DE4416065A1 - Verfahren und Vorrichtung zum sterilen Abfüllen von Flüssigkeiten in Behälter - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum sterilen Abfüllen von Flüssigkeiten in BehälterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
sterilen Abfüllen von Flüssigkeiten in Behälter gemäß den Oberbe
griffen der Ansprüche 1 und 2.
Bekannt ist ein gattungsgemäßes Verfahren mit zugehöriger Vor
richtung (DE 43 04 808) zum Abfüllen von Milch in Behälter. Die
ses Verfahren mit Vorrichtung hat zwar vorrangig die Aufgabe,
Schaum, der sich bei der Abfüllung gebildet hat, zu beseitigen,
aber die Lösung der Schaumbeseitigung und das Füllen von Flaschen
mit genauer Füllhöhe findet teilweise unter sterilen Bedingungen
statt.
So ist es verfahrensmäßig bekannt, Flaschen mit Milch zu füllen
und den sich dabei gebildeten Schaum über dem Flüssigkeitsspiegel
der gefüllten Flasche zu beseitigen, wobei die Flasche durch
Anheben gasdicht an einem Füllventil anliegt und das Abfüllen in
einem Druckbereich erfolgt, bei dem in der Flasche sich ein ge
ringerer Druck befindet als in einem die Milch beinhaltenden
Flüssigkeitsbehälter. Nach Druckausgleich ist der Füllvorgang
beendet und die Flasche wird abgezogen. Dabei wird nach dem im
Unterdruckbereich stattfindenden Abfüllvorgang die Unterdruck
quelle geschlossen und durch Einblasen von steriler Luft durch
das Füllventil alle sich im Füllventil befindliche Milch in die
Flasche gedrückt und damit in bezug auf ihren zu erreichenden
Füllgutspiegel überfüllt, dann der Druckunterschied beseitigt und
anschließend die Flasche etwas abgesenkt wird, so daß ein Spalt
zwischen Füllventil und Flaschenmündung entsteht und dabei die
Flasche belüftet und sodann die überfüllte Milch durch einen
Unterdruck bis zum vorgesehenen Füllniveau mit allem sich gebil
deten Schaum abgesaugt und in einem gesonderten Behältnis gesam
melt wird, wobei der zum Absaugen benötigte Unterdruck bis zum
nächsten Füllvorgang beibehalten wird.
Die zugehörige Vorrichtung besteht aus einer Vakuumfüllmaschine
mit einem Flüssigkeitsbehälter, an dem mehrere von unten ange
brachte Füllventile angeordnet sind, von denen jedes eine in
einem Ventilkörper gegen die Kraft einer Druckfeder axial ver
schiebbare und abgedichtete Ventilhülse mit Dichtgummi besitzt,
an der jeweils beim Füllvorgang eine auf einem Huborgan, insbe
sondere Flaschenteller befindliche Flasche angeordnet ist, und
ein im Füllventil befestigtes Rückgasrohr mit Ventilkegel zur
Bildung eines Füllgutauslaufspaltes mit der Ventilhülse als Flüs
sigkeitsventil aufweist. Dabei endet die obere Öffnung des Rück
gasrohres in einem Umsteuerventil und dieses Umsteuerventil be
sitzt noch je eine Verbindung zu einer Vakuumquelle und zu einer
Überdruckquelle für Sterilluft. Das Umsteuerventil befindet sich
oberhalb direkt auf dem Flüssigkeitsbehälter und es sind darin
ein gesteuert bewegbarer Kolbenschieber und Bohrungen angeordnet.
Der Kolbenschieber besitzt eine Kammer und ist federbelastet,
gesteuert axial mittels ortsfester Steuerkurve verschiebbar. Je
nach Stellung des Kolbenschiebers ist das Rückgasrohr über die
Kammer entweder mit der Vakuumquelle oder mit der Überdruckquelle
für Sterilluft verbunden oder das Rückgasrohr ist geschlossen.
Nachteilig wirkt sich hierbei aus, daß wenn die Flasche etwas
abgesenkt ist diese durch einen Spalt belüftet wird und überfüll
te Flüssigkeit bis auf eine vorgesehene Füllhöhe aus der Flasche
abgesaugt wird. Durch dieses Belüften und Absaugen wird unsterile
Umgebungsluft in die Flasche und in die Füllmaschine gesaugt, so
daß eine durchgängige Sterilität weder der Füllmaschine noch eine
Sterilität der gefüllten Flasche gewährleistet ist. Außerdem ist
das abgesaugte Füllgut nicht mehr steril.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, stille Getränke steril
in Flaschen kalt abzufüllen bei gleichzeitiger Sterilhaltung der
Füllorgane und der Möglichkeit der Reinigung der Vakuumfüllma
schine mit kostengünstigen, einfachen Mitteln.
Diese Aufgabe wird gemäß den im Kennzeichen der Ansprüche 1 und 2
angegebenen Merkmalen gelöst. Weitere günstige Ausgestaltungen
sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungs
gemäßen Vorrichtung besteht darin, daß der gesamte Füllprozeß
unter völlig sterilen Bedingungen stattfindet. Die Flaschen wer
den steril z. B. von einer Reinigungsmaschine oder von einem Ste
rilisator zugeführt. Das Füllgut wird völlig steril gehalten. Es
kommt beim Abfüllen nicht mit unsteriler Luft oder mit nicht
sterilen Maschinenteilen in Berührung. Es erfolgt auch keine
Rückführung von Flüssigkeit in die Vakuumfüllmaschine. Die mit
dem Füllgut in Berührung kommenden Maschinenteile wie die Zen
triereinrichtung mit Abdichtkegel, Teile des Flüssigkeitsventiles
und das Rückgasrohr kommen entweder nicht mit unsteriler Luft in
Berührung oder sie werden durch den Dampf durchgängig sterili
siert. Letzteres trifft besonders für das Rückgasrohr zu, durch
welches Dampf ausgeblasen wird bis zum Anlegen einer neuen zu
füllenden Flasche. Sollten zu füllende Flaschen längere Zeit
fehlen oder die Vakuumfüllmaschine zu einem Stillstand kommen
oder bei einem Leer fahren der Maschine wird statt Dampf sterile
Luft eingesetzt.
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles
näher erläutert werden.
Die Figur zeigt eine Schnittdarstellung eines Flüssigkeitsbehäl
ters mit einem Füllorgan.
Bei dem Verfahren zum sterilen Abfüllen von stillen Getränken in
Flaschen wird der Füllvorgang eingeleitet, indem jede Flasche
durch Anheben gasdicht an eine Dichtung eines Füllorganes ange
legt wird. Anschließend wird die Flasche durch ein Anschließen an
eine Vakuumquelle evakuiert. Der Druck beträgt etwa 0,2 bar und
ist gleich dem Unterdruck im Flüssigkeitsbehälter. Nach der Eva
kuierung erfolgt das Füllen, was bei Gleichdruck in bezug auf den
Flüssigkeitsbehälter und in bezug auf die Flasche erfolgt. Der
Füllvorgang wird beendet, wenn das Rückgasrohr durch das Füllgut
verschlossen wird. Die Unterdruckquelle wird geschlossen und es
wird Dampf in die Flasche durch das Rückgasrohr eingeblasen und
dabei gleichzeitig die Flasche etwas abgesenkt, so daß ein Spalt
zwischen Flaschenmündung und dem Abdichtkegel entsteht. Hierdurch
kann die Luft bzw. der Dampf entweichen und das Rückgasrohr wird
entleert, indem durch das Einblasen von Dampf alle Restflüssig
keit, die sich im Rückgasrohr befindet, in die Flasche gedrückt
wird. Nunmehr wird die Flasche weiter abgesenkt. Beim weiteren
Absenken der Flasche wird durch eine durch das Vorhandensein der
Flasche gesteuerte Dampf zufuhr der Raum um den Flaschenhals und
Maschinenteile, wie die Zentriereinrichtung mit Abdichtung, das
Flüssigkeitsventil und das Rückgasrohr sterilisiert. Der Flasche
wird noch im sterilen Zustand ein Verschluß aufgesetzt und sie
wird einem Verschließer zugeführt. Die Dampfzufuhr durch das
Rückgasrohr wird fortgesetzt bis kurz vor Anlegen einer neuen zu
füllenden Flasche. Sollten Flaschen fehlen bzw. die Füllmaschine
zu einem Stillstand kommen oder leergefahren werden, wird statt
Dampf sterile Luft angewendet.
Bei der zugehörigen Vorrichtung befindet sich mindestens ein
Füllorgan an einer nicht dargestellten Vakuumfüllmaschine für
Flaschen zum sterilen Abfüllen von Getränken. Die Vakuumfüllma
schine besitzt dazu ein um eine senkrechte Mittelachse rotieren
des Oberteil, welches einen Flüssigkeitsbehälter 1 aufweist. Der
Flüssigkeitsbehälter 1 ist im Füllbetrieb bis zu einer gesteuer
ten bestimmten Höhe mit Füllgut gefüllt. Im Raum oberhalb des
Füllgutes befindet sich Sterilluft, deren Druck geringer als der
atmosphärische Druck ist. Im Boden des Flüssigkeitsbehälters 1
sind im Umfangsbereich Buchsen 2 vorhanden, an denen von unten
die Füllorgane angeschraubt sind. Jedes Füllorgan besitzt einen
hülsenartigen Ventilkörper 3 mit einem Flüssigkeitskanal 4. In
einer Mittelbohrung des Ventilkörpers 3 ist ein Rückgasrohr 5
angeordnet, welches mittels Gewinde nach Einstellung eines Füll
gutspaltes fixiert wird. Dieses Rückgasrohr 5 erstreckt sich
zentral durch das Füllorgan und besitzt an seinem unteren Ende
einen Ventilkegel 6. In dem Ventilkörper 3 ist axial federbela
stet verschiebbar eine Ventilhülse 7 angeordnet, die an ihrer
unteren kreisringförmigen Fläche eine Schräge besitzt, welche
zusammen mit dem Ventilkegel 6 des Rückgasrohres 5 das Flüssig
keitsventil 8 bildet. Durch das Verschieben der Ventilhülse 7
nach oben entsteht der Füllgutspalt des Flüssigkeitsventiles 8.
Das Verschieben erfolgt mittels einer Flasche durch eine an der
Ventilhülse 7 angeordneten Zentriereinrichtung 9 mit Abdichtkegel
10. Die Ventilhülse 7 ist gegenüber dem Ventilkörper 3 durch zwei
in verschiedener Höhe angeordnete Dichtungselemente abgedichtet.
Oberhalb des Flüssigkeitsbehälters 1 befindet sich ein Umsteuer
ventil, welches ein Gehäuse 11 besitzt, in dem die obere Öffnung
des Rückgasrohres 5 in einer Verbindungsleitung 12 endet und in
dem sich Schieber 13; 14; 15 mit je einer Verbindungskammer
16; 17; 18 befinden. Je ein Schieber 13; 14; 15 ist mit seiner Ver
bindungskammer 16; 17; 18 je einer Leitung 19; 20; 21 mit einer
Quelle für Vakuum, für Sterilluft und für Dampf verbindbar. Die
Schieber 13; 14; 15 mit Verbindungskammern 16; 17,18 und die Lei
tungen 19; 20; 21 sind hintereinander angeordnet, so daß in der
Figur nur ein Schieber z. B. der Schieber 13 mit Verbindungskammer
16 und eine Leitung z. B. die Leitung 19 sichtbar sind. Die Schie
ber 13; 14; 15 sind axial mittels Schaltstern 22 steuerbar. Der
Schaltstern 22 wird in Abhängigkeit von Flaschen und von der
Stellung des am rotierenden Maschinenoberteil angeordneten Füll
organs zu ortsfesten Steuerelementen gesteuert. Die axiale Bewe
gung der Schieber 13; 14; 15 erfolgt gegen je eine Druckfeder
23; 24; 25. Die Schieber 13; 14; 15 sind gegenüber dem Gehäuse 11
durch Rundringe 26 abgedichtet. Zur weiteren gesteuerten Dampf
zufuhr befindet sich an der Zentriereinrichtung 9 ein Dampfrohr
27. Das Dampfrohr 27 endet in einer Ringleitung 28, die Öffnungen
29 besitzt, die oberhalb der Höhe einer anliegenden Flaschenmün
dung am Abdichtkegels 10 angeordnet sind. Die Steuerung dieser
Dampfzufuhr erfolgt in Abhängigkeit vom Vorhandensein einer Fla
sche durch das Anheben der Zentriereinrichtung 9.
Statt Dampf kann auch ein anderes steriles bzw. sterilisierendes
Medium verwendet werden.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Die mit stillen Getränken zu füllenden Flaschen werden auf nicht
dargestellten Huborganen angehoben und durch die Zentriereinrich
tung 9 der Füllorgane gasdicht an den Abdichtkegel 10 des Füllor
ganes angedrückt. Bei Normalhalsflaschen wird eine genaue Zen
trierung der Flaschen unter dem Füllorgan durch die Zentierein
richtung 9 erreicht, indem das Flaschenmundstück durch die Zen
triereinrichtung 9 mit Zentrierglocke beim Anheben der Flasche
durchfahren wird. Werden Weithalsflaschen gefüllt, wird die Zen
trierglocke ausgetauscht. Durch die Flaschen wird der Abdicht
kegel 10 mit Zentriereinrichtung 9 und die Ventilhülse 7 entge
gen den Federdruck nach oben geschoben und das Flüssigkeitsventil
8 geöffnet. Über das Rückgasrohr 5 und über das über dem Flüssig
keitsbehälter 1 angeordnete Umsteuerventil wird die Flasche mit
einer Vakuumquelle verbunden und evakuiert. Der Unterdruck be
trägt etwa = 0,2 bar und ist gleich dem Unterdruck im Flüssig
keitsbehälter 1 über dem Füllgut. Zur Erzeugung des Unterdruckes
in der Flasche wird der Schieber 13 durch den Schaltstern 22
entgegen der Kraft der Druckfeder 23 in eine axiale Stellung
gebracht, in der die Verbindungskammer 16 die Verbindung zwischen
Rückgasrohr 5, Verbindungsleitung 12 und Leitung 19 zu einer
Vakuumquelle herstellt. Nach dem Druckausgleich beginnt das Fül
len der Flasche. Der Füllvorgang wird beendet, wenn das Rückgas
rohr 5 durch das Getränk verschlossen wird. Nunmehr wird der
Schieber 13 durch den Schaltstern 22 umgeschaltet und die Vakuum
quelle geschlossen. Durch den Schaltstern 22 wird jetzt der
Schieber 14 mit Verbindungskammer 17 entgegen der Kraft der
Druckfeder 24 in eine Stellung gebracht, in der das Rückgasrohr 5
über die Verbindungsleitung 12, die Verbindungskammer 17 und die
Leitung 20 mit einer Dampfzufuhr verbunden ist. Dampf wird in die
Flasche geblasen. Beim Umschalten von Vakuum auf Dampf wird
gleichzeitig die Flasche etwas abgesenkt, so daß ein Spalt
zwischen Flaschenmündung und Abdichtkegel 10 entsteht. Hierdurch
kann der Dampf aus der Flasche entweichen und das Rückgasrohr 5
wird entleert. Durch das Einblasen von Dampf wird die sich im
Rückgasrohr 5 befindende Restflüssigkeit in die Flasche
gedrückt. Nunmehr wird die Flasche weiter abgesenkt und beim
weiteren Absenken wird der Flaschenhals mit Dampf ausgeblasen,
d. h. der Kopfraum der Flasche wird mit Dampf ausgeblasen. Gleich
zeitig wird gesteuert durch das weitere Absenken der Flasche die
weitere Dampfzufuhr durch das Dampfrohr 27 geöffnet. Durch diesen
Dampf wird der Raum um den Flaschenhals mit allen Teilen inner
halb der Zentriereinrichtung 9 wie der Abdichtkegel 10 und die
äußeren Teile des Füllorgans sterilisiert. Die abgesenkte Flasche
wird abgeführt und dabei unter Dampfzufuhr ein Verschluß aufge
legt, so daß die Sterilität bis zum Verschließvorgang gewährlei
stet ist. Das Ausblasen des Dampfes aus dem Rückgasrohr 5 wird
zur Sterilisation beibehalten bis kurz vor dem Anlegen einer
neuen zu füllenden Flasche.
Bezugszeichenliste
1 Flüssigkeitsbehälter
2 Buchse
3 Ventilkörper
4 Flüssigkeitskanal
5 Rückgasrohr
6 Ventilkegel
7 Ventilhülse
8 Flüssigkeitsventil
9 Zentriereinrichtung
10 Abdichtkegel
11 Gehäuse
12 Verbindungsleitung
13 Schieber
14 Schieber
15 Schieber
16 Verbindungskammer
17 Verbindungskammer
18 Verbindungskammer
19 Leitung
20 Leitung
21 Leitung
22 Schaltstern
23 Druckfeder
24 Druckfeder
25 Druckfeder
26 Rundring
27 Dampfrohr
28 Ringleitung
29 Öffnungen
2 Buchse
3 Ventilkörper
4 Flüssigkeitskanal
5 Rückgasrohr
6 Ventilkegel
7 Ventilhülse
8 Flüssigkeitsventil
9 Zentriereinrichtung
10 Abdichtkegel
11 Gehäuse
12 Verbindungsleitung
13 Schieber
14 Schieber
15 Schieber
16 Verbindungskammer
17 Verbindungskammer
18 Verbindungskammer
19 Leitung
20 Leitung
21 Leitung
22 Schaltstern
23 Druckfeder
24 Druckfeder
25 Druckfeder
26 Rundring
27 Dampfrohr
28 Ringleitung
29 Öffnungen
Claims (6)
1. Verfahren zum sterilen Abfüllen von Flüssigkeiten in Behälter,
insbesondere von stillen Getränken in vorzugsweise Flaschen,
wobei jede Flasche durch Anheben gasdicht an je ein Füllorgan mit
Rückgasrohr angelegt wird, ein Unterdruck zugeschaltet und bei
Druckausgleich die Flasche gefüllt wird und nach dem Abfüllvor
gang die Unterdruckquelle geschlossen, der Abfüllvorgang unter
brochen und die Flasche vorerst etwas abgesenkt wird, so daß ein
Spalt zwischen Füllorgan und Flaschenmündung entsteht und sodann
die Flasche gänzlich abgesenkt und abgeführt wird, dadurch ge
kennzeichnet, daß beim Entstehen des Spaltes zwischen Füllorgan
und Flaschenmündung die Restflüssigkeit aus dem Rückgasrohr durch
eine gesteuerte Dampfzufuhr in die Flasche gedrückt und beim
weiteren Absenken der Flasche der Flaschenhals mit Dampf ausge
blasen wird und diese Dampfzufuhr durch das Rückgasrohr zur
Sterilisation weiter erfolgt bis kurz vor den Anlegen einer
neuen zu füllenden Flasche und aus einer weiteren in Abhängigkeit
vom Vorhandensein einer Flasche gesteuerten Dampfquelle der Raum
um den Flaschenhals einschließlich der Abdichtung, der Zentrie
rung und der äußeren Teile des Füllorgans sterilisiert wird.
2. Vorrichtung zum sterilen Abfüllen von Flüssigkeiten in Behäl
ter, insbesondere von stillen Getränken in vorzugsweise Flaschen,
mittels einer Vakuumfüllmaschine mit einem Flüssigkeitsbehälter,
an dem mehrere von unten angebrachte Füllorgane angeordnet sind,
von denen jedes eine in einem Ventilkörper gegen die Kraft einer
Druckfeder axial verschiebbare und abgedichtete Ventilhülse mit
Zentriereinrichtung mit Abdichtkegel besitzt, an der jeweils beim
Füllvorgang eine auf einem Huborgan, insbesondere Flaschenteller
befindliche Flasche angeordnet ist, und ein im Füllorgan befe
stigtes Rückgasrohr mit Ventilkegel zur Bildung eines Füllgutaus
laufspaltes mit der Ventilhülse als Flüssigkeitsventil aufweist,
wobei die obere Öffnung des Rückgasrohres in einem Umsteuerventil
endet, dadurch gekennzeichnet, daß dieses Umsteuerventil je eine
gesteuerte Verbindung zu einer Vakuumquelle und zu einer über
druckquelle für Sterilluft und zu einer Dampfzufuhr besitzt und
eine weitere gesteuerte Dampfzufuhr an der Zentriereinrichtung
(9) unterhalb des Abdichtkegels (10) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Umsteuerventil sich oberhalb direkt auf dem Flüssigkeitsbehälter
(1) befindet.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die obere Öffnung des Rückgasrohres (5) in einer Verbindungslei
tung (12) im Gehäuse (11) des Umsteuerventiles endet und zwischen
der Verbindungsleitung (12) und der Vakuumquelle, der Überdruck
quelle für Sterilluft und der Dampfzufuhr je ein gesteuert beweg
barer Schieber (13; 14; 15) mit Verbindungskammer (16; 17; 18) ange
ordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
jeder Schieber (13; 14; 15) mit Verbindungskammer (16; 17; 18) feder
belastet und mittels Steuerkurve gesteuert axial verschiebbar im
Gehäuse (11) des Umsteuerventiles angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
an der Zentriereinrichtung (9) vorgesehene weitere Dampfzufuhr in
einer Ringleitung (28) mündet, die unterhalb des Abdichtkegels
(10) Öffnungen (29) besitzt, und die Dampfzufuhr im angehobenen
Zustand der Zentriereinrichtung (9) geschlossen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944416065 DE4416065A1 (de) | 1994-04-20 | 1994-04-20 | Verfahren und Vorrichtung zum sterilen Abfüllen von Flüssigkeiten in Behälter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944416065 DE4416065A1 (de) | 1994-04-20 | 1994-04-20 | Verfahren und Vorrichtung zum sterilen Abfüllen von Flüssigkeiten in Behälter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4416065A1 true DE4416065A1 (de) | 1995-10-26 |
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ID=6517504
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19944416065 Withdrawn DE4416065A1 (de) | 1994-04-20 | 1994-04-20 | Verfahren und Vorrichtung zum sterilen Abfüllen von Flüssigkeiten in Behälter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4416065A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2005094905A1 (en) * | 2004-03-31 | 2005-10-13 | I.M.A. Industria Macchine Automatiche S.P.A. | A method and apparatus for sterilizing containers of plastic material and for filling them with liquid substances |
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1994
- 1994-04-20 DE DE19944416065 patent/DE4416065A1/de not_active Withdrawn
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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