispiel wurden aus jedem Teilpunktecluster dieselben Teilpunkte beseitigt. Diese Vorgehensweise ist jedoch nicht unbedingt erforderlich. Fig. 3A zeigt einen Teil einer stochastisch gerasterten Datei 54 mit geringerer Auflösung. Die Datei kann um das vierfache vergößert werden, um eine expandierte, stochastisch gerasterte Datei 56 zu erstellen. In der expandierten, stochastisch gerasterten Datei 56 wird jeder Punkt der Datei 54 als Cluster von 16 Teilpunkten dargestellt. Eine Maske 58, die größer ist als jeder 4 · 4 Cluster, kann durch das Beseitigen gewisser Teilpunkte (angezeigt durch die schwarzen Punkte) definiert werden. Die Maske wird nun über die expandierte, stochastisch gerasterte Datei 56 gelegt, um festzusetzen, welche Teilpunkte aus der expandierten, stochastisch gerasterten Datei entfernt werden sollen.
- Die speziellen Teilpunkte, die bei der Maske entfernt werden, können vorgegeben oder zufällig ausgewählt sein. Die Verwendung einer Maske, die größer ist als die Teilpunktecluster ermöglicht ein genaueres Kompensieren der Punktvergrößerung. Nicht alle der Punkte in der expandierten, stochastisch gerasterten Datei müssen auf dieselbe Art kompensiert werden. In ähnlicher Weise können auch unterschiedliche Muster oder Anzahl an Teilpunkten aus den verschiedenen Farbrastern entfernt werden.
- Fig. 4 zeigt einen Ablaufplan, der die verschiedenen Schritte veranschaulicht, die die vorliegende Erfindung zum Kompensieren der Punktvergrößerung ausführt.
- Beginnend bei Schritt 60 werden die kontinuierlichen CMYK-Tonungs-Dateien entweder mittels eines Scanner erzeugt, oder bereits in computerlesbarer Form, z. B. als Diskette oder über ein Computernetzwerk, zur Verfügung gestellt. Bei Schritt 62 werden die kontinuierlichen Tonungs-Dateien bei einer Auflösung, die geringer ist als die einer Ausgabevorrichtung wie ein Drucker, Belichter, oder anderer Geräte, die zum Drucken des Bildes verwendet werden, stochastisch gerastert. Bei Schritt 64 werden die stochastischen Rasterdateien mit geringerer Auflösung expandiert, so dass sie eine Auflösung haben, die gleich hoch ist wie die Auflösung der Ausgabevorrichtung.
- Bei Schritt 66 wird ein Testbild ausgedruckt, und die Punktvergrößerung mittels eines Densitometers bestimmt. Nach Berechnung der Punktvergößerung, werden die expandierten stochastischen Rasterdateien bei Schritt 68 modifiziert, um gewisse Teilpunkte zum Kompensieren der Punktvergößerung zu entfernen.
- Die jeweiligen Teilpunkte, die aus dem expandierten stochastischen Raster entfernt werden, können mit Hilfe einer Verweistabelle bestimmt werden, die auf den Erfahrungen früherer Druckaufträge beruht. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, bestimmte Teilpunkte zu entfernen und neuerlich ein Testbild zu drucken, um herauszufinden, ob die Punktvergößerung korrekt kompensiert worden ist.
- Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt in der Fähigkeit festzustellen, ob sich Tintenpunkte im Druckprozess direkt überlagern. Bei zahlreichen Druckaufträgen, wie das Drucken auf Metall oder absorbierenden Stoffen, erzeugt das Ablagern zweier unterschiedlicher Farbpunkte direkt übereinander ein trübes oder ansonsten unscharfes Bild. Aus diesem Grund kann die vorliegende Erfindung die stochastischen Rasterdateien dahingehend analysieren, ob sich Punkte mit unterschiedlichen Farben direkt überschneiden. Wie in Fig. 5 beschrieben, schaltet die vorliegende Erfindung um ein Verwischen zu vermeiden diese überlappenden Punkte aus, und ersetzt sie durch einen Punkt ein einer anderen stochastischen Rasterdatei, der eine Farbe ablagert, die der durch die ursprünglich sich überschneidenden Punkte erzeugten Farbkombination entspricht. Wenn z. B. ein Punkt 80 in einer Zyan-Datei und ein Punkt 82 in einer Magenta-Datei einander überlappen, dann sollte die entstehende Farbkombination blau sein. Beide Punkte können daher aus den stochastischen Rasterdateien entfernt werden, und es wird ein zusätzlicher Raster geschaffen, der einen Punkt 84 enthält, der blaue Tinte an jener Stelle ablagern wird, wo sich die zwei überschneidenden Punkte befunden haben. Wenn die Punkte expandiert werden, so dass sie dieselbe Auflösung wie die Ausgabevorrichtung auf der das Bild gedruckt wird aufweisen, dann können Teilpunkte der expandierten Dateien zum Kompensieren der Punktvergrößerung entfernt werden. Um zu vermeiden, dass Farben ineinander verlaufen, sollten die Teilpunkte von zumindest einer vollen Reihe und einer vollen Spalte an der Peripherie jedes Clusters entfernt werden.
- Fig. 6 zeigt ein gewöhnliches stochastisches Rastermuster, das beim Tiefdruck und Flexodruck verwendet wird. Das Muster 100 besitzt eine Rautenform 102, die in einem Winkel von 45º von freien Flächen von Rillen 104 umgeben ist. Für Tiefdruck sind die Größen der mittleren Raute sowie die der 45º-Rillen gleich wichtig und unabhängig von einander. Im gezeigten Beispiel hat die mittlere Raute eine Breite von 5 Punkten und eine Rille die 3 Punkte breit ist. Die Größe könnte so variiert werden, dass die mittlere Raute 15 Punkte breit ist und von einer Rille mit 2 Punkten Breite umgeben wird, je nach gewünschter Auflösung. Die einzelnen Teilpunkte der mittleren Raute können selektiv entfernt werden, um die Punktvergrößerung im Zuge des Druckvorgangs zu kompensieren.
- Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass sie in der Lage ist, eine Farbkalibrierung vorzunehmen. Ist z. B. in der CMYK-Farbpalette die aus einer Kombination von 100% gelb und 100% magenta zu erwartende Farbe die Farbe rot, jedoch die beim Drucken erzeugte Farbe dieser Kombination die Farbe orange, so bedarf es eines Verfahrens zur Farbkorrektur. Ein Verfahren zum Kompensieren der Farbe gemäß der vorliegenden Erfindung besteht darin, den Anteil an gelber Farbe zu verringern indem einige Teilpunkte der mit höherer Auflösung stochastisch gerasterten Gelb-Datei entfernt werden. Dadurch wird die Farbkombination die korrekte Farbe rot drucken.
- Da sich die Veränderungen zur Farbkompensation nur auf gewisse Bereiche des Bildes beziehen, muß das gesamte Bild in kleinen Teilen der stochastischen Kombinationen analysiert werden. Es sei denn ganze Bereiche des Bildes besitzen dieselbe Kombination an CMYK-Farben, wie z. B. bei der Farbpunktsimulation durch die CMYK-Farbkombination.
Claims (8)
1. Verfahren zum Kompensieren der Punktvergrößerung bei stochastischen Raster-
Dateien zum Drucken auf einer Ausgabevorrichtung mit einer vordefinierten
Auflösung, umfassend:
das Empfangen von kontinuierlichen CMYK-Tonungs-Dateien mit einer Auflösung,
die geringer als die Auflösung der Ausgabevorrichtung ist;
das Rastern der kontinuierlichen CMYK-Tonungs-Dateien, um stochastische CMYK-
Dateien mit einer Auflösung zu erzeugen, die geringer ist als die Auflösung der
Ausgabevorrichtung;
das Expandieren der stochastischen CMYK-Dateien, so dass sie eine Auflösung
haben, die gleich hoch wie die Auflösung der Ausgabevorrichtung ist, worin die
Expansion bewirkt, dass jeder Punkt in der stochastischen CMYK-Datei in einer
Anzahl von Teilpunkten in der expandierten stochastischen CMYK-Datei dargestellt
ist; und
das selektive Entfernen einer Anzahl von Teilpunkten in der expandierten
stochastischen CMYK-Datei, um die Punktvergrößerung auszugleichen, wenn die
expandierten stochastischen CMYK-Dateien gedruckt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, worin die Ausgabevorrichtung ein Drucker ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, worin die Ausgabevorrichtung ein Belichter oder ein
Plattensetzer ist, der Filme oder Platten der expandierten stochastischen CMYK-
Dateien erzeugt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, worin die CMYK-Dateien als Anzahl rautenförmiger
Punkte gerastert werden, die von Rillen in einem Winkel von 45º umgeben sind,
worin die rautenförmigen Punkte und die Rillen vor dem Entfernen ausgewählter
Teilpunkte expandiert werden.
5. Verfahren zur Verhinderung von Farbüberschneidungen beim stochastischen
Rasterdrucken umfassend:
das Empfangen von kontinuierlichen CMYK-Tonungs-Dateien;
das Rastern der kontinuierlichen CMYK-Tonungs-Dateien, um stochastische CMYK-
Rasterdateien mit einer Auflösung zu erzeugen, die geringer als die Auflösung einer
Ausgabevorrichtung ist;
das Bestimmen, ob es einander überschneidende Punkte in den stochastischen
CMYK-Rasterdateien gibt, und, wenn dies der Fall ist, das Entfernen der einander
überschneidenden Punkte und das Hinzufügen eines oder mehrerer zusätzlicher
stochastischer Rasterdateien mit Punkten in der Position der einander
überschneidenden Punkte; und
das Drucken von Farben mit der zusätzlichen stochastischen Rasterdatei, die die
Farbe der einander überlagernden Punkte darstellen.
6. Verfahren nach Anspruch 4, worin die stochastischen Rasterdateien expandiert
werden, um eine Anzahl von Teilpunkten für jeden Punkt in den stochastischen
Rasterdateien zu schaffen und selektiv Teilpunkte in der expandierten
stochastischen Rasterdatei zu entfernen, um Punktvergrößerung zu kompensieren.
7. Verfahren nach Anspruch 6, worin die Teilpunkte von zumindest einer vollen
Reihe und zumindest einer vollen Spalte an der Peripherie eines Clusters von
Teilpunkten entfernt werden, die einem einzelnen Punkt in der stochastischen
Rasterdatei mit geringerer Auflösung entsprechen, um zu verhindern, dass Farben
ineinander verlaufen.
8. Verfahren zur Farbkorrektur beim Drucken, bei dem stochastische Raster
eingesetzt werden, umfassend:
das Empfangen von kontinuierlichen CMYK-Tonungs-Dateien mit einer Auflösung,
die geringer als die Auflösung einer Ausgabevorrichtung ist;
das Rastern der kontinuierlichen CMYK-Tonungs-Dateien, um stochastische CMYK-
Tonungs-Dateien zu erzeugen;
das Expandieren der stochastischen CMYK-Dateien, so dass sie eine Auflösung der
Ausgabevorrichtung aufweisen, worin die Expansion bewirkt, dass jeder Punkt in der
stochastischen Rasterdatei mit geringerer Auflösung als Anzahl von Teilpunkten in
der expandierten stochastischen CMYK-Datei dargestellt wird; und
das selektive Entfernen von Teilpunkten von der expandierten stochastischen
CMYK-Datei, um die Farbe zu korrigieren, wenn die expandierten stochastischen
CMYK-Dateien gedruckt werden.
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