DE4308474C2 - Strahlverteiler zur schnellen flächendeckenden Distribution eines gebündelten Laserstrahls - Google Patents
Strahlverteiler zur schnellen flächendeckenden Distribution eines gebündelten LaserstrahlsInfo
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Description
Zur Bestrahlung einer Fläche welche größer ist als der typische Querschnitt
eines gebündelten Laserstrahls mit Laserlicht, bieten sich prinzipiell zwei Lösungswege an:
- a) Der gebündelte Laserstrahl wird mittels eines einfachen Systems bestehend aus einer oder mehreren optischen Linsen aufgeweitet.
- b) Ein mehr oder weniger schneller Abtaster (Scanner) transportiert den gebündelten Laserstrahl über die einzelnen Punkte der zu bestrahlenden Fläche.
Ein für viele konkrete Situationen unerwünschter Nachteil des Lösungswegs vom Typ (a) ist
der enorme Intensitätsverlust der aus der Systembedingten Divergenz des Laserlichts kommt.
Damit geht eine der für Laserlicht typischen Qualitäten (hohe Energiestromdichte, bzw. hohe
Strahlungsleistung pro Fläche) verloren!
Ein gemeinsamer Nachteil der aktuellen Lösungswege vom Typ (b) ist - zusätzlich zu der
sich im Preis wiederspiegelnden relativ aufwendigen technischen Realisierungen -, dass sich
an der Peripherie der bestrahlten Fläche eine höhere Energiedichte (J/m2) ergibt als in jenen
Bereichen die sich mehr im Inneren der bestrahlten Fläche befinden. Dieses ist ohne weiteres
einzusehen, wenn man beachtet, dass die durchschnittliche Verweildauer des Laserstrahls an
seinen Umkehrpunkten am Rand der bestrahlten Fläche (Scannergeschwindigkeit Null) größer
ist als beim Überstreichen eines vergleichbar langen Streckenabschnitts aus den inneren
Gebieten der bestrahlten Fläche.
Optisch-mechanische Abtastsysteme die sich insbesondere als lineare Scanner eignen, sind
nach Druckschrift DE 31 28 350 A1 bekannt. Wie dort dargestellt, wird über der
Drehbewegung einer rotierenden Kurvenscheibe ein daran federnd anliegendes Abgriffsglied,
und darüber, ein Schwingspiegel für die Vertikalabtastung angetrieben. Dabei ist die mittels
Abgriffsglied realisierte Abtastung ausschließlich entlang einer Linie vorgesehen und möglich
(Vertikalabtastung), und das über ein relativ komplexes System. Entsprechend der in obiger
Druckschrift geforderten Genauigkeit, sind Seitenbewegungen des Abgriffsglieds des optisch-
mechanischen Abtastsystems auf ein Minimum reduziert. Diese Restriktion der Freiheitsgrade
der Abtastbewegung auf eine Dimension, bedeutet jedoch, dass sich größere Flächen, wie sie
etwa für medizinische Laserlichtapplikationen relevant sind, mit einem derartigen System
nicht ohne weiteres mit einem gebündelten Laserstrahl flächendeckend bestrahlen lassen.
Der gegenwärtigen Erfindung liegt damit die technische Aufgabe zugrunde, einen robusten
Strahlverteiler zu realisieren, der, beim geringst möglichen technischem Aufwand bereits zur
flächendeckenden Bestrahlung größerer Areale mit einem gebündelten Laserstrahl - bei
annähernd homogener Energiedichte - wie für biomedizinischen Applikationen erforderlich,
geeignet ist. Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, indem die
Bewegungskomponenten des Übertragungsgestänges, nicht auf eine Dimension eingeschränkt
sind.
Die in den Patentansprüchen angegebene Erfindung stellt eine neue Lösungsmöglichkeit der
obigen Problemstellung dar, insbesondere gelingt es - bei Umgehung der hervorgehobenen
Nachteile der Lösungswege (a) und/oder (b) -, die maximal mögliche Flächenbezogene
Leistungsdichte mit einem minimalen technischen Aufwand zu erreichen! Darüber hinaus
wird eine homogene Strahlungsintensität (Energieflussdichte) über der gesamten Fläche,
inklusive deren Peripherie realisiert.
Eine ideale Lösungsmöglichkeit der in den Patentansprüchen angegebenen Erfindung ist in
Fig. 1 dargestellt. Der Strahlverteiler besteht im wesentlichem aus folgenden Komponenten:
1. Ein kleiner hochdrehender Elektromotor mit stufenloser Drehzahlregulierung ist mit dem
Gehäuse eines Lasers vibrationsgedämpft verbunden. 2. Eine fest mit der Motorachse
verbundene und damit rotierende, am Außenrand mit einem ringförmigen, periodischen
Wellenprofil (Fig. 2) versehene Fassung für den Reflektorspiegel S2, ist über leichten
mechanischen Druckkontakt - damit nicht an eine räumliche Schwingungsebene gebunden -
mit einem schwingungsfähigen und vibrationsgedämpft mit dem Gehäuse des Lasers
verbundenen Gestänge, über das die (drehzahlabhängigen) Wellenbewegungen der
rotierenden Spiegelfassung auf die Fassung des Spiegels S1 übertragen werden, gekoppelt. 3.
Ein kleiner Umlenkspiegel S1 und ein etwas größerer Reflektorspiegel S2.
Die Komponenten lassen sich zwar beliebig kombinieren, besonders günstig erscheint jedoch
jene Konstellation bei der die Motorachse des Elektromotors nur wenig von der Richtung der
optischen Achse des Lasers abweicht (Fig. 1). Hierdurch kann erreicht werden, dass der von
S1 umgelenkte Laserstrahl, je nach der Drehzahl des Motors, ein beliebig dichtes
flächendeckendes Muster auf den Reflektorspiegel zeichnet, welches bei einem Laser mit
einer sichtbaren Wellenlänge, von einem Beobachter als ein dichtes und vom Reflektorspiegel
ausgehendes Strahlenbündel wahrgenommen wird.
Durch Variation des Wellenmusters der rotierenden Spiegelfassung, der Position des
mitrotierenden Reflektorspiegels in der Spiegelfassung, der Länge des einseitig fixierten,
idealerweise konform Fig. 1 konstruierten Übertragungsgestänges und durch den eventuellen
Einsatz von gekrümmten Spiegel, lassen sich die Eigenschaften der hier beschriebenen
Anordnung für die gewünschte Situation optimieren.
Vom besonderen Interesse sind jene Anwendungsgebiete bei denen es
auf eine hohe und homogen verteilte Strahlungsintensität über eine größere Fläche ankommt.
Gerade hier bietet sich die Erfindung als ideale Alternative zum gängigsten Lösungsweg an:
Durch die Kombination der Erfindung mit einem leistungsschwachen Laser, dimensioniert für
das gegebene Problem, könnte künftig auf die Verwendung eines leistungsstarken Lasers
(hohe Anschaffungskosten, in der Regel unhandlich) bei einigen Problemen verzichtet
werden. Beispielsweise könnte in der Medizin oder in der Biochemie wo zu
Stimulationszwecken oder zum Auslösen bestimmter biochemischer Prozesse, kurzzeitige,
periodische oder kontinuierliche, hohe und flächendeckende Strahlungsintensitäten (mit
homogener Dichteverteilung und einer lokalen Energieflussdichte, die einen zum Auslösen
einer Reaktion notwendigen Schwellen Wert erreicht) erforderlich sind, bereits mit der
Kombination der Erfindung mit einem He/Ne-Laser von einigen Milliwatt, dasselbe
biologische Wirkungsspektrum erzielt werden wie mit einem leistungsstarken Laser von
einigen Watt und entsprechend vorgeschalteter Strahlaufweitung zur Reduzierung der
flächenbezogenen Leistungsdichte - einer Bestrahlungsmethode mit der zur Zeit in vielen
Labors gearbeitet wird.
Die beschriebene Erfindung erlaubt eine einfache
Realisation der dargestellten Problemstellung, wobei die Vorteile der Linsentechnik und die
Vorteile der traditionellen Scannertechnik optimal miteinander verknüpft werden. Das
Ergebnis ist eine schnelle Flächenbedeckung durch ein dichtes Paket von gebündelten
Laserstrahlen maximaler und gleichbleibender Strahlungsintensität bis in die Randgebiete der
bestrahlten Fläche. Da der erforderliche technische Aufwand gering ist, dürften die
Herstellungskosten niedrig sein!
Claims (3)
1. Strahlverteiler zur schnellen flächendeckenden Distribution eines gebündelten Laserstrahls
bei annähernder Homogenität der Intensitäts- und Energiedichtevereilung in der bestrahlten
Fläche, insbesondere zur Beschleunigung der Ossifikation bei Knochenbrüchen und/oder zur
Biostimulation von Wundheilungen, wobei der Strahlverteiler, aus einem am Gehäuse eines
Lasers befestigten Elektromotor, einer fest mit der Rotationsachse dieses Motors verbundenen
Fassung mit ringförmig periodischem Wellenprofil und Reflektorspiegel (S2), sowie einem
nur am Gehäuse des Lasers fixierten schwingfähigen und aus einem Stück gefertigten
Übertragungsgestänge besteht, über das die vom Wellenprofil der rotierenden Fassung des
Reflektorspiegels induzierten periodischen Bewegungen auf die Fassung eines mit diesem
Gestänge fest verbundenen Umlenkspiegels (S1) via leichtem mechanischen Druckkontakt am
Wellenprofil übertragen werden, derart, dass eine Rotation des Reflektorspiegels den
Umlenkspiegel in solche Schwingungen versetzt, dass ein vom Laser emittierter und auf den
Umlenkspiegel gerichteter Laserstrahl ein weitgehend den Schwingungen des Umlenkspiegels
entsprechendes, flächendeckendes Laserlichtmuster auf den Reflektorspiegel zeichnet, bzw.
abbildet und von dort wiederum ins Applikationsgebiet reflektiert.
2. Strahlverteiler nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit
mit der der Laserstrahl über der Fläche des Reflektorspiegels geführt wird, in keinem Punkt
innerhalb dieser Fläche gleich Null wird.
3. Strahlverteiler nach Patentanspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der
Laserstrahl, geführt von den schwingenden Bewegungen des Umlenkspiegels (S1), nicht über
den Rand des Reflektorspiegels (S2) tritt.
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE4308474A1 DE4308474A1 (de) | 1993-10-28 |
| DE4308474C2 true DE4308474C2 (de) | 2001-09-13 |
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| DE4308474A Expired - Fee Related DE4308474C2 (de) | 1993-03-17 | 1993-03-17 | Strahlverteiler zur schnellen flächendeckenden Distribution eines gebündelten Laserstrahls |
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Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE10150204A1 (de) * | 2001-10-12 | 2003-04-30 | Matthias Becker | Vorrichtung und Verfahren zur Verbesserung des Wohlbefindens eines Lebewesens |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3128350A1 (de) * | 1981-07-17 | 1983-02-03 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Einrichtung zum abgriff einer kurvenscheibe, insbesondere fuer optisch-mechanische abtastsysteme |
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1993
- 1993-03-17 DE DE4308474A patent/DE4308474C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
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| DE4308474A1 (de) | 1993-10-28 |
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