DE4441965C1 - Schraubendreher - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Schraubendreher zum
Drehen insbesondere einer Knochenschraube mit einem
Griffstück, mit einer eine Schraubspitze aufweisenden
Schraubklinge, die in das Griffstück einfügbar sowie
mittels einer Arretiervorrichtung gegen Verdrehen in
bezug auf das Griffstück und unbeabsichtigtes Heraus
gleiten fixierbar ist, und mit einer die Schraub
klinge umschließenden sowie in Längsrichtung der
Schraubklinge verschiebbaren Spannzange zum Halten
einer mit der Schraubspitze in Eingriff stehenden
Schraube, wobei der Verschiebeweg der Spannzange in
Richtung der Schraubspitze bei Erreichen einer Halte
stellung durch eine Anschlagsvorrichtung begrenzt ist
und die Spannzange über in Richtung der Schraubklinge
vorgespannte Greiflamellen mit endseitigen Greif
backen verfügt (zweiteilige Ausführung).
Die Erfindung betrifft weiterhin einen Schrauben
dreher zum Drehen insbesondere einer Knochenschraube
mit einem Griffstück, mit einer eine Schraubspitze
aufweisenden Schraubklinge, die in das Griffstück
einfügbar sowie mittels einer Arretiervorrichtung
gegen Verdrehen in bezug auf das Griffstück und un
beabsichtigtes Herausgleiten fixierbar ist, und mit
einer die Schraubklinge umschließenden sowie in
Längsrichtung der Schraubklinge verschiebbaren Spann
zange zum Halten einer mit der Schraubspitze in Ein
griff stehenden Schraube, wobei die Spannzange über
von der Schraubklinge wegweisend nach außen vor
gespannte, mit endseitigen Greifbacken versehene
Spreizlamellen verfügt, sowie mit einer die Spann
zange umgebenden und auf dieser in Längsrichtung ver
schiebbaren Sicherungshülse zum Andrücken der nach
außen vorgespannten Spreizlamellen an die Schraub
klinge, wobei der Verschiebeweg der Spannzange in
Richtung der Schraubspitze bei Erreichen einer Halte
stellung durch eine Anschlagsvorrichtung begrenzt ist
(dreiteilige Ausführung).
Aus der US 1,441,956 ist ein Schraubendreher gemäß
der eingangs genannten zweiteiligen Ausführung be
kannt. Bei diesem Schraubendreher ist eine im Quer
schnitt im wesentlichen quadratische Schraubklinge
mit einer Schraubspitze vorgesehen, die von einer in
Längsrichtung verschiebbaren Spannzange umgeben ist.
Die Spannzange verfügt zum Halten einer Schraube über
in Richtung der Schraubklinge nach innen vorgespannte
Greiflamellen mit endseitigen Greifbacken. Als An
schlagsvorrichtung zum Begrenzen der Verschiebung der
Spannzange sind vier in zwei gegenüberliegende
Seitenflächen der Schraubklinge eingebrachte, sich
paarweise gegenüberliegende rundliche Nuten sowie
zwei in die entsprechenden Seitenflächen der Spann
zange eingebrachte, sich gegenüberliegende und in
Richtung der Schraubklinge weisende Vorsprünge vor
gesehen. Weiterhin ist die Spannzange mit einer
schlitzförmigen Ausnehmung versehen, in die ein an
der Schraubklinge angebrachter Stift eingreift. Die
Länge der Ausnehmung entspricht dem Abstand der
Nutenpaare, wobei die Ausnehmung und der Stift so
angeordnet sind, daß bei Eingreifen der Vorsprünge in
jeweils ein sich gegenüberliegendes Nutenpaar der
Stift an einem Ende der Ausnehmung anschlägt.
Zum Ergreifen einer Schraube befindet sich die Spann
zange in ihrer vorderen Endstellung, in der die Vor
sprünge in die schraubspitzenseitigen Nuten der
Schraubklinge eingreifen. Zwischen die über die
Schraubspitze vorstehenden Greifbacken ist unter
Aufbiegen der Greiflamellen nunmehr eine Schraube
einfügbar, die durch die einwärts gerichtete Vor
spannung der Greiflamellen gehalten ist. Um die
Schraube mit der Schraubspitze in Eingriff zu
bringen, ist die Spannzange in Richtung der Schraub
spitze zurückzuziehen, bis bei Erreichen der Halte
stellung die Vorsprünge in die von der Schraubspitze
wegweisenden Nuten eingreifen. Somit sind zwei defi
nierte Stellungen der Spannzange in bezug auf die
Schraubklinge geschaffen, die in einfacher Weise
einstellbar sind.
Dieser zweiteilige Schraubendreher weist neben einer
aufgrund des Entfernens und erneuten Anbringens des
Stiftes unzweckmäßig aufwendigen Montage und De
montage den Nachteil auf, daß bei Verschieben der
Spannzange zwischen der Haltestellung und der
vorderen Endstellung die Vorsprünge auf einem Ab
schnitt der Schraubklinge mit vergrößertem Quer
schnitt aufgleiten und dadurch die Haltespannung an
den Greifbacken erniedrigt ist, so daß eine Schraube
beispielsweise unter beengten Platzverhältnissen bei
Anstoßen an eine Seitenwand verhältnismäßig leicht
unbeabsichtigt herausfallen kann. Weiterhin besteht
nach Eindrehen einer Schraube die Gefahr, daß bei
Ausüben von zum Lösen der Spannzange notwendigen
seitlichen Kräften die Spannzange unter beengten
Platzverhältnissen beispielsweise an berührungs
empfindliches biologisches Gewebe anstößt und dieses
verletzt.
Aus der DE 35 39 502 C1 ist ein Schraubendreher gemäß
der eingangs genannten dreiteiligen Ausführung be
kannt. Bei diesem vorbekannten dreiteiligen
Schraubendreher ist eine Schraubklinge von einer in
Längsrichtung verschiebbaren Spannzange umgeben, die
im spitzenseitigen Endbereich nach außen aufgebogene
Spreizlamellen mit Greifbacken zum Halten einer
Schraube aufweist. Die Spannzange wiederum ist von
einer ebenfalls in Längsrichtung verschiebbaren
Sicherungshülse umgeben. Bei Verschieben der
Sicherungshülse in Richtung der Schraubspitze sind
die nach außen abgespreizten Greifbacken aufgrund
einer verhältnismäßig hohen, nach außen gerichteten
Federspannung der Spreizlamellen unter Mitnahme der
Spannzange über die Spitze der Schraubklinge vor
schiebbar und durch abschnittsweises, verhältnismäßig
kraftaufwendig auszuführendes Überschieben der
Sicherungshülse über die Spreizlamellen um den Kopf
der Schraube anlegbar. Zum Verhindern eines Ver
schiebens der Greifbacken über den Kopf der Schraube
hinaus ist die Schraubklinge mit einer den Umfang
vergrößernden Ringschulter ausgestattet, an die in
Haltestellung der Greifbacken in Höhe des Schrauben
kopfes eine Anschlagschulter der Spannzange an
schlägt, so daß ein weiteres Vorschieben der Spann
zange blockiert ist.
Damit ein der Schwerkraft folgendes, unbeabsichtigtes
verschieben der Spannzange auf der Schraubklinge
einerseits und der Sicherungshülse auf der Spannzange
andererseits unterbunden ist, müssen in den griff
stückseitigen Bereichen der Spannzange und der
Sicherungshülse Aussparungen und/oder Längsschlitze
mit in Richtung der Schraubklinge vorgespannten Ab
schnitten vorgesehen sein, damit aufgrund der durch
die unter Vorspannung anliegenden Abschnitte erhöhten
Reibungskraft lediglich bei beabsichtigter Betätigung
durch einen Benutzer ein Verschieben stattfindet.
Zum definierten Einstellen der Reibungskräfte ist ein
verhältnismäßig hoher Fertigungsaufwand erforderlich,
und überdies sind notwendige Korrekturen beispiels
weise aufgrund von Beschädigungen bei Montage des
Schraubendrehers durch das komplexe Zusammenwirken
der einzelnen Kräfte nur schwerlich möglich. Des
weiteren sind zur Montage von dem Benutzer aufgrund
der hohen, nach außen gerichteten Vorspannung der
Spreizlamellen verhältnismäßig große Kräfte auf
zuwenden, während bei einer Demontage zum Reinigen
die Verletzungsgefahr aufgrund der zahlreichen
scharfen Kanten unerwünscht hoch ist.
Damit die Spannzange bei Verschieben der Sicherungs
hülse in Richtung der Schraubspitze zuverlässig bis
in ihre Haltestellung mitgenommen wird, sind die
Spreizlamellen auch bei hohen Vorspannungen ver
hältnismäßig weit nach außen aufzuspreizen. Dadurch
ist nicht nur die Montage nachteilig erschwert,
sondern es ergeben sich unter beengten Platz
verhältnissen Probleme hinsichtlich einer sicheren,
beispielsweise Verletzungen von biologischem Gewebe
vermeiden den Handhabung.
Aus der CH-PS 369 416 ist ein weiterer dreiteiliger
Schraubendreher bekannt, bei dem eine eine Schraub
klinge umgebende Spannzange mit nach außen auf
gebogene, endseitig angebrachte Greifbacken auf
weisende Spreizlamellen vorgesehen ist, die selbst
wiederum von einer Sicherungshülse zum Andrücken der
Greifbacken an die Schraubklinge im Bereich einer
Schraubspitze umgeben ist. Die Sicherungshülse ver
fügt über eine in Richtung der Spannzange eingebogene
Hemmfeder zum Erhöhen des Reibungswiderstandes
zwischen der Spannzange und der Sicherungshülse. Bei
diesem letztgenannten dreiteiligen Schraubendreher
sind die Spannzange und die Sicherungshülse mitttels
Grifftellern unabhängig voneinander verschiebbar,
wobei jedoch eine zuverlässige Bedienung erleich
ternde definierte Stellungen nicht vorgesehen sind.
Ein Benutzer muß vielmehr äußerst umständlich darauf
achten, daß die Spannzange in bezug auf die Schraub
klinge korrekt positioniert ist und daß sich bei
Vorschieben der Sicherungshülse kein Lösen einer zu
haltenden Schraube von der Schraubklinge ergibt. Dies
ist jedoch insbesondere bei schlechter oder fehlender
Einsehbarkeit an der Schraubstelle nahezu unmöglich.
Aus der DE 31 10 776 A1 und der US 855,280 sind
Schraubendreher mit von einer Spannzange mit über
schiebbarer Sicherungshülse umgebenen Schraubklingen
bekannt, die zwar eine Handhabung mit definierten
Stellungen gestatten, jedoch aufwendig zu montieren
und demontieren sind. Insbesondere sind bei der DE 31 10 776 A1
aufwendige, an Sicherungshülsen angebrachte
Kipphebelmechaniken vorgesehen, bei denen zum Ein
nehmen der definierten Stellungen federkraft
unterstützte Kipphebel in Ausnehmungen der Spann
zangen in Eingriff zu bringen sind.
Aus der DE 84 03 371 U1 ist eine teleskopierbare
Stütze bekannt, bei der ein Innenrohr gegen ein
Außenrohr mittels eines auf einem Außengewinde des
Innenrohres drehbaren, an einem Ende des Außenrohres
anliegenden Innengewinderinges verschiebbar ist. Zum
Verhindern eines Herausgleitens des Innenrohres aus
dem Außenrohr ist ein an dem Außenrohr angebrachtes
zungenartiges Sperrglied in Form einer Blattfeder
vorgesehen, das in Richtung des Innenrohres vor
gespannt ist und in Endstellung in eine in das Innen
rohr eingebrachte Nut eingreift, so daß ein weiteres
Verschieben des Innenrohres gegenüber dem Außenrohr
blockiert ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Schrauben
dreher der eingangs genannten Arten zu schaffen, die
bei einer fertigungstechnisch einfachen Herstellung
neben einer einfachen Demontage und anschließender
Montage beispielsweise zu Reinigungszwecken mit
geringen Kräften in definierte Handhabungsstellungen
verstellbar sowie zum Arbeiten unter beengten Platz
verhältnissen an schlecht oder überhaupt nicht ein
sehbaren Stellen zuverlässig benutzbar sind.
Diese Aufgabe wird bei der zweiteiligen Ausführung
eines Schraubendrehers erfindungsgemäß dadurch ge
löst, daß die Schraubklinge als Anschlagsvorrichtung
eine in Umfangsrichtung eingebrachte Rastnut aufweist
und die Spannzange mit wenigstens einer zungen
artigen, in Richtung der Schraubspitze weisenden
sowie in Richtung der Schraubklinge vorgespannten
Blattfeder versehen ist, die in die Rastnut einfügbar
ist und deren freies Ende in Haltestellung der Spann
zange an der schraubspitzenseitigen Begrenzung der
Rastnut anliegt, und daß die Schraubklinge im
Spitzenbereich einen Klingenspreizkonus aufweist, an
dem die Greifbacken bei einer von der Schraubspitze
wegweisenden Verschiebung zur Anlage kommen und nur
mit erhöhtem Kraftaufwand auf einen Klingenschaft der
Schraubklinge aufschiebbar sind.
Diese Aufgabe wird bei der dreiteiligen Ausführung
eines Schraubendrehers erfindungsgemäß dadurch ge
löst, daß die Schraubklinge als Anschlagsvorrichtung
eine in Umfangsrichtung eingebrachte Rastnut aufweist
und die Spannzange mit wenigstens einer zungen
artigen, in Richtung der Schraubspitze weisenden
sowie in Richtung der Schraubklinge vorgespannten
Blattfeder versehen ist, die in die Rastnut einfügbar
ist und deren freies Ende in Haltestellung der Spann
zange an der schraubspitzenseitigen Begrenzung der
Rastnut anliegt, daß die Sicherungshülse eine in
Richtung der Spannzange vorgespannte Hemmfeder in
Gestalt einer Blattfeder zum Erhöhen der Reibungs
kraft bei Verschiebung in Längsrichtung zwischen der
Spannzange und der Sicherungshülse aufweist, daß die
Spreizlamellen in Richtung der Greifbacken mit einer
zunehmenden Materialstärke ausgebildet sind und daß
die Schraubklinge im Spitzenbereich einen Klingen
spreizkonus aufweist, so daß in Haltestellung der
Spannzange bei auf die Greifbacken aufgeschobener
Sicherungshülse die verdickten Abschnitte der Spreiz
lamellen zwischen dem Klingenspreizkonus und der
Schraubspitze anliegen.
Bei beiden Schraubendrehern ist durch das Vorsehen
einer in die Schraubklinge eingebrachten Rastnut und
einer in die Rastnut eingreifenden Blattfeder an der
Spannzange ein vorderer Anschlag geschaffen, so daß
ein ungewolltes Überschieben der Spannzange über den
Kopf einer Schraube verhindert ist. Die Vorspannung
der Blattfeder ist in einfacher Weise durch mehr oder
weniger starkes Einbiegen nachstellbar, so daß eine
Korrektur der Reibungskraft ohne weiteres auch durch
einen Benutzer in zuverlässiger Weise möglich ist.
Sowohl das Einbringen der Rastnut in die Schraub
klinge als auch das Ausbilden der Blattfeder an der
Spannzange stellen sowohl bei der Fertigung als auch
bei der Benutzung und Reinigung des Schraubendrehers
keine besonderen Probleme. Eine Montage ist einfach
mit wenig Kraftaufwand bei geringer Verletzungsgefahr
durchzuführen, indem die Schraubklinge und die Spann
zange bis zum Einrasten des freien Endes der Blatt
feder in die Rastnut ineinander gesteckt werden,
während zur Demontage die Spannzange in Richtung des
griffstückseitigen Endes der Schraubklinge abziehbar
ist. Beschädigungen der Blattfeder mit einem nach
teiligen Verändern der Vorspannung sind weitestgehend
ausgeschlossen.
Weiterhin ist bei der zweiteiligen Ausführung durch
das Vorsehen des Klingenspreizkonus im Spitzenbereich
ein weiterer Anschlag geschaffen, der ein unbeab
sichtigtes, zu weites Zurückschieben verhindert,
wobei sich durch die Querschnittsverkleinerung im
Spitzenbereich eine besonders kleine Schraubendreher
spitze ergibt, so daß auch ein sicheres Arbeiten
unter beengten Platzverhältnissen bei eingeschränkter
Einsehbarkeit möglich ist.
Bei dem zweiteiligen Schraubendreher weist die Spann
zange zum Halten einer Schraube in Richtung der
Schraubklinge einwärts vorgespannte Greiflamellen mit
Greifbacken auf, die bis zum Anschlag des freien
Endes der Blattfeder an der schraubspitzenseitigen
Begrenzung der Rastnut auf der Schraubklinge gleiten
und den Kopf einer mit der Schraubspitze in Eingriff
stehenden Schraube hintergreifen. Durch die einwärts
gerichtete Vorspannung ist die Schraube zuverlässig
gehalten und bei Zurückziehen der Spannzange wieder
freigegeben. Die einwärts vorgespannten Greiflamellen
bilden eine weitere einfach einzustellende Quelle von
Reibungskräften zwischen der Schraubklinge und der
Spannzange. Diese Ausführung zeichnet sich durch
einen einfachen Aufbau aus, der aufgrund des geringen
Durchmessers im Bereich der Schraubspitze eine Ver
wendung in Anwendungsbereichen wie beispielsweise der
Kieferchirurgie gestattet, bei denen ein möglichst
kleiner Zugangsbereich zu der Schraubstelle vorteil
haft ist.
Bei der dreiteiligen Ausführung gestattet zum einen
das Vorsehen der gegen die Spannzange vorgespannten
Hemmfeder wegen des erhöhten Reibungswiderstandes das
Ausführen mit einer kleinen, nach außen gerichteten
Vorspannung der Spreizlamellen, so daß zum einen die
Greifbacken nur wenig von der Schraubspitze abstehen
und eine Montage mit Zusammendrücken der Spreiz
lamellen bei verhältnismäßig geringem Kraftaufwand
und damit einfach durchführbar ist. Weiterhin führt
das Vorsehen des Klingenspreizkonus im Spitzenbereich
zu einem geringen Gesamtquerschnitt des Schrauben
drehers, der problemloses Arbeiten bei wenig Platz
und fehlender Sichtkontrolle ermöglicht.
Bei der dreiteiligen Ausgestaltung des Schrauben
drehers weist die Spannzange im Bereich der
Schraubspitze nach außen aufgebogene Spreizlamellen
mit Greifbacken auf, auf der eine Sicherungshülse zum
Umschließen der Greifbacken zum Halten einer Schraube
vorgesehen ist. Die Sicherungshülse verfügt ebenfalls
über eine in Richtung der Spannzange eingebogene
Blattfeder, mit der die Reibungskräfte zwischen der
Spannzange und der Sicherungshülse in einfacher Weise
definiert einstellbar sind.
Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung
sind Gegenstand der Unteransprüche und der nach
folgenden Figurenbeschreibung. Es zeigen:
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel eines er
findungsgemäßen Schraubendrehers mit
einer auf einer Schraubklinge ver
schiebbaren Spannzange,
Fig. 2 eine Schraubklinge mit einer mit in
Umfangsrichtung eingebrachten Rast
nut,
Fig. 3 die griffstückseitige Ausgestaltung
der Schraubklinge gemäß Fig. 2 im
Schnitt,
Fig. 4 eine Arretiervorrichtung im Schnitt
zur Aufnahme einer Schraubklinge
gemäß Fig. 2,
Fig. 5 die Arretiervorrichtung gemäß Fig. 4
im Schnitt mit eingesteckter Schraub
klinge in nichtfixierter Stellung,
Fig. 6 die Arretiervorrichtung gemäß Fig. 5
in die Schraubklinge fixierender
Stellung,
Fig. 7 eine mit einer Blattfeder versehene
Spannzange mit einwärts vorgespannten
Greiflamellen,
Fig. 8 die Spannzange gemäß Fig. 7 im
Schnitt,
Fig. 9 die in die Spannzange gemäß Fig. 7
eingefügte Schraubklinge gemäß Fig. 2
in teilgeschnittener Ansicht,
Fig. 10 die Anordnung gemäß Fig. 9 in Halte
stellung der Spannzange zum Halten
einer mit der Schraubklinge in Ein
griff stehenden Schraube,
Fig. 11 bis 13 verschiedene Ausgestaltungen der
Rastnuten und Blattfedern in Halte
stellung der Spannzange,
Fig. 14 bis 17 verschiedene Ausgestaltungen von
Blattfedern,
Fig. 18 ein weiteres Ausführungsbeispiel
eines Schraubendrehers gemäß der Er
findung mit einer Schraubklinge gemäß
Fig. 2 sowie einer mit auswärts vor
gespannten Spreizlamellen versehenen
Spannzange, über die eine Sicherungs
hülse aufgeschoben ist, in teil
geschnittener Ansicht im Bereich der
Schraubklinge und
Fig. 19 die Anordnung gemäß Fig. 18 in Halte
stellung der Spannzange und vorge
schobener Sicherungshülse beim Halten
einer Schraube.
Fig. 1 zeigt eine Ausgestaltung eines Schrauben
drehers 1 gemäß der Erfindung mit einem Griffstück 2,
an dem kopfseitig ein gegenüber dem Griffstück 2
drehbarer Abstützteller 3 angebracht ist. Das Griff
stück 2 weist im Griffbereich 4 mehrere, mit einer
Riffelung versehene Griffelder 5 auf, die ein ab
rutschfreies Drehen des Griffstückes 2 gewährleisten.
An dem dem Abstützteller 3 gegenüberliegenden Ende
des Griffstückes 2 ist eine Arretiervorrichtung 6
vorgesehen, in deren Mundstück 7 eine Schraubklinge 8
einsteckbar ist. Die Schraubklinge 8 weist im
Spitzenbereich 9 eine Schraubspitze 10 auf, die kom
plementär zu der Ausnehmung einer einzudrehenden
Schraube ausgestaltet ist. In dem in Fig. 1 dar
gestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um
eine Schraubklinge 8 mit einer zum Eindrehen von
Knochenschrauben in der Chirurgie ausgestalteten
Schraubspitze 10.
Die Schraubklinge 8 ist von einer Spannzange 11 um
schlossen, die in Längsrichtung der Schraubklinge 8
verschiebbar ist. Die Spannzange 11 weist griffstück
seitig einen Verschiebeteller 12 auf, mit dem ein Be
nutzer des Schraubendrehers 1 die Spannzange 11 in
einfacher Weise auf der Schraubklinge 8 verschieben
kann. Im Spitzenbereich 9 ist die Spannzange 11 mit in
Richtung der Schraubklinge 8 vorgespannten Greiflamellen
13 ausgestattet, die mit einem entsprechend der einwärts
gerichteten Vorspannung und dem Durchmesser der Schraub
klinge 8 festgelegten Anpreßdruck an der Schraubklinge 8
anliegen. In dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungs
beispiel ist eine in Richtung der Schraubklinge 8 vor
gespannte und einstückig mit der Spannzange 11 ge
fertigte Rastfeder 14 in Gestalt einer Blattfeder vor
gesehen.
Fig. 2 zeigt in verkürzter Darstellung eine erfindungs
gemäße Ausgestaltung der Schraubklinge 8. Die Schraub
spitze 10 geht im Spitzenbereich 9 über einen Klingen
spreizkonus 15 in einen Klingenschaft 16 über, in den
auf einem Rastabschnitt 17 in Umfangsrichtung der
Schraubklinge 8 eine Rastnut 18 eingebracht ist. An dem
der Schraubspitze 10 gegenüberliegenden Ende der
Schraubklinge 8 ist ein Arretierabschnitt 19 vorgesehen,
der eine Arretierbohrung 20 sowie zwei eine Gabel mit
einer Einstecköffnung 21 bildenden Arretierzungen 22
aufweist.
Fig. 3 zeigt in einer Schnittansicht die den Arretier
abschnitt 19 querende Arretierbohrung 20 sowie eine der
Arretierzungen 22.
Fig. 4 zeigt in einer Schnittansicht eine bevorzugte
Ausgestaltung einer Arretiervorrichtung 6. Das Mundstück
7 ist fest mit dem Griffstück 2 verbunden und weist eine
Klingenaufnahme 23 auf, in die der Arretierabschnitt 19
der Schraubklinge 8 einfügbar ist. An dem griffstück
seitigen Ende der Klingenaufnahme 23 ist in einer
wandungsseitigen Ausnehmung eine quer zu der Längsachse
der Klingenaufnahme 23 verschiebbare Arretierkugel 24
eingefügt. Zwischen der Arretierkugel 24 und dem griff
stückseitigen Ende der Klingenaufnahme 23 sind zwei die
Klingenaufnahme 23 querende Sicherungsstifte 25 vor
gesehen, die in zugehörige Bohrungen seitlich in das
Mundstück 7 vor Einfügen in das Griffstück 2 einsteckbar
sind. Das Mundstück 7 ist in diesem Ausführungsbeispiel
mit einem Gewindeabschnitt in einen innengewinde
abschnitt des Griffstückes 2 einschraubbar.
Das Griffstück 2 weist an seinem mundstückseitigen Ende
eine Ausnehmung auf, deren Querschnittsfläche größer als
der in das Griffstück 2 hineinragende Abschnitt des
Mundstückes 7 ist. In einem somit zwischen dem Griff
stück 2 und dem Mundstück 7 geschaffenen Hohlraum 26 ist
eine Druckfeder 27 vorgesehen, die sich einerseits an
der Bodenfläche des Hohlraumes 26 und andererseits an
einer in den Hohlraum 26 hineinragenden Ringfläche einer
Arretierhülse 28 abstützt, wobei die Arretierhülse 28
mit ihrer Außenwand an der Wandung des Hohlraumes 26 und
mit ihrer Innenwand an der Außenfläche des Mundstücks 7
anliegt. Der Arretierring 28 weist einen in den Hohlraum
26 eingefügten Hohlzylinderabschnitt 29 und einen über
das Griffstück 2 vorstehenden, im Umfang vergrößerten
Betätigungsabschnitt 30 auf. Der Hohlzylinderabschnitt
29 ist in den Hohlraum 26 einschiebbar, wobei an seiner
innenseitigen Ringfläche die Druckfeder 27 anliegt.
An dem von dem Griffstück 2 wegweisenden Ende des Be
tätigungsabschnittes 30 ist eine den innenseitigen
Umfang des Betätigungsabschnittes 30 vergrößernde Ring
nut 31 eingebracht, in die bei gegen die Federkraft der
Druckfeder 27 rückgezogenen Stellung des Arretierringes
28 die Arretierkugel 24 wenigstens so weit einschiebbar
ist, daß der an die Klingenaufnahme 23 angrenzende
Oberflächenbereich der Arretierkugel 24 mit der Wandung
der Klingenaufnahme 23 abschließt und dadurch beim
Einstecken des Arretierabschnittes 19 der Schraubklinge
8 der volle Querschnitt der Klingenaufnahme 23 offen
ist. Das Mundstück 7 ist umfänglich in Richtung des
Arretierringes 28 verdickt, so daß für den Arretierring
28 ein gegen die Druckkraft der Druckfeder 27 wirkender
Anschlag geschaffen ist.
Fig. 5 zeigt die Arretiervorrichtung 6 gemäß Fig. 4 mit
dem in die Klingenaufnahme 23 eingefügten Arretierab
schnitt 19 der Schraubklinge 8 gemäß Fig. 2. Der
Arretierring 28 ist in entgegen der Druckkraft der
Druckfeder 27 rückgezogener, im Anschlag an das Griff
stück 2 befindlicher Stellung dargestellt, bei der die
Arretierkugel 24 in die Ringnut 31 des Betätigungs
abschnittes 30 des Arretierringes 28 eingreifend ver
schoben und in Verlängerung der Arretierbohrung 20 der
Schraubklinge 8 angeordnet ist. Die Sicherungsstifte 25
queren die durch die Arretierzungen 22 gebildete Ein
stecköffnung 21, wobei das geschlossene Ende der Ein
stecköffnung 21 gegen den in Einsteckrichtung ersten
Sicherungsstift 25 anschlägt.
Fig. 6 zeigt die Arretiervorrichtung 6 gemäß Fig. 5 mit
eingefügter und arretierter Schraubklinge 8. Die Druck
feder 27 befindet sich dabei in maximal entlasteter
Stellung und drückt den Betätigungsabschnitt 30 des
Arretierringes 28 gegen den durch den umfänglich ver
größerten Abschnitt des Mundstückes 7 gebildeten An
schlag. Bei der Bewegung des Arretierringes 28 gemäß der
Fig. 5 dargestellten entsicherten Stellung des Arretier
ringes 28 in die in Fig. 6 dargestellte Arretierstellung
ist die Arretierkugel 24 beim passieren des stufen
artigen Abschlusses 32 der Ringnut 31 in die Arretier
bohrung 20 eingreifend verschoben. Die Schraubklinge 8
ist somit durch die festgelegte Arretierkugel 24 gegen
Herausziehen und durch die die Einstecköffnung 21
querenden Sicherungsstifte 25 gegen verdrehen in bezug
auf das Griffstück 2 gesichert.
Die in Fig. 4 bis Fig. 6 dargestellte Arretiervor
richtung 6 zeichnet sich insbesondere durch eine hohe
Drehbelastbarkeit aus, da durch die die gabelartige
Einstecköffnung 21 querenden Sicherungsstifte 25 bei
paßgenauer Fertigung auch bei Anwendungen des Schrauben
drehers 1 mit hohen Anzugsmomenten ein dauerhaft spiel
freier Sitz gewährleistet ist.
Fig. 7 zeigt die Spannzange 11 in einer gegenüber Fig. 1
vergrößerten Ansicht bei entnommener Schraubklinge 8.
Die Greiflamellen 13 liegen aufgrund der einwärts ge
richteten Vorspannung im Spitzenbereich 9 aneinander, so
daß ein spitzenartig zulaufender Lamellenschlitz 33
gebildet ist. In der in Fig. 7 gezeigten Ausgestaltung
ist die zungenartige Rastfeder 14 rechteckig ausgebildet
und einstückig mit der Spannzange 11 gefertigt, indem
von einer Grundseite 34 ausgehend beispielsweise durch
Laserschneiden ein bogenförmiger Konturschlitz 35 in den
Spannzangenschaft 36 der Spannzange 11 eingebracht ist.
Fig. 8 zeigt in einer Schnittansicht die Spannzange 11
gemäß Fig. 7 mit der einwärts vorgespannten Rastfeder
14. Die Rastfeder 14 ist wenigstens mit der Hälfte der
Materialstärke des Spannzangenschaftes 36 eingebogen, so
daß durch das freie Ende der Rastfeder 14 eine in den
innenseitigen Hohlraum der Spannzange 11 hineinragende
Anschlagsseite 37 gebildet ist. Weiterhin ist aus Fig. 8
ersichtlich, daß die einwärts vorgespannten Greif
lamellen 13 endseitig mit Greifbacken 38 versehen sind,
die in Richtung der Mittelachse der Spannzange 11 abge
bogen sind, so daß der Kopf einer Schraube hintergreif
bar ist.
Fig. 9 zeigt in einer teilgeschnittenen Ansicht die
Schraubklinge 8 gemäß Fig. 2, auf die die Spannzange 11
gemäß Fig. 8 über die Schraubspitze 10 hinweg auf ge
schoben worden ist. Die Greifbacken 38 liegen mit einem
Anpreßdruck im Spitzenbereich 9 an der Schraubklinge 8
an, wobei die Greiflamellen 13 zwangsweise aufgespreizt
sind und Reibungskräfte bei Verschieben hervorrufen. Die
Rastfeder 14 greift in die Rastnut 18 ein und liegt mit
einer Reibungskräfte erzeugenden Vorspannung am Rast
abschnitt 17 der Schraubklinge 8 an. Diese
Reibungskräfte sind durch Verbiegen der Rastfeder 14 und
der Greiflamellen 13 mehr oder weniger weit in Richtung
der Schraubklinge 8 in einfacher Weise einstellbar. Bei
einer von der Schraubspitze 10 wegweisenden Verschiebung
der Spannzange 11 ist durch den Klingenspreizkonus 15
ein rückseitiger Anschlag für die Greifbacken 38 ge
bildet, so daß ein aufschieben der Greifbacken 38 auf
den Klingenschaft 16 nur bei beabsichtigtem Verschieben
der Spannzange 11 mit einem erhöhtem Kraftaufwand mög
lich ist.
Fig. 10 zeigt die auf die Schraubklinge 8 aufgeschobene
Spannzange 11 gemäß Fig. 9 in Haltestellung mit einer
mit der Schraubspitze 10 in Eingriff stehenden Knochen
schraube 39. In der Haltestellung stößt die Anschlags
seite 37 der Rastfeder 14 gegen die schraubspitzen
seitige Begrenzung 40 der Rastnut 18, wobei die Greif
backen 38 den Kopf der Knochenschraube 39 aufgrund der
einwärts gerichteten Vorspannung der Greiflamellen 13
mit einem Anpreßdruck hintergreifen, so daß die Knochen
schraube 39 beispielsweise zum Transport aus einem
Schraubenbehälter zu dem Einschraubort zuverlässig
gehalten ist.
Zum Freigeben der Knochenschraube 39 ist die Spannzange
11 zurückziehbar, wobei, wie aus Fig. 8 bis Fig. 10 er
sichtlich, das Abgleiten der Greifbacken 38 an dem Kopf
der Schraube 39 durch ein gleichzeitiges Aufgleiten
eines an dem Klingenspreizkonus 15 der Schraubklinge 8
anliegenden Gleitstufe 41 unterstützt ist. Vorzugsweise
entspricht der Winkel des Klingenspreizkonus 15 der
Anschrägung der Unterseite des Kopfes der Schraube 39,
so daß ein unerwünschtes Ausüben von axialen Kräften auf
die Schraube 39 vermieden ist. Bei Eindrehen der
Knochenschraube 39 in der Haltestellung der Spannzange
11 führt ein Anstoßen der Greifbacken 38 an dem Be
festigungsgrund zu einem zwangsweise herbeigeführten
Aufgleiten der Greifbacken 38 an dem Kopf der Knochen
schraube 39.
Das Ausstatten eines Schraubendrehers 1 mit einer Spann
zange 11, bei der die Greiflamellen 13 in Richtung der
Schraubklinge 8 einwärts vorgespannt sind, hat in be
dienungstechnischer Hinsicht den Vorteil, daß lediglich
zwei Einzelteile, nämlich die Schraubklinge 8 und die
Spannzange 11, ineinander zu stecken sind, wobei die
Spannzange 11 auch nach Einführen und Arretieren der
Schraubklinge 8 in dem Griffstück 2 über die Schraub
spitze 10 hinweg aufschiebbar ist. Weiterhin ist bei
Verwendung des Schraubendrehers 1 in der Knochen
chirurgie der Reinigungsaufwand vermindert, da lediglich
zwei unmittelbar mit Gewebe in Kontakt kommende Teile zu
säubern sind.
In Fig. 11 bis Fig. 13 sind verschiedene zweckmäßige
Ausgestaltungen der Rastnut 18 in Verbindung mit der
Rastfeder 14 dargestellt. In Fig. 11 ist die schraub
spitzenseitige Begrenzung 40 der Rastnut 18 auf dem
Rastabschnitt 17 des Klingenschaftes 16 in Umfangs
richtung mit einer etwa der halben Materialstärke des
Spannzangenschaftes 36 entsprechenden Tiefe eingebracht
und als eine bezüglich der Längsrichtung der Schraub
klinge 8 rechtwinklige Anschlagstufe 42 vorgesehen. Die
Rastfeder 14 ist wenigstens soweit nach innen weisend
vorgespannt, daß die Anschlagsseite 37 über die gesamte
Höhe der Anschlagstufe 42 an der schraubspitzenseitigen
Begrenzung 40 anliegt. Die der schraubspitzenseitigen
Begrenzung 40 gegenüberliegende griffseitige Begrenzung
43 ist als ein griffseitiger Federaufgleitkonus 44
ausgebildet, über den die Rastfeder 14 bei Verschieben
in Richtung des griffstückseitigen Endes der Schraub
klinge 8 aufgleitet.
In der Ausgestaltung gemäß Fig. 12 ist die Rastnut 18
mit einer Tiefe eingebracht, die größer als die
Materialstärke des Spannzangenschaftes 36 ist. Die Rast
feder 14 ist in der Ausgestaltung gemäß Fig. 12
wenigstens soweit einwärts gerichtet vorgespannt, daß
ihre Anschlagsseite 37 vollständig an der Anschlagsstufe
42 anliegt, so daß auch bei einem hohen Kraftaufwand ein
überschieben der schraubspitzenseitigen Begrenzung 40
durch die Anschlagsseite 37 der Rastfeder 14 auch bei
Abnutzung der Anschlagsstufe 42 ausgeschlossen ist.
Die Ausgestaltung gemäß Fig. 13 entspricht bezüglich der
Tiefe der Rastnut 18 der Ausführungsform gemäß Fig. 11,
wobei jedoch die schraubspitzenseitige Begrenzung 40 als
ein Anschlagkonus 45 ausgebildet ist. Dadurch ist einer
seits ein unbeabsichtigtes überschieben der Anschlags
seite 37 der Rastfeder 14 über die schraubspitzenseitige
Begrenzung 40 aufgrund der einwärts gerichteten Vor
spannung der Rastfeder 14 behindert, andererseits ist es
jedoch bei entsprechendem Kraftaufwand möglich, die
Spannzange 11 durch Vorschieben in Richtung der Schraub
spitze 10 von der Schraubklinge 8 zu entfernen, ohne daß
die Verbindung zwischen dem Griffstück 2 und der
Schraubklinge 8 getrennt werden muß. Zum Einstellen von
hohen Überschiebungskräften ist der Anschlagkonus 45 mit
einem großen Steigungswinkel gebildet, während zum
Erzielen von verhältnismäßig geringen Überschiebungs
kräften der Steigungswinkel klein gewählt ist.
Fig. 14 bis Fig. 17 zeigen verschiedene Ausgestaltungen
von Rastfedern 14. In den Ausführungsformen gemäß Fig.
14 und Fig. 15 sind die Rastfedern 14 als Trapeze mit
gleichen Seitenlinien ausgeführt, wobei gemäß Fig. 14
die Grundseite 34 durch die längere Grundlinie und die
Anschlagsseite 37 durch die kürzere Grundlinie des
Trapezes gebildet ist. In der Ausgestaltung gemäß Fig.
15 ist hingegen die Grundseite 34 durch die kürzere
Grundlinie und die Anschlagsseite 37 durch die längere
Grundlinie des Trapezes gebildet. Während in der Ausge
staltung gemäß Fig. 14 im Vergleich zu der Ausführung
gemäß Fig. 15 die einmal eingestellte Vorspannung bei
Benutzung verhältnismäßig wenig veränderlich ist,
zeichnet sich die Ausgestaltung gemäß Fig. 15 durch eine
verhältnismäßig lange Anschlagsseite 37 aus, die ein
unbeabsichtigtes überschieben der schraubspitzenseitigen
Begrenzung 40 wirkungsvoll verhindert.
In der Ausgestaltung gemäß Fig. 16 sind zwei Rastfedern
14 vorgesehen, die in gleicher Weise einwärts vorge
spannt sind und ein Überschieben der Anschlagsseiten 37
über die schraubspitzenseitige Begrenzung 40 auch bei
Abnutzung einer Rastfeder 14 wirkungsvoll verhindern.
Fig. 17 zeigt die Ausgestaltung einer Rastfeder 14 mit
einer gestuften Anschlagsseite 37, die in eine komple
mentär ausgebildete, nicht dargestellte schraubspitzen
seitige Begrenzung 40 der Rastnut 18 in der Halte
stellung der Spannzange 11 eingreift. Bei dieser Ausge
staltung sind auch bei einer geringfügig einwärts vor
gespannten Blattfeder 14 hohe Kräfte zum Überschieben
der schraubspitzenseitigen Begrenzung 40 notwendig.
Fig. 18 zeigt in teilgeschnittener Ansicht die Schraub
klinge 8 gemäß Fig. 2 mit einer Spannzange 46 mit von
der Schraubklinge 8 wegweisend vorgespannten Spreiz
lamellen 47, über die teilweise eine Sicherungshülse 48
aufgeschoben ist. Die Rastfeder 14 ist einstückig mit
der Spannzange 46 im Bereich einer Freifräsung 49 im
Mantel der Spannzange 46 zum Verringern der Material
stärke ausgebildet und in Richtung der Schraubklinge 8
eingebogen. Weiterhin sind in die Spannzange 46 am
griffstückseitigen Ende Griffnuten 50 zum vereinfachten
Abziehen der Spannzange 46 aus der Sicherungshülse 48
beispielsweise zur Reinigung eingebracht. Die im
Spitzenbereich 9 vorgesehenen, in der Darstellung gemäß
Fig. 18 aufgrund der nach außen gerichteten Vorspannung
der Spreizlamellen 47 von der Schraubklinge 8 ab
stehenden Greifbacken 51 sind mit einer in Richtung der
Greifbacken 51 zunehmenden Materialstärke ausgebildet.
Zum Verschieben der Spannzange 46 in Haltestellung ist
die Sicherungshülse 48 mit einem Verschiebeteller 52
versehen, der an dem griffstückseitigen Ende der Siche
rungshülse 48 vorgesehen ist. Weiterhin weist die Siche
rungshülse 48 eine entsprechend der Rastfeder 14 durch
Ausfräsung einstückig mit der Sicherungshülse 48 ge
fertigte Hemmfeder 53 als weitere Blattfeder auf, die
mit einer durch eine einwärts gerichtete Vorspannung
hervorgerufenen Andruckkraft auf der Außenseite der
Spannzange 46 anliegt und bei Verschieben der Siche
rungshülse 48 in Richtung der Schraubspitze 10 durch
eine gegenüber der Rastfeder 14 größeren Hemmkraft eine
Mitnahme der Spannzange 46 sicherstellt. Die Stärke der
durch die Hemmfeder 53 hervorgerufenen Andruckkraft ist
in einfacher Weise durch mehr oder weniger starkes
Einbiegen der Hemmfeder 53 sowie durch unterschiedliche
Breiten und/oder Längen der Rastfeder 14 und Hemmfeder
53 einstellbar und insbesondere auch nach der Fertigung
beispielsweise nach häufiger Benutzung korrigierbar. Bei
Verschieben der Sicherungshülse 48 in Richtung der
Schraubspitze 10 wird die Spannzange 46 solange mit
genommen, bis die Anschlagsseite 37 der Rastfeder 14 an
der schraubspitzenseitigen Begrenzung 40 der Rastnut 18
anschlägt.
Fig. 19 zeigt die Anordnung gemäß Fig. 18 in Halte
stellung mit einer gehaltenen Knochenschraube 39. Die
Anschlagsseite 37 der Rastfeder 14 stößt gegen die
schraubspitzenseitige Begrenzung 40 der Rastnut 18 an,
wobei in dieser Stellung die Greifbacken 51 den Kopf der
Knochenschraube 39 bei auf den verdickten Bereich der
Greifbacken 51 aufgeschobener Sicherungshülse 48 hinter
greifen. Die Knochenschraube 39 ist somit auch bei
großen seitlich angreifenden Kräften durch das Um
schließen der Greifbacken 51 durch die Sicherungshülse
48 zuverlässig gehalten.
Zum Freigeben der gehaltenen Schraube 39 ist der Ver
schiebeteller 52 von der Schraubspitze 10 wegweisend
zurückzuziehen, so daß sich durch Abziehen der
Sicherungshülse 48 von den Greifbacken 51 diese aufgrund
der nach außen gerichteten Vorspannung nach außen ab
heben und nach Anschlag eines Hülsenanschlagkonus 54 der
Sicherungshülse 48 gegen einen Zangenanschlagkonus 55
der Spannzange 46 die Spannzange 46 mit abgespreizten
Greifbacken 51 in Richtung des Griffstückes 2 zurück
ziehbar ist.
Claims (8)
1. Schraubendreher zum Drehen insbesondere einer
Knochenschraube (39) mit einem Griffstück (2),
mit einer eine Schraubspitze (10) aufweisenden
Schraubklinge, die in das Griffstück (2) einfüg
bar sowie mittels einer Arretiervorrichtung gegen
Verdrehen in bezug auf das Griffstück (2) und
unbeabsichtigtes Herausgleiten fixierbar ist, und
mit einer die Schraubklinge umschließenden sowie
in Längsrichtung der Schraubklinge verschiebbaren
Spannzange zum Halten einer mit der Schraubspitze
in Eingriff stehenden Schraube (39), wobei der
Verschiebeweg der Spannzange in Richtung der
Schraubspitze (10) bei Erreichen einer Halte
stellung durch eine Anschlagsvorrichtung begrenzt
ist und die Spannzange über in Richtung der
Schraubklinge vorgespannte Greiflamellen mit
endseitigen Greifbacken verfügt, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schraubklinge (8) als An
schlagsvorrichtung eine in Umfangsrichtung einge
brachte Rastnut (18) aufweist und die Spannzange
(11) mit wenigstens einer zungenartigen, in
Richtung der Schraubspitze (10) weisenden sowie
in Richtung der Schraubklinge (8) vorgespannten
Blattfeder (14) versehen ist, die in die Rastnut
(18) einfügbar ist und deren freies Ende (37) in
Haltestellung der Spannzange (11) an der schraub
spitzenseitigen Begrenzung (40) der Rastnut (18)
anliegt, und daß die Schraubklinge (8) im
Spitzenbereich (9) einen Klingenspreizkonus (15)
aufweist, an dem die Greifbacken (38) bei einer
von der Schraubspitze (10) wegweisenden Ver
schiebung zur Anlage kommen und nur mit erhöhtem
Kraftaufwand auf einen Klingenschaft (16) der
Schraubklinge (8) aufschiebbar sind.
2. Schraubendreher nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Greiflamellen (13) der Spann
zange (11) eine Gleitstufe (41) aufweisen, wobei
bei Verschieben der Spannzange (11) von der
Schraubspitze (10) wegweisend die Gleitstufe (41)
auf dem Klingenspreizkonus (15) aufgleitet, so
daß sich die Greifbacken (38) im wesentlichen
kräftefrei von einer gehaltenen Schraube (39) ab
heben.
3. Schraubendreher zum Drehen insbesondere einer
Knochenschraube (39) mit einem Griffstück (2),
mit einer eine Schraubspitze (10) aufweisenden
Schraubklinge, die in das Griffstück (2) einfüg
bar sowie mittels einer Arretiervorrichtung gegen
Verdrehen in bezug auf das Griffstück (2) und
unbeabsichtigtes Herausgleiten fixierbar ist, und
mit einer die Schraubklinge umschließenden sowie
in Längsrichtung der Schraubklinge verschiebbaren
Spannzange zum Halten einer mit der Schraubspitze
in Eingriff stehenden Schraube (39), wobei die
Spannzange über von der Schraubklinge wegweisend
nach außen vorgespannte, mit endseitigen Greif
backen versehene Spreizlamellen verfügt, sowie
mit einer die Spannzange umgebenden und auf
dieser in Längsrichtung verschiebbaren
Sicherungshülse zum Andrücken der nach außen
vorgespannten Spreizlamellen an die Schraub
klinge, wobei der Verschiebeweg der Spannzange in
Richtung der Schraubspitze (10) bei Erreichen
einer Haltestellung durch eine Anschlagsvor
richtung begrenzt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schraubklinge (8) als Anschlagsvorrich
tung eine in Umfangsrichtung eingebrachte Rastnut
(18) aufweist und die Spannzange (46) mit wenig
stens einer zungenartigen, in Richtung der
Schraubspitze (10) weisenden sowie in Richtung
der Schraubklinge (8) vorgespannten Blattfeder
(14) versehen ist, die in die Rastnut (18) ein
fügbar ist und deren freies Ende (37) in Halte
stellung der Spannzange (46) an der schraub
spitzenseitigen Begrenzung (40) der Rastnut (18)
anliegt, daß die Sicherungshülse (48) eine in
Richtung der Spannzange (46) vorgespannte Hemm
feder (53) in Gestalt einer Blattfeder zum Er
höhen der Reibungskraft bei Verschiebung in
Längsrichtung zwischen der Spannzange (46) und
der Sicherungshülse (48) aufweist, daß die
Spreizlamellen (47) in Richtung der Greifbacken
(51) mit einer zunehmenden Materialstärke aus
gebildet sind und daß die Schraubklinge (8) im
Spitzenbereich (9) einen Klingenspreizkonus (15)
aufweist, so daß in Haltestellung der Spannzange
(46) bei auf die Greifbacken (51) aufgeschobener
Sicherungshülse (48) die verdickten Abschnitte
der Spreizlamellen (47) zwischen dem Klingen
spreizkonus (15) und der Schraubspitze (10) an
liegen.
4. Schraubendreher nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Sicherungshülse (48) einen
Hülsenanschlagkonus (54) aufweist, der bei
Zurückziehen der Sicherungshülse (48) gegen einen
Zangenanschlagkonus (55) der Spannzange (46)
anschlägt.
5. Schraubendreher nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die schraubspitzen
seitige Begrenzung (40) der Rastnut (18) als eine
rechtwinklige Anschlagschulter (42) oder als eine
abgeschrägte Kante (45) ausgebildet ist.
6. Schraubendreher nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die schraubspitzen
seitige Begrenzung (40) der Rastnut (18) als eine
zweifach gestufte, rechtwinklige Anschlagschulter
und das freie Ende (37) der Blattfeder (14) kom
plementär zu der zweifach gestuften Anschlag
schulter ausgebildet sind.
7. Schraubendreher nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die griffstückseitige
Begrenzung (43) der Rastnut (18) als konisch
abgeschrägte Kante (44) ausgebildet ist.
8. Schraubendreher nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Blattfeder (14)
rechteckig oder trapezförmig ausgebildet ist.
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