DE4322560A1 - Radialkolbenpumpe - Google Patents
RadialkolbenpumpeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Radialkolbenpumpe nach dem Oberbe
griff des Anspruchs 1.
Diese Radialkolbenpumpe ist aus der GB 1,062,063 A bekannt.
Gegenstand dieser Anmeldung ist es, die Radialkolbenpumpe so
auszugestalten, daß bei relativ einfacher konstruktiver Bauweise
hohe Toleranzen bei der Herstellung der Bauteile zulässig sind,
um Herstellungskosten einzusparen.
Fertigungsbedingte Ungenauigkeiten bewirken Lauffehler und/oder
Führungsfehler der Pumpe, die ausgeglichen werden müssen. Diese
werden dadurch verhindert, daß ein Dichtring an dem vom Tragkör
per abgewandten Ende des Kolbens angebracht ist, dessen Außen
durchmesser im wesentlichen dem Innendurchmesser des zugehörigen
Zylinders entspricht.
Auf diese Weise wird erreicht, daß jeder Kolben in seinem Zylin
der eine Kippbewegung vollziehen kann, wodurch fertigungsbedingte
Maßabweichungen ohne Verlust an Pumpenwirkungsgrad ausgeglichen
werden. Bei der bekannten Pumpe wird die Dichtung zwischen Kolben
und Zylinder einerseits durch den an seiner äußeren Mantelfläche
sphärisch ausgebildeten Dichtring und andererseits durch den an
seiner Außenfläche ebenfalls sphärisch ausgebildeten Kolben
bewerkstelligt. Solche Dichtflächen sind jedoch teuer in der
Herstellung und unterliegen einem hohen Verschleiß.
Es ist deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Radial
kolbenpumpe der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, welche
bei möglichst geringen Herstellungskosten, d. h. hohen Fertigungs
toleranzen einen sehr guten Wirkungsgrad erzielt und deren Dicht
flächen einem wesentlich geringeren Verschleiß unterliegen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruchs 1.
Bei der Radialkolbenpumpe nach der Erfindung kann der Kolben
gemeinsam mit dem(n) Dichtring(en) innerhalb seines Zylinders
eine geringe Kippbewegung vollziehen, so daß Fertigungstoleranzen
ausgeglichen werden können. Der Kolben übernimmt, wie bei der
bekannten Pumpe die Halterung der Dichtringe. Die Dichtwirkung
ist dabei weitgehend unabhängig von der Fertigungsgenauigkeit des
Kolbens, da der Kolben bezüglich des Dichtringes in Hubrichtung
unbeweglich ist. Dies trägt dazu bei, daß Kolben mit geringem
Gewicht hergestellt werden können, um hohe Kolbengeschwindig
keiten mit den damit verbundenen Beschleunigungen und Verzögerun
gen zu ermöglichen.
Dabei ist die Dichtwirkung bei allen Betriebszuständen gewähr
leistet, also auch dann, wenn die Kolben bezüglich der Zylin
derlängsachse geneigt sind. Dies wird dadurch erreicht, daß die
Kolben an ihrem vom Tragkörper abgewandten Kolbenende mit den
Dichtringen versehen sind. Dabei werden die Dichtringe etwa im
äußeren Drittel des jeweiligen Kolbenendes angeordnet.
Die Dichtringe liegen in umfangsmäßig verlaufenden Nuten der
Kolben, wobei die Kolben einstückig oder aus mehreren Einzel
teilen bestehen können. Hierauf wird noch eingegangen.
Infolge der Kippmöglichkeit der Kolben kommt es beim Betrieb der
Radialkolbenpumpe nicht so besonders auf die genaue Führung der
Kolben auf dem Tragkörper an, da sich die Kolben unabhängig von
einander bewegen können und bei ungünstigen Betriebsverhältnissen
zuverlässig abgedichtet sind.
Aus der Erfindung ergibt sich der Vorteil einer kostengünstig
herzustellenden ebenen Flächenpaarung zwischen den Kolben und den
zugeordneten Tragkörperflächen. Derartige Flächenpaarungen besor
gen gerade eine exakte Führung zwischen dem Kolben und dem Trag
körper und unterliegen geringerem Verschleiß als ballig oder
sphärisch ausgebildete Flächen.
Ein weiterer Vorteil, der sich aus der Erfindung ergibt, liegt
darin, daß der Abstand zwischen dem Tragkörper und dem dichtenden
Bereich am äußeren Kolbenende relativ groß ist.
Insofern ist der Kolben im Bereich seiner Dichtringe bezüglich
der Zylinderwandung stets exakt geführt ist und eine Kippbewegung
kann stets nur um diesen geführten Bereich herum stattfinden.
Infolge dieser Tatsache wird eine Berührung zwischen der Kolben
wandung und der Zylinderwand bei allen Betriebszuständen
ausgeschlossen, denn der Kolben bildet gemäß der Erfindung zu
seiner zugehörigen Zylinderwandung außerhalb des Bereichs der
Dichtringe einen berührungsvermeidenden Ringspalt.
Die Spaltabmessungen können dabei ohne weiteres so groß gewählt
werden, daß bei allen Betriebszuständen eine Wandberührung ver
mieden wird.
Es kommt, wie die Erfindung nämlich erkannt hat, lediglich darauf
an, daß der Kolben im Bereich der Dichtringe dicht innerhalb der
Zylinderwandung sitzt. Da die Position der Dichtringe bezüglich
des Kolbens fest vorgegeben und unveränderbar ist, kommt eine
Relativbewegung nur zwischen den Zylinderwänden und den Kolben
ringen vor.
Hierin liegt ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung.
Wie die Erfindung nämlich erkannt hat, kann jeder einzelne Kolben
nunmehr aus einem einfach zu fertigenden Bauteil bestehen, dessen
Toleranzen durchaus so gewählt werden können, daß eine kostengün
stige Herstellung erfolgen kann.
Es ist nämlich von Vorteil, daß die Fertigungsgenauigkeit für die
Kolben vollkommen unmaßgeblich für die Dichtigkeit der Radialkol
benpumpe ist. Die Dichtfunktion wird dabei allein zwischen den
Dichtringen und den Zylinderwandungen erzielt, so daß es ledig
lich darauf ankommt, die Kolbenringe sicher in den Umfangsnuten
der Kolben zu führen.
Aus diesem Grunde bedarf die Außenfläche jedes einzelnen Kolbens
auch keiner Fein- oder Feinstbearbeitung, um die notwendige
Dichtwirkung zu erzielen.
Nach der Erfindung ist sichergestellt, daß bei allen Betriebs
zuständen eine Berührung zwischen Kolben und Zylinder ausge
schlossen ist. Insbesondere liegt bei diesen Merkmalen der Vor
teil darin, daß die Toleranzen der Kolbenfertigung groß gewählt
werden können, da die Ringspaltgröße zwischen Kolben und Zylinder
prinzipiell einen Minimalwert nicht unterschreiten darf.
Die Ringspaltabmessung ist daher in weiten Bereichen frei wähl
bar, wobei zu bemerken ist, daß in diesen Wert auch die Fer
tigungstoleranzen eingehen können.
Dazu bietet die Erfindung den Vorteil, daß der Kolben bei hoher
Fertigungstoleranz dennoch bezüglich des Tragkörpers genau ge
führt ist. Dazu tragen die ebenen Berührungsflächen am Topfboden
des Kolbens und am Tragkörper des Exzenterantriebs bei.
Die Fertigung kann folglich durch einfaches Planschleifen erfol
gen.
Im Gegensatz hierzu ist durch den Stand der Technik eine Radial
kolbenpumpe bekannt, bei der die Berührungsfläche des Tragkörpers
für den Topfboden auf eine bestimmte Art und Weise ballig ge
schliffen ist, um eventuell auftretende Fertigungstoleranzen und
Führungsfehler stets ausgleichen zu können.
Die Erfindung hat jedoch erkannt, daß eine ebene Führungsfläche
besonders leicht zu fertigen ist, und zwar ohne Verlust an Pum
penwirkungsgrad, wenn die Fertigungstoleranzen durch die Anord
nung der Dichtringe ausgeglichen werden.
Hierbei macht sich die Erfindung die Erkenntnis zunutze, daß der
Kolben unter der Einwirkung einer Federkraft steht, welche den
Kolben stets in fester Anlage gegenüber dem Tragkörper hält.
Durch die kippsichere Auflage des Kolbens auf dem Tragkörper
nimmt der Kolben bezüglich des Tragkörpers also stets eine ein
deutige Position ein, so daß die Dichtringe keine weiteren Füh
rungsaufgaben für den Kolben übernehmen müssen.
Schließlich hat die erfindungsgemäße Lösung den Vorteil, daß die
Dichtringe eine vergrößerte Auflagefläche am Kolben erhalten,
wodurch bei verbesserter Führung der Dichtringe die Verschleißge
fahr des Kolbens gesenkt wird.
Mit dem Merkmal der wulstförmigen Verdickung des Kolbens erreicht
man insbesondere auch, daß der berührungsvermeidende Ringspalt
zwischen Kolben und Zylinder relativ groß ausgestaltet werden
kann, ohne daß die Gefahr besteht, daß der Kolben die Zylinder
wandung berührt. Hierdurch werden insbesondere auch Reibungsver
luste vermieden, da die unvermeidliche Berührung zum Abdichten
auf den Bereich der Dichtringe beschränkt bleibt.
Die Merkmale des Anspruchs 2 sind eine Weiterbildung der Erfin
dung mit dem Vorteil, daß der Kolben eine möglichst einfache
geometrische Form besitzt. Hierdurch wird erreicht, daß der
Kolben als Umformteil, zum Beispiel durch Tiefziehen oder Drüc
ken, spanlos herstellbar ist.
Dabei wird die umfangsmäßige Ringnut zur Aufnahme der Dichtringe
zwischen der äußeren Stirnfläche des Außentopfes und dem nach
außen gerichteten Topfrand des eingesteckten Innentopfes gebil
det.
Die Dichtringe sind folglich zwischen der äußeren Stirnfläche und
dem Topfrand eingelegt und somit sicher geführt.
Die Merkmale des Anspruchs 3 betreffen eine Weiterbildung der
Erfindung mit dem Vorteil einer besonders guten Dichtwirkung, da
die Dichtringe mit einer gewissen radialen Vorspannung innerhalb
der Zylinderwände sitzen. Die Vorspannkraft sorgt für eine Flä
chenpressung, deren Höhe die Dichtwirkung unmittelbar beeinflußt.
Die Vorspannkraft ist dabei so groß zu wählen, daß die auf treten
de Reibung dennoch gering bleibt. Somit dient der Kolben ledig
lich noch als Führungsorgan für die Dichtringe und die Reibung
wird weitestgehend gering gehalten.
Die Merkmale des Anspruchs 4 betreffen eine Weiterbildung der
Erfindung, mit dem Vorteil, daß der Tragkörper verdrehgesichert
innerhalb des Innenraums des Pumpengehäuses sitzt. Hierzu wird
der Tragkörper auf seiner Bewegungsbahn, welche ihm durch die
Drehung des Exzenters aufgezwungen wird, stets von den Wänden des
Innenraumes so geführt, daß er eine Drehbewegung um seine Exzen
terbohrung nicht ausführen kann. Prinzipiell wird deshalb der
Tragkörper auf einer Kreisbahn, deren Durchmesser dem Exzenter
kreis entspricht, ausschließlich parallel zu sich selbst ver
schoben. Hierdurch wird erreicht, daß die Kippbewegung der Kolben
äußerst gering bleibt.
Diese Führungsflächen sind am Tragkörper in axialer oder Umfangs
richtung neben den Kolben angeordnet. Sie können einseitig oder
beidseitig der Kolbenebene angeordnet sein. Eine beidseitige
Anordnung hat den Vorteil, daß eine Verkantung des Tragkörpers
unter allen Umständen vermieden wird.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfin
dung, teilweise im Querschnitt (Radial
schnitt);
Fig. 2 eine Detailansicht eines erfindungsgemäßen
Pumpenkolbens bestehend aus zwei Umformkör
pern;
Fig. 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines er
findungsgemäßen Pumpenkolbens;
Fig. 4a einen Längsschnitt durch einen verdrehgesicherten
Tragkörper;
Fig. 4b einen Radialschnitt durch einen Pumpenkolben mit
Tragkörper;
Fig. 4c eine modifizierte Ausführung der Führungsfläche,
entsprechend Fig. 4a.
Sofern im folgenden nichts anderes gesagt ist, gilt die nun
folgende Beschreibung stets für alle Fig. 1 bis 4.
Die Fig. 1 bis 4 zeigen eine Radialkolbenpumpe 1 mit einem
zentrisch im Pumpengehäuse 2 liegenden Innenraum 3 und einem im
Innenraum 3 drehbaren Exzenter 4, der die in radial ausgerichte
ten Zylindern 5 beweglichen und radial zum Innenraum 3 unter
Federkraft (6) stehenden Kolben 7 über einen zwischengeschalteten
Tragkörper 8 radial nach außen drückt und bei der jeder Kolben 7
gegenüber seinem Zylinder 5 durch Dichtringe 9 abgedichtet ist.
Fig. 1 zeigt hierzu eine Aufsicht, wobei vier derartige Kolben-
Zylinder-Einheiten in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind.
Eine der Kolben-Zylinder-Einheiten ist auf gebrochen dargestellt,
während die drei weiteren Kolben-Zylinder-Einheiten gestrichelt
gezeigt sind.
Es ist ersichtlich, daß die vier Kolben-Zylinder-Einheiten
gleichmäßig über einen Vollkreis verteilt sind, so daß die Achs
richtungen der Zylinder jeweils um neunzig Grad zueinander ver
setzt sind.
Eine weitere derartige Ebene von Kolben-Zylinder-Einheiten wird
in einer anderen parallelen Ebene angeordnet. In dieser liegen
die Achsrichtungen der Zylinder um fünfundvierzig Grad zu der
gezeigten Ebene versetzt. Dies ist erkennbar an dem Tragkörper 8,
der die Außenkontur eines regelmäßigen Achtecks bildet.
Der Tragkörper 8 wird zentrisch durchsetzt von einem Exzenter 4,
der seinerseits bezüglich der Drehachse D drehbar angetrieben
ist.
Bei Drehung des Exzenters 4 um die Drehachse D wird der Trag
körper 8 derart mitgeführt, daß die Kolben 7 der Kolben-Zylinder-
Einheiten eine ein- und ausfahrende Bewegung vollziehen. Die
einfahrende Bewegung wird durch die Federn 6 erreicht, während
die aus fahrende Bewegung durch die Exzenterbewegung des Exzenters
4 bewerkstelligt wird.
Während dieser Exzenterbewegung gleiten die Kolben 7 auf den
Berührungsflächen 17 des Tragkörpers 8 ab.
Hierdurch wird eine Ventilfunktion erzielt:
Jeder der Kolben besitzt auf seiner dem Tragkörper zugewandten
Seite eine Bohrung 18, während der Tragkörper an jeder Berüh
rungsfläche 17 eine eingestochene Nut 19 aufweist.
Die eingestochene Nut 19 steht in Verbindung mit dem Ansaugraum
A der Radialkolbenpumpe, wobei infolge der gleitenden Bewegung
des Kolbenbodens 13 auf der Berührungsfläche 17 die Bohrung 18
einmal innerhalb der eingestochenen Nut 19 liegt und einmal
außerhalb der eingestochenen Nut.
Wenn die Bohrung 18 außerhalb der eingestochenen Nut liegt, ist
die Bohrung durch die Anlage des Kolbenbodens an der Berührungs
fläche dicht verschlossen und solange sie innerhalb des Bereichs
der eingestochenen Nut 19 liegt, besteht eine Verbindung vom
Ansaugraum A über die eingestochene Nut 19 und die Bohrung 18 zur
Auslaßbohrung 20 der jeweiligen Kolben-Zylinder-Einheit.
Die Auslaßbohrungen 20 der einzelnen Kolben-Zylinder-Einheiten
sind durch ein Ringfederventil 21 verschlossen, welches ring
förmig um das Pumpengehäuse 2 herumgelegt ist. Das Ringfeder
ventil sitzt also unter einer gewissen Radialspannung um das
kreisförmige Pumpengehäuse 2 und hält die Auslaßbohrungen 20 so
lange geschlossen, wie der Druck innerhalb der Zylinder 5 nicht
ausreicht, um das zu fördernde Medium aus den Auslaßbohrungen 20
herauszufördern.
Steigt der Druck im Zylinderraum an, so wird das Ringfederventil
21 ein entsprechendes Stück angehoben und das Medium kann in den
Auslaßraum B entweichen.
Die gesamte Radialkolbenpumpe wird umschlossen von einem ringför
migen, nicht näher bezeichneten Gehäuse, dargestellt in Fig. 1
durch die beiden äußersten Kreise.
Wesentlich an der vorliegenden Radialkolbenpumpe 1 ist nun, daß
die Dichtringe 9 in umlaufenden Kolbennuten 10 an dem vom Trag
körper 8 abgewandten Kolbenende 11 sitzen.
Man erkennt deutlich, daß die Dichtringe 9 im äußeren Drittel
jedes Kolbens 7 angeordnet sind, so daß jeder Kolben 7 im radial
nach innen weisenden Bereich eine freie Kippbewegung ausführen
kann.
Dabei neigt sich die Ebene der Kolbennut 10 stets mit dem Kolben
7 um den jeweiligen Verdrehwinkel mit. Die in der Kolbennut 10
liegenden Dichtringe 9 werden folglich ebenfalls mitgeneigt,
wobei der Kontakt zwischen den Dichtringen 9 und der Zylinderwan
dung stets erhalten bleibt.
Die Kippbewegung ist allerdings gering. Nach Möglichkeit soll
während der Kippbewegung trotzdem eine Wandberührung des Kolbens
7 vermieden werden.
Dies wird dadurch unterstützt, daß zwischen jedem Kolben 7 und
seiner Zylinderwand außerhalb des Bereichs der Dichtringe ein
berührungsfreier Ringspalt 12 besteht, innerhalb dessen der
Kolben 7 frei beweglich ist und jeder möglichen Bewegung des
Tragkörpers 8 ohne weiteres folgen kann.
Diesen Betriebszustand zeigt die Nebenfigur. In diesem Falle ist
der Tragkörper 8 ein kleines Stück gegenüber dem Pumpengehäuse 2
verdreht worden, wodurch der Kolben 7 gezwungen wird, aus seiner
zur Zylinderachse parallelen Richtung auszuweichen.
Diese Ausweichbewegung hätte im Normalfall unweigerlich eine
Kollision der Kolbenwand mit der zugehörigen Zylinderwand zur
Folge, was nachteilig bei den angestrebten hohen Kolben
geschwindigkeiten sein kann.
Im vorliegenden Fall bewirkt der berührungsvermeidende Ringspalt
12 jedoch, daß die Kollision unterbleibt, so daß trotz der gerin
gen Verdrehung des Tragkörpers 8 der Kolben 7 berührungsfrei
innerhalb des Zylinders 5 beweglich ist.
Die Dichtringe 9 verlieren auch bei dieser Betriebsstellung ihre
Dichtwirkung keinesfalls, da sie innerhalb der ringförmigen
Kolbennut 10 weiterhin geführt werden und somit der Kippbewegung
des Kolbens 7 folgen müssen. Dabei geraten die Dichtringe 9 mit
ihren Ringkanten an die Zylinderwandungen, wobei die Radialspan
nung der Dichtringe nunmehr über die Ringkanten auf die Zylinder
wände übertragen wird.
Infolgedessen ergeben sich besonders hohe Flächenpressungen zwi
schen den Ringkanten und der Zylinderwand, so daß auch für diesen
Betriebszustand stets die erforderliche Dichtwirkung beibehalten
wird.
Weiterhin zeigen die Fig. 1 bis 4, daß jeder Kolben 7 topf
förmig ausgebildet und derart ausgerichtet ist, daß er mit seinem
Topfboden 13 auf dem Tragkörper 8 sitzt.
Hierbei ist von Bedeutung, daß das Innere des Topfes von der
Feder 6 beansprucht wird, welche sich einerseits auf der Innen
wandung des Topfbodens 13 abstützt und andererseits auf einem
Verschlußdeckel 14, mit dem jeder Zylinder 5 an seinem radial
äußeren Ende abgeschlossen ist.
Der Verschlußdeckel 14 ist in das Pumpengehäuse 2 fest einge
schraubt und weist die Auslaßbohrung 20 auf.
Durch diese Anordnung der Feder 6 ergibt sich eine besonders gute
Seitenführung der Feder, so daß ein Ausknicken der Feder zuver
lässig unterbunden wird.
Weiterhin zeigen die Fig. 1 bis 4, daß der Tragkörper 8 für
jeden Topfboden 13 eine ebene Berührungsfläche 17 bildet, auf
welcher jeder Topfboden 13 mit seiner gesamten zur Verfügung
stehenden Fläche plan aufliegt.
Dabei hält die Druckfeder 6 den Kolben 7 in dichter Anlage gegen
die zugeordnete Berührungsfläche 17, so daß eine Kippbewegung
erschwert wird.
Durch diese Merkmale wird folglich erreicht, daß die Position
zwischen dem Topfboden 13 und der Berührungsfläche 17 stets
vollkommen eindeutig ist, so daß die Position der Berührungs
fläche 17 bzw. des Tragkörpers 8 jedem einzelnen Kolben 7 dessen
jeweilige Neigung vorschreibt.
Wie weiterhin die Fig. 1, 3 und 4 zeigen, ist jeder Kolben 7
im Bereich der Dichtringe 9 wulst- oder ringförmig in Richtung zu
den Zylinderwänden verdickt. Diese Verdickungen tragen das Be
zugszeichen 15 (siehe Fig. 3) und beginnen in dem Kolbenmantel
kurz unterhalb der Dichtringe, jedenfalls so kurz unterhalb der
Dichtringe, daß eine Kippbewegung des Kolbens 7 infolge der Ver
dickungen nicht behindert wird.
Dies bedeutet, daß jeder Kolben 7 auch bei extremer Kipplage
seine zugehörige Zylinderwand mit keiner Stelle berührt.
Wie weiterhin die Fig. 2 und 3 zeigen, kann jeder Kolben 7 aus
jeweils einem Außentopf 22 und einem eingepaßten Innentopf 23
bestehen, die derart ineinander gepaßt sind, daß die Dichtringe
9 auf der äußeren Stirnfläche 24 des Außentopfes 22 aufgelegt
sind. Der Innentopf 23 weist hierzu jeweils einen nach außen
gebördelten Topfrand 25 auf, der seinerseits beim axialen Ein
passen des Innentopfes 23 über den äußersten Dichtring gelegt
ist, so daß das gesamte Paket an Dichtringen 9 fest zwischen dem
nach außen gebördelten Topfrand 25 und der äußeren Stirnfläche 24
eingespannt sitzt.
Eine gewisse radiale Beweglichkeit ist jedoch zu gewährleisten,
da die Dichtringe 9 sonst ihre Dichtfunktion nicht zuverlässig
erfüllen würden. Dies bedeutet, daß die Dichtringe keinesfalls
fest eingespannt werden dürfen.
Der Innentopf 23 sitzt jedoch unverrückbar fest in dem Außentopf
22, so daß sich insgesamt eine aus zwei Töpfen gebildete Bauein
heit ergibt. Folglich ist der Kolben 7 aus einfachsten Umform
teilen bzw. Tiefziehteilen bzw. Drückteilen herstellbar.
Man kann sich leicht vorstellen, daß die Dichtringe 9 radial ge
schlitzt sind und mit radialer Vorspannung umfangsmäßig dicht an
den Zylinderwänden anliegen. Wie die Nebenfigur aus Fig. 1
zeigt, hat dies zur Wirkung, daß auch bei einer Kippbewegung des
Kolbens die Dichtringe 9 stets an der Zylinderwand verbleiben.
Hierdurch wird die Dichtheit jedes Kolbens 7 während der Kompres
sionsphase gewährleistet.
Wie die Fig. 4a und 4c zeigen, weist jeder Tragkörper 8 in
axialer Richtung neben den Berührungsflächen 17 bzw. 27 für die
Kolben Führungsflächen 26 auf, mit welchen der Tragkörper 8 an
den Wänden des Innenraums 3 verdrehgesichert entlanggeführt wird.
Hierzu ist zu sagen, daß die Führungsflächen 26 auf zugeordneten
Gleitflächen des Innenraumes abgleiten, während der Tragkörper 8
seine durch den Exzenter 4 vorgeschriebene Bewegung vollzieht.
Dabei ist die Führung des Tragkörpers 8 entlang der Füh
rungsflächen 26 mit den zugehörigen Gleitflächen des Innenraums
stets so eindeutig, daß ein Verdrehen des Tragkörpers 8 ausge
schlossen ist.
BEZUGSZEICHENAUFSTELLUNG
1 Radialkolbenpumpe
2 Pumpengehäuse
3 Innenraum
4 Exzenter
5 Zylinder
6 Feder
7 Kolben
8 Tragkörper
9 Dichtring
10 umlaufende Kolbennut
11 vom Tragkörper abgewandtes Kolbenende
12 Ringspalt
13 Topfboden
14 Verschlußdeckel
15 Verdickung
16
17 Berührungsfläche
18 Bohrung
19 Nut
20 Auslaßbohrung
21 Ringfederventil
22 Außentopf
23 Innentopf
24 Äußere Stirnfläche
25 Topfrand
26 Führungsfläche
27 Berührungsfläche
A Ansaugraum
D Drehachse
B Auslaßraum
2 Pumpengehäuse
3 Innenraum
4 Exzenter
5 Zylinder
6 Feder
7 Kolben
8 Tragkörper
9 Dichtring
10 umlaufende Kolbennut
11 vom Tragkörper abgewandtes Kolbenende
12 Ringspalt
13 Topfboden
14 Verschlußdeckel
15 Verdickung
16
17 Berührungsfläche
18 Bohrung
19 Nut
20 Auslaßbohrung
21 Ringfederventil
22 Außentopf
23 Innentopf
24 Äußere Stirnfläche
25 Topfrand
26 Führungsfläche
27 Berührungsfläche
A Ansaugraum
D Drehachse
B Auslaßraum
Claims (4)
1. Radialkolbenpumpe (1) mit einem zentrisch im Pumpengehäuse (2)
liegenden Innenraum (3) und einem im Innenraum (3) drehbaren
Exzenter (4), der die in radial ausgerichteten Zylindern (5)
beweglichen und radial zum Innenraum unter Federkraft (6)
stehenden Kolben (7) über einen zwischengeschalteten Tragkör
per (8) radial nach außen drückt und bei der jeder Kolben (7)
gegenüber seinem Zylinder (5) durch einen Dichtring (9) abge
dichtet ist, der in einer umlaufenden Kolbennut (10) an dem
vom Tragkörper (8) abgewandten Kolbenende (11) liegt, und
wobei zwischen jedem Kolben (7) und seiner Zylinderwand außer
halb des Dichtringes (9) ein berührungsvermeidender Ringspalt
(12) verbleibt,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Kolben (7) im Bereich der Dichtringe (9) ringförmig in Richtung zu den Zylinderwänden verdickte (15) Querschnitte haben,
und daß jeder Kolben (7) als zylindrischer Topf ausgebildet und derart ausgerichtet ist, daß er mit seinem ebenen Topfbo den (13) auf dem Tragkörper (8) sitzt,
wobei der Tragkörper (8) für jeden Topfboden (13) eine ebene Berührungsfläche (17, 27) aufweist.
dadurch gekennzeichnet, daß
die Kolben (7) im Bereich der Dichtringe (9) ringförmig in Richtung zu den Zylinderwänden verdickte (15) Querschnitte haben,
und daß jeder Kolben (7) als zylindrischer Topf ausgebildet und derart ausgerichtet ist, daß er mit seinem ebenen Topfbo den (13) auf dem Tragkörper (8) sitzt,
wobei der Tragkörper (8) für jeden Topfboden (13) eine ebene Berührungsfläche (17, 27) aufweist.
2. Radialkolbenpumpe (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
jeder Kolben (7) aus jeweils einem Außentopf (22) und
einem eingepaßten Innentopf (23) besteht, und daß
die Dichtringe (9) auf der äußeren Stirnfläche (24) des
Außentopfes (22) aufgelegt sind und mittels eines Topfran
des (25) des zugehörigen Innentopfes (23)
festgehalten werden.
3. Radialkolbenpumpe (1) nach einem der Ansprüche 1-2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Dichtringe (9) radial geschlitzt sind und mit radialer
Vorspannung bei allen Betriebszuständen umfangsmäßig dicht
an den Zylinderwänden anliegen.
4. Radialkolbenpumpe (1) nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Tragkörper (8) in axialer und/oder Umfangsrichtung
neben den Berührungsflächen (17, 27) für die Kolben (7)
mit Führungsflächen (26) versehen ist, mit welchen er an
den Wänden des Innenraums (3) verdrehgesichert entlang
geführt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934322560 DE4322560A1 (de) | 1992-07-10 | 1993-07-07 | Radialkolbenpumpe |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4222632 | 1992-07-10 | ||
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-
1993
- 1993-07-07 DE DE19934322560 patent/DE4322560A1/de not_active Withdrawn
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: BARMAG LUK AUTOMOBILTECHNIK GMBH & CO. KG, 42499 H |
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