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DE522136C - Aufschlagzuender, insbesondere fuer Handgranaten - Google Patents

Aufschlagzuender, insbesondere fuer Handgranaten

Info

Publication number
DE522136C
DE522136C DER75705D DER0075705D DE522136C DE 522136 C DE522136 C DE 522136C DE R75705 D DER75705 D DE R75705D DE R0075705 D DER0075705 D DE R0075705D DE 522136 C DE522136 C DE 522136C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
time
detonator
arming
sleeve
impact
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER75705D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Otto Metzger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rheinische Metallwaaren and Maschinenfabrik AG
Original Assignee
Rheinische Metallwaaren and Maschinenfabrik AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rheinische Metallwaaren and Maschinenfabrik AG filed Critical Rheinische Metallwaaren and Maschinenfabrik AG
Priority to DER75705D priority Critical patent/DE522136C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE522136C publication Critical patent/DE522136C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C14/00Mechanical fuzes characterised by the ammunition class or type
    • F42C14/02Mechanical fuzes characterised by the ammunition class or type for hand grenades
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C1/00Impact fuzes, i.e. fuzes actuated only by ammunition impact
    • F42C1/02Impact fuzes, i.e. fuzes actuated only by ammunition impact with firing-pin structurally combined with fuze
    • F42C1/04Impact fuzes, i.e. fuzes actuated only by ammunition impact with firing-pin structurally combined with fuze operating by inertia of members on impact
    • F42C1/06Impact fuzes, i.e. fuzes actuated only by ammunition impact with firing-pin structurally combined with fuze operating by inertia of members on impact for any direction of impact
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C15/00Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Measurement Of Unknown Time Intervals (AREA)

Description

  • Aufscblagzünder, insbesondere für Handgranaten An Aufschlagzündern für Artilleriegeschosse, Handgranaten u. dgl. sind schon zeitlich wirkende Scharfmacheinrichtungen vorgeschlagen worden; das sind Sicherungen, die, wenn sie in Gang gesetzt sind, als Rohrsicherungen bei Geschossen oder als Wurfsicherungen bei Handgranaten den Zünder erst nach einer bestimmten Zeit scharf, also zündfähig werden lassen. Hierbei finden Zeitauslöser in Gestalt von abbrennbaren Pulverkörnern, Uhrwerken oder federkraftbewegten und durch Luft- oder Flüssigkeitsbremsen in der Bewegung gedämpften Schiebern Verwendung, die z. B. die Schlagvorrichtung für die Zündung zunächst mittels eines Sperrglieds verriegelt halten, sodann nach einer bestimmten Zeit durch Ausrücken des Sperrglieds die Schlagvorrichtung zur Zündbewegung beim Aufschlag gangbar machen. Oder die Zeitauslöser arbeiten derart, daß sie einen der beweglichen Zünderteile aus einer Abseitsstellung allmählich in die zur Herbeiführung einer Zündung beim Aufschlag erforderliche Bereitschaftsstellung einführen.
  • Die Erfindung sieht an derartigen Aufschlagziindern noch eine zusätzliche Zeitsicherung vor, die den durch das Ablaufen der Scharfmacheinrichtung zündfähig gewordenen Zünder nach einer bestimmten weiteren Zeitspanne wieder unscharf, also zündungsunfähig macht. Diese Einrichtung bezweckt eine weitergehende Sicherheitsmaßnahme in der Richtung, daß beispielsweise Geschoß.aufschlagzünder, die aus irgendwelchen Gründen blindgegangen sind, nachträglich ohne Gefahr wieder angefaßt und gesammelt werden können. Ganz besonders vorteilhaft erweist sich die Einrichtung für Hand-granatenzünder. In Fällen, wo dem Werfer nach dem Ingangsetzen der Scharfmacheinrichtung des Zünders die Handgranate unversehens vor dem Abwurf entfällt, wird der beim Aufprall auf den Boden noch nicht scharfe Zünder zunächst wohl scharf werden, nach kurzer Zeit hingegen wieder unscharf, womit eine nachherige Gefährdung durch die Handgranate ausgeschlossen ist.
  • Der Zeitauslöser für die Entschärfungseinrichtung kann ein chemischer oder mechanischer nach Art der für die Scharfmacheinrichtungen bekannten sein; die Entschärfungseinrichtung selbst kann in der Ausbildung der Scharfmachvorrichtung ähnlich sein, also beispielsweise aus einem Sperrglied für die Schlagvorrichtung bestehen, das aber im gegebenen Augenblick nicht wie dort ausgerückt, sondern aus der Abseitsstellung in die Sperrlage selbsttätig eingerückt wird.
  • Die Ablaufzeit der Zeitsicherung und damit der Zeitpunkt ihres Einfallens zum Wiederentschärfen des Zünders wird so abgestimmt, daß einmal der Zünder der geworfenen Granate nach dem Scharfwerden mit Sicherheit bis zum Aufschlag am Ende der größten vorgesehenen Flugzeit scharf bleibt, andererseits aber dieWiederentschärfung sich Über diese Zeitspanne hinaus nur wenig ausdehnt, um für den obenerwähuten Fall des vorzeitigen Entgleitens der Handgranaten beim Wurf die Zeit, während der der Zünder scharf auf dem Boden liegt, möglichst kurz zu gestalten, wodurch andererseits auch eine etwa vom Gegner zurückgeworfene Handgranate rechtzeitig wieder zündungsunfähig werden wird.
  • In einer für einfache und raumsparende Gestaltung besonders zweckmäßigen Weise wird erfindungsgemäß die Steuerung der zeitlich wirkenden Scharfmach- und der Entschärfungssicherung von einem gemeinsamen Zeitauslöser bewirkt, indem dieser beispielsweise bei seinem Ablaufen zunächst einen die Schlagvorrichtung gesperrt haltenden Riegel ausrückt, sodann nach einer bestimmten Laufzeit wieder einrückt. Die eigentliche Zündvorrichtung kann eine der verschiedenen bekannten Arten sein, beispielsweise derart, daß die Zündbewegung zwischen Zündnadel und Zündpille nur durch eine beim Aufschlag des Zünders wirksam werdende Trägheitsmasse bewirkt wird oder zur Steigerung der Empfindlichkeit des Zünders die Trägheitsmasse einen federbelasteten Schlagbolzen auslöst.
  • In dem nachstehend näher beschriebenen und in der Zeichnung im Längsschnitt dargestellten Ausführungsbeispiel eines Handgranatenzünders nach der Erfindung ist zugleich auch eine hochempfindliche und be; jeder Auftrefflage des Zünders mit Sicherheit ansprecheüde Schlagbolzenauslösevorrichtung angegeben.
  • Das Zünd@ergehäuse besteht aus der zylindrischen Hülse a, dem darin eingeschraubten Bodenteil b und dem einschraubbaren Dekkel c von gleichem Innendurchmesser. In einer Aussparung b1 des Bodenteils b sind symmetrisch zur Gehäuselängsachse zwei mit ihrer Höhlung einander zugekehrte Kalotten d, d, um Stifte e, e1 schwenkbar gelagert. Sie sind durch die Zahnbogen d., d3 gegenläufig derart miteinander gekuppelt, daß beim seitlichen Ausschwingen der :einen Kalotte die andere zwangläufig in entgegengesetzterRichtung geschwenkt wird. An den Zahnbogen d., d3 sitzen Nasen d4, d.. Diese hintergreifen Schultern f,., f 2 eines im Bodenteil b verschieblich geführten Schlagbolzens f und halten den letzteren entgegen der Wirkung der ihm eingelagerten Schlagbolzenfeder g fest, die sich gegen einen Steg b2 des Bodenteils b abstützt. Der Schlagbolzen f trägt die Zündnadel f3; dieser steht mit geringem Abstand die Zündpille 1a gegenüber.
  • In dem von den beiden Kalotten d, d, gebildeten Hohlraum ruht eine Kugel i. Als Sicherungsglied gegen Auseinanderschwenken der Kalotten d, d, und damit gegen ein Auslösen des Schlagbolzens f ist in der Zünderhülse a und dem darin eingeschraubten Dekkel c eine Büchse k verschieblich geführt. Diese umgreift mit ihrem unteren Teil Vorsprünge de, dz der Kalotten d, d, und hält sie dadurch fest. Eine Feder k, sucht die Büchse k nach oben zu drücken. Im vorderen Teil der Büchse h liegt durch einen Zwischenboden h@ nach hinten abgeschlossen ein ringförmig angeordneter Brandsatz Z, der durch einen mittels des Reibdrahtes m entzündbaren Reibzündsatz 1i in Brand gesetzt wird. Der Reibdraht sie ist zugleich als Vorstecken und Transportsicherung ausgebildet. Er tritt beiderseits durch die Wandung der Büchse k hindurch in einen Ringhohlraum zwischen dem Deckel c und der Außenhülse a und hält dadurch die Büchse k gegen eine Verschiebung nach beiden Richtungen fest. Das nach außen führende Ende des Reibdrahts ,»v ist in bekannter Weise zur Schlaufe gewunden. Die Durchtrittsöffnung nach außen für den Reibdraht in in der Hülse cc ist nach oben zu einem offenen Schlitz a. verlängert, damit die Büchse k mitsamt dem eingesetzten Bandsatz L und dem herausstehenden Reibdraht rrc von oben in die Hülse a eingeführt werden kann.
  • Beim- Werfen der Handgranate wird zunächst der Vorstecken in herausgezogen. Dadurch wird der Zündsatz h entzündet, und der Brandsatz Z brennt allmählich ab. Zugleich hat eine auf den Brandsatz drückende Blattfeder n die Büchse k entgegen der Wirkung der Feder k. ruckartig etwas nach unten verschoben, so daß die durch das Herausziehen des Vorsteckers frei gewordene Vorsteckerbohrung der Büchse k durch Mantelteile der Hülse a nach außen «nieder abgedeckt ist. Die sich entwickelnden, in der oberen Zünderkammer eingeschlossenen Brandgase des abbrennenden Brandsatzes schieben die Büchsck unter weiterem Spannen der Feder k@ allmählich nach unten, bis nach einer bestimmten Zeit Schlitze k3 in der Büchsenwandung vor die Nasen de, a'; der Kalotten d, dl zu liegen kommen. Jetzt ist der Zünder der inzwischen geworfenen Handgranate scharf. Während er im Verlauf der voraufgegangenen Scharfmachzeit gegen Stöße unempfindlich war, genügt nunmehr schon ein mäßiger Beschleunigungs- oder Verzögerungsruck, wie er beim Aufprall auf einen Gegenstand eintritt, die Auslösung des Schlagbolzens zu bewirken, indem durch den Ruck die als Trägheitsmasse wirkendeKugel z bei jedem beliebig gerichteten Stoß die Kalotten d, dl auseinanderspreizt, so daß deren Haltenasen d4, d" den Schlagbolzen freigeben. Dieser schnellt unter der Federbelastung g gegen die Zündpille h vor, bringt sie zur. Entzündung und damit die Sprengladung zur Detonation.
  • Sollte aus irgendwelchen Gründen kurz. nach dem Scharfwerden ein Stoß auf den Zünder nicht erfolgen, so bleibt der Zünder zunächst eine Zeitlang scharf und wird' dann wieder unscharf. Die Gasentwicklung des Brandsatzes setzt sich nämlich über den Äugenbl-ick des Scharfwerdens noch kurzzeitig fort, und die Büchse k bleibt in ihrer niedergedrückten, entsichernden Lage. Ist der Brandsatz abgebrannt, so drückt die Feder ki die Büchse k in ihre Ausgangslage zurück, wobei das in der vorderen Zünderkammer befindliche Druckgas allmählich außen an der gegenüber der Hülsenwandung a nicht völlig gasdicht schließenden Büchse i, vorbei nach außen entweicht. Die Büchse verriegelt vermittels ihres unterenWandungsteils nach einer bestimmten Zeit wieder die Kalotten d, ,dl, und der Zünder ist zündungsunfähig gemacht.
  • Zur Erhöhung der damit bewirkten Sicherung kann noch eine besondere Sperre vorgesehen sein, die die zunächst noch entgegen der Federbelastung k1 verschiebliche Sicherungsbüchse k wieder fest mit dem Zündergehäuse verriegelt. Das geschieht im gezeichneten Ausführungsbeispiel folgendermaßen: Da der Brandsatz l abgebrannt ist, so vermag die Deckelfeder zi auf de Sicherungsbüchse k einen Rückdruck nicht mehr auszuüben, und letztere wird über ihre Ausgangsstellung hinaus nach oben verschoben, bis zwei federbelastete Springbolzen o der Büchse k in die zwischen der Deckelstirnfläche und der Auskragung der Hülse a. gebildete Ringnut einschnappen.
  • Der Brandsatz des Zeitauslösers wird so bemessen und die Abmessungen der sichernden Teile der Büchse k werden so abgestimmt, daß beispielsweise bei dem vorbeschriebenen Handgranatenzünder die Seharfwerdezeit nach dem Herausziehen des Vorsteckers etwa bis 2ij_ Sekunden beträgt, der Zünder sodann weitere 2l/2 bis 3 Sekunden scharf ist und hierauf wieder unscharf wird, falls er nicht inzwischen durch einen Stoß innerhalb der Scharfzeit zur Entzündung gebracht wurde. Besonders vorteilhaft ist, d.aß der Zünder die Laufzeit der Scharfmach- und Entschärfung,seinrichtung von deren Ingangsetzen ab bis zum endgültigen Wiederunscharfw,erden durch das teilweise, absichtlich herbeigeführte Ausströmen von Brandgasen anzeigt. Entfällt dem Werfer die Handgranate nach dem Herausziehen des Vorstekkers während des Scharfwerdens unversehens und vorzeitig, so macht das Aufhören des Ausströmens von Brandgasen aus dem Zünder mit Sicherheit und deutlich den Zeitpunkt erkennbar, von dem ab die Granate ohne Gefahr wieder angefaßt werden kann.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Aufschlagzünder für Geschosse, insbesondere für Handgranaten, mit einer zeitlich wirkenden Scharfmacheinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß der Zünder außerdem eine Zeitsicherungseinrichtung besitzt, die den durch Ablaufen der Scharfmacheinrichtung scharf gewordenen Zünder bei Ausbleiben der Zündung nach einer bestimmten weiteren Zeitspanne durch Verriegeln der Schlagvorrichtung o. dgl. wieder unscharf macht.
  2. 2. Aufschlagzünder nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zeitlich wirkende Scharfmach- und die Entschärfungseinrichtung von einem gemeinsamen Zeitauslöser gesteuert werden, indem der Zeitauslöser (l) bei seinem Ablaufen beispielsweise zunächst einen die Schlagvorrichtung (f) gesperrt haltenden Riegel (k) ausrückt, sodann nach bestimmter Zeit wieder einrückt.
  3. 3. Aufschlagzünder nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch eine Sperrvorrichtung (o), die das von einem Zeitrelais (L) gesteuerte Sicherungsglied (k) der Entschärfungseinrichtung nach dessen Einrücken in die Sicherungslage verriegelt und am Wiederausrücken verhindert.
DER75705D 1928-09-14 1928-09-14 Aufschlagzuender, insbesondere fuer Handgranaten Expired DE522136C (de)

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