DE4329580C1 - Fahrzeugdach mit einer Folge von Lamellen - Google Patents
Fahrzeugdach mit einer Folge von LamellenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Fahrzeugdach mit einer Folge von Lamellen zum
wahlweisen Verschließen oder mindestens teilweisen Freigeben einer Dachöffnung in
einer festen Dachfläche, wobei die Lamellen in der Schließstellung aneinander angren
zen und einen flächigen Lamellenverbund bilden, wobei jede Lamelle an ihren Schmal
seiten an zwei in Verschieberichtung in Abstand voneinander liegenden Führungsstellen
entlang von dachfesten Führungen, mit denen beide Führungsstellen im gesamten Ver
stellbereich der Lamellen in Eingriff gehalten sind, derart geführt ist, daß beim Verstel
len der Lamellen der flächige Lamellenverbund durch Verschwenken jeweils einer ein
zelnen Lamelle am einen Verbundende Lamelle für Lamelle beim Öffnen des Daches
aufgelöst bzw. beim Schließen des Daches wiederhergestellt wird.
Bei einem bekannten Fahrzeugdach dieser Art (DE 41 23 229 A1) sind die Lamellen je
weils an einer ihrer Führungsstellen an einem entlang von Längsführungen verstellbaren
Gleitstück um eine quer zu der Verschieberichtung der Lamellen verlaufende Schwenk
achse drehbar gelagert. Bei geschlossenem Dach sind dabei die Gleitstücke über längs
verschiebbare geführte Verbindungsstangen und zugeordnete Riegelsteinkupplungen
formschlüssig miteinander verbunden, während beim Öffnen des geschlossenen Daches
die Riegelsteinkupplungen beginnend mit dem in Öffnungsrichtung vorne liegenden
Lamellenpaar ausrücken bzw. beim Schließen des offenen Daches die Riegelsteinkupp
lungen beginnend mit dem in Schließrichtung vorne liegenden Lamellenpaar einrücken.
Die Verbindungsstangen sind entlang von gesonderten Führungsbahnen der dachfesten
Führungen verschiebbar gelagert. Das bekannte Lamellen-Fahrzeugdach zeichnet sich
zwar dadurch aus, daß in sämtlichen Dachstellungen eine hohe Stabilität und eine si
chere Halterung der Lamellen erreicht werden, und daß ein aerodynamisch günstiges
Verhalten selbst bei relativ hoher Fahrgeschwindigkeit gewährleistet ist, ohne daß auf
ein Freilegen eines beträchtlichen Teils der Dachöffnung verzichtet zu werden braucht.
Das bekannte Fahrzeugdach erfordert jedoch eine relativ hohe Anzahl von Einzelteilen,
und eine Anpassung des bekannten Daches an unterschiedliche Fahrzeugtypen ist rela
tiv umständlich, weil die Anzahl der Verbindungsstangen und damit auch der Führungs
bahnen der dachfesten Führungen von der jeweils vorgesehenen Anzahl von Lamellen
abhängt, so daß unterschiedliche Lamellenanzahlen dachfeste Führungen mit unter
schiedlichen Anzahlen von Führungsbahnen erforderlich machen.
Ein einfacher aufgebautes Lamellendach, bei dem die Lamellen in der Schließstellung
dichtend aneinander anstoßen und einen flächigen Lamellenverbund bilden, innerhalb
dessen jede Lamelle beidseits an zwei in Verschieberichtung in Abstand voneinander
liegenden Führungsstellen entlang von Führungen derart geführt ist, daß beim Verstel
len der Lamellen der flächige Lamellenverbund eine Translationsbewegung ausführt,
und wobei dieser Verbund in Bereich seines in Öffnungsrichtung vorne liegenden Endes
durch Verschwenken jeweils einer einzelnen Lamelle um eine ihrer beiden Führungs
stellen Lamelle für Lamelle beim Öffnen des Daches aufgelöst bzw. beim Schließen des
Daches wiederhergestellt wird, und bei dem die beiden Führungsstellen jeder Lamelle
von Zapfen gebildet sind, die jeweils von einer an der Unterseite der betreffenden La
melle angebrachten Führungswange seitlich abstehen, ist aus dem DE-Gebrauchsmuster
18 11 690 bekannt. Dabei liegen die beiden Zapfen in unterschiedlicher Höhe, und sie
greifen in parallel in Abstand voneinander liegende Führungsbahnen einer dachfesten
Führungsschiene ein. Beim Öffnen des Daches verlassen die jeweils in Öffnungsrichtung
vorne liegenden Zapfen nacheinander die zugehörige Führungsbahn, während gleich
zeitig die betreffende Lamelle in nicht näher offenbarter Weise zu einer Schwenkbewe
gung um den anderen, in seiner Führungsbahn verbleibenden Zapfen veranlaßt wird.
Bei einem solchen bekannten Fahrzeugdach läßt jedoch die Stabilität insbesondere
dann sehr zu wünschen übrigen, wenn das Dach mindestens teilweise geöffnet ist. Wäh
rend des Öffnungsvorganges kann es zu einem Blockieren des Daches kommen, wenn
Zapfen der Lamellen beispielsweise unter dem Einfluß des über dem Dach herrschen
den Unterdruckes oder den Dichtungsdrücken vorzeitig aus der zugehörigen Führungs
bahn austreten.
Es ist ferner ein Lamellen-Fahrzeugdach bekannt (DE 35 32 150 C1),
bei welchem die Lamellen zum Öffnen des zuvor geschlossenen Daches über einen
Spindelantrieb zunächst gemeinsam in eine nach oben ausgestellte Lage verschwenkt
und dann nach hinten zusammengeschoben werden. Bei diesem Dach wird infolgedes
sen der flächige Lamellenverbund als Ganzes sofort aufgelöst, wenn das Dach geöffnet
werden soll. Dies ist aerodynamisch ungünstig und oft auch aus lüftungstechnischen
Gründen nicht erwünscht. Bereits bei relativ niedriger Fahrgeschwindigkeit können stö
rende Windgeräusche auftreten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fahrzeugdach zu schaffen, das es er
laubt, die günstigen Eigenschaften des Lamellendaches gemäß DE 41 23 229 A1, wie ins
besondere hohe Stabilität und sichere Halterung der Lamellen in sämtlichen Dachstel
lungen und aerodynamisch günstiges Verhalten selbst bei relativ hohen Fahrgeschwin
digkeiten, mit einer vereinfachten Bauweise zu erreichen, die auch ein leichteres Anpas
sen des Daches an unterschiedliche Fahrzeugtypen gestattet.
Bei einem Fahrzeugdach mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1
wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die einzelnen Lamellen über
die Schwenkbewegung der Lamellen steuernde Kulissenanordnungen miteinander ge
koppelt sind. Bevorzugte weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
Bei dem Fahrzeugdach nach der Erfindung sind die Lamellen bzw. mit den Lamellen
verbundene Trägerteile unmittelbar untereinander gekuppelt. Dadurch lassen sich die
erforderlichen Verstellbewegungen mit vergleichsweise einfachen Mitteln erzwingen.
Weil in Kulissenführungen, die den einzelnen Lamellen zugeordnet sind, jeweils die
Mechanik der nächstfolgenden Lamelle eingreift, wird der Bewegungsablauf jeweils von
der sich öffnenden Lamelle zur nachfolgenden Lamelle bestimmt, d. h. von Bauteilen er
zwungen, die mit der betreffenden Lamelle unmittelbar verbunden oder beispielsweise
an diese angelenkt sind. Die Öffnungs- und Schließvorgänge werden auch bei Einsatz
relativ einfacher und kostensparender Mittel auf kontrollierte, gesicherte und zwangs
läufige Weise durchgeführt.
Vorzugsweise ist jeder Lamelle an beiden Schmalseiten jeweils ein Trägerteil zugeord
net, in dem ein Kulissenschlitz ausgebildet ist, entlang dem ein Kulissenstift verstellbar
geführt ist, der mit einer benachbarten Lamelle verbunden ist, wobei benachbarte La
mellen für eine gemeinsame Bewegung in Schließrichtung durch Anlage des Kulissen
stifts am einen Ende des Kulissenschlitzes kuppelbar sind, während vorteilhaft benach
barte Lamellen für eine gemeinsame Bewegung in Öffnungsrichtung durch eine in Ab
hängigkeit von einer Schwenkbewegung der jeweils einen der beiden Lamellen ein- und
ausrückbare Kupplung untereinander gekuppelt sind. Diese schwenkbewegungsabhän
gig betätigten Kupplungen können in besonders einfacher Weise von Anlageflächen,
insbesondere in Form von Mitnehmern und Anlagestücken, der Lamellen bzw. der La
mellenträgerteile gebildet sein.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend unter
Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische schematische Ansicht eines Lamellendaches im
teilweise geöffneten Zustand,
Fig. 2 eine Ansicht entsprechend Fig. 1 bei voll geöffnetem Dach,
Fig. 3a und 3b nebeneinander gelegt die Draufsicht auf die in Fahrtrichtung linke
Seite eines Lamellendaches gemäß den Fig. 1 und 2 im geschlosse
nen Zustand,
Fig. 4a und 4b nebeneinander gelegt den Teilschnitt durch das Dach gemäß den
Fig. 3a und 3b entlang den Linien IV-IV,
Fig. 5a und 5b sowie 6a und 6b jeweils nebeneinander gelegt die
Teillängsschnitte durch ein Dach gemäß den Fig. 1 bis 4 entlang der Linie
V-V der Fig. 3a bzw. 3b in unterschiedlichen Öffnungszuständen,
Fig. 7 den Schnitt entlang der Linie V-V der Fig. 3b bei voll geöffnetem
Dach,
Fig. 8 eine perspektivische Teilansicht einer einzelnen Lamellen-
Mechanik-Einheit,
Fig. 9 in größerer Darstellung einen Längsschnitt durch das Lamellendach im
Bereich einer einzelnen Lamellen-Mechanik-Einheit,
Fig. 10 die Draufsicht auf das Trägerteil und den Schieber einer einzelnen
Lamellen-Mechanik-Einheit,
Fig. 11 den Teilquerschnitt entlang der Linie XI-XI der Fig. 13,
Fig. 12 den Teilquerschnitt entlang der Linie XII-XII der Fig. 14,
Fig. 13 den Teilquerschnitt entlang der Linie XIII-XIII der Fig. 16,
Fig. 14 den Teilquerschnitt entlang der Linie XIV-XIV der Fig. 16,
Fig. 15 einen Querschnitt nur der einen Führungsschiene,
Fig. 16 die Teildraufsicht auf den vorderen Bereich des Lamellendaches
mit einem ausstellbaren Windabweiser,
Fig. 17 den Schnitt entlang der Linie XVII-XVII der Fig. 16,
Fig. 18 einen Teillängsschnitt durch den hinteren Bereich des Lamellenda
ches,
Fig. 19 den Teilquerschnitt entlang der Linie XIXX-XIXX der Fig. 18,
Fig. 20 einen Teillängsschnitt ähnlich Fig. 18 für eine abgewandelte Aus
führungsform des Lamellendaches sowie
Fig. 21 bis 24 schematische Teillängsschnitte für eine weiter abgewandelte Aus
führungsform des Lamellendaches in der Schließstellung und in
unterschiedlichen Öffnungsstellungen.
Das vorliegend erläuterte, als Lamellendach zu bezeichnende Fahrzeugdach 9 weist, wie
aus den Prinzipdarstellungen der Fig. 1 und 2 hervorgeht, eine Folge von Schiebela
mellen 10a bis 10c auf. Diese Lamellen dienen dem wahlweisen Verschließen oder min
destens teilweisen Freigeben einer Dachöffnung 13, die in einer festen Dachfläche 11
eines Kraftfahrzeuges 12 ausgebildet ist. Zum Öffnen und Verschließen des Daches 9
lassen sich die Lamellen 10a bis 10c verschieben, wobei im gezeigten Ausführungsbei
spiel die mit dem Doppelpfeil 14 angedeutete Verschieberichtung parallel zur Fahr
zeuglängsachse verläuft. Grundsätzlich sind aber auch andere Verschieberichtungen,
z. B. quer zur Fahrzeuglängsachse, möglich. In ihrer Schließstellung stoßen die Lamellen
10a bis 10c mit ihren quer zur Verschieberichtung 14 verlaufenden Längskanten
dichtend aneinander an. Dabei bilden sie einen flächigen Lamellenverbund, wie dies in
Fig. 1 für die beiden Lamellen 10c und 10b angedeutet ist. Die Lamellen 10a bis 10c
können ferner jeweils um eine sich quer zur Verschieberichtung 14 erstreckende
(virtuelle) Schwenkachse verschwenkt werden, die im veranschaulichten Ausführungs
beispiel näherungsweise in Höhe der festen Dachfläche 11 liegt.
Eine nachstehend näher erläuterte Verstellmechanik koordiniert die Verschiebe- und
Schwenkbewegungen der einzelnen Lamellen 10a bis 10c derart, daß beim Verstellen
der Schiebelamellen der flächige Lamellenverbund eine Translationsbewegung in der
Verschieberichtung 14 ausführt und dieser Verbund beim Öffnen des Daches 9 im Be
reich des hinteren, d. h. des in Öffnungsrichtung vorne liegenden Endes durch Heraus
bewegen der, bezogen auf das Fahrzeug 12, jeweils hintersten (in Öffnungsrichtung vor
dersten) Lamelle aus dem Verbund Lamelle für Lamelle aufgelöst bzw. beim Schließen
des Daches wiederhergestellt wird. Im Verlauf des Öffnens des zuvor geschlossenen
Daches 9 wird also zunächst nur die Lamelle 10a aus dem flächigen Lamellenverbund
gelöst, indem diese Lamelle so verschwenkt wird, daß sie mit ihrem hinteren Rand vom
hinteren Rand der Dachöffnung 13 freikommt. Die Lamelle 10a kann dann beginnend
in dieser Schräglage zusammen mit den übrigen, im flächigen Lamellenverbund verblei
benden, d. h. nicht ausgeschwenkten, Lamellen 10b und 10c nach hinten verschoben
werden. Dabei wird die Lamelle 10a kontinuierlich in ihre Endlage weiter verschwenkt.
Nachdem die Lamelle 10a ihre in den Fig. 1 und 2 veranschaulichte hintere Endstel
lung erreicht hat, wird die nächste Lamelle 10b ausgestellt. Dieses Spiel wiederholt sich,
bis entsprechend Fig. 2 alle Schiebelamellen 10a bis 10c ausgestellt und nach hinten in
ihre Offenstellung geschoben sind. Beim Schließen des Daches 9 wird ausgehend von
der Offenstellung gemäß Fig. 2 zunächst nur die Lamelle 10c vorbewegt und in eine zur
festen Dachfläche 11 parallele Lage zurückverschwenkt. Ein entsprechender Bewe
gungsablauf wird nacheinander für die folgenden Lamellen 10b und 10a erzwungen, bis
die Lamellen in flächigem Verbund in ihrer vorderen Endstellung stehen und die
Dachöffnung 13 verschließen.
Im Falle der veranschaulichten Ausführungsform sitzt im Bereich des vorderen Endes
der Dachöffnung 13 ein ausstellbarer, lamellenförmiger Windabweiser 16, der beim
Einleiten des Öffnungsvorganges um eine quer zur Fahrzeuglängsachse verlaufende
Schwenkachse in eine schräg nach hinten ansteigende Lage verschwenkt wird. Dabei
nimmt das Dach eine Lüftungsstellung ein, die bei in Schließstellung befindlichen La
mellen auch bei Regen benutzt werden kann. Der Windabweiser 16 legt sich in der
Schließstellung des Daches 9 mit seiner Hinterkante gegen die Vorderkante der in der
vorderen Endstellung stehenden Schiebelamelle 10c dichtend an. Er verschließt dabei
den vordersten Teil der Dachöffnung 13. Gegebenenfalls kann die Auslegung aber auch
so getroffen sein, daß der flächige Verbund der Lamellen 10a bis 10c in der Schließstel
lung von der Vorderkante bis zur Hinterkante der Dachöffnung 13 reicht und damit
allein die Schließfunktion übernimmt. Dabei kann gegebenenfalls in für Schiebedächer
an sich bekannter Weise
ein Windabweiser vorgesehen sein, der bei geschlossenem Dach unter der festen
Dachfläche verschwindet und der selbsttätig in eine Arbeitsstellung übergeht, wenn das
Dach geöffnet wird. In den Fig. 1 und 2 ist ein Fahrzeugdach mit drei Schiebelamellen
10a bis 10c dargestellt. Es versteht sich jedoch, daß die Anzahl der Schiebelamellen
grundsätzlich beliebig in Abhängigkeit von den jeweiligen Gegebenheiten gewählt wer
den kann.
Die Lamellen 10a bis 10c sind an beiden Schmalseiten auf jeweils einem Trägerteil 18a
bis 18c abgestützt. Dabei ist festzuhalten, daß die Ausbildung zu beiden Seiten des Da
ches in etwa spiegelsymmetrisch zu einer Längsmittellinie ist, so daß die Dar
stellungen und Erläuterungen für die eine Dachseite sinngemäß auch für die andere
Dachseite gelten.
In der Längsnut 19 jedes Trägerteils 18 ist ein Schieber 20 längsverschiebbar angeord
net. Die Trägerteile 18 an beiden Schmalseiten jeder Lamelle 10 stehen vorne über die
Vorderkante 21 der zugehörigen Lamelle 10 vor, und sie sind dort über eine Wasser
rinne 22 untereinander verbunden. Die Begriffe "vorne" und "hinten" beziehen sich vor
liegend auf die normale Fahrtrichtung des Kraftfahrzeuges 12. Jede der Lamellen 10
bildet zusammen mit den zugehörigen Trägerteilen 18, den Schiebern 20 und der Was
serrinne 22 eine insgesamt mit Lamellen-Mechanik-Einheit 23 (d. h. 23a, 23b bzw. 23c)
bezeichnete Einheit. Diese Einheiten 23 sind entlang von Führungsschienen 24 verstell
bar, die sich unter der festen Dachfläche 11 zu beiden Seiten der Dachöffnung 13 er
strecken und mit letzterer und/oder einem die Dachöffnung 13 mindestens teilweise
umfassenden Dachrahmen in fester Verbindung stehen. Bei jeder der Lamel
len-Mechanik-Einheiten 23 sind die beiden Trägerteile 18 mit der zugehörigen Schiebe
lamelle 10 nahe dem hinteren Ende von Lamelle 10 und Trägerteilen 18 über jeweils ei
nen Gelenkbolzen 25 gelenkig verbunden, der in einen an der Unterseite der Lamelle
10 angebrachten Lagerbock 26 eingepaßt ist und der in eine entsprechende Gelenkboh
rung 27 des jeweiligen Trägerteils 18 eingreift.
In dem an die Gelenkbohrung 27 nach vorne anschließenden, unterhalb der zugehöri
gen Lamelle 10 liegenden Hauptteil 28 des Trägerteils 18 ist ein Kulissenschlitz 29 aus
gebildet. Der Kulissenschlitz 29 verläuft in der Längsrichtung des Trägerteils 18, und er
ist zur Dachöffnung 13 hin seitlich offen. Der Kulissenschlitz 29 erstreckt sich von einer
kurz vor der Gelenkbohrung 27 liegenden Stelle bis nahe zur Vorderkante 21 der zuge
hörigen Schiebelamelle. Vom hinteren Ende des Trägerteils 18 stehen zwei Führungs
bolzen 30 und 31 seitlich nach außen ab. An der gleichen Seite des Trägerteils 18 ist vor
den Führungsbolzen 30 und 31 ein Mitnehmer 32 angeformt, der nach außen weiter
vorsteht als die Führungsbolzen 30 und 31. Der vordere Endabschnitt des Trägerteils 18
ist gabelförmig gestaltet und weist eine gegenüber dem Hauptteil 28 nach innen ver
setzte Führungsnase 33 sowie ein mit Bezug auf das Hauptteil 28 seitlich nach außen
versetztes Anlagestück 34 auf. Die Längsnut 19 zur Aufnahme des Schiebers 20 er
streckt sich in Längsrichtung zwischen dem Hauptteil 28 und dem Anlagestück 34. Das
Anlagestück 34 ist in der zur Verschieberichtung 14 senkrechten Querrichtung mit dem
Mitnehmer 32 ausgerichtet. Von dem Anlagestück 34 des Trägerteils 18 steht ein Füh
rungsbolzen 35 quer nach außen ab. Auf den Führungsbolzen 35 ist ein Gleitschuhträger
36 mit Bezug auf das Tragerteil 18 schwenkbar aufgesetzt. Der Gleitschuhträger 36 trägt
einen Gleitbacken 37, der in einer oberen Längsführung 38 der betreffenden Füh
rungsschiene 24 verschiebbar gelagert ist.
In der nach außen weisenden Seitenfläche der Führungsnase 33 ist eine Riegelsteinauf
nahme 39 ausgebildet. Eine weitere Riegelsteinaufnahme 40 befindet sich in der dem
Hauptteil 28 zugewendeten Seite des Schiebers 20. Ein Riegelstein 41 ist in einem Rie
gelsteinschlitz 42 des Trägerteils 18 quer zur Verschieberichtung 14 verstellbar gelagert
und so bemessen, daß er jeweils über die eine Seite des Hauptteils 28 um einen Betrag
seitlich vorsteht, welcher der Tiefe der Riegelsteinaufnahme 39 bzw. der Riegelstein
aufnahme 40 angepaßt ist. Die Führungsnase 33 trägt an ihrem hinteren Ende eine nach
oben stehende Nase 43. In eine Querbohrung der Nase 43 ist ein Kulissenstift 44 einge
preßt, der von der Führungsnase 33 seitlich nach außen in Richtung auf eine hochste
hende Nase 45 des Schiebers 20 absteht.
An der Rückseite des Mitnehmers 32 ist eine Anlagefläche 46 ausgebildet, die kreisbo
genförmig konzentrisch zu einem Punkt gekrümmt ist, der mit der Mittelachse des Ku
lissenstiftes 44 der nächsten Lamellen-Mechanik-Einheit 23 zusammenfällt, wenn dieser
Kulissenstift 44 am hinteren Ende des Kulissenschlitzes 29 steht. Eine vordere
Stirnfläche 47 des Anlagestücks 34 ist konzentrisch zu dem Kulissenstift 44 kreisbogen
förmig gekrümmt. Der Riegelstein 41 ist mit nach vorne weisenden Schrägflächen 48
und 49 versehen, die mit komplementären Schrägflächen 51 und 52 der Riegelsteinauf
nahme 39 bzw. 40 zusammenwirken.
Beidseits jeder Lamelle ist seitlich vorne ein Führungsteil 53 angebracht, das einen quer
nach außen abstehenden Lagerbolzen 54 trägt. Auf den Lagerbolzen 54 ist ein Gleit
schuhträger 55 mit Bezug auf das Führungsteil 53 schwenkbar aufgesetzt. Auf den Gleit
schuhträger 55 ist ein Gleitbacken 56 aufgeschoben, der in einer unteren Längsführung
57 der betreffenden Führungsschiene 24 verschiebbar angeordnet ist.
Bei der erläuterten Ausführungsform steht also jede der Lamellen-Mechanik-Einheiten
23 mit den beiden Führungsschienen 24 über jeweils die beiden Gleitbacken 37 und 56
in Eingriff, die in der oberen Längsführung 38 bzw. der unteren Längsführung 57 laufen.
Die Lamelle 10 jeder Lamellen-Mechanik-Einheit 23 steht über die Gleitbacken 56 mit
den Führungsschienen 24 sowie über die Gelenkbolzen 25 mit den beidseits an
geordneten Trägerteilen 18 in Verbindung. Die Trägerteile 18 sind untereinander in der
Weise gekoppelt, daß der Kulissenstift 44 jeweils in den Kulissenschlitz 29 des davor
befindlichen Trägerteils 18 eingreift, während sich gleichzeitig die Nase 45 des Schie
bers 20 zwischen die Führungsbolzen 30 und 31 des jeweils vorhergehenden Trägerteils
18 legt. Die Anordnung ist ferner so getroffen, daß bei geschlossenem Dach der Mit
nehmer 32 mit seiner Anlagefläche 46 an der Stirnfläche 47 des Anlagestücks 34 des
nach hinten anschließenden Trägerteils 18 anliegt, während gleichzeitig der Kulissenstift
44 am hinteren Ende des Kulissenschlitzes 29 des vorhergehenden Trägerteils 18 steht.
Der Windabweiser 16 ist über scharnierartige Gelenke 59, die nahe der Vorderkante
des Windabweisers sitzen, derart mit einem dachfesten Trägerteil verbunden, daß er um
eine Gelenkachse 60 mit Bezug auf die feste Dachfläche 11 zwischen einer Außerbe
triebsstellung und einer ausgestellten Lage (Betriebsstellung) verschwenkt werden kann
(Fig. 16 und 17). An der Unterseite des Windabweisers 16 ist beidseits jeweils ein
Kulissenteil 61 fest angebracht. In dem von dem Windabweiser 16 nach vorne überste
henden Bereich des Kulissenteils 61 ist eine Kulissenbahn 62 ausgebildet, die zwei mit
einander einen stumpfen Winkel einschließende Bahnabschnitte 63 und 64 umfaßt. Da
bei verläuft der hintere Bahnabschnitt 64 in der voll ausgestellten Stellung des Wind
abweisers 16 parallel zu den Längsführungen der Führungsschiene 24, während der
vordere Bahnabschnitt 63 nach vorne und unten geneigt ist. In die Kulissenbahn 62
greift ein Kulissenbolzen 65 ein.
Der Kulissenbolzen 65 ist an einem Antriebselement 66 befestigt, das für eine begrenzte
Strecke entlang der oberen Längsführung 38 der Führungsschiene 24 verstellbar geführt
ist. Das Antriebselement 66 ist über eine lösbare Kupplung 67 (vgl. insbesondere Fig.
13 und 14) mit einem Antriebsteil 68 kuppelbar. Das Antriebsteil 68 ist entlang einer
weiteren Längsführung 69 der Führungsschiene 24 verschiebbar geführt, und es steht
über einen Mitnehmer 70 mit einem Antriebskabel 71 in ständiger Verbindung, das in
einer Kabelführung 72 im unteren Teil der Führungsschiene 24 läuft. Das vorzugsweise
als Gewindekabel ausgebildete Antriebskabel 71 erstreckt sich zu einer in Fig. 1 nur an
deutungsweise dargestellten Antriebseinheit 73, die beispielsweise vor der Dachöffnung
13 unterhalb der festen Dachfläche 11 angeordnet ist. Die Antriebseinheit 73 kann in an
sich bekannter Weise einen Elektromotor und ein Untersetzungsgetriebe aufweisen,
wobei ein mit dem Ausgang des Untersetzungsgetriebes verbundenes Ritzel mit dem
Antriebskabel 71 und einem entsprechenden Antriebskabel für die andere Dachseite in
Eingriff steht. Als Antriebseinheit 73 kann wahlweise aber auch eine handbetätigte
Einheit, insbesondere in Form einer Handkurbel, vorgesehen werden.
Die lösbare Kupplung 67 weist einen in einem Schlitz des Antriebselements 66 quer zur
Bewegungsrichtung des Antriebselements 66 verschiebbaren Riegelstein 74 auf, der an
seiner Vorderseite mit Schrägflächen 75 und 76 versehen ist. Der Riegelstein 74 ist
breiter als der ihn aufnehmende Teil des Antriebselements 66, so daß er über die eine
Seite des Antriebselements vorsteht und dabei mit einer Riegelsteinaufnahme 77 des
Antriebsteils 68 oder einer Riegelsteinaufnahme 78 der Führungsschiene 24 zusam
menwirkt. In einem Riegelsteinschlitz 80 des Trägerteils 18c der vordersten Lamel
len-Mechanik-Einheit 23 sitzt ein quer zur Verstellrichtung des Antriebsteils 68 ver
schiebbarer Riegelstein 81, der breiter als der ihn aufnehmende Abschnitt des Träger
teils 18c ist und der dementsprechend auf der einen oder der anderen Seite des Träger
teils 18c seitlich übersteht. Der Riegelstein 81 ist an seiner hinteren Seite mit Schrägflä
chen 82 und 83 versehen, die mit komplementären Schrägflächen einer Riegelsteinauf
nahme 84 der Führungsschiene 24 bzw. einer Riegelsteinaufnahme 85 des Antriebsteils
68 zusammenwirken können.
Das Antriebselement 66 steht über eine Verbindungsstange 86, die in einer weiteren
Längsführung 87 der Führungsschiene 24 längsverstellbar gelagert ist, in ständiger fester
Verbindung mit einem Antriebselement 88, das im hinteren Teil der oberen Längsfüh
rung 38 längsverstellbar gelagert ist. Das Antriebselement 88 trägt einen quer abstehen
den Kulissenbolzen 89. Dieser greift in eine Kulissenbahn 90 einer Anhebekulisse 91
ein, die über einen Gelenkbolzen 92 an einem dachfesten Teil, beispielsweise einem
Dachrahmen, angelenkt ist. Die Kulissenbahn 90 weist einen vorderen und einen hinte
ren Bahnabschnitt 94 bzw. 95 auf, die zusammen einen stumpfen Winkel begrenzen.
Der vordere Bahnabschnitt 94 verläuft, wenn die Anhebekulisse 91 in ihrer unteren
Endstellung steht und die hinterste Lamelle 10a ihre Schließstellung einnimmt, parallel
zu den Längsführungen der Führungsschiene 24. Der hintere Bahnabschnitt 95 ist nach
hinten und unten geneigt. Eine hochstehende Nase 96 der Anhebekulisse 91 trägt einen
Kulissenstift 97, der in den Kulissenschlitz 29a des hintersten Trägerteils 18a eingreift.
Die Funktionsweise des beschriebenen Lamellendaches ist wie folgt:
In der Schließstellung des Daches greift der in dem Trägerteil 18c der vordersten La
mellen-Mechanik-Einheit 23 sitzende Riegelstein 81 in die Riegelsteinaufnahme 84 der
Führungsschiene 24 ein. Der Kulissenstift 97 der Anhebekulisse 91 steht am hinteren
Ende des Kulissenschlitzes 29a des hintersten Trägerteils 18a. Die Kulissenstifte 44a
und 44b befinden sich jeweils am hinteren Ende des Kulissenschlitzes 29b bzw. 29c des
Trägerteils der jeweils davor liegenden Lamellen-Mechanik-Einheit 23. Der Mitnehmer
32 der Trägerteile 18c und 18b liegt an dem Anlagestück 34 des Trägerteils 18 der je
weils nach hinten anschließenden Lamellen-Mechanik-Einheit an. Dadurch und durch
den Eingriff der Gleitbacken 37 und 56 in die Längsführungen 38 bzw. 57 der Führungs
schienen 24 sind sämtliche Lamellen 10a bis 10c sowohl gegen unerwünschte Schiebe
bewegungen als auch gegen unbeabsichtigte Schwenkbewegungen gesichert.
Zum Öffnen des Daches wird von der Antriebseinheit 73 Kraft auf die Antriebskabel 71
zu beiden Seiten der Dachöffnung 13 in nach hinten weisender Richtung übertragen.
Dabei wird über den Mitnehmer 70 das Antriebsteil 68 mitgenommen, das in diesem
Betriebszustand entsprechend Fig. 13 über den Riegelstein 74 mit dem Antriebselement
66 gekuppelt ist. Dadurch wird der zunächst am vorderen Ende der Kulissenbahn 62
stehende Kulissenbolzen 65 des Antriebselements 66 nach hinten entlang dem vorderen
Bahnabschnitt 63 der Kulissenbahn 62 verschoben. Infolgedessen wird der von dem
Kulissenbolzen 65 ursprünglich in seiner Schließstellung festgehaltene Windabweiser 66
durch Verschwenken um die Gelenkachse 60 der Gelenke 59 ausgestellt. Der Windab
weiser 16 erreicht seine voll ausgestellte Arbeitsstellung, wenn der Kulissenbolzen 65 an
der Treffstelle der Bahnabschnitte 63 und 64 der Kulissenbahn 62 angelangt ist
(strichpunktierte Stellung in Fig. 17). Über die Verbindungsstange 86 wird bei der zuvor
beschriebenen Bewegung Verschiebekraft auch auf das Antriebselement 88 übertragen,
wodurch der Kulissenbolzen 89 vom vorderen Ende der Kulissenbahn 90 der An
hebekulisse 91 bis zu der Treffstelle des vorderen und des hinteren Bahnabschnittes 94,
95 verstellt wird. Während dieser Bewegung liegt jedoch der vordere Bahnabschnitt 94
parallel zu der Längsführung 38, so daß der Kulissenbolzen 89 einen Leerweg ausführt,
über den hinweg keine Verstellkraft auf die Anhebekulisse 91 übertragen wird.
Während des Ausstellens des Windabweisers 16 verbleiben infolgedessen nicht nur die
Schiebelamellen 10c und 10b, sondern auch die hinterste Schiebelamelle 10a in ihrer
Schließstellung.
Bei weiterem Verstellen der Antriebskabel 71 und damit des Antriebselements 66 nach
hinten führt der Kulissenbolzen 65 einen Leerweg in dem hinteren Bahnabschnitt 64 der
Kulissenbahn 62 des Kulissenteils 61 aus, weil dieser Bahnabschnitt jetzt parallel zu den
Längsführungen der Führungsschienen 24 steht. Es wird also keine Stellkraft auf den
Windabweiser 16 ausgeübt; vielmehr wird über die Kulissenanordnung 61, 65 der Win
dabweiser 16 lediglich in seiner ausgestellten Arbeitslage gehalten. Gleichzeitig nimmt
aber das Antriebselement 66 über die Verbindungsstange 86 das Antriebselement 88
weiter nach hinten mit, so daß der von dem Antriebselement 88 getragene Kulissenbol
zen 89 in dem hinteren Bahnabschnitt 95 der Kulissenbahn 90 nach hinten läuft. Da
durch wird eine Schwenkbewegung der Anhebekulisse 91 um den Gelenkbolzen 92 er
zwungen. Aufgrund dieser Schwenkbewegung wandert der Kulissenstift 97 nach oben in
die in Fig. 18 strichpunktiert eingezeichnete Stellung. Durch den im hinteren Ende des
Kulissenschlitzes 29a stehenden Kulissenstift 97 werden das Trägerteil 18a sowie über
den Gelenkbolzen 25 die hinterste Schiebelamelle 10a hinten so weit angehoben, daß
die Schiebelamelle 10a vom hinteren Rand der Dachöffnung 13 freikommt und im Zuge
der weiteren Öffnungsbewegung des Daches ohne Kollision mit dachfesten Teilen nach
hinten geschoben werden kann. Die Kulissenbolzen 65 und 89 erreichen das hintere
Ende der Kulissenbahn 62 bzw. der Kulissenbahn 90, wenn eine Anschlagfläche 98 des
Antriebselements 66 auf einen feststehenden Anschlag 99 der Führungsschiene 24 trifft
(Fig. 14), und dadurch eine weitere Verstellbewegung des Antriebselements 66, der
Verbindungsstange 86 und des Antriebselements 88 nach hinten verhindert wird.
Durch fortgesetzte Mitnahme des Antriebsteils 68 von dem Antriebskabel 71 über den
Mitnehmer 70 nach hinten wird von dem Antriebsteil 68 eine Verstellkraft auf die
Schrägfläche 76 des Riegelsteins 74 übertragen, die bewirkt, daß der Riegelstein 74 die
Riegelsteinaufnahme 77 des Antriebsteils 68 verläßt und statt dessen in die Riegel
steinaufnahme 78 der Führungsschiene 24 einrastet. Dadurch werden das Antriebsele
ment 66 und über die Verbindungsstange 86 auch das Antriebselement 88 gegen weitere
Verstellbewegungen mit Bezug auf die Führungsschiene 24 verriegelt. Andererseits wird
durch die nach hinten gerichtete Bewegung des Antriebsteils 68 jetzt auf die
Schrägfläche 82 des Riegelsteins 81 eine Kraftkomponente ausgeübt, die den Riegel
stein 81 veranlaßt, die Riegelsteinaufnahme 84 der Führungsschiene 24 zu verlassen und
statt dessen in die Riegelsteinaufnahme 85 des Antriebsteils 68 einzurasten. Auf diese
Weise ist die Antriebseinheit 73 jetzt mit den Schiebelamellen 10 gekuppelt, wobei das
Antriebsteil 68 über den Riegelstein 81 in unmittelbarem Eingriff mit dem vordersten
Trägerteil 18c gehalten ist. Dementsprechend wird das Trägerteil 18c von dem An
triebskabel 71 über den Mitnehmer 70 und das Antriebsteil 68 nach hinten mitgenom
men.
Das Trägerteil 18c überträgt Verstellkraft über seinen Mitnehmer 32 auf das Anlage
stück 34 des nächsten Trägerteils 18b, das seinerseits mit seinem Mitnehmer 32 gegen
das Anlagestück 34 des hintersten Trägerteils 18a drückt. Verschiebekraft wird von La
melle zu Lamelle ferner dadurch übertragen, daß der vordere Führungsbolzen 30 eines
weiter vorne liegenden Trägerteils sich gegen die Vorderseite der Nase 45 des Schiebers
20 der nach hinten nächstfolgenden Lamellen-Mechanik-Einheit 23 anlegt. Bei ge
schlossenem Dach sind diese Schieber mit dem zugehörigen Trägerteil über den Riegel
stein 41 gekuppelt, der in die Riegelsteinaufnahme 40 des Schiebers 20 eingerastet ist.
Auf diese Weise werden die Schiebelamellen 10a bis 10c in Form eines flächigen La
mellenverbundes gemeinsam nach hinten geschoben. Dabei wandert der Kulissenschlitz
29a der hintersten Schiebelamelle 10a mit Bezug auf den Kulissenstift 97 der
Anhebekulisse 91 nach hinten. Der Verlauf der Kulissenschlitze 29, die Lage des Ge
lenkbolzens 25 und der ständig bestehende Eingriff der Gleitbacken 37 und 56 in die
Längsführungen 38 und 57 der Führungsschienen 24 sind so aufeinander abgestimmt,
daß beim Verschieben einer Lamelle in ihre hinterste Endstellung und dem damit ver
bundenen Ausstellen der Lamelle der Mitnehmer 32 des Trägerteils 18 der jeweils da
vor liegenden Schiebelamelle 10 von dem Anlagestück 34 der dahinterliegenden ausge
stellten Lamelle freikommt, wie dies insbesondere in Fig. 5b zu erkennen ist.
Die Verstellbewegung des hintersten Trägerteils 18a nach hinten wird dadurch begrenzt,
daß der Kulissenstift 97 am vorderen Ende des Kulissenschlitzes 29a anschlägt. Durch
fortgesetzten Druck des vorderen Führungsbolzens 30 des Trägerteils 18b der davor
liegenden Lamellen-Mechanik-Einheit 23 auf den Schieber 20 der hintersten Lamel
len-Mechanik-Einheit wird eine Verstellkraft auf den Riegelstein 41a ausgeübt, die
bewirkt, daß der Riegelstein 41 in eine Riegelsteinaufnahme 100 eines dachfesten Ge
genhalters 101 einrastet, mit welcher der Riegelstein 41a in dieser (und nur in dieser)
Stellung des Trägerteils 18a und des zugehörigen Schiebers 20 ausgerichtet ist. Dadurch
wird die voll ausgestellte hinterste Schiebelamelle 10a mit Bezug auf die feste Dachflä
che 11 verriegelt.
Weil jetzt die Mitnahmekupplung zwischen den Trägerteilen 18a und 18b über den Mit
nehmer 32b und das Anschlagstück 34c aufgehoben ist, kann sich bei weiterem Verstel
len der Antriebskabel 71 nach hinten die Schiebelamelle 10b über die bereits ausge
stellte Schiebelamelle 10a schieben, wobei sich der Kulissenschlitz 29b gegenüber dem
Kulissenstift 44c nach hinten verlagert. Die mittlere Schiebelamelle 10b wird in die
ausgestellte Lage gemäß Fig. 6b gebracht. Am Ende der Ausstellbewegung geht unter
dem Einfluß des von dem vorderen Führungsbolzen 30 der vordersten Lamel
len-Mechanik-Einheit 23 auf den Schieber 20b ausgeübten Kraft der Riegelstein 41b in
die Riegelsteinaufnahme 39 an der Führungsnase 33 des hintersten Trägerteils 18a über.
Dadurch wird die mittlere Schiebelamelle 10b mit Bezug auf die zuvor ausgestellte
hintere Schiebelamelle 10a verriegelt. Ein entsprechender Bewegungsablauf ergibt sich
beim weiteren Öffnen des Daches für die vordere Schiebelamelle 10c mit der Ausnah
me, daß das Trägerteil 18c keiner Verriegelung bedarf, da es über den Riegelstein 81
unmittelbar mit dem Antriebsteil 68 gekuppelt ist. Infolgedessen ist für die vorderste
Lamellen-Mechanik-Einheit 23 kein Schieber 20 erforderlich. Bei voll geöffnetem Dach
nehmen die verschiedenen Funktionsteile die in Fig. 7 veranschaulichte Stellung ein.
Die Fig. 5b, 6b und 7 lassen erkennen, daß die Schiebelamellen beim Ausstellen ei
ne Schwenkbewegung in Richtung auf das zugehörige Trägerteil 18 um den Gelenkbol
zen 25 ausführen. Dies erlaubt es, bei geöffnetem Dach eine besonders hohe Paket
dichte für die zusammengeschobenen Lamellen 10a bis 10c zu erreichen.
Beim Schließen des Daches ausgehend von der voll geöffneten Stellung (Fig. 7) wird das
Trägerteil 18c der vordersten Lamellen-Mechanik-Einheit 23 von dem sich jetzt nach
vorne bewegenden Antriebskabel 71 mitgenommen, da nach wie vor Antriebsverbin
dung zwischen dem Antriebskabel 71 und dem zugehörigen Trägerteil 18c über den
Mitnehmer 70, das Antriebsteil 68 und den in die Riegelaufnahme 85 eingerasteten Rie
gelstein 81 besteht. Das Trägerteil 18c kann sich mit seinem Kulissenschlitz 29c ge
genüber dem noch dachfest verriegelten Kulissenstift 44b nach vorne bewegen, und es
wird dabei in eine mit der festen Dachfläche 11 ausgerichtete Lage verschwenkt. Diese
Verstellbewegung des Trägerteils 18c gegenüber dem noch dachfest verriegelten Trä
gerteil 18b erfolgt, bis der Kulissenstift 44b am hinteren Ende des Kulissenschlitzes 29c
anschlägt und dadurch das Trägerteil 18b mit dem Trägerteil 18c auf Mitnahme nach
vorne gekuppelt wird. Zuvor ist durch Anlage des hinteren Führungsbolzens 31 des vor
deren Trägerteils 18c an der Hinterseite der Nase 45 des Schiebers 20 der mittleren
Lamellen-Mechanik-Einheit 23b der Schieber 20 in eine Stellung mit Bezug auf das zu
gehörige Trägerteil 18b verstellt worden, in welcher die Riegelsteinaufnahme 40 des
Schiebers 20 mit dem Riegelstein 41 des Trägerteils 18b ausgerichtet ist.
Wird jetzt durch Anlage des hinteren Endes des Kulissenschlitzes 29c an dem Kulis
senstift 44b auf das Trägerteil 18b eine nach vorne gerichtete Verschiebekraft ausgeübt,
wirkt auf die Schrägfläche 48 des Riegelsteins 41 des Trägerteils 18b eine Kraft
komponente ein, die den Riegelstein 41 aus der Riegelsteinaufnahme 39 des hinteren
Trägerteils 18a ausrasten und in die Riegelsteinaufnahme 40 des Schiebers 20b einra
sten läßt. Auf diese Weise wird die Lamellen-Mechanik-Einheit 23b für eine Verstell
bewegung nach vorne freigegeben. Das vordere Trägerteil 18c und das mittlere Träger
teil 18b sind jetzt nicht nur durch Anlage des Kulissenstifts 44 des Trägerteils 18b am
Ende des Kulissenschlitzes 29 des Trägerteils 18c, sondern auch durch Anlage des
hinteren Führungsbolzens 31 des vorderen Trägerteils 18c an dem mit dem Trägerteil
18b verriegelten Schieber 20 untereinander für eine gemeinsame Bewegung nach vorne
gekuppelt. Bei einem solchen Verstellen der Trägerteile 18c und 18b kommt es zu einer
Absenkbewegung der Schiebelamelle 10b. Dies führt zur Anlage der Stirnfläche 47 des
Anlagestücks 34 des Trägerteils 18b an dem Mitnehmer 32 des davor liegenden
Trägerteils 18c. Dadurch werden Relativbewegungen zwischen den Trägerteilen 18b
und 18c in der Verschieberichtung ausgeschlossen.
Die Abwärtsbewegung der Schiebelamelle 10b kann wiederum ausgeführt werden, bis
der Kulissenstift 44 des hinteren Trägerteils 18a das hintere Ende des Kulissenschlitzes
29 des mittleren Trägerteils 18b erreicht. Dabei wird in der zuvor für die Lamel
len-Mechanik-Einheit 23b geschilderten Weise der Schieber 20 der hintersten Lamel
len-Mechanik-Einheit 23 durch Anlage des hinteren Führungsbolzens 31 des Trägerteils
18b an der Nase 45 dieses Schiebers in eine Entriegelungslage gebracht, worauf durch
Kraftübertragung auf das hintere Trägerteil 18a der Riegelstein 41 des hinteren
Schiebers 20 außer Eingriff mit der Riegelsteinaufnahme 100 des dachfesten Gegenhal
ters 101 gebracht wird. Auch die hinterste Schiebelamelle 10c kann nunmehr von der
Öffnungsstellung gemäß Fig. 5 in eine Stellung gebracht werden, in welcher der Kulis
senstift 97 der Anhebekulisse 91 das hintere Ende des Kulissenschlitzes 29a erreicht. In
dieser Stellung trifft das vordere Trägerteil 18c mit einer Anschlagfläche 102 auf den
Anschlag 99 der Führungsschiene 24, und durch eine fortgesetzte nach vorne gerichtete
Kraft auf das Antriebsteil 68 wird auf die Schrägfläche 83 des Riegelsteins 81 eine
Querkraftkomponente ausgeübt, die den Riegelstein 81 aus der Riegelsteinaufnahme 85
des Antriebsteils 68 herausdrückt und statt dessen wieder in die Riegelsteinaufnahme 84
der Führungsschiene 24 einrasten läßt. Durch eine auf die Schrägfläche 75 einwirkende
Kraft wird der Riegelstein 74 veranlaßt, aus der Riegelaufnahme 78 der Füh
rungsschiene 24 in die Riegelaufnahme 77 des Antriebsteils 68 zurückzukehren und da
durch wieder die Antriebsverbindung zwischen dem Antriebsteil 68 und dem Antriebs
element 66 herzustellen.
Über die Verbindungsstange 86 und das Antriebselement 88 wird der Kulissenbolzen 89
zu einer Bewegung vom hinteren Ende des Bahnabschnitts 95 bis zur Treffstelle von
vorderem und hinterem Bahnabschnitt der Kulissenbahn 90 der Anhebekulisse 91 ver
anlaßt. Dadurch wird die hintere Schiebelamelle 10a in eine zu der festen Dachfläche 11
bündige Lage abgesenkt, während gleichzeitig der Kulissenbolzen 65 seinen Leerweg
entlang dem hinteren Bahnabschnitt 64 der Kulissenbahn 62 des Kulissenteils 61
durchläuft. Der Windabweiser 16 bleibt daher zunächst noch ausgestellt. Durch weiteres
Verschieben des Antriebsteils 68 nach vorne wird schließlich der Kulissenbolzen 65 zum
Durchlaufen des vorderen Bahnabschnitts 63 der Kulissenbahn 62 gebracht, um auf
diese Weise den Windabweiser 16 in seine Schließstellung zu verschwenken.
Fig. 20 zeigt eine schematische Teildarstellung einer abgewandelten Ausführungsform
des Fahrzeugdaches, bei welcher der mit dem Kulissenschlitz 29a des hintersten Trä
gerteils 18a zusammenwirkende Kulissenstift 97 an einer Anhebekulisse 105 befestigt
ist, die um einen entlang der Längsführung 38 der Führungsschiene 24 verstellbaren
Gelenkbolzen 106 verschwenkbar ist. Für diesen Zweck greift in einen Kulissenschlitz
107 der Anhebekulisse 105 ein mit Bezug auf die Anhebekulisse 105 entlang der
Längsführung 38 verstellbarer Kulissenbolzen 108 ein. In der Schließstellung des Daches
steht der Kulissenstift 97 in der zuvor erläuterten Weise am hinteren Ende des
Kulissenschlitzes 29, während sich der Kulissenbolzen 108 am hinteren Ende des Kulis
senschlitzes 107 befindet. Wird ausgehend von dieser Stellung der Kulissenbolzen 108
von der Antriebseinheit 73 nach vorne verstellt, führt die Anhebekulisse 105 um den
zunächst feststehenden Gelenkbolzen 106 eine Schwenkbewegung in Fig. 20 entgegen
dem Uhrzeigersinn aus. Dadurch wird der Kulissenstift 97 unter Mitnahme des Träger
teils 18a und des hinteren Teils der Schiebelamelle 10a nach oben verstellt. Sobald der
Kulissenbolzen 108 das vordere Ende des Kulissenschlitzes 107 erreicht hat, bewirkt ein
weiteres Verschieben des Kulissenbolzens 108 mittels des Antriebes nach vorne eine
Mitnahme der Anhebekulisse 105 einschließlich des Gelenkbolzens 106. In Abhängig
keit von der Verschiebebewegung der Anhebekulisse 105 nach vorne kann nunmehr das
Ausstellen und Zusammenschieben sämtlicher Schiebelamellen 10a bis 10c in einer Art
und Weise bewirkt werden, die analog zu dem zuvor anhand der Fig. 1 bis 19 erläu
terten Ausstellvorgang mit der Ausnahme ist, daß die Lamellen nach vorne zusammen
geschoben werden.
Wird in Abwandlung der Ausbildung gemäß Fig. 18 dafür gesorgt, daß sich der
Schwenkbolzen 92 und mit ihm die Anhebekulisse 91 in Längsrichtung des Daches ver
schieben lassen, kann auch dort für ein Öffnen des Daches von hinten gesorgt werden.
Ferner läßt sich ein Lamellendach aufbauen, das sich wahlweise nach hinten oder nach
vorne öffnen läßt oder bei dem ein Teil der Lamellen zu einem Lamellenpaket nach
hinten und ein weiterer Teil der Lamellen zu einem Lamellenpaket nach vorne zusam
mengeschoben werden können. Dabei ist die Antriebseinheit 73 in der anhand der Fig.
3 bis 19 erläuterten Weise mit dem Trägerteil 18c der vordersten Lamelle 10c kuppel
bar, während zum Verstellen des Kulissenbolzens 108 ein zweiter (nicht veranschaulich
ter) Antrieb vorgesehen ist.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1 bis 19 stellt das Riegelsteinsystem
mit den Riegelsteinen 41 und den zugehörigen Riegelsteinaufnahmen sicher, daß beim
Schließen des Daches eine weiter hinten liegende Schiebelamelle erst dann abgesenkt
werden kann, wenn die jeweils davor liegende Schiebelamelle voll abgesenkt ist. Bei der
abgewandelten Ausführungsform gemäß den Fig. 21 bis 24 ist ein derart geordnetes
Schließen der Lamellen auch ohne Riegelsteinsystem sichergestellt. Die Ausführungs
form gemäß den Fig. 21 bis 24 entspricht weitgehend der Ausführungsform nach den
Fig. 1 bis 19. Entsprechende Bauteile sind daher mit entsprechenden Bezugszeichen
versehen, denen jeweils eine "1" vorangestellt ist. Dabei sind in den Fig. 21 bis 24
nur zwei Lamellen-Mechanik-Einheiten 123b und 123c veranschaulicht, die den Ein
heiten 23b und 23c, aber beispielsweise auch den Einheiten 23a und 23b entsprechen
können. Dementsprechend kann es sich bei dem in den Fig. 21 bis 24 als stationär
dargestellten Kulissenstift um einen dem Kulissenstift 44a entsprechenden Kulissenstift
144a einer nach hinten anschließenden Lamellen-Mechanik-Einheit oder um einen dem
Kulissenstift 97 entsprechenden Kulissenstift 197 handeln.
Mit den Schiebelamellen 110b und 110c sind im vorderen Bereich Lagerbolzen 154b
bzw. 154c verbunden, die Gleitbacken tragen, welche in einer unteren Längsführung 157
der Führungsschiene 124 laufen. Die Schiebelamellen 110b und 110c sind über Ge
lenkbolzen 125b bzw. 125c mit einem Trägerteil 118b bzw. 118c verbunden, in denen
Kulissenschlitze 129b und 129c ausgebildet sind. In den Kulissenschlitz 129b greift der
Kulissenstift 144a oder 197 ein, während der Kulissenschlitz 129c mit einem an dem
Trägerteil 118b befestigten Kulissenstift 144b zusammenwirkt. Gleichachsig zu den
Kulissenstiften 144b und 144c sind mit den Trägerteilen 118b und 118c verbundene Füh
rungsbolzen entsprechend den Führungsbolzen 35 angeordnet, die Gleitbacken tragen.
Diese (in den Fig. 21 bis 24 nicht dargestellten, den Gleitbacken 37 entsprechenden)
Gleitbacken sind entlang einer oberen Längsführung 138 der Führungsschiene 124 ver
stellbar geführt. Die Trägerteile 118 weisen ein Anlagestück 134 auf, das sich in der
Schließstellung des Daches mit einer Anlagefläche 147 gegen eine Anlagefläche 146 des
davor befindlichen Trägerteils 118 anlegt, wie dies in der Fig. 21 für die Anlageflächen
146c und 147b veranschaulicht ist. Die Anlagestücke 134 sind mit einer hochstehenden
Nase 103 versehen. Diese Nase legt sich beim Zusammenschieben der Lamellen von
unten gegen eine Anlagefläche 104 des jeweils vorangehenden Trägerteils 118 an.
Wenn ausgehend von der Stellung gemäß Fig. 21 das Trägerteil 118c nach hinten ge
schoben wird, wird über die Anlageflächen 146c und 147b das Trägerteil 118b der
nächsten Lamellen-Mechanik-Einheit 123b mitgenommen. Dabei verlagert sich der
Kulissenschlitz 129b gegenüber dem Kulissenstift 144a oder 197, wodurch das Trägerteil
118b und die zugehörige Schiebelamelle 110b beim Zurückschieben zu einer Ausstell
bewegung veranlaßt werden. Nimmt das Trägerteil 118b schließlich eine Stellung ein
(Fig. 22), in welcher das vordere Ende des Kulissenschlitzes 129b an dem Kulissenstift
144a oder 197 anliegt, kommt die Anlagefläche 147b des Anlagestücks 134b von der
Anlagefläche 146c des Trägerteils 118c frei, so daß jetzt die Lamellen-Mechanik-Ein
heit 123c eine nach hinten gerichtete Verschiebebewegung mit Bezug auf die dahinter
liegende Lamellen-Mechanik-Einheit 123b ausführen kann (Fig. 23). Während dieser
gegenseitigen Verstellbewegung gleitet die Nase 103b entlang der Anlagefläche 104c,
bis die Nase 103b schließlich am vorderen Ende der Anlagefläche 104c zu stehen
kommt (Fig. 24). Dadurch wird verhindert, daß beim Zusammenschieben der Lamellen
110c und 110b ungewollt ein Absenken der hinteren Lamelle 110b erfolgt.
Beim Schließen des Daches ausgehend von der Stellung gemäß Fig. 24 wird das Träger
teil 118c nach vorne gezogen. Durch die Auflage der Anlagefläche 104c auf der Nase
103b des nächsthinteren Trägerteils 118b wird wiederum eine vorzeitige Schließbewe
gung der Lamellen-Mechanik-Einheit 123b verhindert. Die Schließbewegung der La
mellen-Mechanik-Einheit 123b kann vielmehr erst beginnen, wenn die Anlagefläche
104c die Nase 103b freigegeben hat (Fig. 22). Dies ist der Fall, wenn der Kulissenstift
144b mit dem hinteren Ende des Kulissenschlitzes 129c in Kontakt kommt.
Claims (18)
1. Fahrzeugdach mit einer Folge von Lamellen (10a bis 10c bzw. 110a bis 110c) zum wahlweisen Verschließen
oder mindestens teilweisen Freigeben einer Dachöffnung(13) in einer festen
Dachfläche (11), wobei die Lamellen in der Schließstellung aneinander angrenzen
und einen flächigen Lamellenverbund bilden, wobei jede Lamelle an ihren
Schmalseiten an zwei in Verschieberichtung in Abstand voneinander liegenden
Führungsstellen (Führungsbolzen 35; Lagerbolzen 54 bzw. 154b bis 154c) entlang von dachfesten Führungen (24 bzw. 124), mit denen
beide Führungsstellen im gesamten Verstellbereich der Lamellen in Eingriff
gehalten sind, derart geführt ist, daß beim Verstellen der Lamellen der flächige
Lamellenverbund durch Verschwenken jeweils einer einzelnen Lamelle am einen
Verbundende Lamelle für Lamelle beim Öffnen des Daches aufgelöst bzw. beim
Schließen des Daches wiederhergestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die
einzelnen Lamellen (10a bis 10c bzw. 110a bis 110c) über die Schwenkbewegung der Lamellen steuernde
Kulissenanordnungen miteinander gekoppelt sind.
2. Fahrzeugdach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Lamelle (10a bis 10c bzw. 110a bis 110c)
an beiden Schmalseiten jeweils ein Trägerteil (18a bis 18c bzw. 118a bis 118c) zugeordnet ist, in dem
ein Kulissenschlitz (29 bzw. 129) ausgebildet ist, entlang dem ein Kulissenstift (44, 97,
144 bzw. 197) verstellbar geführt ist, der mit einer benachbarten Lamelle bzw. im Falle
des Kulissenschlitzes der letzten Lamelle mit einem Teil (Kulisse 91 bzw. 105) verbunden ist,
das an einer Verschiebebewegung gegenüber der festen Dachfläche gehindert
oder mit einem Antrieb kuppelbar ist.
3. Fahrzeugdach nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verstellen
der Lamellen (10a bis 10c bzw. 110a bis 110c) ein gemeinsamer Antrieb (Antriebskanal 71 bzw. Antriebs
einheit 73) vorgesehen ist, von dem die Lamellen beim Öffnen des Daches zum
Auflösen des flächigen Lamellenverbundes nacheinander abkuppelbar sind bzw.
mit dem die Lamellen beim Schließen des Daches zum Wiederherstellen des Lamellenverbundes
nacheinander kuppelbar sind.
4. Fahrzeugdach nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß benachbarte
Lamellen (10a bis 10c bzw. 110a bis 110c) für eine gemeinsame Bewegung in Schließrichtung durch
Anlage des Kulissenstifts (44 bzw. 144) am einen Ende des Kulissenschlitzes (29 bzw. 129)
kuppelbar sind.
5. Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß benachbarte Lamellen (10a bis 10c bzw. 110a bis 110c) für eine gemeinsame Bewegung in Öff
nungsrichtung durch eine in Abhängigkeit von einer Schwenkbewegung der jeweils
einen der beiden Lamellen ein- und ausrückbare Kupplung (Mitnehmer 32 bzw. 132 und
Anlagestück 34 bzw. 134) miteinander kuppelbar sind.
6. Fahrzeugdach nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die ein- und ausrückbare
Lamellenkupplung von einem Mitnehmer (32 bzw. 132) an dem Trägerteil
(18a bis 18c bzw. 118a bis 118c) der einen der beiden Lamellen und einem Anlagestück (34 bzw. 134) an dem
Trägerteil der anderen der beiden Lamellen gebildet ist, wobei Mitnehmer und
Anlagestück in Eingriff miteinander stehen, wenn die Lamellen Teil des flächigen
Lamellenverbundes sind, sowie außer Eingriff miteinander kommen, wenn die eine
der beiden Lamellen sich ihrer voll ausgestellten Lage mindestens genähert hat.
7. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lamellen (10a bis 10c bzw. 110a bis 110c) mit den zugehörigen Trägerteilen (18a bis 18c bzw. 118a bis 118c) gelenkig verbunden
sind und daß von den beiden Führungsstellen (Führungsbolzen 35; Lagerbolzen 54 bzw. 154b bis 154c)
an beiden Schmalseiten jeder Lamelle jeweils eine (Führungsbolzen 35)
mit dem Trägerteil (18a bis 18c bzw. 118a bis 118c) und die andere (Lagerbolzen 54 bzw. 154b bis 154c) mit der Lamelle selbst in
fester Verbindung steht.
8. Fahrzeugdach nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerteile (18a bis 18c bzw. 118a bis 118c)
in der Verschieberichtung an einer Lamellenbreitseite über die zugehörige
Lamelle (10a bis 10c bzw. 110a bis 110c) überstehen und die Gelenkverbindung (Gelenkbolzen 25 bzw. 125)
zwischen den Trägerteilen und der zugehörigen Lamelle nahe der anderen Lamellenbreitseite
liegt.
9. Fahrzeugdach nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Führungsstellen (Führungsbolzen 35; Lagerbolzen 54 bzw. 154b bis 154c) an der von der Gelenkverbindung
(Gelenkbolzen 25 bzw. 125) abliegenden Seite der Trägerteile (18a bis 18c bzw. 118a bis 118c)
bzw. der Lamelle (10a bis 10c bzw. 110a bis 110c) angeordnet sind.
10. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
jeder Lamelle (10a bis 10c bzw. 110a bis 110c) beidseits zugeordneten Trägerteile (18a bis 18c bzw. 118a bis 118c) untereinander mittels
einer Wasserrinne (22) verbunden sind, welche einen zwischen benachbarten Lamellen
gebildeten Randspalt an der von der Gelenkverbindung (Gelenkbolzen 25)
entfernt liegenden Breitseite der betreffenden Lamelle untergreift.
11. Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Lamelle (10a bis 10c bzw. 110a bis 110c) mindestens eine lösbare Kupplungsanordnung
(Riegelstein 41) zum Verriegeln der Lamelle in der voll ausgestellten Lage zugeordnet
ist, wobei die Kupplungsanordnung der letzten Lamelle mit einem dachfesten
Teil (Gegenhalter 101) zusammenwirkt und die Kupplungsanordnungen der
anderen Lamellen mit der jeweils nächsten Lamelle zusammenwirken.
12. Fahrzeugdach nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die lösbaren
Kupplungsanordnungen jeweils einen in dem Trägerteil (18a bis 18c bzw. 118a bis 118c) quer zur Lamellen
verschieberichtung verstellbar gelagerten Riegelstein (41) aufweisen, der mittels
eines auf dem Trägerteil gelagerten Schiebers (20) unter dem Einfluß der Öffnungsbewegung
der jeweils vorhergehenden Lamelle (10a bis 10c bzw. 110a bis 110c) mit dem dachfesten Teil
(Gegenhalter 101) bzw. dem Trägerteil der jeweils nächsten Lamelle in Eingriff
gebracht wird, wenn die betreffende Lamelle ihre voll ausgestellte Lage erreicht.
13. Fahrzeugdach nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelung
der Lamellen (10a bis 10c bzw. 110a bis 110c) dadurch lösbar ist, daß der auf dem Trägerteil (18a bis 18c bzw. 118a bis 118c) der betreffenden
Lamelle gelagerte Schieber (20) unter dem Einfluß der Schließbewegung
der jeweils vorhergehenden Lamelle den Riegelstein (41) außer Eingriff mit dem
dachfesten Teil (Gegenhalter 101) bzw. dem Trägerteil der jeweils nächsten Lamelle
kommen läßt.
14. Fahrzeugdach nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Trägerteil
(18a bis 18c bzw. 118a bis 118c) in fester Verbindung stehende Führungsstelle (Führungsbolzen 35) und
der Kulissenstift (44) gegeneinander in Verschieberichtung und/oder Höhe versetzt
angeordnet sind.
15. Fahrzeugdach nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Trägerteil
(118a bis 118c) in fester Verbindung stehende Führungsstelle und der Kulissenstift (144)
gleichachsig angeordnet sind.
16. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 6 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das
Trägerteil (118a bis 118c) in seinem an den Mitnehmer (132) anschließenden Bereich eine
Anschlagfläche aufweist, gegen die sich das Anlagestück (134) von unten
anlegt, nachdem das Anlagestück durch Ausstellen der einen Lamelle außer
Eingriff mit dem Mitnehmer gekommen ist.
17. Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
eine der in Öffnungsrichtung ersten Lamelle zugeordnete Schwenkvorrichtung
(Anhebekulisse 91 bzw. 105) zum Verschwenken dieser Lamelle in eine ein Zurückschieben
der Lamelle ermöglichende Stellung.
18. Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Lamellenverbund durch Anschieben von vorne und/oder von hinten
aus der Schließstellung in die Offenstellung verstellbar ist.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE19934329580 DE4329580C1 (de) | 1993-09-02 | 1993-09-02 | Fahrzeugdach mit einer Folge von Lamellen |
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| DE19934329580 DE4329580C1 (de) | 1993-09-02 | 1993-09-02 | Fahrzeugdach mit einer Folge von Lamellen |
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Family Applications (1)
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| R071 | Expiry of right |