DE4436670C2 - Gegenstände aus Superlegierungen auf Nickelbasis mit verbesserter Zerspanbarkeit sowie Verfahren zur Herstellung eines spanend bearbeiteten Werkstücks aus einer derartigen Superlegierung - Google Patents
Gegenstände aus Superlegierungen auf Nickelbasis mit verbesserter Zerspanbarkeit sowie Verfahren zur Herstellung eines spanend bearbeiteten Werkstücks aus einer derartigen SuperlegierungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft insgesamt die verbesserte spanende
Bearbeitung von Gegenständen aus Superlegierungen auf
Nickelbasis. Insbesondere betrifft die Erfindung die
Verbesserung der Bearbeitbarkeitseigenschaften der
Superlegierung durch Steuern von deren Zusammensetzung.
Superlegierungen auf Nickelbasis spielen eine wichtige Rolle
bei der Erfüllung der Anforderungen bei hoher Temperatur und
hohen Spannungen für Komponenten, die in modernen Gasturbinen
und Strahlmaschinen verwendet werden. Im allgemeinen wird das
Gebiet hoher Temperatur- und Spannungsanforderungen als
erreicht angesehen können, wenn die Komponente Temperaturen von
wenigstens 538°C (1000°F) und Spannungen von wenigstens 553 MPa
(80 KSI) ausgesetzt ist. Wenngleich diese Superlegierungen
auf Nickelbasis solchen relativ hohen Temperaturen und
Spannungen widerstehen können, so daß sie für solche Anwendungen
ideal sind, sind sie schwierig spanend zu bearbeiten, weil die
Superlegierungen nahezu genau so hart wie die Werkzeuge sind,
die gewöhnlich zu ihrer Bearbeitung benutzt werden.
Aus der DE 12 50 642 B sind beispielsweise Schmiedewerkstoffe aus
einer Chrom-Nickel-Legierung bekannt, die eine Zusammensetzung
aus 15 bis 23% Chrom, 2 bis 6% Molybdän, das teilweise durch
Wolfram ersetzt sein kann, 3 bis 8% Niob, das höchstens zur
Hälfte durch Tantal ersetzt sein kann, 0,4 bis 2,5% Aluminium
und Titan mit mindestens 0,2% von jedem der beiden Elemente,
0,001 bis 0,02% Bor, 45 bis 55% Nickel, Rest, von
Verunreinigungen abgesehen, Eisen aufweisen und zwischen 845
und 1200°C lösungsgeglüht und zwischen 650 und 735°C
ausgehärtet sind.
Aus "Nickel und Nickellegierungen" von K. E. Volk, Springer
Verlag Berlin, Heidelberg, New York 1970 ist es bekannt, daß
Rohnickel handelsüblich in größerer Reinheit herstellbar ist
als dies aus der Norm ASTM B 39-67 hervorgeht (Ni ≧ 99,8%, Co
≦ 0,15%, Cu ≦ 0,02%, C ≦ 0,03%, Fe ≦ 0,02%, S ≦ 0,01%, P ≦
0,005%, Mn ≦ 0,005%, Si ≦ 0,005%, As ≦ 0,005%, Pb ≦ 0,005
%, Sb < 0,005%, Bi < 0,005%, Sn < 0,005%, Zn < 0,005%).
Für einige Zeit haben Hersteller versucht, Werkstücke aus
Gußgegenständen herzustellen, die aus Superlegierungen auf
Nickelbasis sind, um dadurch die Notwendigkeit für das
Schmieden zu beseitigen. Dabei wird somit ein Gußstück eines
Gegenstandes mit einer Gestalt nahe an der Endgestalt der
Komponente aus der Superlegierung auf Nickelbasis hergestellt.
Dann wird die Komponente nach geeigneten Wärmebehandlungen,
durch welche die für relativ hohe Temperaturen und Spannungen
erforderlichen Materialeigenschaften begünstigt werden, bis auf
die Endabmessungen bearbeitet.
Im Gegensatz ist der erste Schritt für einen Schmiedeprozeß das
Gießen einer Rohbramme, d. h. eines Gußstücks mit einer
Gesamtgestalt, die für das Bearbeiten bis auf eine Gestalt nahe
der Endgestalt der Komponente geeignet ist. Die Bramme wird
bearbeitet, indem die Bramme auf eine erhöhte Temperatur
erwärmt wird und Druckkräften ausgesetzt wird, unter welchen
die Bramme näher zu der Gestalt der Komponente verformt wird.
Dann wird die Komponente nach geeigneten Wärmebehandlungen,
durch welche innere Spannungen aufgrund der Deformation in dem
bearbeiteten Gegenstand gelöst werden, und Wärmebehandlungen,
durch welche die für Anwendungen bei relativ hoher Temperatur
und hohen Spannungen erforderlichen Materialeigenschaften
begünstigt werden, aus dem bearbeiteten Gegenstand bis auf die
Endabmessungen spanend bearbeitet.
Es gibt zwei prinzipielle Vorteile für die Herstellung einer
Komponente aus einem Gußgegenstand ohne jeden Schmiedeprozeß.
Erstens können größere einstückige Komponenten mit komplexerer
Geometrie im Vergleich zu Komponenten hergestellt werden, die
in einem Prozeß hergestellt werden, welcher das Schmieden
erfordert. Der Hauptgrund, daß größere einstückige Komponenten
durch einen Gießprozeß und ohne Schmieden hergestellt werden
können, liegt darin, daß die Fähigkeiten der Schmiedepresse
begrenzt sind. Außerdem ist es schwierig, einen Gegenstand aus
einer einzelnen Bramme in einen Hohlkörper umzuformen, wie
einem Diffusergehäuse für eine Gasturbinenmaschine. Auch ist
der Schmiedeprozeß im Vergleich mit einem Gießprozeß, bei dem
ein Schmieden nicht erfolgt, arbeitsaufwendig. Von einem
Gießprozeß, der Schmieden ausschließt, gelangt man unmittelbar
zur Wärmebehandlung, auf welche die spanende Bearbeitung
erfolgt. Beim Schmieden muß der Gegenstand bis nahe zu der
gewünschten Gestalt der Komponente umgeformt und dann
wärmebehandelt und spanend bearbeitet werden. Außerdem ist eine
viel stärkere spanende Bearbeitung nach dem Schmieden als nach
einem Gießprozeß erforderlich, bei dem anschließendes Schmieden
entfällt, weil bei dem Gießprozeß das Gußstück wesentlich enger
bei den Endabmessungstoleranzen der herzustellenden Komponente
zu Beginn des Bearbeitungsprozesses liegt.
Jedoch gibt es bei dem Prozeß bei Verwendung von
Superlegierungen auf Nickelbasis zur Herstellung von
Gußstücken, bei denen ein Schmieden nicht erforderlich ist,
verstärkt Probleme, wenn der Gegenstand bis auf die fertige
Komponente bearbeitet wird, weil das spanende Bearbeiten eines
Gußgegenstands sehr viel schwieriger ist, als einen
Schmiedegegenstand spanend zu bearbeiten. Die Erfinder glauben,
daß die Gründe dafür, daß ein Schmiedegegenstand aus einer
Superlegierung auf Nickelbasis leichter spanend bearbeitbar
ist, in der feineren Korngröße, einer homogeneren Mikrostruktur
und kleineren Karbiden liegen. Zur Erläuterung werden beim
Schmiedevorgang größere Karbide in den Superlegierungen
zerkleinert, so daß kleinere Karbide erzeugt werden und die
Bearbeitbarkeit verbessert wird. Im Vergleich dazu enthält ein
Gußgegenstand, welcher einem Schmiedevorgang nicht unterworfen
wird, größere Karbide und eine größere Korngröße, weil diese
Bestandteile nicht während eines Schmiedeprozesses verfeinert
wurden.
Das Problem der Bearbeitbarkeit wird weiter durch den Prozeß
des isostatischen Warmpressens (HIP), das z. B. bekannt ist aus
"Metall", 38. Jahrgang, Heft 6, S. 740 bis 747, verschlimmert,
bei dem Gußstücke Wärme und Druck ausgesetzt werden, um die
Porosität und die Seigerung der Superlegierung zu verringern,
um einen Gegenstand mit hoher Reinheit zu formen. Versuche
zeigen, daß das erwähnte isostatische Warmpressen die
Bearbeitbarkeit nachteilig beeinflußt. Es wird angemerkt, daß
einige Druckschriften aus dem Stand der Technik eine
nachteilige Beeinträchtigung der Bearbeitbarkeit aufgrund des
isostatischen Warmpressens nicht angeben, obwohl dies im
Gegensatz zu Erfahrungen steht, die während der Entwicklung der
Erfindung gemacht wurden.
Durch die Erfindung wird die Aufgabe gelöst, einen Gegenstand
mit guter Zerspanbarkeit und ein Verfahren zum Herstellen eines
Werkstücks zur Verfügung zu stellen, wobei eine hohe Festigkeit
und Härte und eine gute Bearbeitbarkeit miteinander vereint
werden.
Erfindungsgemäß wird dies mittels eines Gegenstands mit den
Merkmalen nach Anspruch 1 sowie mittels des Verfahrens zum
Herstellen eines Werkstücks nach Anspruch 13 erreicht.
Folgende Aspekte der Erfindung haben Entwickler im Stand der
Technik nicht entwickelt: 1) einen Gußgegenstand aus einer
Superlegierung auf Nickelbasis mit einem Kohlenstoffanteil auf
einem ultraniedrigen Pegel nahe an der Endgestalt des
herzustellenden Gegenstandes hergestellt; 2) versucht, eine
Komponente aus einem solchen Gußgegenstand durch spanende
Bearbeitung zu erzeugen oder 3) versucht, eine Komponente aus
einem solchen Gußgegenstand durch spanende Bearbeitung zu
erzeugen, nachdem der Gegenstand isostatisch warmgepreßt wurde.
Daher konnten Entwickler im Stand der Technik die
Charakteristika verbesserter Bearbeitbarkeit eines
Gußgegenstands nicht finden, der aus einer Superlegierung auf
Nickelbasis mit einem Kohlenstoffanteil auf ultraniedrigem
Pegel hergestellt ist.
Außerdem führt der Stand der Technik von der Verwendung von
Superlegierungen auf Nickelbasis mit einem Kohlenstoffanteil
auf ultraniedrigem Pegel aus vier Hauptgründen weg. Erstens
wird in Druckschriften aus dem Stand der Technik wie Conaway,
"Machining the High-Nickel Alloys" auf Seite 254, und Zlatin et
al., "Machining Characteristics of Difficult to Machine
Materials" auf den Seiten 300 und 305-307 in 'Influence of
Metallurgy an Machinability' (American Society for Metals)
angegeben, daß die Bearbeitbarkeit durch zunehmende Härte
abnimmt. Überprüfungen bei der Entwicklung der Erfindung
zeigten, daß das Reduzieren des Kohlenstoffanteils deutlich zu
größerer Härte führte (Tabelle III). Daher mußte man erwarten,
daß durch die Verringerung des Kohlenstoffanteils die spanende
Bearbeitbarkeit abnehmen würde, jedoch gemäß der Erfindung ist
das Gegenteil richtig.
Zweitens lehren Dokumente aus dem Stand der Technik, wie
Conaway auf den Seiten 247-248, daß die Bearbeitbarkeit mit
zunehmender Festigkeit abnimmt. Prüfungen bei der Entwicklung
der Erfindung zeigten, daß durch die Reduzierung des Kohlen
stoffanteils die Festigkeit anstieg (Tabellen IV und V). Daher
hätte man wiederum erwartet, daß durch eine Verringerung des
Kohlenstoffanteils die Bearbeitbarkeit verschlechtert würde,
wohingegen durch die Erfindung das Umgekehrte der Fall ist.
Drittens wurde in Dokumenten aus dem Stand der Technik
berichtet, daß durch verringerten Kohlenstoffanteil die
Spannungsrißeigenschaften reduziert werden. Ein Beispiel eines
solchen Dokumentes aus dem Stand der Technik ist Stroup et al.,
"How Low-Carbon Contents Affect Superalloys", Metal Progress
(Feb. 1968). Stoup et al. berichteten, daß ein geringer
Kohlenstoffanteil in "INCONEL 718", welches der
Industriestandard für Anwendungen bei hohen Temperaturen und
Spannungen ist, die Spannungsrißeigenschaften verschlechterten.
Meyer berichtete in "Extra Low Carbon Alloy 718", Superalloys
1984 (The Metallurgical Society of AIME 1984) ebenfalls eine
nachteilige Beeinträchtigung hinsichtlich der
Spannungsrißeigenschaften, es sei denn, daß diese durch Zugabe
von Magnesium kompensiert wird. Das jüngste Dokument im Stand
der Technik, das lokalisiert wurde, Banix et al., "Ultra Fine
Grain/Ultra Low Carbon 718", Superalloys 718, 625 and Various
Derivatives (The Minerals, Metals & Materials Society 1991)
fährt damit fort, von der Verwendung eines Kohlenstoffanteils
auf ultraniedrigen Pegel in einer Superlegierung auf
Nickelbasis wegzuführen. Nicht nur lehrt Banix et al., daß
durch den reduzierten Kohlenstoffanteil die
Spannungsrißeigenschaften verschlechtert werden, sondern das
Dokument lehrt auch, daß die Reduktion des Kohlenstoffanteils
ökonomisch nicht durchführbar ist, weil die Kosten der
Reduzierung des Kohlenstoffanteils alle Vorteile überwiegen.
Schließlich hat ein Hauptlieferant von Superlegierungs-
Gußgegenständen auf Nickelbasis Bedenken geäußert, daß die
Reduzierung des Kohlenstoffanteil auf einen ultraniedrigen
Pegel die Fließfähigkeit der Superlegierung in ihrem
geschmolzenen Zustand vor dem Vergießen verringert, wodurch
möglicherweise die Porosität auf ein unannehmbares Maß
ansteigt, wenn der Gußgegenstand abgegossen wird.
Wenngleich Entwickler im Stand der Technik Schmiedegegenstände
hergestellt haben mögen, die einen chemischen Aufbau ähnlich zu
dem der Erfindung haben, sind die Schmiedegegenstände aus dem
Stand der Technik physikalisch von der Erfindung in wenigstens
dreierlei Hinsicht unterscheidbar. Erstens, im Stand der
Technik wurden Schmiedestücke hergestellt, d. h. es wurden
Brammen hergestellt, nicht aber ein Gußstück in einer Form, die
nahe an der Form der zu produzierenden Komponente liegt. Ein
Schmiedegegenstand hat eine mittlere Korngröße, die wesentlich
kleiner in der Fläche, wenigstens um eine oder zwei
Größenordnungen kleiner als die mittlere Korngröße eines
Gußgegenstands ist.
Zweitens weisen Schmiedegegenstände im wesentlichen keine
Seigerung oder Porosität auf, weil der Schmiedeprozeß dieselben
praktisch beseitigt. Im Gegensatz dazu weist ein Gußgegenstand
wenigstens etwas Seigerung und Porosität auf, selbst wenn der
Gußgegenstand isostatisch warmgepreßt wurde, wodurch typisch
Seigerungen und Prorosität reduziert werden. Gußgegenstände
werden zur Herstellung von Komponenten, die für relativ hohe
Temperaturen und Spannungen geeignet sein sollen, isostatisch
warmgepreßt, falls der Prozeß ein Schmieden ausschließt,
wohingegen Schmiedegegenstände gewöhnlich nicht isostatisch
warmgepreßt werden.
Drittens enthalten Schmiedegegenstände im wesentlichen keine
großen Karbide, weil durch den Schmiedeprozeß die großen
Karbide in kleinere Teilchen zersetzt werden. Im Vergleich dazu
weist ein Gußstück gemäß der Erfindung große Karbide auf, weil
das Schmieden entfallen ist.
Schließlich lassen sich, wie für Fachleute leicht einsehbar,
Gußgegenstände gemäß der Erfindung von Gußgegenständen aus
einer Superlegierung auf Nickelbasis aus dem Stand der Technik,
die bis nahe an die Endgestalt des herzustellenden Gegenstandes
herankommen, unterscheiden, weil die Erfindung im Vergleich mit
Gußgegenständen aus dem Stand der Technik vorsieht: einen
reduzierten Kohlenstoffanteil in der verwendeten Superlegierung
und eine beträchtliche Verbesserung der Bearbeitbarkeit.
Gemäß der Erfindung kann der Gußgegenstand isostatisch
warmgepreßt werden bei einer Temperatur und einem Druck, die
ausreichen, um die Seigerung und Porosität in der
Superlegierung auf Nickelbasis wesentlich zu reduzieren. Danach
kann der Gußgegenstand wärmebehandelt werden, um einen
vollständig ausgefällten, wärmebehandelten Zustand zu erzielen,
durch welchen die Festigkeit der Superlegierung wesentlich
erhöht wird. Im Anschluß an das isostatische Warmpressen und
die Wärmebehandlung weist der Gußgegenstand eine Standard-
Bearbeitbarkeitsrate von wenigstens 13% im Vergleich mit einem
AMS 5010 Stahl auf. Ein vergleichbarer Schmiedegegenstand würde
eine Bearbeitbarkeitsrate von 14 bis 18% aufweisen.
Ein mehrstufiges Verfahren zur Herstellung einer spanend
bearbeiteten Komponente aus einer Superlegierung auf
Nickelbasis mit verbesserter Bearbeitbarkeit ist
erfindungsgemäß ebenfalls geschaffen. Der erste Schritt des
Verfahrens ist, eine Superlegierung auf Nickelbasis
herzustellen, die eine Zusammensetzung in Gew.-% von bis zu 0,02
Kohlenstoff, 0-0,015 Phosphor, 0-0,015 Schwefel, 17,00-
21,00 Chrom, 50,00-55,00 Nickel, 2,80-3,30 Molybdän, 4,40-
5,50 Niob und Tantal kombiniert, 0,30-0,80 Aluminium, 0,65-
1,15 Titan, 0-0,006 Bor, 0-0,35 Mangan, 0-1,00 Kobalt,
0-0,35 Silizium, 0-0,30 Kupfer und Eisen als Rest aufweist.
Dann wird ein Gußstück aus der Superlegierung aus Nickelbasis
hergestellt, wonach im letzten Schritt das Gußstück spanend
bearbeitet wird, um die bearbeitete Komponente herzustellen.
Das Verfahren kann auch andere Schritte enthalten, prinzipiell
das isostatische Warmpressen des Gußgegenstands, gefolgt von
einer Wärmebehandlung des Gußgegenstands bis zum vollständig
ausgefällten Zustand, bevor das Gußstück zur Herstellung der
bearbeiteten Komponente bearbeitet wird.
Zusätzlich wird durch die Erfindung eine spanend bearbeitete
Komponente geschaffen, die durch einen bestimmten Prozeß
hergestellt wurde. Ferner ist die bearbeitete Komponente
geeignet für Anwendungen, bei denen die Komponente einer
Temperatur über 538°C (1000°F) unter Spannungen ausgesetzt
ist, wobei das Gußstück einen Standard-Bearbeitbarkeitsgrad von
wenigstens 13% im Vergleich zu einem AMS 5010 Stahl aufweist.
Das Verfahren zum Herstellen der spanend bearbeiteten
Komponente enthält als ersten Schritt die Herstellung einer
Superlegierung auf Nickelbasis, die in Gew.-% bis zu 0,02
Kohlenstoff, 0-0,015 Phosphor, 0-0,015 Schwefel, 17,00-
21,00 Chrom, 50,00-55,00 Nickel, 2,80-3,30 Molybdän, 4,40-
5,50 Niob und Tantal kombiniert, 0,30-0,80 Aluminium, 0,65-
1,15 Titan, 0-0,006 Bor, 0-0,35 Mangan, 0-1,00 Kobalt,
0-0,35 Silizium, 0-0,30 Kupfer sowie Eisen als Rest
aufweist.
Danach wird ein Gußstück aus der Superlegierung auf Nickelbasis
hergestellt und wärmebehandelt, um einen
ausscheidungsgehärteten Zustand zu erzielen, gefolgt von der
spanenden Bearbeitung des Gußstückes, um die bearbeitete
Komponente herzustellen. Vor der Wärmebehandlung kann, der
Gußgegenstand isostatisch warmgepreßt werden.
Durch die Erfindung wird ferner ein Gußgegenstand einer
Superlegierung auf Nickelbasis geschaffen, der verbesserte
Eigenschaften für eine spanende Bearbeitung aufweist und eine
Zusammensetzung in Gew.-% von bis zu 0,02 Kohlenstoff, 0-0,015
Phosphor, 0-0,015 Schwefel, 17,00-21,00 Chrom, 50,00-
55,00 Nickel, 2,80-3,30 Molybdän, 4,40-5,50 Niob und Tantal
zusammen, 0,30-0,80 Aluminium, 0,65-1,15 Titan, 0-0,006
Bor, 0-0,35 Mangan, 0-1,00 Kobalt, 0-0,35 Silizium, 0-
0,30 Kupfer sowie Eisen als Rest aufweist. Das Gußstück hat die
physikalischen Unterscheidbarkeitsmerkmale, daß es eine
Bearbeitbarkeitsrate aufweist, die wesentlich größer ist, als
wenn die Superlegierung auf Nickelbasis einen Kohlenstoffanteil
von wenigstens 0,038 Gew.-% hätte.
Weiter wird durch die Erfindung ein Gußgegenstand aus einer
Superlegierung auf Nickelbasis mit verbesserten
Bearbeitbarkeitseigenschaften und reduziertem Kohlenstoffanteil
in einer Zusammensetzung von weniger als 0,020 Gew.-%
Kohlenstoff geschaffen. Zusätzlich enthält es eine oder mehr
der folgenden Elemente: Titan, Niob, Tantal oder Hafnium. Die
Menge irgendeines der Elemente in der vorgenannten Gruppe ist
einzeln oder in Kombination mit anderen Elementen der Gruppe in
der Superlegierung ausreichend, die Bildung von Karbiden zu
fördern. Der Gußgegenstand hat eine Bearbeitbarkeitsrate, die
wesentlich größer ist als ein im wesentlichen identischer
Gußgegenstand einer zweiten Superlegierung auf Nickelbasis, die
jedoch einen Kohlenstoffanteil von wenigstens 0,030 Gew.-%
aufweist.
Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die
Zeichnung erläutert.
Fig. 1 ist eine Mikrophotographie der ungeätzten,
feingegossenen Standard-"INCONEL 718"-Superlegierung (mit einem
Kohlenstoffanteil im Bereich von 0,038-0,042 Gew.-%), die
während der Entwicklung der Erfindung getestet wurde, in 50-
facher Vergrößerung.
Fig. 2 tst eine Mikrophotographie der geätzten, feingegossenen
Standard-"INCONEL 718"-Superlegierung (mit einem
Kohlenstoffanteil im Bereich von 0,038-0,042 Gew.-%), die bei
der Entwicklung der Erfindung getestet wurde, in 100-facher
Vergrößerung.
Fig. 3 ist eine Mikrophotographie der ungeätzten,
feingegossenen "INCONEL 718"-Superlegierung mit ultraniedrigem
Kohlenstoffanteil (mit einem Kohlenstoffanteil im Bereich von
0,014 bis 0,017 Gew.-%), die bei der Entwicklung der Erfindung
getestet wurde, in 50-facher Vergrößerung.
Fig. 4 ist eine Mikrophotographie der geätzten, feingegossenen
"INCONEL 718"-Superlegierung mit ultrageringem
Kohlenstoffanteil (mit einem Kohlenstoffanteil im Bereich von
0,014 bis 0,017), die während der Entwicklung der Erfindung
getestet wurde, in 100-facher Vergrößerung.
Fig. 5 ist eine Mikrophotographie der ungeätzten,
feingegossenen "INCONEL 718"-Superlegierung mit ultrageringem
Kohlenstoffanteil (mit einem Kohlenstoffanteil im Bereich von
0,009 bis 0,013), die bei der Entwicklung der Erfindung
getestet wurde, in 50-facher Vergrößerung.
Fig. 6 ist eine Mikrophotographie der geätzten, feingegossenen
"INCONEL 718"-Superlegierung mit ultrageringem
Kohlenstoffanteil (mit einem Kohlenstoffanteil im Bereich von
0,009 bis 0,013), die während der Entwicklung der Erfindung
getestet wurde, in 100-facher Vergrößerung.
Fig. 7 ist eine Mikrophotographie der ungeätzten,
feingegossenen "INCONEL 718"-Superlegierung mit ultrageringem
Kohlenstoffanteil. (mit einem Kohlenstoffanteil im Bereich von
0,0057 bis 0,008), die während der Entwicklung der Erfindung
getestet wurde, in 50-facher Vergrößerung.
Fig. 8 ist eine Mikrophotographie der geätzten, feingegossenen
"INCONEL 718"-Superlegierung mit ultrageringem
Kohlenstoffanteil (mit einem Kohlenstoffanteil im Bereich von
0,0057 bis 0,008), die während der Entwicklung der Erfindung
getestet wurde, in 100-facher Vergrößerung.
Fig. 9 ist ein Schliffbild der geätzten Standard-"INCONEL
718"-Superlegierung in 100-facher Vergrößerung, geschmiedet und
bis zu dem ausscheidungsgehärteten Zustand wärmebehandelt.
Fig. 10 ist eine Mikrophotographie der geätzten,
feingegossenen Standard-"INCONEL 718"-Superlegierung, die bis
zum ausscheidungsgehärteten Zustand wärmebehandelt wurde, in
100-facher Vergrößerung.
Fig. 11 ist eine Mikrophotographie der geätzten,
feingegossenen Standard-"INCONEL 718"-Superlegierung, die
isostatisch warmgepreßt und bis zum ausscheidungsgehärteten
Zustand wärmebehandelt wurde, in 100-facher Vergrößerung.
Ein Schlüsselaspekt der Erfindung liegt in der Reduktion des
Kohlenstoffanteils in Superlegierungen auf Nickelbasis, um die
Bearbeitbarkeits-Eigenschaften zu verbessern. Wie es im Stand
der Technik bekannt ist, kann der Kohlenstoffanteil in einer
Superlegierung durch Wärmen der Superlegierung unter
kontrollierten Druckbedingungen reduziert werden, wodurch
Kohlenstoff aus der Verbindung als Gas entweicht, oder durch
Verwendung hochreiner Elementmaterialien.
Wenngleich erwartet wird, daß die Erfindung auf alle
Superlegierungen auf Nickelbasis zutrifft, wurden
Untersuchungen insoweit lediglich mit einer Superlegierung auf
Nickelbasis durchgeführt, die im wesentlichen identisch zu
einer Superlegierung ist, die von der International Nickel
Company unter dem Warenzeichen "INCONEL 718" verkauft wird,
außer daß der Kohlenstoffanteil beträchtlich reduziert ist,
wodurch eine verbesserte Form der Superlegierung hergestellt
wurde, die hier als "INCONEL 718"-Superlegierung mit
ultrageringem Kohlenstoffanteil bezeichnet wird.
(repräsentative Kohlenstoffanteile in der "INCONEL 718"-
Superlegierung mit ultrageringem Kohlenstoffanteil werden unten
in Gew.-% in der Verbindung beschrieben.)
Anfängliche Entwicklungsanstrengungen zur Erzielung der
Erfindung wurden auf die "INCONEL 718"-Superlegierung mit
ultrageringem Kohlenstoffanteil gerichtet, weil die "INCONEL
718"-Superlegierung zum Industriestandard für Anwendungen bei
hoher Temperatur und hohen Spannungen wurde. Hauptanwender der
"INCONEL 718"-Superlegierung spezifizieren, daß der
Kohlenstoffanteil in Gew.-% wenigstens 0,02 bis 0,03 betragen
muß. Wenngleich im Vorstehenden der extreme Minimalbereich des
Kohlenstoffanteils angegeben wurde, der im Stand der Technik
für die "INCONEL 718"-Superlegierung für akzeptabel gehalten
wurde, ist der typische Kohlenstoffanteil in der "INCONEL 718"-
Superlegierung, wie sie in der Industrie verwendet wird, stets
etwas größer als der angegebene Minimalanteil.
Beispielsweise haben Versuche während der Entwicklung der
Erfindung gezeigt, daß ein Lieferant der "INCONEL 718"-
Superlegierung eine Menge der "INCONEL 718"-Superlegierung
vorsah, die einen Kohlenstoffanteil von annähernd 0,042 Gew.-%
hatte (die Analyse des Lieferanten gab an, daß der
Kohlenstoffanteil 0,038 Gew.-% betrug) als angefragt wurde, die
"INCONEL 718"-Superlegierung mit einem minimalen
Kohlenstoffanteil von 0,03 Gew.-% zu liefern. Tabelle I zeigt
den Bereich von Elementen für die "INCONEL 718"-Superlegierung,
der von einem Hauptanwender der "INCONEL 718"-Superlegierung
als akzeptabel spezifiziert wird, und die aktuelle Laboranalyse
der Standard-"INCONEL 718"-Superlegierung, die von einem
Lieferanten bereitgestellt wurde, als er aufgefordert wurde,
die "INCONEL 718"-Superlegierung in Übereinstimmung mit den
vorgesehenen akzeptablen Bereichen zu liefern. Zusätzlich zeigt
Tabelle I die Komponenten in drei Verbindungen der "INCONEL
718"-Superlegierung mit ultrageringem Kohlenstoffanteil, die
während der Entwicklung der Erfindung getestet wurde.
Es wird darauf hingewiesen, daß Nb + Ta (Niob + Tantal) im
weiteren in der Beschreibung und in den Ansprüchen bedeutet,
daß das kombinierte Gesamtgewicht von Niob und Tantal zusammen
in dem spezifizierten Bereich liegen muß. Mit anderen Worten
ist es für sich allein nicht ausreichend, daß Niob und Tantal
beide individuell innerhalb des angegebenen Bereiches liegen.
Ein anderer Hauptanwender fordert, daß Lieferanten die bekannte
Standard-"INCONEL 718"-Superlegierung gemäß der folgenden
Bereiche für die Elemente in Gew.-% vorsehen: 0,02-0,08
Kohlenstoff, 0-0,015 Phosphor, 0-0,015 Schwefel, 17,00-
21,00 Chrom, 50,00-55,00 Nickel, 2,80-3,30 Molybdän, 4,40-
5,40 Niob + Tantal, 0,30-0,70 Aluminium, 0,65-1,15 Titan,
0-0,006 Bor, 0-0,35 Mangan, 0-1,00 Kobalt, 0-0,35
Silizium, 0-0,30 Kupfer sowie Eisen als Rest. Wie
ersichtlich, gibt es eine geringe Variation in den akzeptablen
Bereichen, die von zwei Hauptanwendern der bekannten Standard-
"INCONEL 718"-Superlegierung angegeben werden. Beispielsweise
können nach Tabelle I Niob und Tantal kombiniert im Bereich von
4,75 bis 5,50 Gew.-% liegen, wohingegen der andere Hauptanwender
der "INCONEL 718"-Superlegierung dieselben kombinierten
Elemente im Bereich von 4,40 bis 5,40 Gew.-% spezifiziert.
In der ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung hat die
"INCONEL 718"-Superlegierung mit geringem Kohlenstoffanteil
eine Zusammensetzung wie in der zweiten Spalte der Tabelle I,
ausgenommen jedoch den Kohlenstoffanteil. In alternativen
Ausführungsformen hat eine "INCONEL 718"-Superlegierung mit
geringem Kohlenstoffanteil eine Zusammensetzung, wieder mit
Ausnahme von Kohlenstoff, wie in dem unmittelbar vorstehenden
Absatz.
Der Minimalanteil von Kohlenstoff entweder nach der bevorzugten
Ausführungsform oder nach der alternativen Ausführungsform für eine
Superlegierung auf Nickelbasis gemäß der Erfindung, wie die
"INCONEL 718"-Superlegierung mit geringem Kohlenstoffanteil,
ist nicht klar definiert, kann jedoch kleiner als 0,005% sein.
Der maximale Kohlenstoffanteil muß jedoch kleiner als 0,020 Gew.-%
sein. Wie früher erwähnt, wurden zum Vergleich aktuelle
Labortests mit einer Superlegierung auf Nickelbasis, die im
wesentlichen, mit Ausnahme hinsichtlich des reduzierten
Kohlenstoffanteils, identisch zu der "INCONEL 718"-
Superlegierung war, und mit der "INCONEL 718"-Superlegierung
nach dem Industriestandard durchgeführt, die einen
Kohlenstoffanteil im Bereich von 0,038 bis 0,042 Gew.-% hat (wie
später diskutiert, wurde ein Herstellungstest auch mit einer
"INCONEL 718"-Superlegierung mit geringem Kohlenstoffanteil von
etwa 0,007 Gew.-% durchgeführt).
Laboranalysen zeigten, daß der höchste Kohlenstoffanteil in der
"INCONEL 718"-Superlegierung mit geringem Kohlenstoffanteil,
die getestet wurde, 0,017 Gew.-% betrug, wohingegen eine Analyse
des Lieferanten der "INCONEL 718"-Superlegierung mit geringem
Kohlenstoffanteil angab, daß der höchste Wert des
Kohlenstoffanteils 0,014 Gew.-% betrug. Ähnlich gab eine
Laboranalyse an, daß die niedrigsten Werte von Kohlenstoff in
der "INCONEL 718"-Superlegierung mit ultrageringem
Kohlenstoffanteil 0,008 Gew.-% betrug, wohingegen eine Analyse
des Lieferanten der "INCONEL 718"-Superlegierung mit
ultrageringem Kohlenstoffanteil den untersten Wert von
Kohlenstoff mit 0,0057 Gew.-% angab.
Untersuchungen zeigten, daß eine Verringerung des
Kohlenstoffanteils in der "INCONEL 718"-Superlegierung unter
den der Superlegierung aus dem Stand der Technik die
Bearbeitbarkeitseigenschaften signifikant verbessern. Die
Zusammensetzung der "INCONEL 718"-Superlegierung mit
ultrageringem Kohlenstoffanteil, die während der Entwicklung
der Erfindung untersucht wurde und den geringsten
Kohlenstoffanteil hatte, hatte eine Kohlenstoffanteil im
Bereich von 0,0057 bis 0,008 Gew.-%. Daher stehen Daten nicht
zur Verfügung, durch welche die Bearbeitbarkeit einer "INCONEL
718"-Superlegierung mit einem verringerten Kohlenstoffanteil
unter 0,0057 Gew.-% definiert werden.
Dennoch ist es klar, daß signifikante Verbesserungen in der
Bearbeitbarkeit mit einem Kohlenstoffanteil unter dem
Minimalwert von 0,020% für die Standard-"INCONEL 718"-
Superlegierung erzielt werden können, der von wenigstens einem
Hauptanwender der "INCONEL 718"-Superlegierung spezifiziert
ist. Tatsächlich wurde eine kontinuierliche Verbesserung der
Bearbeitbarkeits-Eigenschaften der "INCONEL 718"-Superlegierung
beobachtet, wenn ihr Kohlenstoffanteil über den Bereich von
0,042 bis 0,008 Gew.-% hin verringert wurde. Daher ist es sehr
wahrscheinlich, daß eine Verringerung des Kohlenstoffanteils
auf einen Wert, der kleiner als 0,0057 oder 0,008 Gew.-% ist,
weitere Verbesserungen in der Bearbeitbarkeit erbringen. Die
kontinuierliche Verbesserung der Bearbeitbarkeit mit
abnehmendem Kohlenstoffanteil ist in Tabelle II gezeigt.
Aus Tabelle II ist ersichtlich, daß auf Basis einer
Lieferantenanalyse des Kohlenstoffanteils eine kontinuierliche
Verbesserung in der Bearbeitbarkeit über den Bereich hin sich
ergab, wenn der Kohlenstoffanteil von etwa 0,038 bis 0,0057 Gew.-%
verringert wurde.
Außerdem wurden Herstellungstests, nicht nur reine
Laboranalysen, mit einer Superlegierung auf Nickelbasis mit
ultrageringem Kohlenstoffanteil während der Entwicklung der
Erfindung durchgeführt. Die Herstellungstests wurden an einer
Superlegierung durchgeführt, die eine Zusammensetzung gemäß den
Bereichen für die erste bevorzugte Ausführungsform der
Erfindung hatte, wobei der Kohlenstoffanteil auf 0,007 Gew.-%
verringert wurde. Herstellungstests, die später in dieser
Diskussion definiert werden, zeigten, daß die vorgenannte
"INCONEL 718"-Superlegierung mit ultrageringem
Kohlenstoffanteil einen nach Standardherstellung getesteten
Bearbeitbarkeitsgrad im Bereich von 20% bis 30% hatte. Im
Gegensatz zu der vorgenannten "INCONEL 718"-Superlegierung mit
ultrageringem Kohlenstoffanteil hatte die Standard-"INCONEL
718"-Superlegierung mit einem Kohlenstoffanteil von 0,050 Gew.-%
einen nach Standardherstellung getesteten Bearbeitbarkeitsgrad
von im Mittel 8% bis 13%.
Es mag an dieser Stelle hilfreich sein, zu diskutieren, wie die
Grade der Bearbeitbarkeit objektiv bestimmt werden. Ein AMS
5010-Stahl wird als Standard beim Messen der Bearbeitbarkeit
verwendet. Bei einer konstanten Bezugsgeschwindigkeit versagt
ein Werkzeug, das zum Bohren einer Bohrung in einem AMS 5010-
Stahl verwendet wird, nach dem Bohren einer Bohrung von
ungefähr 381 mm (15 inch) Länge in dem Stahl. Typisch werden
mehrere Bohrungen gebohrt, deren Gesamttiefe etwa 381 mm (15 inch)
beträgt, statt eine einzige Bohrung zu bohren, die diese
Länge hat. Ein im wesentlichen identisches Werkzeug wird zum
Bohren von Bohrungen in der Superlegierung verwendet, um deren
Bearbeitbarkeit zu bestimmen. Bei einem gewissen Prozentsatz
der Bezugsgeschwindigkeit wird das Werkzeug nach dem Bohren von
insgesamt 381 mm (15 inch) versagen. Der Prozentsatz der
Bezugsgeschwindigkeit für das Bohren von 381 mm (15 inch) in
der Superlegierung ist der Standard-Bearbeitbarkeitsgrad für
die Superlegierung.
Bearbeitbarkeitsgrade werden gewöhnlich auf die
Geschwindigkeitsprozente bezogen, weil Ingenieure mit der
Lebensdauer von Werkzeugen in Zeiteinheiten arbeiten und nicht
mit der Menge einer Superlegierung, die mit einem Werkzeug
entfernt wurde. Andere Typen von Bearbeitbarkeitsgraden werden
in der Industrie benutzt. Beispielsweise ist eine häufig
verwendete Methode zur Bestimmung des Bearbeitbarkeitsgrades
die Zeitspanne, in welcher ein Werkzeug benutzt werden kann,
bevor das Werkzeug bei einer bestimmten Geschwindigkeit in
einer Bezugslegierung versagt, wie von Gorsler, "The Effect of
HIP Densification on the Machinability of Cast Inconel 718"
(American Society of Metals 1983) auf Seite 205, und von Cook
"What is Machinability" (Influence of Metallurgy on
Machinability) auf Seite 13 angegeben. Leicht bearbeitbare
Legierungen, wie solche, die wesentliche Anteile an Aluminium
aufweisen, haben typisch Bearbeitbarkeitsgrade von wesentlich
mehr als 100%, wohingegen Superlegierungen auf Nickelbasis im
allgemeinen Grade von wesentlich weniger als 100% aufweisen.
Wie vorher erwähnt, wurden Herstellungstests mit einer "INCONEL
718"-Superlegierung mit ultrageringem Kohlenstoffanteil von
annähernd 0,007 Gew.-% durchgeführt. Die Versuche bestanden in
der Herstellung eines Diffusorgehäuses, welches eine hoher
Temperatur und hohen Spannungen ausgesetzte Komponente von
modernen Gasturbinenmaschinen ist, unter Anwendung des
Feingießens. Die Herstellungsuntersuchungen zeigten, daß die
Bearbeitbarkeitsgrade mit der Art der Bearbeitung variierten.
Beispielsweise betrugen die mittleren Bearbeitbarkeitsgrade für
das Drehen etwa 25% und für das Fräsen etwa 18%. Jedoch steht
der Standard-Bearbeitbarkeitsgrad für das Bohren, bei dem der
Bearbeitbarkeitsgrad im Mittel 25% beträgt. Zum Vergleich
betrug der mittlere Bearbeitbarkeitsgrad der Standard-"INCONEL
718"-Superlegierung mit einem Kohlenstoffanteil von etwa 0,050 Gew.-%
für das Bohren 8% bis 13%.
Die in Tabelle II angeführten Bearbeitbarkeitsgrade sind auf
Labortests, nicht auf Herstellungstests bezogen, die mit einem
Feingußstück jeder Superlegierung durchgeführt wurden, die
einer Standard-Wärmebehandlung unterworfen worden war, um den
ausscheidungsgehärteten Wärmebehandlungszustand zu erzielen.
Die Wärmebehandlung bis auf einen ausscheidungsgehärteten
Zustand wird nach dem isostatischen Warmpressen durchgeführt.
Andernfalls werden durch die isostatische Wärmebehandlung die
Materialeigenschaften beträchtlich verschlechtert, die für die
Anwendungen bei relativ hohen Temperaturen und Spannungen durch
die Wärmebehandlung bis zum ausscheidungsgehärteten Zustand
begünstigt werden. Ähnlich waren in die vorher erwähnten
Herstellungstests, bei welchen Diffusorgehäuse mit Hilfe des
Feingießens hergestellt wurden, das isostatische Warmpressen
des Feingußstücks, und danach, die Wärmebehandlung bis auf den
ausscheidungsgehärteten Zustand einbezogen.
Wie im Stand der Technik gut bekannt ist, wird der
ausscheidungsgehärtete Wärmebehandlungszustand erreicht, indem
die Superlegierung einem Heizprozeß unterworfen wird, durch
welchen Präzipitate, wie γ' und γ"-Präzipitate in der
Superlegierung gebildet werden, wodurch die Superlegierung sehr
viel härter wird. Daher stehen die Bearbeitbarkeitsgrade in
Tabelle II für diejenigen der Superlegierungen in deren soweit
bekannt härtesten, erzielbaren Zustand, gemessen nach einer
Rockwell-Härtenorm oder nach irgendeiner allgemein akzeptierten
Norm zur Härtemessung. Wie aus Tabelle 2 ersichtlich, scheint
die Verringerung im Kohlenstoffanteil eine Erhöhung in der
Härte zu erzeugen, was nach Angaben aus dem Stand der Technik,
wie nach Conaway und Zlatin et al. eine Verschlechterung in der
Bearbeitbarkeit anzeigen würde. Das Gegenteil wurde jedoch nach
der Erfindung gefunden.
Typisch wird das isostatische Warmpressen durch Erwärmen der
Superlegierung auf 1190 ± 14°C (2175 ± 25°F) bei einem Druck
von 103 MPa (15 KSI) während drei bis vier Stunden
durchgeführt. Zusätzlich unterwerfen wenigstens einige Anwender
der "INCONEL 718"-Superlegierung generell das Feingußstück
einer anfänglichen Wärmebehandlung, vor dem isostatischen
Warmpressen, bekannt als isostatische Vorwärm-
Homogenisierungsbehandlung. Die isostatische Vorwärm-
Homogenisierungsbehandlung eines Hauptanwenders der "INCONEL
718"-Superlegierung wird durchgeführt, indem der Gußgegenstand
in ein Teilvakuum gebracht wird und der Gußgegenstand auf
annähernd 1135°C (2075°F) während acht Stunden gewärmt wird,
gefolgt von einer Wärmebehandlung bei annähernd 1150°C (2100
°F) während sechzehn Stunden. Anschließend an das isostatische
Warmpressen kann das Feingußstück einer Standard-
Wärmebehandlung, im allgemeinen in einem mehrstufigen Prozeß,
unterzogen werden, um den ausscheidungsgehärteten Zustand zu
erhalten. Gewöhnlich wird der ausscheidungsgehärtete Zustand in
einem zweistufigen Prozeß erreicht, bei welchem die erste Stufe
eine Lösungswärmebehandlung durch Wärmen der Superlegierung auf
955 ± 14°C (1750 ± 25°F) für eine Stunde und dann das
Abkühlen in der Luft erfordert. Danach wird in der zweiten
Stufe der ausscheidungsgehärtete Zustand durch Wärmen der
Superlegierung auf 732 ± 14°C (1350 ± 25°F) während 8
Stunden, gefolgt von einem Abkühlen mit einer Rate von ungefähr 56
°C/h (100°F/h) auf ungefähr 663°C (1225°F) während acht
Stunden und dann dem Kühlen der Superlegierung in Luft. Frühere
Experimente geben an, daß konventionelle Superlegierungen auf
Nickelbasis, die der vorgenannten Behandlung unterzogen wurden,
sehr niedrige Bearbeitbarkeitsgrade aufweisen.
Wie früher angegeben, kann ein Feingußartikel einer
Superlegierung auf Nickelbasis nur schwieriger bearbeitet
werden als ein Schmiedestück aus der gleichen Superlegierung.
Noch schwieriger zu bearbeiten ist ein Feingußstück aus der
Superlegierung, das zur Erzielung eines ausscheidungsgehärteten
Zustands wärmebehandelt wurde. Endlich zeigen Erfahrungen, daß
das vorgenannte wärmebehandelte Feingußstück, das vor der
Wärmebehandlung zur Erzielung des ausscheidungsgehärteten
Zustandes isostatisch warmgepreßt wurde, am schwierigsten von
allen bearbeitbar ist, obwohl einige Stimmen im Stand der
Technik angeben, daß das isostatische Warmpressen keinen
nachteiligen Effekt auf die Bearbeitbarkeit hat. Die Erfahrung
zeigt auch, daß generell eine isostatische
Vorwärmhomogenisationsbehandlung vor dem isostatischen
Warmpressen die Bearbeitbarkeit des Feingußstückes aus der
Superlegierung nicht merklich beeinträchtigt.
Die Laboranalyse der Standard-"INCONEL 718"-Superlegierung im
ausscheidungsgehärteten Zustand und nach dem isostatischen
Warmpressen gab an, daß der höchste Standard-
Bearbeitbarkeitsgrad, der erzielt werden konnte, ungefähr 12%
betrug. Produktionserfahrungen mit der vorgenannten
Superlegierung zeigten Standard-Bearbeitbarkeitsgrade so
niedrig wie 6%. Im Gegensatz dazu ergab sich ein mittlerer
Standard-Bearbeitbarkeitsgrad der "INCONEL 718"-Superlegierung
mit ultrageringem Kohlenstoffanteil von 0,0057 bis 0,008 Gew.-%
im ausscheidungsgehärteten Zustand und nach dem isostatischen
Warmpressen von 18%. Produktionserfahrungen mit der
vorgenannten "INCONEL 718"-Superlegierung mit ultrageringem
Kohlenstoffanteil zeigten Bearbeitbarkeitsgrade von 18% bis
25% mit einem Mittelwert von ungefähr 20%.
Die Verbesserung in dem Bearbeitbarkeitsgrad bei der "INCONEL
718"-Superlegierung mit ultrageringem Kohlenstoffgehalt ist so
bezeichnend, daß die Bearbeitbarkeitsgrade für Gußstücke aus
dieser Superlegierung die Bearbeitbarkeitsgrade für vergleich
bare Schmiedestücke aus Standard-"INCONEL 718"-Superlegierung
überlappen. Beispielsweise hat ein Schmiedestück aus der
Standard-"INCONEL 718"-Superlegierung, die bis auf ausschei
dungsgehärteten Zustand wärmebehandelt wurde, typisch einen
Standard-Bearbeitbarkeitsgrad im Bereich von 14% bis 18%.
Wie aus der Tabelle II ersichtlich, überlappt sich der
vorgenannte Bereich des Bearbeitbarkeitsgrades mit dem der
"INCONEL 718"-Superlegierung mit ultrageringem
Kohlenstoffanteil, getestet im Laboratorium, welche Standard-
Bearbeitbarkeitsgrade von 14% bis 19% aufwies.
Mikrofotographische Vergleiche von Superlegierungen auf
Nickelbasis, die geschmiedet, feingegossen oder sowohl
feingegossen als auch isostatisch warmgepreßt waren, zeigen
Strukturunterschiede. Fig. 9 ist eine Mikrophotographie der
Standard-"INCONEL 718"-Superlegierung in geschmiedeter Form bei
100-facher Vergrößerung; als Kontrast ist Fig. 10 eine
Mikrophotographie der feingegossenen Standard-"INCONEL 718"-
Superlegierung in 100-facher Vergrößerung. Der erste wichtige
Unterschied ist, daß die gegossene "INCONEL 718"-Superlegierung
eine grobe Korngröße hat, wohingegen die geschmiedete "INCONEL
718"-Superlegierung eine feine Kornstruktur aufweist.
In Fig. 9 sind zahlreiche Körner sichtbar, jedoch nicht ein
einziges vollständiges Korn ist in Fig. 10 sichtbar. Die
Korngrößen in gegossenen Superlegierungen auf Nickelbasis sind
wenigstens um eine Größenordnung und gewöhnlich um wenigstens
drei bis vier Größenordnungen größer als bei der gleichen
Superlegierung in geschmiedeter Form. Wie aus Fig. 9
ersichtlich, haben die Körner annähernd die Form unregelmäßiger
Polygone.
Typisch reicht der wirksame Durchmesser der Körner von 0.076
bis 0,127 mm (0,003 bis 0,005 inch) in geschmiedeten
Gegenständen aus der "INCONEL 718"-Superlegierung, was
insgesamt einer ASTM-Korngrößenzahl von 3 bis 5 entspricht. Im
Vergleich reicht der wirksame Durchmesser der Körner in
gegossenen Gegenständen aus der "INCONEL 718"-Superlegierung
von 2,03 bis 6,35 mm (0,08 bis 0,25 inch) entsprechend einer
ASTM-Korngrößenzahl größer als 0 dem größten Wert der
Korngröße, der in der ASTM-Norm vorgesehen ist. So ist der
mittlere Kornbereich in geschmiedeten Gegenständen aus der
"INCONEL 718"-Superlegierung etwa 0,0339 mm2 (0,00006 square
inch) im Vergleich mit einem mittleren Korngrößenbereich von
13,55 mm2 (0,021 square inch) bei gegossenen Gegenständen aus
der "INCONEL 718"-Superlegierung. Gewöhnlich beträgt der
mittlere Korngrößenbereich in Gußgegenständen wenigstens 0,065 mm2
(0,0001 square inch).
Fig. 11 ist eine Mikrophotographie der feingegossenen "INCONEL
718"-Superlegierung, die isostatisch warmgepreßt wurde, in 100-
facher Vergrößerung. Im Vergleich von Fig. 11 mit Fig. 10
kann beobachtet werden, daß durch das isostatische Warmpressen
die Seigerung reduziert wird, d. i. die Superlegierung wird
homogener. Genauer gesagt weist ein Feingußstück aus einer
Superlegierung auf Nickelbasis, das nicht isostatisch
warmgepreßt wurde, höhere Konzentrationen eines einzelnen
Elementes oder einzelner Elemente auf, wie sie in inhomogenen
Ausseigerungen, anders als gleichmäßig verteilt in der
Superlegierung, vorliegen.
Ferner sind Schmiedegegenstände aus einer Superlegierung auf
Nickelbasis deutlich homogener als Feingußgegenstände derselben
Superlegierung. Wenn man beispielsweise Fig. 9 mit Fig. 10
vergleicht, finden sich in Fig. 10 deutlich größere dunklere
Bereiche, von denen Seigerung angegeben wird. Wenn weiter Fig.
9 mit Fig. 11 verglichen wird, ist ersichtlich, daß obwohl das
isostatische Warmpressen die Seigerung von Fig. 10 zu Fig. 11
verringert hat, die dunkleren Flächen der Seigerung in Fig. 11
im Mittel immer noch wesentlich größer sind als die dunklen
Seigerungsbereiche in Fig. 9.
Bei der "INCONEL 718"-Superlegierung enthalten die Seigerungen
primär Niob. Durch die isostatische Vorhomogenisierungs-
Wärmebehandlung, die früher beschrieben wurde, wird die
Seigerung ebenfalls verringert. Zur Bestimmung, ob ein
Feingußstück geeignet isostatisch warmgepreßt wurde, wird der
Anwender der Superlegierungen typisch eine Mikrophotographie
des Gußgegenstands mit einer Reihe von Mikrophotographien
vergleichen, die eine akzeptable Norm definieren und
verschiedene Seigerungspegel angeben.
Es wird darauf hingewiesen, daß die Fig. 9 bis 11, obwohl
sie die Standard-"INCONEL 718"-Superlegierung zeigen, nicht
Figuren der Standard-"INCONEL 718"-Superlegierungsverbindung
sind, die während der Entwicklung der Erfindung getestet wurde.
Weiter zeigen die Fig. 9 bis 11 eine "INCONEL 718"-
Superlegierung, die bis zum Erreichen des
ausscheidungsgehärteten Zustands wärmebehandelt wurde. Endlich
ist Fig. 11 eine Mikrophotographie der "INCONEL 718"-
Superlegierung, die isostatisch warmgepreßt wurde und einer
isostatischen Vorhomogenisierungs-Warmbehandlung unterzogen
wurde, wie früher beschrieben, wodurch ebenfalls die Seigerung
in einer Superlegierung auf Nickelbasis verringert wird.
Mikrophotographien der aktuellen Superlegierungen, die während
der Entwicklung der Erfindung getestet wurden, sind in den
Fig. 1 bis 8 gezeigt. Die Fig. 1 bis 8 repräsentieren die
getesteten Superlegierungen im ausscheidungsgehärteten Zustand
nach Wärmebehandlung, nachdem die Superlegierungen isostatisch
warmgepreßt waren. Jedoch wurden die getesteten
Superlegierungen einer isostatischen Vorhomogenisations-
Wärmebehandlung nicht unterzogen. Daher zeigen die Fig. 1
bis 8 etwas mehr Seigerungen, als wenn die Superlegierungen
einer isostatischen Vorhomogenisations-Wärmebehandlung vor dem
isostatischen Warmpressen unterzogen worden wären.
Fig. 2, 4, 6 und 8 sind Mikrophotographien der geätzten
Superlegierungen auf die in den Tabellen I bis IV Bezug
genommen wird und die im Labor während der Entwicklung der
Erfindung getestet wurden. Die zum Ätzen der Superlegierung
verwendete Säure greift unterschiedliche Phasen der
Superlegierungen unterschiedlich stark an, wodurch die
Mikrostruktur jeder Superlegierung gezeigt wird. Fig. 2 zeigt
die typische Mikrostruktur der Standard-"INCONEL 718"-
Superlegierung mit einem Kohlenstoffanteil von 0,038 bis 0,042 Gew.-%,
wohingegen die Fig. 4, 6 und 8 die typische
Mikrostruktur der "INCONEL 718"-Superlegierungen mit
ultrageringem Kohlenstoffanteil von 0,014 bis 0,017, 0,009 bis
0,013 bzw. 0,0057 bis 0,008 Gew.-% zeigen.
Im Gegensatz dazu sind die Fig. 1, 3, 5 und 7
Mikrophotographien ungeätzter Superlegierungen, auf die in den
Tabellen I bis IV Bezug genommen wird und die während der
Entwicklung der Erfindung im Labor getestet wurden. Um die
Mikrophotographien vorzubereiten, wurde die Oberfläche der
Superlegierungen mit einem feinen Schleifmittel poliert. Da die
Karbide in den Superlegierungen entsprechend widerstandsfähiger
gegen Abrieb sind als der Rest der Superlegierung, illustrieren
die Mikrophotographien der ungeätzten Superlegierungen am
besten die Anwesenheit von Karbiden. Fig. 1 ist eine
Mikrophotographie der ungeätzten Standard-"INCONEL 718"-
Superlegierung, wohingegen die Fig. 3, 5, 7
Mikrophotographien der ungeätzten "INCONEL 718"-
Superlegierungen mit ultrageringem Kohlenstoffanteil von 0,014
bis 0,017, 0,009 bis 0,013 bzw. 0,0057 bis 0,008 Gew.-%
darstellen.
Wenn man Fig. 7, welche die "INCONEL 718"-Superlegierung mit
ultrageringem Kohlenstoffanteil von 0,0057 bis 0,008 Gew.-%
zeigt, mit Fig. 1 vergleicht, in welcher die Standard-"INCONEL
718"-Superlegierung gezeigt ist, ist ersichtlich, daß der
Anteil von Karbiden in der "INCONEL 718"-Superlegierung mit
ultrageringem Kohlenstoffanteil deutlich verringert ist.
Speziell sind in Fig. 7 (die "INCONEL 718"-Superlegierung mit
ultrageringem Kohlenstoffanteil) ungefähr 2 Karbidteilchen
sichtbar, wohingegen in Fig. 1 (die Standard-"INCONEL 718"-
Superlegierung) ungefähr 21 Karbidteilchen sichtbar sind.
Der in jeder der Fig. 1, 3, 5 und 7 dargestellte
Flächenbereich beträgt annähernd 3,88 mm2 (0,06016 square
inch). Die Karbidteilchen die in den Fig. 1, 3, 5 und 7
sichtbar sind, haben einen mittleren Durchmesser, der typisch
von 5 bis 15 µm reicht. Daher gibt es in Fig. 7 (die "INCONEL
718"-Superlegierung mit ultrageringem Kohlenstoffanteil)
ungefähr 333 Karbidteilchen pro 645 mm2 (1 square inch), die
einen mittleren Durchmesser von wenigstens 5 µm haben. Im
Vergleich dazu gibt es in Fig. 1 (die Standard-"INCONEL 718"-
Superlegierung) etwa 3491 Karbidteilchen pro 645 mm2 (1 square
inch), die einen Durchmesser von wenigsten 5 µm haben.
Ein ähnlicher Trend kann durch den Vergleich der Fig. 3 und
5, die beide die "INCONEL 718"-Superlegierungen mit
ultrageringem Kohlenstoffanteil zeigen, mit Fig. 1 der
Standard-"INCONEL 718"-Superlegierung beobachtet werden.
Beispielsweise sind in Fig. 5, von der die "INCONEL 718"-
Superlegierung mit ultrageringem Kohlenstoffanteil von 0,009
bis 0,013 gezeigt wird, drei Karbidteilchen oder etwa 499
Karbidteilchen pro 645 mm2 (1 square inch) mit einem mittleren
Durchmesser von wenigstens 5 µm sichtbar. In Fig. 3, von
welcher die "INCONEL 718"-Superlegierung mit ultrageringem
Kohlenstoffanteil von 0,014 bis 0,017 Gew.-% gezeigt wird, sind
16 Karbidteilchen oder etwa 2660 Karbidteilchen pro 645 mm2 (1
square inch) mit einem mittleren Durchmesser von wenigstens 5 µm
sichtbar.
Es wird darauf hingewiesen, daß dieses nicht eine
Standardschätzung der Menge von Karbidteilchen ist, die typisch
in Superlegierungen vorhanden sind. Ein Standardweg der
Schätzung der Menge von vorhandenen Karbidteilchen, würde es
sein, eine Sammlung von wenigstens 50 Teilbildern jeder
Superlegierung zu verwenden, statt ein repräsentatives Teilbild
willkürlich auszuwählen. Zusätzlich würde jedes Teilbild eine
Standard-Mikrophotographie sein, wie sie von den Fachleuten in
üblicher Weise angefertigt wird.
Bezogen auf diese Sache ist, daß Karbide in einem
Schmiedegegenstand aus einer Superlegierung auf Nickelbasis
wesentlich kleiner als Karbide sind, die in einem Feingußstück
der gleichen Superlegierung vorhanden sind. In Fig. 9
beispielsweise, welche die geschmiedete Standard-"INCONEL 718"-
Superlegierung zeigt, sind bei einer 100-fachen Vergrößerung
keine Karbidteilchen sichtbar. Im Gegensatz dazu sind in den
Fig. 10 und 11, von welchen Gußgegenstände der gleichen
Superlegierung gezeigt werden, zahlreiche Karbide sichtbar,
welche in den kleinen weißen Flächen innerhalb der dunkleren
Flächen von Seigerungen vorhanden sind. Typisch haben
Karbidteilchen in einem Gußgegenstand, wie diejenigen, die in
den Fig. 1 bis 8, 10, 11 gezeigt sind, einen mittleren
Durchmesser, der von 5 bis 15 µm reicht. Karbidteilchen in
Schmiedestücken wie nach Fig. 9 haben jedoch eine viel
kleinere Größe.
Weiter zeigten vorläufige Versuche während der Entwicklung der
Erfindung bei einer "INCONEL 718"-Superlegierung mit
ultrageringem Kohlenstoffanteil von annähernd 0,01 Gew.-% eine
Karbidverringerung von etwa 75% gegenüber der Standard-
"INCONEL 718"-Superlegierung, welche einen Kohlenstoffanteil
von annähernd 0,06 Gew.-% aufwies. Die Verringerung von
annähernd 75% ist bezogen auf 40 bis 60 Teilbilder der
"INCONEL 718"-Superlegierung mit ultrageringem
Kohlenstoffanteil im Vergleich mit der Standard-"INCONEL 718"-
Superlegierung. Bei den vorläufigen Untersuchungen wurden
Standard-Bearbeitbarkeitsgrade für die Superlegierungen nicht
bestimmt, jedoch wurde gefunden, daß die Werkzeuglebensdauer
bei Bearbeitung der "INCONEL 718"-Superlegierung mit
ultrageringem Kohlenstoffanteil etwa drei Mal länger war, als
bei Bearbeitung der Standard-"INCONEL 718"-Superlegierung.
Daher war der Bearbeitbarkeitsgrad für die "INCONEL 718"-
Superlegierung mit ultrageringem Kohlenstoffanteil deutlich
geringer als der Standard-"INCONEL 718"-Superlegierung.
Die Elemente, von denen die Bildung von Karbiden in
Superlegierungen begünstigt werden, sind gewöhnlich Titan,
Niob, Tantal und Hafnium. Niob ist in der "INCONEL 718"-
Superlegierung das Element, das primär für die Bildung von
Karbiden verantwortlich ist.
Wie vorher diskutiert, wird durch isostatisches Warmpressen die
Porosität wie auch die Seigerung in einem Feingußgegenstand
verringert. Jedoch ist das Ausmaß der Porosität in einem
Feingußstück eine Funktion der Abmessungen des Gußstückes.
Kleinere Gußstücke weisen eine geringere Porosität auf, und das
Gegenteil ist der Fall für größere Gußstücke.
Durch isostatisches Warmpressen wird ein unbedeutender Effekt
auf die Korngröße in Feingußgegenständen aus Superlegierungen
auf Nickelbasis ausgeübt, wie durch den Vergleich zwischen der
"INCONEL 718"-Superlegierung, die feingegossen und isostatisch
warmgepreßt wurde, gemäß Fig. 11, mit dem gleichen
Feingußgegenstand nach Fig. 10 ersichtlich, welches nicht
isostatisch warmgepreßt wurde. Nach beiden Fig. 10 und 11
sind die Korngrößen so groß, daß ein einziges Korn in den
Mikrophotographien nicht vollständig sichtbar ist. In Tabelle
III ist die mittlere Rockwellhärte und die Korngröße für
diverse feingegossene isostatisch warmgepreßte Superlegierungen
aufgelistet, die bis auf den ausscheidungsgehärteten Zustand
wärmebehandelt wurden.
Wie früher angegeben, führt eine Verringerung des
Kohlenstoffanteils nicht zu einer wesentlichen Beeinträchtigung
der Widerstandsfähigkeit der Superlegierung gegen hohe
Temperaturen und Spannungsrisse. Tatsächlich geben die Daten
eine erhöhte Festigkeit und deutlich verbesserte
Spannungsrißeigenschaften an. Diese Verbesserungen sind
insbesondere aus zwei Gründen überraschend. Erstens wird im
Stand der Technik wie bei Conaway auf den Seiten 247 bis 248
gelehrt, daß durch eine erhöhte Festigkeit die Bearbeitbarkeit
abnimmt. Daher würde man nicht eine verbesserte Bearbeitbarkeit
erwarten, wenn die Festigkeitseigenschaften erhöht werden.
Zweitens gibt es im Gegensatz zu der Angabe von Strop et al.,
Moyer und Banix et al. eine bedeutende Verbesserung in den
Spannungsrißeigenschaften bei verringertem Kohlenstoffanteil.
Tabelle IV zeigt die Zugfestigkeitseigenschaften bei
650°C (1200°F) und die moderaten Rißeigenschaften bei 650°C
(1200°F) und 620 MPa (90 KSI), die für die Standard-"INCONEL
718"-Superlegierung beobachtet wurden, wie auch die drei
Zusammensetzungen der "INCONEL 718"-Superlegierung mit
ultrageringem Kohlenstoffanteil, an welchen die
Bearbeitbarkeitsgrade im Labor getestet wurden. Jede
Zusammensetzung der "INCONEL 718"-Superlegierung mit
ultrageringem Kohlenstoffanteil und der Standard-"INCONEL 718"-
Superlegierung wurde dreimal geprüft und die Daten in Tabelle
IV geben einen Mittelwert der Prüfergebnisse an.
Gemittelte Daten der Superlegierungen, die bei der Herstellung
getestet wurden, indem Diffusergehäuse hergestellt wurden, sind
in Tabelle V angegeben. Die Daten in der Tabelle V zeigen
ebenfalls keinen bedeutsamen nachteiligen Effekt auf die
Eigenschaften der Superlegierung mit einem ultrageringen
Kohlenstoffanteil hinsichtlich der Widerstandsfähigkeit gegen
hohe Temperaturen und Spannungen und bestätigen die
Verbesserungen in den Festigkeits- und Spannungsriß-
Eigenschaften der Superlegierung mit reduziertem
Kohlenstoffanteil.
Claims (17)
1. Gegenstände, die sich durch eine gute Zerspanbarkeit
auszeichnen, erhältlich durch ein Verfahren, das dadurch
gekennzeichnet ist, dass bei dem Verfahren
ein Gußstück, das aus
0,0057 bis 0,015 Gew.-% Kohlenstoff,
0 bis 0,015 Gew.-% Phosphor,
0 bis 0,015 Gew.-% Schwefel,
17 bis 21 Gew.-% Chrom,
50 bis 55 Gew.-% Nickel,
2,8 bis 3,3 Gew.-% Molybdän,
4,4 bis 5,5 Gew.-% Niob und Tantal kombiniert,
0,3 bis 0,8 Gew.-% Aluminium,
0,65 bis 1,15 Gew.-% Titan,
0 bis 0,006 Gew.-% Bor,
0 bis 0,35 Gew.-% Mangan,
0 bis 1 Gew.-% Kobalt,
0 bis 0,35 Gew.-% Silizium,
0 bis 0,3 Gew.-% Kupfer,
0 bis 0,1 Gew.-% Zirkonium und
dem Rest Eisen besteht,
eine Stunde bei 955 ± 14°C geglüht wird,
danach in einer zweiten Stufe bei 732 ± 14°C für 8 Stunden geglüht wird,
danach mit einer Rate von 56°C pro Stunde auf 663 °C abgekühlt wird,
danach für 8 Stunden bei 663°C gehalten wird, und
dann an Luft abgekühlt wird.
ein Gußstück, das aus
0,0057 bis 0,015 Gew.-% Kohlenstoff,
0 bis 0,015 Gew.-% Phosphor,
0 bis 0,015 Gew.-% Schwefel,
17 bis 21 Gew.-% Chrom,
50 bis 55 Gew.-% Nickel,
2,8 bis 3,3 Gew.-% Molybdän,
4,4 bis 5,5 Gew.-% Niob und Tantal kombiniert,
0,3 bis 0,8 Gew.-% Aluminium,
0,65 bis 1,15 Gew.-% Titan,
0 bis 0,006 Gew.-% Bor,
0 bis 0,35 Gew.-% Mangan,
0 bis 1 Gew.-% Kobalt,
0 bis 0,35 Gew.-% Silizium,
0 bis 0,3 Gew.-% Kupfer,
0 bis 0,1 Gew.-% Zirkonium und
dem Rest Eisen besteht,
eine Stunde bei 955 ± 14°C geglüht wird,
danach in einer zweiten Stufe bei 732 ± 14°C für 8 Stunden geglüht wird,
danach mit einer Rate von 56°C pro Stunde auf 663 °C abgekühlt wird,
danach für 8 Stunden bei 663°C gehalten wird, und
dann an Luft abgekühlt wird.
2. Gegenstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gußstück isostatisch warmgepreßt ist bei einer Temperatur
und einem Druck, die ausreichen, die Seigerung und die
Porosität in der Superlegierung auf Nickelbasis, aus der das
Gussstück besteht, wesentlich zu verringern, und dann unter
Erzielung eines ausscheidungsgehärteten Zustands und erhöhter
Festigkeit der Superlegierung wärmebehandelt ist, wobei nach
dem isostatischen Warmpressen und nach der Wärmebehandlung
das Gussstück einen Standard-Bearbeitbarkeitsgrad von
wenigstens 13% in Vergleich zu einem AMS 5010-Stahl
aufweist.
3. Gegenstand nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der maximale Kohlenstoffanteil in der
Superlegierung 0,014 Gew.-% oder 0,013 Gew.-% oder 0,009 Gew.-%
oder 0,008 Gew.-% oder 0,0057 Gew.-% ist.
4. Gegenstand nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der maximale Kohlenstoffanteil in der Superlegierung 0,013 Gew.-%
ist und das Gußstück einen Standard-
Bearbeitbarkeitsgrad von wenigstens 14% aufweist.
5. Gegenstand nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der maximale Kohlenstoffanteil in der Superlegierung 0,008 Gew.-%
ist und das Gussstück einen Standard-
Bearbeitbarkeitsgrad von wenigstens 15% aufweist.
6. Gegenstand nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der maximale Kohlenstoffanteil in der Superlegierung 0,0057 Gew.-%
ist und das Gussstück einen Standard-
Bearbeitbarkeitsgrad von wenigstens 16% aufweist.
7. Gegenstand nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
das Gussstück eine Mehrzahl von Karbidteilchen mit einem
mittleren Durchmesser von wenigstens 5 µm aufweist, wobei im
Mittel viermal so viele Karbidteilchen mit einem mittleren
Durchmesser von wenigstens 5 µm vorhanden sind wie in einem
im wesentlichen identischen Gussstück aus einer zweiten
Superlegierung auf Nickelbasis, mit Ausnahme dessen, daß
dieser einen Kohlenstoffanteil von wenigstens 0,042 Gew.-%
aufweist.
8. Gegenstand nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gußstück einen mittleren Korngrößenbereich von wenigstens
0,065 mm2 (0,0001 square inch) aufweist.
9. Gegenstand nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gußstück eine Mehrzahl von Karbidteilchen mit einem
mittleren Durchmesser von wenigstens 5 µm enthält.
10. Gegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gußstück einen mittleren
Korngrößenbereich von wenigstens 0,065 mm2 (0,0001 square
inch) aufweist.
11. Gegenstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gußstück einen Bearbeitbarkeitsgrad aufweist, der
wesentlich größer als bei einer Superlegierung auf
Nickelbasis ist, die einen Kohlenstoffanteil von wenigstens
0,038 Gew.-% aufweist.
12. Gegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens eines der Elemente Titan,
Niob, Tantal und Hafnium in einer zur Förderung von Karbiden
ausreichenden Menge vorgesehen sind, und das Gußstück einen
Bearbeitbarkeitsgrad aufweist, der wesentlich größer als bei
einem im wesentlichen identischen Gußstück aus einer zweiten
Superlegierung auf Nickelbasis ist, welches einen
Kohlenstoffanteil von wenigstens 0,030 Gew.-% aufweist.
13. Verfahren zum Herstellen eines spanend bearbeiteten
Werkstücks aus einer Superlegierung auf Nickelbasis mit
verbesserter Zerspanbarkeit, dadurch gekennzeichnet, daß
- a) eine Superlegierung auf Nickelbasis bereitgestellt wird, die in Gew.-% aufweist: 0,0057 bis zu 0,015 Kohlenstoff, 0 bis 0,015 Phosphor, 0 bis 0,015 Schwefel, 17,00 bis 21,00 Chrom, 50,00 bis 55,00 Nickel, 2,80 bis 3,30 Molybdän, 4,40 bis 5,50 Niob und Tantal kombiniert, 0,30 bis 0,80 Aluminium, 0,65 bis 1,15 Titan, 0 bis 0,006 Bor, 0 bis 0,35 Mangan, 0 bis 1,00 Kobalt, 0 bis 0,35 Silizium, 0 bis 0,30 Kupfer, 0 bis 0,10 Zirkonium sowie Eisen als Rest;
- b) ein spanend bearbeitbares Gußstück aus
der Superlegierung auf Nickelbasis hergestellt
wird, und dann das Gußstücke eine Stunde bei 955 ±
14°C geglüht wird,
danach in einer zweiten Stufe bei 732 ± 14°C für 8 Stunden geglüht wird,
danach mit einer Rate von 56°C pro Stunde auf 663 °C abgekühlt wird,
danach für 8 Stunden bei 663°C gehalten wird, und
dann an Luft abgekühlt wird; - c) der Gußgegenstand spanend zu dem Werkstück verarbeitet wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gußstück vor der spanenden Verarbeitung isostatisch
warmgepreßt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gußstück unter Erzielung eines ausscheidungsgehärteten
Zustands wärmebehandelt wird und dann das Gußtück zu dem
Werkstück spanend verarbeitet wird.
16. Verfahren zum Herstellen eines spanend bearbeiteten
Werkstücks aus einer Superlegierung auf Nickelbasis nach
Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Gußstück unter
Erzielen eines ausscheidungsgehärteten Zustands
wärmebehandelt wird und für Komponenten verwendet wird, die
einen Standard-Bearbeitbarkeitsgrad von wenigstens 13% im
Vergleich zu einem AMS 5010-Stahl aufweisen und Temperaturen
über 538°C (1000°F) ausgesetzt sind, während sie unter
Spannungen stehen.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gussstück vor dessen Wärmebehandlung unter Erzielung
eines voll ausscheidungsgehärteten Zustands isostatisch
warmgepreßt wird.
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1997
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