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DE491292C - Verfahren zur Darstellung von ª‡-Aminocarbonsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von ª‡-Aminocarbonsaeuren

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Publication number
DE491292C
DE491292C DESCH80095D DESC080095D DE491292C DE 491292 C DE491292 C DE 491292C DE SCH80095 D DESCH80095 D DE SCH80095D DE SC080095 D DESC080095 D DE SC080095D DE 491292 C DE491292 C DE 491292C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acids
acid
preparation
aminocarboxylic acids
aromatic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DESCH80095D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEORG SCHROETER DR
Original Assignee
GEORG SCHROETER DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by GEORG SCHROETER DR filed Critical GEORG SCHROETER DR
Priority to DESCH80095D priority Critical patent/DE491292C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE491292C publication Critical patent/DE491292C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/15Sulfonamides having sulfur atoms of sulfonamide groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von a-Aminocarbonsäuren a-Aminocarbonsäuren sind außer durch Spaltung von Eiweißstoffen bisher synthetisch entweder aus a-Halogenfettsäuren durch Umsetzung mit Ammoniak oder aus Aldehyden und Ketonen durch Einwirkung von Blausäure und Ammoniak usw. erhalten worden. Diese Methoden sind aber in der Ausführung umständlich, besonders wegen der Schwierigkeit, die: meist in Wasser leicht löslichen Aminosäuren in reinem Zustande abzutrennen. Der Preis der reinen Aminosäuren ist daher durchweg ein recht hoher.
  • Es wurde nun gefunden, daß die aromatischen Sulfonaminocarbonsäuren leicht gewonnen werden, wenn man die bekanntlich leicht zugänglichen aromatischen Sulfamide, wie Benzolsulfamid, p-Toluolsulfamid oder Naphthalinsulfamide, in wäßrig-alkalischen oder alkoholischmalkalischen Lösungen auf a-Halagenfettsäulren einwirken läßt. Die Umsetzung vollzieht sich nach der chemischen Gleichung: Aryl # SO.-. NHNa + X # CR.COONa - XNa + Aryl S02 # NH # CR,COONa, wobei Aryl ein aromatischer Rest, X ein Halogenatom, R .,entweder Wasserstoff oder fette oder aromatische Radikalen ist. Durch Ausfällen der alkalischen. Lösungen nach der Umsetzung mittels Kohlendioxyds oder deren genaues Neutralisieren mit Mineralsäuren werden noch etwa unverändert gebliebene Reste des Sulfamids entfernt und dann aus den filtrierten Lösungen die freien Sulfaminocarbonsäuren mit überschüssiger Mineralsäure niedergeschlagen. Diese Sulfonaminocarbonsäuren sind z. T. schon bekannt, indem man sie aus den, auf anderem Wege ger=onnenen a-Aminocarbonsäuren durch Einwirkung von aromatischen Sulfochloriden behufs Charakterisierung dieser Aminosäuren hergestellt hat.
  • Da die aromatischen Sulfosäuren, wie z. B. p-Tohiolsulfonsäure, in konz. Mineralsäuren meistens schwer löslich, die Aminosäuresalze aber leicht löslich sind, läßt sich die hydrolytische Spaltung der Sulfonaminosäuren und die Abtrennung der dabei gebildeten Sulfosäuren leicht durch Erhitzen mit konz. Salzsäure oder starker Schwefelsäure bewirken. Die Sulfosäuren kristallisieren beim Erkalten fast völlig aus, die Aminosäurechlorhydrate usw. bleiben in Lösung, und es können aus diesen Lösungen die reinen Aminosäuren in bekannter Weise in reinem Zustande abgeschieden werden.
  • Beispiel i 171 Gewichtsteile p-Toluolsulfamid und 94,5 Gewichtsteile Monochloressigsäure werden in iooo Raumteilen doppeltnormaler Natronlauge gelöst und einige Stunden am Rückflußkühler gekocht. Die Lösung, welche dann nur noch schwach alkalisch ist, wird mit Kohlensäure gesättigt, wobei etwas unverändertes p-Toluolsulfämid ausfällt. Nach dessen Entfernung durch Absaugen wird die Lösung mit konz. Salzsäureübersäuert, dabei kristallisiert das reine schon bekannte p-Toluolsulfonglycin CHg (q.) # C6H4 - S02 # NH - CH2COOH aus und zeigt die. für diese Säure im Schrifttum angegebenen Eigenschaften; Ausbeute 95 Prozent der Theorie. Zur Spaltung wird das p-Toluolsulfonglycin in gleichfalls schon bekannter Weise mit konz. Salzsäure erhitzt, die beim Erkalten auskristallisierende p-Toluolsulfonsäure wird abgesaugt und wieder für eine neue Umsetzung in p-Toluolsulfonamid übergeführt; die salzsaure Lösung wird eingedampft, der Rückstand zur völligen Reinigung mit etwas Alkohol digeriert und das in. Alkohol unlösliche Glycinchlorhydrat abgesaugt. Es kann für die meisten Zwecke unmittelbar weiterverwendet oder z. B. mittels der bekannten Kupferverbindung in reines Glycin verwandelt werden.
  • Beispiel a 193 Gewichtsteile p-Toluolsulfonamidnatrium und I61 Gewichtsteile a-brompropionsaures Natrium werden mit iooo Raumteilen Alkohol gelöst und einige Stunden gekocht, dann der Alkohol abdestilliert, der Rückstand mit Wasser aufgenommen, unverändertes Sulfamid mit Kohlensäure ausgefällt und aus dem Filtrat das p-Toluolsulfonalanin CH3 (q.) - C6H4 # S02 - NH - CH(CH3),COOH, mit den aus dem Schrifttum bekannten Eigenschaften durch konz. Salzsäure ausgefällt; Ausbeute rund 6o Prozent der Theorie.
  • Aus dem p-Toluolsulfonalanin wird dann unter Rückgewinnung der p-Toluolsulfosäure das Alanin in ähnlicher Weise wie das Glycin gewonnen.
  • Die so erhaltenen a-Aminocarbonsäuren sollen technische Verwendung zur Herstellung von Nährpräparaten und zu ähnlichen Zwecken finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren .zur Darstellung von a-Aminocarbonsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß man aromatische Sulfosäureamide mit a-Halogenfettsäuren in, wäßrig- oder alkoholisch-alkalischen Lösungen erwärmt und die so entstandenen a-Sulfaminocarbonsäuren in bekannter Weise der hydrolytischen Spaltung unterwirft.
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