DE4337034A1 - Anlage und Verfahren zum Schmieren, Reinigen und/oder Desinfizieren von Transportbändern - Google Patents
Anlage und Verfahren zum Schmieren, Reinigen und/oder Desinfizieren von TransportbändernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anlage zum Schmieren, Reinigen und/oder Des
infizieren von Transportbändern für Gebinde, insbesondere für Lebensmit
tel, wie Flaschen, Gläser, Dosen, Tüten und dergleichen. Die Anlage hat
mindestens eine zentrale, an eine Wasserleitung anschließbare Dosiersta
tion zum Verdünnen eines Schmiermittel-, Reiniger- oder Desinfektions
mittel-Konzentrats und mehrere, an die Dosierstationen angeschlossene, zu
den Einsatzorten führende Verteilerleitungen.
In der Lebensmittelindustrie werden die Gebinde für die Lebensmittel,
z. B. Getränkeflaschen, auf Transportbändern, insbesondere Lattenbändern,
Scharnierbandketten und dgl. befördert. So müssen Getränkeflaschen vom
Auspacker zur Waschmaschine, zum Füller, zur Etikettiermaschine und zum
Einpacker transportiert werden. In der Getränkeindustrie, z. B. in den
Brauereien, wird das Reinigen der Flaschen, das Füllen und das Etikettie
ren vorwiegend automatisch durchgeführt. Die mit hohen Geschwindigkeiten
laufenden Transportbänder, die aus Edelstahl oder Kunststoff bestehen,
müssen daher mit einem Kettengleitmittel geschmiert werden, das auch
"Bandschmiermittel" genannt wird. Die Transportbänder müssen außerdem in
mehr oder weniger regelmäßigen Abständen gereinigt und/oder desinfiziert
werden. Die erforderliche Konzentration der Kettengleitmittel hängt von
einer Vielzahl von Parametern, z. B. von der Bandgeschwindigkeit, der
Oberflächenbeschaffenheit und der Belastung der Bänder ab. Je nach Ein
satzort des Kettengleitmittels sind daher unterschiedliche Konzentrationen
einzusetzen.
Der heutige Stand der Bandschmiertechnik wird im Zeitschriftenartikel
"Brauwelt", Jahrgang 131 (1991), Nr. 44, S. 2026-2032 ausführlich be
schrieben. Auf diesen Artikel wird zur Ergänzung der Offenbarung Bezug
genommen.
Die Reinigungs-, Desinfektions- und Bandschmiermittel werden von den Her
stellern als Konzentrate geliefert und im lebensmittelverarbeitenden Be
trieb auf die je nach Einsatzort unterschiedlichen Konzentrationen mit
Wasser verdünnt auf das Transportband aufgebracht, z. B. aufgesprüht. Die
Lösung läuft dann vom Band über eine Auffangvorrichtung in ein Abwasser
siel.
Bei der Herstellung der Gebrauchslösung mit der jeweils gewünschten Kon
zentration aus dem vom Hersteller angelieferten Konzentrat kann auf un
terschiedliche Weise vorgegangen werden. Zum einen können die Konzentrate
an die Einsatzorte gebracht und dort auf die spezifische Einsatzkonzen
tration mit Wasser verdünnt und direkt eingesetzt werden. Zur Verdünnung
sind unterschiedliche Dosiersysteme, z. B. Injektor-, Dosierpumpen-Systeme
oder andere, mengen- oder zeitgesteuerte, qualitätsüberwachte Systeme
möglich. Ein innerbetrieblicher Transport der Konzentrate zu den jewei
ligen Einsatzorten und separate Dosiersysteme für jeden Einsatzort sind
jedoch erforderlich.
Eine Förderung des Konzentrats vom Chemikalienraum über eine Rohrleitung
zu den Einsatzorten ist zwar denkbar, aber nicht sinnvoll, da es vermieden
werden sollte, das entsprechende Konzentrat als wassergefährdende und
ätzende Flüssigkeit durch Produktions- und Arbeitsräume zu fördern. Außer
dem ist ein Verschneiden von zwei Flüssigkeitsströmen im Verhältnis 1 : 200
bis 1 : 1000 über ein Verschneideventil technisch sehr aufwendig, wenn es
mit der notwendigen Genauigkeit erfolgen soll.
In einer anderen Variante werden die Konzentrate in einer zentralen Do
sierstation auf die gewünschte Anwendungskonzentration verdünnt. Die Ge
brauchslösung wird dann über Verteilerleitungen zu den Einsatzorten ge
leitet. Die Erfindung betrifft die Weiterentwicklung einer solchen zentra
len Transportbandschmieranlage. Unterschiedliche Konzentrationen der für
die einzelnen Einsatzorte vorgesehenen Gebrauchslösungen sind möglich,
erfordern jedoch mehrere zentrale Dosierstationen, die die Gebrauchs
lösungen über separate Verteilerleitungen zu den Transportbändern fördern.
Dieses Erfordernis bedingt einen Mehraufwand an Dosiertechnik und ver
legten Rohrleitungen.
Mit einer üblichen Dosiertechnik mittels Membran-Dosiertechnik lassen sich
Reinigungs-, Desinfektions- und Bandschmierlösungen mit einem Durchsatz
von 5 m³ pro Stunde und mehr in den geforderten Einsatz-Konzentrationen
nur mit großem technischen Aufwand im direkten Durchfluß bei variablen
Volumenströmen mit einer homogenen Konzentrationsverteilung erstellen.
Dies ist vor allem auf die begrenzte Dosierfrequenz der Membran-Dosier
pumpen zurückzuführen. Beim Erreichen der maximalen Dosierfrequenz kann
ein größerer Durchsatz der Gebrauchslösung mit der erforderlichen Konzen
tration nur durch Erhöhung der Zudosagemenge bei jedem Einzelhub der Mem
branpumpe erreicht werden. Als Folge davon kann die proportionale Zudo
sagemenge in der Rohrleitung nicht mehr homogen vermischt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anlage zum Schmieren, Rei
nigen und/oder Desinfizieren von Transportbändern zu entwickeln, die bei
im Vergleich zum Stand der Technik nur geringem Aufwand eine für jeden
Einsatzort unterschiedliche Konzentration der Gebrauchslösung ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Anlage der eingangs genannten
Art dadurch gelöst, daß an jedem Einsatzort ein an die Verteilerleitung
und an die Wasserleitung anschließbares, individuell für jeden Einsatzort
einstellbares Mischventil und ein jedem Mischventil vorgeschalteter Druck
minderer vorgesehen ist. Auch bei hohem Durchsatz wird eine homogen ver
mischte Stamm- und damit auch Gebrauchslösung erhalten. Die Stammlösung
wird nämlich mit einer relativ hohen Konzentration und relativ geringem
Durchsatz hergestellt, so daß der Dosier-Impuls-Abstand in der Rohrleitung
wesentlich verkürzt, die Mischbarkeit der Konzentrate in der Leitung ver
bessert und so eine On-Line-Dosierung ermöglicht wird. Aufwendige und
kostenintensive Vorlagetanks zur Erstellung und Mischung der Lösung oder
kostenintensive Dosiertechniken können entfallen.
Der dem Mischventil in jeder Stammlösungs- und Wasserzufuhrleitung vor
geschaltete Druckminderer egalisiert eventuelle Druckschwankungen in den
Zulaufsystemen. Über das einstellbare, definierte Vordruckverhältnis der
zu mischenden Komponenten wird eine konstante Mischkonzentration nach dem
Mischventil erreicht.
Durch die Verwendung von Stammlösungen und deren Mischung am Einsatzort
mit Wasser verringern sich außerdem die Rohrlängen des Verteilerleitungs
systems gegenüber dem Stand der Technik mit einer zentralen Dosierstation
erheblich, da für jede separat erstellte unterschiedliche Einsatzkonzen
tration nicht mehr eine eigene Dosierstation mit einer separaten Rohrlei
tung zum Einsatzort erforderlich ist. Die gegenüber dem Stand der Technik
nur noch geringen Investitionskosten ermöglichen die Verwendung je nach
Einsatzort unterschiedlicher Konzentrationen auch in den Fällen, wo aus
wirtschaftlichen Gründen bisher nur mit einer einheitlichen Konzentration
gearbeitet wurde.
Der erfindungsgemäß erforderliche Aufwand für die Verrohrung des Misch
wassersystems ist gegenüber der Verlegung von mehreren Leitungen für die
Gebrauchslösung gering, da das Mischwasser aus vorhandenen Spülwassersy
stemen oder aus dem Frischwassernetz vor Ort erfolgen kann. Außerdem ist
nur ein einzigen Leitungssystem zur Mischung von mehreren Konzentrationen
notwendig.
Erfindungsgemäß wird also der Einsatz von verschiedenen Konzentrationen
der Reinigungs-, Desinfektions- und Bandschmiermittelkonzentrationen er
möglicht. Die Einsatzkonzentration ist jederzeit vor Ort einstellbar und
veränderbar, um den Verschmutzungsanforderungen, den Desinfektionsaufgaben
und den spezifischen Bandschmiererfordernissen gerecht zu werden. Da die
Konzentration der Gebrauchslösung für jeden Einsatzort individuell ein
stellbar ist, kann ein wirtschaftlicherer Einsatz der Konzentrate ohne
Über- oder Unterdosierung erfolgen.
Je nach der dem Mischventil nachgeschalteten Länge und dem Querschnitt der
Leitung für die Gebrauchslösung und deren Strömungsgeschwindigkeit kann es
günstig sein, daß dem Mischventil ein statischer Mischer nachgeschaltet
ist. Auch die spezifischen Bedingungen des Einsatzortes sind für die Wahl
dieses zusätzlichen statischen Mischers mitentscheidend. Zur Einstellung
der Konzentrationen je nach dem betrieblichen Erfordernissen ist ein manu
ell oder automatisch betätigbares Stellglied am Mischventil zum Einstellen
des Mischungsverhältnisses vorteilhaft. Damit läßt sich die Anlage wech
selnden betrieblichen Verhältnissen anpassen.
Ein Zurückfließen der Teilströme wird dadurch verhindert, daß Rückschlag
ventile im Wasseranschluß und der Stammlösungszuführung vorgesehen sind.
Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zum Mischen, Reinigen
und/oder Desinfizieren von Transportbändern für Gebinde, insbesondere für
Lebensmittel, wie Flaschen, Gläser, Dosen, Tüten und dergleichen, wobei
ein Schmiermittel-, Reiniger- oder Desinfektionsmittelkonzentrat in einer
zentralen Dosierstation mit Wasser verdünnt, diese Gebrauchslösung zu
mehreren Einsatzorten geleitet und dort auf das jeweilige Transportband
aufgebracht wird.
Die bereits oben genannte Aufgabe wird in diesem Verfahren dadurch gelöst,
daß man das Konzentrat in der zentralen Dosierstation zu einer Stammlösung
vorverdünnt, die mindestens die höchste an den Einsatzorten benötigte Kon
zentration aufweist und erst an den Einsatzorten auf die dort gewünschte
Konzentration mit Wasser nachverdünnt, um die Gebrauchslösung zu erhalten.
Die Stammlösung muß mindestens die höchste der an den Einsatzorten ge
wünschten Konzentrationen haben. Besonders günstig ist es jedoch, wenn man
die Konzentration der Stammlösung auf das Drei- bis Sechsfache der an den
Einsatzorten gewünschten Konzentration einstellt.
Je nach der Auslegung der Rohrleitungssysteme sowie der Strömungsgeschwin
digkeit der Gebrauchslösung kann es günstig sein, daß man die Gebrauchs
lösungen homogen vermischt, z. B. mit einem statischen Mischer, bevor man
sie an ihrem Einsatzort auf das Transportband aufbringt. In anderen Fällen
ist eine homogene Konzentration nicht erforderlich oder wird aufgrund der
vorgegebenen Verfahrensbedingungen auch ohne zusätzliche Maßnahmen er
reicht.
Zur Erstellung einer Bandschmiermittel-Lösung wird eine relativ kleine
Dosierzentrale im Chemikalienraum aufgebaut und die Stammlösung zu den
Schmierkreisen an den Transporteuren gefördert. Jedem Schmierkreis wird
ein Mischventil zugeordnet. Unterschiedliche Einsatzkonzentrationen für
die verschiedenen Schmieranforderungen werden damit ermöglicht und so den
unterschiedlichen Einsatz- und Hygiene-Anforderungen an den Transporteur-
Bereichen Rechnung getragen.
Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Anlage kann auch
bei der zentralen Herstellung von Reinigungs- und Desinfektions-Lösungen
und deren Anwendung in der Lebensmittelindustrie für z. B. "verlorene"
Schaumreinigungsaufgaben eingesetzt werden.
In einem zentralen Chemikalienraum wird eine konstante Reinigungs- und
Desinfektionslösung als Stammlösung hergestellt, über ein Verteilerlei
tungssystem zu den dezentralen Reinigungsstationen gefördert und dort mit
Wasser über das Mischventil auf die erforderliche Einsatzkonzentration
verdünnt. Für jedes Einsatzgebiet läßt sich die Konzentration der Ge
brauchslösung individuell einstellen und damit den unterschiedlichen
Reinigungs- und Desinfektions-Anforderungen optimal gerecht werden.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand zweier
Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 ein Verfahrensschema für eine Bandschmieranlage und
Fig. 2 ein Verfahrensschema für ein zentrales Reinigungssystem.
Das Sprühsystem zur Aufbringung des Bandschmiermittels in Fig. 1 ist nach
den verschiedenen Transporteurabschnitten aufgeteilt in verschiedene
Schmierkreise. Hier sind sieben Schmierkreise vorgesehen, die über je eine
Zuleitung 1 bis 7 mit Bandschmierlösung versorgt werden. Bisher werden
diese unterschiedlichen Schmierkreise entweder nur mit einer Lösungskon
zentration versorgt, oder aber es wird für jeden Schmierkreis eine sepa
rate Dosierstation 8-10 erforderlich, wie im Schema strichliert darge
stellt ist.
Da die Praxis immer häufiger für die unterschiedlichen Schmierkreise
unterschiedliche Einsatzkonzentrationen fordert, bietet die Erfindung die
Möglichkeit, diese Konzentrationen wie folgt mit geringerem technischen
Aufwand als bisher zu erstellen.
In einem Chemikalienraum wird eine Stammlösung über eine mengenproportio
nale Dosierung (Impulswasserzähler 12 und Dosierpumpe 11) erstellt und
über ein Verteilerleitungssystem den verschiedenen Schmierkreisen zuge
führt. Die Stammlösung hat dabei eine Konzentration, z. B. 1%, die ca.
der 3- bis 6fachen Einsatzkonzentration entspricht. Vor der Aufteilung
der Rohrleitung an jedem Schmierkreis zum Sprühsystem ist bei diesem neuen
Verfahren ein Mischventil 13 bis 19 eingebaut, das die im Chemikalienraum
erstellte Stammlösung auf die erforderliche Sollkonzentration mit Frisch
wasser aus einem zweiten Stichleitungssystem 20 verdünnt.
Fig. 1 zeigt ferner den Konzentratbehälter 21 im Chemikalienraum, einen
ersten Frischwasseranschluß 22, einen zweiten Frischwasseranschluß 23, die
für jeden Schmierkreis vorgesehenen Magnetventile 24 bis 30, die Sprüh
systeme 31 und 32 mit den Konzentrationen 0,1 und 0,2% für die Kasten
transporter, das Sprühsystem 33 für die Schmutzflaschen, die Sprühsysteme
34 und 35 für die Leerflaschen, die Sprühsysteme 36 und 37 für die Voll
flaschen und die Verteilerleitung 52 für die Stammlösung. Die Konzentra
tionen sind in Fig. 1 eingetragen.
Die Anlagenteile sind so eingebaut, daß
- - kein Produkt oder Wasser in das jeweils andere Verteilerleitungssystem gelangen kann,
- - unterschiedliche Systemdrücke in den Stichleitungssystemen keinen Ein fluß auf die Sollkonzentration haben (dazu sind den Mischventilen 13 bis 19 Druckminderer 50, 51 vorgeschaltet),
- - unterschiedliche Verbräuche/Durchsätze sich nicht auf die Mischkonzen tration auswirken,
- - die Mischkonzentration in engen Grenzen (+/- 5% der Sollkonzentra tion) konstant gehalten wird,
- - das Mischventil manuell oder automatisch auf verschiedene Mischkonzen trationen einstellbar ist und
- - das Mischventil dem jeweiligen Durchsatz angepaßt werden kann.
Je nach praktischer Erfordernis kann nach dem Mischventil noch ein Statik
mischer eingebaut sein.
Nach dem Mischventil 13 bis 19 wird die Bandschmierlösung über Magnet
ventilsteuerungen 24 bis 30 dem Sprühsystem 31 bis 37 des jeweiligen
Schmierkreises zugeführt.
In diesem Bespiel der Bandschmierung sind in den verschiedenen Schmier
kreisen unterschiedliche Konzentrationen notwendig,
- - weil unterschiedliche Schmieranforderungen vorliegen;
- - ein unterschiedlicher Desinfektionsbedarf in den verschiedenen Berei chen vorliegt;
- - Verdünnungen durch Prozeßflüssigkeiten auf Bändern unterschiedliche Konzentrationen erfordern;
- - spezifische Anlagenfunktionen spezielle Schmiermittelkonzentrationen verlangen.
Am Beispiel "Reinigungsmittelerstellung" ist die Erfindung nochmals für
einen weiteren Anwendungsbedarf dargestellt (Fig. 2). Die Bezugszeichen in
Fig. 2 haben die gleiche Bedeutung wie in Fig. 1.
Die aufgezeigten Reinigungssysteme in der Lebensmittelindustrie erfordern,
je nach Verschmutzungsgrad der Anlagen, unterschiedliche Reinigungsmittel
konzentrationen. Bei einer zentralen Versorgung der Reinigungsmittellösung
aus einem Chemikalienraum würde dies bedeuten, daß für jede gewünschte
Konzentration eine separate Dosierstation erforderlich ist, die die Lö
sungskonzentration erstellt und über ein langes Verteilerleitungssystem an
den Verbraucher (Reinigungsobjekt) angeschlossen wird (strichlierte Dar
stellung).
Die Erfindung sieht hier vor, eine Stammlösung mittels einer mengenpro
portionalen Dosierung zu erstellen, deren Konzentration ca. 3 bis 6 mal
höher als die Sollkonzentration ist und diese Stammlösung den Reinigungs
objekten zuzuführen. Auf jedem Reinigungsobjekt 38 bis 40 wird die Stamm
lösung auf die Einsatzkonzentration über das Mischventil 13 bis 18 indivi
duell auf Sollkonzentration verdünnt und verarbeitet. Das Prinzip ist mit
der Mischung von Bandschmierlösungen identisch. Die Reinigungsobjekte
sind: Füller außen 38, Flaschenreinigungsmaschine 39, Transporteure 40,
Tankaußenreinigung 41, Wänder und Böden 42, Horden 43. Mit 44 bis 49 sind
die Entnahmeventile bezeichnet, vor denen bei Bedarf Luft in die Leitung
gepreßt werden kann.
Vorteile der Erfindung sind
- - einfache und kostengünstige Dosiereinrichtung zur Stammlösungserstel lung;
- - geringer Investitionsbedarf bei der Stammlösungsverteilerleitung;
- - individuelle Reinigungskonzentrationseinstellung an jedem Objekt mit Nutzung der zentralen Chemikalienversorgung.
Eine nicht von der Erfindung umfaßte Alternative wäre die gesamte Einzel-
Konzentrationserstellung bei den Reinigungsobjekten bzw. Transporteuren
vor Ort. Dies hätte jedoch den Nachteil, daß das Konzentrat als aggressive
und wassergefährdende Flüssigkeit in Betrieb über Dosierleitungen geför
dert werden müßte, was das Gefahrenpotential beim Umgang mit diesen Pro
dukten erhöhten würde.
Zusätzlich erfordert diese Alternative einen erhöhten Investitionsaufwand
der Dosier- und Meßtechnik (Wasserdurchfluß, Leermeldungen) an Verkabe
lungs- und Montageaufwand sowie an Wartungs- und Serviceaufwand als die
vorgestellte Erfindung mit hydraulisch arbeitenden Mischventilen.
Bezugszeichenliste
1-7 Zuleitungen
8-10 Dosierstationen nach dem Stand der Technik
11 Dosierpumpe
12 Impulswasserzähler
13-19 Mischventile
20 zweites Stichleitungssystem
21 Konzentratbehälter
22 erster Frischwasseranschluß
23 zweiter Frischwasseranschluß
24-30 Magnetventile
31-37 Sprühsysteme
38 Füller außen
39 Flaschenreinigungsmaschine
40 Transporteure
41 Tankaußenreinigung
42 Wände, Böden
43 Korden
44-49 Entnahmeventile
50, 51 Druckminderer
52 Verteilerleitung für Stammlösung.
8-10 Dosierstationen nach dem Stand der Technik
11 Dosierpumpe
12 Impulswasserzähler
13-19 Mischventile
20 zweites Stichleitungssystem
21 Konzentratbehälter
22 erster Frischwasseranschluß
23 zweiter Frischwasseranschluß
24-30 Magnetventile
31-37 Sprühsysteme
38 Füller außen
39 Flaschenreinigungsmaschine
40 Transporteure
41 Tankaußenreinigung
42 Wände, Böden
43 Korden
44-49 Entnahmeventile
50, 51 Druckminderer
52 Verteilerleitung für Stammlösung.
Claims (7)
1. Anlage zum Schmieren, Reinigen und/oder Desinfizieren von Transport
bändern für Gebinde, insbesondere für Lebensmittel, wie Flaschen,
Gläser, Dosen, Tüten und dergleichen, mit mindestens einer zentralen,
an eine Wasserleitung anschließbaren Dosierstation zum Verdünnen
eines Schmiermittel-, Reiniger- oder Desinfektionsmittel-Konzentrats
und mit mehreren, an die Dosierstationen angeschlossenen, zu den
Einsatzorten führenden Verteilerleitungen,
dadurch gekennzeichnet,
daß an jedem Einsatzort ein an die Verteilerleitung und an die
Wasserleitung anschließbares, individuell für jeden Einsatzort ein
stellbares Mischventil (13-19) und ein jedem Mischventil vorge
schalteter Druckminderer (50, 51) vorgesehen ist.
2. Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Mischventil ein statischer Mischer nachgeschaltet ist.
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2,
gekennzeichnet durch
ein manuell oder automatisch betätigbares Stellglied am Mischventil
(13-19) zum Einstellen des Mischungsverhältnisses.
4. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
gekennzeichnet durch
Rückschlagventile im Wasseranschluß und der Stammlösungszuführung.
5. Verfahren zum Schmieren, Reinigen und/oder Desinfizieren von Trans
portbändern für Gebinde, insbesondere für Lebensmittel, wie Flaschen,
Gläser, Dosen, Tüten und dergleichen, wobei ein Schmiermittel-, Reini
ger- oder Desinfektionsmittelkonzentrat in einer zentralen Dosier
station mit Wasser verdünnt, diese Gebrauchslösung zu mehreren Ein
satzorten geleitet und dort auf das jeweilige Transportband aufge
bracht wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß man das Konzentrat in der zentralen Dosierstation zu einer Stamm
lösung vorverdünnt, die mindestens die höchste an den Einsatzorten
benötigte Konzentration aufweist und erst an den Einsatzorten auf die
dort gewünschte Konzentration mit Wasser nachverdünnt, um die Ge
brauchslösung zu erhalten.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß man die Konzentration der Stammlösung auf das Drei- bis Sechsfache
der an den Einsatzorten gewünschten Konzentration einstellt.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß man die Gebrauchslösungen homogen vermischt, bevor man sie an
ihrem Einsatzort auf das Transportband aufbringt.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934337034 DE4337034A1 (de) | 1993-10-29 | 1993-10-29 | Anlage und Verfahren zum Schmieren, Reinigen und/oder Desinfizieren von Transportbändern |
| PCT/EP1994/003078 WO1995008498A1 (de) | 1993-09-23 | 1994-09-14 | Anlage und verfahren zum schmieren, reinigen und/oder desinfizieren von transportbändern |
| US08/619,490 US5873946A (en) | 1993-09-23 | 1994-09-14 | Installation and a process for lubricating, cleaning and/or disinfecting conveyor belts |
| EP94927613A EP0720577A1 (de) | 1993-09-23 | 1994-09-14 | Anlage und verfahren zum schmieren, reinigen und/oder desinfizieren von transportbändern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934337034 DE4337034A1 (de) | 1993-10-29 | 1993-10-29 | Anlage und Verfahren zum Schmieren, Reinigen und/oder Desinfizieren von Transportbändern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4337034A1 true DE4337034A1 (de) | 1995-05-04 |
Family
ID=6501393
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934337034 Withdrawn DE4337034A1 (de) | 1993-09-23 | 1993-10-29 | Anlage und Verfahren zum Schmieren, Reinigen und/oder Desinfizieren von Transportbändern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4337034A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002008095A1 (de) * | 2000-07-20 | 2002-01-31 | Lang Apparatebau Gmbh | Anlage und verfahren zum schmieren, reinigen und/oder desinfizieren einer transporteinrichtung |
-
1993
- 1993-10-29 DE DE19934337034 patent/DE4337034A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002008095A1 (de) * | 2000-07-20 | 2002-01-31 | Lang Apparatebau Gmbh | Anlage und verfahren zum schmieren, reinigen und/oder desinfizieren einer transporteinrichtung |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |