DE4338190A1 - Volumetrischer Getränkefüller - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Getränkefüller der im Oberbegriff des
Anspruches 1 genannten Art.
Bei zur Zeit weithin üblichen Getränkefüllern erfolgt die Abmes
sung des Getränks durch Ermittlung des Füllpegels im Behälter.
Volumetrische Getränkefüller der eingangs genannten Art bestim
men dagegen das abzufüllende Getränkevolumen in einem Abmeß
behälter, aus dem die Behälter gefüllt werden. Damit ist der Vorteil
erheblich höherer Füllgenauigkeit verbunden, da Exemplarstreuun
gen der Getränkebehälter nicht in die Meßgenauigkeit eingehen.
Mit hochgenau gefertigten und angesteuerten Abmeßbehältern las
sen sich wesentlich höhere Füllgenauigkeiten erreichen.
Bei Getränkefüllern der eingangs genannten Art wird das Volumen
in den Abmeßbehältern dadurch abgemessen, daß diese bis zu be
stimmten Pegeln aufgefüllt und/oder abgelassen werden. Es sind
Steuereinrichtungen vorgesehen, die die entsprechenden Pegel er
kennen und entsprechend das Auffüllen oder Ablaufen steuern.
Nach dem Stand der Technik sind zur Pegelerkennung Einrichtun
gen vorgesehen, die über Schwimmer- oder Tauchsonden die Pe
gelerkennung bewirken. Hieran nachteilig ist der hohe apparative
Aufwand an jedem Abmeßbehälter.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Ge
tränkefüller der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem die
Volumensteuerung in den Abmeßbehältern auf einfachere Weise er
folgt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des
Kennzeichnungsteiles des Anspruches 1 gelöst.
Bei dieser Konstruktion bestehen die Abmeßbehälter aus durchsich
tigem Material, beispielsweise Glas, und laufen zu den kritischen
Zeiten ihres Betriebszyklus, also z. B. dann, wenn das Auffüllen ge
stoppt werden muß, durch das Sichtfeld einer stationär neben dem
Füller aufgestellten Videokamera, die mehrere Abmeßbehälter be
trachtet und in diesen mittels einer Bildauswerteinrichtung den
Füllpegel erkennt. Die Bildauswerteinrichtung erfaßt einen durch
das Sichtfeld laufenden Abmeßbehälter und bestimmt in mehreren
Winkelpositionen, z. B. laufend, den Pegel, um den Zeitpunkt zu
ermitteln, an dem der Sollpegel erreicht wird. Die Bildauswertein
richtung erkennt außerdem den zugehörigen Behälterplatz und gibt
an ein den Auffüllstrom steuerndes Ventil ein Schließsignal. Alter
nativ oder zusätzlich - je nach Betriebsweise - kann auch beim Ab
laufen ein Stoppegel auf dieselbe Weise ermittelt werden. Es sind
dabei mehrere Betriebsweisen möglich, wobei beispielsweise der
Abmeßbehälter zwischen einem gesteuerten oberen Pegel und
einem gesteuerten unteren Pegel betrieben wird, wobei nur ein
oberer Pegel gesteuert wird und der Abmeßbehälter leerläuft oder
wobei der Abmeßbehälter vollgefüllt und bis zu einem gesteuerten
unteren Pegel entleert wird.
Der Aufbau des Getränkefüllers läßt sich dadurch wesentlich ver
einfachen. Es entfallen die nach dem Stand der Technik erforderli
chen Pegelüberwachungseinrichtungen an jedem Abmeßbehälter. Es
können ohnehin bereits für den Getränkefüller vorgesehene Daten
verarbeitungseinrichtungen als Bildauswerteinrichtungen verwendet
werden. Außerdem läßt sich die Umstellung auf andere abzufül
lende Volumina - beispielsweise bei der Umstellung auf andere Be
hältergrößen - sehr einfach durch Programmumschaltung bewirken,
ohne daß mechanische Umstellungen erforderlich sind. Die Geträn
kebehälter, in die abgefüllt werden soll, sind hinsichtlich ihrer Art -
Glasflaschen, Kunststoffflaschen, Blechdosen - völlig unerheblich.
Schließlich ist auch eine individuelle Steuerung einzelner Behälter
plätze möglich, um Exemplarstreuungen der Plätze zu berücksichti
gen.
Da die Ablaufbehälter einzeln auf Erreichen bestimmter Pegel
überwacht und an den entsprechenden Behälterplätzen über Ventil
steuerung der Füllvorgang gesteuert wird, da also eine individuelle
Einzelerkennung und -steuerung der Behälterplätze gegeben ist,
kann ohne wesentliche Erhöhung des elektronischen Aufwandes mit
relativ ungenau gefertigten Auffangbehältern gearbeitet werden, die
beispielsweise erhebliche Exemplarstreuung aufweisen. Diese kön
nen nach Eichen und Ermitteln der erforderlichen Sollpegel von der
Bildauswerteinrichtung jeweils auf Einstellung ihrer individuellen
zugehörigen Sollpegel überwacht werden. Auf diese Weise können
Exemplarstreuungen der Auffangbehälter zugelassen werden, was
die Maschinenkosten verringert und beispielsweise auch den Ein
zelaustausch defekter Auffangbehälter wesentlich erleichtert.
Vorteilhaft sind die Merkmale des Anspruches 2 vorgesehen. Hier
durch ist es möglich, bis zu einem gewissen Pegel schneller aufzu
füllen oder abzulassen und sodann unter Drosselung langsamer, um
den jeweiligen Stoppegel sehr präzise einstellen zu können.
Weiterhin vorteilhaft sind die Merkmale des Anspruches 3 vorgese
hen. Wird beispielsweise das Auffüllen des Abmeßbehälters bis zu
einem Stoppegel überwacht und wird dabei festgestellt, daß der
Stoppegel nicht innerhalb des Sichtfeldes der Kamera liegt, so wird
der Startwinkel, bei dem das Auffüllen beginnt, entsprechend ver
stellt. Es wird dadurch vermieden, den Aufstellort der Kamera än
dern zu müssen. Es kann auf diese Weise rasch die bei Änderung
der Füllerdrehzahl (bei kontanter Auffüllzeit) erforderliche Verän
derung des zum Auffüllen benötigten Umlaufwinkels berücksichtigt
werden. Entsprechend kann beim Ablaufen der Start des Ablauf
vorganges zu denselben Zwecken verschoben werden.
Dabei wird vorteilhaft gemäß Anspruch 4 die jeweilige Startver
stellung individuell für einzelne Behälterplätze vorgenommen. Da
mit lassen sich individuelle Schwankungen der Auffüll- bzw. Ab
laufgeschwindigkeit ausgleichen, und es können auch aus irgend
welchen Gründen teilweise verstopfte Behälterplätze so eingestellt
werden, daß sie die jeweiligen Stoppegel im Sichtfeld der Kamera
erreichen und daher rechtzeitig steuerbar sind.
Dabei sind vorteilhaft die Merkmale des Anspruches 5 vorgesehen.
Die Behälterplätze werden derart gesteuert, daß der Stoppegel
jeweils am Ende des Betriebssektors, also des Auffüllsektors bzw.
des Füllsektors erreicht wird. Dadurch können die zur Verfügung
stehenden Zeiten für möglichst langsame und ruhige Geträn
keströmung optimal ausgenutzt werden.
Weiterhin vorteilhaft sind die Merkmale des Anspruches 6 vorgese
hen. Die Ermittlung der erfaßten Behälterplätze kann unmittelbar
aus dem Bild erfolgen, beispielsweise durch Bildauswertung von an
den Behälterplätzen angebrachten Nummern. Wird jedoch die Win
kelposition des Füllers laufend ermittelt und der Bildauswertein
richtung eingegeben, was auf einfache konventionelle Weise erfol
gen kann, so wird die Bildauswerteinrichtung entlastet.
Vorteilhaft sind die Merkmale des Anspruches 7 vorgesehen. Als
Füllparameter kann beispielsweise die Auffüll- oder die Ablaufge
schwindigkeit ermittelt werden oder der ermittelte Umfangswinkel
bei Erreichen eines bestimmten Pegels. Als defekt ermittelte Be
hälterplätze können für den weiteren Betrieb stillgesetzt oder in einer
Liste zur Berücksichtigung bei der nächsten Maschinenüberho
lung erfaßt werden. Es kann auch nach Erreichen des Stoppegels
überprüft werden, wie weit sich nach Abschalten des entsprechen
den Ventiles der Pegel noch ändert. Dies gibt Aufschluß über ord
nungsgemäße Funktion des jeweiligen Ventiles.
Vorteilhaft sind die Merkmale des Anspruches 8 vorgesehen. Wird
z. B. das Ablaufen bei einem bestimmten unteren Stoppegel im Ab
laufbehälter gestoppt, so kann in diesem Höhenbereich der Ablauf
behälter mit verringertem Querschnitt vorgesehen sein. Dadurch
ergibt sich eine wesentlich erhöhte Ablesegenauigkeit. Entspre
chend kann auch im Bereich eines oberen, das Auffüllen beenden
den Stoppegels der Querschnitt zu demselben Zweck reduziert sein.
In den Zeichnungen ist die Erfindung beispielsweise und schema
tisch dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine stark schematisierte Draufsicht auf einen Geträn
kefüller mit zwei Videokameras,
Fig. 2 eine Ansicht eines Behälterplatzes im Schnitt nach Li
nie 2-2 in Fig. 1,
Fig. 3 eine Ansicht eines Abmeßbehälters in Ansicht gemäß
Fig. 2 in einer Ausführungsvariante und
Fig. 4 eine Videokamera mit ihrem Sichtfeld und dessen An
zeige auf einem Monitor.
Fig. 1 zeigt in Draufsicht einen rotierenden Füller 1 üblicher Bau
art, der zum Füllen von Getränken dient. Der Füller rotiert im
Uhrzeigersinn. An seinem Umfang sind Behälterplätze 2 beabstan
det vorgesehen, denen Behälter 3 von einem Transportband 4 über
einen Einlaufstern 5 zugeführt werden.
Die auf den Behälterplätzen 2 um den Füller transportierten Behäl
ter 3 verlassen den Füller 1 über einen Auslaufstern 6, von dem sie
auf weiterverarbeitende Einrichtungen, wie z. B. Transportbänder,
Verschließer od. dgl. übergeben werden.
Bei den Behältern 3 kann es sich um alle üblicherweise für Ge
tränke verwendeten Behälter handeln, wie beispielsweise Glasfla
schen, Kunststoffflaschen, Blechdosen od. dgl.
Die hier nicht näher interessierenden Einzelheiten des Füllers 1 sind
weggelassen. Die wesentlichen Einrichtungen eines Behälterplatzes
sind in Fig. 2 dargestellt.
Als Behälter 3 ist hier eine Flasche dargestellt, die in Abdichtung
unter einem Dichtglied 50 steht. Im dargestellten Fall ist der Be
hälterplatz zum Abfüllen karbonisierter Getränke unter Druck aus
gebildet. Zwischen dem Dichtglied 50 und dem Behälter 3 ist daher
eine gute Randabdichtung erforderlich. Zum Erleichtern des Füllens
ragt aus dem Dichtglied 50 ein gestrichelt dargestelltes Rückgasrohr
51 in den Behälter 3, welches an eine Rückgasleitung 52 ange
schlossen ist.
Hubeinrichtungen zur vertikalen Bewegung des Dichtgliedes 50 ge
gen den Behälter 3 oder des Behälters 3 gegen das Dichtglied 50
können in bekannter konventioneller Weise ausgebildet sein und
sind zur Vereinfachung in den Figuren weggelassen.
Das Getränk, z. B. Bier, wird durch Ablaufen aus einem Abmeßbe
hälter 53 gefüllt. Der Ablauf aus dem Abmeßbehälter 53 erfolgt
über eine Ablaufleitung 54, die von einem z. B. elektrisch fernsteu
erbaren Ablaufventil 55 beherrscht wird. Dabei wird im Ausfüh
rungsbeispiel das in den Behälter 3 abzufüllende Volumen dadurch
eingestellt, daß der Ablauf zwischen einem oberen Stoppegel O und
einem unteren Stoppegel U erfolgt.
Zum Wiederauffüllen des Abmeßbehälters 53 ist dieser über eine
Auffülleitung 56 mit fernsteuerbarem Auffüllventil 57 an einen Ge
tränkevorratsbehälter 58 angeschlossen.
Zum Füllen eines Behälters 3 wird zunächst das Auffüllventil 57
geöffnet, so daß der Abmeßbehäler 53 bis zum oberen Stoppegel O
gefüllt wird. Dann wird das Auffüllventil 57 geschlossen und das
Ablaufventil 55 geöffnet, bis der untere Stoppegel U erreicht ist.
Das Ablaufventil 55 wird dann geschlossen. Nun ist das Volumen
in den Behälter 3 gelaufen, das der Pegeldifferenz O - U im
Abmeßbehälter 53 entspricht. Durch unterschiedliche Einstellung
der Stoppegel O bzw. U kann das abzufüllende Volumen unter
schiedlichen Volumina der Behälter 3 angepaßt werden.
Es ist auch möglich, den Abmeßbehälter 53 restlos zu füllen und
nur den unteren Stoppegel U gesteuert einzusetzen. Ferner ist es
möglich, den Abmeßbehälter 53 jeweils restlos leerlaufen zu lassen
und nur den oberen Stoppegel O zu verwenden. Hierbei muß jedoch
auf die Vorteile des schaumfreien Unterfüllens im Abmeßbehälter
53 verzichtet werden.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel, in dem der Behälter 3 unter
Druck gefüllt wird, ist das obere Ende des Abmeßbehälters 53 über
eine Gasleitung 59 an den Gasraum im Getränkevorratsbehälter 58
angeschlossen, an den auch die Rückgasleitung 52 angeschlossen
ist. Im Falle des Füllens stiller Getränke kann auf die Gasleitungen
52 und 59 verzichtet werden, ebenso wie auf eine Abdichtung zwischen
dem Dichtglied 50 und dem Behälter 3. Anstelle des Rück
gasrohres 51 kann dann beispielsweise ein Kurzfüllrohr vorgesehen
sein.
Zum erwünschten und aus Gründen der Eichgesetze vorgeschriebe
nen hochgenauen Befüllen der Behälter 3 ist es erforderlich, den
oberen Stoppegel O und den unteren Stoppegel U im Abmeßbehäl
ter 53 hochgenau einzustellen und dementsprechend die Ventile 55
und 57 exakt zum richtigen Zeitpunkt zu schließen.
Dies kann zunächst dadurch erleichtert werden, daß im Bereich ei
nes zu überwachenden Stoppegels, beispielsweise des unteren Stop
pegels U der Querschnitt des Abmeßbehälters 53′, der in einer Va
riante in Fig. 3 dargestellt ist, in einem unteren Bereich 69 gegen
über seinen übrigen Bereichen reduziert ist. Dadurch kann die Ab
lesegenauigkeit am unteren Stoppegel U wesentlich erhöht werden.
Entsprechende Maßnahmen können auch im Bereich des oberen
Stoppegels O getroffen sein.
Um eine genaue Überwachung der Stoppegel O und U zu ermögli
chen, sind die Abmeßbehälter 53 bzw. 53′ aus durchsichtigem Ma
terial, z. B. Glas, ausgebildet, wenigstens in bestimmten, einen Ein
blick ermöglichenden Bereichen. Außerhalb des Füllers ist stationär
eine Videokamera 60 vorgesehen, die Abmeßbehälter 53 an
mehreren Behälterplätzen 2 in ihrem Sichtfeld 61 erfaßt, die in
Pfeilrichtung durch das stationäre Sichtfeld laufen.
In Fig. 4 (oben) ist auch der der Pegel 62 in den Abmeßbehältern
53 dargestellt. Man kann erkennen, wie bei laufendem Auffüllen
der Pegel 62 ansteigt, wenn die Abmeßbehälter 53 durch das Sicht
feld 61 laufen.
Fig. 1 zeigt in der Draufsicht auf den Füller 1 dessen unterschiedliche
Betriebssektoren. Nach Einlaufen der Behälter 3 in den Füller 1
werden sie zunächst in einem Vorspannsektor V mit Spanngas be
aufschlagt, beispielsweise durch Öffnen eines in Fig. 2 nicht darge
stellten Ventiles in der Rückgasleitung 52, die dann als Vorspann
leitung dient. Nach Beendigung des Vorspannsektors V beginnt der
Füllsektor F, in dem die Behälter 3 gefüllt werden. Danach kommt
der Entlastungssektor E, in welchem z. B. über nicht dargestellte
Ventile an den Dichtgliedern 50 der Druck im Kopfraum der ge
füllten Behälter 3 entlastet wird, um sie drucklos über den Auslauf
stern 6 vom Füller 1 abführen zu können.
Das Auffüllen der Abmeßbehälter 53 geschieht außerhalb des Füll
sektors F in dem dargestellten Auffüllsektor A, der, in Umlauf
richtung des Füllers gesehen, im Entlastungssektor E beginnt und
im Vorspannsektor V endet.
Die Kamera 60, die gemäß Darstellung der Fig. 4 zur Überwa
chung des oberen Stoppegels O dient, ist, wie Fig. 1 zeigt, derart
aufgestellt, daß sie mit ihrem Sichtfeld 61 den Endbereich des Auf
füllsektors A betrachtet. Dort soll das Auffüllen der Abmeßbehälter
53 beendet sein, also der in Fig. 4 dargestellte Pegel 62 in den Ab
meßbehältern 53 den oberen Stoppegel O erreichen.
Die Kamera 60 ist über eine Leitung 63 an eine Bildauswertein
richtung 18 angeschlossen, die auf dem dargestellten Monitorschirm
zu Vergleichszwecken das Sichtfeld 61 darstellt. Es sind die erfaß
ten Behälterplätze mit den Abmeßbehältern 53 und den darin er
kannten Pegeln 62 dargestellt.
Man kann auf dem Monitor der Bildauswerteinrichtung 18 erken
nen, daß in der Durchlaufrichtung der Abmeßbehälter 53 von rechts
nach links die Pegel 62 entlang der Geraden 64 ansteigen. Mit der
gestrichelten Linie O ist der zu überwachende obere Stoppegel ein
gezeichnet, der der Bildauswerteinrichtung, z. B. von einem Steuer
pult eingegeben werden kann. Wird in einem Behälter, und zwar im
dargestellten Beispiel an der Stelle 65, der obere Stoppegel O er
reicht, so gibt die Bildauswerteinrichtung 18 ein Signal ab, um das
Auffüllventil 57 zu schließen.
Wie Fig. 1 zeigt, ist zu diesem Zweck die Bildauswerteinrichtung
18 mit einer Leitung 13 an einen Drehverteiler 12 des Füllers 1 an
geschlossen, von dem Leitungen 11, beispielsweise Busleitungen
zur Ermöglichung der Adressansteuerung einzelner Ventile an ein
zelnen Behälterplätzen, zu den einzelnen Behälterplätzen 2 verlau
fen, an denen sie in nicht dargestellter Weise zur Steuerung der
Ventile 55 und 57 angeschlossen sind.
Erreicht also, wie in Fig. 4 dargestellt, ein bestimmter Behälter
platz, der z. B. innerhalb eines Füllers 1 eine bestimmte Platznum
mer hat, den oberen Stoppegel O an der Stelle 65, so wird genau zu
diesem Behälterplatz ein Signal zum Abschalten des Auffüllventiles
57 gegeben. Die Ermittlung des zugehörigen Behälterplatzes kann
auf geeignete Weise erfolgen, beispielsweise durch Erkennen indi
vidueller Kennzeichnungen durch die Bildauswerteinrichtung oder
durch Abzählen der Behälterplätze mittels einer Lichtschranke ge
genüber einer Nullmarke.
Um die Präzision beim Einstellen des oberen Stoppegels O zu erhö
hen, kann ein etwas tiefer liegender Pegel 66 (in Fig. 4 gestrichelt
auf dem Monitorbild eingezeichnet) vorgegeben sein, bei dessen
Erreichen an das Ablaufventil 57 ein Drosselsignal gegeben wird,
um zwischen dem Pegel 66 und dem Stoppegel O langsamer zu
füllen.
Die Bildauswerteinrichtung 18 erkennt bei Betriebsbeginn des Fül
lers, ob im erfaßten Sichtfeld 61 der Pegel 62 in den Abmeßbehäl
tern 53 überhaupt den oberen Stoppegel O erreicht. Ist dies noch
nicht der Fall oder läuft der Füller so schnell, daß innerhalb der im
Auffüllsektor A zur Verfügung stehenden Zeit der obere Stoppegel
O noch nicht erreicht wird, so kann die Bildauswerteinrichtung 18
ein Signal zum Verstellen des Anfangszeitpunktes des Auffüllsek
tors A geben. Entsprechend in anderer Richtung wird verstellt,
wenn im Sichtfeld 61 der obere Stoppegel O bereits überschritten
ist.
Es können auch einzelne Ausreißer vorliegen, z. B. einzelne Behäl
terplätze 2, die verstopft sind oder bei denen das Auffüllventil 57
nicht richtig öffnet. Diese werden einzeln erkannt, und es besteht
die Möglichkeit, bei diesen individuell die Öffnung des Auffüllven
tiles 57 über entsprechende Steuerung durch die Bildauswertein
richtung 18 zu einem geeigneten Startwinkel zu verlegen.
Zur Überwachung des unteren Stoppegels U beim Ablaufen des
Getränks aus dem Abmeßbehälter 53 in einen Getränkebehälter 3 ist
eine weitere Kamera 67 vorgesehen, die über eine Leitung 68 eben
falls an die Bildauswerteinrichtung 18 angeschlossen ist. Diese Ka
mera 67 betrachtet den Endbereich des Füllsektors F, bei dem die
Füllung der Behälter 3 beendet wird, also der untere Stoppegel U
im Abmeßbehälter 53 erreicht wird. Vergleicht man mit Fig. 4, so
sind die Verhältnisse entsprechend. Abweichend davon ist lediglich
folgendes:
Die Pegel 62 in den Abmeßbehältern 53 steigen nicht, wie in Fig. 4
dargestellt, in Laufrichtung an, sondern fallen ab und erreichen den
unteren Stoppegel U, der beispielsweise anstelle des Pegels 66 auf
dem Monitorbild der Fig. 4 liegt. Die Gerade 64, die den Anstieg
der Pegel darstellt, würde in diesem Falle in anderer Richtung ver
laufen, also von rechts oben nach links unten. Es kann auch in die
sem Falle ein dem Pegel 66 entsprechender vorgeschalteter Pegel
vorgesehen sein, der beispielsweise anstelle des Pegels O liegen
kann und bei dessen Erreichen ein Drosselsignal gegeben wird.
Das von der Kamera 67 ermittelte Bild wird auf die geschilderte
Weise ausgewertet, und es werden Stopsignale an das Ablaufventil
55 des jeweils zugeordneten Behälterplatzes gegeben, wenn bei die
sem der Pegel im Abmeßbehälter 53 den unteren Stoppegel U er
reicht.
Auch in diesem Fall kann der Startwinkel, also der Umlaufwinkel,
an dem das Ablaufventil 55 geöffnet wird, verstellt werden, um die
Beobachtung des Erreichens des unteren Stoppegels U im Sichtfeld
der Kamera 67 zu ermöglichen. Diese Verstellung kann wiederum
gemeinsam für alle Behälterplätze oder zur Berücksichtigung indivi
dueller Unterschiede in der Ablaufgeschwindigkeit einzeln erfolgen.
Claims (8)
1. Rotierender Füller zum volumetrischen Abfüllen von Ge
tränken in Behälter, mit einer Vielzahl von auf seinem Um
fang beabstandet umlaufenden Behälterplätzen mit Abmeßbe
hältern, die aus einem Getränkevorrat auffüllbar sind und aus
denen das Getränk in die Getränkebehälter abläuft, sowie mit
Steuereinrichtungen, die über Pegelerkennung in den Ab
meßbehältern das Ablaufvolumen steuern, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Abmeßbehälter (53) durchsichtig ausgebil
det sind und daß wenigstens eine die Abmeßbehälter (53)
mehrerer benachbarter Behälterplätze (2) betrachtende statio
när aufgestellte Videokamera (60, 67) vorgesehen ist sowie
eine Bildauswerteinrichtung (18) mit Einrichtungen zur ver
folgenden Überwachung der Abmeßbehälter (53) im Sicht
feld der Kamera (60, 67) unter Ermittlung der Pegel (62) in
diesen in unterschiedlichen Winkelpositionen, zur Ermittlung
der erfaßten Behälterplätze (2) und zur Abgabe von Steuersignalen
für fernsteuerbare Ventile (55, 57) an den ermittelten
Behälterplätzen (2), wobei eine den Bereich des Auffüllstops
betrachtende Kamera (60) zur Steuerung eines Auf
füllventiles (57) und/oder eine den Bereich des Ablaufstops
betrachtende Kamera (67) zur Steuerung eines Ablaufventiles
(55) dient.
2. Getränkefüller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bildauswerteinrichtung (18) wenigstens einen vor
dem Stoppegel (O, U) erreichten Pegel (66) ermittelt zur
Abgabe von Drosselsignalen.
3. Getränkefüller nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bildauswerteinrichtung
(18) bei Erreichen des Stoppegels (O, U) in den Abmeßbe
hältern (53) die Winkelposition (65) ermittelt und in Abhän
gigkeit von dieser den Startwinkel des Auffüllsektors (A)
oder des Füllsektors (F) verstellt.
4. Getränkefüller nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die bei Erreichen eines Stoppegels (O, U) vorliegenden
Winkelpositionen einzelnen Behälterplätzen (2) zugeordnet
ermittelt werden und in Abhängigkeit von diesen individuelle
Startsignale für den Auffüll- und/oder Ablaufbetrieb an die
zugeordneten Behälterplätze bei dem nächsten Umlauf des
Füllers (1) gegeben werden.
5. Getränkefüller nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Steuerung des Auffüll- oder Ab
laufbeginns derart erfolgt, daß der Stoppegel (O, U) am
Ende des jeweiligen Betriebssektors (A, F) erreicht wird.
6. Getränkefüller nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß Einrichtungen zur laufenden
Ermittlung der Winkelposition des Füllers (1) und zu deren
Übertragung an die Bildauswerteinrichtung (18) vorgesehen
sind.
7. Getränkefüller nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bildauswerteinrichtung
(18) hinsichtlich der ermittelten Füllparameter außerhalb des
Normbereichs liegende Behälterplätze (2) ermittelt.
8. Getränkefüller nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Abmeßbehälter (53′) im
Bereich (69) eines zu ermittelnden Stoppegels (U) einen
verringerten Querschnitt aufweisen.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934338190 DE4338190A1 (de) | 1993-11-09 | 1993-11-09 | Volumetrischer Getränkefüller |
| EP94102447A EP0613854B1 (de) | 1993-02-27 | 1994-02-18 | Volumetrischer Getränkefüller |
| DE59400970T DE59400970D1 (de) | 1993-02-27 | 1994-02-18 | Volumetrischer Getränkefüller |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934338190 DE4338190A1 (de) | 1993-11-09 | 1993-11-09 | Volumetrischer Getränkefüller |
Publications (1)
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|---|---|
| DE4338190A1 true DE4338190A1 (de) | 1995-06-01 |
Family
ID=6502134
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934338190 Withdrawn DE4338190A1 (de) | 1993-02-27 | 1993-11-09 | Volumetrischer Getränkefüller |
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1993
- 1993-11-09 DE DE19934338190 patent/DE4338190A1/de not_active Withdrawn
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