DE4313379C2 - Heizwalze - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Heizwalze für bahnartige Materialien, insbesondere
Papier, der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung.
Bei solchen Heizwalzen unterscheidet man zwei Grundtypen, nämlich ein Walzen
typ mit einem rohrförmigen Walzenkörper, bei dem das Heizmedium durch das
hohle Innere des Walzenkörpers geleitet wird und dabei seine Wärmeenergie an
das Innere des Walzenkörpers abgibt, oder ein Walzentyp mit einem massiven
Walzenkörper, in den eine größere Anzahl axialer Bohrungen nahe bei der Wal
zenoberfläche, also peripher, eingebracht ist. Ein Heizmedium durchströmt diese
peripheren Bohrungen oder Leitungen, gibt seine Wärmeenergie an die Wände der
Bohrungen oder Leitungen und damit an die Walzenoberfläche ab.
Heizwalzen mit peripheren Bohrungen sind bisher für flüssige Heizmedien, wie
etwa Wasser und Thermalöl, eingesetzt worden, dabei kam jedoch ein besonders
vorteilhafter Wärmeträger, nämlich Wasserdampf, bisher nicht in Betracht.
Dies liegt daran, daß der Wasserdampf innerhalb der Bohrungen bzw. Leitungen
zumindest teilweise kondensiert, wobei er seine Wärme zu einem großen Teil bzw.
insgesamt an den Walzenkörper, die Walzenoberfläche und damit an das zu
bearbeitende, bahnartige Material abgibt. Das dabei entstehende Kondensat wird
durch die meist bei Papierbearbeitungsmaschinen, z. B. Release-Superkalander, etc.,
auftretenden Zentrifugalkräfte in den Bohrungen bzw. Leitungen nach außen
gedrückt, so daß das Kondensat nicht abfließen kann. Dadurch werden die
Bohrungen während des Betriebs zunehmend mit Kondensat gefüllt, bis schließlich
die gesamten Bohrungen durch Wasser verschlossen sind. Damit geht der
Durchsatz an Wasserdampf und parallel dazu die Heizleistung der Heizwalze
praktisch gegen Null. Die bekannte Heizwalze vom gattungsgemäßen Typ müßte in
diesem Fall soweit abgebremst werden, daß die Zentrifugal- bzw. Fliehkräfte nicht
mehr ausreichen, um das Wasser in den Bohrungen bzw. Leitungen zurückzuhalten.
Im Extremfall müßte eine bekannte Walze vom gattungsgemäßen Typ sogar in den
Stillstand versetzt werden, um das Kondensat zumindest aus den oben zu liegen
kommenden Bohrungen ablaufen zu lassen. Es ist klar, daß sowohl während des
Verstopfungsvorganges als auch während der nachfolgenden Abbrems- und Entlee
rungsvorgänge in jedem Fall Situationen auftreten, die dazu führen, daß eine
Heizwalze vom gattungsgemäßen Typ ungleichmäßig beheizt wird, so daß unregel
mäßige Temperaturprofile entlang der Heizwalze auftreten, die zu thermisch
bedingten Deformationen und Verspannungen etc. führen.
Aus derartigen Gründen ist bislang für den gattungsgemäßen Walzentyp Wasser
dampf als Heizmedium nicht in Frage gekommen. Umgekehrt ist Wasserdampf
jedoch ein ideales Heizmedium, da es innerhalb der Walze bevorzugt immer an
den Stellen kondensiert und dort seine Heizleistung abgibt, an denen die kältesten
Stellen auftreten. Damit ist durch diese Eigenschaft des Heizmediums selbst
gewährleistet, daß immer ein angenähert oder auch exakt abgestimmt gleich
mäßiges Temperaturprofil über die für die Bearbeitung des bahnartigen Materials
wesentliche Oberfläche oder aber über die gesamte Oberfläche der Heizwalze
vorhanden ist.
Demgegenüber bietet die Verwendung von Wasserdampf bei Heizwalzen des
anderen Typs keine Probleme, da sich das zurückbleibende Kondensat in be
kannter Weise entweder über einen stehenden oder einen sich mit der Walze
drehenden handelsüblichen Syphon aus der Walze entfernen läßt.
Jedoch hat die gattungsgemäße Walze gegenüber der Walze des anderen Typs
einen maßgeblichen Kostenvorteil, nämlich insofern, als die Heizwalzen des
anderen Typs einen sehr großen, im Walzenkörper befindlichen Hohlraum auf
weisen, und deshalb in vielen Ländern, z. B. den USA, besonders aufwendigen
Abnahmebedingungen unterliegen, da sie als Druckbehälter gelten. Dabei ist
zu bedenken, daß der Wasserdampfdruck bei einer Temperatur von ca. 211°C
ungefähr 20 bar beträgt und bei einer Temperatur von ca. 249°C ungefähr bei
40 bar liegt. Jedoch gelten diese aufwendigen Abnahmebedingungen nicht für
Behälter, die einen Innendurchmesser von kleiner als 6 Zoll, nämlich weniger
als ca. 152,4 mm, aufweisen, wobei bei der Definition des Behälters jede der
einzelnen axialen Bohrungen bzw. Leitungen des gattungsgemäßen Walzen-
Typs als ein einzelner Behälter angesehen wird.
Damit ist folglich der Vorteil verbunden, daß bei gleichbleibender Qualität,
Funktionalität und Betriebssicherheit eine Walze vom gattungsgemäßen Typ
weitaus kostengünstiger hergestellt und angeboten werden kann als eine Wal
ze des anderen Typs.
Zudem ist folgendes zu berücksichtigen: Um den Liniendrücken zu genügen,
die z. B. bei Release-Superkalandern relativ hoch sein müssen, nämlich bis zu
ca. 450 oder gar 500 kN/M und in Einzelfällen darüberhinaus, muß als Werk
stoff für die Heizwalzen Stahl zu verwendet werden, zumal aus Gründen der
Wärmeübertragung auf das Papier die Walzenwand möglichst dünn gehalten
werden muß. Die Walzenwandung aus Stahl läßt sich zudem oberflächenhär
ten. Damit jedoch wird in Verbindung mit den besonderen Abnahmebedingun
gen der Herstellungsaufwand für Heizwalzen des anderen Typs nochmals er
höht.
Ein Versuch, die mit der Kondensation des Heizmediums verbundenen Proble
me zu vermeiden oder zumindest zu verringern, geht aus der gattungsbilden
den AT-PS 387 248 hervor, die einen Außenmantel in Form eines Rohres auf
weist. In diesen Außenmantel ist ein Kernzylinder eingeschrumpft. Selbst bei
exaktester Fertigung der Außenkonturen des Kernzylinders ist es nicht mög
lich, dafür zu sorgen, daß der Kernzylinder vollständig an der Innenwandung
des Außenmantels anliegt. Dieser fehlende Kontakt führt jedoch zu einer Spalt
bildung, so daß die einzelnen Kammern über einen Spaltbereich zwischen dem
Walzenmantel und dem Kernzylinder in Verbindung miteinander stehen. Da
durch fallen solche Walzen zumindest in Deutschland unter die "Kesselbauvor
schriften für Druckgefäße", was nach der AT-PS 387 248 gerade vermieden
werden soll, siehe Seite 3, Zeilen 15 bis 16.
Darüberhinaus ergibt sich zusätzlich noch das Problem, daß nach dem Ein
schrumpfen des Kernzylinders durch den Kernzylinder selbst sowie bei klein
sten Ungleichmäßigkeiten in der Formgebung des Kernzylinders durch diesen
ein Druck auf den Außenmantel ausgeübt wird, der zusätzlich zu dem Dampf
druck von dem Außenmantel aufgenommen werden muß und die Belastung
durch den Dampfdruck ohne weiteres übersteigen kann.
Zusätzlich zu diesen Spannungsbelastungen, die ungleichmäßig auf den Außen
mantel auswirken, tritt noch das Problem auf, daß die Spannungen, die von
dem Kernzylinder auf den Außenmantel ausgeübt werden, entlang des Kon
taktspaltes zwischen diesen beiden Teilen ungleichmäßig sind. Dies führt zu
sätzlich dazu, daß bei unterschiedlichen Dampfdrücken an verschiedenen Stel
len der Schrumpfverbindung, an denen der Druck durch die Spannungsbela
stung durch den Momentandampfdruck überschritten wird, ein zusätzlicher
Spalt auftritt, durch den Dampf bzw. Kondensat strömen kann.
Um eine optimale Kondensatabfuhr zu erreichen, sind in den Endbereichen der
als Leitungen für den Dampf dienenden Längsnuten, wo diese in die Dampf
ableitungen übergehen, wehrartige Erhöhungen vorgesehen, welche die Nuten
in einen stetigen Übergang auf einen Schlitz einengen. Vor den Schlitzen an
der Innenfläche des Außenmantels angesammeltes Kondensat wird durch den
Schlupfdampf in die Dampfauslaßleitung mitgenommen und abgeführt, so daß
sich nur ein Kondensatfilm bestimmter, insbesondere geringer Dicke auf der
Innenfläche des Außenmantels ausbilden kann. Selbst ein solcher Kondensat
film geringer Dicke beeinträchtigt jedoch die Funktionsweise einer solchen
Heizwalze.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Heizwalze für bahnartige Mate
rialien der angegebenen Gattung zu schaffen, bei der kondensiertes Heizmedi
um, insbesondere Wasser, die Funktionsfähigkeit nicht beeinträchtigt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1
gelöst.
Zweckmäßige Ausführungsformen werden durch die Merkmale der Unteran
sprüche definiert.
Die mit der vorliegenden Erfindung erzielbaren Vorteile beruhen darauf,
daß in der Heizwalze zumindest ein Sammelraum zur Aufnahme des
Kondensats des Heizmediums, vorzugsweise Wasserdampf, angeordnet ist.
Hierdurch wird es möglich, den gattungsgemäßen Walzentyp auch für
Wasserdampf zu verwenden, da auftretende Fliehkräfte bzw. Zen
trifugalkräfte das Kondensat nunmehr in den entsprechend angeord
neten Sammelraum drücken, von wo aus das Kondensat, bevorzugt
Wasser, abgeleitet werden kann.
Damit können auch Heizwalzen für Superkalander bzw. Release-
Superkalander, die bevorzugt mit Wasserdampf betrieben werden, nach
dem gattungsgemäßen Walzentyp ausgebildet werden, wodurch die
aufwendigen Abnahmebedingungen und die damit verbundenen
Anforderungen an die Walzen hinfällig werden.
Zudem ist Wasserdampf in jeder üblichen Papierfabrik vorhanden, so
daß bei einer direkten Dampfbeheizung auf eine zusätzliche Heizstation
mit Wärmetauscher zur Umwandlung von Dampfenergie in heißes Wasser
und auf eine gesonderte Kreislaufpumpe für das Heizmedium verzichtet
werden kann.
Außerdem kann nunmehr der wesentliche Vorteil der gattungsgemäßen
Walze, daß nämlich die Bohrungen bzw. Leitungen sehr dicht an der
Walzenoberfläche liegen, so daß die Wärmeübertragung sehr günstig ist,
mit den günstigen Abnahmebedingungen verknüpft werden, da die
Bohrungen einen kleineren Innendurchmesser als 6 Zoll bzw. 152,4 mm
aufweisen, so daß die wasserdampfführenden Bohrungen bzw. Leitungen
nicht mehr als Druckbehälter angesehen werden, auf den meist in
Verbindung mit den erschwerten Abnahmebedingungen verwendeten
teuren Stahl verzichtet und auf preisgünstigeren Hartguß überge
gangen werden kann.
Zudem liefert die erfindungsgemäße Walze bei vorgegebener Dampf
temperatur eine weitaus höhere Oberflächentemperatur als eine
Verdrängerwalze, also eine Walze des Typs.
Zudem ist Wasserdampf bis zu Drücken von etwa 10 bar, d. h. ungefähr
180°C, nahezu immer vorhanden und damit unproblematisch.
Die in der erfindungsgemäßen Walze vorhandene Kondensatmenge ist
zudem äußerst gering, so daß, sogar verglichen mit einer entsprechend
aufgeheizten Verdrängerwalze, das Gefahrenpotential der erfindungs
gemäßen Walze gering ist.
Zudem tritt kein Temperaturabfall des Heizmediums, insbesondere
Wasserdampfes, beim Durchlauf durch den Walzenkörper auf, so daß ein
völlig ausgeglichenes Temperaturprofil zumindest über den für das
bahnartige Material zugänglichen Bereich, vorzugsweise über den
gesamten Walzenbereich, vorliegt.
Die Regelbarkeit der Heizleistung der erfindungsgemäßen Heizwalze ist
äußerst variabel und von Null bis zu einer maximalen Heizleistung
einstellbar, worauf nachfolgend noch näher eingegangen wird.
Die für die erfindungsgemäße Heizwalze erforderlichen Dichtköpfe für
die Flanschanschlüsse lassen sich weitaus kleiner ausgestalten, da
unter anderem der Kondensatanfall bei einer Heizleistung von 100 kW
lediglich ca. 3 l pro Minute beträgt. Zudem ist es nicht erforderlich, die
Dichtköpfe durch den dynamischen Druck einer Pumpe, die innerhalb
eines Kreislaufes für ein Heizmedium angeordnet ist, zusätzlich zu
belasten. Letztlich werden keine zusätzlichen Energieaufwendungen für
die Aufheizung die Bewegung des Heizmedium benötigt. Mit der
erfindungsgemäßen Heizwalze lassen sich sehr hohe Temperaturen, die
mit entsprechend hohen Drücken verbunden sind, realisieren. Da
Dichtköpfe verfügbar sind, die bis zu 17 bar belastbar sind, können
Temperaturen um die 207°C problemlos in die Praxis umgesetzt werden.
Vorteilhafterweise kann der Sammelraum einen umlaufenden Ringraum
an zumindest einem der axialen Endbereiche des Walzenkörpers
und/oder im Bereich zumindest eines der Flanschzapfen aufweisen.
Dieser Ringraum sollte gegenüber den Bohrungen bzw. Leitungen derart
angeordnet sein, daß die Fliehkräfte bzw. Zentrifugalkräfte dazu
führen, daß das Kondensat, das sich innerhalb der Bohrungen
ansammelt, in den bzw. die umlaufenden Ringräume gepreßt wird, von
wo aus das Kondensat, insbesondere Wasser, leicht abgeführt werden
kann.
Vorteilhafterweise kann jeder Bohrung ein Ringraum zugeordnet sein,
der eine entsprechende Anordnung aufweist, um über die Wirkung der
Fliehkraft das Kondensat aufzunehmen.
Vorteilhafterweise ist jeder der wie auch immer ausgestalteten
Sammelräume über einen Abluß, bspw. in Form mindestens einer
Bohrung oder mindestens einer Röhre, mit einer Austragsöffnung für
das Kondensat verbunden. Diese Austragsöffnung für das Kondensat
kann mit der Zu- bzw. Ableitung für das Heizmedium, insbesondere
Wasserdampf, identisch sein, sollte jedoch in jedem Falle in den
Endbereichen der Heizwalze und insbesondere durch einen oder beide
Flanschzapfen der Heizwalze vorgesehen sein.
Um eine zusätzlich gesteigerte Gleichmäßigkeit des Temperaturprofils
über den Walzenkörper zu erzielen, kann vorzugsweise eine axialpar
allele, in der Regel zentrische Bohrung durch den Walzenkörper
hindurch geführt werden, durch die das Heizmedium, insbesondere
Wasserdampf, zu dem anderen Ende der Heizwalze, bzw. des Walzen
körpers geleitet wird, so daß von beiden Seiten des Walzenkörpers her
gleichmäßige Dampfmengen mit gleichmäßiger Temperatur einwirken
können.
Vorteilhafterweise wird die Temperatur der erfindungsgemäßen
Heizwalze über die Abflußmenge des Kondensats reguliert. Eine
derartige Regulierung läßt sich über eine Ventileinrichtung vornehmen,
die außerhalb der erfindungsgemäßen Heizwalze selbst angeordnet
werden könnte.
Bei den bisher mit Dampf beheizten Walzen des anderen als des
gattungsgemäßen Typs war es nicht möglich, die Temperatur der Walze
durch eine Drosselung der Dampfmenge zu regeln, ohne dabei ein
äußerst ungleichmäßiges Temperaturprofil zu erhalten. Eine Drosselung
führt nämlich zu einem Druckabfall in der Walze, weil die reduzierte
Dampfmenge, die in die Walze geleitet wird, sofort an der ersten
kälteren Stelle kondensiert, so daß die entfernt liegenden Bereiche
nicht mehr hinreichend mit Wärmeenergie versorgt werden. Diese
entfernteren Bereiche bleiben folglich kalt, und es stellt sich ein
vollkommen ungleichmäßiges Temperaturprofil ein, womit gleichzeitig
starke Abweichungen des Walzendurchmessers verbunden sind, die
durchaus im Bereich der Dicke des zu bearbeitenden bahnartigen
Materials und darüberhinaus liegen können.
Zwar ist es auch bei der erfindungsgemäßen Walze nicht möglich, die
Dampfzufuhr einfach zu drosseln, jedoch ermöglicht die oben ausge
führte Regelung des Kondensatabflusses über ein außerhalb der Walze
gelegenes Ventil die Möglichkeit, die Walzentemperatur kontinuierlich
über den gesamten Temperaturbereich bis zur maximalen Betriebs
temperatur der erfindungsgemäßen Heizwalze zu regeln.
Dabei füllen sich die Bohrungen bzw. Leitungen, die nahe der Walzen
oberfläche angeordnet sind, zunehmend mit Kondensat bzw. Wasser,
welches nicht oder nur zum Teil abgeleitet wird. Auf diese Weise nimmt
die in den Bohrungen gehaltene Wassermenge zu, und die freie
Oberfläche der Bohrungen, die die Wärme aus dem kondensierenden
Dampf aufnehmen kann, nimmt ab. Auf diese Weise kann die Walze mit
zunehmender Kondensatmenge in den Bohrungen bzw. Leitungen eine
geringere Wärmemenge aufnehmen, so daß die Heizleistung der
erfindungsgemäßen Walze über eine Regelung der abfließenden
Kondensatmenge möglich ist. Um ein Gefälle für das Kondensat zu
erzeugen, können die Bohrungen bzw. die Leitungen auch leicht von
der Mitte nach außen hin geneigt sein. Dabei können die Bohrungen
bzw. Leitungen entweder zur Walzenmitte hin ca. 1 bis 10 mm von der
Axialparallelität abweichen oder aber auch exakt axialparallel verlaufen.
Vorteilhafterweise weist zumindest einer der Sammelräume an zumindest
einem Ende der Bohrungen bzw. Leitungen bzw. einer jeweiligen
Bohrung oder Leitung eine rundlich ausgebildete Tasche mit einem
Durchmesser auf, der vorzugsweise kleiner ist als der Durchmesser der
peripheren Bohrung, wobei die Tasche gegenüber der peripheren
Bohrung bzw. der Leitung nach außen versetzt sein kann. Hierdurch
läßt sich verhindern, daß das in den Bohrungen bzw. Leitungen nahe
der Walzenoberfläche befindliche Kondensat im Falle des Fortfalls der
Zentrifugalkräfte, die auf das Kondensat wirken, in einem Schwall von
den Bohrungen bzw. Leitungen in dem oberen Bereich der Walze durch
die dampfzuführenden Anschlußleitungen bzw. Anschlußbohrungen in
die Bohrungen bzw. Leitungen des unteren Bereichs der erfindungs
gemäßen Walze fließt. Wird also beim Wechsel einer Papierrolle die
erfindungsgemäße Walze angehalten, so vermag sich das Kondensat
nicht in übermäßigem Maße im unteren Bereich der stehenden Walze
anzusammeln, um auf diese Art und Weise über den Durchmesser der
Walze bzw. über den Umfang der Walze zu einem ungleichmäßigen
Temperaturprofil zu führen, so daß relevante Verspannungen und
Verbiegungen des Walzenkörpers auch im Stillstand verhindert werden
können. Dabei müssen die Dampfzuleitungen selbstverständlich so
angebracht sein, daß diese in den Sammelraum derart einmünden, daß
sich für das ansonsten abfließende Kondensat ein Hindernis ergibt.
Andererseits sollten die zumindest im wesentlichen axialparallelen
peripheren Bohrungen bzw. Leitungen derart in die Sammel- bzw.
Ringräume oder Taschen übergehen, daß sich im Betriebszustand
keinerlei Hindernisse für das von den Bohrungen in den Ringraum bzw.
die Tasche fließende Kondensat ergeben. Ferner sollte der Anschluß an
den Abfluß, bspw. in Form mindestens einer Bohrung oder mindestens
einer Röhre, derart vorgesehen sein, daß sich auch hier keine
Kondensatstaus bilden können. So sollte sich innerhalb der Ablauflei
tungen, durch die das Kondensat passieren muß, im wesentlichen keine
Einschränkung für den Kondensatfluß ergeben.
Umgekehrt sollte es aber möglich sein, im Bedarfsfalle die gesamte
Kondensatmenge während des Langsamlaufs der erfindungsgemäßen
Walze bzw. während deren Stillstand aus der erfindungsgemäßen Walze
abzuführen.
Insofern größere Mengen Kondensat während des Betriebes der
erfindungsgemäßen Walze anfallen, kann es vorteilhaft sein, innerhalb
der Bohrungen bzw. Leitungen bzw, innerhalb der Anschlußräume oder
der Anschlußleitungen an den Endbereichens einer jeweiligen Bohrung
bzw. Leitung, eine Rückhalteeinrichtung, vorzugsweise ein Rück
schlagventil, Rückschlagklappen oder dgl., vorzusehen, die das
Kondensat im Falle des Langsamlaufs oder des Stillstands der erfin
dungsgemäßen Walze zumindest im wesentlichen zurückhalten, um
Kondensatansammlungen im unteren Bereich der erfindungsgemäßen
Walze, die zu einem ungleichmäßigen Temperaturprofil und damit zu
Verspannungen und Verbiegungen der Walze führen können, zu
verhindern.
Um die sich gegebenenfalls in dem Sammelraum bzw. den Sammelräumen
ansammelnden Kondensatmengen thermisch von der Walze bzw. den
Bohrungen oder Leitungen und damit vom Walzenkörper abzukoppeln,
sollten die an die jeweiligen Sammelräume anschließenden Endbereiche
der Bohrungen mit einem wärmeisolierenden Material umgeben sein.
Die erfindungsgemäß ausgestaltete Walze läßt sich nicht nur für die
bereits oben aufgeführten Release-Superkalander verwenden, sondern
auch in sogenannten Gloss- oder Soft-Kalandern, bei denen eine oder
mehrere kunststoffbeschichtete Walzen die Papierbahn gegen eine
beheizte Walze drücken, wobei die Oberflächentemperaturen meist nicht
höher als ca 160 bis 170°C sein müssen.
Der herausragende Vorteil der erfindungsgemäßen Walze, liegt, wie
bereits oben angedeutet, darin, daß in jeder der Bohrungen und an
jeder Stelle der Bohrungen bzw. des Walzenkörpers ein nahezu
identischer Dampfdruck und damit auch nahezu dieselbe Temperatur
herrschen. Selbst geringste Temperaturabweichungen entlang einer
Bohrung bzw. entlang des Walzenkörpers führen dazu, daß an dieser
Stelle vermehrt Dampf kondensiert, bei der Kondensation einen Großteil
seiner Energie abgibt, und somit die Temperatur an diesem Punkt
wieder angeglichen wird. An benachbarten Stellen kondensiert dabei
weit weniger Dampf, so daß ein zu kalter Bereich automatisch aufge
heizt wird.
Für die Beheizung der erfindungsgemäßen Heizwalze, für die bevorzugt
Wasserdampf in Frage kommt, gibt es noch die vorteilhafte Möglichkeit,
die Temperatur des einströmenden Dampfes dadurch zu regeln, daß auf
eine Drosselung des Dampfdruckes eine Befeuchtung erfolgt. Auf diese
Weise läßt sich der in die erfindungsgemäße Heizwalze einleitbare Dampf
mit Feuchtigkeit anreichern oder sogar sättigen, so daß in letzterem
Falle in jedem Fall der Heizdampf als Sattdampf vorliegt.
Bei allen sonstigen Walzen und Heizmedien stellen sich beim Durch
strömen des Walzenkörpers in Folge der Wärmeabgabe des Heizmediums
und der damit auftretenden Abkühlung des Heizmediums entlang seiner
Bahn durch den Walzenkörper Temperaturunterschiede ein, welche die
Behandlung des Bahnmaterials über die unterschiedliche Temperatur
verungleichmäßigen und zusätzlich zu einer Formungenauigkeit der
Walze führen, die ebenfalls nachteilig auf das Bahnmaterial einwirkt.
Nachfolgend wird eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungs
gemäßen Walze unter Bezug auf die beigefügten Figuren näher
erläutert. Dabei werden weitere Vorteile und Merkmale gemäß der
vorliegenden Erfindung offenbart. Es zeigen:
Fig. 1 einen Ausschnitt aus einem axialen Längsschnitt durch eine
erfindungsgemäße Walze in einem Endbereich der erfin
dungsgemäßen Heizwalze;
Fig. 2 eine teilweise Querschnitt-Darstellung in einem erfindungs
gemäß ausgebildeten Bereich der Heizwalze in einem ihrer
Endbereiche; und
Fig. 3 ein Flußschema für die Dampfzufuhr bzw. Kondensatabfuhr
bezüglich der erfindungsgemäßen Heizwalze.
In Fig. 1 ist die erfindungsgemäß ausgestaltete Heizwalze allgemein
durch das Bezugszeichen 10 gekennzeichnet. Die Walze weist einen
Flanschzapfen 12, vorzugsweise auf jeder Seite, und einen zylin
drischen Walzenkörper bzw. Walzenmantel 14 auf, dessen Oberfläche 11
zur Druck-Bearbeitung eines bahnartigen Materials, insbesondere
Papier, Kunststoff oder dgl., benutzt wird. Ein Heizmedium wird über
eine durch den Flansch 12 verlaufende Zuleitung in die erfindungs
gemäße Heizwalze 10 eingeführt.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform wird der eintretende
Wasserdampf in Anschlußleitungen 24 eingeleitet, und ein Teil des über
die Zuleitung 36 eingeleiteten Wasserdampfes wird über eine axialpar
allele, im Zentralbereich der erfindungsgemäßen Walze 10 angeordnete
Leitung 20 zum anderen Ende der Heizwalze 10 geführt. Der Wasser
dampf gelangt über die Anschlußleitung 24 zu dem Sammelraum 28, in
dem sich während des Betriebes der erfindungsgemäßen Heizwalze 10,
also wenn hinreichende Fliehkräfte auftreten, Wasserdampfkondensat
ansammeln kann.
Der Sammelraum 28 schließt an die zumindest angenähert, vorzugsweise
im wesentlichen exakt axialparallelen Bohrungen bzw. Leitungen 16 an.
Jeweils ein Sammelraum 28 kann jeweils einer Bohrung bzw. Leitung 16
zugeordnet sein. Andererseits oder zusätzlich könnte auch ein
umfänglich umlaufender Sammelraum sämtlichen Bohrungen 16 zugeord
net sein.
Im vorliegenden Fall ist der Sammelraum 28 in dem über Befestigungs
mittel 32 mit dem Walzenkörper 14 verbundenen Flansch 12 vorgesehen.
Er könnte jedoch gleichermaßen auch in dem Endbereich des Walzen
körpers 14 angeordnet werden.
Der Sammelraum 28 ist axial zu der zentralen Achse der zugeordneten
Bohrung 16 versetzt. Hierdurch soll verhindert werden, daß das
Kondensat während des Langsamlaufs bzw. des Stillstands der Walze
durch die Anschlußleitung 24 in den unteren Bereich der erfindungs
gemäßen Heizwalze 10 ablaufen kann, wodurch ungleichmäßige Tempera
turprofile, Durchmesserabweichungen und eine nachteilige Beeinflussung
des zu bearbeitenden bahnartigen Materials auftreten können. Durch
die Ausgestaltung des Sammelraums 28 mit einem kleineren Durchmesser
und die axiale Versetzung entsteht ein Hindernis 38, das das Abfließen
des Kondensats über die Zuführung 24 verhindert.
Durch die innerhalb der erfindungsgemäßen Heizwalze 10 zentrisch,
axialparallel angeordnete Bohrung 20 wird ein Teil des Dampfes zu einer
der in Fig. 1 bzw. in Fig. 2 dargestellten, entsprechenden Leitungs
anordnung auf der gegenüberliegenden Seite der Heizwalze 10 geführt
und von dort in entgegengesetzter Richtung in die Bohrungen bzw.
Leitungen 16 und damit in den Walzenkörper 14 eingeleitet, um auf
diese Weise zu einem noch gleichmäßigeren Temperaturprofil zu kommen.
Im Randbereich bzw. im Endbereich der Bohrungen 16 sind Isolationen
30 angeordnet, um eine thermische Abkopplung des Kondensats, das
innerhalb des Sammelraums 28 enthalten sein kann, zu bewirken. Hier
können im Grenzbereich zwischen dem Flanschzapfen 12 und dem
Walzenkörper 14 noch weitere Isolationen vorgesehen sein, z. B. auf der
zum Walzenkörper 14 hinweisenden Seite des Strömungshindernisses 38.
Um den Abfluß des Kondensats im Betrieb zu gewährleisten, ist eine
Bohrung bzw. eine Röhre 26 vorgesehen, die mit dem Sammelraum 28
verbunden ist. Über diese Röhre 26 wird das Kondensat aus dem
Sammelraum 28 in einen Kondensatsammelraum 22 und von dort in eine
Kondensatabflußleitung 18 befördert. Die Beförderung des Kondensats
kann dabei über den Dampf-Druck oder aber über einen an den Raum
22 und damit an die Leitung 18 angelegten Unterdruck erfolgen. Um die
Röhre 26 in dem Flansch 12 anzuordnen, kann ein radialer Kanal in den
Flansch 12 gebohrt werden, das Rohr 26 in diesen sich ergebenden
radialen Kanal eingeschoben, mittels eines Verschlusses 34 nach außen
hin abgeschlossen und innerhalb des Kanals fixiert werden.
Das Rohr 26 weist eine Öffnung 27 auf, die sich nach Möglichkeit bis
zum radial äußeren Ende des Sammelraumes 28 erstreckt, um für das
Kondensat kein Hindernis zu bilden.
In dem Endbereich der Bohrung 16 bzw. im Bereich des Sammelraums
28 können auch Rückhalteeinrichtungen, wie z. B. ein Rückschlagventil
oder dgl., vorgesehen sein, um im Falle des Stillstandes bzw. des
Langsamlaufs der erfindungsgemäßen Walze das Abfließen des Kon
densats und eine Ansammlung dieses Kondensats in dem unteren
Bereich der erfindungsgemäßen Walze 10 zu verhindern. In diesem Fall
wird das Strömungshindernis 38 gemäß Fig. 1 nicht unbedingt
benötigt, so daß die Anschlußleitung 24 auch unmittelbar in die
Bohrung 16 einmünden kann, ohne eine unmittelbare Verbindung zu dem
Sammelraum 28 aufzuweisen.
An Stelle der direkten Zuführung des Dampfes zu jeder peripheren
Bohrung 16 und der individuellen Abfuhr des Kondensats aus jeder
Bohrung 18 über Röhren 26 können an den Walzenenden auch Ring
räume vorgesehen werden, die mit allen peripheren Bohrungen 16
verbunden sind und über welche die Verteilung des Dampfes und aus
welchen die Abfuhr des Kondensats in der erfindungsgemäßen Art
erfolgt.
Außerhalb der erfindungsgemäßen Walze 10 kann im Anschluß an die
Leitung 18 eine Ventileinrichtung vorgesehen sein, über welche der
Kondensatabfluß und damit die Temperatur der Walze gesteuert werden
kann, wobei das Kondensat über den oben aufgezeigten Strömungsweg,
angetrieben durch die Fliehkraft und/oder den Dampfdruck und/oder
einen von außen angelegten Sog abgezogen werden kann.
In den Flanschzapfen 12 können sich auch die Kondensatsammelräume
22 befinden, über die das Kondensat in die zentralaxial gelegene
Leitung 18 gelangen kann.
Wenn auf die zentralaxiale Leitung 18 verzichtet werden soll, ist es von
Vorteil, wenn der Wasserdampf über in beiden Flanschzapfen 12
vorgesehene Zu- bzw. Ableitungen 36 geführt werden kann.
In Fig. 2 ist ein Teilquerschnitt durch eine erfindungsgemäß
ausgestaltete Heizwalze dargestellt, aus der insbesondere nochmals die
zu der Bohrung bzw. Leitung 16 versetzte Lage des Sammelraums 28
für das Kondensat ersichtlich ist.
Ansonsten weisen die in Fig. 2 dargestellten Teile die gleichen
Bezugszeichen auf wie die in Fig. 1 dargestellten Teile.
In der gegenüber der horizontal ausgerichteten Anschlußleitung 24
schräg angeordneten Anschlußleitung 24 sind die erforderlichen Teile,
wie etwa der Sammelraum 28 und die mit dem Rohr 26 verbundenen
Teile, nicht dargestellt, um die zusätzlich erforderlichen Teile, die in
Verbindung mit der vertikal ausgerichteten Anschlußleitung 24 stehen,
nochmals gesondert zu betonen.
In Fig. 3 ist ein möglicher Kreislauf für eine erfindungsgemäße Walze
10 dargestellt. Über eine Zuleitung 40 und ein die Zuleitung steuerndes
Dampf-Absperrventil 42 kann der Zulauf von Heizmedium bzw. Wasser
dampf zu der erfindungsgemäßen Heizwalze 10 gesteuert werden. Dabei
wird der bevorzugt in die erfindungsgemäße Heizwalze 10 eingeleitete
Wasserdampf nach einer Druckentlastung gegebenenfalls teilweise
befeuchtet oder vollkommen gesättigt, so daß der der Heizwalze 10
zugeführte Wasserdampf gesättigter Dampf bzw. Sattdampf ist. Die
dargesellte Ausführungsform deutet an, daß der Wasserdampf durch
den einen Flanschzapfen der erfindungsgemäßen Walze 10 zugeführt
und das Kondensat mit bzw. ohne Dampfanteil aus dem gegenüber
liegenden Flansch der erfindungsgemäßen Heizwalze 10 entnommen wird.
Natürlich könnten beide Maßnahmen auch über den selben Flansch der
erfindungsgemäßen Heizwalze 10 vorgenommen werden. Auf der
Abflußseite ist eine Ableitung 44 für das Kondensat gegebenenfalls mit
Dampfbeimischung vorgesehen. Der Kreislauf weist einen Kon
densatabscheider 46 auf, der in einer der bekannten Weisen arbeitet.
Ein Bypassventil 48 ist zu dem Kondensatabscheider parallel angeordnet und kann
bspw. zu Sicherheitszwecken vorgesehen sein. Außerdem weist der Kreislauf für ein
Heizmedium für die erfindungsgemäße Heizwalze 10 ein Kondensat-Regelventil 50
auf, über welches die Kondensatmenge gesteuert werden kann, die aus der Heizwalze
10 entfernt wird. Hierdurch wird eine kontinuierliche Regelung der Temperatur der
Heizwalze 10 bewirkt, indem nämlich die Abfuhr für das Kondensat in den
Bohrungen 16 bzw. Leitungen 16 nahe der Walzenoberfläche in der erfin
dungsgemäßen Heizwalze 10 mehr oder weniger hoch eingestellt wird. Wird viel
Kondensat abgeführt, d. h., ist das Kondensat-Regelventil 50 vollkommen geöffnet,
so kann der in die Heizwalze 10 eingeleitete Dampf seine Wärmeenergie vollkom
men an die Oberfläche der Bohrungen 16 abgeben. Wird dagegen das Kondensat nur
teilweise abgeleitet, so wird ein Großteil der Oberfläche der Bohrungen 16 von
Kondensat belegt und ist für den Wasserdampf nicht zugänglich, so daß der
Wasserdampf seine Wärmeenergie nur an Teile der Oberfläche der Bohrungen 16
abgeben kann. Wird das Kondensat-Regelventil 50 vollständig geschlossen, so läuft
kein Kondensat mehr ab, die Bohrungen 16 setzen sich mit Kondensat zu und der
Dampfdurchfluß ist unterbunden. In diesem Falle kühlt die Heizwalze 10 umgehend
zusammen mit dem darin enthaltenen Kondensat ab.
Claims (15)
1. Heizwalze (10) für bahnartige Materialien, insbesondere Papier, mit
einem zylindrischen Walzenkörper (14), mit mindestens einem Flansch
zapfen (12), mit mindestens einer Zu- und Ableitung (36) für ein konden
sierbares Heizmedium, insbesondere Wasserdampf,
mit mehreren, zumindest angenähert axialparallelen, peripheren Bohrun
gen oder Leitungen (16), um das Heizmedium durch den Walzenkörper
(14) zu leiten,
dadurch gekennzeichnet, daß an den Enden jeder peri
pheren Bohrung oder Leitung (16) ein Sammelraum (28) innerhalb der
Heizwalze (10) ausgebildet ist, um das Kondensat aufzunehmen, das
durch Kondensation des Heizmediums entsteht.
2. Heizwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein
Anschlußraum oder zumindest eine Anschlußleitung (24) für die Bohrun
gen oder Leitungen (16) vorgesehen ist.
3. Heizwalze nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Sammelraum (28) einen umlaufenden Ringraum an zumindest
einem der axialen Endbereiche des Walzenkörpers (14) und/oder im
Bereich zumindest eines der Flanschzapfen (12) aufweist.
4. Heizwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Bohrung oder Leitung (16) ein Sammelraum (28) zugeordnet
ist.
5. Heizwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß korrespondierend zu einem jeweiligen Sammel- oder Ringraum (28)
ein Abfluß in Form mindestens einer Bohrung oder mindestens einer
Röhre (26) vorgesehen ist.
6. Heizwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß innerhalb des Walzenkörpers (14) eine Leitung (20) vorgesehen ist,
um das Heizmedium zu einem anderen Ende der Heizwalze (10) oder des
Walzenkörpers (14) zu leiten.
7. Heizwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abflußmenge des Kondensats über eine Ventileinrichtung regu
lierbar ist.
8. Heizwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest eine der Bohrungen oder Leitungen (16) entweder zur
Walzenmitte und zur Walzenachse hin geneigt ist, insbesondere um ca. 1
bis 10 mm von der Axialparallelität abweicht, oder exakt axialparallel
verläuft.
9. Heizwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest einer der Sammelräume (28) an zumindest einem Ende
der Bohrungen oder Leitungen (16) eine rundlich ausgestaltete Tasche
(28) mit einem Durchmesser aufweist, der kleiner ist als der Durchmesser
der peripheren Bohrung oder Leitung (16), wobei die Tasche (18) gegen
über dieser Bohrung oder Leitung (16) nach außen versetzt ist.
10. Heizwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Temperaturregelung durch eine Druckregelung des Dampfes mit
anschließender Befeuchtung des Dampfes vornehmbar ist.
11. Heizwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens sechs zumindest angenähert axialparallele periphere
Bohrungen oder Leitungen (16) vorgesehen sind.
12. Heizwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem bzw. den Anschlußräumen oder Anschlußleitungen (24) an
den Endbereichen einer jeweiligen Leitung oder Bohrung (16) eine
Rückhalteeinrichtung zum Zurückhalten des Kondensats angeordnet ist.
13. Heizwalze nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Rück
halteeinrichtung durch ein Rückschlagventil oder Rückschlagklappen
gebildet wird.
14. Heizwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Endbereiche der Leitungen oder Bohrungen (16) mit einem
wärmeisolierenden Material (30) versehen sind.
15. Heizwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß in den Endbereichen jeweiliger zumindest angenähert axialparalleler
Bohrungen oder Leitungen (16) jeweils mindestens eine Einengung (38)
vorgesehen ist, um im Walzenstillstand Kondensat zurückzuhalten.
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