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DE4316368C2 - Verfahren zur Herstellung von beschichteten Tafelelementen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von beschichteten Tafelelementen

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DE4316368C2
DE4316368C2 DE4316368A DE4316368A DE4316368C2 DE 4316368 C2 DE4316368 C2 DE 4316368C2 DE 4316368 A DE4316368 A DE 4316368A DE 4316368 A DE4316368 A DE 4316368A DE 4316368 C2 DE4316368 C2 DE 4316368C2
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Germany
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blank
coating sheet
piece
groove
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DE4316368A
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Herrmann Fendt
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27DWORKING VENEER OR PLYWOOD
    • B27D5/00Other working of veneer or plywood specially adapted to veneer or plywood
    • B27D5/003Other working of veneer or plywood specially adapted to veneer or plywood securing a veneer strip to a panel edge
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C63/00Lining or sheathing, i.e. applying preformed layers or sheathings of plastics; Apparatus therefor
    • B29C63/02Lining or sheathing, i.e. applying preformed layers or sheathings of plastics; Apparatus therefor using sheet or web-like material
    • B29C63/04Lining or sheathing, i.e. applying preformed layers or sheathings of plastics; Apparatus therefor using sheet or web-like material by folding, winding, bending or the like

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Wood Science & Technology (AREA)
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  • Veneer Processing And Manufacture Of Plywood (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von beschichteten insbesondere furnierten, Tafelelementen wie Paneelen.
Aus der US-A 3 553 048 ist ein Verfahren zur Herstellung von furnierten Tafelelementen, wie Paneelen, bekannt. Bei diesem bekannten Verfahren werden aus einer breiten Platte schmale, furnierte Nut- und Federpaneele hergestellt. Als Ausgangsmaterial wird daher eine breite Platte verwendet. Diese wird sichtseitig mit parallelen Nuten versehen, welche bereits die gewünschte Nut- und Federkonfiguration enthalten. Anschließend wird die Sichtseite furniert, wobei die genannten Nuten überspannt werden. Danach werden im Bereich der Nuten das diese überspannende Beschichtungsblatt und der diesem jeweils gegenüberliegende Steg des Ausgangsmaterials durchtrennt. Durch diesen Trennschnitt werden schmale Paneele gebildet, über deren Längskanten Randstreifen des Beschichtungsblatts auskragen. Diese auskragenden Randstreifen werden anschließend an das Randprofil angepreßt und angeleimt.
Dieses bekannte Verfahren birgt in sich die große Gefahr, daß das im Bereich der Nuten durchtrennte Beschichtungsmaterial beim Trennvorgang abbricht. In diesem Zusammenhang kann nämlich nicht umberücksichtigt bleiben, daß Furniere verhältnismäßig wenig Feuchtigkeit enthalten und daher äußerst spröde sind. Ein derartiges Blatt, das in der Mitte zwischen zwei voneinander beabstandeten Stützkanten durchtrennt wird, neigt zum Brechen im Bereich der Stützkanten. Hinzu kommt, daß bei der bekannten Anordnung das angefräste Nut- und Federprofil praktisch rechteckige Kanten aufweist, an die das Beschichtungsblatt angepreßt werden muß. Auch hieraus resultiert eine an sich unerhebliche Bruchgefahr. Bei der Durchführung des bekannten Verfahrens sind daher nur vergleichsweise niedrige Vorschubgeschwindigkeiten möglich. Die Folge davon ist jedoch eine niedrige Durchsatzleistung. Die oben genannten Gefahren sind bei der Verwendung reiner Holzfurniere besonders groß. Es ist daher zu erwarten, daß bevorzugt mit einem Verstärkungsvlies versehene Furniere verwendet werden, um den genannten Bruchgefahren beim Schneid- und Anpreßvorgang entgegenzuwirken. Die Verwendung der genannten Vliese erfordert jedoch einen nicht unerheblichen Aufwand. Hinzu kommt, daß in diesem Zusammenhang nur Kunststoffleime Verwendung finden können. Biologisch erzeugte Leime sind dagegen nicht verwendbar. Das bekannte Verfahren erweist sich somit als nicht wirtschaftlich und umweltfreundlich genug.
Die DE 33 23 658 A1 enthält ein Verfahren zur Herstellung von furnierten, randseitig profilierten Paneelen, bei dem der profilierte Paneelrand durch einen nachträglich angesetzten Randstreifen furniert wird. Ein derartiges Verfahren erfordert nicht nur eine aufwendige maschinelle Einrichtung, sondern birgt auch die Gefahr, daß im Stoßbereich zwischen dem nachträglich angesetzten Furnier-Randstreifen und dem die ebene Fläche bedeckenden Furnier eine sichtbare Leimfuge entsteht. Zudem lassen sich hierbei in der Regel Farbunterschiede zwischen dem nachträglich angesetzten Randstreifen und dem benachbarten Furnierblatt nicht vermeiden. Diese Nachteile wirken sich ungünstig auf die erzielbare Qualität des Endprodukts aus. Hinzu kommt, daß es sich bei dem nachträglich angesetzten Randstreifen um einen vergleichsweise schmalen Streifen handelt, der erfahrungsgemäß weit mehr bruchanfällig ist, als ein breites Furnierblatt. Dies gilt insbesondere für den Fall, daß dickere Furniere Verwendung finden sollen. Insbesondere wenn höhere Durchsatzgeschwindigkeiten ereicht werden sollen, muß diesen Gefahren auch hier durch die Verwendung von mit einem Verstärkungsvlies versehenen Furnieren Rechnung getragen werden.
Auf derselben Linie liegt das aus der DE 34 15 053 C2 entnehmbare Verfahren. Auch hierbei wird ein Randstreifen nachträglich angesetzt.
Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren eingangs erwähnter Art zu schaffen, bei dem mit einfachen und kostengünstigen Mitteln eine holzgerechte Produktionsweise bei hoher Wirtschaftlichkeit erzielt werden kann.
Diese Aufgabe wird durch den Anspruch 1 gelöst.
Die erfindungsgemäßen Maßnahmen stellen sicher, daß das Beschichtungsblatt selbst mit Ausnahme der Entfernung des letzten Überstands nicht durchtrennt werden muß. Es können daher in vorteilhafter Weise Echtholz-Furniere ohne Verstärkungsvlies Verwendung finden. Dennoch kann mit hohen Geschwindigkeiten gearbeitet werden, ohne daß eine Reiß- oder Bruchgefahr zu befürchten wäre. Dadurch, daß der Randsteg mit Abstand unterhalb des Beschichtungsblatts von der Seite her durchtrennt wird, bleibt in vorteilhafter Weise eine mit dem Beschichtungsblatt verbundene, seitliche Verstärkungsleiste stehen. Hierdurch ist sichergestellt, daß Flatterbewegungen des Beschichtungsblatts wirksam entgegengewirkt wird. Die genannte Verstärkungsleiste gewährleistet, daß das Schneidwerkzeug auch im Falle eine unruhigen Laufs bzw. unruhigen Vorschubs nicht zum Eingriff in das Beschichtungsblatt kommt. Auch derartige Beschädigungen sind daher in vorteilhafter Weise ausgeschlossen.
Vorteilhafte Weiterbildungen und zweckmäßige Ausgestal­ tungen der übergeordneten Maßnahmen sind in den Unteran­ sprüchen angegeben. So kann die sichtseitige, lichte Weite der Randnut bzw. -nuten zumindest der Abwicklungs­ länge der jeweils zugeordneten Flanke des fertigen Elements entsprechen. Hierdurch wird sichergestellt, daß die beim Durchtrennen der Randstege jeweils stehenbleibende Versteifungsrippe beim Anpressen der Beschichtung an die Seitenflanke die Rohlingsunterseite untergreift, so daß die gesamte Seitenflanke zuverlässig furniert etc. wird.
Eine weitere zweckmäßige Maßnahme kann darin bestehen, daß bei für Nut- und Federverbindungen bestimmten Elementen in Form von Paneelen die hierfür vorgesehen Nuten erst nach der Furnierung etc. eingeschnitten werden. Hierdurch wird sicher gestellt, daß die Seitenflanken nicht nur bis zur Nut sondern auch im Bereich der unteren Nutwange furniert etc. sind. Gleichzeitig werden exakte Kanten erreicht.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Fortbildungen der übergeordneten Maßnahmen sind in den restlichen Unteransprüchen angegeben und aus der nach­ stehenden Beispielsbeschreibung erkennbar.
Nachstehend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel an­ hand der Zeichnung näher erläutert. Hierbei zeigen:
Fig. 1 bis 7 aufeinanderfolgende Verfahrensschritte anhand des Produk­ tionsfortgangs bei der Herstellung eines erfindungs­ gemäßen Paneels.
Die Fig. 1 zeigt einen zum Furnieren bereits vorbe­ reiteten Paneelrohling 1. Dieser ist mit zwei entlang seiner seitlichen Kanten verlaufenden, zur oberen Sicht­ seite hin offenen Randnuten 2 versehen. Diese können von oben her mittels eines Formfräsers in das brettförmige, einen rechteckförmigen Querschnitt aufweisende Ausgangs­ stück eingefräst worden sein. Das brettförmige Ausgangs­ stück kann zweckmäßig aus seitlich miteinander verleimten Leisten 3 bestehen, die so angeordnet sind, daß sich über der ganzen Rohlingsbreite im wesentlichen stehend ver­ laufende Jahresringe ergeben, wie in Fig. 1 bei 4 ange­ deutet ist. Dieser stehende Verlauf der Jahresringe 4 stellt sicher, daß auch bei Verzicht auf ein Sperrfurnier die Oberflächenstruktur des Paneelrohlings 1 nicht auf dem direkt hierauf aufbringbaren Sichtfurnier abgezeich­ net wird.
Nach außen sind die Randnuten 2 jeweils durch einen beim Einfräsen der Nuten stehen gelassenen Randsteg 5 be­ grenzt, dessen Höhe der Höhe des mittleren Nutzens des Rohlings 1 entspricht. Die innere Flanke der Randnuten 5 ist hier als radienförmige Abrundung 6 ausgebildet, entsprechend der gewünschten seitlichen Abrundung des fertigen Paneels, wie aus Fig. 7 erkennbar ist. Die Breite B des Ausgangsstücks bzw. Rohlings 1 ist dement­ sprechend um die Fußbreite der Randnuten 2 und die Dicke der Randstege 5 größer als die Breite b des später als Furnierträger benötigten Nutzens des Rohlings 1.
Im Anschluß an die Herstellung der Randnuten 2 wird auf den so vorbereiteten Rohling 1, wie aus Fig. 2 erkennbar ist, ein Furnierblatt 7 aufgeleimt und aufgepreßt, das sich durchgehend über die von den Randnuten 2 begrenzte, mittlere Oberfläche des Nutzenstücks des Rohlings 1 sowie über die Oberseiten der Randstege 5 erstreckt. Zum Auf­ leimen des Furnierblatts 7 kann ein umweltfreundlicher Dispersionsleim Verwendung finden wie dies auch zum Verleimen der Leisten 3 der Fall sein kann. Das Furnier­ blatt 7 ist auf seiner ganzen Auflagefläche verleimt und haftet dementsprechend nicht nur auf der Oberfläche des mittleren Nutzenstücks, sondern auch auf den seitlichen Randstegen 5. Die Randnuten 2 werden vom aufgelegten Fur­ nierblatt 7 abgedeckt.
Anschließend werden, wie in Fig. 3 bei 8 angedeutet ist, die Randstege 5 durchtrennt. Der hierzu erforderliche Trennschnitt kann mittels eines von der Seite her ein­ greifenden Kreissägenblatts oder Scheibenfräsers durch­ geführt werden, wie in Fig. 3 bei 9 angedeutet ist. Der Trennschnitt 8 wird mit Abstand unterhalb des Furnier­ blatts 7 durchgeführt, so daß eine am Furnierblatt 7 befestigte Stabilisierungsrippe 10 stehen bleibt, welche den nun frei über das mittlere Nutzenstück auskragenden Randbereich des Furnierblatts 7 stabilisiert.
Anschließend wird der Paneelrohling, wie Fig. 4 zeigt, durch seitliche Materialabnahme bis auf die Innenflanken der Randnuten 2, also bis auf Nutzenmaß abgearbeitet. Dabei wird praktisch der Überstand der Rohlingsbreite B über die Nutzenbreite b entfernt, so daß sich das ge­ wünschte Nutzenstück 1a ergibt. Die seitliche Material­ abnahme kann mittels eines seitlich angreifenden Schei­ benfräsers 11 erfolgen, wie in Fig. 4 angedeutet ist. Das von dieser seitlichen Materialabnahme nicht berührte Furnierblatt kragt mit seinem versteiften Randbereich über die seitlichen, eine abgerundete Längskante aufweis­ enden Flanken des Nutzenstücks 1a aus. Im vorliegenden Beispiel werden zur Durchtrennung der Randstege 5 und zum Abarbeiten des Rohlings bis auf Nutzenbreite 2 den Fig. 3 und 4 zugrundeliegende Arbeitsschritte durch­ geführt. Es wäre natürlich auch eine Beschränkung auf den der Fig. 4 zugrundeliegenden Frässchnitt denkbar, bei dem der zugeordnete Randsteg mit durchtrennt würde. Die vorherige Durchtrennung des Randstegs 5 stellt jedoch sicher, daß Instabilitäten des freigelegten Furnierblatt­ rands zuverlässig unterbleiben.
Die Unterseiten der über das Nutzenstück 1a seitlich aus­ kragenden Randstreifen des Furnierblatts und/oder die ab­ gerundeten Seitenflanken 12 des Nutzenstücks 1a werden anschließend beleimt. Hierzu kann wiederum ein umwelt­ freundlicher Dispersionsleim Verwendung finden. An­ schließend werden die auskragenden Randstreifen des Fur­ nierblatts 7 unter Verwendung herkömmlicher Durchlauf­ pressen an die Seitenflanken 12 angepreßt, wie in Fig. 5 durch eine Anpressrolle 13 angedeutet ist. Auch bei dem der Fig. 2 zugrundeliegenden Furniervorgang können Durchlaufpressen herkömmlicher Bauart Verwendung finden. Zur Beschleunigung der Leimabbindung kann zweckmäßig eine Beheizung, beispielsweise mittels einer Infrarotbestrah­ lung, erfolgen. Nach dem Anlegen der Randstreifen des Furnierblatts 7 an die Seitenflanken 12 des Nutzenstücks 1a ist dieses, wie die Fig. 6 zeigt, auf seiner Ober­ seite und den hieran anschließenden, abgerundeten Seiten­ flanken mittels eines durchgehenden Furnierblatts 7 furniert.
Die furnierseitig festgelegten Versteifungsrippen 10 sind so platziert, daß sie den Furniervorgang für die Seitenflanken 12 nicht behindern. Im dargestellten Beispiel untergreifen die Versteifungsrippen 10 des angelegten Furnierblatts 7, wie Fig. 6 links erkennen läßt, das Nutzenstück 1a. Dies wird dadurch erreicht, daß die lichte Weite der Randnuten im Bereich der Nutzen­ oberseite zumindest der Abwicklungslänge der zugeordneten Flanke des Nutzenstücks 1a bzw. des fertigen Paneels ent­ spricht. Es wäre aber auch denkbar, die Versteifungsrippen 10 jeweils in eine zugeordnete Nut 10a des Nutzenstücks 1a eingreifen zu lassen, wie in Fig. 6 rechts angedeutet ist. In diesem Fall wird zumindest um die Rippenbreite weniger Furnier verbraucht. Die Nut 10a, die hier zweckmäßig als zweiseitig offene, untere Randnut ausgebildet ist, kann im Zusammenhang mit dem der Fig. 4 zugrundeliegenden Fräsvorgang hergestellt werden.
Anschließend werden die über die Unterseite des Nutzen­ stücks 1a vorstehenden Ränder des Furnierblatts 7 bündig mit der Unterseite des Nutzenstücks 1a abgeschnitten, wie in Fig. 7 durch einen von unten angreifenden Scheiben­ fräser 14 angedeutet ist. Die Achse des Scheibenfräsers 14 ist, wie Fig. 7 anschaulich zeigt, gegenüber der Pa­ neeloberfläche leicht gekippt, so daß sich im Schnitt­ bereich eine leichte Phase etwa im Bereich von sieben bis neuen Grad, hier acht Grad, ergibt. Dies bewerkstelligt einen zuverlässigen Kantenschutz, so daß ein Ausbrechen des Furniers im Bereich der Furnierkante unterbleibt. Das nach Durchführung diese Arbeitsgangs erhaltene Paneel 15 besteht demnach aus einem durch das Nutzenstück 1a gebil­ deten Mittelteil und einem hierauf aufgebrachten, einstückig über die seitlichen Flanken sich erstrecken­ den, durch das Furnierblatt 7 gebildeten Sichtfurnier, das anschließend noch eine Endbehandlung etwa durch Schleifen und Lackieren, erhalten kann.
Sofern die so hergestellten Paneele 15 für Nut- und Fe­ derverbindungen vorgesehen sind, werden die hierzu be­ nötigten, seitlichen Nuten 16 nachträglich, d. h. nach Durchführung des Furniervorgangs, eingeschnitten, wie in Fig. 7 rechts angedeutet ist. Hierdurch ist sicherge­ stellt, daß sich exakte Kanten im Bereich der seitlichen Nutbegrenzungen ergeben. Gleichzeitig wird hierdurch sichergestellt, daß auch die untere Nutwange sauber furniert ist, wie in Fig. 7 bei 7a angedeutet ist. Wie weiter oben schon erwähnt wurde, ist das Nutzenstück 1a so aufgebaut, daß sich über seiner Breite im wesentlichen stehend verlaufende Jahresringe ergeben, so daß auch bei direkt auf dem Nutzenstück 1a aufgebrachtem Sichtfurnier eine Abzeichnung der Nutzenstruktur auf dem Furnier nicht zu befürchten ist und dementsprechend auf ein Sperrfur­ nier verzichtet werden kann.

Claims (9)

1. Verfahren zur Herstellung von beschichteten, insbesondere furnierten Tafelelementen, wie Paneelen, mit wenigstens einer profilierten, vor­ zugsweise eine abgerundete Längskante aufweisenden Längseite, das folgende Verfahrensschritte aufweist:
  • a) ausgehend von einem Rohling (1), dessen Breite (B) größer als die Breite (b) des fertigen Nutzenstücks (1a) ist, wird in diesen von seiner Sichtseite her für jede zu profilierende Längseite eine randparallele Randnut (2) eingearbeitet deren innere Flanke (6) entsprechend dem gewünschten Längsseitenprofil ausgebildet ist und die nach außen durch einen Randsteg (5) begrenzt ist,
  • b) auf den Rohling (1) wird ein jede Randnut (2) übergreifendes, auf jedem Randsteg (5) abgestütztes Beschichtungsblatt (7) aufgeleimt und aufgepreßt,
  • c) jeder Randsteg (5) wird mit Abstand unterhalb des Beschichtungsblatts (7) von der Seite her durchtrennt,
  • d) der Rohling (1) wird randseitig bis auf Endmaß des Nutzenstücks (1a) abgearbeitet,
  • e) jeder randseitig überstehende Bereich des Be­ schichtungsblatts (7) wird an die zugeordnete Längsseite des Nutzenstücks (1a) angeleimt und angepreßt und
  • f) der verbleibende Überstand des Beschichtungs­ blatts (7) über die Unterseite des Nutzenstücks (1a) wird entfernt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die sichtseitige lichte Weite der Randnut (2) zumindest der Abwicklungslänge der zugeordneten Flanke des fertigen Nutzenstücks (1a) entspricht.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß beim Anpressen des Be­ schichtungsblatts (7) eine Beheizung, vorzugsweise mittels Infrarotbestrahlung, erfolgt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrennung des Randstegs bzw. der Randstege (5) und die Abarbeitung des Rohlings (1) auf Nutzenmaß in zwei getrennten Arbeitsgängen erfolgt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß beim Entfernen des unteren Überstands des Beschichtungsblatts (7) eine Fase von weniger als zehn Grad, vorzugsweise acht Grad, gebildet wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Massivholz-Rohling (1) Verwendung findet, der aus miteinander verleimten Leisten (3) besteht, die so angeordnet sind, daß sich über der Rohlingsbreite im wesentlichen stehend verlaufende Jahresringe (4) ergeben.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei für Nut- und Feder­ verbindungen bestimmten Elementen, vorzugsweise Paneelen, die hierfür benötigten Seitennuten (16) erst nach der Beschichtung eingeschnitten werden.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß für alle Verleimvorgänge ein Dispersionsleim Verwendung findet.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das auf dem Nutzenstück (1a) aufgenommene Beschichtungsblatt (7) als Sichtfurnierblatt endbehandelt wird.
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