DE4321124C2 - Transportbehälter - Google Patents
TransportbehälterInfo
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- G06K19/06—Record carriers for use with machines and with at least a part designed to carry digital markings characterised by the kind of the digital marking, e.g. shape, nature, code
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Description
Die Erfindung betrifft einen Transportbehälter aus spritzgegos
senem Kunststoff gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein derartiger Transportbehälter, beispielsweise ein Flaschen
kasten, ist aus der EP 490 165 A1 bekannt. Bei diesem Behälter
sind ein oder mehrere Einlegeteile vorgesehen, die in einem se
paraten Formgebungsvorgang hergestellt sind und in einer Be
grenzungsfläche des Behälters endende Abstandsnoppen für eine
lagegenaue Positionierung beim Spritzen des Behälters aufwei
sen. Zusätzlich weisen die Abstandsnoppen eine zu Codierzwecken
in der Begrenzungsfläche des Behälters eine der Kennzeichnung
dienende Querschnittsgestaltung und/oder Farbgestaltung auf.
Der Code wird mit Hilfe einer speziellen Lesevorrichtung ent
schlüsselt, in der der jeweilige Behälter genau positioniert
werden muß, damit sich die Codierflächen immer in einer defi
nierten Leseposition befinden. Diese genau Positionierung ist
umständlich und zeitaufwendig. Außerdem besteht die Gefahr, daß
die nach außen frei liegenden Codiersymbole durch Verschmutzung
oder Beschädigung nicht mehr eindeutig von der Lesevorrichtung
erkannt werden. Das gilt auch für die bekannten Strich-Codie
rungen an Behältern, wie sie beispielsweise aus dem DE 91 05
832 U1 bekannt sind.
Es ist weiterhin aus der DE 39 09 237 A1 eine Verpackung be
kannt, die an ihrer von außen zugänglichen Oberfläche mit einer
aus wenigstens einer Substanz bestehenden Kennzeichnung verse
hen ist, die unter normalen Bedingungen nicht wahrnehmbar ist.
Bei dieser Verpackung wird fluoreszierendes Material verwendet,
das den gesamten Körper einhüllt, was zum einen die Herstellung
dieser Körper kompliziert. Zum anderen können Verschmutzungen
die Lesbarkeit der durch diese Schicht vorgestellten Codierung
stark beeinträchtigen, wenn nicht gar unmöglich machen. Das
gilt nicht nur für die Verschmutzungen dieser Schicht, sondern
auch für den Fall, daß sich die Schicht von der Oberfläche des
Körpers löst.
Im Gegensatz hierzu liegt der Erfindung ausgehend von der EP-
490 165 A1 die Aufgabe zugrunde, einen Transportbehälter der
eingangs genannten Art so auszubilden, daß seine Codierung un
abhängig von der Behältergröße und der Positionierung bezüglich
der Lesevorrichtung gelesen werden kann und doch gegen Ver
schmutzung und Beschädigung durch die Umwelt geschützt ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Einle
geteile ebene Gebilde aus einem magnetisierbaren bzw. aus ma
gnetisierbaren Partikeln enthaltendem Material sind, die voll
ständig vom Kunststoff umschlossen sind.
Es ist zwar in dem DE 84 32 918 U1 auf Seite 2 im ersten Ab
satz ausgeführt, daß Codierungen direkt in den Kunststoff
miteingegossen werden können, damit die Daten nicht durch Be
schädigungen oder Verschmutzungen verloren gehen. Um welche Art
von Codierungen es sich hierbei aber handelt, bleibt offen. Der
Inhalt der Druckschrift legt nahe, daß es sich entweder um eine
Codierung wie aus der EP 0 490 165 A1 bekannt handelt oder aber
beispielsweise um das Einformen eines Strich-Codes, wie es aus
der Gebrauchsmusterschrift DE 91 05 832 A1 bekannt ist.
Bei der vorliegenden Erfindung geht es darum, trotz verhält
nismäßig kleinflächiger Einlegeteile auf eine exakte Positio
nierung beim Lesen verzichten zu können und dabei weiterhin den
Vorteil zu haben, daß die Einlegeteile nicht verschmutzen bzw.
beschädigt werden, bzw. daß diese selbst bei verschmutzten Kä
sten immer noch gelesen werden können.
Durch die Verwendung magnetisierbarer Körper als Einlegeteile
ist gewährleistet, daß deren Wirkung auch bei nicht exakter Po
sitionierung detektierbar ist, auch dann, wenn das Kunststoff
material des Körpers dieselben abdeckt bzw. umschließt.
Somit können auch unterschiedliche Behälter kontinuierlich
nacheinander erkannt werden. Das geschieht, indem die auf einem
Förderband stehenden Behälter an oder unter der Lesevorrichtung
vorbeibewegt werden.
Da die Einlegeteile ebene flächige Gebilde sind, ist ihre Her
stellung unkompliziert und preiswert, zumal die einzelnen Flä
chenbereiche einfache geometrische Gebilde wie Kreise,
Rechtecke, Dreiecke etc. sind. Als Material für die Einlege
teile bieten sich folgende Alternativen an:
Gemäß Anspruch 3 kann das Einlegeteil beispielsweise eine Me
tallfolie sein, die beim Lesevorgang ein in der Lesevorrichtung
vorhandenes statisches Magnetfeld verändert, wobei diese Verän
derungen detektiert und in lesbare elektrische Signale umgewan
delt werden.
Es ist jedoch auch möglich, ein derartiges Einlegeteil in einer
der Lesevorrichtung vorgeschalteten Station zu magnetisieren.
In diesem Fall bewirkt die Magnetfeldkonfiguration des Einlege
teils selbst die detektierbaren Signale in der Lesevorrichtung.
Die Metallfolienteile können beim Recycling des Behälters pro
blemlos auf magnetische Weise entfernt werden.
Die Einlegeteile können jedoch auch aus einem Kunststoffmate
rial, insbesondere aus dem gleichen Material wie der Behälter
bestehen, in das beispielsweise gemäß Anspruch 4 magneti
sierbare Metallpartikel, wie Eisenpulver oder eisenhaltiges
Pulver eingebettet sind (Patentanspruch 5).
Diese auf induktive Weise wirkenden Einlegeteile können gänz
lich von dem den Behälter bildenden Kunststoff umspritzt wer
den, wodurch Verschmutzungen und Beschädigungen der Einlege
teile ausgeschlossen sind. Zudem können auch Verschmutzungen
und Beschädigungen auf der Behälteroberfläche die Wirkung die
ser Einlegeteile nicht beeinträchtigen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Zeichnungen darge
stellt und näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 in schematisierter Darstellung eine Lesevorrichtung für
Transportbehälter in einer ersten Aus
führungsform;
Fig. 2 in schematisierter Darstellung eine Lesevorrichtung für
Transportbehälter in einer zweiten Aus
führungsform und
Fig. 3-9 alternative Ausführungsformen der Einlegeteile.
In den Fig. 1 und 2 ist jeweils ein Förderband mit dem Be
zugszeichen 1 versehen. Auf dem Förderband 1 stehen mit Einle
geteilen 2 (Fig. 3-9) versehene Transportbehälter 3, die im
Spritzgußverfahren aus Kunststoff hergestellt sind. Die Trans
portbehälter 3 werden vom Förderband 1 unter einer Leseeinheit
4 vorbeibewegt. Die Leseeinheit 4 ist im Falle der Fig. 1 eine
Art Sender/Empfänger, wobei die Sendefunktion beispielsweise
darin bestehen kann, daß in der Leseeinheit 4 ein Magnetfeld
aufgebaut wird, welches sich bis in den Bereich des Transport
behälters erstreckt. Bewegt sich nun der mit einem metallischen
Einlegeteil versehene Transportbehälter durch das Magnetfeld,
so wird dieses entsprechend der Konfiguration des Einlegeteils
gestört. Die Veränderungen des Magnetfeldes werden in elektri
sche Signale umgewandet, die von einer nicht dargestellten
Elektronik als codierte Daten des jeweiligen Transportbehälters
erkannt werden.
In der Fig. 2 ist der Leseeinheit 4 eine mit Aktivator zu be
zeichnende Station 5 vorgeschaltet. Der Aktivator 5 kann ein
starker Magnet sein, der magnetisierbare Einlegeteile magneti
siert. Die infolge der Einlegeteil-Konfiguration und der Trans
portbewegung sich räumlich und zeitlich veränderlichen Magnet
felder des magnetisierten Einlegeteils werden in der Leseein
heit 4 mit Hilfe geeigneter Sensoren erkannt, welche dann die
lesbaren Signale erzeugen.
In den Fig. 3-9 ist eine Auswahl verschiedenster Einlege
teil-Konfigurationen dargestellt. Die Einlegeteile 2 sind aus
einem Folienmaterial gefertigt, beispielsweise gestanzt. Dabei
kann das Material eine Metallfolie oder auch eine Kunststoffo
lie sein. Handelt es sich um ein Kunststoffolien-Material, sind
in dieses Grundmaterial in feiner Verteilung Metallpartikel wie
z. B. Eisenpulver oder eisenhaltiges Pulver eingebettet.
Die Einlegeteile 2 sind aus Flächenbereichen gleicher oder auch
verschiedener geometrischer Form zusammengesetzt. Es kann sich
dabei um Rechtecke, Kreise oder Dreiecke handeln. Aber auch an
dere Geometrien und Kombinationen sind denkbar.
Bei der Herstellung des Transportbehälters
wird das Einlegeteil bei geöffneter Maschine in das Formwerk
zeug eingelegt und z. B. pneumatisch oder mechanisch gehalten.
Die Maschine wird geschlossen und die flüssige Kunststoff-Masse
wird eingespritzt. Beim Einspritzen wird das Einlegeteil ganz
oder teilweise umspritzt, so daß dieses Einlegeteil später nur
noch von der Innenseite des Behälters oder gar nicht mehr gese
hen werden kann.
Claims (6)
1. Transportbehälter aus spritzgegossenem Kunststoff, der einen
Boden und eine umlaufende, zumindest zwecks Ausbildung von
Grifföffnungen durchbrochene Seitenwandung aufweist, wobei in
der Seitenwand und/oder im Boden ein oder mehrere Einlege
teile zu Codierzwecken vorgesehen sind, die neben- und/oder
übereinander angeordnete, unterschiedliche geometrische Flä
chenbereiche bilden und aufgrund ihres Flächenmusters eine
Codierung beinhalten,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einlegeteile (2) ebene Gebilde aus magnetisierbarem
bzw. aus magnetisierbare Partikel enthaltendem Material sind,
die vollständig vom Kunststoff umschlossen sind.
2. Transportbehälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die die ebenen Gebilde zusammensetzenden Flächenbereiche
Rechtecke und/oder Dreiecke und/oder Kreise sind.
3. Transportbehälter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Einlegeteil (2) ein magnetisierbarer Metallkörper
ist.
4. Transportbehälter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Einlegeteil (2) ein Kunststoffkörper mit einer Beimi
schung eines magnetisierbaren Materials ist.
5. Transportbehälter nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das magnetisierbare Material Eisenpulver bzw. eisenhalti
ges Pulver ist.
6. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 4 und 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kunststoffkörper des Einlegeteils (2) aus dem glei
chen Kunststoffmaterial wie der Transportbehälter (4) be
steht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934321124 DE4321124C2 (de) | 1993-06-25 | 1993-06-25 | Transportbehälter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934321124 DE4321124C2 (de) | 1993-06-25 | 1993-06-25 | Transportbehälter |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4321124A1 DE4321124A1 (de) | 1995-01-05 |
| DE4321124C2 true DE4321124C2 (de) | 1996-02-15 |
Family
ID=6491201
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934321124 Expired - Fee Related DE4321124C2 (de) | 1993-06-25 | 1993-06-25 | Transportbehälter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4321124C2 (de) |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8432918U1 (de) * | 1984-11-10 | 1985-02-21 | Stucki Kunststoffwerk Und Werkzeugbau Gmbh, 4902 Bad Salzuflen | Transportkasten aus kunststoff |
| DE3909237A1 (de) * | 1989-03-21 | 1990-09-27 | Kautex Werke Gmbh | Verfahren zum identifizieren von verpackungen und/oder von zu ihrer herstellung verwendeten werkstoffen |
| DE4039058C2 (de) * | 1990-12-07 | 1994-11-24 | Peguform Werke Gmbh | Transportbehälter, insbesondere Flaschenkasten aus Kunststoff |
| DE9105832U1 (de) * | 1991-05-10 | 1991-07-04 | Ing. Alfred Häner GmbH, 5275 Bergneustadt | Kunststoffbehälter mit Codierfeldern |
-
1993
- 1993-06-25 DE DE19934321124 patent/DE4321124C2/de not_active Expired - Fee Related
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4321124A1 (de) | 1995-01-05 |
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Legal Events
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