DE4427893A1 - Kraftangetriebenes Drehschlagwerkzeug - Google Patents
Kraftangetriebenes DrehschlagwerkzeugInfo
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- B25—HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
- B25B—TOOLS OR BENCH DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, FOR FASTENING, CONNECTING, DISENGAGING OR HOLDING
- B25B21/00—Portable power-driven screw or nut setting or loosening tools; Attachments for drilling apparatus serving the same purpose
- B25B21/02—Portable power-driven screw or nut setting or loosening tools; Attachments for drilling apparatus serving the same purpose with means for imparting impact to screwdriver blade or nut socket
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Details Of Spanners, Wrenches, And Screw Drivers And Accessories (AREA)
Description
Die Erfindung geht aus von einem kraftangetriebenen
Drehschlagwerkzeug zum Lösen und Anziehen von Schraubbolzen,
Gewindemuttern oder dergleichen nach der Gattung des
Hauptanspruchs.
Derartige kraftangetriebene Drehschlagwerkzeuge sind bereits
mehrfach bekannt und werden z. B. bei der Montage in
Fabrikationsbetrieben, in Handwerksbetrieben wie auch im
Heimwerkerbereich verwendet.
Die kraftangetriebenen Drehschlagwerkzeuge können elektrisch
oder pneumatisch betrieben werden. Bei den
Drehschlagwerkzeugen werden aus kontinuierlichen
Anlaufdrehbewegungen des Antriebmotors periodische Schläge,
beispielsweise in der Weise abgeleitet, daß ein vom Motor
drehbeschleunigter Hammerteil auf einen Amboßteil schlägt, wobei
an der Spindel Kräfte bzw. Momente erzielt werden, die die Kräfte,
bzw. Momente an der Antriebs-Motorwelle um ein vielfaches
überschreiten können. Infolgedessen sind Drehschlagwerkzeuge
sehr leistungsstarke Werkzeuge mit geringen Abmessungen und
kleiner Masse. Überdies wirkt bei Drehschlagwerkzeugen kein
Drehmoment auf die Hand des Benutzers, so daß sie eine sichere
Handhabung garantieren.
Derartige Drehschlagwerkzeuge sind jedoch in ihrer Konstruktion
aufwendig und in ihrer Herstellung kompliziert, so daß die
Anschaffungskosten relativ hoch sind.
Das erfindungsgemäße kraftangetriebene Drehschlagwerkzeug mit
den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat dem
gegenüber den Vorteil, daß durch die einfache Konstruktion eine
kostengünstige Ausführungsform eines Drehschlagwerkzeugs
geschaffen ist, das zudem einfach handhabbar ist. Dieses
kraftangetriebene Drehschlagwerkzeug kann bevorzugt zum Lösen
und Anziehen von Schraubbolzen oder Gewindemuttern eingesetzt
werden. So erleichtert das Drehschlagwerkzeug z. B. das Wechseln
eines Rads bei Kraftfahrzeugen erheblich und da es relativ klein ist,
kann es auch in kleineren Fahrzeugen leicht untergebracht werden.
Das Drehschlagwerkzeug weist eine in axialer Richtung
verschiebbare Abtriebswelle auf, die an eine schaltbare Kupplung
angelenkt ist, welche durch ein Betätigungsglied die Abtriebswelle
vom Schwungrad trennen oder mit diesem verbinden kann. Die
Kupplung greift mittels eines Kupplungsmitnehmers an der
Schwungscheibe an und überträgt so das Drehmoment der
Schwungscheibe auf die Abtriebswelle. Durch das axiale
Verschieben der Abtriebswelle wird die Drehmomentübertragung
unterbrochen und die Abtriebswelle kommt zum Stillstand.
Greift die Kupplung erst dann an der Schwungscheibe an, wenn
diese bereits eine bestimmte Drehzahl erreicht hat, so wird das
Drehmoment der Schwungscheibe schlagartig auf die Abtriebswelle
und den daran befestigten Schraubenschlüssel übertragen. Auf
diese Weise können selbst festsitzende oder verkantete
Schraubbolzen aus einem Gewinde gelöst werden. Somit können
kleine und handliche, aber trotzdem leistungsstarke
Drehschlagwerkzeuge hergestellt werden. Durch das Prinzip des
schlagartigen Eingreifens genügt der Einsatz von kleinen Massen
und Motoren, welche ein geringes Baumaß des
Drehschlagwerkzeuges zur Folge haben.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das
Betätigungsglied mindestens eine quer zur Abtriebswelle
angeordnete und im Gehäuse eingespannte Blattfeder. Die Blattfeder
ist an derjenigen Stelle, die die größte Auslenkung erfährt, mit der
Abtriebswelle verbunden. Sie kann für den Fall, daß die
Abtriebswelle von der Schwungscheibe getrennt ist, entspannt sein.
Wird das Drehschlagwerkzeug gegen einen Schraubbolzen gedrückt,
so wird die am Gehäuse befestigte Blattfeder ausgelenkt und sorgt
dafür, daß die Kupplung an der Schwungscheibe angreift. Das
Drehmoment der bereits rotierenden Schwungscheibe wird auf den
Schraubenschlüssel übertragen und die Schraubbolzen können
gelöst oder festgeschraubt werden. Das Abnehmen des
Drehschlagwerkzeugs vom Schraubbolzen bewirkt, daß die
Blattfeder in ihre Ausgangsposition zurückkehrt, die Kupplung von
der Schwungfeder getrennt wird, und der Schraubenschlüssel zum
Stillstand kommt. Anstelle der Blattfeder können auch andere
Arten von Federn oder Gummiteile als Betätigungsglieder
verwendet werden.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist
die Blattfeder von an der Innenseite des Gehäuses angeordneten
Halterungen aufgenommen. Die Blattfeder ist so gehaltert, daß sie
tangential quer zur Abtriebswelle verläuft. Werden zwei
Blattfedern verwendet, so sind diese parallel zueinander rechts und
links der Abtriebswelle ebenfalls tangential zu dieser angeordnet.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist
an dem Gehäuse ein Schalter angeordnet, an dem die Drehrichtung
des Motors eingestellt wird. Je nachdem welche Drehrichtung
gewählt wird, dient das Drehschlagwerkzeug zum Lösen oder
Festschrauben von Schraubbolzen. Es kann außerdem eine dritte
Schalterstellung vorgesehen sein, in der der Motor ausgeschaltet ist.
Beim Andrücken des Drehschlagwerkzeugs wird die Abtriebswelle
mit der nun stillstehenden Schwungscheibe verbunden, wobei der
ausgeschaltete Motor verhindert, daß die Abtriebswelle durchdreht.
Auf diese Weise kann das Drehschlagwerkzeug auch ohne Motor
eingesetzt werden.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist
an dem Gehäuse ein extern bedienbarer Hebel angebracht, der das
Betätigungsglied zum Trennen oder Verbinden der treibenden oder
getriebenen Teile aktiviert. So kann z. B. umgangen werden, daß die
Kupplung erst greift, wenn das Drehschlagwerkzeug an den
Schraubbolzen angedrückt wird.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist
die Kupplung scheibenförmig ausgebildet und weist wenigstens
einen in den Kupplungsmitnehmer eingreifenden Vorsprung auf.
Der an der Schwungscheibe angeordnete Kupplungsmitnehmer ist
vorteilhafterweise gleichartig ausgebildet wie der Vorsprung an der
Kupplung und läuft auf derselben Kreisbahn wie dieser um. Wenn
Kupplungsmitnehmer und Vorsprung ineinandergreifen, kann das
Drehmoment übertragen werden.
Die Abtriebswelle ist in axialer Richtung um einen Hub
verschiebbar, der mindestens der Höhe des Vorsprungs und des
Kupplungsmitnehmers entspricht. Kupplungsmitnehmer und
Vorsprung müssen im entkuppelten Zustand so weit voneinander
entfernt sein, daß sie sich nicht gegenseitig berühren können. Auf
diese Weise ist eine sichere Handhabung des Drehschlagwerkzeugs
garantiert.
An der Kupplung können auch mehrere Vorsprünge und an der
Schwungscheibe mehrere Kupplungsmitnehmer angebracht sein.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist
die Kupplung drehzahlgesteuert und verbindet erst nach dem
Erreichen einer Mindestdrehzahl der Schwungscheibe diese mit der
Abtriebswelle. Auf diese Weise kann das Drehmoment der
Schwungscheibe schlagartig auf die Abtriebswelle übertragen
werden und so z. B. das Lösen von festsitzenden Schraubbolzen
ermöglichen. Damit der Drehimpulsübertrag von der
Schwungscheibe auf die Abtriebswelle möglichst hoch ist, wird die
Masse der Schwungscheibe relativ groß gewählt.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist
die zwischen Motor und Antriebswelle angeordnete
Überlastkupplung eine drehmomentabhängige Kupplung. Die
Überlastkupplung wirkt damit als Sicherheitskupplung für den
Motor, die nach Überschreiten einer bestimmten Grenzbelastung
den Motor von der Antriebswelle trennt. Das ist zum einen beim
Festschrauben von Schraubbolzen von großer Bedeutung zum
anderen dann, wenn zum Lösen des Schraubbolzens ein
Drehmoment notwendig ist, daß jenes, welches der Motor
aufbringen kann, übersteigt. In beiden Fällen wird durch die
Überlastkupplung die Überlastung des Motors und die Beschädigung
der Mechanik des Drehschlagwerkzeugs verhindert.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
wird der Motor durch wiederaufladbare Akkumulatoren oder
Niedervoltquellen angetrieben. Die Verwendung von
Akkumulatoren garantiert eine kabellose und besonders flexible
Handhabung des Drehschlagwerkzeugs. Außerdem kann das
Werkzeug auch dort eingesetzt werden, wo kein Netzanschluß zur
Verfügung steht.
Wird das Drehschlagwerkzeug zum Wechseln eines Rads bei
Kraftfahrzeugen benutzt, so kann es mit Hilfe eines geeigneten
Kabels und Steckers an den Zigarettenanzünder des Fahrzeugs
angeschlossen werden.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
wird die Abtriebswelle durch ein Gestänge axial verschoben,
welches durch einen an der Schwungscheibe befestigten
drehzahlabhängigen Auslösemechanismus betätigt wird. Sobald eine
Mindestdrehzahl der Schwungscheibe erreicht ist, wirkt der
Mechanismus auf das Gestänge, welches die Abtriebswelle zum
Schwungrad hin verschiebt und mit diesem verbindet. Die
Verkupplung von Abtriebswelle und Schwungscheibe erfolgt damit
selbsttätig und drehzahlgesteuert.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
weist die Schwungscheibe eine in radiale Richtung von außen nach
innen verlaufende Bohrung auf, deren Tiefe kleiner ist, als der
Radius der Schwungscheibe und in der über eine Feder ein Bolzen
so befestigt ist, daß er sich bei Rotation der Schwungscheibe radial
nach außen bewegt und bei Stillstand der Schwungscheibe
vollständig in die Bohrung eintaucht. Diese Vorrichtung entspricht
einem drehzahlgesteuerten Auslösemechanismus. Bei Rotationen
der Scheibe wirkt auf den Bolzen zum einen die Federkraft in
Richtung des Scheibenmittelpunkts, zum anderen die
Zentrifugalkraft, die von der Winkelgeschwindigkeit der Scheibe
abhängt, nach außen. Wenn die Scheibe beginnt sich zu drehen,
bewegt sich der Bolzen radial nach außen und kommt erst dann
zum Stillstand, wenn die Kraft der an dem Bolzen befestigten und
aus gelenkten Feder genau so groß ist, wie die Zentrifugalkraft.
Sobald der Bolzen bei seiner radial nach außen gerichteten
Bewegung aus der Bohrung herausragt, kann er das mit der
Abtriebswelle verbundene Gestänge betätigen und dadurch die
Abtriebswelle mit dem Schwungrad verkuppeln. Wird die Drehzahl
wieder reduziert, so übersteigt die Federkraft die Zentrifugalkraft
und der Bolzen bewegt sich wieder radial nach innen, in Richtung
des Scheibenmittelpunkts. Die Verbindung zwischen Bolzen und
Gestänge wird unterbrochen und damit das Drehschlagwerkzeug
entkuppelt.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist
die Mindestdrehzahl der Schwungscheibe, ab der der Bolzen aus der
Bohrung herausragt durch eine Einstellrichtung einstellbar. Auf
diese Weise kann die Mindestdrehzahl der Schwungscheibe ab der
die mit der Abtriebswelle verbundene Kupplung an der
Schwungscheibe angreift, innerhalb durch den Aufbau des
Auslösemechanismus vorgegebenen Grenzen frei gewählt werden.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
besteht die Kupplung aus einer Scheibe, entlang deren Umfang ein
Mantel angeordnet ist, der die Schwungscheibe umgreift, aber nicht
berührt und an dessen Innenseite ein radial in Richtung der
Drehachse ragender Vorsprung angebracht ist, der an dem
Kupplungsmitnehmer der Schwungscheibe angreift. Diese Kupplung
kann ebenfalls als selbsttätig drehzahlgesteuerte Kupplung
eingesetzt werden, wobei in diesem Fall der drehzahlabhängige
Auslösemechanismus vorteilhafterweise an der Schwungscheibe
angebracht ist und in den Vorsprung an der Innenseite des Mantels
der Kupplung eingreifen kann.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
sind der nachfolgenden Beschreibung, der Zeichnung und den
Ansprüchen entnehmbar.
Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist
vereinfacht in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden
näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch ein erfindungsgemäßes
Drehschlagwerkzeug,
Fig. 2 einen Schnitt durch ein Drehschlagwerkzeug mit einem in
einer Schwungscheibe angeordneten Auslösemechanismus
(in einem gegenüber Fig. 1 vergrößerten Maßstab),
Fig. 3 eine alternative Ausführungsform einer Kupplung und einer
Schwungscheibe mit einer drehzahlabhängigen
Mitnahmevorrichtung.
Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch ein erfindungsgemäßes
Drehschlagwerkzeug 1. Dieses weist ein Gehäuse, z. B. aus Kunststoff
auf, in dem ein Motor 3 angeordnet ist. Es handelt sich dabei
vorzugsweise um einen Elektromotor. Der Motor 3 treibt über eine
Antriebswelle 4 eine Schwungscheibe 5 an, die eine möglichst große
Masse aufweist. Zwischen Motor 3 und Schwungscheibe 4 ist eine
drehmomentabhängige Überlastkupplung 6 angebracht, die sobald
das Drehmoment an dieser Stelle einen am Schalter 29 einstellbaren
Grenzwert übersteigt, den Motor von der Schwungscheibe trennt.
Koaxial zu der gemeinsamen Drehachse 7 von Schwungscheibe 5,
Antriebswelle 4 und Motor 3, sind die Kupplung 8 und die
Abtriebswelle 9 so angeordnet, daß sie axial verschoben werden
können. An dem der Kupplung 8 gegenüberliegenden Ende der
Abtriebswelle 9 ist eine Aufnahme 11 vorgesehen, auf die
unterschiedliche Schraubenschlüssel 12, wie beispielsweise eine
Stecknuß zum Lösen von Radmuttern oder Schraubbolzen
aufsteckbar sind.
Am Gehäuse 2 ist mit Halterungen 14 eine Blattfeder 13 befestigt,
die an der die größte Auslenkung erfahrende Stelle mit der
Abtriebswelle 9 verbunden ist. Die Auslenkung der Blattfeder 13
erfolgt in axialer Richtung - bezogen auf die Drehachse 7 - auf die
Schwungscheibe 5 zu oder von dieser weg. Bei Auslenkung der
Feder 13 in die eine oder andere Richtung wird die mit der Feder
verbundene Abtriebswelle 9 auf die Schwungscheibe 5 zu oder von
dieser weg bewegt, wodurch sie in einem Fall über die Kupplung 8
mit der Schwungscheibe 5 verbunden und die Rotation der Scheibe
auf die Welle übertragen wird und im anderen Fall von der
Schwungscheibe 5 getrennt wird und zum Stillstand kommt.
Die scheibenförmige Kupplung 8 greift über den Vorsprung 17 an
dem Kupplungsmitnehmer 18 an, der an der Schwungscheibe 5
befestigt ist. Der Weg den die Abtriebswelle 9 und die Kupplung 8
bei Auslenkung der Blattfeder 13 zurücklegen, muß größer als die
Ausdehnung von Vorsprung 17 und Kupplungsmitnehmer 18 in
axialer Richtung sein, damit sich die beiden Teile im entkuppelten
Zustand nicht berühren oder beeinflussen können. Wenn die
Kupplung 8 an der Schwungscheibe 5 angreift, wird das
Drehmoment der Schwungscheibe 5 auf die Abtriebswelle 9 und
den daran befestigten Schraubenschlüssel 12 übertragen.
Die Auslenkung 16 der Blattfeder 13 erfolgt durch das Andrücken
des Drehschlagwerkzeugs 1 an einen Schraubbolzen. Als Folge
davon greift die durch Feder 13 und Abtriebswelle 9 bewegte
Kupplung 8 an der Schwungscheibe 5 an, die sich bereits,
angetrieben durch den Motor 3, in Rotation befindet. Das
Drehmoment der Schwungscheibe 5 wird auf den
Schraubenschlüssel 12 übertragen und der Schraubbolzen
festgeschraubt oder gelöst. Dies hängt von der am Schalter 21
eingestellten Drehrichtung des Motors 3 ab. Beim Abnehmen des
Drehschlagwerkzeugs 1 vom Schraubbolzen kehrt die Blattfeder 13
automatisch in ihre Ausgangsposition 15 zurück und die Kupplung 8
wird von der Schwungscheibe 5 getrennt.
Soll der Schraubenschlüssel 12 nicht erst durch das Andrücken des
Drehschlagwerkzeugs 1 an einen Schraubbolzen in Rotation versetzt
werden, so kann durch Betätigung des Hebels 22 die Verbindung
zwischen Kupplung 8 und Schwungrad 5 hergestellt oder gelöst
werden.
In dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel eines
Drehschlagwerkzeugs 1 ist der Elektromotor 3 durch den Anschluß
19 mit einer Niedervoltquelle verbunden. Es besteht außerdem die
Möglichkeit, in das Gehäuse 2 Akkumulatoren einzubauen.
Das in Fig. 2 dargestellte Drehschlagwerkzeug 1 ist mit einem
drehzahlgesteuerten Auslösemechanismus 23 ausgestattet. Zu
diesem Zweck weist die Schwungscheibe 5 eine in radiale Richtung
von außen nach innen verlaufende Bohrung 25 auf, deren Tiefe
kleiner ist, als der Radius der Schwungscheibe 5. An dem der
Scheibenachse zugewandten Ende der Bohrung 25 ist über eine
Schraubenfeder ein Bolzen 24 befestigt. Bei Rotation der
Schwungscheibe 5 bewegt sich der Bolzen 24 aufgrund der an ihm
angreifenden Zentrifugalkraft, die in Abhängigkeit von der Drehzahl
der Schwungscheibe 5 die Federkraft übersteigt, radial nach außen.
Sobald der Bolzen 24 aus der Bohrung herausragt, kann er gegen
das Gestänge 27 drücken, welches an der Abtriebswelle 9 angreift
und dafür sorgt, daß die Kupplungsscheibe 8 mit dem Schwungrad 5
verbunden wird. An der Schwungscheibe 5 ist in der zusätzlichen,
parallel zur Drehachse 7 verlaufenden Bohrung ein
Einstellmechanismus 26 untergebracht, mit Hilfe dessen sich
einstellen läßt, ab welcher Mindestdrehzahl der Schwungscheibe 5
die Kupplung an dieser angreifen soll. Der Einstellmechanismus 26
besteht aus einem federgelagerten Rastelement, welches gegen den
Bolzen 24 drückt.
In Fig. 3 ist als Alternative zu den in Fig. 1 und 2 dargestellten
Drehschlagwerkzeugen eine andere Ausführungsform einer
Kupplung und einer Schwungscheibe gezeigt. Die Kupplung 8
besteht aus einer Scheibe entlang deren Umfang ein Mantel 28
angeordnet ist, der die Schwungscheibe 5 zumindest teilweise
umgreift, aber nicht berührt. An der Innenseite des Mantels 28 ist
ein radial in Richtung der Drehachse 7 ragender Vorsprung 17
angebracht, der an dem Kupplungsmitnehmer 18 der
Schwungscheibe 5 angreift. Der Kupplungsmitnehmer ist mit einem
drehzahlgesteuerten Auslösemechanismus 23 ausgestattet. Ein
federgelagerter Bolzen 24 bewegt sich bei Rotation der
Schwungscheibe 5 radial nach außen und greift an dem Vorsprung
17 an. Wird die Drehzahl der Schwungscheibe 5 reduziert, so wird
der Bolzen 24 durch die Feder wieder zurückgezogen. Bei dieser
alternativen Ausführungsform ist es nicht unbedingt erforderlich,
daß die Abtriebswelle 9 und die Kupplung 8 axial verschiebbar
sind.
Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und den
Zeichnungen dargestellten Merkmale können sowohl einzeln, als
auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich
sein.
Bezugszeichenliste
1 Drehschlagwerkzeug
2 Gehäuse
3 Motor
4 Antriebswelle
5 Schwungscheibe
6 Überlastkupplung
7 Drehachse
8 Kupplung
9 Abtriebswelle
10
11 Aufnahme
12 Schraubenschlüssel
13 Blattfeder
14 Halterung
15 Ausgangsposition der Blattfeder
16 ausgelenkte Position der Blattfeder
17 Vorsprung
18 Kupplungsmitnehmer
19 Anschlußleitung
20
21 Schalter
22 Hebel
23 Auslösemechanismus
24 Bolzen
25 Bohrung
26 Einstellvorrichtung
27 Gestänge
28 Mantel
29 Stellelement
30
31.
2 Gehäuse
3 Motor
4 Antriebswelle
5 Schwungscheibe
6 Überlastkupplung
7 Drehachse
8 Kupplung
9 Abtriebswelle
10
11 Aufnahme
12 Schraubenschlüssel
13 Blattfeder
14 Halterung
15 Ausgangsposition der Blattfeder
16 ausgelenkte Position der Blattfeder
17 Vorsprung
18 Kupplungsmitnehmer
19 Anschlußleitung
20
21 Schalter
22 Hebel
23 Auslösemechanismus
24 Bolzen
25 Bohrung
26 Einstellvorrichtung
27 Gestänge
28 Mantel
29 Stellelement
30
31.
Claims (15)
1. Kraftangetriebenes Drehschlagwerkzeug zum Lösen und
Anziehen von Schraubbolzen und Gewindemuttern
- - mit einem Motor (3),
- - mit einer von dem Motor (3) angetriebenen Antriebswelle (4), die wiederum eine Schwungscheibe (5) antreibt, wobei zwischen Antriebswelle (4) und Motor (3) eine Überlastkupplung (6) angeordnet ist,
- - mit einer Kupplung (8), die mittels eines Kupplungsmitnehmers (18) an der Schwungscheibe (5) an greift,
- - mit einer an der Kupplung (8) angeordneten Abtriebswelle (9), an deren der Kupplung (8) abgewandtem Ende eine Aufnahme (11) für einen Schraubenschlüssel (12) angebracht ist und
- - mit einem Gehäuse (2), in dem die treibenden Teile, das sind der Motor (3), die Antriebswelle (4) und die Schwungscheibe (5), sowie die getriebenen Teile, das sind die Greifkupplung (8) und die Abtriebswelle (9), so untergebracht sind, daß das der Kupplung (8) abgewandte Ende der Abtriebswelle (9) aus dem Gehäuse (2) herausragt,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die getriebenen Teile (8, 9) axial verschiebbar sind und
- - daß die Kupplung (8) schaltbar ist, so daß durch ein Betätigungsglied (13) die getriebenen Teile (8, 9) von den treibenden Teilen (3, 4, 5) getrennt oder mit diesen verbunden werden können.
2. Kraftangetriebenes Drehschlagwerkzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsglied mindestens
eine quer zur Abtriebswelle (9) angeordnete, in dem Gehäuse
(2) eingespannte Blattfeder (13) ist.
3. Kraftangetriebenes Drehschlagwerkzeug nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Blattfeder (13) von an der
Innenseite des Gehäuses (2) angeordneten Halterungen (14)
aufgenommen ist.
4. Kraftangetriebenes Drehschlagwerkzeug nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an
dem Gehäuse (2) ein Schalter (21) angeordnet ist, an dem die
Drehrichtung des Motors eingestellt wird.
5. Kraftangetriebenes Drehschlagwerkzeug nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an
dem Gehäuse (2) ein extern bedienbarer Hebel (22) angebracht
ist, der das Betätigungsglied (13) zum Trennen oder Verbinden
der treibenden und der getriebenen Teile aktiviert.
6. Kraftangetriebenes Drehschlagwerkzeug nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kupplung (8) scheibenförmig ausgebildet ist und wenigstens
einen in den Kupplungsmitnehmer (18) eingreifenden
Vorsprung (17) aufweist.
7. Kraftangetriebenes Drehschlagwerkzeug nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kupplung (8) drehzahlgesteuert ist und erst nach dem
Erreichen einer Mindestdrehzahl der Schwungscheibe (8) diese
mit der Abtriebswelle (9) verbindet.
8. Kraftangetriebenes Drehschlagwerkzeug nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
zwischen Motor (3) und Antriebswelle (4) angeordnete
Überlastkupplung (6) drehmomentabhängig ist.
9. Kraftangetriebenes Drehschlagwerkzeug nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Motor (3) durch wiederaufladbare Akkumulatoren oder eine
Niedervoltquelle angetrieben wird.
10. Kraftangetriebenes Drehschlagwerkzeug nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abtriebswelle (9) durch ein Gestänge (27) axial verschoben
wird, welches durch einen an der Schwungscheibe (5)
befestigten drehzahlabhängigen Auslösemechanismus (23)
betätigt wird.
11. Kraftangetriebenes Drehschlagwerkzeug nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schwungscheibe (5) eine in
radiale Richtung von außen nach innen verlaufende Bohrung
(25) aufweist, deren Tiefe kleiner ist, als der Radius der
Schwungscheibe (5) und in der über eine Feder ein Bolzen (24)
befestigt ist, der sich bei Rotation der Schwungscheibe (5)
radial nach außen bewegt und bei Stillstand der
Schwungscheibe (5) vollständig in die Bohrung (25) eintaucht.
12. Kraftangetriebenes Drehschlagwerkzeug nach Anspruch 10
oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Mindestdrehzahl der
Schwungscheibe (5) ab der der Bolzen (24) aus der Bohrung
(25) herausragt durch eine Einstellvorrichtung (26) einstellbar
ist.
13. Kraftangetriebenes Drehschlagwerkzeug nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kupplung (8) aus einer Scheibe besteht, entlang deren Umfang
ein Mantel (28) angeordnet ist, der die Schwungscheibe (5)
zumindest teilweise umgreift aber nicht berührt, und an dessen
Innenseite ein radial in Richtung der Drehachse (7) ragender
Vorsprung (17) angebracht ist, der an dem
Kupplungsmitnehmer (18) der Schwungscheibe (5) angreift.
14. Kraftangetriebenes Drehschlagwerkzeug nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kupplungsmitnehmer (18)
der Schwungscheibe (5) als drehzahlabhängiger
Auslösemechanismus (23) ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4427893A DE4427893A1 (de) | 1993-08-19 | 1994-08-08 | Kraftangetriebenes Drehschlagwerkzeug |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4327913 | 1993-08-19 | ||
| DE4427893A DE4427893A1 (de) | 1993-08-19 | 1994-08-08 | Kraftangetriebenes Drehschlagwerkzeug |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4427893A1 true DE4427893A1 (de) | 1995-03-30 |
Family
ID=6495558
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4427893A Withdrawn DE4427893A1 (de) | 1993-08-19 | 1994-08-08 | Kraftangetriebenes Drehschlagwerkzeug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4427893A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1996030166A1 (de) * | 1995-03-29 | 1996-10-03 | Georg Baersch | Kraftangetriebenes drehschlagwerkzeug |
| DE102006030248A1 (de) * | 2006-06-30 | 2008-01-03 | Epcos Ag | Gehäuse zur Aufnahme eines elektronische Bauelements und elektronische Bauelementtaranordnung |
| DE10212943B4 (de) * | 2002-03-22 | 2010-05-27 | Eastman Kodak Co. | Zylinder für eine elektrofotografische Druckmaschine |
-
1994
- 1994-08-08 DE DE4427893A patent/DE4427893A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1996030166A1 (de) * | 1995-03-29 | 1996-10-03 | Georg Baersch | Kraftangetriebenes drehschlagwerkzeug |
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| Date | Code | Title | Description |
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