[go: up one dir, main page]

DE4325261A1 - Selektiver Gassensor - Google Patents

Selektiver Gassensor

Info

Publication number
DE4325261A1
DE4325261A1 DE19934325261 DE4325261A DE4325261A1 DE 4325261 A1 DE4325261 A1 DE 4325261A1 DE 19934325261 DE19934325261 DE 19934325261 DE 4325261 A DE4325261 A DE 4325261A DE 4325261 A1 DE4325261 A1 DE 4325261A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gas
gas sensor
insulator
adsorbing layer
heating element
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19934325261
Other languages
English (en)
Other versions
DE4325261C2 (de
Inventor
Joachim Tannert
Dirk Dr Heinze
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
TANNERT JOACHIM DIPL ING
Original Assignee
TANNERT JOACHIM DIPL ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by TANNERT JOACHIM DIPL ING filed Critical TANNERT JOACHIM DIPL ING
Priority to DE19934325261 priority Critical patent/DE4325261C2/de
Publication of DE4325261A1 publication Critical patent/DE4325261A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE4325261C2 publication Critical patent/DE4325261C2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N27/00Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means
    • G01N27/26Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating electrochemical variables; by using electrolysis or electrophoresis
    • G01N27/403Cells and electrode assemblies
    • G01N27/414Ion-sensitive or chemical field-effect transistors, i.e. ISFETS or CHEMFETS
    • G01N27/4141Ion-sensitive or chemical field-effect transistors, i.e. ISFETS or CHEMFETS specially adapted for gases

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Materials By The Use Of Fluid Adsorption Or Reactions (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft einen selektiven Sensor zur Detektion von Gasen und Dämpfen, bestehend aus gasadsorbierender Schicht, Isolator, Elektroden und Heizelement.
Es besteht der Wunsch nach einer möglichst hohen Selektivität und/oder geringer Quer­ empfindlichkeit von Sensoren zur Messung von Stoffkonzentrationen.
Es ist bekannt, daß die Selektivität von gassensitiven Schichten, für die häufig Metalloxide wie Zinnoxid und Zinkoxid zum Einsatz kommen, durch Deckschichten aus katalytisch wirkenden Edelmetallen oder aus Zeolithen mit Filterwirkung verbessert werden kann.
Aus der DE-PS 39 36 758 ist der Einsatz eines Zeoliths selbst als gassensitive Schicht über einer kapazitiven Struktur bekannt. Hierbei führt die Diffusion von Gasmolekülen durch die Zeolithschicht zu einer Kapazitätsänderung zwischen den beiden Elektroden. Zur Unter­ scheidung von Gasen ist die Auswahl verschiedener Zeolithe notwendig. Zur Gasanalyse sind deshalb Anordnungen mit mehreren Sensoren unumgänglich.
Insbesondere ist aus der GB-PS 87 08 201 die Ausnutzung der Frequenzabhängigkeit des Leitwertes einer Schicht eines organischen Halbleiters für die Gasdetektion bekannt. Da die Leitwertkurve des Halbleiters auch in Referenzgasatmosphäre, für die trockener Stick­ stoff oder trockene Luft verwendet wird, stark nichtlinear frequenzabhängig ist, muß die Differenz zum Leitwertverlauf in anderen Gasen für die Auswertung herangezogen wer­ den. Die Steilheit der Frequenzabhängigkeit der gezeigten Leitwertkurven ist für eine Un­ terscheidung von Gasen in Gasgemischen nicht ausreichend.
Allgemein bekannt ist auch, daß elektrisch geladene Teilchen durch ein elektromagnetisches Wechselfeld in Schwingungen versetzt werden und dabei Energie absorbieren. Die Energie­ absorption erreicht bei für die jeweiligen Teilchen typischen schmalen Resonanzbereichen ein oder mehrere relative Maxima. Der Betrag der absorbierten Energie ist direkt abhängig von der Anzahl der schwingenden Teilchen. Die Absorptionsfrequenzen sind von der Masse der Teilchen abhängig.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Sensor anzugeben, der es ermöglicht, se­ lektiv mehrere einzelne in einem Gasgemisch enthaltene Gaskomponenten zu detektieren bzw. die Anwesenheit eines nicht bekannten Gases innerhalb eines Gasgemisches zu erken­ nen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Spezielle Merkmale, die Art des Sensors betreffend, gehen aus den Unteransprüchen 2 bis 8 hervor.
Bei der Erfindung handelt es sich um eine kapazitiv wirkende Anordnung aus als erste Elek­ trode benutztem Heizelement, Isolator, gasadsorbierender Schicht und mit letzterer verbun­ dener zweiter Elektrode mit spezieller Form, genannt Formelektrode. Die Formelektrode bedeckt den äußeren Randbereich auf dem Isolator oder auf der gasadsorbierenden Schicht. Es wurde gefunden, daß ein solcher Sensoraufbau es ermöglicht, die in die gasadsorbierende Schicht diffundierten Gasmoleküle einem hochfrequenten Wechselfeld auszusetzen, wobei gleichzeitig der Isolator mögliche negative Einflüsse durch die gasadsorbierende Schicht wegen deren Leitfähigkeitsänderungen unterbindet. Handelt es sich bei den in die gasadsorbierende Schicht diffundierten Gasmolekülen um solche mit Dipolcharakter, so werden sie im hochfre­ quenten Wechselfeld zu Schwingungen angeregt. Gasmoleküle, die nur aus einem chemischen Element aufgebaut sind, wie z. B. Sauerstoff und Stickstoff, besitzen mit Ausnahme von Ozon keinen Dipolcharakter. Sie werden nicht beeinflußt. In Abhängigkeit von der Art der Gasmole­ küle gibt es oberhalb einiger hundert Megahertz einen oder mehrere schmale Frequenzbereiche mit verstärkter Energieabsorption. Die Resonanzen sind in Betrag und Frequenz abhängig von der Sensortemperatur. Zur Messung der Sensortemperatur wird vorteilhaft das Heizelement genutzt, wenn es einen definierten Temperaturkoeffizienten des elektrischen Widerstands be­ sitzt.
Für die Erfassung möglichst geringer Gaskonzentrationen sind für den Isolator und die gasad­ sorbierende Schicht Materialien mit sehr kleinen dielektrischen Verlustfaktoren erforderlich. Für den Isolator wird insbesondere bei nicht zu hohen Betriebstemperaturen vorzugsweise Glas verwendet. Da die gasadsorbierende Schicht zusätzlich der Forderung nach möglichst gleich guter Adsorption verschiedener Moleküldurchmesser genügen muß, besteht sie z. B. aus Oxidkeramik. Wegen möglicher niedriger Betriebstemperatur und dadurch erhöhter Langzeit­ stabilität sowie geringerer erforderlicher Heizleistung sind hierfür Mischoxidkeramiken beson­ ders vorteilhaft einsetzbar.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt den erfindungsgemäßen Sensor im Schnitt.
Das Substrat (1) besteht aus Aluminiumoxid mit den Abmessungen 3 mm * 3 mm * 0,5 mm. Das Heizelement (2) aus Platin ist mäanderförmig ausgeführt. Es besitzt einen Kaltwiderstand von 10 Ohm. Der Isolator (3) hat eine Schichtdicke von 10 µm. Er besteht aus Glas und ist mittels Dickschichttechnologie aufgebracht. Die Formelektrode (4) aus Platin befindet sich auf dem Rand der Oberseite des Isolators (3). Die gasadsorbierende Schicht (5) aus Mischoxid­ keramik über Isolator (3) und Formelektrode (4) besitzt ebenfalls eine Schichtdicke von 10 µm.
Gemäß der in Fig. 2 dargestellten Schaltungsanordnung gelangt die mit dem HF-Generator (6) erzeugte Wechselspannung im Frequenzbereich oberhalb von 200 MHz über die Koppel­ kapazität (7) an die Formelektrode (4) des Sensors (8). Einer der beiden Anschlüsse des Heiz­ elements (2) dient als Bezugselektrode sowohl für die HF-Spannung als auch für die Heizspan­ nung, die an den zweiten Anschluß des Heizelements (2) angelegt und für die wegen der Mehr­ fachnutzung des Heizelements (2) vorzugsweise Gleichspannung verwendet wird. An der Formelektrode (4) des Sensors (8) ist mit einem HF-Voltmeter (9) unter den Bedingungen konstanter Amplitude des HF-Generators (6) und konstant gehaltener Sensortemperatur in Referenzgasatmosphäre, z. B. synthetischer Luft, ein über den gesamten abstimmbaren Fre­ quenzbereich konstanter Teil der Ausgangsspannung des HF-Generators (6) meßbar. Unter dem Einfluß anderer Gase oder Dämpfe verringert sich wegen des kapazitiven Verhaltens des Sensors (8) die mit dem HF-Voltmeter (9) meßbare Amplitude sowohl um einen über den ge­ samten Frequenzbereich konstanten Anteil, der gegebenenfalls durch Erhöhung der Ausgangs­ spannung des HF-Generators (6) kompensiert werden kann, als auch schmalbandig und in An­ zahl, Betrag und Frequenz abhängig vom jeweils vorliegenden Gas. Die Frequenzbereiche mit starker Energieabsorption sind so schmal, daß bei vorheriger Kenntnis der einzelnen Frequenz­ gänge die Unterscheidung mehrerer Komponenten eines Gasgemischs möglich ist. Von beson­ derer Bedeutung ist die Tatsache, daß Wasserdampf keinen Einfluß auf den für mehrere Gase bzw. Dämpfe untersuchten Frequenzgang hat.
Bezugszeichenliste
1 Substrat
2 Heizelement
4 Formelektrode
5 gasadsorbierende Schicht
6 HF-Generator
7 Koppelkapazität
8 Sensor
9 HF-Voltmeter

Claims (8)

1. Selektiver Gassensor, bestehend aus gasadsorbierender Schicht, Isolator, Elektroden und Heizelement dadurch gekennzeichnet, daß das Heizelement (2) eine Elektrode eines Kondensators ist und das Dielektrikum aus einem Isolator (3) und einer gasadsorbierenden Schicht (5) besteht, die mit einer Formelektrode (4) verbunden ist.
2. Selektiver Gassensor nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Formelektrode (4) rahmenförmig ist.
3. Selektiver Gassensor nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Formelektrode (4) zwischen Isolator (3) und gasadsorbierender Schicht (5) angeordnet ist.
4. Selektiver Gassensor nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Formelektrode (4) auf der gasadsorbierenden Schicht (5) angeordnet ist.
5. Selektiver Gassensor nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolator (3) eine Glasschicht ist.
6. Selektiver Gassensor nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Heizelement (2) gleichzeitig Temperatursensor ist.
7. Selektiver Gassensor nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gasadsorbierende Schicht (5) eine Oxidkeramik ist.
8. Selektiver Gassensor nach Patentanspruch 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die gasadsorbierende Schicht (5) eine Mischoxidkeramik ist.
DE19934325261 1993-07-28 1993-07-28 Selektiver Gassensor Expired - Fee Related DE4325261C2 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19934325261 DE4325261C2 (de) 1993-07-28 1993-07-28 Selektiver Gassensor

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19934325261 DE4325261C2 (de) 1993-07-28 1993-07-28 Selektiver Gassensor

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE4325261A1 true DE4325261A1 (de) 1995-02-02
DE4325261C2 DE4325261C2 (de) 1999-02-11

Family

ID=6493875

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19934325261 Expired - Fee Related DE4325261C2 (de) 1993-07-28 1993-07-28 Selektiver Gassensor

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE4325261C2 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102004053460A1 (de) * 2004-11-05 2006-05-11 Emitec Gesellschaft Für Emissionstechnologie Mbh Schutzelement für einen Messfühler, sowie entsprechender Messfühler und Wabenkörper

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0286307A2 (de) * 1987-04-06 1988-10-12 Cogent Limited Gasfühler
EP0426989A1 (de) * 1989-11-04 1991-05-15 Dornier Gmbh Selektiver Gassensor

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0286307A2 (de) * 1987-04-06 1988-10-12 Cogent Limited Gasfühler
EP0426989A1 (de) * 1989-11-04 1991-05-15 Dornier Gmbh Selektiver Gassensor

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102004053460A1 (de) * 2004-11-05 2006-05-11 Emitec Gesellschaft Für Emissionstechnologie Mbh Schutzelement für einen Messfühler, sowie entsprechender Messfühler und Wabenkörper
US7537383B2 (en) 2004-11-05 2009-05-26 Emitec Gesellschaft Fuer Emissionstechnologie Mbh Protective element for a measuring probe and corresponding measuring probe, honeycomb body and motor vehicle

Also Published As

Publication number Publication date
DE4325261C2 (de) 1999-02-11

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP1623217B1 (de) Sensor zur detektion von teilchen
DE3885784T2 (de) Gasfühler.
EP0781409B1 (de) Chemischer sensor
DE3106385C2 (de)
DE10011562C2 (de) Gassensor
EP0405435B1 (de) Diffusionsbarriere mit Temperaturfühler für einen elektrochemischen Gassensor
EP2010897A1 (de) Mikrosensor
CH465275A (de) Verfahren und vorrichtung zur qualitativen oder quantitativen Bestimmung einer Mischungskomponente eines Gasgemisches
EP1792170A1 (de) Sensorelement für partikelsensoren und verfahren zum betrieb desselben
DE102005030134A1 (de) Sensor und Betriebsverfahren zur Detektion von Ruß
DE102010001624A1 (de) Verfahren zur Detektion von zwei oder mehr Gasspezies
DE19644290C2 (de) Sensorelement zur gleichzeitigen Messung von zwei verschiedenen Eigenschaften einer chemisch sensitiven Substanz in einem Fluid
DE19910444C2 (de) Temperaturfühler
DE4325261C2 (de) Selektiver Gassensor
DE4244224A1 (de) Gassensor nach dem Wärmeleitfähigkeitsprinzip
DE2442593B2 (de) Fühler zur Feststellung und/oder Messung von Alkohol und ein Herstellverfahren dazu
DE4422653A1 (de) Kapazitiver Sensor zum Messen des Luft/-Kraftstoffverhältnisses
EP1782048A1 (de) Gassensor und verfahren herstellung einens gassensors
EP0649018A2 (de) Vorrichtung zum kontinuierlichen Überwachen der Konzentrationen von gasförmigen Bestandteilen in Gasgemischen
DE19924083A1 (de) Leitfähigkeitssensor zur Detektion von Ozon
DE10019010B4 (de) Verwendung eines chemisch sensitiven Halbleitermaterials zum Nachweis von gas- und/oder dampfförmigen Analyten in Gasen
DE10164911B4 (de) Sensorvorrichtung zur Messung einer Komponente eines Gasgemisches
DE19756894A1 (de) Gassensor und Verfahren zur Messung von Sauerstoff in Gasgemischen
DE102006034075B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zur selektiven Erfassung von leitfähigen Teilchen in Gasströmen
EP1041383A2 (de) Poröse Elektrodenstruktur für einen Gassensor und Sensoranordnung

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee