DE4432261A1 - Schlauchbeutelmaschine - Google Patents
SchlauchbeutelmaschineInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Schlauchbeutelmaschine nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei einer derartigen
Schlauchbeutelmaschine wird eine Packstoffbahn über ein
hohles Formrohr gefördert und zu einem Schlauch geformt. Der
Querschnitt des Formrohrs geht in Förderrichtung des
Schlauches kontinuierlich von einem Kreisquerschnitt in
einen Rechteckquerschnitt am Auslaufende über, an dessen
Unterseite der Schlauchendabschnitt zum Bilden eines
gefalteten Stand- oder Blockbodens mit V-förmig eingezogenen
Seitenfalten mittels einer Falteinrichtung gefaltet wird.
Nachteilig dabei ist, daß der Schlauch beim Übergang vom
Kreisquerschnitt zum Rechteckquerschnitt wegen ungleich
langer Mantellinien des Formrohrs über seinen Umfang hinweg
unterschiedlich stark in Längsrichtung gestaucht wird. Bei
insbesondere wenig elastischen Packstoffen und Packstoffen,
die einen hohen Reibbeiwert haben, wie bsw. Papier, kommt es
deshalb zu einer Wellen- und Faltenbildung, was den
Folientransport erschweren kann. Je nach Packstoff und
Ausmaß der Wellen- und Faltenbildung können sogar das
Aussehen und die Dichtheit der aus dem Schlauch
hergestellten Beutelpackungen beeinträchtigt sein.
Es ist
daher eine Schlauchbeutelmaschine wünschenswert, mit der
auch Packstoffe mit hohen Reibbeiwerten und Packstoffe, die
zur Wellen- und Faltenbildung neigen, wie Papier oder dgl.,
faltenfrei zu Beutelpackungen verarbeitet werden können.
Die erfindungsgemäße Schlauchbeutelmaschine mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 hat demgegenüber
den Vorteil, daß die Längendifferenzen der Mantellinien des
Formrohrs minimiert und die Wellen- und Faltenbildung des
Packstoffs somit verringert wird.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Weiterbildungen der
Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der
Beschreibung.
Eine besonders geringe Wellen- und Faltenbildung wird
erzielt, wenn der Zwischenquerschnitt quadratisch
ausgebildet ist, wobei sich das Formrohr in diesem Fall
besonders einfach herstellen läßt. Um ein Zusetzen des
Formrohrs mit Produkt zu verringern können die unteren
Bereiche der Seitenwände des Formrohrs mit Aussparungen
versehen werden, oder aber man ersetzt die vollflächigen
Seitenwände durch entsprechend geformte Stäbe.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine Schlauchbeutelmaschine
vereinfacht in Vorderansicht, Fig. 2 eine vereinfachte
Längsansicht des unteren Teils eines Formrohrs, Fig. 3 eine
Seitenansicht des Formrohrs nach Fig. 2, Fig. 4 eine
perspektivische Ansicht des Formrohrs nach Fig. 3 in
schematischer Form und Fig. 5 eine Draufsicht auf den unteren
Teil des Formrohrs.
Eine Schlauchbeutelmaschine 10 hat eine Formschulter 11 und
ein rundes, im wesentlichen hohlzylindrisches Formrohr 12
sowie eine Längsnahtsiegeleinrichtung 13, mit denen in
bekannter Weise eine Packstoffbahn 14 zu einem Schlauch 16
geformt wird. Beiderseits des Formrohrs 12 ist in Höhe der
Längsnahtsiegeleinrichtung 13 eine Abzugseinrichtung in Form
von zwei beispielsweise vakuumunterstützten Förderbändern 18
für den Schlauch 16 zugeordnet. In dem Formrohr 12 erstreckt
sich konzentrisch ein Füllrohr 19 für das Füllgut. Unterhalb
des Formrohrs 12 befindet sich eine kombinierte
Quernahtsiegel- und Trenneinrichtung 21 zum Versiegeln und
Abtrennen von Beutelpackungen 22 von dem Schlauch 16.
Weiterhin ist oberhalb und unterhalb der Quernahtsiegel- und
Trenneinrichtung 21 eine Falteinrichtung 25 mit
Seitenfaltern 26 zum Falten von V-förmig eingezogenen
Seitenfalten im Boden- und gegebenenfalls im Kopfverschluß
der Beutelpackung 22 und zum Bilden eines Stand- oder
Blockbodens angeordnet.
Um einen kontinuierlichen Übergang vom kreisrunden
Querschnitt des Formrohroberteils zu dessen den Stand- oder
Blockboden formenden Auslaufende zu schaffen, schließt sich
an das Oberteil des Formrohrs 12 ein Unterteil 27 mit zwei
Abschnitten 28, 29 an. Der erste Abschnitt 28 hat einen
kreisrunden Zulaufquerschnitt 31, der in einem Abstand m in
einen quadratischen Zwischenquerschnitt 32 übergeht. Der
zweite Abschnitt 29 geht schließlich von dem quadratischen
Zwischenquerschnitt 32 in einen angestrebten rechteckigen
Auslaufquerschnitt 33 über, der gleichzeitig das Auslaufende
des Formrohrs 12 bildet. Der Auslaufquerschnitt 33 befindet
sich in einem Abstand M von dem Zulaufquerschnitt 31.
Alle Querschnitte 31, 32, 33 des Formrohrs 12 sind parallel
zueinander angeordnet und deren Schwerpunkte Sk, Sq und Sr
liegen auf der Symmetrieachse 34 des Formrohrs 12. Ebenfalls
sind die Umfänge der Querschnitte 31, 32 und 33 allesamt
identisch.
Der erste Abschnitt 28 des Unterteils 27 des Formrohrs 12
besteht beispielsweise aus acht miteinander verbundenen
Blechteilen 36 bis 43. Dabei schließt sich an jeweils ein
dreieckförmiges ebenes Teil 36 bis 39 je ein gewölbtes Teil
40 bis 43 und umgekehrt an, so daß ein möglichst
kontinuierlicher Übergang von dem kreisförmigen
Zulaufquerschnitt 31 zu dem quadratischen
Zwischenquerschnitt 32 erzielt wird. Der zweite Abschnitt 29
ist aus vier jeweils trapezförmigen Teilen 44 bis 47
zusammengesetzt, wodurch ebenfalls ein kontinuierlicher
Übergang von dem quadratischen Zwischenquerschnitt 32 zu dem
rechteckigen Auslaufquerschnitt 33 erzielt wird. Die beiden
so hergestellten Abschnitte 28, 29 sind beispielsweise in
Querrichtung miteinander verschweißt. Bei der Herstellung
der Abschnitte 28, 29 ist grundsätzlich darauf zu achten,
daß keinerlei scharfkantige Kanten oder Ecken entstehen, die
den Schlauch 16 beim Übergang von dem einen zum anderen
Querschnitt beschädigen könnten. In Abwandlung der oben
dargestellten Herstellungsweise lassen sich die beiden
Abschnitte 28, 29 beispielsweise auch durch Abwicklungen der
beiden Abschnitte 28, 29 herstellen. Bestehen die Abschnitte
28, 29 aus einem anderen Material als Blech, beispielsweise
aus Kunststoff, ist es auch denkbar, die Abschnitte 28, 29
aus einem einzigen Teil herzustellen.
Der Abstand m des quadratischen Zwischenquerschnitts 32 von
dem runden Zulaufquerschnitt 31 ergibt sich aus
nachfolgenden Überlegungen (Fig. 4):
Beim Übergang von dem runden Zulaufquerschnitt 31 zum rechteckigen Auslaufquerschnitt 33 werden die Punkte 1a bis 4a am Umfang des runden Zulaufquerschnitts 31 entlang der Mantellinien der Abschnitte 28, 29 in die korrespondierenden Eckpunkte 1c bis 4c des rechteckigen Auslaufquerschnitts 33 überführt. Betrachtet man alle Punkte auf dem Umfang des runden Zulaufquerschnitts 31 und ihre korrespondierenden Punkte auf dem Außenumfang des rechteckigen Auslaufquerschnitts 33, so ist aus geometischen Gründen ersichtlich, daß die Mantellinien 1a-1c bis 8a-8c unterschiedlich lang sind, wie aus Fig. 5 besonders deutlich wird. Dies ergibt sich daraus, daß die horizontal zurückzulegenden Strecken der Mantellinien 1a-1c bis 8a-8c unterschiedlich lang-sind. Die Längendifferenzen der Mantellinien 1a-1c bis 4a-4c im Vergleich zu den Mantellinien 5a-5c bis 8a-8c bewirkt insbesondere bei einem Packstoff mit hohem Reibbeiwert, oder einem wenig elastischen Packstoff, wie beispielsweise Papier, daß der Packstofftransport stark erschwert wird. Weiterhin kann es zur Wellen- und Faltenbildung kommen, und sogar optische oder funktionelle Nachteile der aus dem Packstoff hergestellten Beutelpackungen können die Folge sein.
Beim Übergang von dem runden Zulaufquerschnitt 31 zum rechteckigen Auslaufquerschnitt 33 werden die Punkte 1a bis 4a am Umfang des runden Zulaufquerschnitts 31 entlang der Mantellinien der Abschnitte 28, 29 in die korrespondierenden Eckpunkte 1c bis 4c des rechteckigen Auslaufquerschnitts 33 überführt. Betrachtet man alle Punkte auf dem Umfang des runden Zulaufquerschnitts 31 und ihre korrespondierenden Punkte auf dem Außenumfang des rechteckigen Auslaufquerschnitts 33, so ist aus geometischen Gründen ersichtlich, daß die Mantellinien 1a-1c bis 8a-8c unterschiedlich lang sind, wie aus Fig. 5 besonders deutlich wird. Dies ergibt sich daraus, daß die horizontal zurückzulegenden Strecken der Mantellinien 1a-1c bis 8a-8c unterschiedlich lang-sind. Die Längendifferenzen der Mantellinien 1a-1c bis 4a-4c im Vergleich zu den Mantellinien 5a-5c bis 8a-8c bewirkt insbesondere bei einem Packstoff mit hohem Reibbeiwert, oder einem wenig elastischen Packstoff, wie beispielsweise Papier, daß der Packstofftransport stark erschwert wird. Weiterhin kann es zur Wellen- und Faltenbildung kommen, und sogar optische oder funktionelle Nachteile der aus dem Packstoff hergestellten Beutelpackungen können die Folge sein.
Der quadratische Zwischenquerschnitt 32 weist die
kleinstmögliche horizontale Abweichung zwischen dem runden
Zulaufquerschnitt 31 und dem rechteckigen Auslaufquerschnitt
33 auf. Die relative Abweichung wird umso kleiner, je größer
der Abstand zwischen dem runden Zulaufquerschnitt 31 und dem
Zwischenquerschnitt 32 ist. Die Mantellinien 1b-1c bis 8b-8c
zwischen dem Zwischenquerschnitt 32 und dem rechteckigen
Auslaufquerschnitt 33 sind stets gleich lang. Beim Übergang
vom Zwischenquerschnitt 32 zum Auslaufquerschnitt 33 ergibt
sich ein Winkel α im Mantel, der umso größer wird, je
kleiner der Abstand zwischen dem Zwischenquerschnitt 32 und
dem Auslaufquerschnitt 33 ist. Ein zu großer Winkel α
bewirkt jedoch eine Erhöhung des Reibwiderstandes des
Packstoffes. Es gilt daher einen Kompromiß bzgl. der Länge
der Abschnitte 28, 29 dahingehend zu finden, daß bei
gegebener Gesamtlänge M der Abstand zwischen dem
Zwischenquerschnitt 32 und dem Auslaufquerschnitt 33 nicht
zu klein ist. Weiterhin ist bei der Wahl des Abstandes
zwischen den Querschnitten 32 und 33 das Format der Beutel
22, das Längen/Breitenverhältnis des Auslaufquerschnitts 33
und das Füllgut zu berücksichtigen.
Je nach der Gesamtlänge M der Abschnitte 28, 29 kann es
jedoch notwendig sein, die Lage des Zwischenquerschnitts 32
dahingehend zu optimieren, daß alle Mantellinien 1a-1b-1c
bis 8a-8b-8c gleich lang sind, weil es bei der eben
vorgeschlagenen Anordnung des Zwischenquerschnitts 32 die
Mantellinien 5a-5b-5c bis 8a-8b-8c geringfügig länger sind
als die Mantellinien 1a-1b-1c bis 4a-4b-4c. Das bedeutet,
daß der optimale Abstand m " um einen gewissen Betrag größer
oder kleiner ist als der Abstand m, der Packstoff entlang
der Mantellinien 1a-1b-1c bis 4a-4b-4c also zusätzlich auch
etwas gedehnt wird. Diese Auslegung des Abstandes m" setzt
jedoch einen in gewissen Maße elastischen Packstoff voraus.
Um den Produktfluß nicht zu behindern ist es denkbar, an den
Teilen 36 bis 47 der Abschnitte 28, 29, insbesondere an den
trapezförmig ausgebildeten Teilen 44 bis 47, Aussparungen
auszubilden, die ein Zusetzen des Produktflußquerschnittes
verhindern.
Anstelle von vorzugsweise aus Blech hergestellten Teilen 36
bis 47 können zum Herstellen der Abschnitte 28, 29 auch
entsprechend gebogene, zumindest im Bereich der Mantellinien
1a-1b-1c bis 8a-8b-8c angeordnete Stäbe verwendet werden,
die bevorzugt rund sind und eine möglichst glatte Oberfläche
aufweisen.
Ausführungsformen der Erfindung sind nicht nur auf ein
Formrohr 12 beschränkt, das einen Übergang von einem runden
auf einen rechteckigen Querschnitt ermöglicht. Genauso ist
auch ein Übergang von einem abgerundeten rechteckigen
Querschnitt auf einen scharfeckigen rechteckigen Querschnitt
mittels eines Zwischenquerschnitts mit unterschiedlichem
Längen/Breitenverhältnis möglich.
Wesentlich für die Erfindung ist, daß die unterschiedlichen
Längen der Mantellinien am Umfang des Packstoffs beim
Übergang von dem einen zum anderen Querschnitt durch einen
Zwischenquerschnitt minimiert werden.
Claims (6)
1. Schlauchbeutelmaschine (10) zum Herstellen von
Beutelpackungen (22) mit rechteckigem Querschnitt und einem
Bodenverschluß mit V-förmig eingezogenen Seitenfalten aus
einer Packstoffbahn (14), mit einem Formrohr (12), um das
die Packstoffbahn (14) zu einem Schlauch (16) geformt wird
und das in einem Zulaufquerschnitt (31) eine kreisrunde und
an einem Auslaufquerschnitt (33) eine rechteckige Fläche mit
jeweils gleichem Umfang aufweist, mit einer dem
Auslaufquerschnitt (33) des Formrohrs (12) nachgeordneten
Falteinrichtung (25) zum Einziehen von Seitenfalten
zumindest im Bodenbereich des Schlauchendabschnitts, und mit
einer Quernahtsiegel- und Trenneinrichtung (21) zum Bilden
von Verschlußnähten im Bereich der Faltung des Schlauches
(16) und Abtrennen einer Beutelpackung (22) vom
Schlauchendabschnitt, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
dem kreisrunden Zulaufquerschnitt (31) und dem rechteckigen
Auslaufquerschnitt (33) des Formrohrs (12) ein zusätzlicher
Zwischenquerschnitt (32) mit demselben Umfang wie die beiden
Querschnitte (31, 33) angeordnet ist, so daß der Schlauch
(16) beim Übergang vom kreisrunden (31) auf den rechteckigen
(33) Querschnitt entlang Mantellinien (1a-1b-1c bis 8a-8b-
8c) nahezu gleicher Länge gefördert wird.
2. Schlauchbeutelmaschine nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Zwischenquerschnitt (32) in Bezug
auf seinen Flächenschwerpunkt (Sq) zwei maximale
Erstreckungen (1b bis 4b) und zwei minimale Erstreckungen
(5b bis 8b) aufweist.
3. Schlauchbeutelmaschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenquerschnitt (32)
quadratisch ausgebildet ist.
4. Schlauchbeutelmaschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenquerschnitt (32)
rechteckig mit einem anderen Längen/Breitenverhältnis als
der Auslaufquerschnitt (33) des Formrohrs (12) ausgebildet
ist.
5. Schlauchbeutelmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Formrohr (12) ein Unterteil
(27) mit zwei Abschnitten (28, 29) hat, welche Aussparungen
zumindest im Bereich des Auslaufquerschnittes (33) des
Formrohrs (12) aufweisen.
6. Schlauchbeutelmaschine nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abschnitte (28, 29) durch
stabförmige Elemente ersetzt sind, die zumindest im Bereich
der Mantellinien (1a-1b-1c bis 4a-4b-4c) der
Formrohrabschnitte (28, 29) angeordnet sind.
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| JP (1) | JP3654363B2 (de) |
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| DE (2) | DE4432261A1 (de) |
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