DE4323839A1 - Vorrichtung zum Verbinden einer Sprengladung mit einer Stromquelle - Google Patents
Vorrichtung zum Verbinden einer Sprengladung mit einer StromquelleInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verbinden einer durch
elektrischen Strom auslösbaren Sprengladung mit einer Stromquelle, bei
welcher an die Sprengladung eine zweiadrige elektrische Leitung an
geschlossen ist, an deren der Sprengladung abgewandtem Ende ein Stecker mit
zwei parallel zueinander verlaufenden Steckerstiften angebracht ist, auf den
in der Schließstellung der Vorrichtung ein Gegenstecker aufgesteckt ist,
während die Steckerstifte in der Offenstellung der Vorrichtung frei vom
Gegenstecker sind.
Eine derartige Vorrichtung wird beispielsweise zum Auslösen der Sprengladung
für den sogenannten "Airbag" von Kraftfahrzeugen verwendet, die im Bedarfs
fall zum schlagartigen Aufblasen des im Lenkrad eines Kraftfahrzeuges unter
gebrachten Prallsacks führt. Für Reparaturzwecke und Wartungsarbeiten kann
es erforderlich sein, die Verbindung zwischen Sprengladung und Stromquelle
aufzutrennen. Dazu wird der Gegenstecker von dem Stecker abgezogen, der an
der Leitung der Sprengladung angebracht ist. Durch das dann offene Leitungs
ende besteht die Gefahr, daß die Sprengladung durch Fremdladungen
versehentlich und unkontrolliert ausgelöst wird. Das darf nicht geschehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs geschilderte
Vorrichtung so zu gestalten, daß die Sprengladung vor einer Beeinflussung
durch Fremdladungen geschützt ist.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch ausgelöst,
- - daß im Bereich zwischen den beiden Steckerstiften ein aus federndem Metall bestehendes Kurzschlußelement angebracht ist, das in Richtung der Achse der Steckerstifte zwischen einer definierten Ruhestellung und einer Arbeitsstellung bewegbar im Stecker angeordnet ist,
- - daß das Kurzschlußelement in seiner durch eigene Formgebung und Federkraft vorgegebenen, der Offenstellung der Vorrichtung entsprechenden Ruhe stellung unter Anlage an beiden Steckerstiften in den für den Gegenstecker in der Schließstellung der Vorrichtung vorgesehenen Raum um eine im Verhältnis zur Länge der Steckerstifte kürzere Strecke hineinragt und
- - daß das Kurzschlußelement in seiner Arbeitsstellung unter Anlage an der Stirnfläche des in der Schließstellung der Vorrichtung befindlichen Gegen steckers ohne Berührung der Steckerstifte im Stecker angeordnet ist.
Bei dieser Vorrichtung ist der Stromkreis der Sprengladung automatisch kurz
geschlossen, wenn auf den Stecker kein Gegenstecker aufgesteckt ist. Die
Sprengladung kann dann nicht mehr durch Fremdladungen ausgelöst werden.
Erreicht wird das durch das im Stecker angeordnete Kurzschlußelement, das
durch seine Formgebung und seine Federkraft die beiden Steckerstifte dann
kurzschließt, wenn der Gegenstecker gar nicht oder zumindest nicht voll
ständig auf den Stecker aufgesteckt ist. Das Kurzschlußelement wird durch
den Gegenstecker erst dann aus seiner Ruhestellung bewegt, wenn dessen
Kontakte bereits in Berührung mit den Steckerstiften sind. In der Arbeits
stellung ist das Kurzschlußelement so weit in den Stecker zurückgedrängt,
daß es die Steckerstifte nicht mehr berührt. Wenn der Gegenstecker vom
Stecker abgezogen wird, folgt das Kurzschlußelement wegen seiner Formgebung
und Federkraft der Bewegung des Gegensteckers. Es schließt dann in seiner
Ruhestellung die beiden Steckerstifte kurz, bevor der Gegenstecker voll
ständig von denselben abgezogen ist. Es ist auf diese Weise sichergestellt,
daß der Stromkreis der Sprengladung zu keiner Zeit offen ist. Er ist
entweder kurzgeschlossen oder durch den Gegenstecker belegt. Das Kurzschluß
element legt außerdem zwischen Ruhestellung und Arbeitsstellung einen nur
kurzen Weg zurück, so daß eine schnelle Wirksamkeit desselben garantiert
ist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen
hervor.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in den Zeichnungen
dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Anordnung mit einer Sprengladung und einer Vorrichtung nach der
Erfindung in schematischer Darstellung;
Fig. 2 einen Schnitt durch einen bei der Vorrichtung verwendbaren Stecker in
vergrößerter Darstellung;
Fig. 3 und 4 einen Stecker mit Gegenstecker in zwei unterschiedlichen
Postitionen ebenfalls in vergrößerter Darstellung.
Mit 1 ist eine durch elektrischen Strom auslösbare Sprengladung bezeichnet,
die über eine zweiadrige elektrische Leitung 2 mit einer Stromquelle 3 ver
bunden ist. In der Leitung 2 ist eine aus Stecker 4 und Gegenstecker 5
bestehende Kupplung angebracht. Der Stecker 4 befindet sich auf der Seite
der Sprengladung 1, während der Gegenstecker 5 auf der Seite der Stromquelle
3 angeordnet ist.
Der Stecker 4 besteht gemäß Fig. 2 aus einem Isolierkörper 6, in dem zwei
Steckerstifte 7 und 8 angebracht sind. An die Steckerstifte 7 und 8 sind die
elektrischen Leiter der beiden Adern 9 und 10 der elektrischen Leitung 2
angeschlossen. Im Stecker 4 bzw. in dessen Isolierkörper 6 ist ein Kurz
schlußelement 11 angebracht. Es liegt im Bereich zwischen den beiden
Steckerstiften 7 und 8.
Das Kurzschlußelement 11 ist beispielsweise als etwa V-förmiger Bügel ausge
führt, so wie es in Fig. 2 dargestellt ist. Es hat an seinen freien Enden je
eine etwa halbkreisförmig gebogene, nach außen weisende Ausbiegung 12 bzw.
13. Das Kurzschlußelement 11 besteht aus federndem Metall, beispielsweise
aus Stahl. In der in Fig. 2 dargestellten Offenstellung des Steckers 4 bzw.
der Vorrichtung liegt das Kurzschlußelement 11 in seiner Ruhestellung, die
es aufgrund seiner Formgebung und seiner Federkraft einnimmt. Es ragt dabei
um ein im Verhältnis zur Länge der Steckerstifte 7 und 8 kürzeres Stück in
den für den Gegenstecker 5 vorgesehenen Raum hinein und liegt mit seinen Aus
biegungen 12 und 13 an den Steckerstiften 7 und 8 an. Die Steckerstifte 7
und 8 sind dadurch ebenso wie der Stromkreis der Sprengladung kurzge
schlossen. Zur Verbesserung des Kontaktes zwischen Kurzschlußelement 11 und
Steckerstiften 7 und 8 können die Flächen des Kurzschlußelements 11
vergoldet sein, die an den Steckerstiften 7 und 8 anliegen.
Das Kurzschlußelement 11 ist entsprechend der Darstellung in den Fig. 2 bis
4 in einer Ausnehmung 14 des Steckers 4 bzw. des Isolierkörpers 6 an
gebracht. Die Ausnehmung 14 hat eine Öffnung, die zwischen den Stecker
stiften 7 und 8 liegt. Im Bereich der Öffnung ist die Ausnehmung 14 durch
zwei Schrägen 15 und 16 konisch erweitert, die als Anlageflächen für die Aus
biegungen 12 und 13 des Kurzschlußelements 11 dienen. In der Ausnehmung 14
ist ein Anschlag 17 zur Begrenzung der Bewegung des Kurzschlußelements 11
nach außen angebracht. Es ist dadurch unverlierbar im Stecker 4 gehalten.
Der Kurzschluß der Steckerstifte 7 und 8 bleibt solange bestehen, bis das
Kurzschlußelement 11 durch den Gegenstecker 5 aus seiner Ruhestellung bewegt
wird. Der Gegenstecker 5 wird zur Herstellung der leitenden Verbindung
zwischen Sprengladung 1 und Stromquelle 3 auf die Steckerstifte 7 und 8
aufgesteckt. Dabei haben seine Kontakte - beispielsweise Buchsen - bereits
Berührung mit den Steckerstiften 7 und 8 bevor die Stirnfläche 18 des Gegen
steckers 5 das Kurzschlußelement 11 berührt. Diese Position ist in Fig. 3
dargestellt. Die leitende Verbindung zwischen Stecker 4 und Gegenstecker 5
ist damit also bereits hergestellt, bevor das Kurzschlußelement 11 bewegt
wird.
Wenn der Gegenstecker 5 dann in seine aus Fig. 4 ersichtliche, der Schließ
stellung der Vorrichtung entsprechende Endposition gebracht wird, wird das
Kurzschlußelement 11 in seine Arbeitsstellung verschoben, in der es keinen
Kontakt mehr mit den Steckerstiften 7 und 8 hat. Seine Ausbiegungen 12 und
13 gleiten dabei auf den Schrägen 15 und 16 der Ausnehmung 14 entlang, so
daß das Kurzschlußelement 11 entgegen seiner Federkraft zusammengedrückt
wird. Es rutscht automatisch in seine aus Fig. 2 ersichtliche Ruhestellung
zurück, sobald der Gegenstecker 5 aus dem Stecker 4 herausgezogen und damit
von den Steckerstiften 7 und 8 abgezogen wird. Dabei legt das Kurzschluß
element 11 einen sehr kurzen Weg zurück. Es liegt bereits wieder an den
Steckerstiften 7 und 8 an, bevor der Gegenstecker von denselben abgezogen
wird.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Verbinden einer durch elektrischen Strom auslösbaren
Sprengladung mit einer Stromquelle, bei welcher an die Sprengladung eine
zweiadrige elektrische Leitung angeschlossen ist, an deren der Spreng
ladung abgewandtem Ende ein Stecker mit zwei parallel zueinander ver
laufenden Steckerstiften angebracht ist, auf den in der Schließstellung
der Vorrichtung ein Gegenstecker aufgesteckt ist, während die Stecker
stifte in der Offenstellung der Vorrichtung frei vom Gegenstecker sind,
dadurch gekennzeichnet.
- - daß im Bereich zwischen den beiden Steckerstiften (7, 8) ein aus federndem Metall bestehendes Kurzschlußelement (11) angebracht ist, das in Richtung der Achse der Steckerstifte (7, 8) zwischen einer definierten Ruhestellung und einer Arbeitsstellung bewegbar im Stecker (4) angeordnet ist,
- - daß das Kurzschlußelement (11) in seiner durch eigene Formgebung und Federkraft vorgegebenen, der Offenstellung der Vorrichtung entsprechenden Ruhestellung unter Anlage an beiden Steckerstiften (7, 8) in den für den Gegenstecker (5) in der Schließstellung der Vorrichtung vorgesehenen Raum um eine im Verhältnis zur Länge der Steckerstifte (7, 8) kürzere Strecke hineinragt und
- - daß das Kurzschlußelement (11) in seiner Arbeitsstellung unter Anlage an der Stirnfläche (18) des in der Schließstellung der Vorrichtung be findlichen Gegensteckers (5) ohne Berührung der Steckerstifte (7, 8) im Stecker (4) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kurzschluß
element (11) als etwa V-förmiger Bügel ausgebildet ist, der an seinen
beiden freien Enden jeweils eine nach außen weisende, etwa halbkreis
förmig gebogene Ausbiegung (12, 13) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im
Stecker (4) eine mit einer Öffnung versehene Ausnehmung (14) zur Aufnahme
des Kurzschlußelements (11) angebracht ist, deren Öffnung zwischen den
Steckerstiften (7, 8) liegt und die im Bereich ihrer Öffnung durch als
Anlageflächen für die Ausbiegungen (12, 13) des Kurzschlußelements (11)
dienende Schrägen (15, 16) konisch erweitert ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
in der Ausnehmung (14) ein Anschlag (17) zur Begrenzung der Bewegung des
Kurzschlußelements (11) angebracht ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
zumindest die Flächen des Kurzschlußelements (11) vergoldet sind, die in
dessen Ruhestellung an den Steckerstiften (7, 8) anliegen.
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| 8141 | Disposal/no request for examination |