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DE4310080C2 - Applikationshilfe zum Aufbringen von Medikamentenflüssigkeit auf ein Auge - Google Patents

Applikationshilfe zum Aufbringen von Medikamentenflüssigkeit auf ein Auge

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DE4310080C2
DE4310080C2 DE19934310080 DE4310080A DE4310080C2 DE 4310080 C2 DE4310080 C2 DE 4310080C2 DE 19934310080 DE19934310080 DE 19934310080 DE 4310080 A DE4310080 A DE 4310080A DE 4310080 C2 DE4310080 C2 DE 4310080C2
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Description

Die Erfindung befaßt sich mit einer Applikationshilfe zum örtlich auf die Hornhaut eines Auges begrenzten definierten Aufbringen von Medikamenten in flüssiger Form.
Bei den meisten ophtalmologischen Untersuchungen und bei zahlreichen Operatio­ nen in und am Auge werden Medikamente in Form von Augentropfen verabreicht. Bei diesen Medikamenten handelt es sich um hochkonzentrierte Lösungen, welche eine direkte Beeinflussung der Bindehaut, der Hornhaut oder der intraokulären Strukturen wie Iris oder Schlemmscher Kanal bewirken sollen. Eine sehr häufige Maßnahme vor Augenuntersuchungen und Augenoperationen ist die medikamen­ töse Weitstellung der Pupille. Nicht selten verursachen die hierzu verwendeten Medikamente unerwünschte systemische Nebenwirkungen.
Üblicherweise werden die hierfür benötigten Augentropfen als wäßrige oder viskö­ se Lösung direkt auf das offene Auge oder in den Bindehautsack appliziert. Für die Weitstellung der Pupille wird üblicherweise Phenylephrin verwendet. Die Medika­ mentenlösungen werden direkt transkorneal durch Resorption in die vordere Augenkammer aufgenommen. Daneben werden die in den Augentropfen enthalte­ nen Wirkstoffe aber auch noch unerwünscht systemisch über unterschiedliche Wege in die Blutbahn resorbiert:
  • 1) Über Conjunktivalcappilaren in episclerale und intraoculare Gefäße, von da aus in die abfließenden Venen des Bulbus oculi, bzw. Gesichtsvenen, welche schließlich in die Vena jugularis interna/externa münden.
  • 2) Zum anderen ist der Abflußweg über den Ductus nasolacrimalis beschrieben. Die Cappilargefäße der Nasenschleimhaut stellen den Hauptresorptionsweg dar. Dabei scheint die Resorptionsgeschwindigkeit in der Nasenschleimhaut am höchsten zu sein. Der Wirkungseintritt wird an mehreren Stellen in der Literatur mit der intravenöser, bzw. subcutanen Applikation nahezu gleichgesetzt.
Phenylephrin führt hierbei zu systemischen unerwünschten Nebenwirkungen, wel­ che bei Patienten mit Herz-Kreislaufvorerkrankungen und Säuglingen zu kritischen Situationen führen können, insbesondere werden häufig Blutdruckanstieg und Herz­ rhythmusstörungen beobachtet.
Gerade Patienten, die sich Augenoperationen unterziehen, sind häufig alte Men­ schen mit eingeschränkten Herz-Kreislaufreserven, Diabetes melitus, Hypertonie, Koronarsklerose und Herzinsuffizienz.
Aus der US 2480 737 ist ein Schneideinstrument für Transplantationen von Hornhaut am Auge bekannt, dessen Schneidkopf mit einem angeschraubten rohrförmigen Abschnitt als Aufsetzhilfe und zur Ausbildung einer geschlossenen Druckkammer oberhalb der Operationsfläche am Auge versehen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Applikationshilfe für das Aufbrin­ gen von Augentropfen auf die Hornhaut eines Auges eines Patienten, insbesondere auch für Operationen zu schaffen, mit der es gelingt, die systemische Resorption der am Auge applizierten Medikamentenlösung zu verhindern und damit die syste­ mischen unerwünschten Nebenwirkungen weitgehend auszuschließen.
Erfindungsgemäß wird dazu die Verwendung eines zylindrischen Ringes als Applikationshilfe zum örtlich auf die Hornhaut eines Auges begrenzten definierten Aufbringen von Medikamenten in flüssiger Form mit einer inneren, die Kontaktfläche für die Medikamentenflüssigkeit umfassenden, auf die Hornhaut begrenzten Ringfläche, in dessen deren Ringraum nach dem Aufsetzen des Ringes auf die Hornhaut des Auges die Medikamentenflüssigkeit eintropfbar ist, und bei dem die stirnseitige, auf die Hornhaut aufsetzbare Ringwandung einen ballig geformten und/oder trichterförmig nach außen sich erweiternden Aufsetzrand aufweist, vorgeschlagen.
Mit der erfindungsgemäßen Applikationshilfe gelingt es, die am Auge applizierte Medikamentenlösung auf die Hornhaut zu begrenzen, womit einerseits eine zuver­ lässigere und schnellere Wirkung in der vorderen Augenkammer erreicht wird und gleichzeitig die systemischen Nebenwirkungen durch Verhinderung der syste­ mischen Resorption im wesentlichen vermieden wird.
Die erfindungsgemäße Applikationshilfe ermöglicht auch, die Gesamtdosis des applizierten Medikamentes, zu reduzieren, da ein Abfließen der applizierten Medi­ kamentenlösung aus dem Wirkungsbereich der Hornhaut unterbunden wird.
Erfindungsgemäße Ausgestaltungen der Applikationshilfe sind den kennzeichnenden Merkmalen der Unteransprüche entnehmbar.
Bei erfindungsgemäßer Ausbildung der Applikationshilfe mit ringförmiger Gestalt zum Aufsetzen auf die Hornhaut, begrenzt die innere Ringfläche die Kontaktfläche mit der Hornhaut und der innere Ringraum bildet den Aufnahmeraum zum Aufneh­ men und Halten der Medikamentenflüssigkeit. Bevorzugt hat der Ring eine zylin­ drische Gestalt, wobei die Höhe des zylindrischen Ringes je nach Material des Ringes und nach Wanddicke des Ringes unterschiedlich gewählt werden kann. Die Applikationshilfe in Gestalt des Ringes sollte ein ausreichendes Gewicht haben, um dem Verrutschen beim Aufsetzen auf die Hornhaut durch das Eigengewicht entge­ genzuwirken. Aus diesem Grunde wird die Applikationshilfe bevorzugt aus einem schwereren Material wie beispielsweise Metall, wie Alluminium oder Bronze oder Messing gefertigt. Andererseits ist die Ausbildung der Applikationshilfe aus Kunst­ stoff ebenfalls möglich und erwünscht.
Die ringförmige Applikationshilfe in Gestalt des zylindrischen Ringes ist grundsätzlich mit abgerundeten Ecken und Kanten auszubilden, um die Verlet­ zungsgefahr zu verringern.
Um ein dichtes Aufsetzen der erfindungsgemäßen Applikationshilfe auf der Horn­ haut zu erreichen, und zu verhindern, daß Medikamentenflüssigkeit zwischen dem Ring und der Hornhaut bei aufgesetztem Ring abfließt, wird vorgeschlagen, die stirnseitige auf die Hornhaut aufsetzbare Ringwandung mit einem ballig geformten eine verbesserte Dichtwirkung und gleichzeitig die Verletzungsgefahr mindernden Aufsetzrand auszubilden. Insbesondere wird vorgeschlagen, den Aufsetzrand des Ringes an die Form und den Verlauf der Hornhaut eines Auges annähernd anzupassen, beispielsweise den inneren Ringraum trichterförmig nach außen zum Aufsetzrand hin zu erweitern. Desweiteren wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, den Aufsetzrand, d. h. die auf der Hornhaut aufsitzende und dichtende Fläche der Applikationshilfe zu vergrößern, beispielsweise den Aufsetzrand über die ringförmige Gestalt nach außen kragenförmig überstehend mittels einer Dichtlippe zu verlängern.
Zur Verbesserung der abdichtenden Wirkung und ggf. Verringerung einer Verlet­ zungsmöglichkeit wird vorgeschlagen, in Weiterbildung der Erfindung den den Auf­ setzbereich bildenden Bereich der Applikationshilfe, insbesondere des Ringes aus einem von dem übrigen Material des Ringes verschiedenen, weicheren, insbeson­ dere weichelastischen Material zu fertigen. Hierbei kann vorgesehen sein ein Teil des Aufsetzrandes bzw. den ganzen Bereich des Aufsetzrandes bzw. den Aufsetz­ rand und eine vorkragende Dichtlippe aus einem weichelastischen Material herzustellen, wodurch eine bessere Haftung und Abdichtung beim Aufsetzen auf das Auge erreicht wird.
Um zu verhindern, daß nach einer genügenden Einwirkungszeit von Medikamen­ tenflüssigkeit auf die Hornhaut bei Abnahme der Applikationshilfe, in Gestalt des Ringes auf der Hornhaut verbliebene Medikamentenflüssigkeit nunmehr systemisch abfließen kann, wird vorgeschlagen, die Applikationshilfe mit einer Absaugeinrichtung auszustatten. Eine mögliche Ausgestaltung einer Absaugeinrich­ tung sieht vor, diese in dem Ringraum der Applikationshilfe mit einer Absaugöff­ nung unterzubringen, wobei die Absaugöffnung nahe dem Aufsetzrand angeordnet ist. Eine derartige Absaugeinrichtung kann beispielsweise über einen Schlauch angeschlossen sein, so daß überflüssige Medikamentenflüssigkeit von dem Auge entfernt werden kann, bevor die Applikationshilfe wieder abgenommen wird.
Um insbesondere bei Operationen oder länger andauernder Einwirkung der Medi­ kamentenflüssigkeit ein Verrutschen der auf das Auge aufgesetzten Applikations­ hilfe zu vermeiden wird vorgeschlagen, diese mit Fixationshilfen für die Befestigung beispielsweise an einem Lidsperrer auszustatten. Diese Fixationshilfen können beispielsweise in Gestalt von Haltebändern bzw. Schlaufen oder auch Haltebügeln des zylindrischen Rings vorgesehen sein. Bevorzugt werden derartige Fixationshilfen paarweise, d. h. diametral einander gegenüber liegend an der Applikationshilfe außenseitig angebracht. Diese Fixationshilfen können auch bereits an der Applikationshilfe, beispielsweise einem zylindrischen Ring außenseitig in Gestalt von Haltebügeln oder Halteringen angeformt sein.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung wird die Applikationshilfe in Ver­ bindung mit einem mit Medikamentenflüssigkeit getränkten saugfähigen weichen vliesartigen Einlage oder schwämmchenartigen Einlage verwendet. Der Einsatz der­ artiger mit Medikamentenflüssigkeit getränkter Einlagen hat den Vorteil, daß die Medikamente nur auf den Bereich der Hornhaut des Auges einwirken, auf dem die Einlage unmittelbar aufliegt. Desweiteren hat eine derartige Einlage auch den Vor­ teil, daß bei Beendigung der Einwirkungszeit diese Einlage wieder entfernt werden kann, so daß keine überschlüssige Medikamentenflüssigkeit in andere Bereiche des Auges oder in das systemische System gelangen kann bzw. ist es möglich, diese Einlage durch eine weitere Einlage zu ersetzen.
Die erfindungsgemäßen Applikationshilfen ermöglichen eine hohe Lokale Medika­ mentenkonzentration bei der Behandlung des Auges, bei insgesamt reduzierter benötigter Medikamentenmenge. Die Applikationshilfen ermöglichen, die Medikamente an der Stelle zur Verfügung zu stellen, wo sie wirken sollen und ver­ meiden die Verabreichung im Überschuß, wie sie bei der konventionellen Augen­ tropfen-Applikation mit allen Nebenwirkungen üblich ist.
Die erfindungsgemäßen Applikationshilfen stellen einfache, zuverlässige und patien­ tenschonende Maßnahmen dar, mit denen systemische Nebenwirkungen von hoch­ potenten Medikamenten in Augentropfen reduziert bzw. verhindert werden können. Vor allem können bei den Risikopatienten zusätzliche Belastungen vermieden wer­ den. Durch eine höhere punktuelle Konzentration wird eine bessere und schnellere lokale Wirkung erzielt. Desweiteren bewirken die erfindungsgemäßen Applika­ tionshilfen eine Kostenreduktion durch Einsparung von Medikamenten an Menge, wie Augentropfen, Narkosemitteln und Medikamenten zur Behandlung von spezifi­ schen Nebenwirkungen, was als nicht unerheblicher Faktor zu bewerten ist.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung werden anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen in schematischer vergrößerter Darstellung
Fig. 1a, 1b die Vorderansicht und Draufsicht auf eine Applikationshilfe in Gestalt eines zylindrischen Ringes
Fig. 2a bis 2d das Detail A gem. Fig. ia in verschiedenen Varianten
Fig. 3a und 3b einen Längsschnitt und die Draufsicht auf eine ringförmige Applika­ tionshilfe mit Absaugschlauch
Fig. 4 die schematische Darstellung des Einsatzes der ringförmigen Applikations­ hilfe auf einem Auge
Fig. 5a und 5b die schematische Längssicht und Draufsicht des Einsatzes einer Applikationshilfe auf einem Auge mit Hilfe eines Lidsperrers
Fig. 5c die Ansicht nach Fig. 5a einschließlich Medikamentenflüssigkeit
Fig. 6 der Einsatz einer Applikationshilfe gem. Fig. 5a mit zusätzlicher mit Medi­ kamentenflüssigkeit getränkter Einlage
Fig. 7a, b die Draufsicht und den Querschnitt einer ringförmigen Applikationshilfe mit Haltebügeln
Fig. 8a, b die Längsschnittansicht und die Draufsicht auf den Einsatz der Applika­ tionshilfe nach Fig. 7a, b auf einem Auge.
In der Fig. 1a, 1b ist schematisch eine Applikationshilfe mit zylindrischer ringförmi­ ger Gestalt, nachfolgend als Ring 1 bezeichnet dargestellt. Der Ring weist die Ringwandung 15, den inneren Ringraum 10 und die stirnseitge Aufsetzfläche mit dem Aufsetzrand S auf. Der Ring 1 kann aus Metall oder Kunststoffe sterilisierbar, hergestellt sein. Alle Ecken und Kanten des Ringes 1 sind abgerundet auszubilden. Der Innendurchmesser d1 des Ringraumes 10 bestimmt die mögliche Kontaktfläche K mit der Hornhaut des Auges beim Aufsetzen des Ringes auf dieselbe. Der Durchmesser d1 beträgt je nach Hornhautdurchmesser 8 bis 12 mm, dies richtet sich nach dem Patienten. Die Wanddicke der Ringwandung 10 beträgt je nach Material etwa 1 bis 3 mm. Hieraus ergibt sich der Außendurchmesser d2 des Ringes 1. Die Höhe h des Ringes 1 beträgt je nach Material 5 bis 12 mm. Dies richtet sich auch ggf. nach der weiteren Ausgestaltung des Ringes 1 mit Fixationshilfen.
Um eine gute Anlage und damit Dichtwirkung beim Aufsetzen des Ringes 1 auf die Hornhaut im Bereich des Aufsetzrandes S zu erreichen, wird dieser bevorzugt ballig oder trichterförmig sich erweiternd ausgestattet, um sich der Krümmung der Horn­ haut besser anzupassen, siehe die auszugsweise dargestellten Varianten des Auf­ setzrandes gem. den Fig. 2a bis 2d. Bei der Gestaltung nach Fig. 2a ist der Auf­ setzrand S lediglich durch eine trichterförmige Erweiterung 11 des Ringinnenrau­ mes in Richtung stirnseitiges Ende schräg verlaufend ausgebildet. Die Kanten 12, 13 der Ringwandung 15 sind abgerundet ausgebildet. Die Tiefe der trichterförmigen Erweiterung h3, die zusammen mit der Dicke der Ringwandung den Verlauf des Aufsetzrandes S bestimmt, beträgt ca. 0,5 bis 2 mm.
In der Fig. 2b ist eine symmetrische Ausbildung des Auflagerandes S in balliger Ausführung mit abgerundeten Kanten 12, 13 dargestellt. Desweiteren ist der ballig ausgebildete Aufsetzrand S für den Ring 1 gem. Fig. 2b aus einem weichen elastischen Material, beispielsweise Weichgummi als separates Teil 15a hergestellt und in die Ringwandung 15 stirnseitig eingesetzt, wobei die Ringwandung 15 beispielsweise aus einem steifen thermoplastischen Kunststoff oder aus Metall wie Aluminium hergestellt sein kann.
Es ist auch möglich, den Aufsetzrand S gegenüber der Wanddicke 15 des Ringes 1 zu vergrößern, wie bei den Ausbildungen nach Fig. 2c und 2d dargestellt. Hierbei kann der Aufsetzrand S entweder integral aus einem Stück mit dem Ring und der Ringwandung 15 gefertigt sein, wie Fig. 2c zeigt und sowohl innenseitig als auch außen­ seitig leicht über die Ringwandungen vorstehen 13a, 12a, und zusätzlich noch durch asymmetrische Ausbildung eine sich trichterförmig nach außen erweiternde Öffnung des Ringraumes 10 bilden. Es ist aber auch möglich, wie in der Fig. 24 gezeigt, den Aufsetzrand insbesondere nach außen über die Ringwandung 15 des Ringes 1 hinaus nach Art einer Dichtlippe 14 vorkragend zu verlängern, wodurch wesentlich vergrößerte Auflageflächen des Aufsetzrandes S gebildet werden. Hierbei kann je nach Material und Weichheit und Biegsamkeit des für die Dichtlippe 14 gewählten Materials zusätzlich die trichterartige Erweiterung 11 des Ringinnenraumes 10 durch entsprechende Gestaltung und Verlauf des Aufsatzrandes S der Dichtlippe 14 gebildet werden. Auch die Dichtlippe 14 kann entweder integral unmittelbar an dem Ring 1 angeformt sein und aus dem gleichen Material wie der Ring 1 bzw. die Ringwandung 15 bestehen oder aber als separates mit der Ringwandung 15 verbun­ denes eingesetztes Teil 15a aus dem gleichen oder einem anderen Material bestehen. Insbesondere ist jedoch vorgesehen, die Dichtlippe 14 mit dem Aufsetzrand S aus einem weichen biegsamen und gut an der Hornhaut eines Auges anhaftenden Materials zu fertigen.
In der Fig. 4 ist im Längsschnitt schematisch ein Auge 2 mit aufgesetzter Applika­ tionshilfe in Gestalt eines zylindrischen Ringes 1 dargestellt. Das Auge ist mit Linse 23, Iris 22, vorderer Augenkammer 20 und Hornhaut 21 dargestellt. Die Lider 24 sind mittels eines Lidsperrers 5 seitlich gehalten. Der gem. Fig. 2a ausgestaltete Ring 1 ist mit seinem Aufsetzrand S auf die Hornhaut 21 über die vordere Augen­ kammer 20 auf das Auge aufgesetzt. Der Aufsetzrand und der Ringraum 10 begrenzen die Kontaktfläche K mit der Hornhaut 21 des Auges. Nunmehr kann in den Ringraum 10 des Ringes 1 Medikamentenflüssigkeit, beispielsweise Augentrop­ fen zum Weiten der Pupillen eingetropft werden. Der Ring 1 verhindert das seitliche Abfließen der in den Ringraum 10 eingegebenen Medikamentenflüssigkeit aus dem Kontaktbereich. Die applizierte Medikamentenflüssigkeit kann konzentriert und wirkungsvoll auf die Hornhaut 21 wie gewünscht einwirken.
In der Fig. 3a und 3b ist die Ausbildung der ringförmigen zylindrischen Applika­ tionshilfe 1 gem. Fig. 2a und Fig. 4 zusätzlich mit einer Absaugeinrichtung in Gestalt eines Absaugschlauches 4, der an der Innenwandung des Ringes 1 ange­ bracht ist dargestellt ist. Der Absaugschlauch 4 mündet nahe am Aufsetzrand S am inneren Ende der trichterförmigen Erweiterung 11 mit einem Absaugloch 40. An den Absaugschlauch 4 kann dann eine Saugeinrichtung angesetzt werden, um über­ schüssige Medikamentenflüssigkeit bei Beendigung der Behandlung aus dem Ringinnenraum 10 abzusaugen, so daß nach Entfernen des Ringes 1 vom Auge, siehe Fig. 4, keine Medikamentenflüssigkeit mehr auf dem Auge verbleibt, die unerwünscht in andere Augenbereiche abfließen könnte.
Fig. 3a zeigt den Schnitt BB nach Fig. 3b.
In der Fig. 5a ist eine zylindrische ringförmige Applikationshilfe 1 mit einem Auf­ setzrand S nach Fig. 2a dargestellt, die zusätzlich mit Fixationshilfen in Gestalt von Zugbändern 6 ausgestattet ist. Die gem. Fig. 5a und 5b aufgesetzte ringförmige Applikationshilfe 1 mit den Zugbändern 6 wird dann mittels des Lidsperrers 5 im Bereich der Zugbänder 6 ebenfalls auf dem Auge in der gewünschten Position auf der Hornhaut 21 festgehalten. Die Zugbänder oder Zugschlaufen können an den Lidsperrer 5 eingehängt sein.
Fig. 5c zeigt dann den aufgesetzten Ring 1 gem. Fig. 5a mit in den Ringraum 10 eingefüllter Medikamentenflüssigkeit F, die die Hornhaut 21 in dem von dem Ring 1 begrenzten Kontaktbereich benetzt.
In der Fig. 6 ist der Einsatz eines Ringes 1 als Applikationshilfe, der ebenfalls mit Fixationshilfen 6 gem. Fig. 5c ausgestattet ist, auf dem Auge 2 dargestellt, bei dem in den Ringraum 10 auf die Hornhaut 21 eine vliesartige saugfähige Einlage 7 ein­ gelegt ist. Diese Einlage 7, die weich, gewölbt, saugfähig und aus vliesartigem Material ist z. B. gepreßter Watte, ist mit der Medikamentenflüssigkeit getränkt. Die Medikamente wirken dabei ausschließlich auf die Fläche der Hornhaut 21, mit der sie in Kontakt sind. Diese vliesartige oder schwämmchenartige Einlage 7 kann dann nach Beendigung der Einwirkungszeit wieder aus dem Ring 1 entfernt werden und danach der Ring 1 von dem Auge 2 abgehoben werden. Auch hier verhindert der dicht auf der Hornhaut 21 aufsitzende Rand S des Applikationsringes ein Abfließen von Medikamentenflüssigkeit aus dem Innenraum 10 in die benachbarten Bereiche des Auges.
In der Fig. 7a ist in Aufsicht ein Ring 1 mit diametral einander gegenüberliegend ausgebildeten Haltebügeln 16, dessen Enden 16a hakenförmig nach oben abgewin­ kelt sind. Fig. 7b zeigt den Querschnitt A3 nach Fig. 7a. Auch diese ringförmige Applikationshilfe 1 ist an der Aufsetzseite auf das Auge mit einer trichterförmigen Erweiterung 11 und angeformten nach außen über den Ring 1 vorstehenden umlau­ fender Dichtlippe 14 ausgebildet.
In der Fig. 8a und 8b ist in Längsschnitt das Aufsetzen der Applikationshilfe 1 gem. Fig. 7a, 7b auf das Auge 2 dargestellt. Die Applikationshilfe 1 wird im Bereich der Bügel 16 an dem Lidsperrer 5 befestigt und mit diesem gehalten. Die Applika­ tionshilfe 1 sitzt mit ihrem mit Dichtlippen 14 ausgebildeten Aufsetzrand auf dem Auge auf und begrenzt die Kontaktfläche der Hornhaut 21, die mit in den Innen­ raum 10 der Applikationshilfe einzufüllender Medikamentenflüssigkeit in Kontakt kommt.
Die als Ring ausgebildete Applikationshilfe wird bei liegenden Patienten, entweder nach örtlicher Betäubung oder in Narkose auf das mit dem Lidsperrer offengehal­ tene Auge gelegt, so daß der Ring auf dem Rand der Hornhaut aufliegt. Nun kön­ nen Augentropfen in den Ringraum appliziert werden. Diese verbleiben, durch die gute Abdichtung des Aufsetzrandes des Ringes auf dem Auge, bis sie nach einer Einwirkzeit abgetupft oder abgesaugt werden innerhalb des Ringraumes. Ein Abflie­ ßen der Tropfenflüssigkeit auf die Bindehaut oder in die Nasenschleimhaut wird somit verhindert.

Claims (10)

1. Verwendung eines zylindrischen Ringes (1) als Applikationshilfe zum örtlich auf die Hornhaut (21) eines Auges begrenzten definierten Aufbringen von Medikamenten in flüssiger Form mit einer inneren, die Kontaktfläche (K) für die Medikamentenflüssigkeit (F) umfassenden, auf die Hornhaut (21) begrenzten Ringfläche, in dessen inneren Ringraum (10) nach dem Aufsetzen des Ringes (1) auf die Hornhaut (21) des Auges die Medikamentenflüssigkeit (F) eintropfbar ist, und bei dem die stirnseitige, auf die Hornhaut (21) aufsetzbare Ringwandung einen ballig geformten und/oder trichterförmig nach außen sich erweiternden Aufsetzrand (S) aufweist.
2. Ring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die stirnseitig auf die Hornhaut (21) aufsetzbare Ringwandung mit einer den Aufsetzrand (S) verlängernden, über die ringförmige Gestalt nach außen kragenförmig überstehende Dichtlippe (14) versehen ist.
3. Ring nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring (1) aus Metall hergestellt ist.
4. Ring nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring (1) aus Kunststoff hergestellt ist.
5. Ring nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der den Aufsetzrand (S) und ggf. die Dichtlippe (14) umfassende Bereich aus einem weichelastischen und das Anhaften an der Hornhaut fördernden Material, insbesondere auf Basis von Gummi oder Kunststoff gebildet ist.
6. Ring nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring (1) einen Innendurchmesser (d1) von etwa 8 bis 12 mm, eine Höhe (h) von etwa 5 bis 12 mm und eine Wanddicke von etwa 1 bis 3 mm aufweist.
7. Ring nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringraum (10) mit einer Absaugeinrichtung (4) mit Absaugöffnung (40) zum Absaugen von Medikamentenflüssigkeit (F) verbunden ist, wobei die Absaugöffnung (40) nahe dem Aufsetzrand (S) angeordnet ist.
8. Ring nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring (1) mit Fixationshilfen (6, 16) für die Befestigung an einem Lidsperrer ausgestattet ist.
9. Ring nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß Haltebänder bzw. Schlaufen (6) an dem Ring (1) an zwei diametral gegenüberliegenden Seiten angebracht sind.
10. Ring nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring (1) zwei angeformte, einander diametral gegenüberliegende Haltebügel aufweist.
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