DE4338890A1 - Massenflußsensor - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Massenflußsensor nach der Gattung
der unabhängigen Ansprüche. Aus der EP 330 105 A2 ist bereits ein
Massenflußsensor mit einem Meßelement auf einer Membran bekannt,
wobei das Meßelement gegenüber dem strömenden Medium eine höhere
Temperatur aufweist. Aus dem Wärmeübergang in das Medium wird die
Stärke der Strömung gemessen. Die Membran wird dabei auf einem
Rahmen gehalten. Der Rahmen ist aus einem einkristallinen Silizium
plättchen durch Einbringen einer Ausnehmung in die Rückseite des
Siliziumplättchens ausgebildet. Dazu wird ein Siliziumplättchen mit
einer 100-orientierten Ober- und Unterseite verwendet. Auf der
Unterseite des Siliziumplättchens bilden die Ränder der Ausnehmung
ein Rechteck, wobei die Ränder jeweils parallel zu 100-Kristall
richtungen des Siliziumeinkristalls sind. Die Wände der Ausnehmung
werden so durch 111-Kristallebenen des Siliziumeinkristalls ge
bildet, die einen Winkel von ca. 54,7° zur 100-Unterseite des
Siliziumplättchens aufweisen.
Die erfindungsgemäßen Massenflußsensoren mit den kennzeichnenden
Merkmalen des unabhängigen Anspruchs haben demgegenüber den Vorteil,
daß der Rahmen besonders schmal ausgestaltet wird. Der Flächenbedarf
für den Rahmen wird daher besonders gering, so daß bei der Her
stellung einer Vielzahl von Massenflußsensoren aus einem Wafer mehr
Sensoren pro Waferfläche herstellbar sind.
Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind
vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im unabhängigen
Anspruch angegebenen Massenflußsensors möglich. Besonders gering
wird der Flächenbedarf bei der Verwendung eines 110-orientierten
Siliziumwafers, da so alle vier Seitenwände senkrecht zur Wafer
oberfläche ausgestaltet sind. Bei der Verwendung eines
100-orientierten Wafers lassen sich bei der Verwendung einer Aus
nehmung, deren Ränder ein Sechseck bilden gegenüber einer Ausnehmung
mit einem Viereck ebenfalls Flächenvorteile erzielen. Weiterhin ist
die so gebildete Membran symmetrisch ausgestaltet.
In den Fig. 1 und 2 wird ein erstes Ausführungsbeispiel der Er
findung mit einem 110-orientierten Siliziumplättchen und in den
Fig. 3 bis 5 ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung mit
einem 100-orientierten Siliziumplättchen gezeigt.
In den Fig. 1 und 2 wird ein erstes Ausführungsbeispiel der Er
findung gezeigt. Die Fig. 1 stellt eine Unteransicht auf den
Massenflußsensor, ausgehend von der Linie I-I der Fig. 2 dar. Die
Fig. 2 ist ein Querschnitt durch den Sensor nach Fig. 1 entlang
der Linie II-II. Der Sensor weist einen Rahmen 3 auf, auf dem die
Membran 2 aufgespannt ist. Auf der Membran 2 ist ein Meßelement 1
angeordnet. Auf der Oberseite der Membran 2 strömt ein Medium ent
lang. Das Meßelement wird auf einer Temperatur gehalten, welche
höher ist als die Temperatur des Mediums. Durch Messung des Wärme
überganges vom Meßelement 1 zum Medium kann so die Stärke der
Strömung bestimmt werden. Das Meßelement 1 kann dabei einfach aus
einem temperaturabhängigen Widerstand bestehen, welcher durch einen
Strom erwärmt wird und dessen Widerstand gemessen wird. Ebensogut
kann das Meßelement 1 auch aus einem Heizer und zusätzlichen Tempe
ratursensoren bestehen. Zur Herstellung dieses Massenflußsensors
wird von einem Siliziumplättchen 4 ausgegangen. Auf der Oberseite
dieses Siliziumplättchens 4 wird eine dünne Schicht für die Membran
2 abgeschieden. Dabei kann es sich sowohl um eine Siliziumschicht,
wie auch um dielektrische Schichten aus Siliziumoxid oder Silizium
nitrid handeln. Weiterhin werden die Strukturen für das Meßelement 1
aufgebracht. Ausgehend von der Unterseite des Siliziumplättchens 4
wird dann die Ausnehmung 5 eingebracht. Dies erfolgt durch Auf
bringen einer Ätzmaske. Bei einer Ätzmaske handelt es sich um eine
ätzresistente Schicht, die in den Bereichen, wo eine Ätzung des
Siliziumplättchens 4 erfolgen soll wieder entfernt wird. Beim Beauf
schlagen mit einem Ätzmedium, hier insbesondere einer flüssigen
anisotropen Ätze, wie beispielsweise Natrium- oder Kalilauge, werden
dann nur die freiliegenden Siliziumbereiche geätzt. Wenn die sich
dabei ausbildenden Seitenwände der Ausnehmung 5 nicht rechtwinklig
zur Unterseite des Siliziumplättchens 4 sind, so wird der Rahmen auf
der Oberseite des Siliziumplättchens 4 breiter ausgebildet als auf
der Unterseite, so daß bei einer bestimmten gewünschten Größe der
Membran 2 das gesamte Siliziumplättchen 4 entsprechend größer ausge
bildet sein muß, um auf der Unterseite eine gewisse Mindestdicke des
Rahmens zu garantieren. Wenn die Seitenwände der Ausnehmung 5 senk
recht zur Unterseite des Siliziumplättchens 4 sind, ist der Rahmen 3
über den gesamten Querschnitt gleich dick ausgebildet, so daß bei
vorgegebener Größe der Membran 2 eine geringere Fläche für das
Siliziumplättchen 4 benötigt wird. In der Regel wird eine Vielzahl
von Massenflußsensoren gleichzeitig auf einem Siliziumwafer ge
fertigt und dann durch Zersägen des Siliziumwafers die einzelnen
Massenflußsensoren vereinzelt. Zweckmäßigerweise ist dabei der Säge
schnitt zum Vereinzeln der Sensoren senkrecht zur Oberfläche des
Wafers. Da bei der in der Fig. 1 und Fig. 2 gezeigten Ausge
staltung des Massenflußsensors die Seitenwände der Ausnehmung 5
parallel zu den Schnittwänden sind, kann ein entsprechender Vorhalt
beim Zerteilen des Siliziumwafers in einzelne Massenflußsensoren
besonders gering gehalten werden. Die hier gezeigte Ausgestaltung
der Ausnehmung 5 geht von einem Siliziumplättchen 4 aus, dessen
Oberseite und Unterseite in 110-Kristallrichtung orientiert sind.
Die Ausnehmung 5 weist auf der Unterseite des Siliziumplättchens 4
einen ersten Rand 201 auf, der mit einem Winkel von ca. 109,5° zu
einem zweiten Rand 202 orientiert ist, der zweite Rand 202 ist mit
einem Winkel von 70,5° zu einem dritten Rand 203 orientiert, der
dritte Rand 203 ist ist mit einem Winkel von 109,5° zu einem vierten
Rand 204 orientiert und dieser weist wieder einen Winkel von 70,5°
zum ersten Rand 201 auf. Die vier Ränder 201, 202, 203, 204 liegen
dabei jeweils in 111-Kristallebenen des Siliziumeinkristalls, die
senkrecht zur 110-Oberfläche des Siliziumplättchens 4 orientiert
sind.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt entlang der Linie II-II.
In den Fig. 3, 4 und 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel des
erfindungsgemäßen Sensors gezeigt. Die Fig. 4 zeigt dabei einen
Querschnitt entlang der Linie IV-IV und die Fig. 5 einen Quer
schnitt entlang der Linie V-V der Fig. 3. Die Fig. 3 zeigt eine
Unteransicht des Sensors ausgehend von der Linie III-III der Fig.
4. Die bereits aus den Fig. 1 und 2 bekannten Elemente sind
wieder mit dem gleichen Bezugszeichen versehen und üben die gleiche
Funktion aus. Im Unterschied zu den Fig. 1 und 2 wird hier jedoch
eine Ausnehmung 5 verwendet, die auf der Unterseite des Silizium
plättchens 4 eine sechseckige Form aufweist. Ein erster Rand 101
bildet einen Winkel von 90° zum zweiten Rand 102, der zweite Rand
102 bildet einen Winkel von 135° zum dritten Rand 103, der dritte
Rand 103 bildet einen Winkel von 135° zum vierten Rand 104, der
vierte Rand 104 bildet einen Winkel von 90° zum fünften Rand 105,
der fünfte Rand 105 bildet einen Winkel von 135° zum sechsten Rand
106 und der sechste Rand 106 bildet eine Winkel von 135° zum ersten
Rand 101. Die Oberseite und Unterseite des Siliziumplättchens 4 sind
hier in 100-Richtung orientiert. Wie der Fig. 4 zu entnehmen ist,
liegen die Ränder 103 und 106 jeweils auf 100-Ebenen des Silizium
einkristalls, die senkrecht zur 100-Oberseite und Unterseite des
Siliziumplättchens 4 ausgerichtet sind. Die vier Ränder 101, 102,
104 und 105 liegen jeweils auf 111-Kristallebenen, die einen Winkel
von ca. 54,74° zur 100-Oberfläche des Siliziumplättchens 4 auf
weisen. Eine entsprechende Seitenwand, die von dem Rand 101 ausgeht,
ist in der Fig. 5 dargestellt. Da auch hier der Rahmen 3 zumindest
in der Nähe der Ränder 103 und 106 sehr dünn ausgestaltet werden
kann, wird auch hier ein geringerer Platzverbrauch ermöglicht, als
wenn alle Seitenwände in einem schrägen Winkel zur Unterseite
orientiert wären. Es wird somit wiederum bei der Herstellung einer
Vielzahl von Sensoren aus einem Siliziumwafer die Nutzung der Wafer
oberfläche verbessert und so eine Verringerung der Kosten pro
Einzelsensor erreicht.
Claims (3)
1. Massenflußsensor mit einem Meßelement (1) auf einer Membran (2),
wobei das Meßelement (1) gegenüber dem Medium eine höhere Temperatur
aufweist und aus dem Wärmeübergang in das Medium die Stärke der
Strömung des Mediums mißt, wobei die Membran (2) in einem Rahmen (3)
gehalten ist, der als einkristallines Siliziumplättchen (4) mit
einer Ausnehmung (5) in der Rückseite ausgebildet ist, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Ausnehmung (5) Seitenwände aufweist, die senk
recht zur Unterseite des Siliziumplättchens (4) sind.
2. Massenflußsensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Unterseite der Siliziumplatte (4) eine 100-Fläche ist, daß die
Ränder (101 bis 106) der Ausnehmung (5) auf der Rückseite der
Siliziumplatte (4) ein Sechseck bildet, daß der erste Rand (101)
einen Winkel von 90° zum daran anschließenden zweiten Rand (102)
bildet, daß der zweite Rand (102) einen Winkel von 135° zum daran
anschließenden dritten Rand (103) bildet, daß der dritte Rand (103)
einen Winkel von 135° zum daran anschließenden vierten Rand (104)
bildet, daß der vierte Rand (104) einen Winkel von 90° zum daran
anschließenden fünften Rand (105) bildet, daß der fünfte Rand (105)
einen Winkel von 135° zum daran anschließenden
sechsten Rand (106) bildet, daß der sechste Rand (106) einen Winkel
von 135° zum ersten Rand (101) bildet, daß der erste, zweite, vierte
und fünfte Rand (101, 102, 104, 105) auf einer jeweils einer
111-Fläche der Siliziumplatte (4) liegen, wobei diese 111-Flächen
einen Winkel von ca. 54,7° zur 100-Unterseite der Siliziumplatte (4)
bilden, und daß der dritte und der sechste Rand (103, 106) auf je
weils einer 100-Fläche liegen, die senkrecht zur 100-Unterseite der
Siliziumplatte (4) sind.
3. Massenflußsensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Unterseite der Siliziumplatte (4) eine 110-Fläche ist, daß die
Ränder (201 bis 204) der Ausnehmungen (5) auf der Unterseite der
Siliziumplatte (4) ein Parallelogramm bildet, daß der erste Rand
(201) einen Winkel von ca. 109,5° zum daran anschließenden zweiten
Rand (202) bildet, daß der zweite Rand (202) einen Winkel von ca.
70,5° zum daran anschließenden dritten Rand (203) bildet, daß der
dritte Rand (203) einen Winkel von ca. 109,5° zum daran an
schließenden vierten Rand (204) bildet, daß der vierte Rand (204)
einen Winkel von ca. 70,5° zum ersten Rand (201) bildet, und daß die
Ränder (201 bis 204) auf jeweils einer 111-Fläche der Siliziumplatte
(4) liegen, die senkrecht zur 110-Unterseite der Siliziumplatte (4)
sind.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: G01F 1/692 |
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| 8131 | Rejection |