DE4306567A1 - In eine Ebene faltbarer Behälter - Google Patents
In eine Ebene faltbarer BehälterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen, in eine Ebene faltbaren
Behälter insbesondere zur Verwendung als Brillenetui oder
dgl.
Faltbare Behälter sind insbesondere aus Papier, Pappe in
zahlreichen Ausgestaltungen bekannt. Dabei beruht das
Faltprinzip grundsätzlich darauf, daß räumliche Flächen zur
Bildung eines Behälters gegeneinander bewegt und in eine
Ebene gefaltet werden.
Bei einem vierseitigen pyramidenförmigen Gehäuse treffen sich
alle Faltkanten an der Pyramidenspitze. Die vier
Seitenflächen der Pyramide sind gelenkig miteinander
verbunden und bilden dabei eine geschlossene determinierte
Gelenkskette. Durch paarweises Aufeinanderklappen der Flächen
kann auch ein solches Gehäuse ohne Auftrennung von
Seitenkanten in eine Ebene zusammengefaltet werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen faltbaren
Behälter insbesondere zur Verwendung als Brillenetui oder
dgl. zu schaffen, welcher in zusammengeklapptem Zustand in
einer Ebene zu liegen kommt. Dabei soll der Behälter in
aufgeklapptem Zustand ein formstabiles Gehäuse bilden.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
In den Unteransprüchen sind vorteilhafte und zweckmäßige
Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Gedankens angegeben.
Der Erfindung liegt der Kerngedanke zugrunde, daß ein
formstabiler prismatischer Behälter mit dreieckigem
Querschnitt durch eine besondere Faltung erzeugt werden kann.
Dabei sind die abschließenden stirnseitigen Endflächen des
Gehäuses jeweils Teil einer polaren Viergelenkskette, d. h.
einer vierseitigen Pyramide mit der Spitze in einem der
Eckpunkte des Gehäuses. Im aufgeklappten Zustand ist die
Kette zu einer Dreigelenkskette verformt und versteift sich
dadurch selbst. Beim Zusammenklappen des Gehäuses ist die
Viergelenkskette soweit faltbar, bis alle Flächen auf einer
gemeinsamen Ebene zu liegen kommen.
Der erfindungsgemäße Behälter hat den Vorteil, daß er in
aufgeklapptem Zustand ein formstabiles Gehäuses bildet,
welches insbesondere auch als Brillenetui verwendbar ist.
Darüber hinaus kann das räumliche Gehäuse sehr einfach in
eine flache Ebene zusammengeklappt und damit platzsparend
transportiert werden. Schließlich ermöglicht das Faltsystem
ein formschönes Gehäuse.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung eines
Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Die Fig. 1 bis 4 zeigen verschiedene Stellungen des
Behälters, wobei der Bewegungsablauf des Klappsystems in
Folge dargestellt ist. Dabei zeigt die
Fig. 1 das geschlossene Gehäuse und
Fig. 4 das Gehäuse in zusammengefaltetem oder
zusammengeklapptem Zustand.
Wie aus der Figurenfolge 1 bis 4 hervorgeht, besteht der
faltbare Behälter 1 aus vier Seitenwänden 2 bis 5, die zu
einem, im Querschnitt dreieckförmigen Gehäuse gemäß der
Darstellung nach Fig. 1 zusammengefaltet werden. Dabei bilden
die Seitenflächen 3, 4 die Seitenschenkel eines im
Querschnitt etwa gleichschenkligen Gehäuses mit dem spitzen
Winkel α ≈ 40°, während die Seitenwand 2 die
Grundfläche dieses im Querschnitt dreieckförmigen Gehäuses
bildet. Das Gehäuse wird demnach durch die drei
Seitenwandungen 2, 3, 4 begrenzt.
Die zusätzliche Seitenwand 5 weist eine Fläche auf, die etwa
der Grundseite 2 entspricht. Sie dient zur Überlappung der
Grundseite 2, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist. Die
Verbindung der Seitenwandungen 2 und 5 kann mittels eines
Magnetverschlusses oder Klettverschlusses 6 oder dgl.
zwischen diesen beiden Seitenwänden 2, 5 erfolgen.
In Fig. 2 sind die Kantenlängen a bis d der Seitenwände 2 bis
5 dargestellt. Zur Bildung eines etwa gleichschenkligen
Dreiecks sind die Seitenwände 2 und 5 mit der gleichen
Kantenlänge a ≈ d und die Seitenwände 3, 4 mit der
Seitenlänge b ≈ c ausgebildet, wobei a ≈ b/2 ist. Hierbei muß
ggf. die Wandstärke s der Seitenwände 2 bis 5 beim Überlappen
der Wandungen berücksichtigt werden.
Den vier Seitenwänden 2 bis 5 ist ein zusätzliches Faltsystem
7 zugeordnet, welches in dem faltbaren Behälter 1 integriert
ist. Aus der Faltstellung in Fig. 3 ist dieses Faltsystem 7
erkennbar.
Das Faltsystem 7 besteht aus mehreren Flächen, die jeweils an
den beiden Stirnseiten 8, 9 des Behälters angeordnet sind.
Das Faltsystem 7 weist an jeder Stirnseite 8, 9 vier Flächen
10 bis 13 bzw. 10′ bis 13′ auf, dessen jeweilige Seitenkanten
14 bis 17 bzw. 14′ bis 17′ polarförmig in einem gemeinsamen
Eckpunkt 18 bzw. 18′ zusammenlaufen. Die Seitenflächen 10,
10′ bilden die beiden stirnseitenflächen des Behälters 1,
d. h. sie sind dem dreieckförmigen Querschnitt des als
gleichschenkligen Dreiecks ausgebildeten Behälters angepaßt.
Die vier Wandungsabschnitte 10 bis 13 bzw. 10′ bis 13′ bilden
eine pyramidenförmige aufgespannte Fläche mit drei ebenen
Seitenwandungen, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist. Dabei
liegen die Flächen 11, 12 bzw. 11′, 12′ in der Stellung nach
Fig. 2 in der gleichen Ebene, wie die Grundseite 2, so daß
die Faltkante 15, 15′ zwischen den fluchtenden Flächen 11, 12
bzw. 11′, 12′ liegt. Aus dieser Grundstellung nach Fig. 2 muß
demnach nur noch die Seitenwandung 4 auf die Seitenflächen
10, 10′ aufgelegt werden, um den Behälter zu schließen. Der
Wandungsabschnitt 5 klappt dann von unten gegen den
Grundboden 2.
Das Zusammenfalten des Gehäuses in einen flachen Zustand
zeigt die Darstellung nach Fig. 3. Nach der Öffnung des
Behälters gemäß der Darstellung nach Fig. 2 wird die
Grundseite 2 in Richtung des Pfeiles 19 nach hinten in die
Ebene der Seitenwand 3 geklappt. Hierdurch löst sich der
Flächenabschnitt 11, 11′ aus der Ebene der Seitenwand 2 und
kommt in eine gestreckte Lage mit der Stirnwand 10, 10′. Die
Flächen 10, 11 klappen damit in Richtung des Pfeils 20 nach
innen in das Gehäuseinnere 21.
Sobald die Seitenwand 2 gemäß der Darstellung nach Fig. 2 in
der gleichen Ebene wie die Seitenwandung 3 zu liegen kommt,
hat sich das Faltsystem 7 ebenfalls in eine ebene Fläche
gelegt. Insbesondere kommen die Flächen 10, 11 bzw. 10′, 11′
auf die Flächen 12, 13 bzw. 12′, 13′ zu liegen. Der Behälter
läßt sich demzufolge in eine flache, gestreckte Lage gemäß
der Darstellung nach Fig. 4 zusammenfalten, wobei die Flächen
2 und 5 sowie die Flächen 3 und 4 weitestgehend
aufeinanderliegen.
Die Flächen 10 bis 12 bzw. 10′ bis 12′ des Faltsystems 7
können sich an die Seitenwandung 3 einstückig anschließen,
wobei die Fläche 13, 13′ durch die Seitenwandung 3 selbst
gebildet ist. Sie können aber auch beispielsweise zur
formgestalterischen Ausschlagung des Innenraumes 21 eines
Brillenetuis als gesonderte Flächen auf der Seitenwandung 2
bzw. 3 aufgebracht sein. So können die Flächen 10 bis 13
einstückig aus einer zusammenhängenden Faltfläche ausgebildet
sein, deren Stoßkante 22 auf der Seitenwand 2 zu liegen
kommt. In diesem Fall sind die Flächen 12, 12′ mit der
Seitenwand 2 und die durchgehende Fläche 13, 13′ mit der
Fläche 3 verklebt.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte und beschriebene
Ausführungsbeispiel beschränkt. Sie umfaßt auch vielmehr alle
fachmännischen Weiterbildungen im Rahmen des
erfindungsgemäßen Grundgedankens.
Claims (8)
1. In eine Ebene faltbarer Behälter insbesondere zur
Verwendung als Brillenetui oder dgl., bestehend aus wenigstens
drei Seitenwänden (2, 3, 4) zur Bildung eines im Querschnitt
etwa dreieckförmigen Gehäuses (1), wobei die Stirnseiten (8,
9) des Gehäuses (1) über in eine gemeinsame Ebene faltbare
Stirnflächen (10, 10′) verschließbar sind.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß eine vierte Seitenwand (5) vorgesehen ist, die die
Grundseite (2) eines im Querschnitt gleichschenkligen
Gehäuses überlappt.
3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß jede Stirnfläche (10, 10′) des Gehäuses
(1) ein Teil eines Faltsystems (7) bildet, welches aus vier
paarweise aufeinanderfaltbaren Flächen (10 bis 13) bzw. (10′
bis 13′) besteht.
4. Behälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das aus jeweils vier Flächen (10 bis 13) bzw. (10′ bis
13′) bestehende Faltsystem (7) bei geschlossenem Behälter
(Fig. 1) drei aufeinanderstehende Flächen aufweist.
5. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) in
geschlossenem Zustand (Fig. 1) den Querschnitt eines
gleichschenkligen Dreiecks aufweist, wobei die Grundseite (2)
in ihrer Länge a kleiner und insbesondere halb so lang ist
wie die Schenkellänge b, c der beiden Seitenflächen (3, 4).
6. Behälter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Spitzenwinkel a des gleichschenkligen
Dreiecks etwa α ≈ 40° beträgt.
7. Behälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Grundseite (2) des dreieckförmigen Gehäuses von der
Verschlußfläche (5) mit etwa gleicher Seitenlänge d überdeckt
ist und über einen Magnetverschluß oder Klettverschluß (6)
oder dgl. verbunden ist.
8. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse in zusammengefaltetem
oder zusammengeklapptem Zustand (Fig. 4) in einer Ebene
liegende Seitenwände (2) und (3) sowie (4) und (5) aufweist,
wobei die fluchtenden Seitenwände (4, 5) auf den fluchtenden
Seitenwänden (2, 3) zu liegen kommen.
Priority Applications (2)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE (1) | DE4306567A1 (de) |
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