DE4308047A1 - Faltschachtel mit ausklappbarer Schüttrinne - Google Patents
Faltschachtel mit ausklappbarer SchüttrinneInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Faltschachtel, insbesondere für pulverförmiges
Gut, mit einer ausklappbaren Schüttrinne, die in einer doppellagigen Wand
der Schachtel zwei in beiden Wand-Lagen deckungsgleich durch Perforatio
nen, Schnittlinien und Faltlinien begrenzte Felder umfaßt, deren eine senk
rechte Schnittlinie entlang dem Rand der doppellagigen Wand verläuft und
deren eine waagerechte Faltlinie im wesentlichen waagerecht vom unteren
Ende der Schnittlinie ausgeht, mit einer an das innere Feld angrenzenden,
abgewinkelten Klappe, die von innen an der angrenzenden Schachtelwand
anliegt.
Eine derartige Faltschachtel ist beispielsweise aus dem DE-GM 72 15 722 be
kannt. Diese bekannte Lösung bot den Vorteil, daß aus einem zusammenhän
genden Zuschnitt ein Karton mit Schüttverschluß in verhältnismäßig kosten
günstiger Weise hergestellt werden kann. Der bekannte Verschluß ist jedoch
nach dem ersten Öffnen und anschließenden Wiederverschließen nicht mehr
vollständig dicht. Die an die beiden deckungsgleichen Felder angrenzende
Klappe, die beim Herausklappen der Felder eine senkrechte Seitenwand zu
diesen bildet und damit die Schüttrinne vervollständigt, liegt lose vor der in
neren Schachtelwand, so daß das in der Schachtel befindliche Gut zwischen
der Schachtelwand und der Klappe hindurch austreten kann. Das erfordert
zum einen, die Schachtel stets in der senkrechten Stellung zu halten. Im
übrigen führt es bei hygroskopischen Schüttgütern zu einer unerwünschten
Feuchtigkeitsaufnahme und anschließender Verklumpung.
Es sind daher bei Faltschachteln auch Schüttverschlüsse bekannt, die durch
Metall- oder Kunststoffeinsätze gebildet werden, die zumindest teilweise
dichter schließen. Angesichts der heute geltenden Vorschriften und Vorstel
lungen zur Müllbeseitigung sind jedoch Verpackungen, die zum einen aus
Karton und darüberhinaus aus Metall oder Kunststoff bestehen, unerwünscht.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Faltschachtel der gat
tungsgemäßen Art zu schaffen, die einen aus dem Kartonzuschnitt der
Schachtel gebildeten, auch nach dem ersten Öffnen dicht schließenden
Schüttverschluß aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Faltschachtel der obigen Art
dadurch gelöst, daß die abgewinkelte Klappe aus einer abgewinkelten Lasche
ausgeschnitten ist, die von innen gegen die angrenzende Schachtelwand ge
klebt ist und an die in Höhe der Schachteloberkante über eine Faltlinie eine
nach innen und unten umgeklappte Faltlasche angrenzt, die von innen auf die
Lasche geklebt ist.
Durch die Faltlasche, die weitere Lasche, aus der die Klappe ausgeschnitten
ist, und die Schachtelwand wird somit eine geschlossene Kammer gebildet,
in die die Klappe beim Schließen des Schüttverschlusses eingeschoben wer
den kann. Daher ist es nicht mehr möglich, daß Schüttgut zwischen der
Klappe und der Schachtelwand austritt oder Feuchtigkeit auf diesem Wege
eintritt.
Vorzugsweise ist mit der Faltlasche, im weiteren Verlauf "erste Faltlasche"
genannt, eine zweite Faltlasche verbunden, die an die erste Faltlasche seitlich
angrenzt und gemeinsam mit dieser nach innen und unten umklappbar ist
und von innen gegen die innere Lage der doppellagigen Wand der Schachtel
geklebt ist. Diese zweite Faltlasche weist einen Ausschnitt auf, der in Form
und Größe den beiden doppellagigen Feldern entspricht. Diese zweite Faltla
sche dient vor allem zur Abstützung und Stabilisierung der ersten Faltlasche
und der diese tragenden Lasche, die durch Ausschneiden der Klappe und des
für deren Bewegung erforderlichen Zwischenraums geschwächt ist.
Die abgewinkelte Klappe fällt vorzugsweise am oberen Rand von der doppella
gigen Wand her bogenförmig ab, hat also insgesamt im wesentlichen die Form
eines Viertelkreises. Am Ende dieses Bogens befindet sich eine vorspringen
de Rastnase sowie anschließend ein vorspringender Anschlag. Durch Rastnase
und Anschlag kann die Schüttrinne in der geöffneten Stellung verriegelt wer
den.
Das obere Ende der senkrechten Schnittlinie und die im wesentlichen waa
gerechte untere Faltlinie, die die Schütten-Felder begrenzen, sind vorzugs
weise durch einen Kreisbogen verbunden, so daß die Felder im wesentlichen
die Form eines Viertelkreises aufweisen. Das innere Feld weist im Bereich
der bogenförmigen Schnittlinie eine vorspringende Rastnase auf, mit der
Schütte beim Schließen hinter der äußeren Lage der doppellagigen Wand
verrastet werden kann. In der äußeren Lage der doppellagigen Wand befindet
sich angrenzend an den bogenförmigen Rand des äußeren Feldes eine ausge
schnittene Fingeröffnung.
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand
der beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung eine Faltschachtel mit
ausgeklappter Schüttrinne;
Fig. 2 zeigt einen Karton-Zuschnitt für eine erfindungsgemäße Falt
schachtel.
Fig. 1 zeigt eine aufrecht stehende, quaderförmige Faltschachtel mit einer
ausgeklappten Schüttrinne 10, die sich im oberen Bereich einer schmalseiti
gen Wand 12 der Faltschachtel befindet. Die Wand 12 besteht zumindest teil
weise aus zwei übereinandergeklebten Karton-Lagen. Neben dieser doppella
gigen Wand 12 spielt im Zusammenhang mit der Erfindung die in Fig. 1
nicht gezeigte, breitseitige Wand 14 eine Rolle, die in Fig. 1 nur durch ei
nen Pfeil angedeutet ist. Die beiden anderen senkrechten Wände tragen die
Bezugsziffern 16 und 18.
Der in Fig. 2 gezeigte Zuschnitt umfaßt im Mittelbereich wiederum die brei
ten, senkrechten Wände 14 und 16, die zwischen diesen liegende schmalsei
tige Wand 18, und zwei senkrechte, streifenförmige Flächen, die die äußere
Lage 12a und die innere Lage 12b der in Fig. 1 gezeigten Wand 12 bilden.
An die senkrechten Wände 14, 16, 18 und auch an die äußere Lage 12a der
Wand 12 grenzen nach oben und unten über nicht bezeichnete Faltlinien
Klappen 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34 an, die in üblicher Weise zur Bildung von
Boden und oberer Wand der Schachtel übereinandergeschlagen und mitein
ander verklebt werden. Insoweit entspricht die Schachtel herkömmlichen
Lösungen, so daß nähere Erläuterungen nicht erforderlich sind.
Wie Fig. 2 auf der rechten Seite zeigt, befindet sich im oberen Bereich der
äußeren Lage 12a der doppellagigen Schachtel-Wand ein etwa viertelkreisför
miges Feld 36, das durch eine mit dem linken Rand der Lage 12a zusam
menfallende, senkrechte Schnittlinie 38, eine im wesentlichen waagerechte,
vom unteren Ende der Schnittlinie 38 ausgehende Faltlinie 40 und eine die
freien Enden der beiden Linien 38, 40 verbindende, bogenförmige Schnittli
nie 42 begrenzt ist, die durch einzelne, aufreißbare Verbindungspunkte un
terbrochen ist. Angrenzend an diese bogenförmige Schnittlinie 42 ist ein
Ausschnitt 44 in dem Material der äußeren Lage 12a vorgesehen, der es ge
stattet, das Feld 36 an seinem bogenförmigen Rand mit einer Fingerspitze zu
erfassen und nach vorne zu ziehen, so daß die Schnittlinie 38 aufreißt und
das Feld 36 nach vorne ausgeklappt werden kann. Auch diese Merkmale sind
im Stand der Technik im wesentlichen bekannt.
Innerhalb der inneren Lage 12b der Wand 12 befindet sich ein weiteres, im
wesentlichen viertelkreisförmiges Feld 46, das beim Schließen der Schach
tel, also beim Übereinanderlegen und Verkleben der beiden Lagen 12a und
12b deckungsgleich zu dem äußeren Feld 36 liegt. Dieses innere Feld weist
als untere Abgrenzung eine im wesentliche waagerechte, gegebenenfalls auch
leicht vom linken Rand der Lage 12b ansteigende Faltlinie 48 und eine von
deren freiem Ende bogenförmig zum linken Rand (Fig. 2) der inneren Lage
12b aufsteigende Schnittlinie 50 auf. Am linken, senkrechten Rand des Fel
des 46 befindet sich eine Faltlinie 52, über die eine Klappe 54 an das Feld 46
angrenzt. Diese Klappe 54 bildet bei ausgezogener Schüttrinne die in Fig. 1
gezeigte senkrechte Seitenwand der Schüttrinne, während die übereinan
dergeklebten Felder 36, 40 den Boden der Schüttrinne darstellen.
Erfindungsgemäß ist die Klappe 54 aus einer Lasche 56 ausgeschnitten, die
über eine senkrechte Faltlinie 58 an den seitlichen, linken Rand der inneren
Lage 12b angrenzt. Da in dem hier besprochenen Bereich wiederholte Faltun
gen erforderlich sind und mehrere Materiallagen übereinander gelangen, ist
das Material im Bereich der Faltlinie 58 durch mehrere Perforationslinien
besonders biegsam gemacht worden. Die Klappe 54, die nach dem Aufrichten
und Verkleben der Schachtel über die Faltlinie 58 rechtwinklig gegenüber
dem Feld 46 abgewinkelt ist, bildet im in Fig. 2 gezeigten Zuschnitt mit
diesem zusammen im wesentlichen einen Halbkreis. Sie ist an der unteren
Seite in Fig. 2 durch eine leicht nach links ansteigende Schnittlinie 60 und
oberhalb des oberen bogenförmigen Randes durch einen Zwischenraum 62
von der Lasche 56 getrennt, der den notwendigen Bewegungsspielraum der
Klappe 54 beim Ausziehen der Schüttrinne gewährleistet.
Die Lasche 56 liegt nach dem Aufrichten und Verkleben der Faltschachtel
von innen gegen die senkrechte Wand 14 an und ist mit dieser verklebt.
In Höhe der mit 64 bezeichneten Oberkante der Faltschachtel grenzen an die
Lasche 56 und die innere Lage 12b über Faltlinien 66, 68 zwei Faltlaschen
70, 72 an, die auch ihrerseits über eine Faltlinie 74 verbunden sind. Der Be
reich dieser Faltlinie ist ebenso wie derjenige der oben erwähnten Faltlinie
58 durch Perforationslinien besonders biegsam gemacht worden. Beim Auf
richten der Schachtel werden die Faltlaschen 70, 72 um die Faltlinien 66, 68
nach unten und innen umgeklappt und auf der Lasche 56 bzw. der inneren
Lage 12b der Wand 12 festgeklebt.
In der zweiten Faltlasche 72, die auf die innere Lage 12b gelangt, befindet
sich ein etwa viertelkreisförmiger Ausschnitt 76, der nach dem Umfalten
und Verkleben über das Feld 46 gelangt und damit die Schüttenöffnung frei
gibt. Die im wesentlichen geschlossene Faltlasche 70 wird auf die Lasche 56
geklebt, ohne daß jedoch eine Klebeverbindung zwischen der Faltlasche 70
und der Klappe 54 hergestellt wird.
Da die Lasche 56 von innen auf die Wand 14 der Schachtel geklebt wird, und
da im übrigen die Faltlasche 70 von innen auf die Lasche 56 geklebt wird,
entsteht hier ein Verbund aus drei übereinanderliegenden Lagen, deren in
nere die Lasche 56 ist. Es wird daher eine geschlossene Kammer gebildet,
aus der die Klappe 54 herausgezogen und in die diese zurückgeschoben wer
den kann. Es besteht nicht mehr die Möglichkeit, daß zwischen der Wand 14
und der Klappe 54 Schüttgut austritt oder Feuchtigkeit eindringt.
Die Klappe 54 weist an ihrem nicht bezeichneten, bogenförmigen, nach links
in Fig. 2 abfallenden Rand zunächst eine vorspringende Rastnase 78 und so
dann einen vorspringenden Anschlag 80 auf. Dadurch wird es ermöglicht, die
ausgeklappte Schüttrinne in der geöffneten Stellung zu verriegeln, indem die
äußere Lage 12a im Bereich der oberen Schnittlinie 42 von der Rastnase 78
und dem Anschlag 80 eingefaßt wird.
Von der bogenförmigen Schnittlinie 50, die das innere Feld 46 begrenzt,
springt eine weitere Rastnase 82 vor. Da die bogenförmige Schnittlinie 42
des äußeren Feldes 36 einen entsprechenden Vorsprung bzw. Ausschnitt
nicht aufweist, kann die Rastnase beim Schließen der Schüttrinne hinter der
äußeren Lage 12a verrastet werden.
Soweit im vorliegenden Zusammenhang Begriffe wie "oben", "unten" etc. ver
wendet worden sind, beziehen sie sich auf die aufrechte, bestimmungsgemä
ße Stellung der Schachtel sowie die Darstellung der Schachtel in Fig. 1 und
2.
Claims (6)
1. Faltschachtel, insbesondere für pulverförmiges Gut, mit einer ausklappba
ren Schüttrinne, die in einer doppellagigen Wand der Schachtel zwei in bei
den Wand-Lagen deckungsgleich durch Perforationen, Schnittlinien und Falt
linien begrenzte Felder (36, 46) umfaßt, deren eine senkrechte Schnittlinie
(38) entlang dem Rand der doppellagigen Wand (12) verläuft und deren waa
gerechte Faltlinie (40, 48) im wesentlichen waagerecht vom unteren Ende
der Schnittlinie ausgeht, mit einer an das innere Feld (46) angrenzenden, ab
gewinkelten Klappe (54), die von innen an der angrenzenden Schachtelwand
(14) anliegt, dadurch gekennzeichnet, daß die abgewinkelte Klappe (54) aus
einer abgewinkelten Lasche (56) ausgeschnitten ist, die von innen gegen die
angrenzende Schachtel-Wand (14) geklebt ist und an die in Höhe der
Schachteloberkante (64) über eine Faltlinie (66) eine nach innen und unten
umgeklappte Faltlasche (70) angrenzt, die von innen auf die Lasche (56) ge
klebt ist.
2. Faltschachtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an die Falt
lasche (70) eine zweite Faltlasche (72) seitlich angrenzt, die gemeinsam mit
dieser nach innen und unten umgeklappt und von innen gegen die innere La
ge (12b) der doppellagigen Wand (12) geklebt ist und die deckungsgleich zu
den beiden übereinanderliegenden Feldern (36, 46) einen Ausschnitt (76)
aufweist.
3. Faltschachtel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
abgewinkelte Klappe (54) am oberen Rand von der doppellagigen Wand (12)
her kreisbogenförmig abfällt und am Ende des Bogens eine vorspringende
Rastnase (78) sowie einen vorspringenden Anschlag (80) aufweist.
4. Faltschachtel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß die doppellagigen Felder (36, 46) durch eine untere, im
wesentlichen waagerechte Faltlinie (40, 48) und eine vom freien Ende der
Faltlinie zum oberen Ende der senkrechten Schnittlinie (38) des äußeren
Feldes (36) verlaufende Schnittlinie (42, 50) begrenzt sind.
5. Faltschachtel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß das innere Feld (46) im Bereich der Schnittlinie (50) eine
vorspringende Rastnase (82) aufweist.
6. Faltschachtel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß die äußere Lage (12a) der doppellagigen Wand (12) an
grenzend an das Schütten-Feld (36) eine ausgeschnittene Fingeröffnung (44)
aufweist.
Priority Applications (2)
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| DE19934308047 DE4308047A1 (de) | 1992-06-16 | 1993-03-13 | Faltschachtel mit ausklappbarer Schüttrinne |
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Applications Claiming Priority (2)
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| DE9208031U DE9208031U1 (de) | 1992-06-16 | 1992-06-16 | Faltschachtel mit ausklappbarer Schüttrinne |
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Publications (1)
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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