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DE564880C - Verfahren zur Herstellung von Viskose - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Viskose

Info

Publication number
DE564880C
DE564880C DE1930I0079330 DEI0079330D DE564880C DE 564880 C DE564880 C DE 564880C DE 1930I0079330 DE1930I0079330 DE 1930I0079330 DE I0079330 D DEI0079330 D DE I0079330D DE 564880 C DE564880 C DE 564880C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
viscose
viscosity
cellulose
liquor
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930I0079330
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Heinrich Fink
Dr Adolf Kaempf
Dr Arno Matthes
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DE1930I0079330 priority Critical patent/DE564880C/de
Priority to NL57603A priority patent/NL31087C/xx
Priority to US551790A priority patent/US1955239A/en
Priority to FR720185D priority patent/FR720185A/fr
Priority to BE381477A priority patent/BE381477A/fr
Priority to GB23251/31A priority patent/GB369512A/en
Application granted granted Critical
Publication of DE564880C publication Critical patent/DE564880C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04NPICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
    • H04N5/00Details of television systems
    • H04N5/76Television signal recording
    • H04N5/84Television signal recording using optical recording
    • H04N5/843Television signal recording using optical recording on film
    • H04N5/846Television signal recording using optical recording on film the film moving intermittently
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/06Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from viscose
    • D01F2/08Composition of the spinning solution or the bath

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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
24. NOVEMBER 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JV£ 564880 KLASSE 12 ο GRUPPE
I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges. in Frankfurt a. M.*)
Verfahren zur Herstellung von Viskose
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. August 1930 ab
In der Viskose verarbeitenden Industrie besteht das Bedürfnis, die Viskosität der Viskoselösungen nach Bedarf zu beeinflussen. Für viele Zwecke ist es erwünscht, die Viskosität so weit zu erniedrigen, als es ohne Schädigung der aus der Viskose herzustellenden Cellulosegebilde möglich ist, da bei niederer Viskosität höher konzentrierte Viskosen hergestellt werden können. Man hat dieses Ziel bisher hauptsächlich auf zwei Wegen zu erreichen gesucht. Entweder wurde die zur Verarbeitung kommende Cellulose schon beim Herstellungsprozeß fz. B. beim Koch- oder Bleichprozeß) durch den Einfluß hydrolysierender oder oxydierender Aganzien so abgebaut, daß die daraus hergestellte Viskose eine geringe Viskosität zeigte, oder es wurde der die Viskosität erniedrigende Prozeß in den Herstellungsgang der Viskose selbst verlegt, indem beim Alkalisierungsprozeß unter dem Einfluß von Zeit, Temperatur und Oxydationsmitteln die Cellulose einem Abbau bis auf die gewünschte Viskosität unterworfen wurde. Die Verfahren, nach denen schon bei der Ausgangscellulose auf niedere Viskosität hingearbeitet wurde, arbeiten sehr unsicher und führen leicht zu Schädigungen der Cellulose, ebenso alle Oxydationsprozesse. Das in der Technik gebräuchliche Reifenlassen der Alkalicellulose ist umständlich und erfordert große Räume mit sehr genauer Temp eraturregelung.
Die Erfindung ermöglicht die Verarbeitung hochviskoser Cellulosen bzw. die Herstellung von Viskosen hohen Cellulosegehaltes bei normaler Viskosität, ohne daß hydrolisierende oder oxydierende Mittel oder ein Alternlassen der Alkalicellulose erforderlich wäre. Es wurde gefunden, daß schon sehr geringe Zusätze von aliphatischen Verbindungen mit mindestens zwei Hydroxylgruppen zur Tauchlauge eine ganz überraschende Erniedrigung der Viskosität hervorrufen. Als solche aliphatischen Verbindungen seien beispielsweise angeführt die zwei- und mehrwertigen Aikohole, wie Glykol, Glycerin, Erythrit, Mannit usw., wobei es nicht erforderlich ist, daß eine unverzweigte Kohlenstoffkette vorliegt. So übt z. B. Pentaerytryht eine ausgezeichnete Wirkung aus. Brauchbar sind ferner Derivate der zwei- und mehrwertigen Alkohole, wie Glycerinsäure, Glukonsäure, Zuckersäure, Saccharinsäure. Es können auch Stoffe Verwendung finden, die in der Lauge erst nach einigem Stehen die wirksamen Hydroxylverbindungen entstehen lassen, z. B. Glyceride. Manche Zucker, wie z. B. Glukose, entfalten nicht sofort nach dem Lösen in der Lauge ihre Wirksamkeit, sondern erst nach einigem Stehen der Lauge.
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Adolf Kämpf in Augsburg, Dr. Heinrich Fink in Wolfe-η, Kr. Bitterfeld, ■und Dr. Arno Matthes in Dessau.
Das Optimum an Zusatz liegt für Verbindungen mit nicht weniger als drei Hydroxylgruppen zwischen ι und 2 °/0 vom Gewicht der Tauchlauge, bei Körpern mit zwei Hydroxylgruppen zwischen 2 und 3 °/0; aber auch ein Zusatz von wesentlich unter 1 °/0 übt schon eine sehr deutliche und häufig ausreichende Wirkung aus. Infolgedessen bewirken Ungleichmäßigkeiten in der Dosierung des organischen Zusatzes, wenn sie nicht erheblich von der optimalen Menge abliegen, keine störenden Schwankungen der Viskosität. Man kann sogar mit einer Lauge von z. B. 1 °/0 Glyceringehalt mehrere Tauchungen hintereinander ausführen und dabei nur den Alkaligehalt, nicht aber das Glycerin auffrischen, ohne daß irgendein nennenswerter Viskositätsanstieg bei den späteren Tauchungen zu beobachten wäre.
ao Sehr bemerkenswert ist die Tatsache, daß nur im Bereich der geringen Zusätze an organischer Substanz die Viskosität der Viskose mit steigender Menge an Zusatz fällt. Bei größeren Zusätzen, bei Glycerin z. B. schon bei einem Zusatz von über 2 °/0, wird die viskositätserniedrigende Wirkung dies Zusatzstoffes schon merklich schwächer. Bei Anwendung gleicher Zusatzmengen ist im allgemeinen die Viskositätserniedrigung um so stärker, je. reicher der zugesetzte Körper an Hydroxylgruppen ist.
Das Verfahren ist anwendbar, sowohl wenn, wie meistens üblich, die Alkalicellulose nach der Tauchung abgepreßt und als zerfaserte Alkalicellulose sulfidiert wird als auch wenn man die Alkalicellulose ohne Abpressen in Gegenwart der überschüssigen Tauchlauge der Einwirkung des Schwefelkohlenstoffes unterwirft. Es ist ferner mit gleich gutem Erfolg anwendbar bei Verwendung von Holzzellstoff, nach beliebigem Aufschluß hergestellt, wie bei Verwendung von Baumwolle,. Linters u. dgl. Selbstverständlich kann es auch in Verbindung mit einer Reifung der Alkalicellulose angewendet werden.
Die Anwendung glycerinhaltiger Lauge im Viskoseprozeß ist schon vorgeschlagen worden. Es handelt sich bei diesem älteren Verfahren indessen um so hohe Glycerinzusätze, daß das ganze Alkali in Form von Natriumglycerat vorliegt. Auch ist es nach diesem älteren Verfahren gleichgültig, ob man das Glycerin zur Tauchlauge oder zur Löselauge fügt. Die viskositätserniedrigende Wirkung wird aber nur bei Zusatz zur Tauchlauge erreicht und, wie ausgeführt, nur bei geringen Zusätzen.
Beispiele
i. 100 kg Sulfitzellstoff werden bei io° 21I2 Stunden in 2 000 kg i8°/0iger Lauge getaucht, auf 300 kg abgepreßt, 2 Stunden bei 12 bis 140 zerfasert, hierauf sofort 31/» Stunden bei 19 bis 270 mit 33 kg Schwefelkohlenstoff sulfidiert und das Xanthogenat in so viel Lauge gelöst, daß der Zellstoffgehalt der Viskose 5 % bei 5,8 °/0 Gesamtalkali beträgt. Die Viskosität dieser Viskose beträgt 153 Sekunden. Fügt man dagegen der Tauchlauge die nachstehenden Zusätze zu, so erhält man folgende Viskositäten :
a) ι °/o Mannit 21 Sekunden,
b) ι °/o Pentaerythrit .... 22 »
c) ι °/0 Glycerin 29 »
d) 3 °/o Glycerin 39 »
e) ι °/„ Glykol 48 »
f) ι °/o rohe Glukonsäure .48 »
2. 100 kg Linterszellstoff werden wie in Beispiel ic unter Verwendung einer Tauch-.lauge mit 1 o/o Glyceringehalt auf Viskose verarbeitet. Die Viskosität beträgt 20 Sekunden, während sie bei Verwendung reiner Tauchlauge 58 Sekunden beträgt.
3. 100 kg sogenannter cc-Fiberzellstoff werden wie in Beispiel 1 c mit einer Tauchlauge mit ι °/0 Glyceringehalt verarbeitet. Die Viskosität beträgt 73 Sekunden, während sie bei Verwendung reiner Tauchlauge 382 Sekunden beträgt.
4. 100 kg sogenannter a-Fiberzellstoff werden wie in Beispiel 3 auf Viskose verarbeitet, wobei aber eine Tauchlauge mit nur 0,5 °/0 Glyceringehalt verwendet wird. Die Viskosität der Viskose beträgt 170 Sekunden.
Alle Viskositäten bedeuten die Fallzeit einer Stahlkugel von 3 mm -©" durch eine Höhe von 20 cm bei 200.

Claims (3)

Patent Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Viskose, dadurch gekennzeichnet, daß man Alkalisierungslaugen verwendet, die aliphatische Verbindungen mit wenigstens zwei alkoholischen Hydroxylgruppen in Mengen von wenigen Prozenten enthalten.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man nach dem Tauchen die Alkalicellulose abpreßt und im abgepreßten Zustand sulfidiert.
3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man nach dem Tauchen no die Alkalicellulose ohne Abpressen in Gegenwart der Tauchlauge sulfidiert.
DE1930I0079330 1930-08-19 1930-08-19 Verfahren zur Herstellung von Viskose Expired DE564880C (de)

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FR720185D FR720185A (fr) 1930-08-19 1931-07-20 Procédé de préparation de viscose
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CN111979631A (zh) * 2020-08-28 2020-11-24 天长市明旺化纤制品有限公司 一种基于再生纤维的布料纺织工艺

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