DE597236C - - Google Patents
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
19. MAI 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 597 KLASSE 72i GRUPPE
R868ppXI/?2i
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Januar 1933 ab
Bei den neuzeitlichen Zünderstellmaschinen mit zwei unabhängig voneinander verdrehbaren
Stellkörpern wird für den Tempierungsvorgang der eine Stellkörper, im allgemeinen
der untere, zeitweilig mit einer in Drehung befindlichen Antriebsvorrichtung gekuppelt
und dadurch vorübergehend in Gang gesetzt. Diese Verbindung wird durch das Einlegen
eines Geschosses in den Stellbecher eingeleitet und mittels Kupplungsgliedern, z. B.
einer auf Steilgewinde drehbaren Kupplungsscheibe, hergestellt. Die Ausschaltung der
Kupplung erfolgt durch in den unteren Stellkörper nach der erforderlichen Tempierungs-Umdrehung
einrastende Riegelglieder, die außerdem den Vollzug der Geschoßtempierung unmittelbar
durch Auslösen einer optischen oder akustischen Signalvorrichtung kenntlich machen,
gegebenenfalls zugleich auch eine Sperrvorrichtung zur Verhinderung von Axialbewegungen
des Geschosses im Stellbecher steuern.
Nach einer bekannten Anordnung ist zu dieser Signalanzeige die Steuerung des Schauzeichens
von der Auf- und Abwärtsbewegung der Verriegelungsvorrichtung zur Feststellung des unteren Stellkörpers in der Tempierungslage
des Geschosses abhängig gemacht. Das Signal für die vollzogene Tempierung wird dort von
der Höchstlage der Verriegelungsvorrichtung ausgelöst. Bei deren Abwärtsbewegung, gleichgültig
um welchen Betrag, verschwindet das Schauzeichensignal und kommt bei Eintritt der
Verriegelungsvorrichtung in deren der Sperrlage entsprechenden Höchstlage wieder zum Vorschein.
Das ergibt falsche Tempierungsanzeigen, wenn das Geschoß beim Einlegen nicht bis in
seine untere, das Einrasten der Stellnasen in die zugehörigen Nuten am Geschoß und Zünder gewährleistende
Tieflage im Stellbecher absinkt. In einem solchen Falle werden die Stellnasen von dem absinkenden Geschoß nicht genügend
weit nach außen gedrückt. Sie stehen auf dem Geschoßumfang etwas unterhalb der zu ihrer
Aufnahme bestimmten Nuten an und verhindern so ein Absinken des Geschosses in die zur Tempierungseinstcllung
erforderliche Tieflage. Dann wird wohl von dein Gewicht des eingelegten
Geschosses die Entrastung des Stellkörpers und die Einrastung der Kupplung bewirkt, aber die
nicht genügend weit herausgerückten Stellnasen erlauben ein sofortiges teilweises Wiederhochgehen
des mit dem eingelegten Geschoß heruntergedrückten Stellnasensicherungsringes. Hierdurch
wird die Riegelvorrichtung zum Einrasten in den unteren Stellkörper gleich zu Beginn
des Stellvorganges wieder freigegeben und springt in die zugehörige Rast ein, unabhängig
davon, ob die Stellnasen überhaupt nicht oder während dieser ersten und einzigen Umdrehung
einrasten konnten. Die Signalvorrichtung zeigt
Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Anton Gietmann in Düsseldorf.
in einem solchen Falle dann eine vollzogene Tempierung an, obwohl das Geschoß nicht oder
doch falsch eingestellt ist.
Gemäß der Erfindung ist die Anordnung im Gegensatz · zu dieser Steuerung des Schauzeichens
von der Höchstlage auf- und abwärts beweglicher Teileinrichtungen der Zünderstellmaschine
so getroffen, daß das Schauzeichen nur dann wirksam wird, wenn das zu tempierende
Geschoß .die für die ordnungsmäßige Einstellung des Zünders erforderliche Tieflage
im Stellbecher hat, andernfalls aber unwirksam bleibt, also nicht verschwindet oder in Erscheinung
tritt (am Ende des Tempierungsvorganges), wenn der Zünder nicht richtig gestellt wurde.
Hierzu ist in die Steuervorrichtung des Schauzeichens eine Sperrvorrichtung eingeschaltet,
welche nach Maß der Tief lage des Geschosses im Stellbecher entweder ausgerastet wird, so daß
das Schauzeichen zur Wirkung kommt, oder eingerastet bleibt und das Verschwinden oder
Erscheinen des Schauzeichens verhindert. Das Nichtverschwinden oder Nichterscheinen des
Schauzeichens (am Ende des Tempierungsvorganges) zeigt die Fehleinstellung des Zünders an.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, einmal nach
Abb. ι und 2 für den Fall eines bei leerer Maschine sichtbaren Schauzeichens, welches bei
Einsetzen des Geschosses gegebenenfalls verschwindet und nach Tempierung des Zünders
wieder erscheint, und zum anderen nach Abb. 3 bis 6 für den Fall, daß ein Schauzeichen nur
dann sichtbar wird, wenn ein richtig tempiertes Geschoß sich im Stellbecher befindet und beim
Herausnehmen des Geschosses wieder verschwindet.
A ist der obere, durch seine Stellung die Laufzeit des Zünders bestimmende Stellkörper,
B der untere, die Tempierung bewirkende Stellkörper mit der Stellnase b. Mit C ist das in
fortlaufender Drehung erhaltene Antriebsglied bezeichnet. Eine Kupplungsscheibe D lagert
drehbar und axial verschiebbar auf der Nabe des Stellkörpers B. Beim Einlegen eines Geschosses
in den Stellbecher geht der Kolben k unter dem Geschoßgewicht nieder und nimmt
dabei über die Klinke kx den Stellnasensicherungsring
5 mit. Dadurch wird in bekannter Weise die Kupplungsscheibe D entrastet; sie
bewegt sich abwärts und stellt die Kupplung zwischen dem Stellkörper B und der Antriebsvorrichtung
C her. Nach vollzogener Tempierung geht die Scheibe D wieder hoch und
entkuppelt. Ihren Axialbewegungen folgt ein unter dem Druck von Federn f stehender und
mittels der Stangen e, ex auf der Kupplungsscheibe
D aufruhender Steuerring E, der bei seinem Ab- und Aufsteigen eine Geschoßverriegelung
ν und das Schauzeichen Z steuert, indem eine auf dem Steuerring E aufliegende
und um die Welle w verschwenkbare Zunge ζ abwärts bzw. aufwärts verschwenkt wird und
diese Schwenkbewegung über das Zahngetriebe t, Ix dem Schauzeichen Z mitteilt. Das Schauzeichen
Z wird also durch das Einlegen eines Geschosses aus der Schauebene heraus weggerückt
und nach erfolgter Tempierung durch Zurückschwenken wieder sichtbar. Soweit ist die Einrichtung bekannt. -
Um nun die Schauzeichensteuerung in Abhängigkeit von der Tieflage des Geschosses im
Stellbecher zu bringen, ist im unteren Stellkörper JS entgegen einer Feder fx eine Sperrklinke
bx querverschiebbar gelagert, welche, wie Abb. 2 zeigt, einerseits in eine Raste e2 der
Stütze ex des Steuerringes E einrastet und
andererseits mit einer Schrägfläche b2 in die Bahn des Kolbens k hineinragend mit einer
Schrägfläche kx des Kolbens k zusammenarbei-'
tet. Bei genügend tiefem Einlegen eines Geschosses in den Stellbecher sinkt der Kolben k
ab und drückt die Sperrklinke O1 entgegen ihrer
Federbelastung ^1 nach außen, wodurch die
Sperrklinke aus der Rast e2 der Stütze ex herausgedrückt
und die Stütze ex entrastet wird. Erst jetzt kann der Steuerring E sich abwärts
bewegen und das Schauzeichen Z aus der Schauebene herausschwenken und verschwinden lassen.
Die Sperrklinke bx ist so tief im Stellkörper 7?
gelagert, daß der Kolben k erst mit dem Einlaufen in seine tiefste Endstellung die Sperrklinke
aus der Stütze ex entrastet und den Steuerring E freigibt. In dieser Stellung haben
die Stellnasen der Stellkörper (z. B. Nase b des unteren Stellkörpers B) eine solche Höhenlage
gegenüber den Rasten am Zünder, daß sie mit Sicherheit einspringen und den Zünder ordnungsmäßig
tempieren. Ist das Geschoß nicht bis zu einer solchen Tiefe in den Stellbecher eingeführt, daß diese Stellung des
Kolbens k erreicht wird, so bleibt der Steuerring E verriegelt und das Schauzeichen in der
Normallage sichtbar. Es verschwindet nicht, und das ist für den Bedienungsmann ein Anhalt,
daß der Zünder nicht tempiert wurde oder wird. Ist dagegen das Geschoß richtig eingesetzt gewesen und dadurch auch der
Zünder vorschriftsmäßig tempiert worden, so no wird der Steuerring E unbehindert von der
ausgerastet verbleibenden Sperrklinke bx sich mit der Kupplungsscheibe D nach aufwärts
bewegen, und das vorübergehend verschwundene Schauzeichen tritt wieder in Erscheinung.
Die folgende Entnahme des Geschosses aus dem Stellbecher und die damit einhergehendc
Aufwärtsbewegung des Kolbens k läßt die Sperrklinke bx in die Rast e2 der Stütze ex
einrasten, und die Ausgangslage ist wieder hergestellt.
Die vorbeschriebene Steuerungsart des Schau-
Zeichens verlangt noch eine gewisse Aufmerksamkeit des Geschoßeinlegers und des Ladekanoniers,
damit von diesen das Ausbleiben eines zeitweiligen Verschwindens des Schau-Zeichens
im Falle eines nicht genügend tief eingesetzten Geschosses nicht übersehen wird und das sichtbare Schauzeichen nicht für ein
nach erfolgter Tempierung wieder erschienenes angesehen wird.
Eine solche Täuschungsmöglichkeit schließt das zweite Ausführungsbeispiel nach den Abb. 3
bis 6 aus, bei dem das Schauzeichen ebenfalls in Abhängigkeit von der Tieflage des Geschosses
im Stellbecher gesteuert wird, aber so, daß es nur in Erscheinung tritt, sobald und solange
ein in vorgeschriebener Weise gestelltes Geschoß sich im Stellbecher befindet. Das Schauzeichen
verschwindet wieder, wenn das Geschoß aus dem Stellbecher herausgehoben wird.
Nach diesem Ausführungsbeispiel (Abb. 3 und 4) ist zwischen den federbelasteten Steuerring
(Ring E der Abb. 1) und die Kupplungsscheibe D nur eine, und zwar eine zweiteilige
Stütze e2 geschaltet. In die Trennfuge der Teilstücke schiebt sich bei richtiger Tieflage
des Geschosses im Stellbecher vor Ende des Tempierungsvorganges ein federbelasteter Schubriegel
r quer ein, so daß das normalerweise unsichtbare Schauzeichen am Schlüsse
der Tempierung mittels des Steuerringes von der wieder hochgehenden Kupplungsscheibe D
in die Schauebene eingeschwenkt wird. Diese Wirkung tritt aber nicht ein, wenn die Tieflage
des Geschosses im Stellbecher ungenügend war.
Der Schubriegel r liegt vertikal verschiebbar in einem horizontal verschiebbaren Schubriegelkopf
Y1, welcher zwischen vertikalen Führungen H1 eines Nockens η des unteren Stellkörpers
B geführt ist und mit einem zylindrischen Zapfen Y2 in einer in der zylindrischen
Bohrung n2 des Nockens η gelagerten Büchse Y3
gleitet. Ein im zylindrischen Zapfen Y2 festsitzender
vertikaler Rastenstift Y1 tritt durch Längsschlitze der Büchse Y3 hindurch und ragt
in Längsausnehmungen des Nockens η hinein, so daß sich sowohl die Büchse Y3 bei festgehaltenem
Schubriegelkopf Y1 gegenüber diesem längsverschieben
kann als auch der Schubriegelkopf Y1 gegenüber dem Nocken n. Auf die
Büchse Y3 ist eine zweite Büchse Y5 aufgeschoben,
welche in einer Erweiterung ns der Bohrung n2
des Nockens η verdrehbar ist. In der Büchse r3
ist ein Querstift Y6 befestigt, der einseitig über
den Mantel der Büchse T3 hinausragt und
in einem Schrägschlitz r 7 der Büchse Y5 geführt
ist. Eine im Innern der Büchse.T3 gelagerte
Feder r8' stützt sich einerseits am Querstift r 6
ab und anderseits auf dem Boden des zylindrischen Zapfens Y2 des Schubriegelkopfes Y1.
Diese Büchse Y5 besitzt an ihrer äußeren Stirnfläche
einen Kurbelarm r8, welcher mit einem Kurbelzapfen Y9 in den Gabelkopf kz eines im
Kolben k befestigten Bolzens k3 hineinragt und
bei der Ab- und Aufwärtsbewegung des Kolbensk
(Einlegen und Herausnehmen des Geschosses) die Büchse Y5 verdreht. Der Kurbelarm Ya hat
eine Nase γϋ' (Abb. 5). Im Nocken η sitzt auf
einer darin gelagerten Welle w einerseits ein Entriegelungshebel W1, welcher in die Drehbahn
der Nase Y9' hineinragt, anderseits ein Rastenhebel
w2 (Abb. 6), der zur Verriegelung des
Schubriegels ν hinter einer Raste des Rastenstiftes Y1 liegt und durch eine Blattfeder W3
in seiner Lage gehalten' wird.
' Wenn sich im Stellbecher kein Geschoß befindet und der Kolben k im Stellbecher seine höchste Lage einnimmt, so ist der Schubriegel υ gesperrt und liegt zurückgezogen seitlich der zweiteiligen Stütze e2, wie dies Abb. 3 zeigt. Der Steuerring (E, Abb. 1) hat infolgedessen unter dem Druck der Federn f (Abb. 1) seine Tief lage eingenommen, in welcher die Geschoßverriegelung ν (Abb. 1) freigegeben, das Schauzeichen Z aus der Schauebene nach abwärts verschwenkt und nicht sichtbar ist. Beim Einlegen eines Geschosses in den Stellbecher und Absinken des Kolbens k wird der Kurbelarm ys (Abb. 4) der Büchse Y5 mitgenommen und die Büchse Y5 verdreht. Dadurch wird die Büchse Y3 über den Schrägschlitz r7 und Querstift γβ im Stellkörpernocken η axial einwärts verschoben und die Feder r 8' gespannt, weil der Schubriegelkopf Y1 durch den Rastenhebel W2 in der axialen Schubrichtung verriegelt ist. Die Kupplungsscheibe D ist nach dem Einlegen des Geschosses abwärts gewandert, und der untere Teil der zweiteiligen Stütze e2 ist dieser Bewegung unter Bildung eines Spaltes zwischen ihm und dem Oberstück gefolgt. Kurz bevor der Kolben k seine tiefste Lage erreicht, trifft die Nase Y 9' des Kurbelarmes ys auf den in ihrer Bahn liegenden Entriegelungshebel W1 und schwenkt den Rasten- * hebel W2 aus der Raste des Rastenstiftes Y1 heraus. Der Schubriegelkopf Y1 ist jetzt frei geworden und wird durch die sich entspannende Feder υ 8' auswärts gedrückt, wobei sich der Schubriegel Y in den Zwischenraum zwischen den Einzelgliedern der Stütze e2 einschiebt. Diese Entrastung und Wirkung des Schubriegels γ erfolgt aber erst dann, wenn das Geschoß eine solche Tieflage im Stellbecher eingenommen hat, daß das Einspringen der Stellkörpernasen in die Zünderrasten und damit das ordnungsgemäße Tempieren des Geschosses gewährleistet ist. Steigt nach beendigter Tempierung die Kupplungsscheibe D hoch, so wird, da die Stütze e2 infolge des zwischengeschobenen Schubriegels υ normale Länge hat, atich der Steuerring E gehoben, das Schauzeichen Z schwenkt sichtbar werdend in die Schauebene ein und zeigt die vollzogene richtige Tempierung
' Wenn sich im Stellbecher kein Geschoß befindet und der Kolben k im Stellbecher seine höchste Lage einnimmt, so ist der Schubriegel υ gesperrt und liegt zurückgezogen seitlich der zweiteiligen Stütze e2, wie dies Abb. 3 zeigt. Der Steuerring (E, Abb. 1) hat infolgedessen unter dem Druck der Federn f (Abb. 1) seine Tief lage eingenommen, in welcher die Geschoßverriegelung ν (Abb. 1) freigegeben, das Schauzeichen Z aus der Schauebene nach abwärts verschwenkt und nicht sichtbar ist. Beim Einlegen eines Geschosses in den Stellbecher und Absinken des Kolbens k wird der Kurbelarm ys (Abb. 4) der Büchse Y5 mitgenommen und die Büchse Y5 verdreht. Dadurch wird die Büchse Y3 über den Schrägschlitz r7 und Querstift γβ im Stellkörpernocken η axial einwärts verschoben und die Feder r 8' gespannt, weil der Schubriegelkopf Y1 durch den Rastenhebel W2 in der axialen Schubrichtung verriegelt ist. Die Kupplungsscheibe D ist nach dem Einlegen des Geschosses abwärts gewandert, und der untere Teil der zweiteiligen Stütze e2 ist dieser Bewegung unter Bildung eines Spaltes zwischen ihm und dem Oberstück gefolgt. Kurz bevor der Kolben k seine tiefste Lage erreicht, trifft die Nase Y 9' des Kurbelarmes ys auf den in ihrer Bahn liegenden Entriegelungshebel W1 und schwenkt den Rasten- * hebel W2 aus der Raste des Rastenstiftes Y1 heraus. Der Schubriegelkopf Y1 ist jetzt frei geworden und wird durch die sich entspannende Feder υ 8' auswärts gedrückt, wobei sich der Schubriegel Y in den Zwischenraum zwischen den Einzelgliedern der Stütze e2 einschiebt. Diese Entrastung und Wirkung des Schubriegels γ erfolgt aber erst dann, wenn das Geschoß eine solche Tieflage im Stellbecher eingenommen hat, daß das Einspringen der Stellkörpernasen in die Zünderrasten und damit das ordnungsgemäße Tempieren des Geschosses gewährleistet ist. Steigt nach beendigter Tempierung die Kupplungsscheibe D hoch, so wird, da die Stütze e2 infolge des zwischengeschobenen Schubriegels υ normale Länge hat, atich der Steuerring E gehoben, das Schauzeichen Z schwenkt sichtbar werdend in die Schauebene ein und zeigt die vollzogene richtige Tempierung
an. Bei der Aufwärtsbewegung der Stütze e2
bzw. ihrer Teile verschiebt sich der Schubriegel r parallel zur Geschoßachse vertikal im
Schubriegelkopf rv Ein folgendes Herausheben des Geschosses aus dem Stellbecher und die
damit einhergehende Aufwärtsbewegung des Kolbens k lassen die Büchse r5 im Stellkörpernocken
η rückwärtsdrehen. Dadurch wird die Büchse r3 unter Mitnahme des Schubriegelkopfes
Y1 und des Schubriegels r nebst dem
Rastenstift r4 in den Nocken η zurückgezogen,
und der Schubriegelkopf rx wird in dieser Lage
vermittels des Rastenhebels W2 wieder gesperrt. Der zurückgehende Schubriegel r macht den
Zwischenraum zwischen den Teilen der Stütze e2 frei, und der Steuerring E (Abb. 1) senkt sich,
den Zwischenraum ausnutzend, unter seiner Federbelastung f, so daß das Schauzeichen Z
aus der Schauebene wieder verschwindet und der Ausgangszustand hergestellt ist. Das
Schauzeichen Z erscheint also nur bei richtig tempiertem Geschoß und bleibt nur so lange
sichtbar, als ein richtig gestelltes Geschoß sich im Stellbecher befindet.
Wird das Geschoß nicht genügend tief in den Stellbecher eingelegt und damit die Büchse r5
nicht genügend verdreht, um die Nase r9' zur Wirkung auf den Rastenhebel W2 zu bringen,
so bleibt der Schubriegel r in seiner Sperrlage.
Erfolgt dann ein Anheben der Kupplungsscheibe D nach erfolgter Tempierung, so wird
zwar der untere Teil der zweiteiligen Stütze e2 angehoben, bleibt aber unwirksam auf den
oberen Teil, da das Zwischenglied, der Schubriegel r, fehlt. Der Steuerring E wird nicht
angehoben. Das Schauzeichen Z bleibt in seiner nach unten verschwenkten Lage unsichtbar,
und sein Ausbleiben zeigt eine Fehlstellung des Zünders an.
Claims (5)
- Patentanspruch:i. Zünderstellmaschine mit einer Signalvorrichtung zur Kenntlichmachung von Fehleinstellungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung des Anzeigemittels (Z) in Abhängigkeit von der Tieflage des Geschosses im Stellbecher und so erfolgt, daß entweder ein bei leerer Maschine sichtbares Schauzeichen vorübergehend verschwindet oder ein bei leerer Maschine unsichtbares Schauzeichen nur dann erscheint, wenn das Geschoß im Stellbecher eine seine ordnungsmäßige Tempierung gewährleistende Tieflage erreicht hat.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Erscheinen eines bei leerer Maschine unsichtbaren Schauzeichens (Z) durch die eine ordnungsmäßige Tempierung gewährleistende Tieflage eines Geschosses im Stellbecher [A-B) vorbereitet, sodann durch die erfolgte Tempierung des Geschosses bewirkt und in Abhängigkeit von dessen Herausnehmen aus dem Stellbecher wieder aufgehoben wird.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine in die Steuervorrichtung (β, ev E, z, t) des Schauzeichens (E) eingeschaltete Sperrvorrichtung (b2, J1), welche je nach der Tieflage des Geschosses im Stellbecher entweder eingerastet bleibt und bei der Steuerung bewegte Teile an der Bewegung hindert, so daß das Verschwinden oder Erscheinen des Schauzeichens verhindert wird, oder ausgerastet wird und die Bewegung der Steuerungsteile freigibt, so daß das Verschwinden oder Erscheinen des Schauzeichens vor sich gehen kann, und daß die Tieflage des Geschosses im Stellbecher, bei welcher die Sperrvorrichtung ausgerastet wird, eine solche ist, welche die ordnungsmäßige Tempierung des Geschosses durch Einspringen der Stellnasen in die Rasten am Zünder gewährleistet.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf ein Stützglied (ε-βχ), das zwischen einen auf das Schauzeichen (Z) wirkenden und gegebenenfalls die Verriegelung (v) des Geschosses steuernden Steuerring und eine den Tempierungsstellkörper (B) zeitweilig mit einer Antriebsvorrichtung (C) verbindende Kupplungsscheibe (D) geschaltet ist, ein im.Stellkörper (JS) querverschiebbarer Riegel (O1) sperrend wirkt, der anderseits mit einem beim Einlegen eines Geschosses mit diesem absinkenden Teil (k) der Zünderstellmaschine zusammenarbeitet.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stütze (e2, Abb. 3) des Steuerringes (E, Abb. 1) auf der Kupplungsscheibe (D) zweiteilig ausgebildet ist, in deren beim Tempierungsvorgang sich bildenden Trennspalt ein normalerweise in Sperrlage zurückgehaltener Schubriegel (r, Abb. 3) als Füllstück eintritt, wenn seine Sperre (wz) in Abhängigkeit von einer für das ordnungsmäßige Tempieren ausreichenden Tieflage des Geschosses im Stellbecher ausgerückt ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
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