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Vorrichtung zum Behandeln der Hauterkrankungen Die Erfindung betrifft
eine Vorrichtung zum Behandeln von Hauterkrankungen mittels auf die Haut auftragbarer
Arzneistoffe, wie sie bei der Behandlung flechtenartiger und eitriger Hauterkrankungen
vorteilhaft angewendet wird.
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Der Hauptzweck der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung anzugeben,
mit deren Hilfe der Arzneistoff vollständig in den erkrankten Teil der Haut derart
einzudringen vermag, daß er in dem Oberhautgewebe zurückgehalten wird.
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Da es keine bestimmte Methode zur Behandlung flechtenartiger Infektionen
der Füße und Hände gibt und diese Hauterkrankungen zahlenmäßig zugenommen haben,
hat sich die Aufmerksamkeit der Spezialisten für Hautkrankheiten auf dieses Problem
gerichtet. Bei einer Untersuchung, die sich auf verschiedene Behandlungsarten und
Mittel zur Behandlung flechtenartiger Infektionen der Hände und Füße erstreckten,
hat sich' die Vorrichtung gemäß der Erfindung für die Behandlung der erwähnten Erkrankungen
als sehr vorteilhaft erwiesen.
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Gemäß der Erfindung wird eine mit einer Unterdruckquelle, z. B. einer
Luftpumpe, in Verbindung stehende, auf die zu behandelnde Haut aufsetzbare Kammer
mit einer den Arzneistoff in Dampfform enthaltenden Kammer derart vereinigt, daß
der Arzneidampf durch die Aufhebung des Unterdruckes in der auf die zu behandelnde
Hautstelle aufgesetzten Kammer, in der während der Behandlung der Unterdruck aufrechterhalten
wird, durch den äußeren Luftdruck zwangsweise auf die Hautstelle gebracht und in
die Poren der Haut eingepreßt wird. Durch den neben der erkrankten Hautstelle erzeugten
Unterdruck wird nämlich die Blutgefäßtätigkeit in dem Oberhautgewebe angeregt. Wenn
dann der Unterdruck aufgehoben wird, so wird fast gleichzeitig, in einem Augenblick
also, indem durch die Wirkungen des Vakuums die zu behandelnde Hautstelle noch besonders
aufnahmefähig ist, der Arzneistoff auf die kranke Hautstelle gebracht, so daß ihn
das Gewebe zurückhält.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den beiliegenden Zeichnungen
dargestellt. Fig. i ist eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung gemäß vorliegender
Erfindung.
Fig. 2 ist ein senkrechter Schnitt durch die Vorrichtung
nach Fig. i mit abgenommener Zerstäuberdüse.
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Fig.3 ist ein ebensolcher waagerechter Schnitt.
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Fig. 4 ist eine Schnittansicht nach Linie 4-4 der Fig. 2.
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Fig. 5 ist eine Schnittansicht nach Linie 5-5 der Fig. 2.
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Fig. 6 ist eine Schnittansicht nach Linie 6-6 der Fig.2.
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Fig.7 ist eine Schnittansicht des Zerstäuberendes der Vorrichtung.
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Die in den Zeichnungen veranschaulichte Vorrichtung besitzt die Gestalt
und Form einer Pistole. Wie noch näher beschrieben werden wird, wird beim Zurückziehen
des Drückers von der Vorrichtung an der behandelten Hautstelle ein Vakuum geschaffen,
und wenn der Drücker freigegeben wird, erfolgt das Aufspritzen des verdampften Arzneistoffes,
und kurz darauf wird das Vakuum aufgehoben.
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Aus den Fig. 2 bis 7, die die verschiedenen Einzelheiten der Vorrichtung
veranschaulichen, ist ersichtlich, daß die Vorrichtung einen zylindrischen Körper
i besitzt, an dem ein kegelförmiger abnehmbarer Endteil :2 und ein Handgriff 3 befestigt
sind. Diese Teile werden vorzugsweise aus Metall, insbesondere Aluminium, hergestellt,
das leicht und genügend dauerhaft ist. Der erwähnte Körper i der Vorrichtung stellt
ein Gehäuse dar, das durch eine Zwischenwand 4 in zwei Kammern 5 und 6 unterteilt
ist. Das Gehäuse ist an seinem Umfang mit Löchern 7 und 8 versehen, durch die Luft
in die Kammern eintreten kann und die gleichzeitig die gewünschte Ventilation der
Vorrichtung erlauben.
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In der Kammer 6 ist ein Zylinder 9 zum Aufspeichern des Medikamentes
angeordnet. Dieser Zylinder besteht aus Glas, vorzugsweise aus einer Glasart, die
sehr dauerhaft ist und hohen Temperaturen widersteht. Der Zylinder trägt an dem
einen Ende ein verjüngt verlaufendes Auslaßrohr io mit einem glockenförmigen Ende
i i ; das Rohr bildet mit der Endwand des Zylinders 9 ein Ganzes. Der Zweck des
glockenförmigen Teiles i i besteht darin, zu verhindern, daß daran der Arzneistoff
hängenbleibt. Mit dem anderen Ende des Zylinders ist ein Einlaßrohr i2, das mit
dem Zylinderende ebenfalls aus einem Stück besteht, verbunden; dasselbe hat an seinem
inneren Ende vorteilhaft einen T-förmigen Kopf 13. Das äußere Ende des Auslaßrohres
io reicht durch die Öffnung in das äußere Ende des kegelförmigen Teiles 2, während
das vorspringende äußere Ende des Einlaßrohres i2 durch eine zentral angeordnete
Bohrung 14 in der Zwischenwand 4 hindurch verläuft.
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Der Zylinder 9 und die mit ihm aus einem Stück bestehenden Rohre io,
12 sind innerhalb der Vorrichtung nicht in mechanischer Weise befestigt, sondern
werden nachgiebig darin gehalten. Wie aus den Fig.2 und 3 ersichtlich ist, ist an
der einen Seite der Zwischenwand 4 eine Asbestschicht z5 vorgesehen, an der das
eine Ende des Zylinders 9 anstößt. Zwischen der anderen Endwand des Zylinders und
einem 'Ringansatz an der Innenseite des kegelförmigen Mantelteiles 2 ist eine Schraubenfeder
16 angeordnet. Es ist daher ersichtlich, daß die an jedem Ende des Zylinders angeordneten
Rohre die Stellung des Zylinders innerhalb der Kammer 6 der Vorrichtung bestimmen,
während die Feder 16 den Zylinder nachgiebig gegen die Asbestschicht 15 drückt.
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Der Zylinder 9 trägt an seiner Oberfläche eine elektrische Heizspule
17, die mittels gteigneter Leitungen 18 und i9 mit einer nicht gezeichneten
Stromstelle verbunden ist; die Leitungen i8 und ig sind dabei durch Öffnungen in
der Zwischenwand 4 geführt. Der Zweck dieser Heizspule besteht darin, den in dem
Zylinder 9 vorhandenen Arzneistoff 2o zu erhitzen und zu verdampfen. Um die Kammer
9 liegt vorteilhaft noch eine Asbesthülse 2i, welche die Heizspule umschließt. Um
die Kammer 6 zum Einsetzen der Kammer- bzw. Zylinderanordnung oder zum Herausnehmen
derselben zugänglich zu machen, ist der kegelförmige Teil e abnehmbar an dem Gehäuse
i der Vorrichtung befestigt. Zu diesem Zweck ist eine ringförmige Aussparung 22
an dem inneren verbreiterten Ende des Teiles 2. vorgesehen, und das eine Ende des
Gehäuses i paßt genau in diese Aussparung. An dem Umfang der Vorrichtung sind geeignete
Schrauben z3 o.dgl. vorgesehen, um die Teile fest miteinander zu verbinden.
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Der Handgriff 3 der Vorrichtung ist mit einem sich nach oben erstreckenden
Lappen 24 an dem Gehäuse i durch geeignete Schrauben befestigt. Wie aus Fig. 2 klar
hervorgeht, dient der Handgriff nicht nur als solcher, sondern er ist hohl ausgestaltet,
um gleichzeitig als Leitrohr für die zu der Heizspule führenden Drähte und für ein
zur Unterdruckquelle führendes Rohr 25 zu dienen. Für die Vorrichtung kann irgendwelche
Vakuumquelle, z. B. eine mittels Wassers angetriebene Pumpe, Anwendung finden. Das
Rohr 25 verläuft durch den Handgriff nach oben durch einen in der Zwischenwand 4
vorgesehenen Durchgang 26, der an einer Stelle der Kammer 5 mündet, welche neben
dem vorspringenden Ende des Rohres 12, (vgl. Fig. 5) liegt. Von dem Rohr 25 aus
zweigt ein zweites Rohr 27 zu der
Düse der Vorrichtung ab, wie aus
Fig.2 und 7 hervorgeht.
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An der Zwischenwand 4 sind zwei Ventilsitze 28 und 29 (vgl. Fig. 5)
vorgesehen. Das äußere Ende des Einlaßrohres 12 stellt den zentral angeordneten
Ventilsitz 28 dar, während das Ende des Rohres 25 den Ventilsitz 29 bildet, der
in bezug auf den Sitz 29 etwas versetzt angeordnet ist. Mit diesen Ventilsitzen
wirken zwei Ventile 30 und 31 (vgl. Fig. 6) zusammen. Innerhalb der Kammer
5 ist eine Ventilhalteplatte 32 angeordnet, wie aus den Fig.2 und 3 hervorgeht.
Jedes der Ventile besitzt einen ausgesparten Kopf 33 und einen an demselben angreifenden
Schaft 34. In dem ausgesparten Kopf jedes Ventils sitzt ein Gummiblock 35d . (Fig.
2), der sich nachgiebig gegen den ihm zugeordneten Ventilsitz legt. Die Ventiltragplatte
ist mit Naben 35 und 36 versehen, in denen die Schäfte der Ventile gleitbar gelagert
sind. Jedes Ventil wird von einer Feder 37, die an der I1,Tabe sitzt und mit dem
Ventilschaft verbunden ist, unter Spannung gehalten.
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Die Ventile 30 und 31 sind durch ein Joch 38 miteinander
verbunden, das eine Aussparung 39 zur Aufnahme eines Betätigungsstiftes 4o
für die Ventile hat. Dieser Stift sitzt auf einer kurzen Welle 44 die drehbar in
gelochten Nasen 42 und 43 der Ventiltragplatte gelagert ist. Ein zweiter Stift 44
dient zum Drehen der Welle 41. Diese Welle ist mit einer mit Gewinden versehenen
Querbohrung, durch welche sich der Stift, 14 erstreckt, ausgerüstet. Dieser Stift
ist über einen beträchtlichen Teil seiner Länge mit einem Gewinde versehen, so daß
er sich in geeigneter Weise gegenüber der Welle 43 verstellen läßt. Das untere Ende
des Stiftes ist geschlitzt, so daß ein Schraubenzieher oder ein ähnliches Werkzeug
zur Einstellung benutzt werden kann.
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Der untere Abschnitt des Gehäuses i ist so ausgestaltet, daß eine
Aussparung 45 entsteht, innerhalb der der Drücker 46 drehbar gelagert ist. Ein Arm
47 verbindet den Drükker mit dem einen Ende einer gleitbaren Stange 48, die innerhalb
eines durch den unteren Teil des Gehäuses verlaufenden Schlitzes gelagert ist. Das
andere Ende der Stange 48 greift an dem Stift 44 an, um denselben zu betätigen.
Innerhalb des Schlitzes ist an der entgegengesetzten Seite des Stiftes 44 eine zweite
gleitbare Stange 49 gelagert, und weiterhin ist innerhalb des Schlitzes eine Feder
5o vorgesehen, welche den Stift unter Spannung und die Ventile normalerweise offen
hält. An dem hinteren Ende des Schlitzes ist eine Stellschraube 51 vorgesehen,
um die Einstellung der Spannung der Feder 5o zu ermöglichen. Es ist ersichtlich,
daß bei der beschriebenen Bauweise die Ventile in der Ruhe- bzw. Anfangsstellung
mittels ihrer Federn von den Sitzen hinweggezogen sind und daß die von diesen Federn
ausgeübte Spannung durch den auf das Joch 38 mittels des Stiftes 40 ausgeübten Druck
überwunden werden muß, um die Ventile zu schließen. Es ist auch klar, daß die Feder
5o einen. Druck auf die Stange 49 ausübt, um den Stift 40 in unwirksamer Stellung
zu halten. Wenn die Vorrichtung betätigt wird, so wird durch das Zurückziehen des
Drückers der Stift 4o entgegen der Wirkung der Feder 50 verschoben, so daß
die Ventile entgegen dem Einfluß ihrer zugeordneten Ventilfedern auf die Ventilsitze
gedrückt werden. Eine Öffnung 52 an der Unterseite des Gehäuses ermöglicht das Einsetzen
und die Einstellung des Stiftes 44 sowie dessen Drehbewegung.
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Aus Fig. 7 geht hervor, daß die Vorrichtung mit einer geeigneten Zerstäuberdüse
53 vorteilhaft aus Glas ausgerüstet ist. Es ist zwar nur eine einzige Düse veranschaulicht,
jedoch ist es klar, daß Düsen verschiedener Gestalt zur Behandlung verschiedener
Teile der Haut Anwendung finden können, d. h. daß die Düsen mit verschiedenen Mündungen
versehen werden können, um sich dementsprechend an die betreffenden Körperstellen
anzulegen. Jede Düse besitzt jedoch ein verjüngt verlaufendes Ende 54, dessen äußere
Fläche vorzugsweise aufgerauht ist, so daß die Düse durch Reibung an der inneren
Fläche des Rohres io gehalten wird. Solche Düsen sind zweckmäßig mit einem mit der
Düse aus einem Stück bestehenden Rohr 55 versehen, das innerhalb des Hauptrohres
56 der Düse axial angeordnet ist. An jeder Düse ist ein mit derselben aus einem
Stück bestehendes Rohr 57 vorgesehen, das mit dem Rohr 27 durch einen Gummischlauch
58 verbunden ist. Die Düse kann somit in einfacher Weise abgenommen und gegen eine
andere ausgewechselt werden, da es lediglich erforderlich ist, das Ende 54 der Düse
in das Rohr io einzusetzen und die Verbindung des Rohres 57 mit dem Gummischlauch
herzustellen.
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Die Vorrichtung wird nun wie folgt angewendet: In die Kammer 9 wird
mittels eines zu diesem Zweck vorgesehenen Glastrichters ein bestimmter Betrag eines
Arzneistoffes geschüttet. Dann wird der elektrische Strom der Heizspule eingeschaltet,
so daß der Arzneistoff erhitzt wird und verdampft. Danach wird die Vakuumpumpe in
Betrieb gesetzt, die durch die Rohre 25 und 27 Luft ansaugt. Die Mündung der an
der Vorrichtung befestigten Düse wird auf die zu behandelnde Hautstelle des Kranken
gesetzt und der Drücker 46 betätigt, so daß sich die Ventile
30
und 31 schließen. Wenn sich das Ventil 30 schließt, wird .der.Durchlaß zu
dem Rohr 12
zwischen der Kammer 5 und der Kammer y geschlossen, während infolge
des Schließens des Ventils 31 unmöglich gemacht ist, Luft von- der Kammer 5 durch
das Rohr 25 anzusaugen. Die Vakuumpumpe saugt somit lediglich durch die Rohre 27
und 25 Luft an, und zwar aus dem Gebiet. unmittelbar an der zu behandelnden Hautstelle.
Da der Durchmesser des Rohres 55 kleiner ist als der des ihn umgebenden Rohres und
das Rohr 55 bis nahe an' die Hautstelle heranreicht, wird die Wirkung des Unterdruckes
fast vollständig auf die Hautstelle beschränkt, obgleich natürlich zum mindesten
teilweise auch aus der Kammer g Luft angesaugt wird. Infolge des neben der Haut
erzeugten Vakuums wird dieselbe fest gegen die Mündung der Düse gezogen, so daß
der erwünschte Blutandrang an der von der Düsenmündung bedeckten Hautstelle erfolgt.
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Nunmehr wird der Drücker freigegeben, so daß sich die Ventile öffnen
können. Die Feder des Ventils 30 ist vorzugsweise etwas stärker, so daß dieses
Ventil etwas vor dem Ventil 31 geöffnet wird. Infolge des öffnens des Ventils
31 kann die Pumpe von der Kammer 5 aus durch das Rohr a5 Luft ansaugen, so daß das
vorher neben der Hautstelle an dem Düsenende erzeugte Vakuum aufgehoben wird. Da
sich jedoch das Ventil 3o etwas vor dem Ventil 31 öffnet, wird infolge des in der
Kammer 5 bestehenden Atmosphärendruckes ein kräftiger Luftstrahl durch das Rohr
i2 in den Zylinder g eintreten, in denen, wenn überhaupt, so doch nur ein geringer
Druck besteht. Infolge der T-förmigen Ausbildung des inneren Endes des Rohres i2
wird dieser Luftstrom in der Kammer g verteilt und führt den verdampften Arzneistoff
aus der Kammer durch das Auslaßrohr io mit sich. Infolge des an dein Düsenende bestehenden
Vakuums wird der verdampfte Arzneistoff auf die behandelte Hautstelle aufgespritzt.
Infolge der Bauweise des Rohres 55 trifft der Strahl des verdampften Arzneistoffes
unmittelbar. auf die Haut. Das Öffnen des Ventils 31 erfolgt fast gleichzeitig
mit dem Öffnen des Ventils 30, jedoch erfolgt das Ausspritzen des verdampften Medikamentes
auf die Hautstelle so schnell, daß es noch stattfindet, während das Vakuum neben
der Hautstelle besteht. Es ist natürlich wichtig, daß das Vakuum noch vorhanden
ist, wenn das Medikament auf die Haut gespritzt wird, da die Wirksamkeit der Vorrichtung
anderenfalls wesentlich beeinträchtigt würde. Die erwähnte Behandlung kann nun so
oft, als in jedem einzelnen Fall erforderlfch, wiederholt werden. In manchen Fällen
mag eine einzige Behandlung genügen, während in anderen Fällen mehrere wiederholte
Behandlungen erforderlich sein werden, um die erkrankte Haut richtig zu behandeln.
Die Vorrichtung kann jederzeit in der beschriebenen Weise wieder gefüllt werden.
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Nach ungefähr 15 Behandlungen ist zu bemerken, daß der die
Vakuumquelle mit der Vorrichtung verbindende Gummischlauch seine Nachgiebigkeit
und Elastizität verloren hat. Das ist auf den Überzug an der Innenseite des Gummischlauches
zurückzuführen, der von der Kondensation des nach der Pumpe hin gezogenen überschüssigen
Dampfes herrührt. Wenn man diesen Niederschlag Weiterwachsen läßt, wird er schließlich
das Rohr verstopfen und die Erzeugung des Vakuums verhindern. Es ist daher erforderlich,
den Gummischlauch von Zeit zu Zeit zu erneuern. Die Lebensdauer des Gummischlauches
kann jedoch vergrößert werden, wenn man die Vorrichtung gelegentlich reinigt, was
auf die folgende Weise vorgenommen werden kann. Mit der Mündung der Vorrichtung
kann das eine Ende eines kurzen Gummischlauches verbunden werden, während das andere
Ende in Alkoholgetaucht wird. Wenn man dann den Drücker der Vorrichtung betätigt,
wird das erzeugte Vakuum den Alkohol durch die Vorrichtung ziehen, so daß dieselbe
gereinigt wird. Ein Teil des Alkohols wird natürlich durch den Gummischlauch fließen
und somit den Niederschlag an der Innenwand desselben lösen. Die Vorrichtung kann
dann mit Wasser in ähnlicher Weise nachgespült werden. An der Innenwand der Düse
findet ebenfalls eine Kondensation des Dampfes statt, so daß es auch erforderlich
ist, die Düse gelegentlich zu reinigen.
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Mittels der beschriebenen Vorrichtung ist es möglich, das gewünschte
Vakuum mit regelbarer Intensität zu erzeugen. Die Blutgefäßtätigkeit der erkrankten
Hautstelle wird durch das erzeugie Vakuum derart erhöht, daß der Arzneistoff tatsächlich
in die Haut eindringt. Da der Arzneistoff in Dampfform benutzt wird, dringt er auch
mit großer Sicherheit in die Haut ein.
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Es ist selbstverständlich, daß das Verfahren gemäß vorliegender Erfindung
und die Vorrichtung zur Herstellung desselben ganz allgemein zur Behandlung von
Hauterkrankungen benutzt werden können. Die Erfindung kann so z. B. auch zur Behandlung
von Schleimhauterkrankungen Anwendung finden.