DE4421230C2 - Vorrichtung zum Verteilen von pastösem Material auf Oberflächen - Google Patents
Vorrichtung zum Verteilen von pastösem Material auf OberflächenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Eine Vorrichtung dieser Art ist aus AT 235 513 bekannt, wobei ein
Aufträger bzw. Kissen aus elastischem Polyurethan-Schaumstoff mit
geschlossenen Zellen auf der Auftragsseite mit Einschnitten
versehen ist, so daß voneinander getrennte Kissenteile entstehen,
die sich beim Auftragen eines Pflegemittels umbiegen, so daß die
Seitenwände dieser einzelnen Kissenteile freigelegt werden und
als elastische, gegen die zu behandelnde Fläche gepreßte Streich
flächen dienen.
Bei dieser bekannten Ausführungsform dringt ein pastöses Pflege-
und Impregniermittel, wie es beispielsweise auf Lederschuhen und
dergleichen aufgetragen wird, zwischen die einzelnen Kissenteile
ein. Nach einer gewissen Gebrauchsdauer trocknet dieses pastöse
Material aus, so daß es leicht brüchig wird, wodurch die
Gebrauchseigenschaften eines solchen Auftragskissens beein
trächtigt werden. Für die Pflege von empfindlichem Leder wird ein
weiches Auftragskissen gefordert. Das ausgetrocknete Material
zwischen den Kissenteilen behindert das Abbiegen der Kissenteile
beim Auftragen, so daß das Auftragskissen nach einer gewissen
Zeit nicht mehr brauchbar ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der
eingangs angebenen Art so auszubilden, daß der Aufträger über
eine lange Gebrauchsdauer seine elastischen Eigenschaften
beibehält und eine gleichmäßige Verteilung des pastösen Materials
zuläßt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im
kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 gelöst. Der Aufträger aus
geschlossenzelligem Schaumstoff nimmt kein pastöses Material auf,
wodurch er seine Elastizität beibehält, während die vorzugsweise
dünne Beschichtung aus einem die pastöse Zubereitung aufnehmenden
Material eine gleichmäßige Verteilung auf einer Lederoberfläche
gewährleistet.
Vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sind in den weiteren
Ansprüchen angegeben.
Beispielsweise Ausführungsformen werden nachfolgend anhand der
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Schaumstoffaufträger
nach einer ersten Ausführungsform der Erfindung′
Fig. 2 die Anordnung des Schaumstoffaufträgers auf einem
Träger mit Abdeckkappe in einem Teilschnitt,
Fig. 3 in der Darstellung nach Fig. 1 eine abgewandelte
Ausführungsform des Aufträgers nach Fig. 1, und
Fig. 4 eine zweite Ausführungsform nach der Erfindung in
einem Längsschnitt.
Fig. 1 zeigt ein scheibenförmiges Schaumstoffteil 1 aus ge
schlossenzelligem und vernetztem Schaumstoff, das auf der
Ober- und Unterseite mit einer dünnen Beschichtung 2 aus einem
eine pastöse Zubereitung aufnehmenden Material versehen ist.
Dieser aus drei sandwichartig übereinander liegenden Schichten
gebildete Aufträger ist in der Mitte mit einem durchgehenden
Austrittskanal 3 für die pastöse Zubereitung versehen. Der
geschlossenzellige Schaumstoff des Teil 1 hat eine hohe Ela
stizität bzw. ein hohes Rückstellvermögen und er wird von dem
pastösen Material nicht durchdrungen.
Fig. 2 zeigt in einem Teilschnitt einen Kunststoffträger 4,
der auf eine nicht dargestellte Tube aufgesetzt wird, wobei
ein Hülsenabschnitt 5 mit einem Innengewinde versehen ist, das
auf den mit einem Außengewinde versehenen Tubenhals aufge
schraubt wird. In einem radialen Abstand 10 innerhalb des Hül
senabschnitts 5 ist ein ringförmiger Ansatz 6 ausgebildet, der
in die Tubenöffnung eintaucht und eine Durchtrittsöffnung in
dem Kunststoffträger umschließt. Auf diesem Kunststoffträger 4
ist der in Fig. 1 wiedergegebene Schaumstoffaufträger 1, 2 bei
spielsweise durch Kleben oder Verschweißen fest angebracht,
wobei der Austrittskanal 3 mit der Austrittsöffnung in dem
Kunststoffträger 4 fluchtet. Eine Kappe 7 ist auf den Kunst
stoffträger 4 aufgesteckt und deckt den Schaumstoffaufträger
1, 2 ab. Die Kappe 7 ist in der Mitte mit einem Dichtzapfen 8
versehen, der durch den Austrittskanal 3 und in die Austritts
öffnung im Kunststoffträger 4 ragt, um diesen Austrittsbereich
frei von pastösem Material zu halten, wenn die Auftragsvor
richtung nicht benutzt wird. Zudem verhindert er ein Austrock
nen des Behälterinhalts.
Die das pastöse Material aufnehmende Beschichtung 2 kann aus
einem offenzelligen vernetzten oder unvernetzten Schaumstoff
bestehen oder auch aus einer Beflockung. Bei dem Ausführungs
beispiel nach Fig. 1 ist auch die zum Auftragen der pastösen
Zubereitung nicht verwendete Unterseite des Aufträgers mit
einer Beflockung 2 versehen, weil die Beflockung 2 das Ver
schweißen des Aufträgers mit dem Kunststoffträger 4 begün
stigt. Ebenso ist es möglich, den Aufträger beispielsweise
mittels eines Klebstoffs an dem Kunststoffträger 4 zu befesti
gen.
Das Material der Beschichtung 2 wird so gewählt, daß es einen
schonenden Auftrag der pastösen Zubereitung ohne Beschädigung
empfindlicher Oberflächen gewährleistet, während das Material
dennoch ausreichende mechanische Beständigkeit aufweist und
bis zum Aufbrauch des Tubeninhalts gebrauchsfähig bleibt.
Die im Verhältnis zur Dicke des geschlossenzelligen Schaum
stoffteils 1 dünne Beschichtung 2 nimmt wegen der geringen
Dicke nur wenig Material auf, so daß diese Beschichtung 2 aus
reichend elastisch bleibt.
Für das geschlossenzellige Schaumstoffteil 1 können thermopla
stische Elastomere TPE zum Einsatz kommen. Ein derartiges Ma
terial hat den Vorteil, daß es in herkömmlichen Spritzgußma
schinen verarbeitet werden kann. Im Gegensatz zu herkömmlichen
Elastomeren entfällt der Prozeß einer Vulkanisation. Die Ober
fläche dieses Materials kann wie oben beschrieben durch Be
flockung oder Kaschierung mit einer weichen Materialbahn ver
sehen werden.
Fig. 3 zeigt in einer Schnittansicht eine abgewandelte Ausfüh
rungsform eines Aufträgers mit einem geschlossenzelligen
Schaumstoffteil 1, einer Zwischenschicht 9 und der Beschich
tung 2 aus weichem, die pastöse Zubereitung aufnehmendem Mate
rial auf der Auftragsseite. Die Zwischenschicht 9 kann aus
einem weich-elastischen Material bestehen, das eine höhere
Elastizität aufweist als der geschlossenzellige Schaumstoff
des unteren Teils 1, wobei die Zwischenschicht 9 ebenfalls aus
geschlossenzelligem Schaumstoff besteht.
Nach einer anderen abgewandelten Ausführungsform können auch
die Seitenflächen des Aufträgers mit einer Beflockung oder
Beschichtung 2 versehen werden, wobei sich diese Beschichtung
2 auch nur über einen Teil der Dickenabmessung des Schaum
stoffteils 1 erstrecken kann.
Der beschriebene Aufträger aus wenigstens zwei Materialschich
ten wird vorzugsweise auf einem Kunststoffträger 4 befestigt,
wie er in Fig. 2 wiedergegeben ist. Es ist aber auch möglich,
einen solchen Aufträger 1, 2 direkt auf einer Tube um deren
Öffnung herum anzubringen. Es kann auch eine andere Befesti
gungsart des Kunststoffträgers 4 auf der Tube vorgesehen wer
den.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Verteilen von pastösem Material auf Ober
flächen, mit einem auf einer Tube oder dergleichen Behälter
für das pastöse Material aufsetzbaren Aufträger aus ge
schlossenzelligem Schaumstoff,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Aufträger (1) zumindest auf einem Teil seiner Ober
fläche mit einem weichen Material (2) beschichtet ist, das
das pastöse Material aufnimmt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beschichtung (2) dünn und der Aufträger (1) aus
geschlossenzelligem Schaumstoff zur Ausbildung eines
Polsters dick ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beschichtung (2) durch Beflockung ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beschichtung (2) aus einem offenzelligen Schaum
stoff besteht.
5. Vorrichtung nach den vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Aufträger (1) aus geschlossenzelligem
Schaumstoff und der Beschichtung (2) eine elastische
Zwischenschicht (9) vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach den vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Aufträger (1) auf einem Kunststoffträger (4) ange
bracht ist, der auf eine Tube aufschraubbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Aufträger (1) auf der am Kunststoffträger (4)
anliegenden Seite mit einer Beschichtung (2) versehen ist,
die das Verschweißen mit dem Kunststoffträger (4) begün
stigt.
8. Vorrichtung nach den vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Aufträger (1) in der Mitte einen durchgehenden
Austrittskanal (3) aufweist.
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