DE4438125C1 - Vorrichtung zum dosierten Abgeben einer zähpastösen Masse, insbesondere einer Kleb- und Dichtmasse für die Herstellung von Isolierglasscheiben - Google Patents
Vorrichtung zum dosierten Abgeben einer zähpastösen Masse, insbesondere einer Kleb- und Dichtmasse für die Herstellung von IsolierglasscheibenInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung mit den
im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
Eine solche Vorrichtung ist bekannt aus der DE 39
37 900 A1. Die bekannte Vorrichtung dient zum Versiegeln
einer Isolierglasscheibe mit einer aus zwei Komponenten
(Basiskomponente und Härter) bestehenden Klebe- und
Dichtmasse. Jede der beiden Komponenten wird mit einer
eigenen Pumpe aus einem Faß in einen Zwischenspeicher
gefördert. Die Zwischenspeicher sind als Kolbenpumpen
ausgebildet und speisen Zahnradpumpen, im Falle der
Basiskomponente eine Anordnung von zwei aufeinander
folgenden Zahnradpumpen, welche die beiden Komponenten
einem statischen Mischer zuführen, an dessen Ende sich
eine Düse befindet. Die Anordnungen aus Kolbenpumpen
und Zahnradpumpen sind viel zu schwer und umfangreich,
als daß man sie mit beweglichen Düsen, die den Rand
einer Isolierglasscheibe zum Zwecke des Versiegeln ab
fahren, mitbewegen könnte. Vielmehr sind die Pumpen
stationär angeordnet und über beheizte Druckschläuche
oder beheizte Gelenkrohre mit der Anordnung aus Mischer
und Düse verbunden. Diese Leitungen bewirken einen be
trächtlichen Druckverlust und erfordern im Hinblick
auf die hohen Viskositäten (250-4000 Pas) extrem
hohe Drücke an den Ausgängen der Pumpen. Das zieht
weitere Nachteile nach sich: Dehnungen in den Lei
tungen und die Kompressibilität der zu fördernden
Massen bewirken Dosierungenauigkeiten; die Konstruk
tionsteile, die dem Massefluß ausgesetzt sind, unter
liegen einem erhöhten Verschleiß; das gilt insbesondere
für die Zahnradpumpen und wird bei den Zweikomponenten
klebern, die für das Versiegeln an Isolierglasscheiben
üblicherweise verwendet werden, durch abrasive Füll
stoffe in der Basiskomponente derart verschärft, daß
die Lebensdauer der Zahnradpumpen durch Verschleiß
drastisch herabgesetzt wird.
Um dem Verschleiß an den Zahnradpumpen zu entgehen,
ist es bekannt, Zweikomponentenkleb- und Dichtstoffe
für das Versiegeln von Isolierglasscheiben mit Hilfe
von Kolbenpumpen zu dosieren (DE 37 03 929 A1), welche
aus Fässern mittels Faßpumpen über mit Druck beauf
schlagte Zwischenspeicher gespeist werden. Auch in
diesem Fall sind die Kolbenpumpen stationär angeordnet
und speisen die Anordnung aus Mischer und Düse über be
heizte Druckschläuche oder beheizte Gelenkrohre mit den
bereits geschilderten Nachteilen für die Dosiergenauig
keit.
Aus der DE 39 13 000 A1 ist es bereits bekannt, einen
Pufferbehälter für eine hochviskose, pastöse, kom
pressible Substanz nahe bei einer Düse anzuordnen, wel
cher diese Substanz aus dem Pufferbehälter zugeführt
wird. Das Dosieren der Substanz erfolgt jedoch nicht
volumetrisch, sondern druckabhängig, indem die Sub
stanz, die beispielsweise mittels einer stationären
Kolbenpumpe durch den Pufferbehälter hindurch zur
Düse gefördert wird, im Pufferbehälter unter einen
konstant geregelten Druck gesetzt wird, was im Be
reich zwischen dem Pufferbehälter und der Düse einen
Drucksensor erfordert, der Bestandteil eines Druck
regelkreises ist. Nachteilig dabei ist, daß Schwan
kungen der Materialzusammensetzung, der Temperatur und
der Viskosität, des Vernetzungsgrades von 2-Komponenten
mischungen etc. zu Dosierungenauigkeiten führen, die
einer druckgeregelten Dosierung immanent sind.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
eine Vorrichtung der eingangs genannten Art für das
volumetrische Dosieren zähpastöser Massen zu schaffen,
insbesondere um damit bewegliche Düsen in der Isolier
glasfertigung zu speisen, welche mit verringertem Auf
wand ein genaues Dosieren erlaubt.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung mit den
im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen. Vorteilhafte Weiter
bildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
Die Erfindung hat zahlreiche Vorteile:
- - Die volumetrische Dosierung erfolgt nicht durch die Pumpe, welche die Masse in den Zwischenspeicher fördert, so daß an diese Pumpe keine besonderen Ge nauigkeitsanforderungen zu stellen sind, es kann sich dabei vielmehr unmittelbar um die Faßpumpe handeln. Zwischengeschaltete Kolbenpumpen oder Rotationsförder pumpen, die beim Stand der Technik üblich sind, sind überflüssig.
- - Die volumetrisch dosierende Pumpe kommt mit der zu dosierenden Masse nicht in Berührung; sie kann des halb keinem Verschleiß durch abrasive Füllstoffe in der Masse unterliegen.
- - Da die volumetrisch dosierende Pumpe mit der zäh pastösen Masse nicht in Berührung kommt, kann man für die volumetrisch dosierende Pumpe ein Arbeits medium wählen, welches sich für ein volumetrisches Dosieren besonders gut eignet, insbesondere ein Hydrauliköl. Hydrauliköle haben Viskositäten, die klein sind verglichen mit der Viskosität der zu dosierenden zähpastösen Substanzen; Druckverluste im hydraulischen Kreislauf der volumetrisch dosierenden Pumpe sind deshalb vergleichsweise gering und selbst relativ lange Hydraulikleitungen zwischen der volumetrisch dosierenden Pumpe und dem Zwischenspeicher beeinträchtigen die Dosier genauigkeit nicht.
- - Eine Beheizung des Hydraulikkreislaufes ist entbehr lich.
- - Eine längere Leitung zwischen dem Vorratsbehälter für die zähpastöse Masse und dem Zwischenspeicher bringt zwar Druckverluste mit sich, doch sind diese für die Dosiergenauigkeit völlig bedeutungslos, da die Dosierung nicht von der Pumpe vorgenommen wird, welche den Zwischenspeicher mit der zähpastösen Masse speist, sondern von der zweiten, mit Hydraulik öl arbeitenden Pumpe.
- - Da die zum Zwischenspeicher führenden Leitungen, auch wenn sie lang sind, die Dosiergenauigkeit nicht ver schlechtern, eröffnet sich die Möglichkeit, den Zwi schenspeicher oder die beim Austragen von mehrkomponen tigen Massen erforderlichen mehreren Zwischenspeicher mit nur kleinem Fassungsvermögen auf einem gemein samen Träger mit der zugehörigen Düse anzuordnen, denn der Zwischenspeicher ist ein einfaches, passives Bauteil, welches lediglich einen Druckmittelanschluß und einen Anschluß für die zähpastöse Masse benötigt. Das Fassungsvermögen des Zwischenspeichers muß nicht größer sein als beim konkreten Anwendungsfall für den längsten unterbrechungsfreien Arbeitsvorgang er forderlich ist. Behälter mit einem Fassungsvermögen von zwei Litern können von einer automatisch arbeiten den Versiegelungsvorrichtung für Isolierglasscheiben mit einer beweglichen Düse ohne weiteres noch mitge führt werden, wobei man in den allermeisten Fällen schon mit einem Fassungsvermögen von nur einem Liter auskommt.
- - Auch mit begrenztem Fassungsvermögen des Zwischen speichers ist ein unterbrechungsfreies Austragen möglich, wenn für die auszutragende Masse bzw. für jede ihrer Komponenten zwei Zwischenspeicher vorge sehen sind, die im Wechsel betrieben werden, so daß ein Zwischenspeicher aus dem Faß nachgefüllt wird, während aus dem anderen Zwischenspeicher heraus dosiert wird; um dies zu ermöglichen, ist lediglich ein Umschaltventil erforderlich.
- - Für das mengenmäßige Dosieren von Hydrauliköl kann auf bewährte Techniken zurückgegriffen werden.
- - Die Leitungen, die zum Zwischenspeicher führen, können dünn und dadurch leicht und flexibel sein, was die Beweglichkeit der angeschlossenen Düse erleichtert.
- - Die Zuleitung der zähpastösen Masse vom Faß zum Zwischenspeicher muß nicht beheizt sein, da Än derungen der Temperatur und der Viskosität längs der Leitung keinen Einfluß auf die Dosiergenauig keit haben.
- - Der Zwischenspeicher kann dicht bei der Düse ange ordnet sein. Bei zweikomponentigen Substanzen muß sich zwischen dem Zwischenspeicher und der Düse nur noch der Mischer befinden, bei einkomponentigen Substanzen kann der Zwischenspeicher um die einge sparte Länge des Mischers näher an die Düse heran gerückt werden. Die kurzen Leitungswege zwischen dem Zwischenspeicher und der Düse verschlechtern die Dosiergenauigkeit nicht mehr.
- - Da die Länge der Leitung zwischen dem Zwischen speicher und der Düse nur gering ist, treten dort nur geringe Druckverluste auf. Der Arbeitsdruck, mit welchem die zähpastöse Masse dosiert wird, kann deshalb erheblich niedriger sein als beim Stand der Technik.
- - Es hat sich gezeigt, daß bei einem mit zwei Düsen ausgestatteten Versiegelungsautomat für Isolierglas, welcher eine zweikomponentige Masse verarbeitet, eine Einsparung an apparativem Aufwand für das Dosiersystem in der Größenordnung von DM 50.000,- bis DM 70.000,- erzielt werden kann.
Werden Massen aus zwei oder mehr als zwei Komponenten
verarbeitet, dann benötigt man für jede Komponente einen
Vorratsbehälter (Faß) und einen Zwischenspeicher, in
welchen die Masse durch eine erste Pumpe gefördert wird.
Damit die Komponenten mit vorbestimmtem Mengenverhält
nis miteinander gemischt werden können, müssen sie in
entsprechendem Verhältnis dosiert einem Mischer zuge
führt werden. Das kann dadurch geschehen, daß man
für jede der Komponenten eine volumetrisch arbeitende
Hydraulikpumpe verwendet und die Hydraulikpumpen unter
einander synchronisiert. Einfacher und günstiger ist
es jedoch, eine gemeinsame Hydraulikpumpe zu verwenden,
von dieser Hydraulikpumpe Zweigleitungen zu den ver
schiedenen Zwischenspeichern zu führen und in diesen
Zweigleitungen, Stellventile, insbesondere Proportional
ventile vorzusehen, welche den Mengendurchsatz bestimmen.
Um die Durchsätze verändern zu können, wird bevorzugt, die
Proportionalventile als regelbare Servoventile vorzusehen.
Die Düse und der Mischer bilden zweckmäßigerweise eine
einheitliche Baugruppe auf einem Träger, auf welchem
auch die Zwischenspeicher, die zu der Düse gehören, an
geordnet sind.
Zwischen den Zwischenspeichern und dem Mischer wird
keine besondere Leitung benötigt; die Zwischenspeicher
sollten möglichst dicht am Einlaß des Mischers angeord
net sein.
Als bewegliches Sperrglied, welches im Zwischenspeicher
die zähpastöse Masse von der Hydraulikflüssigkeit trennt,
verwendet man am besten eine flexible Membran, deren
Rand zweckmäßigerweise zwischen zwei Hälften des Zwi
schenspeicherbehälters eingespannt ist und dadurch die
beiden Kammern des Behälters gegeneinander abdichtet.
Ein besonderer Vorzug eines solchen Zwischenspeichers
ist seine geringe Anfälligkeit gegen Verschleiß und
seine Reibungsarmut. Prinzipiell möglich wäre auch ein
Zwischenspeicher, dessen Kammern durch einen fliegenden
Kolben voneinander getrennt sind. Ein solcher Zwischen
speicher wäre jedoch aufwendiger, schwieriger in der
Abdichtung und würde mehr Reibung und Verschleiß zeigen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den beige
fügten Zeichnungen schematisch dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine teilweise als hydraulisches
Diagramm ausgeführte Darstellung einer
Dosiervorrichtung für eine aus zwei
Komponenten zusammenzumischende zäh
pastöse Masse,
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht einer auto
matischen Versiegelungsvorrichtung für
Isolierglasscheiben mit einer Dosiervor
richtung der in Fig. 1 dargestellten
Art, und
Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel für einen
darin verwendeten Zwischenspeicher für
die zähpastöse Masse.
Fig. 1 zeigt einen langgestreckten statischen Mischer
für zwei Komponenten eines zähpastösen Kleb- und Dicht
stoffes, z. B. auf Polysulfidbasis. Am Ausgang des
statischen Mischers 1 befindet sich ein Halter 2 mit
einer Düse 3, welche durch ein Ventil 4 verschließbar ist.
Die Öffnung 5 der Düse liegt in der Flucht der Längsachse
6 des Mischers, um welche der Mischer samt Düse gedreht
werden kann.
Die Basiskomponente der Masse wird dem statischen Mischer
1 über eine Manschette 7 zugeführt, welche das hintere
Ende des Mischers umgibt und in welcher der Mischer um
seine Achse 6 drehbar gelagert ist. Von der Rückseite führt
ein koaxial zur Längsachse 6 angeordnetes Tauchrohr durch
die Manschette 7 in den Mischer 1 hinein. Die Mündung des
Tauchrohrs 8 ist durch einen Ventilkegel 9 verschließbar.
Die Betätigung des Ventilkegels erfolgt durch eine Be
tätigungseinrichtung 10 am hinteren Ende des Tauchrohrs
8 über eine sich durch das Tauchrohr erstreckende Stange
11, an deren Spitze sich der Ventilkegel 9 befindet. Über
das Tauchrohr wird die zweite Komponente (der Härter) der
Masse zugeführt.
Die Basiskomponente wird dem statischen Mischer 1 aus
einem Zwischenspeicher 12, die Härterkomponente aus einem
Zwischenspeicher 13 zugeführt. Die Basiskomponente wird
dem Zwischenspeicher 12 von einer Pumpe 14 aus einem
nicht dargestellten Vorratsbehälter (Faß) eingespeist.
Die Härterkomponente wird dem Zwischenspeicher 13 von
einer Pumpe 15 aus einem nicht dargestellten Vorratsbe
hälter (Faß) eingespeist. In der Leitung 16 von der Pumpe
14 zum Zwischenspeicher 12 liegt ein Rückschlagventil
17; in der Leitung 18 von der Pumpe 15 zum Zwischen
speicher 13 liegt ebenfalls ein Rückschlagventil 19;
die beiden Rückschlagventile 17 und 19 sperren in Rich
tung auf die Pumpen 14 und 15. In den Leitungen 20 und
21 von den Zwischenspeichern 12 und 13 zum statischen
Mischer liegen Rückschlagventile 22 und 23, welche in
Richtung auf die Zwischenspeicher 12 und 13 sowie die
Pumpen 14 und 15 sperren.
Der Zwischenspeicher 12 ist durch eine Membran 24 in
zwei Kammern 25 und 26 unterteilt. Der Zwischenspei
cher 13 ist durch eine Membran 27 in zwei Kammern 28
und 29 unterteilt. Die Kammer 25 nimmt die Basis
komponente, die Kammer 28 die Härterkomponente und
die Kammern 26 und 29 nehmen ein Hydrauliköl auf. Die
Zufuhr des Hydrauliköls erfolgt mittels einer Hydraulik
pumpe 30 über eine Speiseleitung 31, welche sich in
zwei Zweige 32 und 33 verzweigt, in welchen als Servo
ventile ausgebildete Proportionalventile 34 und 35
liegen, die den mengenmäßigen Durchsatz des Hydraulik
öls durch die Zweigleitungen 32 und 33 bestimmen. Zwi
schen den Proportionalventilen 34 und 35 und den Zwi
schenspeichern 12 und 13 zweigen von den Zweiglei
tungen Rückleitungen 36 und 37 ab, in welchen Rück
schlagventile 38 und 39 sowie 2/2-Wegeventile 40 und
41 liegen. Die Rückleitungen führen zu einem Tank mit
Hydrauliköl, aus welchem auch die Hydraulikpumpe 30
versorgt wird. Die Anordnung aus statischem Mischer 1
und Düse 3 ist an einem Träger 43 angebracht, welcher
an einer Führungssäule 44 auf und ab verschiebbar ist.
Die Führungssäule erstreckt sich parallel zu einer
ebenen Stützwand 45, welche ebenso wie die Führungs
säule 44 wenige Grad nach hinten geneigt ist. Die Stütz
wand 45 wird von einem Gestell 46 getragen, welches
auch einen Waagerechtförderer 47 trägt, welcher sich
unterhalb des unteren Randes der Stützwand längs der
Stützwand erstreckt. Auf diesem Waagerechtförderer
47 können Isolierglasscheiben stehend und gegen die
Stützwand 45 gelehnt in den Wirkungsbereich der Düse
gefördert und versiegelt werden. Die Düse greift von
hinten her an der Stützwand vorbei bzw. durch eine
Lücke zwischen zwei Stützwandabschnitten hindurch
in den Bereich unmittelbar vor der Stützwand, wo
sich auf dem Waagerechtförderer 47 die Isolierglas
scheibe befindet. Durch Drehen der Düse um die Längs
achse 6 des statischen Mischers und Bewegen des
Trägers 43 längs der Säule 44 kann die Düse auf
einander folgend mit allen Randabschnitten der Iso
lierglasscheibe in Berührung gebracht werden.
Der Träger 43 trägt nicht nur die Anordnung aus
Mischer 1 und Düse 3, sondern auch die beiden Zwi
schenspeicher 12 und 13 sowie die ihnen zugeordneten
Proportionalventile 34 und 35.
Ein Beispiel für einen möglichen Aufbau des Zwischen
speichers zeigt Fig. 3.
Der Zwischenspeicher 12 hat ein ovales Gehäuse, bestehend
aus zwei Hälften 48 und 49, welche durch eine Überwurfmutter
miteinander verschraubt sind. Die beiden Gehäuse
hälften 48 und 49 klemmen den verdickten Rand einer
flexiblen Membran 24 aus einem chemisch resistenten
Kunststoff zwischen sich ein. Die Membran 24 unterteilt
das Gehäuse in zwei Kammern 25 und 26. In die Kammer 25
wird über die Zuleitung 22 eine zähpastöse Masse ge
pumpt. In die Kammer 26 wird über die Zweigleitung 32
Hydrauliköl gepumpt. Der Mündung der Zuleitung 22
gegenüberliegend ist in die Membran 24 ein steifer Ven
tilteller 51 eingebettet. Auf diese Weise ist sicherge
stellt, daß die Membran nicht reißt, wenn die Kammer
25 leer ist und dennoch auf der gegenüberliegenden
Seite der Membran 24 Drucköl ansteht, denn dann kann
sich der Ventilteller 51 im Umgebungsbereich der Ein
mündung der Zuleitung 22 abstützen.
In der Zuleitung 22 für die zähpastöse Masse ist ein
Drucksensor 52 vorgesehen, der eine Überwachung des
Förderdrucks erlaubt. In der Zweigleitung 32 ist ein
Durchflußmesser 53 vorgesehen, welcher eine Kontrolle
der Durchflußrate und in der Folge deren Regelung mit
Hilfe des Proportionalventils 34 ermöglicht.
Die Dosiervorrichtung arbeitet wie folgt:
Ausgehend von der in Fig. 3 dargestellten Lage der
Membran 24 ist der Zwischenspeicher 12 zunächst mit der
Hauptkomponente zu füllen. Dieser Füllvorgang wird
spätestens dann gestartet, wenn der Drucksensor 52
einen Druckabfall signalisiert, der dadurch hervorge
rufen wird, daß die Membran 24 keine weitere Basis
komponente mehr verdrängen kann. Dann wird die Pumpe
14 eingeschaltet, so daß diese die Basiskomponente
in den Zwischenspeicher 12 fördert. Legt sich die
Membran 24 an die gegenüberliegende Wandung im Bereich
der Mündung der Zweigleitung 32 an, dann steigt zwangs
läufig der Druck in der Zuleitung 22; diesen Druckan
stieg signalisiert der Sensor 52 und schaltet die Pumpe
14 ab. Auf entsprechende Weise wird der Zwischenspeicher
13 für die Härterkomponente gefüllt. Die Vorrichtung
ist nun bereit für den eigentlichen Dosiervorgang,
welcher dadurch gestartet werden kann, daß die Wege
ventile 40 und 41 bei laufender Hydraulikpumpe 30 in
ihre Stellung geschoben werden, in welcher sie die Rück
leitung 36 und 37 absperren. Die Hydraulikpumpe 30,
welche gegen Überdruck abgesichert ist, fördert dann
Hydraulikflüssigkeit in die beiden Zweigleitungen 32
und 33, wobei der Durchsatz durch diese Leitungen
durch die Proportionalventile 34 und 35 bestimmt wird.
Die auf dieser Weise dosierten Mengen an Hydrauliköl
treten in die Zwischenspeicher 12 und 13 ein und ver
drängen dort eine gleiche Menge der Basiskomponente
bzw. der Härterkomponente, welche in dem durch die
Einstellung der Proportionalventile 34 und 35 be
stimmten Mengenverhältnis in den statischen Mischer
1 eintreten, während des Durchlaufs durch den Mischer
miteinander vermischt werden, zur Düse 3 gelangen und
aus deren Öffnung 5 austreten. Die Zwischenspeicher
12 und 13 können während Versiegelungspausen nachge
füllt werden; sie werden spätestens nachgefüllt, wenn
sie leer sind. Will man unter allen Umständen unter
brechnungsfreies Versiegeln gewährleisten, kann man
wenigstens für die Basiskomponente, ggfs. auch für die
Härterkomponente, einen zweiten Zwischenspeicher vor
sehen, welcher im Wechsel mit dem ersten Zwischen
speicher betrieben wird, so daß immer ein Zwischen
speicher wieder aufgefüllt werden kann, während aus
dem anderen dosiert wird.
Der Durchflußmesser kann auch dazu verwendet werden,
um den Füllstand im Zwischenspeicher zu überwachen,
da sich dieser eindeutig aus den Zu- und Abflüssen,
die der Durchflußmesser überwacht, ergibt. Ein Mikro
rechner kann aus den laufenden Durchflußmeßdaten auf
den Füllstand rückschließen und zu geeigneten Zeit
punkten, bevor der Zwischenspeicher leer ist, den Nach
füllvorgang starten.
Das bevorzugte Einsatzgebiet der Erfindung ist die
Isolierglasfertigung. Anwendbar ist die Erfindung
aber auch in anderen technischen Gebieten, in welchen
Ein- und Mehrkomponentenkleber in exakter Dosierung
zur Anwendung kommen. Auch zur dosierten Abgabe von
Schäumen eignet sich die Erfindung.
Claims (10)
1. Vorrichtung zum dosierten Abgeben einer zäh
pastösen Masse, insbesondere einer Kleb- und
Dichtmasse für die Herstellung von Isolierglasschei
ben, aus einem Vorratsbehälter,
mit einer ersten Pumpe (14, 15), welche die Masse in einen Zwischenspeicher (12, 13) fördert,
und mit einer volumetrisch dosierenden zweiten Pumpe (30, 34, 35), welche die Masse aus dem Zwischenspei cher (12, 13) zu einer Düse (3) fördert,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenspeicher (12, 13) durch ein bewegliches Sperrglied (24, 27) in zwei Kammern (25, 26; 28, 29) unterteilt ist,
daß die erste Pumpe (14, 15) die Masse in die eine Kammer (25; 28) fördert und die zweite, volumetrisch dosierende Pumpe (30, 34, 35) eine Hydraulikflüssig keit in die zweite Kammer (26; 29) fördert,
und daß die beiden Pumpen (14, 15; 30, 34, 35) im Wechsel angetrieben sind.
mit einer ersten Pumpe (14, 15), welche die Masse in einen Zwischenspeicher (12, 13) fördert,
und mit einer volumetrisch dosierenden zweiten Pumpe (30, 34, 35), welche die Masse aus dem Zwischenspei cher (12, 13) zu einer Düse (3) fördert,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenspeicher (12, 13) durch ein bewegliches Sperrglied (24, 27) in zwei Kammern (25, 26; 28, 29) unterteilt ist,
daß die erste Pumpe (14, 15) die Masse in die eine Kammer (25; 28) fördert und die zweite, volumetrisch dosierende Pumpe (30, 34, 35) eine Hydraulikflüssig keit in die zweite Kammer (26; 29) fördert,
und daß die beiden Pumpen (14, 15; 30, 34, 35) im Wechsel angetrieben sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 für das dosierte Ab
geben einer aus zwei Komponenten bestehenden Masse,
von denen jede Komponente von einer ersten Pumpe (14,
15) aus einem Vorratsbehälter in einen Zwischenspeicher
(12, 13) gepumpt und von einer zweiten, volumetrisch
dosierenden Pumpe (30, 34, 35) aus ihrem Zwischenspei
cher (12, 13) in einen Mischer (1) und weiter zu einer
Düse (3) gefördert wird,
dadurch gekennzeichnet, daß beide Zwischenspeicher (12, 13) durch ein bewegliches Sperrglied (24, 27) in zwei Kammern (25, 26; 28, 29) unterteilt sind,
daß für jede Komponente die erste Pumpe (14, 15) die Masse in die eine Kammer (25, 28) fördert und die zweite, volumetrisch dosierende Pumpe (30, 34, 35) eine Hy draulikflüssigkeit in die zweite Kammer (26, 29) fördert, daß die zweiten Pumpen (30, 34, 35) synchron angetrieben und die ersten Pumpen (14, 15) im Wechsel mit den zweiten Pumpen (30, 34, 35) angetrieben sind.
dadurch gekennzeichnet, daß beide Zwischenspeicher (12, 13) durch ein bewegliches Sperrglied (24, 27) in zwei Kammern (25, 26; 28, 29) unterteilt sind,
daß für jede Komponente die erste Pumpe (14, 15) die Masse in die eine Kammer (25, 28) fördert und die zweite, volumetrisch dosierende Pumpe (30, 34, 35) eine Hy draulikflüssigkeit in die zweite Kammer (26, 29) fördert, daß die zweiten Pumpen (30, 34, 35) synchron angetrieben und die ersten Pumpen (14, 15) im Wechsel mit den zweiten Pumpen (30, 34, 35) angetrieben sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die volumetrisch dosierende
zweite Pumpe (30, 34, 35) eine Hydraulikpumpe (30) in
Kombination mit einem Proportionalventil (34, 35) ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß für das synchrone mengenmäßige
Dosieren von zwei Komponenten eine Kombination aus einer
Hydraulikpumpe (30) mit zwei das Mengenverhältnis der
beiden Komponenten bestimmenden Proportionalventilen (34,
35) ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Proportionalventile (34,
35) als Servoventile ausgebildet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß die Zwischenspeicher
(12, 13) unmittelbar vor dem Mischer (1) vorgesehen sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß für ein und die
selbe Komponente zwei im Wechsel betriebene Zwischen
speicher vorgesehen sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche
Sperrglied (24, 27) eine Membran ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Düse (3) und
der bzw. die zugehörigen Zwischenspeicher (12, 13)
auf einem gemeinsamen Träger (43) angeordnet sind.
10. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Zwi
schenspeicher (12, 13) von der ersten Pumpe (14, 15)
unmittelbar aus dem Vorratsbehälter gespeist werden.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4438125A DE4438125C1 (de) | 1994-10-27 | 1994-10-27 | Vorrichtung zum dosierten Abgeben einer zähpastösen Masse, insbesondere einer Kleb- und Dichtmasse für die Herstellung von Isolierglasscheiben |
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