DE4412379A1 - Integrale Zahnbürste - Google Patents
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Description
Das vorliegende Patent präsentiert eine neuartige, die integrale
Zahnbürste, welche auf systematischen Erkenntnissen aus der
anatomischen Struktur des Gaumens, der Zähne und des Zahnfleisches
basiert, und so geformt und ausgestattet ist, daß eine gründliche und
umfassende Reinigung der Zähne sowie Schutz und Pflege des
Zahnfleisches gewährleistet wird.
Nachstehend werden die Mängel der Zahnbürsten des heutigen Stands der
Technik nachgewiesen.
Folgende Skizzen werden sowohl den heutigen Stand der Technik und
seine Unzulänglichkeiten demonstrieren als auch die Zahnbürste der
Erfindung und ihre Funktion.
Skizzen 1 und 2 zeigen die Anatomie der Zähne.
Skizzen 3-8 zeigen das Problem der Reinigung der Zähne mit einer
Zahnbürste des heutigen Standes der Technik.
Skizzen 9-15 zeigen die Zahnbürste der Erfindung und ihre Vorteile.
Skizzen 16 und 17 zeigen die Zahnbürste der Erfindung im Einsatz.
Skizze 1 (Seitenansicht) und 2 (Draufsicht) zeigen die Anatomie der
Zähne.
Die Schnitte A-A, B-B, C-C zeigen das Größenverhältnis der Einzelzähne
zueinander, deren Form und den Verlauf des Zahnfleisches.
Skizze 2 gibt ein ungefähres Verhältnis des äußeren Umfang (Radius R)
zum inneren Umfang (Radius r) der Zähne wieder.
Skizze 3 zeigt eine übliche Zahnbürste. Aus der Anordnung der Borsten
und deren Fläche ist zu entnehmen, daß sowohl die äußeren wie auch die
inneren Räume zwischen den Zähnen von den Bürsten mit einer geraden
Fläche schwer, wenn überhaupt, erreichbar sind.
Skizze 4, Teil 1, zeigt, wie die Form der Borstenfläche sein soll,
damit die Zwischenräume der Zähne von den Borsten erreichbar sind,
nämlich eine konkave Form, da der Verlauf der äußeren Zahnfläche eine
ca. konvexe Form ist.
Skizze 5 zeigt, daß diese konkave Borstenfläche der Zahnbürste 1 der
Skizze 4 bei der Reinigung der inneren Fläche der Zähne äußerst
ungeeignet ist. Die erforderliche Fläche der Borsten sollte eine
konvexe sein, wie die Bürste 2 in Skizze 6. Das bedeutet, daß für die
gründliche Reinigung der Zwischenräume der Zähne zwei Bürsten
erforderlich sind, die Bürsten 1 und 2 - Skizze 7.
Ein weiteres Problem der Bürsten des heutigen Technik-Standes ist die
Tatsache, daß die Bürsten entweder mit harten, halbharten oder weichen
Borsten bestückt sind. Und darin besteht das Problem: die Kaufläche
und Krone, die dem Plag ausgesetzt sind, brauchen Bürsten mit harten
Borsten. Diese aber verletzen leicht das Zahnfleisch und führen zu
Zahnfleischbluten, etc.
Die Bürste 3 der Skizze 8 zeigt, wie die Zahnbürste geschaffen sein
soll, damit die Zahnkrone stark von der Ablagerung gereinigt werden
kann, ohne daß dabei das Zahnfleisch verletzt wird: der obere
Borstenteil 5 ist hart, während der untere Borstenteil 6, der mit dem
Zahnfleisch in Berührung kommt, mit weichen Borsten bestückt ist.
Bei Verlegung der Bürste von der linken nach der rechten Seite des
Gebisses (oder umgekehrt) oder von dem unteren Kiefer zu dem oberen
dreht sich die Bürste um 180° mit dem Ergebnis, daß die weichen
Borsten an die Zahnkrone kommen und die harten Borsten an das
Zahnfleisch, wie Teil 4 der Skizze 8 zeigt.
Um das zu vermeiden, müssen die Bürsten 1 und 2 der Skizze 7 mit
harten und weichen Borsten versehen werden, was bedeutet, daß jede
Bürste der Skizze 7 in weicher und harter Ausführung benötigt wird.
Somit ist die Anzahl der benötigten Bürsten auf 4 gestiegen. Für die
Reinigung der Kaufläche der Zähne ist eine Bürste mit ausschließlich
harten Borsten erforderlich. Durch diese steigt die endgültige Anzahl
der benötigten Bürsten auf 5.
Bekanntlich werden die Zähne nicht von den 5 genannten Bürsten
gereinigt, sondern nur von einer einzigen mit dem Ergebnis, daß trotz
Zahnreinigung in sehr vielen Fällen die Plagbildung unvermeidlich ist,
sowie Zahnfleischverletzungen, Blutungen, Entzündungen etc.
Eine umfassende und gründliche Reinigung der Zähne kann daher die
Zahnbürste des heutigen Stands der Technik nicht gewährleisten.
Die Lösung des Problems bringt die integrale Zahnbürste der Erfindung.
Skizze 9 zeigt in ca.-Maßstab 1 : 1 die Zahnbürste der Erfindung.
Skizze 10 zeigt, wie alle Anforderungen an die 5 vorgenannten Bürsten
durch die Bürste der Erfindung erfüllt werden und zwar systematisch,
gründlich, umfassend und gleichzeitig.
Die Kaufläche wird durch harte Borsten gereinigt. Die innere und die
äußere Stirnfläche der Zahnkrone wird ebenfalls durch harte Borsten
gereinigt, während der Bereich des Zahnfleisches von weichen Borsten
gereinigt/massiert wird. Die Feder sorgt dafür, daß die Seitenbürsten
ständig und automatisch einen Seitendruck auf die Zähne ausüben, der
erforderlich ist für das Eindringen der Borsten in den Seitenraum
zwischen den Zähnen.
Die Gründlichkeit und der Automatismus des Seitendrucks kann von
keiner konventionellen von Hand geführten Bürste annähernd erreicht
werden.
Weitere Vorteile der Zahnbürste der Erfindung werden erkennbar bei der
Beschreibung der einzelnen Teile sowie bei der Beschreibung der
Anwendung.
Skizze 11 zeigt die Hauptteile der integralen Zahnbürste. Diese sind:
das trapezförmige Oberteil 7, der vordere (äußere) Teil 8, der innere Teil 9 und der Führungsgriff der Bürste 10.
das trapezförmige Oberteil 7, der vordere (äußere) Teil 8, der innere Teil 9 und der Führungsgriff der Bürste 10.
Skizze 12 und 12a zeigen die Einzelheiten des Teils 7. Das
trapezförmige Oberteil ist auf seiner unteren Seite mit harten Borsten
11 für die Reinigung der Kaufläche bestückt. Auf der breiten Seite
sind die Bohrungen 12 durchgeführt für die Befestigung des Teils 8.
Das kürzere Ende des Teils 7 ist so geformt, daß das Teil 9 in diesem
befestigt werden kann. In der Mitte der oberen Seite befindet sich die
Bohrung 13 für die Anbringung des Führungsgriffes 10. Das Teil 7, wie
auch die Teile 8 und 9 können aus Plastik, Plexiglas oder
bürstenüblichen Materialien bestehen.
Die Skizzen 13 zeigen die Einzelheiten des Teils 8. Dieses Teil ist
zuständig für die Reinigung der äußeren Stirnseite der Zähne, sowie
für den Schutz und Pflege des Zahnfleisches. Das Teil 8 ist mit harten
Borsten 15 auf dem oberen Ende und mit weichen Borsten 16 auf dem
unteren (offenen) Ende bestückt, wie in den Skizzen 13 und 13a
schematisch dargestellt. Das obere Ende des Teils 8 ist mit den
Stiften 14 versehen, mit welchen die Teile 7 und 8 fest verbunden
sind. Die Borsten 15 und 16 des Teils 8 liegen auf einem Radius analog
zu den Radien der Skizze 2, der das Umfahren der integralen Zahnbürste
um das Zahngebiß erleichtert, bei möglichst dauernder
Berührung/Pressung der Bürsten auf Zähne und Zahnfleisch.
Die Skizzen 14 zeigen die Einzelheiten des Teils 9. Diese bestehen aus
der Feder 18, die an dem Teil 9 fest befestigt ist (Skizze 14a). Die
Feder 18 läuft um das Teil 19 bis zu seiner Mitte, dessen Bohrung 20
sie durchläuft, um an dem Teil 9 zu enden. Die Feder, die aus
rostfreiem Stahl besteht, hält die Borsten 21 und 22 des Teils 19 mit
einem bestimmten Druck auf der inneren Fläche der Zähne.
Dieser Druck wird durch die Geschlossenheit des Bürstensystems
gleichmäßig auf beide Seiten (äußere und innere Bürste) verteilt. Die
Biegsamkeit der Feder 18 ermöglicht die gleiche Behandlung von Zähnen
jeder Breite (Skizze 10).
Auf der oberen Hälfte der konvexen Fläche des Teils 19 sind die harten
Borsten 21 und an der unteren Hälfte (offenes Ende) die weichen
Borsten 22 angebracht (Skizze 14). Der Schnitt K-K der Skizze 14a
zeigt, daß die konvexe Fläche des Teils 19 einen analogen Verlauf des
Radius r der Skizze 2 hat, der ebenfalls das Umfahren der "Integralen
Zahnbürste" um das Zahngebiß erleichtert und beide Teile 8 und 19 an
die Zähne bzw. die Räume zwischen den Zähnen und das Zahnfleisch
preßt. Das Teil 19, drehbar um die Bohrung (Achse) 20, kann jede
Flächenlage der inneren Zahnseite erreichen, wie z. B. die innere
Fläche der Schneidezähne (Skizze 2, Schnitt C-C), die eine bestimmte
Schräge aufweist. Das Teil 19, je nach dem Verlauf der inneren
Zahnfläche, kann um seine senkrechte Achse x-x drehen. Außerdem kann
das Teil 19, je nach dem Verlauf der inneren Zahnfläche, sich um die
Achse x-x (Skizze 14a) bewegen.
Diese drei Einzelbewegungsmöglichkeiten und ihre Kombinationen
garantieren das Eindringen der Borsten der Bürste 19 in alle Flächen
und Zwischenräume der Zähne, nicht zuletzt deswegen, weil diese die
kürzere aller drei Bürsten der "Integralen Zahnbürste" ist.
Skizze 15 zeigt die Einzelheiten des Führungsgriffes 10. Dieser ist
verbunden auf der oberen Seite des Teils 7 durch die Schraube 23. Die
Scheibe 24 kann sich 360° um die Schraube 23 drehen. Die Scheibe 24
ist mit 2 Einkerbungen versehen. In diese werden die Stifte 25 des
Führungsgriffes 10 angepaßt. Dadurch kann sich der Führungsgriff 360°
um die Schraube 23 drehen.
Der Führungsgriff 10 kann sich auch um 180° um die Achse y-y drehen.
Die Fähigkeit des Führungsgriffes, sich um 2 verschiedene Achsen
(Schraube und x-y-Achse) zu drehen, verleiht der "Integralen
Zahnbürste" der Erfindung wichtige Vorteile, wie die Skizzen 16 und 17
zeigen werden:
Skizze 16, Pos. A, zeigt die "Integrale Zahnbürste" der Erfindung im
Einsatz. Wie bereits Skizze 10 gezeigt hat, pressen alle 5 Borsten
[(1) Kaufläche = hart, 2) äußere Zahnkrone = hart, 3) äußeres
Zahnfleisch = weiche 4) innere Zahnkrone = hart, 5) inneres
Zahnfleisch = weich)] gleichzeitig gegen die gesamte Fläche der Zähne
und des umgebenden Zahnfleisches (durch den Druck der Feder 18,
Skizze 14).
Durch "innen" und "außen"-Bewegungen des Führungsgriffes 10 werden
Zahnkronen und Zahnfleisch gereinigt und zwar durch gleichmäßigen
Druck auf die äußere und innere Seite.
Durch Veränderung der Position des Führungsgriffes von Position A auf
Position B ändert sich, d. h. verstärkt sich der Druck auf die äußere
und innere Seite der Zähne/Zahnfleisches und zwar proportional mit dem
Winkel β bzw. γ.
Wünscht sich der Benutzer der "Integralen Zahnbürste" an bestimmten
Gebiß-Bereichen stärkere Druckausübung, braucht er nur die Position
des Führungsgriffes zu ändern, wie in Skizze 16 gezeigt.
Skizze 17 zeigt die Seitenansicht der Zähne und der aufgesetzten
"Integralen Zahnbürste". Wie bereits Skizze 15 gezeigt hat, läßt sich
der Führungsgriff 10 um die Achse y-y drehen. Skizze 17 zeigt den
Führungsgriff 10, gedreht um die Achse y-y, und zwar um den Winkel α.
Je größer der Winkel α, desto größer der Druck auf die Kaufläche der
Zähne, bzw. desto effektiver die Reinigung der Kaufläche. Es ist
selbstverständlich, daß sich durch Kombinationen der Winkel α, β und γ
die Reinigungsintensität und die Pflege der Zähne/Zahnfleisches zur
vollen Zufriedenheit des Benutzers der "Integralen Zahnbürste"
variieren läßt.
Die "Integrale Zahnbürste" der Erfindung ermöglicht die gleichzeitige
Verwendung der 2 verschiedenen Pasten (für Zähne und Zahnfleisch) und
zwar durch die Auftragung der Paste für die Zähne auf die harten
Borsten und durch Auftragung der Paste auf die weichen Borsten für das
Zahnfleisch (Skizze 10).
Die Vorteile der "Integralen Zahnbürste" durch die Neuheiten der
Erfindung sind eindeutig:
gründliche und umfassende Reinigung und Pflege der Zähne und des Zahnfleisches in einem Gang mit individuellem Reinigungsdruck vom Benutzer regulierbar.
gründliche und umfassende Reinigung und Pflege der Zähne und des Zahnfleisches in einem Gang mit individuellem Reinigungsdruck vom Benutzer regulierbar.
Claims (8)
1. Zahnbürste bestehend aus Bürstenkopf, Borsten und Führungsgriff,
dadurch gekennzeichnet, daß der Bürstenkopf durch Anbringung von
seitlichen Borstenträgern ein U-förmiges Profil aufweist (Skizze
10).
2. Zahnbürste wie unter 1 dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere
Teil (7) des Bürstenkopfes, der für die Reinigung der Kaufläche
bestimmt ist, mit harten Borsten (11) (Skizze 12) bestückt ist.
3. Zahnbürste wie unter 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß auf der
breiten Seite des Bürstenkopfes (7) der Bürstenträger (8), mittels der
Stifte (14), senkrecht befestigt wird. Der Bürstenträger (8) kann auch
permanent befestigt sein (Skizze 11 und 13).
4. Zahnbürste wie unter 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, daß der
Borstenträger (8) und seine Borsten (15) (oberer Teil - hart) und (16)
(unterer Teil - weich) einen ähnlichen Verlauf aufweisen, parallel
zur äußeren Fläche der Zähne (Zwischen den harten Borsten (15) und
den weichen (16) kann auch ein Übergangsstreifen von halbharten
Borsten angesetzt sein) (Skizze 13-13b).
5. Zahnbürste wie unter 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, daß senkrecht
auf der kürzeren Seite des trapezförmigen Bürstenkopfes (7) der Teil
(9) befestigt wird.
6. Zahnbürste wie unter 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, daß der Teil
(9) durch die auf ihm befestigte Feder (18) mit dem Borstenträger (19)
derart elastisch verbunden ist, daß dieser neben seiner in
Längsrichtung veränderten Lage sich auch um seine horizontale Achse
(20) drehen kann, so daß jede Fläche des inneren Zahngebisses und des
Zahnfleisches von seinen Borsten erreichbar ist.
7. Zahnbürste wie unter 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, daß der
Borstenträger (19) mit den harten Borsten (21) (oben) und den weichen
Borsten (22) (unten), einen Verlauf parallel zur inneren Zahnfläche
aufweist. Gegenüber dem äußeren Borstenträger (8) ist der Bogen des
Borstenträgers (19) entsprechend kleiner, um das Umfahren bzw. das
Behandeln des Zahngebisses gerecht zu werden (Skizze 2).
8. Zahnbürste wie unter 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, daß auf der
Flächenmitte des Bürstenkopfes (7) mit Hilfe der Schrauben (23) (Skizze
15) und der Scheibe (24) der Führungsgriff (10) so befestigt ist, daß
dieser 360° um die Schraubenachse drehen kann, sowie 180° um die
Achse seiner Befestigungsstifte (25).
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| DE19944412379 DE4412379A1 (de) | 1994-04-11 | 1994-04-11 | Integrale Zahnbürste |
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Family Applications (1)
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