DE4427295A1 - Elektrischer Sprengzünder - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen elektrischen Sprengzünder nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
In der Sprengtechnik ist es üblich, die auf eine Vielzahl von Bohrlöchern verteilte
Sprengstoffmenge nicht zeitgleich durch Momentzünder zu initiieren, sondern auf
verschiedene Zeitstufen zu verteilen. Man erreicht auf diese Weise eine
Minimierung der mit der Sprengung verbundenen Erschütterungen und eine
gezielte Zerkleinerung des Haufwerkes. Das Abtun der Sprengung erfolgt
heutzutage hauptsächlich mit konventionellen elektrischen oder nichtelektrischen
Zündsystemen, denen ein pyrotechnisches Verzögerungsprinzip zugrunde liegt.
Die Intervalle zwischen den einzelnen Zeitstufen betragen typischerweise 20 bis
500 ms, während die Anzahl der Zeitstufen je pyrotechnischem System etwa bei
20 liegt.
Bei konventionellen elektrischen Sprengzündern wird dem Anzündelement
(vorzugsweise Anzündpille) die elektrische Energie über die Zünderdrähte
zugeführt. Durch ohmsche (widerstandsabhängige) Aufheizung des
Brückendrahtes erfolgt die Anzündung der Anzündmischung. Die chemische
Umsetzung der Anzündmischung bewirkt eine Anzündung des im
Verzögerungskörper befindlichen pyrotechnischen Verzögerungssatzes. Nach
Durchbrennen des Verzögerungssatzes wird eine Primärladung gezündet. Diese
Primärladung kann aus einem Initialsprengstoff (vorzugsweise Bleiazid) oder
einer DDT-fähigen Ladung bestehen. Die detonative Wirkung der Primärladung
initiiert die Unterladung, die ihrerseits die Umsetzung des den Zünder
umgebenden Sprengstoffes einleitet. Die Verzögerungszeiten bei konventionellen
pyrotechnischen Verzögerungssystemen können u. a. durch die Satzzu
sammenstellung, die Satzdichte und die Länge der Satzsäule eingestellt werden.
Zum Abtun der Sprengung wird bei konventionellen elektrischen Zündsystemen
die notwendige Anzahl von Zündern in Parallel-, Serien- oder Parallel-Serien-
Schaltung mit einer einfachen Kondensatorzündmaschine verbunden. Die
Auslegung und Berechnung eines so aufgebauten Zündkreises erfolgt nach
elementaren Regeln der Elektrotechnik (Ohmsches Gesetz, Zündimpuls). Die
Prüfung der Schaltung ist mit einfachen Meßgeräten möglich. Die elektrische
Empfindlichkeit der Sprengzünder wird durch die verwendete Anzündpille
festgelegt und kann den jeweils vorliegenden Randbedingungen angepaßt
werden.
Neben der konventionellen elektrischen Sprengtechnik mit pyrotechnischer
Verzögerung werden zunehmend Systeme mit elektronischer Verzögerung
bekannt (EP-B1-0 183 933). Bei derartigen Systemen erfolgt die Verzögerung
durch eine elektronische Schaltung im Zünder. Es sind nahezu beliebig viele
Zeitstufen und Zeitintervalle bei sehr hoher Genauigkeit realisierbar. Die
Verwendung der elektronischen Verzögerung führt nach dem Stand der Technik
bei elektrischen Systemen bisher zu einer Integration des äußeren Zündkreises
und der internen Verzögerungsschaltung, mit der Konsequenz, daß spezielle, auf
das Zündsystem abgestimmte Zündmaschinen notwendig werden.
Aus der DE-A1 42 18 881 ist ein gattungsgemäßer Zünder mit digitaler
Verzögerung bekannt. Dieser Zünder besteht aus einem rohrförmigen Gehäuse
das einen Verzögerungszünder umgibt, und das an einem Ende geschlossen ist
und am anderen Ende mit einem Stoßwellenrohr (Sprengschlauch) verbunden
ist. Der Energieausgang des Sprengschlauches betätigt eine Initialzündladung,
deren Energieausgang auf einen piezokeramischen Wandler gerichtet ist, um
einen elektrischen Energieausgang zu erzeugen. Dieser elektrische
Energieausgang wird an eine Verzögerungsschaltung gelegt, wobei diese zum
Steuern eines Zündsignals dient, das an ein Zündelement nach dem Ablauf einer
vorbestimmten Zeitverzögerung angelegt wird.
Ein ähnlicher Zünder ist in der WO 89/01601 offenbart.
Die bisherigen konventionellen pyrotechnischen Sprengzünder zeigen in ihren
Verzögerungszeiten verfahrensbedingt eine statistische Streuung, die Abstand
und Anzahl der Zeitstufen begrenzt. Pyrotechnische Sätze neigen bei langer
Lagerung zur Veränderung ihres Durchbrennverhaltens, so daß die gleichzeitige
Verwendung von neuen und länger gelagerten Sprengzündern zu Problemen
führen kann. Die Produktion qualitativ hochwertiger Verzögerungszünder ist mit
hohem Aufwand verbunden und die Qualität durch die physikalischen
Eigenschaften der verwendeten Verzögerungssatzsysteme grundsätzlich
begrenzt.
Elektronische programmierbare Zündsysteme vermeiden die oben aufgeführten
Nachteile bezüglich der Verzögerungszeit und liefern Verzögerungszeiten mit
einer Genauigkeit besser als 1 Millisekunde. Ein Nachteil derartiger
elektronischer Zündsysteme liegt darin, daß die Zündkreise (Verdrahtung),
Zünder und eigens hierfür entwickelten Zündgeräte (Zündmaschinen)
aufeinander abgestimmt sein müssen. So ist es z. B. nicht möglich, elektronische Zünder mit einer gebräuchlichen, handelsüblichen Kondensator-Zündmaschine
auszulösen.
Elektronische Zünder mit einer Initiierung durch einen Sprengschlauch haben
beispielsweise den Nachteil, daß sie im Gegensatz zur konventionellen
elektrischen Zündung für gewisse Sprengarbeiten (z. B. Salzbergbau) nicht zu
verwenden sind und eine Überprüfung des Zündkreises kurz vor der Zündung
nicht mehr möglich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektrischen Sprengzünder nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 derart zu verbessern, daß er gegenüber dem
konventionellen elektrischen Zünder mit pyrotechnischer Zeitverzögerung eine
verbesserte Zeitgenauigkeit aufweist und die weitere Nutzung der herkömmlichen
Zündmaschine und Zündtechnik für elektrische Zünder erlaubt.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch gelöst, daß in das Gehäuse Zünderdrähte in
ein primäres Anzündelement führen, welches bei der Zündung eine Energiequelle
in einem Verzögerungszündelement aktiviert bzw. in Gang setzt, wodurch die
Verzögerungsschaltung startet.
Hierdurch kann der erfindungsgemäße Sprengzünder mit handelsüblichen
Zündmaschinen gezündet werden. Der Einsatz ist auch zusammen mit
konventionellen elektrischen Zündern möglich. Die Verzögerungszeit wird
werkseitig in der elektronischen Verzögerungsschaltung eingestellt. Ihre
Auslösung erfolgt über das primäre Anzündelement, welches eine Energiequelle
im Verzögerungszündelement aktiviert bzw. in Gang setzt, wodurch die
Verzögerungsschaltung startet.
Vorteilhafterweise ist das primäre Anzündelement eine Anzündpille bzw. eine
Brückenanzündpille. Es sind jedoch auch Spaltdetonatoren, Brückendetonatoren
Schichtelemente usw. zweckmäßig. Wichtig ist, daß mit dem Zünden des
primären Anzündelements eine Energiequelle im Verzögerungszündelement
aktiviert bzw. in Gang gesetzt wird, wodurch ein Starten der
Verzögerungsschaltung erfolgt.
Erfindungsgemäß sind drei bevorzugte Ausführungsformen zum Starten der
Verzögerungsschaltung vorgesehen.
Bei der ersten bevorzugten Variante sind im Verzögerungszündelement eine
aktive Batterie und ein die Verzögerungsschaltung in Gang setzender Schalter
angeordnet, wobei der Schalter durch die Zündung des primären
Anzündelementes betätigt wird. Als Batterie kann z. B. eine handelsübliche
Knopfzelle des Typs Lithium-Mangan-Dioxid verwendet werden. Als Schalter
werden bevorzugt mechanische oder optoelektronische Schalter, Thermoschalter
oder Ionenstromschalter verwendet. Als mechanische Schalter, die durch den
vom primären Anzündelement erzeugten Druck betätigt werden, eignen sich
bevorzugt Kolbenschalter oder Membranschalter. Optoelektronische Schalter
werden durch das vom primären Anzündelement erzeugte Licht betätigt.
Ausgeführt werden sie z. B. als selbsthaltende Fototransistorschaltung.
Thermoschalter werden durch die vom primären Anzündelement erzeugte
Wärme betätigt, z. B. durch Schmelzen einer Isolierschicht zwischen zwei
Kontakten. Ionenstromschalter nutzen die ionisierende Eigenschaft der
Reaktionsflamme des Anzündelementes bzw. der Anzündpille. Bei
Vorhandensein eines ionisierenden Gases stellt der Ionenstromschalter einen
Kontakt zwischen zwei Polen her. Vorzugsweise wird eine serielle Kombination
aus den vorgenannten Prinzipien angewendet.
Bei der zweiten bevorzugten Ausführungsform ist im Verzögerungszündelement
eine durch die Zündung des primären Anzündelementes aktivierbare Batterie
oder Thermobatterie angeordnet, die nach Aktivierung die Verzögerungs
schaltung in Gang setzt. Aktivierbare Batterien und Thermobatterien haben den
Vorteil der langen Lagerfähigkeit. Außerdem ist kein zusätzlicher Schalter
erforderlich.
In einer dritten bevorzugten Ausführungsform ist im Verzögerungszündelement
ein durch die Zündung des primären Anzündelementes beaufschlagter
piezoelektrischer Wandler, insbesondere mit vorgeschaltetem Explosivstoff
angeordnet, wobei der piezoelektrische Wandler nach Aktivierung die Energie für
die Verzögerungsschaltung liefert.
Es ist in einigen Fällen zweckmäßig, im Verzögerungszündelement einen
Kondensator anzuordnen, der z. B. vom piezoelektrischen Wandler oder der
Batterie aufgeladen wird.
Das Verzögerungszündelement besteht, wie schon ausgeführt, aus einer
Verzögerungsschaltung - Zeitglied bzw. Timer - mit einer Endstufe und einer
aktivierbaren bzw. in Gang setzbaren Energiequelle. Das sekundäre
Anzündelement ist daran angeschlossen.
Die Verzögerungsschaltung ist z. B. eine analoge RC-Kombination, wobei die
Zeitverzögerung durch die Zeitkonstante R·C gegeben ist, oder ein digitaler
Zähler und ein extern beschaltbarer Oszillator. Die Zeitverzögerung wird durch
die externen Elemente R und C definiert. Der Oszillator ist ein handelsüblicher
Baustein. Ferner sind auch einstellbare digitale Zähler mit integriertem Oszillator
zweckmäßig. Die Zeitverzögerung wird durch externe Einstellung eines Zählers
durch z. B. Bondung realisiert. Dieser Baustein ist handelsüblich und wird z. B. in
der Uhrenindustrie verwendet.
Die Endstufe dient als elektrischer Schalter zwischen der Energieversorgung und
dem sekundären Anzündelement. Sie wird durch den Impuls des Timers
angesteuert. Technisch ist die Endstufe durch einen Transistor oder Thyristor
oder Darlington Schaltung realisierbar.
Das sekundäre Anzündelement dient zur Initiierung der Wirkladung des Zünders
vorzugsweise über eine Primärladung aus Bleiazid, jedoch auch primärstofffrei
z. B. als DDT-Ladung. Das sekundäre Anzündelement ist z. B. eine 20 Ohm
Zündpille (der Batterieleistung angepaßt), ein Detonator oder ein
Metallschichtelement.
Die in der elektrischen Sprengtechnik üblichen Verfahren von Serien- oder
Parallelschaltung oder eine Kombination aus beiden sind wegen der absolut
identischen eingangs erwähnten Charakteristik (gleicher Zündimpuls, gleicher
Widerstand) bei Verwendung der herkömmlichen Zündmaschinen auch weiterhin
ohne Abänderung einsetzbar.
Weitere Vorteile der Erfindung liegen in:
- a) der besseren Genauigkeit der elektronischen Zeitverzögerung gegenüber der verfahrensbedingt mit Streuung behafteten pyrotechnischen Zeitverzögerung,
- b) der Realisierung höherer Zeitstufenzahlen und
- c) der Realisierung nahezu beliebiger voreinstellbarer Verzögerungszeiten, die wesentlich länger als die pyrotechnisch bekannten sein können.
Alle drei Vorteile lassen sich unter Verwendung der bisherigen Zünd- und
Verbindungstechniken erreichen.
Die Verwendung dieses neuen Zünders benötigt damit nur die bisher übliche
Ausbildung oder Handhabung bei den Anwendern. Der erfindungsgemäße
Sprengzünder ist bis auf die einheitliche Länge nicht von den bisherigen
konventionellen Zündern zu unterscheiden.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Zeichnungen, die
nachfolgend eingehend erläutert werden. Es zeigt:
Fig. 1 im Längsschnitt einen erfindungsgemäßen Sprengzünder und
Fig. 2 schematisiert Blockschaltbilder dreier Ausführungsformen des
erfindungsgemäßen Sprengzünders.
Der in der Fig. 1 dargestellte erfindungsgemäße Sprengzünder 1 weist ein
langgestrecktes Gehäuse 2 in Form einer zylindrischen rohrförmigen Hülse auf
die aus Metall, z. B. aus Kupfer, besteht. Die Hülse ist am vorderen Ende 15
geschlossen und weist an ihrem rückwärtigen Ende eine Öffnung 16 auf, durch
die zwei Zünderdrähte 8 von außen in das Hülseninnere hineinführen. Die
Zünderdrähte 8 sind auf einem Teil ihrer Länge von einem Stopfen 17 aus
Kunststoff umschlossen, der am rückwärtigen Ende der Hülse durch
Eindrückungen 18 des Hülsenmaterials fixiert ist. Die Zünderdrähte 8 sind jeweils
mit einem Isoliermantel versehen und nur ihre vorderen Enden sind abisoliert. Die
innen aus dem Stopfen 17 herausragenden Enden der Zünderdrähte 8 sind mit
den zwei Polen einer Anzündpille 9 elektrisch und mechanisch verbunden. Die
Anzündpille 9 ist zum Schutz vor elektrostatischer Zündung in einer
zylinderförmigen Hülse 19 aus Kunststoff geführt. Vor der Anzündpille 9 ist ein
elektronisches Verzögerungszündelement (electronic delay element - EDE) 20
angeordnet. Dieses Verzögerungszündelement 20 beinhaltet eine
Verzögerungsschaltung 7 mit einer Endstufe für ein sekundäres Zündelement 5
(Anzündpille), welches hinter dem Verzögerungszündelement 20 angeordnet ist
und frei in einen Hohlraum 21 der Hülse hinein absteht.
Das Verzögerungszündelement 20 weist ferner je nach Ausführungsform noch
eine aktive oder aktivierbare Batterie und einen Schalter oder einen
piezoelektrischen Wandler auf. Genauer wird dies noch anhand von Fig. 2
beschrieben.
Im vorderen Ende des Gehäuses 2 bzw. im Hülsenkopf ist eine Primärladung 3
und eine Sekundärladung 4 angeordnet. Die Primärladung 3 ist zum Schutz
gegen Schlagbelastung in einem Metallkörper 22 - einem sogenannten NME-
Körper (Nicht-Massen-Explosionsgefährlich) - untergebracht. Anstelle der
Primärladung kann auch eine DDT-Ladung verwendet werden.
Fig. 2 zeigt drei Ausführungsformen Fig. 2a, Fig. 2b und Fig. 2c des
Verzögerungszündelementes 20. Allen Ausführungsformen ist gemeinsam, daß
der erfindungsgemäße Sprengzünder an eine herkömmliche Zündmaschine 23
anschließbar ist. Von dieser Zündmaschine 23 führen Zünderdrähte 8 zum
Sprengzünder und sind dort mit einer Anzündpille 9 verbunden. Bei der Zündung
der Anzündpille 9 durch die Zündmaschine 23 wird das
Verzögerungszündelement 20 gestartet. Nach der in der Verzögerungsschaltung
7 mit Endstufe eingestellten Verzögerungszeit wird das sekundäre Zündelement
5 gezündet, worauf die Ladungen 3, 4 detonieren.
Fig. 2a zeigt eine Ausführungsform, bei der im Verzögerungszündelement 20 vor
der Verzögerungsschaltung 7 eine durch die Zündung der Anzündpille 9
aktivierbare Batterie 12 als Energiequelle angeordnet ist. Diese Batterie 12 liefert
den Strom für die Verzögerungsschaltung 7 und die Endstufe. Die Batterie 12
wird durch die Zündung der Anzündpille 9 aktiviert.
In der in Fig. 2b gezeigten Ausführungsform ist im Verzögerungszündelement 20
vor der Verzögerungsschaltung 7 ein Schalter 11 und eine aktive Batterie 10
angeordnet. Der Schalter 11 wird durch die Zündung der Anzündpille 9 betätigt
und startet die Verzögerungsschaltung 7.
In der in Fig. 2c gezeigten Ausführungsform ist im Verzögerungszündelement 20
vor der Verzögerungsschaltung 7 ein piezoelektrischer Wandler 13 mit
vorgeschaltetem Explosivstoff 14 angeordnet. Nach Zündung der Anzündpille 9
explodiert der Explosivstoff 14, der auf den piezoelektrischen Wandler 13
einwirkt. Dieser erzeugt den nötigen Strom für die Verzögerungsschaltung 7, die
Endstufe und die Zündung der Anzündpille 9. Ggf. wird zur Zwischenspeicherung
ein Kondensator im Verzögerungszündelement 20 bzw. in der
Verzögerungsschaltung 7 integriert.
Claims (7)
1. Elektrischer Sprengzünder (1) mit einem Gehäuse (2), einer in dem
Gehäuse (2) angeordneten Sprengladung (3, 4), einem sekundären
Anzündelement (5) zum Zünden der Sprengladung (3, 4), und einer
elektronischen Verzögerungsschaltung (7) mit einer Endstufe, die eine
eingestellte feste Verzögerung der Zündung des sekundären
Anzündelementes (5) nach Eintreffen eines Startimpulses bewirkt,
dadurch gekennzeichnet, daß in das Gehäuse (2) Zünderdrähte (8) in ein
primäres Anzündelement führen, welches bei Zündung eine Energiequelle
in einem Verzögerungszündelement (20) aktiviert bzw. in Gang setzt,
wodurch die Verzögerungsschaltung (7) startet.
2. Sprengzünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
primäre Anzündelement eine Anzündpille (9) ist.
3. Sprengzünder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
vor der Verzögerungsschaltung (7) eine aktive Batterie (10) und ein die
Verzögerungsschaltung (7) in Gang setzender Schalter (11) angeordnet
sind, wobei der Schalter (11) durch die Zündung des primären
Anzündelementes betätigt wird.
4. Sprengzünder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schalter (11) ein mechanischer oder optoelektronischer Schalter oder ein
Thermoschalter oder ein Ionenstromschalter ist.
5. Sprengzünder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
vor der Verzögerungsschaltung (7) eine durch die Zündung des primären
Anzündelementes aktivierbare Batterie (12) oder Thermobatterie
angeordnet ist, die nach Aktivierung die Verzögerungsschaltung (7) in
Gang setzt.
6. Sprengzünder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
vor der Verzögerungsschaltung (7) ein durch die Zündung des primären
Anzündelementes beaufschlagter piezoelektrischer Wandler (13),
insbesondere mit vorgeschaltetem Explosivstoff (14), angeordnet ist,
wobei der piezoelektrische Wandler (13) nach Aktivierung die Energie für
die Verzögerungsschaltung (7) liefert.
7. Sprengzünder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß im Verzögerungszündelement (20) ein Kondensator
angeordnet ist.
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