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DE599521C - Vorrichtung zum Behandeln der Hauterkrankungen - Google Patents

Vorrichtung zum Behandeln der Hauterkrankungen

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DE599521C
DE599521C DEST49357D DEST049357D DE599521C DE 599521 C DE599521 C DE 599521C DE ST49357 D DEST49357 D DE ST49357D DE ST049357 D DEST049357 D DE ST049357D DE 599521 C DE599521 C DE 599521C
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DE
Germany
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chamber
vacuum
valve
heatable
skin
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DEST49357D
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M35/00Devices for applying media, e.g. remedies, on the human body
    • A61M35/003Portable hand-held applicators having means for dispensing or spreading integral media

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Hematology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Media Introduction/Drainage Providing Device (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Behandeln der Hauterkrankungen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Behandeln von Hauterkrankungen mittels auf die Haut auftragbarer Arzneistoffe, wie sie bei der Behandlung flechtenartiger und eitriger Hauterkrankungen vorteilhaft angewendet wird.
  • Der Hauptzweck der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung anzugeben, mit deren Hilfe der Arzneistoff vollständig in den erkrankten Teil der Haut derart einzudringen vermag, daß er in dem Oberhautgewebe zurückgehalten wird.
  • Da es keine bestimmte Methode zur Behandlung flechtenartiger Infektionen der Füße und Hände gibt und diese Hauterkrankungen zahlenmäßig zugenommen haben, hat sich die Aufmerksamkeit der Spezialisten für Hautkrankheiten auf dieses Problem gerichtet. Bei einer Untersuchung, die sich auf verschiedene Behandlungsarten und Mittel zur Behandlung flechtenartiger Infektionen der Hände und Füße erstreckten, hat sich' die Vorrichtung gemäß der Erfindung für die Behandlung der erwähnten Erkrankungen als sehr vorteilhaft erwiesen.
  • Gemäß der Erfindung wird eine mit einer Unterdruckquelle, z. B. einer Luftpumpe, in Verbindung stehende, auf die zu behandelnde Haut aufsetzbare Kammer mit einer den Arzneistoff in Dampfform enthaltenden Kammer derart vereinigt, daß der Arzneidampf durch die Aufhebung des Unterdruckes in der auf die zu behandelnde Hautstelle aufgesetzten Kammer, in der während der Behandlung der Unterdruck aufrechterhalten wird, durch den äußeren Luftdruck zwangsweise auf die Hautstelle gebracht und in die Poren der Haut eingepreßt wird. Durch den neben der erkrankten Hautstelle erzeugten Unterdruck wird nämlich die Blutgefäßtätigkeit in dem Oberhautgewebe angeregt. Wenn dann der Unterdruck aufgehoben wird, so wird fast gleichzeitig, in einem Augenblick also, indem durch die Wirkungen des Vakuums die zu behandelnde Hautstelle noch besonders aufnahmefähig ist, der Arzneistoff auf die kranke Hautstelle gebracht, so daß ihn das Gewebe zurückhält.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt. Fig. i ist eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung gemäß vorliegender Erfindung. Fig. 2 ist ein senkrechter Schnitt durch die Vorrichtung nach Fig. i mit abgenommener Zerstäuberdüse.
  • Fig.3 ist ein ebensolcher waagerechter Schnitt.
  • Fig. 4 ist eine Schnittansicht nach Linie 4-4 der Fig. 2.
  • Fig. 5 ist eine Schnittansicht nach Linie 5-5 der Fig. 2.
  • Fig. 6 ist eine Schnittansicht nach Linie 6-6 der Fig.2.
  • Fig.7 ist eine Schnittansicht des Zerstäuberendes der Vorrichtung.
  • Die in den Zeichnungen veranschaulichte Vorrichtung besitzt die Gestalt und Form einer Pistole. Wie noch näher beschrieben werden wird, wird beim Zurückziehen des Drückers von der Vorrichtung an der behandelten Hautstelle ein Vakuum geschaffen, und wenn der Drücker freigegeben wird, erfolgt das Aufspritzen des verdampften Arzneistoffes, und kurz darauf wird das Vakuum aufgehoben.
  • Aus den Fig. 2 bis 7, die die verschiedenen Einzelheiten der Vorrichtung veranschaulichen, ist ersichtlich, daß die Vorrichtung einen zylindrischen Körper i besitzt, an dem ein kegelförmiger abnehmbarer Endteil :2 und ein Handgriff 3 befestigt sind. Diese Teile werden vorzugsweise aus Metall, insbesondere Aluminium, hergestellt, das leicht und genügend dauerhaft ist. Der erwähnte Körper i der Vorrichtung stellt ein Gehäuse dar, das durch eine Zwischenwand 4 in zwei Kammern 5 und 6 unterteilt ist. Das Gehäuse ist an seinem Umfang mit Löchern 7 und 8 versehen, durch die Luft in die Kammern eintreten kann und die gleichzeitig die gewünschte Ventilation der Vorrichtung erlauben.
  • In der Kammer 6 ist ein Zylinder 9 zum Aufspeichern des Medikamentes angeordnet. Dieser Zylinder besteht aus Glas, vorzugsweise aus einer Glasart, die sehr dauerhaft ist und hohen Temperaturen widersteht. Der Zylinder trägt an dem einen Ende ein verjüngt verlaufendes Auslaßrohr io mit einem glockenförmigen Ende i i ; das Rohr bildet mit der Endwand des Zylinders 9 ein Ganzes. Der Zweck des glockenförmigen Teiles i i besteht darin, zu verhindern, daß daran der Arzneistoff hängenbleibt. Mit dem anderen Ende des Zylinders ist ein Einlaßrohr i2, das mit dem Zylinderende ebenfalls aus einem Stück besteht, verbunden; dasselbe hat an seinem inneren Ende vorteilhaft einen T-förmigen Kopf 13. Das äußere Ende des Auslaßrohres io reicht durch die Öffnung in das äußere Ende des kegelförmigen Teiles 2, während das vorspringende äußere Ende des Einlaßrohres i2 durch eine zentral angeordnete Bohrung 14 in der Zwischenwand 4 hindurch verläuft.
  • Der Zylinder 9 und die mit ihm aus einem Stück bestehenden Rohre io, 12 sind innerhalb der Vorrichtung nicht in mechanischer Weise befestigt, sondern werden nachgiebig darin gehalten. Wie aus den Fig.2 und 3 ersichtlich ist, ist an der einen Seite der Zwischenwand 4 eine Asbestschicht z5 vorgesehen, an der das eine Ende des Zylinders 9 anstößt. Zwischen der anderen Endwand des Zylinders und einem 'Ringansatz an der Innenseite des kegelförmigen Mantelteiles 2 ist eine Schraubenfeder 16 angeordnet. Es ist daher ersichtlich, daß die an jedem Ende des Zylinders angeordneten Rohre die Stellung des Zylinders innerhalb der Kammer 6 der Vorrichtung bestimmen, während die Feder 16 den Zylinder nachgiebig gegen die Asbestschicht 15 drückt.
  • Der Zylinder 9 trägt an seiner Oberfläche eine elektrische Heizspule 17, die mittels gteigneter Leitungen 18 und i9 mit einer nicht gezeichneten Stromstelle verbunden ist; die Leitungen i8 und ig sind dabei durch Öffnungen in der Zwischenwand 4 geführt. Der Zweck dieser Heizspule besteht darin, den in dem Zylinder 9 vorhandenen Arzneistoff 2o zu erhitzen und zu verdampfen. Um die Kammer 9 liegt vorteilhaft noch eine Asbesthülse 2i, welche die Heizspule umschließt. Um die Kammer 6 zum Einsetzen der Kammer- bzw. Zylinderanordnung oder zum Herausnehmen derselben zugänglich zu machen, ist der kegelförmige Teil e abnehmbar an dem Gehäuse i der Vorrichtung befestigt. Zu diesem Zweck ist eine ringförmige Aussparung 22 an dem inneren verbreiterten Ende des Teiles 2. vorgesehen, und das eine Ende des Gehäuses i paßt genau in diese Aussparung. An dem Umfang der Vorrichtung sind geeignete Schrauben z3 o.dgl. vorgesehen, um die Teile fest miteinander zu verbinden.
  • Der Handgriff 3 der Vorrichtung ist mit einem sich nach oben erstreckenden Lappen 24 an dem Gehäuse i durch geeignete Schrauben befestigt. Wie aus Fig. 2 klar hervorgeht, dient der Handgriff nicht nur als solcher, sondern er ist hohl ausgestaltet, um gleichzeitig als Leitrohr für die zu der Heizspule führenden Drähte und für ein zur Unterdruckquelle führendes Rohr 25 zu dienen. Für die Vorrichtung kann irgendwelche Vakuumquelle, z. B. eine mittels Wassers angetriebene Pumpe, Anwendung finden. Das Rohr 25 verläuft durch den Handgriff nach oben durch einen in der Zwischenwand 4 vorgesehenen Durchgang 26, der an einer Stelle der Kammer 5 mündet, welche neben dem vorspringenden Ende des Rohres 12, (vgl. Fig. 5) liegt. Von dem Rohr 25 aus zweigt ein zweites Rohr 27 zu der Düse der Vorrichtung ab, wie aus Fig.2 und 7 hervorgeht.
  • An der Zwischenwand 4 sind zwei Ventilsitze 28 und 29 (vgl. Fig. 5) vorgesehen. Das äußere Ende des Einlaßrohres 12 stellt den zentral angeordneten Ventilsitz 28 dar, während das Ende des Rohres 25 den Ventilsitz 29 bildet, der in bezug auf den Sitz 29 etwas versetzt angeordnet ist. Mit diesen Ventilsitzen wirken zwei Ventile 30 und 31 (vgl. Fig. 6) zusammen. Innerhalb der Kammer 5 ist eine Ventilhalteplatte 32 angeordnet, wie aus den Fig.2 und 3 hervorgeht. Jedes der Ventile besitzt einen ausgesparten Kopf 33 und einen an demselben angreifenden Schaft 34. In dem ausgesparten Kopf jedes Ventils sitzt ein Gummiblock 35d . (Fig. 2), der sich nachgiebig gegen den ihm zugeordneten Ventilsitz legt. Die Ventiltragplatte ist mit Naben 35 und 36 versehen, in denen die Schäfte der Ventile gleitbar gelagert sind. Jedes Ventil wird von einer Feder 37, die an der I1,Tabe sitzt und mit dem Ventilschaft verbunden ist, unter Spannung gehalten.
  • Die Ventile 30 und 31 sind durch ein Joch 38 miteinander verbunden, das eine Aussparung 39 zur Aufnahme eines Betätigungsstiftes 4o für die Ventile hat. Dieser Stift sitzt auf einer kurzen Welle 44 die drehbar in gelochten Nasen 42 und 43 der Ventiltragplatte gelagert ist. Ein zweiter Stift 44 dient zum Drehen der Welle 41. Diese Welle ist mit einer mit Gewinden versehenen Querbohrung, durch welche sich der Stift, 14 erstreckt, ausgerüstet. Dieser Stift ist über einen beträchtlichen Teil seiner Länge mit einem Gewinde versehen, so daß er sich in geeigneter Weise gegenüber der Welle 43 verstellen läßt. Das untere Ende des Stiftes ist geschlitzt, so daß ein Schraubenzieher oder ein ähnliches Werkzeug zur Einstellung benutzt werden kann.
  • Der untere Abschnitt des Gehäuses i ist so ausgestaltet, daß eine Aussparung 45 entsteht, innerhalb der der Drücker 46 drehbar gelagert ist. Ein Arm 47 verbindet den Drükker mit dem einen Ende einer gleitbaren Stange 48, die innerhalb eines durch den unteren Teil des Gehäuses verlaufenden Schlitzes gelagert ist. Das andere Ende der Stange 48 greift an dem Stift 44 an, um denselben zu betätigen. Innerhalb des Schlitzes ist an der entgegengesetzten Seite des Stiftes 44 eine zweite gleitbare Stange 49 gelagert, und weiterhin ist innerhalb des Schlitzes eine Feder 5o vorgesehen, welche den Stift unter Spannung und die Ventile normalerweise offen hält. An dem hinteren Ende des Schlitzes ist eine Stellschraube 51 vorgesehen, um die Einstellung der Spannung der Feder 5o zu ermöglichen. Es ist ersichtlich, daß bei der beschriebenen Bauweise die Ventile in der Ruhe- bzw. Anfangsstellung mittels ihrer Federn von den Sitzen hinweggezogen sind und daß die von diesen Federn ausgeübte Spannung durch den auf das Joch 38 mittels des Stiftes 40 ausgeübten Druck überwunden werden muß, um die Ventile zu schließen. Es ist auch klar, daß die Feder 5o einen. Druck auf die Stange 49 ausübt, um den Stift 40 in unwirksamer Stellung zu halten. Wenn die Vorrichtung betätigt wird, so wird durch das Zurückziehen des Drückers der Stift 4o entgegen der Wirkung der Feder 50 verschoben, so daß die Ventile entgegen dem Einfluß ihrer zugeordneten Ventilfedern auf die Ventilsitze gedrückt werden. Eine Öffnung 52 an der Unterseite des Gehäuses ermöglicht das Einsetzen und die Einstellung des Stiftes 44 sowie dessen Drehbewegung.
  • Aus Fig. 7 geht hervor, daß die Vorrichtung mit einer geeigneten Zerstäuberdüse 53 vorteilhaft aus Glas ausgerüstet ist. Es ist zwar nur eine einzige Düse veranschaulicht, jedoch ist es klar, daß Düsen verschiedener Gestalt zur Behandlung verschiedener Teile der Haut Anwendung finden können, d. h. daß die Düsen mit verschiedenen Mündungen versehen werden können, um sich dementsprechend an die betreffenden Körperstellen anzulegen. Jede Düse besitzt jedoch ein verjüngt verlaufendes Ende 54, dessen äußere Fläche vorzugsweise aufgerauht ist, so daß die Düse durch Reibung an der inneren Fläche des Rohres io gehalten wird. Solche Düsen sind zweckmäßig mit einem mit der Düse aus einem Stück bestehenden Rohr 55 versehen, das innerhalb des Hauptrohres 56 der Düse axial angeordnet ist. An jeder Düse ist ein mit derselben aus einem Stück bestehendes Rohr 57 vorgesehen, das mit dem Rohr 27 durch einen Gummischlauch 58 verbunden ist. Die Düse kann somit in einfacher Weise abgenommen und gegen eine andere ausgewechselt werden, da es lediglich erforderlich ist, das Ende 54 der Düse in das Rohr io einzusetzen und die Verbindung des Rohres 57 mit dem Gummischlauch herzustellen.
  • Die Vorrichtung wird nun wie folgt angewendet: In die Kammer 9 wird mittels eines zu diesem Zweck vorgesehenen Glastrichters ein bestimmter Betrag eines Arzneistoffes geschüttet. Dann wird der elektrische Strom der Heizspule eingeschaltet, so daß der Arzneistoff erhitzt wird und verdampft. Danach wird die Vakuumpumpe in Betrieb gesetzt, die durch die Rohre 25 und 27 Luft ansaugt. Die Mündung der an der Vorrichtung befestigten Düse wird auf die zu behandelnde Hautstelle des Kranken gesetzt und der Drücker 46 betätigt, so daß sich die Ventile 30 und 31 schließen. Wenn sich das Ventil 30 schließt, wird .der.Durchlaß zu dem Rohr 12 zwischen der Kammer 5 und der Kammer y geschlossen, während infolge des Schließens des Ventils 31 unmöglich gemacht ist, Luft von- der Kammer 5 durch das Rohr 25 anzusaugen. Die Vakuumpumpe saugt somit lediglich durch die Rohre 27 und 25 Luft an, und zwar aus dem Gebiet. unmittelbar an der zu behandelnden Hautstelle. Da der Durchmesser des Rohres 55 kleiner ist als der des ihn umgebenden Rohres und das Rohr 55 bis nahe an' die Hautstelle heranreicht, wird die Wirkung des Unterdruckes fast vollständig auf die Hautstelle beschränkt, obgleich natürlich zum mindesten teilweise auch aus der Kammer g Luft angesaugt wird. Infolge des neben der Haut erzeugten Vakuums wird dieselbe fest gegen die Mündung der Düse gezogen, so daß der erwünschte Blutandrang an der von der Düsenmündung bedeckten Hautstelle erfolgt.
  • Nunmehr wird der Drücker freigegeben, so daß sich die Ventile öffnen können. Die Feder des Ventils 30 ist vorzugsweise etwas stärker, so daß dieses Ventil etwas vor dem Ventil 31 geöffnet wird. Infolge des öffnens des Ventils 31 kann die Pumpe von der Kammer 5 aus durch das Rohr a5 Luft ansaugen, so daß das vorher neben der Hautstelle an dem Düsenende erzeugte Vakuum aufgehoben wird. Da sich jedoch das Ventil 3o etwas vor dem Ventil 31 öffnet, wird infolge des in der Kammer 5 bestehenden Atmosphärendruckes ein kräftiger Luftstrahl durch das Rohr i2 in den Zylinder g eintreten, in denen, wenn überhaupt, so doch nur ein geringer Druck besteht. Infolge der T-förmigen Ausbildung des inneren Endes des Rohres i2 wird dieser Luftstrom in der Kammer g verteilt und führt den verdampften Arzneistoff aus der Kammer durch das Auslaßrohr io mit sich. Infolge des an dein Düsenende bestehenden Vakuums wird der verdampfte Arzneistoff auf die behandelte Hautstelle aufgespritzt. Infolge der Bauweise des Rohres 55 trifft der Strahl des verdampften Arzneistoffes unmittelbar. auf die Haut. Das Öffnen des Ventils 31 erfolgt fast gleichzeitig mit dem Öffnen des Ventils 30, jedoch erfolgt das Ausspritzen des verdampften Medikamentes auf die Hautstelle so schnell, daß es noch stattfindet, während das Vakuum neben der Hautstelle besteht. Es ist natürlich wichtig, daß das Vakuum noch vorhanden ist, wenn das Medikament auf die Haut gespritzt wird, da die Wirksamkeit der Vorrichtung anderenfalls wesentlich beeinträchtigt würde. Die erwähnte Behandlung kann nun so oft, als in jedem einzelnen Fall erforderlfch, wiederholt werden. In manchen Fällen mag eine einzige Behandlung genügen, während in anderen Fällen mehrere wiederholte Behandlungen erforderlich sein werden, um die erkrankte Haut richtig zu behandeln. Die Vorrichtung kann jederzeit in der beschriebenen Weise wieder gefüllt werden.
  • Nach ungefähr 15 Behandlungen ist zu bemerken, daß der die Vakuumquelle mit der Vorrichtung verbindende Gummischlauch seine Nachgiebigkeit und Elastizität verloren hat. Das ist auf den Überzug an der Innenseite des Gummischlauches zurückzuführen, der von der Kondensation des nach der Pumpe hin gezogenen überschüssigen Dampfes herrührt. Wenn man diesen Niederschlag Weiterwachsen läßt, wird er schließlich das Rohr verstopfen und die Erzeugung des Vakuums verhindern. Es ist daher erforderlich, den Gummischlauch von Zeit zu Zeit zu erneuern. Die Lebensdauer des Gummischlauches kann jedoch vergrößert werden, wenn man die Vorrichtung gelegentlich reinigt, was auf die folgende Weise vorgenommen werden kann. Mit der Mündung der Vorrichtung kann das eine Ende eines kurzen Gummischlauches verbunden werden, während das andere Ende in Alkoholgetaucht wird. Wenn man dann den Drücker der Vorrichtung betätigt, wird das erzeugte Vakuum den Alkohol durch die Vorrichtung ziehen, so daß dieselbe gereinigt wird. Ein Teil des Alkohols wird natürlich durch den Gummischlauch fließen und somit den Niederschlag an der Innenwand desselben lösen. Die Vorrichtung kann dann mit Wasser in ähnlicher Weise nachgespült werden. An der Innenwand der Düse findet ebenfalls eine Kondensation des Dampfes statt, so daß es auch erforderlich ist, die Düse gelegentlich zu reinigen.
  • Mittels der beschriebenen Vorrichtung ist es möglich, das gewünschte Vakuum mit regelbarer Intensität zu erzeugen. Die Blutgefäßtätigkeit der erkrankten Hautstelle wird durch das erzeugie Vakuum derart erhöht, daß der Arzneistoff tatsächlich in die Haut eindringt. Da der Arzneistoff in Dampfform benutzt wird, dringt er auch mit großer Sicherheit in die Haut ein.
  • Es ist selbstverständlich, daß das Verfahren gemäß vorliegender Erfindung und die Vorrichtung zur Herstellung desselben ganz allgemein zur Behandlung von Hauterkrankungen benutzt werden können. Die Erfindung kann so z. B. auch zur Behandlung von Schleimhauterkrankungen Anwendung finden.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Vorrichtung zum Behandeln von Hauterkrankungen mittels auf die Haut auftragbarer Arzneistoffe, gekennzeichnet durch eine derartige Vereinigung einer mit einer Unterdruckquelle, z. B. einer Luftpumpe, in Verbindung stehenden, auf die zu behandelnde Hautstelle aufsetzbaren Kammer (53) mit einer den Arzneistoff in Dampfform enthaltenden Kammer (9), daß - der Arzneidampf zwangsweise auf die zu behandelnde Hautstelle gebracht wird, während innerhalb der Vorrichtung ein Unterdruck aufrechterhalten wird und alsdann der aufgespritzte Arzneistoff nach Aufhebung des Vakuums durch den äußeren Luftdruck in die Poren der Haut eingepreßt wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch wahlweise zu betätigende Steuermittel (3o), z. B. unter Federdruck (37) stehende Ventile, mit deren Hilfe sich die über die Unterdruckkammer (53) mit der Unterdruckquelle verbundene heizbare Kammer (9) unabhängig von der Verbindung mit der Unterdruckquelle mit der Außenluft verbinden oder von ihr abschließen läßt.
  3. 3. Ausführungsform einer Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die kolbenförmig ausgebildete, durch eine sie umgebende elektrische Heizspirale heizbare Dampfkammer (9) mit einer Düse (55) in die düsenförmig ausgebildete Unterdruckkammer (53) mündet und an dem der Düse (55) gegenüberliegenden Ende mit einem von dem Ventil (30) gesteuerten Durchlaß (i2) versehen ist. q..
  4. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (30) mit einem zweiten Ventil (3i) derart zwangsläufig gekuppelt ist, das eine mit der Unterdruckkammer in Verbindung stehende und zur Außenluft führende Zweigleitung (26) öffnet oder abschließt, daß beide Ventile sich mit Hilfe eines Betätigungshebels (q.6) entgegen der Wirkung einer die Ventile (3o, 31) immer in Offenlage haltenden Feder (50) und entgegen der Wirkung der Ventilfeder (37) schließen lassen.
  5. 5. Abänderung der Ventilanordnung nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß sich nach Freigabe des Betätigungshebels (q.6) das erste Ventil (30), das die heizbare Kammer (9) mit der Außenluft verbindet, infolge der Spannung seiner Feder (37) zuerst öffnet, so daß zuerst die heizbare Kammer (9) allein mit der Außenluft verbunden ist, während nach unmittelbar darauf erfolgendem Öffnen des zweiten Ventils (3i) auch der Unterdruck in der Unterdruckkammer (53) aufgehoben wird.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterdruckkammer (53) und die Zwischendüse (55) ein zusammenhängendes Einsatzstück bilden, das in ein Rohr (io) der heizbaren Kammer einsetzbar ist und mit der Unterdruckleitung (27) derart verbunden ist, daß die Unterdruckleitung vor dem Ende der Zwischendüse in die dieselbe umgebende Unterdruckkammer mündet.
  7. 7. Ausführungsform einer Vorrichtung nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie zwei mit der Außenluft in Verbindung stehende, durch eine Zwischenwand (q.) getrennte Kammern (5, 6) besitzt, in deren einer (5) die Ventile (30, 31) vorgesehen sind und in die der von diesen Ventilen gesteuerte Durchlaß der heizbaren Kammer und die Unterdruckzweigleitung (26) münden, während in der anderen Kammer (6) die heizbare Kammer (9) selbst angeordnet ist. B.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die heizbare Kammer (9) axial gleitbar in der sie umgebenden Kammer (6) gelagert ist und von einer um das die Unterdruckkammer umgebende Rohr (io) angeordneten Schraubenfeder (i6) gegen die Zwischenwand (q.) gedrückt wird.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem vorderen Ende der die heizbare Kammer (9) umgebenden Hohlkammer (6) ein düsenförmiger Anschlußteil (2) abnehmbar befestigt ist, in dessen Mündung das zur Aufnahme der Unterdruckkammer (53) dienende Rohr (io) gleitbar gelagert ist.
DEST49357D 1931-05-25 1932-05-24 Vorrichtung zum Behandeln der Hauterkrankungen Expired DE599521C (de)

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