DE4334231A1 - Anlage zum Auftragen oder Aufbringen einer Beschichtung auf eine Oberfläche - Google Patents
Anlage zum Auftragen oder Aufbringen einer Beschichtung auf eine OberflächeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anlage zum Auftragen oder
Aufbringen einer Beschichtung oder eines Überzuges auf
eine Oberfläche wie das Innere eines metallurgischen
Behälters, mit mindestens einem Silo, das das auf die
Oberfläche aufzutragende Stoffgemisch enthält, und mit
Einrichtungen zum Einbringen des Stoffgemisches in einen
rohrförmigen Körper, der eine ggf. mit Wasser versorgte
Fördereinrichtung enthält, wobei das in dem rohrförmigen
Körper geförderte Stoffgemisch mittels einer Pumpe zu
einer Sprüh- oder Auftragsdüse transportiert wird.
Diese Anlage ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet,
daß das Silo einen um eine vertikale Achse drehbaren
Abstreifer enthält und an seiner Unterseite eine Kammer
aufweist, die über Öffnungen mit dem Inneren des Silos
und des rohrförmigen Körpers verbunden ist, und daß im
Inneren der Kammer ein Zellenrad mit senkrechter Achse
von einem Motor, der gleichzeitig den Abstreifer an
treibt, in Drehung versetzt wird.
Der sich in dem Silo drehende Abstreifer zerteilt das in
dem Silo enthaltene feinpulvrige Gemisch und mischt
dieses.
Dieses Gemisch gelangt in die untere Kammer, in der sich
das Zellenrad dreht. Das Gemisch gelangt aus dieser
Kammer in den rohrförmigen Körper, in dem das gegebenen
falls mit Wasser vermischte Gemisch von einer Pumpe zu
einer Sprühdüse gefördert wird.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
ist die das Zellenrad enthaltende Kammer von einer obe
ren Wand und einer unteren Wand begrenzt, die beide min
destens eine Öffnung aufweisen, die bezüglich der Öff
nung der anderen Wand axial um 90° versetzt ist.
Das Zellenrad ist vorzugsweise kreisförmig ausgebildet
und trägt an seinem Umfang Zähne, die in eine von einem
Motor angetriebene Kette eingreifen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
ist das Zellenrad mit einer vertikalen Achse fest ver
bunden, auf der ein Rohr angeordnet ist, das zwei radia
le Abstreifflügel trägt, wobei dieses Rohr in seinem
oberen Bereich mit der vertikalen Achse des Zellenrades
fest verbunden ist.
Das Silo trägt vorzugsweise eine Waage, die mit einem
Durchflußmesser verbunden ist, welcher die Wasserver
sorgung des rohrförmigen Körpers abhängig von der in dem
Silo enthaltenen Stoffmenge steuert.
In einer weiteren Ausführungsform umfaßt die Anlage zwei
Trichter, die einen einzigen rohrförmigen Körper gleich
zeitig oder nacheinander versorgen.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel umfaßt die Anlage
zwei Silos, die jeweils in einen rohrförmigen Körper
münden, dessen Mündung jeweils oberhalb eines dritten
Silos oder Trichters angeordnet ist, welches einen rohr
förmigen Körper versorgt, der das Stoffgemisch zu einer
einzigen Sprühdüse fördert.
In einer weiteren Ausführungsform umfaßt die Anlage zwei
Silos, die jeweils in einen rohrförmigen Körper münden,
dessen Mündung jeweils oberhalb eines eine Pumpe versor
genden Fülltrichters angeordnet ist, der das Stoffge
misch zu einer einzigen Sprühdüse fördert.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus
der nachstehenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen
anhand der Zeichnung hervor. Es zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße
Anlage,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der Anlage in
Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt entsprechend III-III in Fig. 1,
Fig. 4 einen Schnitt entsprechend IV-IV in Fig. 1,
Fig. 5 einen Schnitt entsprechend V-V in Fig. 1,
Fig. 6 einen Schnitt entsprechend VI-VI in Fig. 1,
Fig. 7 einen Längsschnitt durch eine erste Variante
der erfindungsgemäßen Anlage,
Fig. 8 einen Längsschnitt durch eine zweite Variante
der erfindungsgemäßen Anlage und
Fig. 9 einen Längsschnitt durch eine dritte Variante
einer erfindungsgemäßen Anlage.
Mit der in den Fig. 1 bis 6 gezeigten Anlage kann
eine feuerfeste, isolierende Beschichtung, die aus einer
oder mehreren Schichten gleicher oder unterschiedlicher
Dicke, gleicher oder unterschiedlicher Zusammensetzung
und gleichen oder unterschiedlichen Wassergehalts beste
hen kann, auf Oberflächen aufgetragen oder aufgebracht
werden, beispielsweise auf das Innere eines metallurgi
schen Behälters, auf dessen Oberfläche ein oder mehrere
wäßrige, pastöse und aushärtbare Stoffe aufgetragen
werden. Diese Anlage umfaßt ein Silo 1, das an seiner
Basis mit einem gezahnten Zellenrad 10 versehen ist, das
eine oder mehrere Öffnungen aufweist und von einer Kette
8 in Drehung versetzt ist, die wiederum von einem Motor
23 angetrieben ist. Dieses Zellenrad 10 ist starr auf
einer Achse 14 befestigt. Sein unterer Bereich ruht auf
einem Axialkugellager 22. Die Achse 14 ist von einem
Schutzrohr 15 umgeben, das fest mit einer Scheibe 9 ver
bunden ist, die mindestens eine Öffnung 17 (siehe Fig. 2
und 3) aufweist, deren Hauptachse beispielsweise in
einer ersten Richtung, auch Nord-Süd-Richtung genannt
ausgerichtet ist, wobei das Rohr 15 an seinem oberen
inneren Bereich mit einem nicht gezeigten Kugellager
versehen sein kann. Das Rohr 15 ist von einem Rohr 12
umschlossen das mindestens einen Abstreifer 13 aufweist.
Dieses Rohr 15 ist von einer Kappe 19 abgedeckt sowie
mit dem Rohr 12 und mit der Achse 14 beispielsweise über
einen Stift oder einen Keil 18 fest verbunden, so daß der
Abstreifer 13 sich gemeinsam mit dem Zellenrad 10 dreht.
Das in dem Silo 1 enthaltene Gemisch, das in diesem
Stadium feinpulvrig ist, fließt wegen des Abstreifers 13
gleichmäßig durch die Öffnung(en) 17 der festen Schei
be 9. Es wird anschließend von dem sich drehenden Zel
lenrad 10 kontinuierlich zugeteilt, wonach es durch die
Öffnung(en) 16 der festen Scheibe 11 fließt, die bei
spielsweise senkrecht zu der ersten Richtung ausgerich
tet sind (auch Ost-West-Richtung genannt, siehe Fig. 5).
Hierdurch wird über z. B. eine elastische Dichtung 23 der
rohrförmige Körper 2 versorgt, der vorzugsweise eine
archimedische Schraube (Schnecke) 20 und/oder Stege auf
weist, die von dem Elektromotor 10 angetrieben wird bzw.
werden und die das pastös gewordene Gemisch zu dem Füll
trichter 4 einer Pumpe 5 fördert bzw. fördern, die eine
Schneckenpumpe sein kann und das pastöse Gemisch durch
das Rohr 6 zu der Sprühdüse 7 fördert, die einen Druck
lufteinlaßstutzen 8 aufweist.
Das Silo 1 weist eine elektrische Waage 24 auf, die mit
einer Informationsverarbeitungsvorrichtung 25 verbunden
ist, welche einen Wasserdurchflußmesser 26 steuert, der
auf einer in den Körper 2 mündenden Wasserleitung 3
befestigt ist, und welche den Stoffdurchfluß auf einem
konstanten, festgelegten und auf Wunsch veränderbaren
Wert hält. Die verschiedenen Dichtungen, mit denen ins
besondere das Zellenrad versehen ist, sind nicht darge
stellt.
Fig. 7 stellt eine Anlage mit zwei identischen Silos 1³
und 1⁴ dar, dessen unterer Bereich mit einem Zellenrad
10³, 10⁴ und mindestens einem Abstreifer 13³ und 13⁴
sowie weiteren Zubehörteilen versehen ist, die im Zug
der Beschreibung des in den Fig. 1 bis 6 dargestell
ten Silos 1 schon genannt wurden. Teile, die denen der
Ausführungsform der Fig. 1 bis 6 entsprechen, haben
den Exponenten 3 oder 4, wie beispielsweise 1³ und 1⁴.
Die Silos 1³ und 1⁴ leiten ihren Inhalt in einen einzi
gen rohrförmigen Körper 2⁴, der den Fülltrichter 4 ab
wechselnd oder gleichzeitig versorgt, wenn mit der Düse
7 eine isolierende oder feuerfeste Beschichtung oder ein
Überzug auf Oberflächen, beispielsweise von metallurgi
schen Behältern aufgetragen oder aufgebracht werden
soll. Diese Beschichtung kann aus zwei Schichten mit
unterschiedlicher Zusammensetzung, gleichem oder unter
schiedlichem Wassergehalt und gleichen oder verschiede
nen Dicken oder auch aus einer einzigen Schicht beste
hen, die aus einem Gemisch von zwei Zusammensetzungen
gebildet ist.
Fig. 8 zeigt eine Anlage, die zwei Silos 1′ und 1² um
faßt und weder eine Wasserleitung 3 noch einen Wasser
durchflußmesser 26 enthält. Diese zwei Silos sind vor
zugsweise dazu bestimmt, praktisch trockene Gemische
mittels zwei archimedischen Schrauben 2² und 2′, die
durch zwei Motoren 10′ bzw. 10² angetrieben sind, zu dem
Silo 1 zu fördern, um bei 7 eine Beschichtung beispiels
weise auf die Oberflächen eines metallurgischen Behäl
ters aufzutragen, wobei die Beschichtung zwei Schichten
unterschiedlicher Zusammensetzung mit gleichem oder ver
schiedenem Wassergehalt sowie gleichen oder unterschied
lichen Dicken umfaßt.
Der Aufbau der Silos 1′ und 1² sowie ihrer Zubehörteile
ist gleich demjenigen des Silos 1. Die gleichen Elemen
te sind mit gleichen Bezugszeichen versehen, tragen je
doch Zusätze wie ′ oder ² wie beispielsweise 1′ und 1².
Fig. 9 zeigt eine Anlage, die zwei Silos 1.⁵ und 1.⁶ um
faßt, die jeweils folgendes aufweisen:
- - eine Wasserleitung 3⁵ und 3⁶,
- - einen Wasserdurchflußmesser 26⁵ und 26⁶,
- - eine Informationsverarbeitungsvorrichtung 25⁵ und 25⁶ und
- - eine elektrische Waage 24⁵ und 24⁶.
Diese beiden Silos 1⁵ und 1⁶ versorgen über zwei archi
medische Schrauben 20⁵ und 20⁶ den Fülltrichter 4 und
die die Düse 7 beschickende einzige Pumpe 5 mit zwei
gleichen oder unterschiedlichen Gemischen mit gleichem
oder unterschiedlichem Wassergehalt, derart, daß eine
isolierende und feuerfeste Beschichtung aus einer oder
mehreren Schichten (es kann eine größere Anzahl von Si
los vorgesehen werden), mit gleichem oder unterschiedli
chem Wassergehalt, beispielsweise auf die Innenflächen
eines metallurgischen Behälters aufgetragen wird.
Die weiteren Elemente der Silos 1.⁵ und 1.⁶ sind mit denen
des in Fig. 1 gezeigten Silos 1 identisch. Die Bezugs
zeichen dieser Elemente sind mit den Exponenten 5 und 6
versehen wie beispielsweise 1⁵ und 1⁶.
Claims (8)
1. Anlage zum Auftragen oder Aufbringen einer Beschich
tung oder eines Überzuges auf eine Oberfläche wie das
Innere eines metallurgischen Behälters, mit minde
stens einem Silo (1), das das auf die Oberfläche auf
zutragende Stoffgemisch enthält, und mit Einrichtun
gen zum Einbringen des Stoffgemisches in einen rohr
förmigen Körper (2), der eine ggf. mit Wasser ver
sorgte Fördereinrichtung (20) enthält, wobei das in
dem rohrförmigen Körper (2) geförderte Stoffgemisch
mittels einer Pumpe (5) zu einer Sprüh- oder Auf
tragsdüse (7) transportiert wird, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Silo (1) einen um eine vertikale
Achse drehbaren Abstreifer (13) enthält und an seiner
Unterseite eine Kammer aufweist, die über Öffnungen
(17, 16) mit dem Inneren des Silos (1) und des rohr
förmigen Körpers (2) verbunden ist, und daß im Inne
ren der Kammer ein Zellenrad (10) mit senkrechter
Achse von einem Motor (23), der gleichzeitig den Ab
streifer (13) antreibt, in Drehung versetzt wird.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die das Zellenrad (10) enthaltende Kammer von einer
oberen Wand (9) und einer unteren Wand (11) begrenzt
ist, die beide mindestens eine Öffnung (17, 16) auf
weisen, die bezüglich der Öffnung der anderen Wand
axial um 90° versetzt ist.
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß das Zellenrad (10) kreisförmig ausgebildet
ist und an seinem Umfang Zähne (21) trägt, die in
eine von einem Motor (23) angetriebene Kette (8)
eingreifen.
4. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Zellenrad (10) mit einer ver
tikalen Achse (14) fest verbunden ist, auf der ein
Rohr (12) angeordnet ist, das zwei radiale Abstreif
flügel (13) trägt, wobei dieses Rohr (12) in seinem
oberen Bereich mit der vertikalen Achse (14) des
Zellenrades (10) fest verbunden ist.
5. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Silo (1) eine Waage (24)
trägt, die mit einem Durchflußmesser (26) verbunden
ist, welcher die Wasserversorgung des rohrförmigen
Körpers (2) abhängig von der in dem Silo (1) enthal
tenen Stoffmenge steuert.
6. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß sie zwei Silos (1³, 1⁴) umfaßt,
die einen einzigen rohrförmigen Körper (2³) gleich
zeitig oder nacheinander versorgen.
7. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß sie zwei Silos (1′, 1²) umfaßt, die
jeweils in einen rohrförmigen Körper münden, dessen
Mündung jeweils oberhalb eines dritten Silos (1) an
geordnet ist, welches einen rohrförmigen Körper (2)
versorgt, der den Stoff zu einer einzigen Sprühdüse
(7) fördert.
8. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß sie zwei Silos (1⁵, 1⁶) umfaßt, die
jeweils in einen rohrförmigen Körper (2⁵, 2⁶) münden,
dessen Mündung jeweils oberhalb eines eine Pumpe (5)
versorgenden Fülltrichters (4) angeordnet ist, der
den Stoff zu einer einzigen Sprühdüse (7) fördert.
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