DE4338008C2 - Druckluftmatratzenkern - Google Patents
DruckluftmatratzenkernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Druckluftmatratzenkern, bestehend
aus einer elastischen Hülle, in der eine Vielzahl nebeneinander
liegender Druckluftzellen vorgesehen sind, die
durch ein im Bereich mit wahlweise unterschiedlichem Füllungsgrad
aufteilbares Kanalsystem untereinander verbunden
sind.
Druckluftmatratzenkerne dieser Art sind grundsätzlich bekannt.
So zeigt z. B. die DE 33 03 615 A1 eine aus einer
Kunststoffunterlage bestehende Liege, deren Matratze in als
Hohlkörper-Aufnahmefächer dienende Felder unterteilt sind.
Die Vielzahl der dort vorgesehenen einzeln aufblasbaren
Hohlkörper erlauben durch individuelles Aufblasen oder Ablassen
von Luft eine Anpassung der Liegefläche an verschiedene
Körperformen.
Weiterhin ist es aus der DE 41 01 781 A1 bekannt Luftmatratzen
in mehrere Kammern aufzuteilen. Hierdurch soll eine
der individuellen Körperform anpaßbare Zwischenlage zwischen
Körper und Bett oder Fußboden erzielt werden. Sowohl
bei dieser als auch bei der zuvor beschriebenen Matratze
findet bei der Benutzung kein Druckausgleich zwischen den
Kammern bzw. den einzelnen Zellen statt und daher ist die
individuelle Anpassung allein vom Füllungsgrad der Kammern
abhängig. Dies stellt aber keinen hinreichenden Komfort dar,
und darüber hinaus fehlt eine Belüftung, um auftretende
Feuchtigkeit, z. B. beim Schwitzen, abzuführen.
Bekannt ist es auch Liegematten zu falten, so zeigt z. B.
die DD 76 326 eine aufblasbare Liegematte, die in einzelne
für sich aufblasbare Felder unterteilt ist. Im gefalteten
Zustand nimmt diese Liegematte wenig Raum ein.
Weiterhin ist aus dem DEGM 18 73 725 eine aufblasbare
Matratze bekannt, die aus mehreren in einer Hülle übereinander
liegenden Einzelmatratzen besteht. Die Einzelmatratzen
bestehen dabei aus gabelförmig ausgebildeten aufblasbaren
Elementen, deren Längselemente ineinander greifen und
deren Querstege als Kollektor mit den Längselementen verbunden
sind. Die schlauchförmig ausgebildeten Längselemente
liegen in einer fertigen Matratze in den Hohlkehlen zwischen
den Schlauchelementen benachbarter Einzelmatratzen und verdecken
damit die in den Hohlkehlen vorgesehenen Durchbrüche.
Damit wird aber die beabsichtigte Abfuhr von Transpirationsfeuchte
stark behindert bzw. ganz unterbunden.
Aus der DE 25 16 539 A1 ist auch ein Druckluftmatratzenkern
bekannt, bei dem in einer elastischen Hülle eine Vielzahl
nebeneinander liegender Druckluftzellen vorgesehen sind.
Diese Druckluftzellen sind durch ein in der Hülle vorgesehenes
Kanalsystem untereinander verbunden und sie können in
ihrem Volumen zur Erzielung unterschiedlicher Federwirkungen
unterschiedlich ausgestaltet werden.
Schließlich ist aus dem DEGM 76 28 889 eine Sitz- oder
Liegeflächenpolsterung bekannt, bei der schlauch- oder kugelförmig
ausgebildete gummielastische Membrankammern in die
Polsterung eingebettet sind. Die Membrankammern sind dabei
fest in eine hochelastische Füllmasse eingebettet und sie
sollen ihre Bewegung hauptsächlich in einer Richtung, und
zwar nach oben, ausrichten. Ob dieser Bewegungsvorgang so
eintritt ist sehr zweifelhaft, da Schläuche oder kugelförmige
Kammern bei Druckschwankungen radial reagieren und damit
den Bewegungsvorgang keinesfalls auf eine Richtung beschränken.
Da dieser Bewegungsvorgang darüber hinaus noch
bis auf den Härtegrad der umhüllenden Füllmasse begrenzt
wird, wird dieser weitgehend neutralisiert. Eine individuelle
Anpassung der Stützkräfte dürfte bei dieser Liegeflächenpolsterung
praktisch nicht auftreten.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde Druckluftmatratzen
mit einer elastischen Hülle zu schaffen, die bei einer
Benutzung eine individuelle Anpassung durch Druckausgleich
zwischen den Druckluftzellen und eine Belüftung zur
Feuchtigkeitsabfuhr ermöglichen. Diese Aufgabe ist gemäß der
Erfindung dadurch gelöst, daß die Druckluftzellen als Faltenbalge
ausgebildet sind, und daß die Hülle von einer Vielzahl
die Druckluftzellen nichtbeeinflussender zum Durchlüften
vorgesehenen Durchbrüchen senkrecht zum Kanalsystem
durchsetzt ist.
Die erfindungsgemäße Maßnahme ermöglicht bei einer solchen
Druckluftmatratze einen von der jeweiligen Körperform
abhängigen individuellen Druckausgleich zwischen
den einzelnen Druckluftzellen und damit einen optimalen
Liegekomfort. Darüber hinaus sorgen die Durchbrüche für
eine hinreichende Belüftung und damit für eine Feuchtigkeitsabfuhr,
z. B. beim Schwitzen.
Weiterbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
sind den Ansprüchen 2 bis 9 zu entnehmen.
Die Erfindung wird anhand der beiliegenden Zeichnung
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Druckluftmatratzenkern,
Fig. 2 eine Vorderansicht des Druckluftmatratzenkernes
nach Fig. 1,
Fig. 3 zwei Formen für die Gestaltung von Druckluftzellen,
Fig. 4 die Grundform einer Druckluftzelle,
Fig. 5 drei weitere Formen für Druckluftzellen und
Fig. 6 vier verschiedene Querschnittsformen für die Druckluftzellen.
Wie aus der Darstellung nach Fig. 1 hervorgeht, besteht
ein Druckluftmatratzenkern 10 aus einer Vielzahl von
Druckluftzellen 11. Die Druckluftzellen 11 des Druckluftmatratzenkernes
10 sind durch ein in der Matratzenhülle
vorgesehenes Kanalsystem 12 untereinander verbunden, und
zwar jeweils innerhalb der zugeordneten Bereiche 13, 14.
Innerhalb dieser Bereiche können die Druckluftzellen 11
verschiedene Füllungsgrade aufweisen und außerdem können
durch Unterbrechungen 20 des Kanalsystems 12 in
Quer- und Längsrichtung weitere Bereiche vorgesehen werden.
Der Bereich 13 stellt das unterteilbare Kopfteil
dar, während der Bereich 14 das Körperteil bildet. Bei
der Benutzung des Druckluftmatratzenkernes 10 erfolgt
somit innerhalb der Bereiche 13, 14 ein Druckausgleich
zwischen den einzelnen Druckluftzellen 11. Dieser Druckausgleich
kann auch zwischen den Bereichen 13, 14 erfolgen,
und zwar durch äußere mit Ventilen 16 versehene Bypassleitungen
15. Wie aus der Darstellung nach Fig. 1
hervorgeht, haben die Druckluftzellen 11 quadratischen
Querschnitt, aber wie Fig. 6 zeigt, sind auch achteckige,
runde oder jede andere geeignete Querschnittsform
möglich. Der Anschluß des Kanalsystems 12 kann dabei an
den Seitenwänden oder an den Eckbereichen der Druckluftzellen
erfolgen. Zwischen den Druckluftzellen 11 sind
zahlreiche die Druckluftzellen nichtbeeinflussende Durchbrüche
17 vorgesehen, welche die Druckluftmatratze 10
senkrecht durchsetzen und eine Durchlüftung der Matratze
insbesondere zur Feuchtigkeitsabfuhr erlauben. Diese
Durchbrüche 17 haben runden Querschnitt, aber jede andere
geeignete Querschnittsform ist ebenso verwendbar.
Die Druckluftzellen 11 können, wie Fig. 2 bis Fig. 6 zeigen,
höhenmäßig verschieden gestaltet werden und auf etwa
10 cm Kantenlänge bzw. Durchmesser bemessen sein. Es ist
aber auch möglich, die Druckluftzellen 11 als Hohlkörper,
siehe Fig. 3 und Fig. 6 linke Abbildung, auszubilden und
den zentralen Durchgang anstelle der Durchbrüche 17 zur
Feuchtigkeitsabfuhr zu benutzen. Der Hohlkörper kann gemäß
Fig. 3, linke Abbildung aus mehreren übereinander angeordneten
und fest miteinander verbundenen Ringschläuchen
bestehen, die zum Druckausgleich untereinander Verbindung
haben. In Fig. 2 sind die Druckluftzellen 11
würfelförmig ausgebildet und das Kanalsystem 12 greift
jeweils in der Mitte einer Würfelwand an. Fig. 3 zeigt
Druckluftzellen 11 als in der Höhe veränderbare Faltenbalge,
wobei das Kanalsystem 12 ebenfalls in der Mitte der
Seitenwände angreift. Die Faltenbalge können aber auch,
wie Fig. 5a bis Fig. 5c zeigt, an verschiedenen Höhen
mit dem Kanalsystem 12 in Verbindung stehen. Es ist auch
möglich die Druckluftzellen 11 höhenmäßig zu unterteilen
und die Kammern gleicher Ebene durch separate Kanalsysteme
miteinander bzw. bereichsmäßig aufgeteilt miteinander
zu verbinden. Weiterhin ist auch möglich, die Druckluftzelle,
11 höhenmäßig unterschiedlich, insbesondere bereichsweise
unterschiedlich auszulegen. Die Druckluftzellen
11 bestehen aus einer elastischen Hülle, z. B. Gummi
oder elastischer Kunststoff und werden durch Formen und
Verkleben zum Druckluftmatratzenkern zusammengesetzt.
Zum Füllen mit Luft, Gas oder anderem geeignetem Medium
dienen Füllstutzen 18, 19, welche danach durch Verschließen
den Fülldruck halten. Dieser Fülldruck kann auf Wunsch
auch variiert werden und daher ist das Einstellen eines
individuellen Liegekomforts möglich.
Claims (9)
1. Druckluftmatratzenkern, bestehend aus einer
elastischen Hülle, in der eine Vielzahl nebeneinander liegender
Druckluftzellen vorgesehen sind, die durch ein im
Bereich mit wahlweise unterschiedlichem Füllungsgrad aufteilbares
Kanalsystem untereinander verbunden sind, dadurch
gekennzeichnet, daß die Druckluftzellen (11) als Faltenbalge
ausgebildet sind, und daß die Hülle von einer
Vielzahl die Druckluftzellen nichtbeeinflussenden zum Durchlüften
vorgesehenen Durchbrüchen (17) senkrecht zum Kanalsystem
(12) durchsetzt ist.
2. Druckluftmatratzenkern nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die einzelnen Bereiche (13, 14)
des Matratzenkerns durch äußere mit Ventilen (16) versehene
Bypassleitungen (15) verbunden sind.
3. Druckluftmatratzenkern nach Anspruch 1 oder
2, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftzellen (11) aus
mehreren höhenmäßig unterteilten Kammern bestehen, und daß
die Kammern gleicher Ebene durch separate Kanalsysteme innerhalb
der Bereiche untereinander verbunden sind.
4. Druckluftmatratzenkern nach einem der Ansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftzellen
höhenmäßig unterschiedlich, insbesondere bereichsweise
unterschiedlich ausgelegt sind.
5. Druckluftmatratzenkern nach einem der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftzellen
(11) einen quadratischen oder achteckigen
Querschnitt aufweisen, und daß das Kanalsystem (12) an
den Seitenwänden mit den Druckluftzellen (11) verbunden
ist.
6. Druckluftmatratzenkern nach einem der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftzellen
(11) einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen.
7. Druckluftmatratzenkern nach einem der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftzellen
(11) einen quadratischen oder achteckigen
Querschnitt aufweisen, und daß das Kanalsystem (12) an
den Eckbereichen mit den Druckluftzellen (11) verbunden
ist.
8. Druckluftmatratzenkern nach einem der Ansprüche
1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die elastische
Hülse aus einem Gummiwerkstoff besteht.
9. Druckluftmatratzenkern nach einem der Ansprüche
1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die elastische
Hülle aus einem elastischen Kunststoff besteht.
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