DE4322540A1 - Kugelgewindetrieb - Google Patents
KugelgewindetriebInfo
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Description
Die Erfindung betrifft einen Kugelgewindetrieb mit einer Ge
windespindel und einer Mutter, welche in einem Muttergehäuse
oder dergleichen Halterung angeordnet ist, wobei eine
Verdrehung der Gewindespindel gegenüber der Mutter oder
umgekehrt eine axiale Relativbewegung zwischen Gewindespindel
und Mutter beziehungsweise Halterung bewirkt.
Derartige Kugelgewindetriebe sind in vielfältiger Form und für
unterschiedlichste Anwendungsfälle bekannt. Der Vorteil be
steht darin, daß relativ hohe Kräfte übertragen werden können,
gleichzeitig aber die Reibung zwischen Spindel und Mutter
durch die im Mutter-Gewindebereich befindlichen Kugeln niedrig
gehalten wird.
Im Falle von Überlastungen kann es jedoch zu Zerstörungen von
Kugeln kommen, so daß die Funktion nicht mehr einwandfrei ge
währleistet ist. Vor allem in solchen Fällen, in denen der Ku
gelgewindetrieb großen Sicherheitsanforderungen genügen muß,
ist deshalb schon bekannt geworden, in einem solchen Störfall
eine Bremse zur Stillsetzung des Kugelgewindetriebes vorzuse
hen.
Dies stellt jedoch in manchen Fällen eine störende Maßnahme
dar, wenn nämlich beispielsweise eine Hub- oder Absenkbewegung
oder dergleichen zweckmäßigerweise zu Ende geführt werden
müßte. Darüberhinaus ist die Betätigung der Bremse in vielen
Fällen aufwendig.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Kugel
gewindetrieb der eingangs erwähnten Art zu schaffen, bei wel
chem eine Absturzsicherung und/oder eine Störmeldung auf ein
fache Weise ausgelöst werden können und/oder neben der Mög
lichkeit einer sofortigen Stillsetzung des Kugelgewindetriebes
auch die Möglichkeit gegeben ist, zunächst eine Störung nur
anzuzeigen und die Stillsetzung erst anschließend durchzufüh
ren.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist der eingangs erwähnte Kugelge
windetrieb dadurch gekennzeichnet, daß die Mutter kraft- oder
reibschlüssig gegen ein Mitdrehen mit der Spindel gegenüber
dem Gehäuse oder der Halterung festgelegt ist, und daß
zwischen der Mutter und ihrer Halterung ein mit einer Anzeige
und/oder Steuereinrichtung verbundener Fühler und/oder
Schalter oder Schaltelement angeordnet ist, welcher/welches
bei Überschreiten des Kraft- oder Reibschlusses zwischen
Mutter und der Halterung durch eine Verdrehung der Mutter
gegenüber ihrer Ausgangslage betätigbar ist.
Wird also bei einer Störung am Kugelgewindetrieb beispiels
weise durch Zerstörung einzelner Kugeln der Kraft- oder Reib
schluß durch das Antriebsdrehmoment überschritten und dadurch
eine Relativverdrehung der Mutter bewirkt, kann dadurch ein
Schaltelement oder ein Schalter betätigt werden oder ein Füh
ler oder Sensor ansprechen, so daß die erwähnte Störung ange
zeigt wird oder aber zum Betätigen einer Anzeige oder zum di
rekten Abschalten des Antriebsmotors ausgenutzt werden kann.
Besonders zweckmäßig ist es dabei, wenn die Reibkraft der Mut
ter gegenüber ihrem Gehäuse oder ihrer Halterung einstellbar
oder nachstellbar ist. Sie kann somit auf einen bestimmten
Wert eingestellt werden, der um eine gewollte Größe gegenüber
dem Antriebsmoment abweicht, um einerseits sicherzustellen,
daß die Mutter nicht schon im Normalbetrieb bei voller Bela
stung oder geringfügiger Überlastung mitgenommen wird, daß
aber gleichzeitig auch schon bei einer bestimmten Überlastung
die Störmeldung oder Abschaltung erfolgen kann. Um dabei die
Reibkraft ganz gezielt an einer bestimmten Stelle der Mutter
übertragen zu können, kann die der axialen Belastung durch die
Spindel zugewandte Stirnseite der Mutter, mittels welcher die
bei der Drehung der Spindel entstehende Axialkraft auf ein zu
verschiebendes Teil übertragbar ist, über ein Axiallager ge
genüber dem Gehäuse oder der Halterung abgestützt sein. Dabei
ist das die Axialkraft der Mutter übertragende Axiallager
zweckmäßigerweise ein Wälzlager oder Kugellager.
Bei einer einwandfreien Kugelumlaufmutter tritt also resultie
rend aus dem sehr guten Wirkungsgrad ein relativ kleines Reib
moment zwischen Spindel und Mutter auf, welches von der Mutter
ebenfalls auf das axial zu bewegende Teil oder Gehäuse über
tragen wird, wobei durch die Verwendung des erwähnten Axialla
gers auch an dieser Stelle nur eine sehr kleine Verlustkraft,
resultierend aus dem Wirkungsgrad des Axiallagers, auftritt.
Zur reibschlüssigen Halterung der Mutter kann an dieser eine
oder mehrere Federn angreifen, die in der Halterung oder dem
Gehäuse für die Mutter abgestützt sein können. Tritt eine Be
schädigung an den Kugeln oder den Laufbahnen des Kugelgewinde
triebes auf, erhöht sich das Drehmoment von der Spindel zur
Mutter relativ stark. Wenn das Haltemoment überschritten wird,
welches durch die erwähnte Feder an der Mutter erzeugt wird,
kann sich die Mutter in der schon erwähnten Weise in ihrem Ge
häuse oder ihrer Führung verdrehen, was durch den erwähnten
Fühler oder Sensor erkannt wird, oder das erwähnte Schaltele
ment betätigen.
Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform kann dabei darin
bestehen, daß in dem Gehäuse oder der Halterung der Mutter an
der der Axiallagerung der Mutter entgegengesetzten Stirnseite
eine oder mehrere Druckfedern, insbesondere wenigstens eine
Tellerfeder oder ein Tellerfeder-Paket - für eine kurze Bau
länge - oder eine Schraubfeder - für eine zwar längere, aber
schlankere Ausführungsform - angeordnet sind und daß die Spin
del vorzugsweise eine zentrale Öffnung der Feder(n) mit Spiel
durchsetzt. Das erwünschte Reibmoment oder die Haltekraft an
der Mutter kann also auf sehr einfache Weise stirnseitig und
somit auch in Wirkrichtung der beim Normalbetrieb auftretenden
Belastung erzeugt werden.
Für eine wirkungsvolle Abstützung der Federn ist es
zweckmäßig, wenn die Federn in der Halterung oder dem Gehäuse
der Mutter insbesondere auf ihrer der Mutter abgewandten
Seite, zum Beispiel an einem Reibbelag, abgestützt sind.
Dadurch kann ein ausreichendes Reibmoment auf einfache Weise
erzielt werden.
An wenigstens einer Stirnseite der Mutter, vorzugsweise an
beiden Stirnseiten können Anlauf- oder Führungsscheiben ange
ordnet sein, die bis nahe an oder auf die Spindel reichen und
den zwischen Mutter und Spindel befindlichen Spalt weitgehend
abschließen, wobei sich die Federn und/oder das Axiallager
insbesondere an diesen Führungsscheiben abstützen können.
Diese Führungsscheiben können zusätzlich zu ihrer Anlauffunk
tion aufgrund ihres kleinen Innendurchmessers bei starker Zer
störung von Kugeln ein Austreten der Trümmerstücke verhindern
und somit als Absturzsicherung betrachtet werden oder zumin
dest dazu beitragen, denn wenn die Kugeln zerstört würden und
aus dem Mutterbereich herausfallen können, kann die Axialbela
stung an der Mutter oder der Spindel zu einer plötzlichen ent
sprechenden Axialverstellung führen. Bleiben die Kugeln jedoch
trotz einer Zerstörung im Mutterbereich, ist eine solche ab
rupte Axialbewegung zwischen Mutter und Spindel - ohne die zu
gehörige Relativverdrehung - weiterhin gesperrt.
Besonders zweckmäßig und platzsparend kann die Erfindung re
alisiert werden, wenn der Fühler, Sensor, Schalter oder das
Schaltelement an oder in der Halterung oder dem Gehäuse der
Mutter im Bereich von deren Mantelfläche angeordnet ist. Auf
diese Weise befindet sich dann der Fühler oder das Schaltele
ment auch unmittelbar an dem Teil, welches bei einer Störung
die auftretende Relativbewegung auf einem möglichst großen Um
fang und entsprechend deutlich erfaßbar durchführt.
Das Schaltelement oder der Sensor kann dabei in oder an einer
Aussparung des die Mutter enthaltenden Gehäuses angeordnet
sein und an der dieser Aussparung benachbarten Stelle an der
Außenseite der Mutter kann ein Auslöse- oder Betätigungsglied
für den Schalter angreifen oder angeordnet sein, wobei es sich
dabei auch um das Schaltelement selbst handeln kann. Wird die
Mutter in der schon erwähnten Weise in einem Störfall relativ
zu ihrem Gehäuse oder ihrer Halterung verdreht, kann also das
Auslöse- oder Betätigungsglied den Schalter oder Fühler ent
sprechend beaufschlagen oder betätigen.
Eine effektive und nur wenig Teile beanspruchende Lösung kann
dabei darin bestehen, daß in der Aussparung des Gehäuses als
Betätigungsglied für den Schalter ein Verdrängungskörper gela
gert ist, der mit einem Teil seines Querschnittes in eine an
der Außenseite der Mutter angeordnete Aussparung oder Nut
ragt, die eine Wandung oder Begrenzung auf der Seite des Ver
drängungskörpers hat, die bei einer Relativ-Verdrehung der
Mutter in Drehrichtung der Spindel beaufschlagt ist. Es wird
also dafür gesorgt, daß an der Mutter eine entsprechende Ver
formung bei ihrer Verdrehung den Verdrängungskörper gegen den
Schalter hin bewegen kann.
Dabei wird eine solche Bewegung des Verdrängungskörpers dann
auf besonders einfache Weise und ohne wesentlichen Verlust an
Kraft oder Drehmoment ermöglicht, wenn der Verdrängungskörper
und/oder die ihn beaufschlagende Wandung der Aussparung sich
verjüngend oder konisch ausgebildet ist/sind, wobei die Schrä
gung radial von innen nach außen entgegengesetzt der Drehrich
tung zurückweichend verläuft. Somit wird der Verdrängungskör
per bei einer Relativverdrehung der Mutter ganz allmählich un
tergriffen und angehoben, so daß der nicht diese Relativver
drehung unterbinden kann. Andererseits wird er jedoch auf sehr
einfache Weise radial nach außen bewegt und kann so einen Füh
ler oder Schalter betätigen.
Besonders günstig ist es dabei, wenn als Verdrängungskörper
eine Walze oder - noch besser - eine Kugel vorgesehen ist, von
welcher weniger als die Hälfte des Querschnittes in die Aus
sparung oder Nut an der Außenseite der Mutter ragt. Ein sol
cher einen Kreisumfang aufweisender Verdrängungskörper ist al
lein schon durch seine geometrische Formgebung ab seiner Mitte
sich verjüngend ausgebildet und kann demgemäß problemlos durch
eine Drehbewegung der Mutter und der an ihr vorgesehenen Aus
nehmung oder Nut mehr oder weniger radial nach außen verstellt
werden. Wenn dabei die Aussparung in dem Gehäuse mit dem
Schalter oder Fühler ihrerseits nicht genau radial, sondern
schräg verläuft, kann der Verdrängungskörper einer solchen
Führung gut folgen.
Es sei noch erwähnt, daß zum Verstellen der Reib- und Feder
kraft die Federn in einer relativ zu dem Gehäuse axial ver
stellbaren Hülse angeordnet sein können und die Hülse und das
Gehäuse insbesondere für die Axialverstellung zusammenwirkende
Gewinde haben können. Somit genügt es, diese verstellbare
Hülse über die Gewinde mehr oder weniger stark gegenüber dem
Gehäuse axial zu verstellen, um die Federkraft und dadurch die
Reibkraft zu erhöhen oder zu verringern. Somit kann die schon
erwähnte Einstellung der Reibkraft der Mutter gegenüber ihrem
Gehäuse oder ihrer Halterung, die zweckmäßigerweise über
Federn bewirkt wird, sehr einfach eingestellt oder
nachgestellt werden.
Eine abgewandelte Ausführungsform sieht vor, daß bei der
Kugelrollmutter stirnseitig angeordnete Dreh-
Schubübertragungsmittel angeordnet sind, die bei einem
Verdrehen der Mutter relativ zur Halterung eine Axialbewegung
auf den Fühler und/oder Schalter oder das Schaltelement
übertragen.
Die Auslösebewegung zur Betätigung zum Beispiel eines
Schalters erfolgt bei dieser Ausführungsform in Axialrichtung,
so daß eine andere Anordnung des zu betätigenden Schalters in
Anpassung an unterschiedliche Konstruktionen des
Kugelgewindetriebes möglich ist.
Zur Betätigung eines Schalters, Fühlers oder dergleichen oder
eines Zwischenelementes können die Dreh-
Schubübertragungsmittel Auflaufschrägen aufweisen. Diese
bewirken bei einer Verdrehung der Mutter relativ zu einem
drehfesten Teil der Anordnung eine Axialverstellung, die zum
Betätigen verwendet werden kann.
Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, daß die Dreh
schubübertragungsmittel eine kraftschlüssige Rastkupplung mit
einem sich stirnseitig an die Mutter anschließenden,
drehfesten Schaltteil aufweist, und daß zwischen den einander
zugewandten Stirnseiten von Schaltteil und Mutter mit den
Auflaufschrägen zusammenarbeitende Druckelemente vorgesehen
sind.
Bei Überschreiten des vorgegebenen Auslösedrehmomentes erfolgt
eine Verdrehung der Mutter relativ zu dem Schaltteil und somit
ein Auskuppeln der Rastkupplung, so daß durch die mit den
Auflaufschrägen zusammenarbeitenden Druckelemente der Abstand
zwischen Mutter und Schaltteil vergrößert wird. Von dem
Schaltteil kann dann die Auslösebewegung auf einen Schalter
oder dergleichen übertragen werden.
Insbesondere bei Kombination einzelner oder mehrerer der
vorbeschriebenen Merkmale und Maßnahmen ergibt sich die
Möglichkeit, eine Beschädigung an den Kugeln oder an den
Laufbahnen des Kugelgewindetriebes über das sich dann
erhöhende Drehmoment von der Spindel zur Mutter hin
auszunutzen und eine Relativverdrehung der Mutter in ihrem
Gehäuse zu bewirken, die als Störmeldung ausgewertet oder zur
Betätigung eines Endschalters benutzt werden kann. Es ergibt
sich somit auf konstruktiv einfache aber dennoch effektive
Weise eine Sicherheitseinrichtung für die Kugelumlaufmutter
beziehungsweise den Kugelgewindetrieb, bei welcher die
Kugelumlaufmutter gegen ihr Axiallager vorgespannt ist und
eine Reibkraft die Mutter im Normalfall stärker festlegt, als
sie durch das Antriebsdrehmoment belastet wird. Sowie aber
durch eine der erwähnten Beschädigungen der Widerstand
zwischen Spindel und Mutter zunimmt, kann die Mutter eine
Relativverdrehung erfahren und dadurch die Sicher
heitseinrichtung auslösen.
Nachstehend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der
Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt in zum Teil schemati
sierter Darstellung:
Fig. 1 einen Kugelgewindetrieb mit einer Gewindespindel, die
durch einen Elektromotor und dessen Getriebe ange
trieben wird und ihrerseits auf eine Kugel-Mutter
wirkt,
Fig. 2 im vergrößerten Maßstab einen Teillängsschnitt durch
das Gehäuse der Mutter des Kugelgewindetriebes, wobei
auch die Mutter teilweise geschnitten ist und in ih
rem Inneren Kugeln und einen Teil der Spindel zeigt
und wobei an der Außenseite der Mutter eine Nut und
ein teilweise in diese Nut eingreifender, im übrigen
im Gehäuse angeordneter Verdrängungskörper für einen
an der Außenseite des Gehäuses angeordneten Schalter
vorgesehen sind,
Fig. 3 einen schematisierten Querschnitt gemäß der Linie
III-III in Fig. 2 mit dem Schalter und dem diesen be
aufschlagenden, als Kugel ausgebildeten Verdrängungs
körper,
Fig. 4 eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung einer ab
gewandelten Ausführungsform, bei welcher statt des
mechanisch durch einen Verdrängungskörper beauf
schlagten Schalters ein Näherungsschalter vorgesehen
ist,
Fig. 5 eine im Längsschnitt gehaltene Seitenansicht eines
gegenüber Fig. 1 abgewandelten Ausführungsbeispieles
eines Kugelgewindetriebes,
Fig. 6 eine Seitenansicht eines mit der Kugelrollmutter
verbundenen Führungsrohres mit daran angebrachtem
Schalter und
Fig. 7 eine Detailansicht im Bereich der Rastkupplung des in
Fig. 5 gezeigten Kugelgewindetriebes.
Ein im Ganzen mit 1 bezeichneter Kugelgewindetrieb, im folgen
den auch Spindeltrieb 1 genannt, weist eine Gewindespindel 2
und eine davon durchsetzte Mutter 3 auf, wobei in dem gemein
samen Gewindebereich von Spindel 2 und Mutter 3 Kugeln 4 ange
ordnet sind.
Gemäß Fig. 1 wird die Spindel 2 von einem Getriebemotor 5 an
getrieben und bewirkt aufgrund ihrer Rotation eine Axialver
stellung der Mutter 3, eines die Mutter 3 enthaltenden Gehäu
ses oder einer Halterung 6 und eines anzutreibenden Gerätetei
les 7. In bekannter Weise bewirkt also eine Verdrehung der Ge
windespindel 2 gegenüber der Mutter 3 eine axiale Relativbewe
gung zwischen diesen beiden Teilen. Die durch die Rotation der
Gewindespindel 2 bewirkten Hin- und Herbewegungen sind in Fig.
1 durch den Doppelpfeil Pf1 für das Geräteteil 7 angedeu
tet.
Insbesondere in den Fig. 1, 2, 4 und 5 erkennt man, daß die
Mutter 3 kraft- oder reibschlüssig gegen ein Mitdrehen mit der
Spindel 2 gegenüber dem Gehäuse oder der Halterung 6 festge
legt ist, so daß bei normalem Betrieb die Mutter 3 mit dem Ge
häuse 6 und dem Geräteteil 7 durch die Drehung der Spindel 2
in axialer Richtung dieser Spindel bewegt und verstellt wird.
Ferner erkennt man, daß zwischen der Mutter 3 und ihrer
Halterung 6 ein Fühler oder Schalter oder Schaltelement 8
angeordnet ist, womit durch eine Verdrehung der Mutter 3 bei
Überschreiten des Kraft- oder Reibschlusses in ihrer Halterung
6 eine Anzeige oder der Schalter 9 betätigbar sind. Dadurch
können entweder eine Anzeige oder auch eine Bremse an dem
Spindeltrieb 1 oder dem Geräteteil 7 oder dessen Fortsetzung
ausgelöst und/oder der Getriebemotor 5 stillgesetzt werden.
Um zu erreichen, daß der Schalter 9 oder dergleichen erst ab
einer bestimmten Gegenkraft zwischen Spindel 2 und Mutter 3,
also im Falle einer ernsten Störung, ansprechen kann, ist die
Reibkraft der Mutter 3 gegenüber ihrem Gehäuse oder ihrer Hal
terung 6 einstellbar oder nachstellbar. Es kann also eine ge
wünschte Differenz zwischen dem üblichen Reibmoment zwischen
Mutter 3 und Spindel 2 und demjenigen Reibmoment eingestellt
werden, bei welchem die Mutter 3 in Drehrichtung der Spindel
mitgenommen wird.
Die der axialen Belastung gemäß dem Pfeil Pf2 in Fig. 1 zu
gewandte Stirnseite der Mutter 3, mittels welcher die bei der
Drehung der Spindel 2 entstehende Axialkraft auf das zu ver
schiebende Geräteteil 7 übertragbar ist, ist im Ausführungs
beispiel über ein Axiallager 10 gegenüber dem Gehäuse oder der
Halterung 6 abgestützt. Dabei handelt es sich bei diesem Axi
allager 10 um ein Wälzlager, nämlich ein Kugellager. Entspre
chend geringe Reibkräfte entstehen an dieser Stelle, so daß
die Reibkraft zwischen Mutter 3 und Gehäuse 6 gezielt an einer
bestimmten Stelle und somit auch in vorbestimmter Größe er
zeugt werden kann.
Zur reibschlüssigen Halterung der Mutter 3 greifen an dieser
im Ausführungsbeispiel mehrere Federn an, die in der Halterung
6 für die Mutter 3 einerseits und an der Mutter 3 selbst ande
rerseits abgestützt sind. Dabei erkennt man im Ausführungsbei
spiel, daß in dem Gehäuse oder der Halterung 6 der Mutter 3 an
der dem Axiallager 10 entgegengesetzten Stirnseite mehrere,
als Tellerfedern ausgebildete Druckfedern 11 angeordnet sind.
Dies ergibt eine relativ hohe Federkraft auf eine relativ
kurze Baulänge. Es könnte auch in dem Fall, daß eine schlan
kere Ausführungsform gewünscht wird, eine oder mehrere
Schraubfedern eingesetzt werden, bei denen sich dann aller
dings eine etwas größere Baulänge ergäbe. Die Spindel 2 durch
setzt dabei die zentrale Öffnung der Federn 11 mit Spiel.
Für eine gezielte Erzeugung der Reib- und Haltekraft für die
Mutter 3 in ihrer Halterung oder ihrem Gehäuse 6 stützen sich
die Federn 11 in dem Gehäuse 6 an einem Reibbelag 12 ab, der
sich auf der der Mutter 3 und ihrer Stirnseite abgewandten
Seite in dem Gehäuse 6 befindet.
Für die schon erwähnte Verstellung der Reib- und Federkraft
sind die Federn 11 in einer relativ zu dem Gehäuse 6 axial
verstellbaren, dem Gehäuse 6 zugehörenden Hülse 13 angeordnet,
welche Hülse 13 mit Hilfe eines an dem Gehäuse 6 angeordneten
Gewindes 14 in axialer Richtung verstellbar ist und an ihrem
dem Gewinde 14 abgewandten Endbereich einen nach innen
gerichteten Flansch 15 aufweist, der die Federn 11 übergreift
und den Reibbelag 12 für die Federn 11 trägt. Durch eine
Verdrehung dieser Hülse 13 wird sie aufgrund ihrer Gewin
deverbindung mit der Außenseite des Gehäuses 6 in axialer
Richtung verstellt, was eine Verstärkung oder Verminderung der
Federkraft - je nach Drehrichtung und entsprechender axialer
Verstellung - bewirkt. Je nach Außendurchmesser der Federn ist
dabei das Gewinde 14 seinerseits an einem Bund 15a des Gehäu
ses 6 von entsprechendem Durchmesser angeordnet.
In den Fig. 2 und 4 erkennt man noch, daß an wenigstens
einer Stirnseite der Mutter 3, in beiden Ausführungsbeispielen
an beiden Stirnseiten, Anlauf- oder Führungsscheiben 15 ange
ordnet sind, die bis nahe an oder auf die Spindel 2 reichen
und den zwischen Mutter 3 und Spindel 2 befindlichen Spalt
weitgehend abschließen, so daß im Falle einer Zerstörung von
Kugeln 4 diese nicht aus dem Bereich zwischen Mutter 3 und
Spindel 2 herausfallen und die axiale Kupplung der beiden
Teile miteinander aufheben können. Die Federn 11 und das Axi
allager 10 sind jeweils an diesen Führungsscheiben 15 abge
stützt.
Das Schaltelement 8 oder an dessen Stelle ein Fühler oder Sen
sor oder die Bestandteile eines Näherungsschalters 9 (Fig. 4)
sind in der Halterung oder dem Gehäuse 6 der Mutter 3 im Be
reich von deren äußerer Mantelfläche angeordnet. Dabei ist
vorgesehen, daß der Schalter 9 in oder an einer Aussparung 16
des die Mutter 3 enthaltenden Gehäuses 6 angeordnet ist und
daß an der diese Aussparung 16 benachbarten Stelle an der
Außenseite der Mutter 3 ein Auslöse- oder Betätigungsglied als
Schaltelement 8 für den Schalter 9 angreift oder angeordnet
ist, wobei es sich bei dem Betätigungsglied entweder um ein
mechanisches Teil oder aber um den entsprechenden Teil des Nä
herungsschalters handeln kann.
Bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 2 und 3 ist in der
Aussparung 16 des Gehäuses 6 als Betätigungsglied für den
Schalter 9 ein Verdrängungskörper gelagert, der mit einem Teil
seines Querschnittes in eine an der Außenseite der Mutter 3
angeordnete Aussparung oder Nut 17 ragt, die eine Wandung 18
oder Begrenzung auf der Seite des Verdrängungskörpers hat, die
bei einer Relativverdrehung der Mutter 3 gegenüber ihrem Ge
häuse 6 in Drehrichtung der Spindel 2 beaufschlagt wird. In
diesem Falle ist also das Schaltelement 8 der erwähnte Ver
drängungskörper, der bei einer entsprechenden Relativverdre
hung der Mutter 3 etwa in radialer Richtung nach außen angeho
ben oder verstellt wird und dadurch den elektrischen Schalter
9 betätigt. Der Verdrängungskörper ist dabei sich verjüngend
ausgebildet, damit bei einer Relativverdrehung der Mutter 3
seine dadurch bewirkte Auswärtsverstellung mit einem allmähli
chen Übergang erfolgt. Im Ausführungsbeispiel ist als Verdrän
gungskörper eine Walze oder noch besser eine Kugel vorgesehen,
von welcher in Ausgangslage weniger als die Hälfte des Quer
schnittes in die Aussparung oder Nut 17 an der Außenseite der
Mutter 3 ragt. Vor allem anhand der Fig. 3 erkennt man deut
lich, daß bei einer Relativverdrehung der Mutter 3 gegenüber
ihrem Gehäuse 6 diese Kugel als Schaltelement 8 radial in der
Ausnehmung 16 nach außen bewegt wird, wodurch der Schalter 9
aktiviert wird. Dadurch kann zum Beispiel der Getriebemotor 5
abgeschaltet und/oder eine Bremse ausgelöst oder zumindest
eine Warnanzeige eingeschaltet werden, so daß ein Störfall im
Bereich zwischen Spindel 2 und Mutter 3, beispielsweise eine
Zerstörung von Kugeln 4, rechtzeitig bemerkt werden kann und
eine Absturzsicherung und/oder Störmeldung automatisch erfol
gen kann.
In den Fig. 5 bis 7 ist noch eine andere Ausführungsform
eines Kugelgewindetriebes 1a (Fig. 5) dargestellt, bei dem der
Schalter 9 nicht im Bereich der Mantelfläche der Mutter 3
sondern stirnseitig vor dieser angebracht ist. Auch in diesem
Ausführungsbeispiel ist die Mutter 3 in einem Muttergehäuse 6a
axial eingespannt gehalten. Innerhalb des Muttergehäuses 6a
stützt sich die Mutter 3 an einem Ende an dem Axiallager 10 ab
und auf der anderen Seite ist eine Rastkupplung 24 vorgesehen,
die mittels Druckfedern 11 vorgespannt ist.
Bei Drehung der Spindel 2 verschiebt sich die Mutter 3 in
axialer Richtung und nimmt dabei das Muttergehäuse 6a. Mit
diesem ist auch noch ein Führungsrohr 23 verbunden, an dessen
äußeren Ende sich ein Abtriebs- bzw. Kupplungselement 25
befindet.
Durch die vorgespannte Rastkupplung 24 wird die Mutter 3 für
den Normalbetrieb gegen Mitdrehen gehalten. Die Vorspannung
der Rastkupplung 24 und dabei insbesondere die axiale
Verspannung der Mutter 3 innerhalb ihres Gehäuses 6a kann mit
Hilfe eines am Axiallager 10 anliegenden Gewinderinges 26
eingestellt werden. Wird das eingestellte Rast-Drehmoment
überschritten, kuppelt die Rastkupplung 24 aus und betätigt,
wie nachfolgend beschrieben, den Schalter 9.
Die Rastkupplung 24 weist Dreh-Schubübertragungsmittel 18 auf,
durch die beim Verdrehen der Mutter 3 relativ zu ihrem Gehäuse
6 eine Axialbewegung bewirkt wird.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist die Mutter 3 einen
stirnseitig sich an die Mutter 3 anschließenden Druckflansch
21 auf, der das eine Rastkupplungsteil bildet. Das andere
Rastkupplungsteil ist im wesentlichen durch ein Schaltteil 19
gebildet, das stirnseitig dem Druckflansch 21 gegenübersteht.
Zwischen Druckflansch 21 und Schaltteil 19 sind in
Vertiefungen 27 (vgl. Fig. 7) gelagerte Druckelemente 20
angeordnet. Diese Druckelemente sind als Kugeln ausgebildet
und greifen teilweise in die Vertiefungen 27 ein, so daß beim
Ausrasten der Rastkupplung 24 durch Verdrehen der beiden
Kupplungsteile - Schaltteil 19 und mit der Mutter 3
verbundener Druckflansch 21 - die Druckelemente 20 aus den
Vertiefungen 27 gelangen, und somit der Abstand zwischen den
Kupplungsteilen vergrößert wird. Da der Druckflansch 21 über
die Mutter 3 und das Axiallager 10 verschiebefest innerhalb
des Muttergehäuses 6a abgestützt ist, weicht das Schaltteil 19
gegen die Kraft der Druckfedern axial aus. Diese Axialbewegung
bei Überschreiten des Haltemomentes der Rastkupplung 24 wird
zum Betätigen des Schalters 9 verwendet. Das Schaltteil 19
weist eine hülsenartige, aus dem Muttergehäuse herausragendes
Ende 28 auf, bei dem der Schalter 9 am Führungsrohr 23
angebracht ist. Das Führungsrohr 23 ist mit dem Muttergehäuse
6a verbunden, so daß sich beim Auslösen der Rastkupplung 24
eine Relativbewegung zwischen Führungsrohr 23 und dem
Schaltteil 19 ergibt.
Damit sich das Schaltteil 19 über die kraftschlüssige
Verbindung der Rastkupplung 24 mit der Mutter 3 nicht
mitdreht, ist das Schaltteil 19 drehfest und axial
verschiebbar in dem Muttergehäuse 6a gelagert. Als
Verdrehsicherung kann ein Keilnabenprofil 29 vorgesehen sein.
Die Rastkupplung 24 weist wenigstens zwei diametral
gegenüberliegende Druckelemente 20 (Kugeln) auf. Je nach
vorgesehenem Auslöse-Drehmoment und der zur Verfügung
stehenden Druckkraft der Tellerfedern 11 können aber auch mehr
als zwei Druckelemente 20 vorgesehen sein.
Zweckmäßigerweise sind die als Kugeln oder dergleichen
ausgebildeten Druckelemente 20 in einem Käfig 22 geführt, wie
dies beispielsweise auch von Axial-Kugellagern her bekannt
ist.
Die Anordnung des Schalters 9 am Führungsrohr 23 ist in Fig. 6
dargestellt. Von diesem Schalter 9 führen Drähte 30
beispielsweise zu einer Überwachungseinrichtung, über die der
Antrieb abgeschaltet werden kann. In Fig. 7 ist noch bei dem
Schalter 9 dessen Schaltkante 31 erkennbar, die vom äußeren
Ende des Schaltteiles 9 betätigbar ist.
Die in Fig. 5 bis 7 gezeigte Ausführungsform eines
Kugelgewindetriebes 1a mit Überwachung des auf die Mutter 3
übertragenen Drehmomentes und dem in axialer Verlängerung der
Mutter angeordnetem Schalter 9 wird insbesondere dann
vorgesehen, wenn eine Anordnung des Schalters 9 im radialen
Außenbereich bzw. Mantelbereich der Mutter stören würde.
Der Kugelgewinde- oder Spindeltrieb 1, 1a mit einer
Gewindespindel 2, einer Mutter 3 und zwischen diesen in
Gewindegängen angeordneten Kugeln 4 sieht vor, daß die Mutter
3 gegenüber einem sie enthaltenden Gehäuse 6 gegen ein
Mitdrehen mit der Gewindespindel 2 nur durch Reibkraft
festgelegt ist, so daß sich die Mutter in einem Störfall, in
welchem ein vergrößertes Mitnahmemoment zwischen Spindel 2 und
Mutter 3 auftritt, mitgedreht werden kann. Mit Hilfe eines
zwischen Mutter 3 und ihrer Halterung 6 angeordneten Fühlers
und/oder Schalters oder Schaltelementes 8 kann diese
Relativverdrehung der Mutter zum Auslösen einer Störmeldung
und/oder Absturzsicherung ausgenutzt werden.
Claims (22)
1. Kugelgewindetrieb (1) mit einer Gewindespindel (2) und
einer Mutter (3), welche in einem Muttergehäuse (6) oder
dergleichen Halterung angeordnet ist, wobei eine
Verdrehung der Gewindespindel (2) gegenüber der Mutter (3)
oder umgekehrt eine axiale Relativbewegung zwischen
Gewindespindel (2) und Mutter (3) beziehungsweise
Halterung (6) bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß die
Mutter (3) kraft- oder reibschlüssig gegen ein Mitdrehen
mit der Spindel (2) gegenüber dem Gehäuse oder der
Halterung (6) festgelegt ist, und daß zwischen der Mutter
(3) und ihrer Halterung (6) oder dergleichen ein mit einer
Anzeige- und/oder Steuereinrichtung verbundener Fühler
und/oder Schalter (9) oder Schaltelement (8) angeordnet
ist, welcher/welches bei Überschreiten des Kraft- oder
Reibschlusses zwischen Mutter und der Halterung (6) durch
eine Verdrehung der Mutter (3) gegenüber ihrer Ausgangs-
und Gebrauchslage betätigbar ist.
2. Kugelgewindetrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Reibkraft der Mutter (3) gegenüber ihrem
Muttergehäuse (6) oder dergleichen Halterung einstellbar
oder nachstellbar ist.
3. Kugelgewindetrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die der axialen Druckbelastung durch
die Spindel (2) zugewandte Stirnseite der Mutter, mittels
welcher die bei der Drehung der Spindel (2) entstehende
Axialkraft auf ein zu verschiebendes Teil (7) übertragbar
ist, über ein Axiallager (10) gegenüber dem Muttergehäuse
(6) abgestützt ist.
4. Kugelgewindetrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das die Axialkraft der Mutter (3)
übertragende Axiallager (10) ein Wälzlager oder
Kugellager ist.
5. Kugelgewindetrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß zur reibschlüssigen Halterung
der Mutter (3) an dieser eine oder mehrere Federn
angreifen, die in dem Gehäuse (6) oder dergleichen für die
Mutter (3) abgestützt ist/sind.
6. Kugelgewindetrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß in dem Gehäuse (6) der Mutter
(3) an der dem Axiallager (10) der Mutter (3)
entgegengesetzten Stirnseite eine oder mehrere Druckfedern
(11), insbesondere wenigstens eine Tellerfeder oder ein
Tellerfeder-Paket angeordnet sind und daß die Spindel (2)
vorzugsweise eine zentrale Öffnung der Feder(n) (11) mit
Spiel durchsetzt.
7. Kugelgewindetrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Feder(n) (11) in dem
Gehäuse (6) der Mutter (3), insbesondere auf ihrer der
Mutter (3) abgewandten Seite, z. B. an einem Reibbelag (12)
abgestützt ist (sind).
8. Kugelgewindetrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß an wenigstens einer Stirnseite
der Mutter (3), vorzugsweise an beiden Stirnseiten,
Anlauf- oder Führungsscheiben (15) angeordnet sind, die
bis nahe an oder auf die Spindel (2) reichen und den
zwischen Mutter (3) und Spindel (2) befindlichen Spalt
weitgehend abschließen, wobei sich die Federn (11)
und/oder das Axiallager (10) insbesondere an diesen
Führungsscheiben (15) abstützen.
9. Kugelgewindetrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler, Sensor, Schalter
oder Schaltelement (8) an oder in dem eine Halterung
bildenden Gehäuse (6) der Mutter (3) im Bereich von deren
Mantelfläche angeordnet ist.
10. Kugelgewindetrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (9) in oder an
einer Aussparung (16) des die Mutter (3) enthaltenden
Gehäuses (6) angeordnet ist und an der diese Aussparung
(16) benachbarten Stelle an der Außenseite der Mutter (3)
ein Auslöse- oder Betätigungsglied (Schaltelement 8) für
den Schalter (9) angreift oder angeordnet ist.
11. Kugelgewindetrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Aussparung (16) des
Gehäuses (6) als Betätigungsglied für den Schalter (9) ein
Verdrängungskörper gelagert ist, der mit einem Teil seines
Querschnittes in eine an der Außenseite der Mutter (3)
angeordnete, mit der Aussparung (16) korrespondierende
Aussparung oder Nut (17) ragt, die eine Wandung (18) oder
Begrenzung auf der Seite des Verdrängungskörpers hat, die
bei einer Relativ-Verdrehung der Mutter (3) in Drehrich
tung der Spindel (2) beaufschlagt ist.
12. Kugelgewindetrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der Verdrängungskörper
und/oder die ihn beaufschlagende Wandung der Nut (17)
konisch sich verjüngend oder konisch ausgebildet ist/sind,
wobei die Schrägung von innen nach außen entgegen der
Drehrichtung zurückweichend verläuft.
13. Kugelgewindetrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß als Verdrängungskörper eine
Walze oder Kugel vorgesehen ist, von welcher weniger als
die Hälfte des Querschnittes in die Aussparung oder Nut
(17) an der Außenseite der Mutter (3) ragt.
14. Kugelgewindetrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Verstellen der Reib- und
Federkraft die Federn (11) in einer relativ zu dem Gehäuse
(6) axial verstellbaren Hülse (13) angeordnet sind und die
Hülse und das Gehäuse (6) insbesondere für die Axialver
stellung zusammenwirkende Gewinde (14) haben.
15. Kugelgewindetrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß bei der (Kugelroll-)Mutter
(3) stirnseitig angeordnete Dreh-Schubübertragungsmittel
(18) angeordnet sind, die bei einem Verdrehen der Mutter
(3) relativ zur Halterung (6) eine Axialbewegung auf den
Fühler und/oder Schalter oder das Schaltelement
übertragen.
16. Kugelgewindetrieb nach Anspruch 15, dadurch
gekennzeichnet, daß die Dreh-Schubübertragungsmittel (18)
Auflaufschrägen aufweisen.
17. Kugelgewindetrieb nach Anspruch 15 oder 16, dadurch
gekennzeichnet, daß die Dreh-Schubübertragungsmittel (18)
eine kraftschlüssige Rastkupplung mit einem sich
stirnseitig an die Mutter anschließenden, drehfesten
Schaltteil (19) aufweisen, und daß zwischen den einander
zugewandten Stirnseiten von Schaltteil (19) und Mutter (3)
mit den Auflaufschrägen zusammenarbeitende Druckelemente
(20) vorgesehen sind.
18. Kugelgewindetrieb nach Anspruch 17, dadurch
gekennzeichnet, daß das Schaltteil (19) und/oder die
Mutter (3) oder ein mit der Mutter verbundener
Druckflansch (21) Vertiefungen zur teilweisen Aufnahme der
Druckelemente aufweist bzw. aufweisen, und daß die
Druckelemente (20) insbesondere als Kugeln ausgebildet
sind.
19. Kugelgewindetrieb nach Anspruch 18, dadurch
gekennzeichnet, daß die als Kugeln ausgebildeten
Druckelemente (20) in einem sie haltenden Käfig (22)
geführt sind.
20. Kugelgewindetrieb nach einem der Ansprüche 17 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltteil (19) drehfest
und axial verschiebbar in dem Muttergehäuse (6a) oder
dergleichen Halterung gelagert ist und stirnseitig, der
Mutter abgewandt, gegen das Muttergehäuse über Federn
(11), vorzugsweise Tellerfedern abgestützt ist.
21. Kugelgewindetrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler, Sensor, Schalter
oder Schaltelement (8) im Bereich des Schaltteiles (19)
vorzugsweise an einem mit dem Muttergehäuse (6a)
verbundenen Führungsrohr (23) angeordnet und von einem aus
dem Muttergehäuse ragenden Ende des Schaltteiles (19)
betätigbar ist.
22. Kugelgewindetrieb nach einem der Ansprüche 15 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, daß als Verdrehsicherung zwischen
dem Schaltteil (19) und dem Muttergehäuse (6a) ein
Keilnabenprofil vorgesehen ist.
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| DE4322540A DE4322540C2 (de) | 1992-07-10 | 1993-07-07 | Kugelgewindetrieb |
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