DE4305925A1 - Mehrweg-Transportbehälter - Google Patents
Mehrweg-TransportbehälterInfo
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65D—CONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
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Description
Die Erfindung betrifft einen Mehrweg-Transportbehälter bestehend mindestens
aus einem Boden- und einem Deckelteil, von denen mindestens eines eine Vor
richtung zum Befestigen eines Etiketts aufweist.
Die am Behälter anzubringenden Etiketten tragen Daten mit dem jeweiligen In
halt, den jeweiligen Adressaten, den jeweiligen Lieferanten etc.
Es ist bekannt, derartige Etiketten mittels eines Klebstoffes auf dem jeweiligen
Behälter, sei es ein Karton, eine Kunststoffbox oder ähnliches, zu befestigen.
Ein derartiges Verfahren ist jedoch lediglich bei Einweg-Transportelementen,
wie z. B. einem Karton sinnvoll. Bei Mehrweg-Transportbehältern muß das
Etikett aber entfernt werden können, damit es nicht zu Irrläufern kommt. Das
Entfernen geschieht hierbei entweder mechanisch durch Abziehen oder über
Lösungsmittel, wie z. B. Wasser.
Eine weitere Möglichkeit der Befestigung eines Etiketts am Behälter liegt darin,
daß die Etiketten in eine Lasche eingeschoben werden. Auch bei diesem Sy
stem muß das Etikett bei Mehrweg-Transportsystemen wieder entfernt werden,
was zu einem manuellen Aufwand führt. Außerdem wird durch eine aufge
brachte Lasche die Stapelhöhe erhöht. Das trifft insbesondere zu, wenn die
den Behälter bildenden Teile, also insbesondere Deckel- und Bodenteil, ko
nisch ausgebildet sind und nach dem Entleeren des Behälters die beiden Teile
ineinandergesteckt werden sollen, um so beim Rücktransport weniger Platz
einzunehmen. Liegt bei einem Mehrweg-Transportbehälter mit einer Wand
stärke von 3 mm und einer Konizität von 10° eine Stapelhöhe von 19 mm vor,
so erhöht sich diese Stapelhöhe bei einer Lasche von ebenfalls 3 mm Wand
stärke und einem Spalt von 2 mm zur Aufnahme des Etiketts auf ca. 51 mm.
Das führt naturgemäß zu höheren Rücktransportkosten.
Eine dritte Möglichkeit der Etikettierung besteht darin, die Beschriftung direkt
auf den Transportbehälter aufzudrucken. Die Druckfarbe muß dabei so be
schaffen sein, daß sie gegen Wasser resistent ist. Bei Mehrweg-Transportbe
hältern muß dieser Druck aber wieder entfernt werden. Üblicherweise werden
dann aggressive Lösungsmittel eingesetzt, welche teuer und umweltbelastend
sind.
Eine vierte Möglichkeit der Etikettierung besteht darin, Anhänger an Bändern
am Behälter zu befestigen. Diese Anhänger haben jedoch den Nachteil, daß sie
nicht automatisch ablesbar sind, was im allgemeinen gefordert wird, weil die
Anhänger nicht fest und eindeutig positionierbar sind. Außerdem müssen diese
Anhänger zum Rücklauf manuell entfernt werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Mehrweg-Transportbe
hälter der eingangs genannten Art so auszubilden, daß das Etikett während des
Transports sicher fixiert ist, die äußeren Abmessungen des Behälterteils durch
die Etikettaufnahme nicht vergrößert werden und ein Entfernen des Etiketts
ohne großen manuellen Aufwand möglich ist.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß die Vorrichtung zur Befestigung
des Etiketts eine Zunge ist, die durch eine einseitig offene Ausschnittskontur in
einer Seitenwand des Boden-/Deckelteils gebildet ist.
Dadurch, daß die Zunge integraler Bestandteil der Seitenwand des Behälterteils
ist, ist zum einen die Herstellung einfach und zum anderen wird hierdurch die
äußere Abmessung des Behälterteils in keiner Weise vergrößert. Auch ist die
Handhabung beim Etikettieren sehr einfach, da die Zunge von innen lediglich
ein wenig nach außen gedrückt zu werden braucht, so daß das Etikett
eingeschoben werden kann, wonach die Zunge zurückschwenkt und das
Etikett einklemmt. Das Entfernen des Etiketts kann eben so leicht in
umgekehrter Weise erfolgen.
Wenn, wie im Anspruch 2 vorgeschlagen, der Rand des Bodenteiles so ausge
bildet ist, daß er als Unterstützung für das eingeklemmte Etikett dient, kann die
Klemmwirkung der Zunge so schwach ausgebildet sein, daß das Etikett beim
Auseinandernehmen des Behälters herausfällt.
Eine mögliche Randausgestaltung zu dem vorbeschriebenen Zweck kann in
Form eines vor- und überstehenden Kragens gewählt werden. Somit dient die
vorstehende Kragenschulter sowohl als Auflage für das Deckelteil als auch als
untere Abstützung für das eingeklemmte Etikett.
Der vor- und überstehende Kragen ist bei einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung nur in bestimmten Randbereichen vorgesehen, und zwar sowohl
beim Deckelteil als auch beim Bodenteil. Die Abmessungen dieser Bereiche
sind dabei so gewählt, daß die kragenförmigen Randbereiche des einen Be
hälterteils im zusammengebauten Zustand mit entsprechenden Ausnehmungen
im Randbereich des anderen Behälterteils korrespondieren. Dabei ist minde
stens ein kragenförmiger Randbereich so angeordnet, daß er als Unterstützung
des eingeklemmten Etiketts dienen kann.
Durch die vorbeschriebene Anordnung ist es möglich, Deckelteil und Bodenteil
identisch auszubilden, was den Herstellungsprozeß vereinfacht. Wenn dar
überhinaus die Seitenwände der Behälterteile konisch zulaufen, ist es möglich,
die beiden Behälterteile für den Rücktransport ineinanderzustecken. Durch die
erfindungsgemäße Ausgestaltung der Etikettbefestigung stört diese beim In
einandersetzen der Behälter nicht, da die Zunge nach Entfernen des Etiketts
wieder in die Wandebene zurückschwenkt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels darge
stellt.
Es zeigen:
Fig. 1 im Querschnitt und abgebrochener Darstellung einen mit Etikett verse
henen erfindungsgemäßen Mehrweg-Transportbehälter,
Fig. 2 im Querschnitt und abgebrochener Darstellung ein Behälterdeckelteil
mit entferntem Etikett,
Fig. 3 Seitenansicht des Behälterdeckelteils gemäß Fig. 2,
Fig. 4 in perspektivischer Darstellung ein Behälterteil.
In der Fig. 1 ist ein Mehrweg-Transportbehälter allgemein mit dem Bezugszei
chen 1 versehen. Er besteht aus einem Bodenteil 2 und einem darauf gesetzten
Deckelteil 3. Der Rand des Bodenteils 2 ist als vorspringender und nach oben
überstehender Kragen 4 ausgebildet. Der vorspringende Abschnitt 5 des
Kragens 4 dient zum einen als Auflage für den Rand des Deckelteils 3 und zum
anderen als Abstützung für ein auf der Seitenwand des Deckelteils angeord
netes Etikett 6. Das Etikett 6 wird durch ein als in die Seitenwand des Deckel
teils 3 integrierte Zunge 7 ausgebildetes Klemmelement gehalten.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, wird die Zunge 7 durch eine in der Seitenwand vor
gesehene einseitig offene, im vorliegenden Fall rechteckige Ausschnittskontur 8
gebildet. Andere Ausschnittkonturgeometrien sind denkbar.
In der Fig. 4 ist in perspektivischer Darstellung ein Behälterteil dargestellt, das
sowohl das Deckelteil 3 als auch das Bodenteil 2 sein kann. Wie in dieser Figur
zu sehen, ist der kragenförmige Rand 4 über den Gesamtumfang des Teiles
nur stückweise verwirklicht. Die Abmessungen sind dabei so gewählt, daß die
kragenförmigen Randteile mit den dazwischenliegenden Aussparungen 9 des
anderen Behälterteils korrespondieren.
Nachdem ein Bodenteil 2 mit einer bestimmten Ware gefüllt ist, wird, bevor das
entsprechende Deckelteil aufgesetzt wird, in diesem von innen die Zunge 7
nach außen gedrückt und das Etikett eingesetzt. Die Zunge 7 federt zurück und
klemmt dabei das Etikett 6 ein. Gleichzeitig erfährt das Etikett durch den kra
genförmigen Rand 4 des Bodenteils eine Unterstützung, so daß die Klemmwir
kung der Zunge 7 nicht besonders stark zu sein braucht. Das hat den Vorteil,
daß beim Auseinandernehmen der Behälterteile das Etikett aus der Klemmvor
richtung herausfällt.
Durch die konische Ausgestaltung der Behälterteilwände ist es möglich, diese
für den Rücktransport ineinanderzusetzen. Die Stapelhöhe wird dabei durch
das Klemmelement 7 nicht beeinflußt, da dieses, wie in Fig. 2 dargestellt,
wieder in die Wandebene zurückgefedert ist.
Claims (6)
1. Mehrweg-Transportbehälter bestehend mindestens aus einem Boden- und
einem Deckelteil, von denen mindestens eines eine Vorrichtung zum Befe
stigen eines Etiketts aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung zur Befestigung des Etiketts (6) eine Zunge (7) ist, die
durch eine einseitig offene Ausschnittskontur (8) in einer Seitenwand des
Boden-/Deckelteils (2, 3) gebildet ist.
2. Mehrweg-Transportbehälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das freie Ende der Zunge (7) auf den Rand (4) des Deckel-/Bodenteils
(2, 3) weist, welcher eine Abstützung des durch die Zunge (7) eingeklemm
ten Etiketts (6) darstellt.
3. Mehrweg-Transportbehälter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Deckelteil (3) und das Bodenteil (2) identisch ausgebildet sind.
4. Mehrweg-Transportbehälter nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Deckelteil (3) bzw. Bodenteil (2) sich konisch verjüngende Seiten
wände aufweist.
5. Mehrweg-Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rand (4) des Deckelteils (3) bzw. Bodenteils (2) als vor- und über
stehender Kragen ausgebildet ist.
6. Mehrweg-Transportbehälter nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der kragenförmige Rand (4) über den Umfang der Behälterteile (2,3)
lediglich stückweise verwirklicht ist, wobei die Ausnehmungen (9) zwi
schen den kragenförmigen Randbereichen (4) so gewählt sind, daß die
kragenförmigen Randbereiche (4) des einen Behälterteils (2) mit den Aus
nehmungen (9) des entsprechend anderen Behälterteils (3) beim Zusam
mensetzen des Behälters (1) korrespondieren.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934305925 DE4305925C2 (de) | 1993-02-26 | 1993-02-26 | Mehrweg-Transportbehälter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934305925 DE4305925C2 (de) | 1993-02-26 | 1993-02-26 | Mehrweg-Transportbehälter |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4305925A1 true DE4305925A1 (de) | 1994-09-01 |
| DE4305925C2 DE4305925C2 (de) | 1995-08-31 |
Family
ID=6481378
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934305925 Expired - Fee Related DE4305925C2 (de) | 1993-02-26 | 1993-02-26 | Mehrweg-Transportbehälter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4305925C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006066670A1 (de) * | 2004-12-15 | 2006-06-29 | Henkel Kommanditgesellschaft Auf Aktien | Schale |
| EP1894847A1 (de) | 2003-05-16 | 2008-03-05 | Rundpack AG | Verpackungsbehälter aus Kunststoff |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8630891U1 (de) * | 1986-11-18 | 1987-03-05 | Trapac BV, Almelo | Kunststoffkiste mit Aufnahmefläche für ein Etikett |
| DE9212315U1 (de) * | 1992-09-12 | 1992-11-26 | Ritter, Ralf, 8900 Augsburg | Sterilisierfähiges Behältnis für einzelne medizinische und chirurgische Bestecke, Instrumente und Geräte |
-
1993
- 1993-02-26 DE DE19934305925 patent/DE4305925C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8630891U1 (de) * | 1986-11-18 | 1987-03-05 | Trapac BV, Almelo | Kunststoffkiste mit Aufnahmefläche für ein Etikett |
| DE9212315U1 (de) * | 1992-09-12 | 1992-11-26 | Ritter, Ralf, 8900 Augsburg | Sterilisierfähiges Behältnis für einzelne medizinische und chirurgische Bestecke, Instrumente und Geräte |
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|---|---|---|---|---|
| EP1894847A1 (de) | 2003-05-16 | 2008-03-05 | Rundpack AG | Verpackungsbehälter aus Kunststoff |
| WO2006066670A1 (de) * | 2004-12-15 | 2006-06-29 | Henkel Kommanditgesellschaft Auf Aktien | Schale |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4305925C2 (de) | 1995-08-31 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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| 8328 | Change in the person/name/address of the agent |
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