DE4308388A1 - Verfahren zur Reduzierung des Schadstoffgehaltes im Rohgas von Verbrennungsanlagen - Google Patents
Verfahren zur Reduzierung des Schadstoffgehaltes im Rohgas von VerbrennungsanlagenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reduzierung des
Schadstoffgehaltes im Rohgas von Verbrennungsanlagen.
Bei bekannten Verfahren zur Minimierung saurer Schadgase
wurde bisher der Eintrag basischer, pulverisierter Feststoffe
wie CaCO3 oder Ca(OH)2, CaO, MgCO3 sowie von Katalysatoren in
den Feuerraum beschrieben, wobei diese Substanzen trocken
eintragen werden. Als Beispiel für die Zugabe von CaCO3 und
MgCO3 sei die DE-A37 17 191 genannt. Eine Zugabe von CaCO3, CaO
und Ca(OH)2 ist in der DE-A35 08 650 beschrieben.
Die genannten bekannten Verfahren zur Schadstoffminimierung
im Verbrennungsraum sind störanfällig aufgrund noch
ungelöster Probleme der Feststoffördertechnik. Es kommt bei
ihnen zu einer inhomogenen Verteilung der
schadstoffhindernden Substanzen, welche sich in der Praxis
des Dauerbetriebs zumeist als ungeeignet erwiesen haben, da
aufgrund der inhomogenen Verteilung der schadstoffbindenden
Substanzen nur eine ungenügende Kontaktierung zwischen
Schadgas und Schadstoffbindemittel erreicht wird. Letzteres
bewirkt, daß die erwünschte Schadstoffminderung im
Feuerungsraum nicht mit der notwendigen Regelmäßigkeit
erreicht wird, selbst dann, wenn ein erheblicher Überschuß
der schadstoffbindenden Substanzen eingesetzt ist, was zu
hohen Betriebskosten führt. Die nicht gebundenen Schadstoffe
können sich daher im Verbrennungsraum und den auf diesen
folgende Einrichtungen und Einbauten, wie z. B. Wärmetauscher,
anlagern und zur Korrosion führen.
Es ist zwar möglich, die sauren Schadgase nach ihrem Austritt
aus dem Feuerraumbereich durch sekundäre Reinigungsverfahren
zu vermindern, und ein Großteil der Verfahren zur Reduzierung
saurer Schadstoffe arbeitet nach diesem Prinzip, es ist
jedoch aus den vorgenannten Gründen vorzuziehen, die
Schadgase bereits im Bereich ihrer Entstehung, d. h. im
Feuerraumbereich zu reduzieren. Der Erfindung liegt somit die
Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Schadstoffreduzierung in
Abgasen anzugeben, bei dem die entstehenden Schadstoffe
bereits am Ort ihres Entstehens unschädlich gemacht werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung ein Verfahren
zur Reduzierung des Schadstoffgehalts im Rohgas von
Verbrennungsanlagen vor, bei dem während des Betriebs der
Feuerungsanlage im Feuerraumbereich kontinuierlich eine
Calciumhydroxid-Suspension zugegeben wird.
Als Calciumhydroxid-Suspension kommt vorzugsweise eine 2-20%-ige
Suspension, besonders bevorzugt eine etwa 10%-ige
Suspension von Calciumhydroxid zum Einsatz.
Als besonders zweckmäßig hat es sich erwiesen, wenn als
Calciumhydroxid-Suspension eine wäßrige Suspension verwendet
wird.
Die Zugabe erfolgt zweckmäßigerweise in einer Menge von 0,9
bis 2,7 Masse-% Calciumhydroxid, bezogen auf den
Verbrennungsinput.
Es hat sich als günstig erwiesen, wenn der Calciumhydroxid-
Suspension Zuschlagstoffe zugesetzt werden, insbesondere
absorptionsfördernde Zusätze.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform werden der
Calciumhydroxid-Suspension bis zu 10% absorptionsfördernde
Zusätze zugegeben. Als Beispiel für einen derartigen Zusatz
sei Herdofenkoks genannt.
Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, wenn die Zufuhr der
Calciumhydroxid-Suspension in einem Bereich der
Feuerungsanlage erfolgt, bei welchem die Temperatur über
250° C liegt.
Wenn Calciumhydroxid-Suspension in der Brennkammer und/oder
in der Nachbrennkammer zugeführt wird, geschieht dies mit
Vorteil in einem Temperaturbereich von 800° C bis 1400° C. Es
ist desweiteren möglich, insbesondere zusätzlich zu der
vorbeschriebenen Vorgehensweise, eine Calciumhydroxid-
Suspension im Bereich der Wärmetauscher, vorzugsweise am
Eingangsbereich derselben, zuzudosieren, wobei in diesem
Falle die Zugabe bei einem Temperaturbereich zwischen 250° C
und 800° C erfolgen sollte.
Die Calciumhydroxid-Suspension wird vorzugsweise in Form von
zumindest einem Sprühnebel in den Feuerraumbereich eingedüst.
Die Dosierung kann hierdurch auf besonders einfache Weise
exakt regelbar gestaltet werden.
Die Eindüsung der schadstoffbindenden Calciumhydroxid-
Suspension, die gegebenenfalls noch Zuschlagstoffe enthalten
kann, an einer oder mehreren Stellen in den Feuerungsraum
kann beispielsweise durch druckluftgeregelte Düsensysteme
erfolgen. Dadurch wird das schadstoffbindende Mittel
weitestgehend homogen in dem heilen Reaktionsraum verteilt.
Weiterhin gestattet das Düsensystem den Eintrag von sehr
feinen Calciumhydroxid-Suspensions-Tröpfchen in den
Feuerungsraum, aus denen sich in statunascendi-CaO-Partikel
mit sehr grober Oberfläche als wirksames Reagenz bilden. Die
Anzahl und Lage der Eindüsungsstellen hängen von der Größe
und Geometrie des Feuerraumes, von der Verweilzeit der
Schadgaskomponenten und des schadstoffbindenden Mittels im
Reaktionsbereich sowie von der mittleren Konzentration der
Schadstoffe ab. Dabei muß darauf geachtet werden, daß die
Eindüsungsstelle bzw. -stellen relativ zur Position des oder
der Brenner einen Abstand aufweisen, der grob genug ist, um
einer thermischen Inaktivierung und Versinterung des Additivs
vorzubeugen. Diese Form der Eindüsung gewährleistet die für
eine hohe Umsatzrate des schadstoffbindenden Mittels mit den
Schadgaskoponenten erforderliche hohe spezifische Oberfläche
des schadstoffbindenden Mittels.
Das vorliegende Verfahren kann im Feuerraum von beliebigen
Verbrennungsanlagen durchgeführt werden. Besonders geeignet
ist das Verfahren für Altölfeuerungsanlagen, Hausmüll
und/oder Sondermüllverbrennungsanlagen, Anlagen zur Wärme
und/oder Energieerzeugung, wie Kohlekraftwerken, oder Anlagen
zur thermischen Behandlung von Steinen und Erden, Glas,
Keramik, Baustoffen und Metallen.
Wenn das schadstoffbindende Mittel mittels
druckluftgeregelter Düsensysteme in den Verbrennungsraum
eingebracht wird, herrscht in diesem vorzugsweise eine
Temperatur von 600° C bis 1300° C vor.
Die beispielsweise in die Drehrohr- oder Rostfeuerräume von
Müll- und/oder Sondermüllverbrennungsanlagen eingetragenen
Mengen an schadstoffbindenden Mitteln betragen
bevorzugterweise 0,5 bis 2 Masse-% bezogen auf die
verbrannten Abfallstoffmengen. Sie lassen sich gegebenenfalls
nach ausgewählten, kontinuierlich gemessenen
Schadgaskonzentrationen im Verbrennungsabgas dem
tatsächlichen Bedarf anpassen, womit ein kostenintensiver,
überschüssiger Verbrauch an schadstoffbindendem Mittel
vermieden werden kann.
Aufgrund der hohen Dissoziationstemperaturen der gebildeten
Salze wird ein Teil der sauren Schadstoffe an die
Feststoffphase gebunden und findet sich in deponierfähiger
Form in der Schlacke wieder. Die im Rauchgasstrom durch das
schadstoffbindende Mittel bedingte Feststoffphase hat
reinigende Wirkung z. B. auf die Abhitzekesselflächen. Die
darüber hinaus durch den Eintrag der Calciumhydroxid-
Suspension verursachten möglichen Ablagerungen z. B. in
Nachbrennkammern oder an Abhitzekesseln sind in ihren
Eigenschaften porös und daher leicht entfernbar.
Der konstruktive und finanzielle Aufwand zur Ausrüstung von
Verbrennungsanlagen, um sie zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet zu machen, ist gering.
Das vorliegende Verfahren ist insbesondere geeignet, saure
Schadstoffe wie Schwefeldioxid, Fluorwasserstoff oder
Chlorwasserstoff aus einem Rohgas abzuscheiden. Daneben wird
aber auch in Bezug auf halogenierte organische
Schadgaskomponenten, wie beispielsweise polychlorierte
Dibenzodioxine und -furane, eine beachtliche Abscheidung
erzielt.
Die Erfindung betrifft des weiteren die Verwendung des
vorbeschriebenen Verfahrens zur Verringerung saurer Schadgase
im Rohgas, insbesondere von Müllverbrennungsanlagen.
Die Erfindung ermöglicht durch eine frühe
Schadstoffeinbindung eine Kapazitätserweiterung bzw.
Aufwertung von Verbrennungsanlagen, da die sauren Schadgase
mengenmäßig nur mehr in geringerem Anteil in der
Rauchgasreinigung anfallen und diese dadurch entlasten.
Die Calciumhydroxid-Suspension wird gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung als 10%-ige Suspension
eingedüst. Dies kann in die Brennkammer, in die
Nachbrennkammer oder am Eingang zum Kessel wahlweise einzeln
oder kombiniert erfolgen. Dabei wird in der Regel insgesamt
mit 0,9 bis 2,7 Masse-% Calciumhydroxid bezogen auf
Verbrennungs-Input gearbeitet. Mit diesem Verfahren kann im
Temperaturbereich von 800° C bis 1400° C im Verbrennungsraum
sowie 250° C bis 800° C im Kesselbereich gearbeitet werden.
Durch das Versprühen von Calciumhydroxid-Suspensionen wird
ein sehr guter Dispersionsgrad erreicht. Bei den o. g.
Temperaturen bildet sich sofort fein verteiltes Calciumoxid
(CaO) mit einer sehr groben reaktiven Oberfläche, welches
unmittelbar Neutralisationsreaktionen mit sauren Schadgasen
eingehen kann.
Ein großer Teil der Schadstoffe wird auf Grund der sehr hohen
Dissoziationstemperaturen der gebildeten Salze an die
Feststoffphase gebunden.
Ein grober Teil dieser Schadstoffe findet sich anschließend
in der Schlacke in unbedenklicher Form wieder.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile lassen sich wie
folgt zusammenfassen:
- - bessere Handhabung, Dosierung, Förderbarkeit, Regelbarkeit des Schadstoffbindemittels in Abhängigkeit von der Schadgaskonzentration;
- - genauere Konzentrationseinstellung möglich;
- - verbesserte Dispergierbarkeit;
- - Erhöhung der Einbindungsrate;
- - Ablagerungen an Kesseln und anderen Einbauten und mögliche Anbackungen können zwar auftreten, diese sind jedoch sehr locker und leichter entfernbar, als übliche Ablagerungen.
Es erfolgte die Eindüsung einer Kalkmilch-Suspension in den
Drehrohrofen einer Müllverbrennungsanlage über einen längeren
Zeitraum.
Der Einfluß der Calciumhydroxid-Suspension Zugabe im
Feuerungsraum bewirkt eine nachweisbare Minderung des
Schwefeldioxid-Gehaltes im Rohgas. Es wurden SO2 Absenkungen
bis zu 40% beobachtet. Unterhalb eines Schwellenwertes von
300 bzw. 400 mg/m3 sind jedoch keine signifikanten Wirkungen
erkennbar.
Claims (21)
1. Verfahren zur Reduzierung des Schadstoffgehalts im Rohgas
von Verbrennungsanlagen, bei dem während des Betriebs der
Feuerungsanlage im Feuerraumbereich kontinuierlich eine
Calciumhydroxid-Suspension zugegeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
als Calciumhydroxid-Suspension eine 2-20%-ige Suspension,
vorzugsweise eine etwa 10%-ige Suspension, von
Calciumhydroxid zum Einsatz kommt.
3. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß als Calciumhydroxid-Suspension eine
wäßrige Suspension verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß 0,9 bis 2,7 Masse-% Calciumhydroxid,
bezogen auf den Verbrennungsinput, zugegeben werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Calciumhydroxid-
Suspension Zuschlagstoffe zugesetzt sind.
6. Verfahren Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Calciumhydroxid-Suspension absorptionsfördernde Zusätze
als Zuschlagstoffe zugegeben sind.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
bis zu 10 Gewichts-% absorptionsfördernde Zusätze
zugegeben sind.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
daß als absorptionsfördernder Zusatz Herdofenkoks
zugesetzt wird.
9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zufuhr der Calciumhydroxid-
Suspension in einem Bereich der Verbrennungsanlage
erfolgt, in welchem die Temperatur über 250° C liegt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Calciumhydroxid-Suspension in einer Brennkammer
und/oder in einer Nachbrennkammer der Verbrennungsanlage
in einem Temperaturbereich von 800° C bis 1400° C
eingegeben wird.
11. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Calciumhydroxid-Suspension im
Bereich der Wärmetauscher einer Verbrennungsanlage,
vorzugsweise am Eingangsbereich derselben, zugegeben
wird.
12. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zugabe bei einem Temperaturbereich zwischen 250° C und
800° C erfolgt.
13. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Calciumhydroxid-Suspension in
Form von zumindest einem Sprühnebel in den
Feuerraumbereich eingedüst wird.
14. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Calciumhydroxid-Suspension an
einer Stelle oder mehreren Stellen durch
druckluftgeregelte Düsensysteme in den Feuerraumbereich
der Verbrennungsanlage eingebracht wird.
15. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verbrennungsanlagen
Altölfeuerungsanlagen, Hausmüll- und/oder Sondermüll
verbrennungsanlagen, Anlagen zur Wärme- und/oder
Energieerzeugung, vorzugsweise Kohlekraftwerke, oder
Anlagen zur thermischen Behandlung von Steinen und Erden,
Glas, Keramik, Baustoffen und Metallen sind.
16. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der reduzierte Schadstoff
Schwefeldioxid ist.
17. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der reduzierte Schadstoff
Fluorwasserstoff, Chlorwasserstoff und/oder eine
halogenierte organische Verbindung ist.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß
die halogenierten organischen Verbindungen polychlorierte
Dibenzodioxine und/oder polychlorierte Dibenzofurane
sind.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch
gekennzeichnet, daß die Calciumhydroxid-Suspension in
einem Temperaturbereich von 600° C bis 1300° C in den
Feuerraumbereich eingedüst wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch
gekennzeichnet, daß 0,5 bis 2 Masse-% Clciumhydroxid,
bezogen auf den Verbrennungsinput, zugegeben werden.
21. Verwendung des Verfahrens nach einem der vorstehenden
Ansprüche zur Verringerung saurer Schadgase im Rohgas,
insbesondere von Müllverbrennungsanlagen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4308388A DE4308388A1 (de) | 1992-03-26 | 1993-03-16 | Verfahren zur Reduzierung des Schadstoffgehaltes im Rohgas von Verbrennungsanlagen |
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| DE4209883 | 1992-03-26 | ||
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|---|---|---|---|
| DE4308388A Withdrawn DE4308388A1 (de) | 1992-03-26 | 1993-03-16 | Verfahren zur Reduzierung des Schadstoffgehaltes im Rohgas von Verbrennungsanlagen |
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