Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Sieben von schwer siebfähigen
Schüttgütern, wie sie beispielsweise bei der Vorsortierung von Hausmüll,
Bauschutt, Kompost, Torf, Rindenmulch, Holzschnitzel, Humus u. dgl.m.
anzutreffen sind. Im Stand der Technik sind eine Vielzahl von Sieben
bekannt, die jeweils einen ganz bestimmten Teilbereich dieser Bandbreite
abzudecken versuchen. So werden zum Sortieren von Haus- und
Industriemüll, wie in der DE 40 17 652 beschrieben, Rollenroste mit
sechseckigen Förderscheiben eingesetzt, wobei in Förderrichtung die
Drehzahl der Wellen steigt. Dadurch soll ein Verstopfen des Siebes durch
Festhaken oder Einwickeln der Müllbestandteile in die Förderwellen
vermieden werden. Ein wesentlicher Nachteil dieser Erfindung besteht
darin, daß eine relativ große Siebfläche zur Verfügung gestellt werden
muß, um dem Siebgut mit hoher Wahrscheinlichkeit die Möglichkeit
einzuräumen, durch die "Maschen" zu fallen. Ein anderer Nachteil solcher
Siebe besteht darin, daß sie zum Absieben von relativ feuchten
Materialien, wie beispielsweise Torf, nicht eingesetzt werden können, da in
diesem Fall sich das Siebgut an den Förderscheiben "anbäckt" und dabei
die Durchlaßöffnungen zusetzen. Für diesen Einsatzfall wurden die
insbesondere in der Landwirtschaft seit langem bekannten
Sternscheibensiebe entwickelt. So beschreibt beispielsweise schon die
US 2,618,385 den Einsatz solcher drehfest mit den angetriebenen Wellen
verbundenen Sternscheiben. Im Verlauf der Jahre wurden auch diese
Bauformen weiterentwickelt und, wie aus der GB 0 878 492 B1 und der
EP 0 410 807 bekannt, im landwirtschaftlichen Maschinenbau insbesondere
zum Sortieren und Reinigen von Hackfrüchten eingesetzt. In den
vergangenen Jahren haben sich nun diese auf parallelen angetriebenen
Wellen drehfest zueinander auf Lücke axial versetzten Siebsterne aus
Gummiformteilen mit elastisch nachgiebigen Fingern, die in
Umlaufrichtung nacheilend gerichtete, sichelförmige Abstreifzinken
bilden, beim Absieben von Torf, Humus und Kompost durchgesetzt. So
beschreibt die DE 89 06 721 U1 ein Sternsieb bei dem die Siebsterne der
hintereinander angeordneten Wellen in an sich bekannter Weise auf Lücke
laufen, jedoch die dabei nacheinander und untereinander angeordneten
Siebdecks mit stets größeren Durchlaßöffnungen und höheren
Wellendrehzahlen betrieben werden. Obwohl in dieser Erfindung bereits
ein wesentlicher Nachteil der Sternsiebe angesprochen wird, der darin
besteht, daß langgestreckte Holzteilchen sogenannte "Schiffchen" durch
Kippbewegungen zwischen den Scheiben im Siebgut mit ausgetragen
werden, kann und soll dieser Mangel mit der dort vorgestellten Lösung
nicht beseitigt werden. Darüberhinaus benötigt auch diese Lösung eine
sehr große Siebbodenlänge und zudem noch eine große Bauhöhe um die
Klassierung zu gewährleisten. Eine solche Bauform eignet sich jedoch
keineswegs zum Absieben von Hausmüll, da sich dabei beispielsweise
Kunststoffolien, -fäden, -säcke, Federkerne von Matratzen u. a. um die
sternförmigen Förderscheiben bzw. deren Zwischenringe wickeln und so
den betreffenden Abschnitt des Teilsiebbodens verstopfen. Ein weiterer
Einsatzfall eines Sternsiebes ist aus der DE 40 24 521 bekannt. Hier wird
wiederum ein Sternsieb in an sich bekannter Bauform im Rahmen einer
Kompostierumschichtsepariermaschine zum Aussieben von grobem
Material für das Legen der Matte verwendet. Auch diese Bauform ist durch
ein sehr langes Siebdeck gekennzeichnet, wobei wie bereits der Name der
Maschine aussagt, ein Einsatz dieser Maschine zum Sortieren von Haus- oder
Industriemüll aus den bereits genannten Gründen, wie z. B. der
Gefahr des Einwickelns von Kunststoffolien, nicht möglich, aber auch nicht
beabsichtigt ist. Mit der DE 93 07 096 U1 wird nun eine weitere Variante
eines Sternsiebes vorgestellt, bei der durch die Anordnung von Noppen an
jeweils einer Seitenfläche der Sterne die Zahl der "Siebmaschen" und
damit die Siebleistung vergrößert werden soll. Auch mit diesem
Siebsystem kann kein Haus- oder Industriemüll abgesiebt werden, da
wiederum die Gefahr des Einwickelns von Fäden u. dgl.m. besteht.
Darüberhinaus ist wie beim Aufbau aller bisher beschriebenen Siebanlage
für das Absieben mehrerer Fraktionen wiederum eine große Bauhöhe mit
einem noch darüber liegenden, stets in großer Höhe zu beschickenden
Bunker, sowie eine große Siebbodenlänge erforderlich.The invention relates to a device for screening difficult to screen
Bulk goods, such as those used for pre-sorting household waste,
Building rubble, compost, peat, bark mulch, wood chips, humus u. Like.
are to be found. There are a large number of screens in the prior art
known, each a very specific part of this range
try to cover. How to sort house and
Industrial waste, as described in DE 40 17 652, with roller grates
hexagonal conveyor disks used, the in the conveying direction
The speed of the waves increases. This is to block the sieve
Hooking or wrapping the waste components in the conveyor shafts
be avoided. A major disadvantage of this invention is
in that a relatively large screen area is made available
must have the possibility to screen the material with a high probability
to admit falling through the "stitches". Another disadvantage of such
Sieves is that they are used to screen relatively moist
Materials such as peat cannot be used because in
In this case, the material to be screened "bakes" on the conveyor disks and thereby
close the passage openings. For this application, the
long-known especially in agriculture
Star disc screens developed. For example, the
US 2,618,385 the use of such rotatably with the driven shafts
connected star disks. Over the years, these too
Designs further developed and, as from GB 0 878 492 B1 and the
EP 0 410 807 known, in particular in agricultural mechanical engineering
used for sorting and cleaning root crops. In the
past years these have now been driven on parallel
Shafts rotatably fixed to each other on gap axially offset sieve stars
Molded rubber parts with resilient fingers that come in
Circumferential direction of sickle-shaped scraper teeth lagging behind
form, enforced when sieving peat, humus and compost. So
DE 89 06 721 U1 describes a star screen in which the screen stars of
waves arranged one behind the other in a manner known per se for gap
run, but the one after the other and one below the other
Screen decks with larger and larger openings
Shaft speeds are operated. Although already in this invention
A major disadvantage of the star screens is addressed, which is in it
there is that elongated wood particles through so-called "boats"
Tilting movements between the disks in the screenings are also carried out
this deficiency can and should be with the solution presented there
cannot be eliminated. In addition, this solution also needs one
very large sieve plate length and also a large height around the
To ensure classification. However, such a design is suitable
by no means for screening household waste, as there is, for example
Plastic films, threads, sacks, innerspring mattresses and. a. to the
wrap star-shaped conveyor disks or their intermediate rings and such
block the relevant section of the partial sieve bottom. Another
Use of a star screen is known from DE 40 24 521. Here will
again a star screen in a known design as part of a
Composting layer separator machine for screening coarse
Material used for laying the mat. This design is also through
a very long screen deck marked, whereby as already the name of the
Machine says use of this machine for sorting house or
Industrial waste for the reasons already mentioned, such as. B. the
Risk of wrapping plastic films, not possible, but also not
is intended. Another variant is now DE 93 07 096 U1
of a star screen presented by the arrangement of knobs
one side of each star the number of "meshes" and
so that the sieving capacity should be increased. With this too
Screening system, no household or industrial waste can be screened, because
again the danger of wrapping threads u. Like. consists.
In addition, it is the same as for the construction of all screening systems described so far
for the screening of several fractions with a large height
one above it, always to be loaded at a great height
Bunker and a large sieve tray length required.
Auf Grund der geschilderten Nachteile des derzeitigen Standes der
Technik, liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Siebvorrichtung zu entwickeln, die ein kontinuierliches, störungsfreies
Absieben von sowohl Haus- und Industriemüll, Bauschutt, wie auch relativ
feuchtem zum Zusammenbacken neigenden Material wie Kompost, Torf,
Rindenmulch, Humus u. a.m. mit hohem Maschinenwirkungsgrad bei
niedrigem Verschleiß ermöglicht, wobei die zu entwickelnde Vorrichtung
das Aufgabegut auflockern, zerkleinern, mischen und gleichzeitig auf ein
höher gelegenes Niveau transportieren soll. Wobei selbst beim Absieben in
mehreren Fraktionen die erfindungsgemäße Vorrichtung mit geringer
Siebbodenlänge effektiv arbeiteten soll, dabei selbst ohne
Bunkervorrichtung voll funktionsfähig ist und gewährleistet, daß
insbesondere langgestreckte dünne Holzteilchen nicht mehr durch die
"Siebmaschen" gelangen, sondern im Sortier- und Zerkleinerungsprozeß
zumindest teilweise zerkleinert werden.
Due to the disadvantages of the current status of the
Technology, the present invention has for its object a
Screening device to develop a continuous, trouble-free
Screening of both domestic and industrial waste, building rubble, as well as relatively
moist material that tends to cake, such as compost, peat,
Bark mulch, humus and. at the. with high machine efficiency
low wear allows the device to be developed
loosen, shred, mix and feed the feed material at the same time
transport higher level. Even when sieving in
several fractions, the device according to the invention with less
Sieve tray length should work effectively, even without
Bunker device is fully functional and ensures that
especially elongated thin wood particles no longer through the
"Sieve mesh" arrive, but in the sorting and crushing process
are at least partially crushed.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß ein Siebboden
(2), der aus mehreren parallelen angetriebenen Sternwellen (6) besteht,
auf denen drehfest Siebsterne (3) mit elastisch nachgiebigen Fingern (5)
die in Umlaufrichtung nacheilende sichelförmige Abstreifzinken bilden,
und in "Reihe" (gemäß Fig. 1) hintereinander angeordnet sind, wobei
sich zwischen den Siebsternen (3) drehfest mit den Wellen (6) konischen
Riemenscheiben (7) befinden, auf denen Treibriemen (8) laufen. Durch
die reihenweise Anordnung der Siebsterne (3) in Verbindung mit den
zwischen den Reihen umlaufenden Treibriemen wird erreicht, daß das
Siebgut sehr gut aufgelockert, gemischt und dabei intensiv zerkleinert
wird. Gleichzeitig wird erreicht, daß sich zwischen den Siebsternen kein
Material mehr anbacken kann, da stets zwischen zwei Siebsternen ein
Treibriemen läuft, der die Seitenflächen der Siebsterne im Bedarfsfall
beidseitig freischabt, wodurch der Reibungswiderstand verringert und der
Maschinenwirkungsgrad deutlich erhöht wird. Durch die intensivere, freie
und reibungsarme Bearbeitung des Siebgutes wird der Siebgrad pro Welle
erhöht, wodurch im Vergleich zum Stand der Technik mit der
erfindungsgemäßen Lösung weniger Siebsterne für die gleiche
Siebleistung erforderlich sind. Erfindungswesentlich ist weiterhin, daß die
Sternscheiben der Siebsterne (wie in Fig. 5 dargestellt) kegelförmig
ausgebildet sind, wobei diese kegelförmigen Sternscheiben (9) auf den
benachbarten Wellen so zueinander angeordnet sind, daß die fiktiven
Kegelmäntel aneinander vorbeilaufen (Fig. 2 und Fig. 8). Mit dieser
speziellen Ausführungsform wird erreicht, daß die Siebsterne einerseits in
ihren Spitzen flexibler, und andererseits mit abnehmendem Radius
widerstandsfähiger gegenüber den Beanspruchungen im Sortier- und
Zerkleinerungsprozeß werden. Dadurch wird einerseits die Lebensdauer
der Siebsterne vergrößert und die Störanfälligkeit des Siebes wesentlich
herabgesetzt. Andererseits bewirken die zueinander versetzten kegeligen
Sternscheiben, daß das Siebgut in "Zick-Zack" förmigen Bahnen, mit dem
entsprechend geringeren Anstieg, über den beispielsweise aufwärts
geneigten Siebboden transportiert wird. Darüberhinaus wird dadurch eine
wesentlich bessere und schnellere Verteilung, verbunden mit einer
intensiven Auflockerung, des Siebgutes über die volle Breite des
Siebbodens erreicht, wodurch eine Verkürzung des Siebbodens (2) oder
eine deutliche Verbesserung des Siebgrades bei gleicher Siebbodenlänge
möglich wird. Dies führt im Endergebnis zu einer wesentlichen
Verbesserung des Wirkungsgrades der vorgestellten Siebvorrichtung.
Darüberhinaus ist kennzeichnend, daß in einer weiteren
erfindungsgemäßen Ausführungsform (wie in Fig. 3 dargestellt) die
Sternscheiben (12) auf ihren Sternnaben (4) zueinander so außermittig
auf den benachbarten Wellen angeordnet sind, daß die Seitenflächen (13)
der auf der benachbarten Sternwelle liegenden Sternscheibe einerseits
nebeneinander, und andererseits am benachbarten Treibriemen zu liegen
kommen. Durch die Reihenanordnung dieser speziellen Ausführungsform
der Siebsterne in Verbindung mit den unmittelbar am Siebstern
entlanglaufenden Treibriemen wird neben einem durchaus
zufriedenstellenden Reinigungseffekt der Siebsterne ein besonders hoher
Zerkleinerungsgrad in Verbindung mit einem hohen Siebgrad, selbst bei
sehr schwer siebfähigem Gut erreicht. Ein weiteres wesentliches Merkmal
der Erfindung besteht darin, daß der Siebboden (2) in Transportrichtung
aufwärts in einem Winkel a von 2 bis 45 Grad geneigt angeordnet sein
kann (Fig. 4). Durch diese Neigung des Siebbodens wird erreicht, daß
mehrere Siebböden in aufsteigender Höhe hintereinander aufgestellt
werden können (Fig. 4), da stets gleichzeitig mit der Absiebung eine
beachtliche Aufwärtsförderung verbunden werden kann, wodurch sich
gleichzeitig die Verweilzeit des Gutes auf dem Siebboden erhöht und damit
der Auflockerungseffekt, der Zerkleinerungsgrad und insbesondere der
Siebgrad der Anlage deutlich verbessert. Darüberhinaus wird es durch die
Variation des Neigungswinkels und/oder der Antriebsdrehzahl der
Sternwellen erstmals möglich, die Verweilzeit des Siebgutes auf dem
Siebboden stufenlos zu variieren und damit den Siebdurchsatz und den
Siebgrad in Abhängigkeit vom jeweiligen Siebgut zu optimieren.
Erfindungswesentlich ist weiterhin, daß (Fig. 4) das Untertrum (14)
unmittelbar unterhalb des Siebbodens (2) und oberhalb des
Siebgutabzuges (18) umgelenkt und über eine oder mehrere Spann- und
Umlenkrollen (17) geführt wird. Dadurch wird es möglich, daß bei
einfachster und niedriger Bauweise ein und derselbe Siebstern das auf
dem Obertrum liegende Siebgut auflockert, zerkleinert und absiebt und
dabei gleichzeitig das auf dem Untertrum liegen gebliebene
nachzusortierende Siebgut ebenfalls zerkleinert und somit das Untertrum
reinigt, wodurch insbesondere die Siebgenauigkeit der abgesiebten
Fraktion wesentlich verbessert wird. Ein weiteres wesentliches Merkmal
der Erfindung besteht darin, daß über die Länge des Siebbodens (2) die
Sternwellenabstände (19) bereichsweise gleich sind (Fig. 6), d. h. mit
zunehmendem Abstand von der Aufgabestelle wird der
Sternwellenabstand (19) von Siebbodenbereich (20) zu
Siebbodenbereich (20) vergrößert. Dadurch wird es möglich, daß mit
einem Siebboden mehrere Korngrößen abgesiebt, d. h. mehrere Fraktionen
erzielt werden können. Darüberhinaus ist es auf Grund der Variation der
Siebbodenneigung in Verbindung mit den zwischen den Siebsternen
laufenden Treibriemen erstmals möglich, daß das Siebgut nicht erst mit
einem Stetigförderer aufwärts in einen Bunker gefördert werden muß,
sondern daß es unmittelbar auf das erfindungsgemäße Sternsieb
beispielsweise ebenerdig aufgegeben und von diesem in einem
Arbeitsgang aufgelockert, zerkleinert, abgesiebt und gleichzeitig aufwärts
transportiert wird. Kennzeichnend ist weiterhin (Fig. 7), daß das
Untertrum (14) der Treibriemen (8) über Umlenkrollen (16) und
Spannrollen (18) unterhalb des Siebgutabzuges (18) geführt, gespannt
und umgelenkt wird. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn Müll mit
Plastefolien abzusieben ist, bzw. auch dann, wenn eine oder mehrere
Fraktionen rechtwinklig zur Förderrichtung abtransportiert werden sollen.
Nachfolgend soll nun die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles
näher erläutert werden. Wie in Fig. 4 dargestellt, besteht die
erfindungsgemäße Siebvorrichtung aus drei hintereinander geschalteten
Siebböden. Ein Siebboden selbst besteht, wie in Fig. 2 dargestellt, aus
mehreren parallel hintereinander angeordneten Sternwellen 6. Die Sterne
auf den Sternwellen wiederum werden von kegelförmigen Sternscheiben
gebildet. Wie in Fig. 2 ebenfalls zu erkennen ist, sind diese
erfindungsgemäßen kegelförmigen Sternscheiben nach Fig. 5 so
ausgebildet, daß jeweils ein Sternscheibenpaar mit der dazwischen
liegenden konischen Riemenscheibe eine Baugruppe bilden. Dabei ist
erfindungswesentlich, daß zwischen den einzelnen Baugruppen keine
Riemenscheibe angeordnet wird, und die einzelnen Baugruppen auf den
benachbarten Wellen um die halbe Baugruppenbreite zueinander versetzt
sind. Die über die Baugruppen laufenden Treibriemen 8 bewirken in
Verbindung mit den kegelförmigen Sternscheiben 9, daß bei Aufgabe des
Siebgutes die umlaufenden Treibriemen in die konischen Riemenscheiben
7 der vom Aufgabegut belasteten Baugruppen eingepreßt werden.
Dadurch erhöht sich die Reibkraft und somit die die Sternscheiben
antreibende Umfangskraft. Dieser sehr positive Effekt wird noch verstärkt
dadurch, daß jeder Treibriemen 8 nur jede zweite Sternwelle antreibt, und
bei aufliegendem Siebgut dies eine wesentliche Vergrößerung des
Umschlingungswinkels zur Folge hat. Dadurch erhöht sich wiederum nach
"Eytelwein" die Seilreibung. Mit der so gleichzeitig mit der Belastung des
Siebbodens wachsenden Reibungskraft am Umfang der Riemenscheibe 7
steigt überproportional mit der Eigenlast des Aufgabegutes das
Antriebsmoment der Sternwelle 6. In Verbindung mit der kegelförmigen
Ausbildung der Sternscheiben hat der eben beschriebene Mittel-
Wirkungszusammenhang zur Folge, daß im Gegensatz zu allen bisher
bekannten Bauformen nach der Aufgabe von sehr großen Siebgutmengen,
auf das erfindungsgemäße Sternsieb, diese nach kürzester Zeit
"Zick-Zack" förmig über die gesamte Siebbodenbreite verteilt sind.
Darüberhinaus beginnt sofort nach der Siebgutaufgabe eine intensive
Auflockerung, Zerkleinerung, Mischung und Absiebung. Wie in Fig. 4
dargestellt, sind sowohl die Antriebswelle 15 wie auch die Spann- und
Umlenkrolle 17 mit Siebsternpaaren besetzt, wobei auf diesen Wellen
jeweils zwischen den Siebsternpaaren konische, drehfest mit der
Antriebswelle verbundene Riemenscheiben angeordnet sind. Die
Antriebswelle wird von einem in der Drehzahl regelbaren elektrischen
Getriebemotor oder einem Hydraulikmotor als Siebbodenantrieb (21)
angetrieben. Die Treibriemen werden direkt über die Spann- und
Umlenkrolle 17 bzw. die Antriebswelle 15 umgelenkt und unmittelbar
unterhalb der Sternwelle 6 zurückgeführt. Dadurch wird erreicht, daß die
Siebsterne in Verbindung mit dem Obertrum das Siebgut auflockern,
zerkleinern, verteilen und absieben, und dabei gleichzeitig das Untertrum
reinigen. Wie in Fig. 4 dargestellt, erfolgt die Siebgutaufgabe ebenerdig
direkt auf die Aufgabestelle 1 des eben beschriebenen erfindungsgemäßen
Siebbodens 2 mittels eines Stetig- oder Unstetigförderers. In Fig. 4
wurde nun eine Ausführungsform gewählt, bei der der in Förderrichtung
erste Siebboden der Siebanlage über seine gesamte Siebbodenlänge
gleiche Wellenabstände 19 aufweist. Der Siebboden selbst ist in
Förderrichtung ansteigend unter einem Winkel a von 35 Grad geneigt.
Unterhalb dieses Siebbodens ist eine Abzugsförderung 23 für die erste
Siebfraktion (kleinste Körnung) angeordnet. Diese wird wie in Fig. 4
dargestellt, beispielsweise in einen Container 22 transportiert. Dabei kann
die Antriebsgeschwindigkeit der umlaufenden Treibriemen in Abhängigkeit
von der Art des Siebgutes, der aufgegebenen Fördermenge u. a.m. im
Bereich von 0,5 mls bis 3 bis variiert werden. Durch die starke
Siebbodensteigung wird einerseits eine hohe Verweilzeit des Siebgutes auf
dem Siebboden 2 bei intensiver Auflockerung und Zerkleinerung erreicht,
wodurch die Wahrscheinlichkeit, daß das abzusiebende Gut (kleinste
Körnung) durch die Siebmaschen tritt, sehr hoch ist. Andererseits wird es
durch die erfindungsgemäße Lösung erstmals möglich während des
Absiebens eine wesentliche Aufwärtsförderung des Überkornes bei
gleichzeitiger hocheffektiver Absiebung zu realisieren. Dadurch ist es
möglich, wie in Fig. 4 dargestellt, die Aufgabestelle des nachgeordneten
Siebbodens auf höher gelegenen Niveau anzuordnen. Dieser zweite
Siebboden ist dadurch gekennzeichnete daß die Wellenabstände
gegenüber dem ersten Siebboden bereichsweise vergrößert sind. Dabei
sind im höher gelegenen Bereich dieses Siebbodens die größeren
Sternwellenabstände 19 angeordnet. Der in Förderrichtung zweite
Siebboden ist unter einem Winkel a von 30 Grad aufwärts geneigt und
seine Treibriemengeschwindigkeit ist gegenüber der des ersten
Siebbodens geringer. Unterhalb dieses zweiten Siebbodens können nun
zwei Siebfraktionen abgezogen werden, die wie in Fig. 4 dargestellt, in
zwei Containern 22 aufgefangen werden. Diesem zweiten Siebboden ist
nun auf wiederum höher gelegenen Niveau ein dritter Siebboden
nachgeordnet. Dieser ist unter einem Winkel a von 25 Grad geneigt, und
seine Treibriemengeschwindigkeit ist gegenüber der des zweiten
Siebbodens geringer. Darüberhinaus ist dieser dritte Siebboden durch drei
Bereiche mit gruppenweise gleichem, und wie in Fig. 4 dargestellt, in
Förderrichtung zunehmenden Sternwellenabstand 19 gekennzeichnete
wobei der im Bereich der Aufgabestelle des dritten Siebbodens
anzutreffende kleinste Sternwellenabstand 19 dieses dritten Siebbodens
größer ist, als der größte Sternwellenabstand 19 des zweiten Siebbodens.
Unterhalb dieses dritten Siebbodens werden, wie in Fig. 4 dargestellt,
drei Siebfraktionen über Abzugsförderer 23 abgezogen. Das Überkorn des
dritten Siebbodens wird, wie in Fig. 4 ebenfalls dargestellt, auf einen
weiteren Abzugsförderer übergeben. Mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist es somit unter Inanspruchnahme aller bereits
beschriebenen Vorzüge erstmals möglich, ohne Zwischenförderung
während des Siebprozesses bei hohem Maschinenwirkungs- und Siebgrad
auf relativ kleinem Raum, jede nachfolgend abgesiebte Fraktion auf einem
jeweils höher gelegenen Niveau abzufördern.According to the invention, this object is achieved in that a sieve plate ( 2 ), which consists of a plurality of parallel driven star shafts ( 6 ), on which rotationally fixed sieve stars ( 3 ) with elastically flexible fingers ( 5 ) form the sickle-shaped scraper tines lagging in the circumferential direction, and in " Row "(according to FIG. 1) are arranged one behind the other, with conical pulleys ( 7 ) on which drive belts ( 8 ) run between the sieve stars ( 3 ) in a manner fixed against relative rotation with the shafts ( 6 ). The row-by-row arrangement of the sieve stars ( 3 ) in connection with the drive belts circulating between the rows ensures that the material to be sieved is loosened up very well, mixed and thereby crushed intensively. At the same time it is achieved that no material can bake between the sieve stars, since a drive belt always runs between two sieve stars, which scrapes the side surfaces of the sieve stars on both sides if necessary, whereby the frictional resistance is reduced and the machine efficiency is significantly increased. The more intensive, free and low-friction processing of the material to be sieved increases the degree of sieving per shaft, which means that fewer sieve stars are required for the same sieving performance compared to the prior art with the solution according to the invention. It is also essential to the invention that the star disks of the sieve stars (as shown in FIG. 5) are conical, these conical star disks ( 9 ) being arranged on the adjacent shafts in such a way that the fictitious cone shells run past one another ( FIGS. 2 and Fig. 8th). With this special embodiment it is achieved that the sieve stars on the one hand become more flexible in their tips, and on the other hand become more resistant to the stresses in the sorting and comminution process with a decreasing radius. On the one hand, this increases the lifespan of the sieve stars and significantly reduces the susceptibility to failure of the sieve. On the other hand, the conical star disks offset from one another have the effect that the material to be screened is conveyed in "zigzag" shaped paths, with the correspondingly smaller rise, over the sieve bottom, for example, which is inclined upwards. In addition, this results in a much better and faster distribution, combined with intensive loosening, of the material to be screened over the full width of the sieve plate, which enables a shortening of the sieve plate ( 2 ) or a significant improvement in the degree of sieve with the same sieve plate length. The end result is a significant improvement in the efficiency of the screening device presented. Furthermore, it is characteristic that in a further embodiment according to the invention (as shown in FIG. 3) the star disks ( 12 ) on their star hubs ( 4 ) are arranged so eccentrically to one another on the adjacent shafts that the side surfaces ( 13 ) of those on the adjacent star shaft lying star disc on the one hand next to each other, and on the other hand come to rest on the adjacent drive belt. The row arrangement of this special embodiment of the sieve stars in connection with the drive belts running directly along the sieve star achieves, in addition to a thoroughly satisfactory cleaning effect of the sieve stars, a particularly high degree of comminution combined with a high degree of sieve, even with very difficult to sieve material. Another essential feature of the invention is that the sieve bottom ( 2 ) can be arranged inclined at an angle α of 2 to 45 degrees in the transport direction ( FIG. 4). This inclination of the sieve plate means that several sieve plates can be placed one behind the other in ascending height ( Fig. 4), since a considerable upward conveyance can always be combined with the sieving, which increases the dwell time of the material on the sieve plate and thus the loosening effect, the degree of comminution and in particular the degree of sieving of the plant are significantly improved. In addition, by varying the angle of inclination and / or the drive speed of the star shafts, it is now possible for the first time to vary the dwell time of the material to be sieved on the sieve bottom, thus optimizing the sieve throughput and the degree of sieving depending on the material to be sieved. It is also essential to the invention that ( FIG. 4) the lower strand ( 14 ) is deflected directly below the sieve bottom ( 2 ) and above the screen discharge ( 18 ) and is guided over one or more tensioning and deflecting rollers ( 17 ). This makes it possible that with the simplest and lower construction one and the same sieve loosens, crushes and sieves the screenings lying on the upper run and at the same time also crushes the screenings remaining on the lower run and thus also cleans the lower run, whereby in particular the screening accuracy of the sieved fraction is significantly improved. A further essential feature of the invention is that the star shaft distances ( 19 ) are the same in some areas over the length of the sieve plate ( 2 ) ( FIG. 6), ie the star shaft distance ( 19 ) from the sieve plate area ( 20 ) increases as the distance from the feed point increases. enlarged to sieve plate area ( 20 ). This makes it possible to sieve several grain sizes with one sieve tray, ie several fractions can be achieved. In addition, due to the variation of the sieve bottom inclination in connection with the drive belts running between the sieve stars, it is possible for the first time that the material to be sieved does not first have to be conveyed upwards into a bunker with a continuous conveyor, but that it is fed directly onto the star sieve according to the invention, for example at ground level and from loosened, crushed, sieved and transported upwards at the same time. It is also characteristic ( FIG. 7) that the lower run ( 14 ) of the drive belts ( 8 ) is guided, tensioned and deflected via deflection rollers ( 16 ) and tensioning rollers ( 18 ) below the screenings take-off ( 18 ). This is particularly advantageous when rubbish is to be screened with plastic films, or also when one or more fractions are to be removed at right angles to the direction of conveyance. The invention will now be explained in more detail using an exemplary embodiment. As shown in Fig. 4, the sieve device according to the invention consists of three sieve plates connected in series. As shown in FIG. 2, a sieve tray itself consists of several star shafts 6 arranged in parallel one behind the other. The stars on the star waves are in turn formed by conical star disks. As can also be seen in FIG. 2, these conical star disks according to the invention according to FIG. 5 are designed such that a pair of star disks each form an assembly with the conical pulley located therebetween. It is essential to the invention that no pulley is arranged between the individual assemblies, and the individual assemblies on the adjacent shafts are offset by half the assembly width. The drive belts 8 running over the assemblies, in conjunction with the conical star disks 9 , cause the rotating drive belts to be pressed into the conical belt pulleys 7 of the assemblies loaded with the feed material when the material to be sieved is abandoned. This increases the frictional force and thus the peripheral force driving the star disks. This very positive effect is exacerbated by the fact that each drive belt 8 only drives every second star shaft, and this results in a substantial increase in the wrap angle when the material being screened is lying on top. This in turn increases the rope friction after "Eytelwein". With the frictional force on the circumference of the pulley 7 that increases simultaneously with the load on the sieve bottom, the drive torque of the star shaft 6 increases disproportionately with the dead load of the feed material. In connection with the conical design of the star disks, the medium-effect relationship just described has the result that, in contrast to all previously known designs, after the application of very large quantities of screenings, to the star screen according to the invention, these zigzag over in a very short time the entire width of the sieve tray is distributed. In addition, an intensive loosening, crushing, mixing and sieving begins immediately after the material to be sieved. As shown in FIG. 4, both the drive shaft 15 and the tensioning and deflecting roller 17 are fitted with pairs of sieve stars, with conical pulleys, which are non-rotatably connected to the drive shaft, being arranged on these shafts between the pairs of sieve stars. The drive shaft is driven by an electric gear motor that can be regulated in speed or a hydraulic motor as a sieve plate drive ( 21 ). The drive belts are deflected directly via the tensioning and deflecting roller 17 or the drive shaft 15 and returned directly below the star shaft 6 . This ensures that the sieve stars in connection with the upper run loosen, crush, distribute and sieve the material to be screened, and at the same time clean the lower run. As shown in Fig. 4, the sample weight is carried out at ground level directly to the feeding point 1 of the sieve bottom 2 of the invention just described, by means of a continuous or Unstetigförderers. In FIG. 4, an embodiment has now been selected in which the first sieve tray of the screening plant in the conveying direction has the same shaft spacings 19 over its entire sieve tray length. The sieve bottom itself is inclined in the conveying direction at an angle a of 35 degrees. A discharge conveyor 23 for the first sieve fraction (smallest grain size) is arranged below this sieve plate. As shown in FIG. 4, this is transported, for example, into a container 22 . The drive speed of the circulating drive belts can be varied in the range from 0.5 mls to 3 to, depending on the type of material to be screened, the feed rate, etc. Due to the steep sieve plate pitch, on the one hand a long dwell time of the material to be sieved on the sieve plate 2 is achieved with intensive loosening and comminution, which means that the probability that the material to be sieved (smallest grain size) will pass through the sieve mesh is very high. On the other hand, the solution according to the invention makes it possible for the first time to realize a substantial upward conveyance of the oversize while simultaneously sieving with highly effective sieving. This makes it possible, as shown in Fig. 4, to arrange the feed point of the downstream sieve tray at a higher level. This second sieve plate is characterized in that the shaft spacings are enlarged in some areas compared to the first sieve plate. The larger star wave spacings 19 are arranged in the higher region of this sieve plate. The second screen plate in the conveying direction is inclined at an angle a of 30 degrees and its drive belt speed is lower than that of the first screen plate. Below this second sieve tray, two sieve fractions can now be drawn off, which, as shown in FIG. 4, are collected in two containers 22 . This second sieve tray is now followed by a third sieve tray at a higher level. This is inclined at an angle a of 25 degrees and its drive belt speed is lower than that of the second sieve plate. In addition, this third screen base represented by three areas in groups the same, and as shown in Fig. 4, 19 marked in the conveying direction of increasing starshaft distance said encountered in the application site of the third sieve bottom smallest starshaft distance 19 of this third screen deck is larger than the largest starshaft distance 19 of the second sieve plate. Below this third sieve tray, as shown in FIG. 4, three sieve fractions are drawn off via discharge conveyors 23 . The oversize of the third sieve tray, as also shown in FIG. 4, is transferred to a further extraction conveyor. With the device according to the invention it is thus possible for the first time, taking advantage of all the advantages already described, without intermediate conveying during the screening process with a high degree of machine efficiency and screening in a relatively small space, to convey each subsequently screened fraction to a higher level.
BezugszeichenlisteReference list
1 Aufgabestelle
2 Siebboden
3 Siebsterne
4 Sternnabe
5 elastisch nachgiebige Finger
6 Sternwelle
7 konische Riemenscheibe
8 Treibriemen
9 kegelförmige Sternscheibe
10 fiktiver Kegelmantel
11 Umlaufrichtung
12 Sternscheibe
13 Seitenfläche der Sternscheibe
14 Untertrum
15 Antriebswelle
16 Umlenkrolle
17 Spann- und Umlenkrolle
18 Siebgutabzug
19 Sternwellenabstand
20 Siebbodenbereich
21 Siebbodenantrieb
22 Container
23 Abzugsförderer
a Neigungswinkel des Siebbodens 1 drop-off point
2 sieve plates
3 sieve stars
4 star hub
5 resilient fingers
6 star wave
7 conical pulley
8 drive belts
9 conical star disc
10 fictional cone jacket
11 direction of rotation
12 star disc
13 side surface of the star disc
14 lower run
15 drive shaft
16 deflection roller
17 tensioning and deflection pulley
18 Screening material deduction
19 star wave spacing
20 sieve plate area
21 sieve tray drive
22 containers
23 deduction conveyor
a Inclination angle of the sieve plate