DE4305744C1 - Bohrfutter - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B23B31/00—Chucks; Expansion mandrels; Adaptations thereof for remote control
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- B23B31/10—Chucks characterised by the retaining or gripping devices or their immediate operating means
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Description
Die Erfindung betrifft ein Bohrfutter mit einem an eine
Bohrspindel anschließbaren Futterkörper, mit zwischen sich
eine Aufnahme für das Bohrwerkzeug bildenden Spannbacken,
die zum Öffnen und Schließen des Bohrfutters durch einen
am Futterkörper drehbar geführten Spannring verstellbar
sind, ferner mit einem am Futterkörper geführten koaxialen
Sperring zum Verriegeln des Spannrings, wozu der Sperring
Verriegelungsglieder aufweist, die im Verriegelungszustand
drehschlüssig in einer Verzahnung am Spannring zum
Eingriff kommen, und mit einem koaxial am Bohrfutter
angeordneten Haltering.
Bei einem aus WO 91/12 914 bekannten Bohrfutter dieser Art
ist der Sperring undrehbar und axial verschiebbar am
Futterkörper angeordnet und mit einem Zahnkranz versehen,
mit dem der Sperring unter der Kraft einer Feder in die
Verzahnung des Spannrings greift. Zwischen dem Sperring
und dem verdrehbar auf dem Spannring sitzenden Haltering
ist eine Kupplung vorgesehen, die von einer
Steuerausnehmung in der Wand des Sperrings und einem axial
in die Steuerausnehmung eingreifenden Steuernocken des
Halterings gebildet ist. Der Haltering ist daher gegenüber
dem Sperring nur in dem durch die Steuerausnehmung und den
Steuernocken bestimmten Verstellbereich verdrehbar. Durch
Verdrehen des Halterings gegenüber dem Sperring wird
letzterer über die Kupplung zwischen einer den Spannring
verriegelnden Axiallage und einer den Spannring zum
Verdrehen freigebenden Axiallage verschoben. - Derartige
bekannte Bohrfutter sind für selbsttätig spannende und
nachspannende Bohrfutter ungeeignet, da beim Bohren der
Verriegelungseingriff des undrehbaren Sperrings am
Spannring den Nachspannvorgang verhindert. Von Nachteil
ist auch, daß der axiale Verriegelungseingriff unter der
Kraft der den Sperring in dieser Richtung beaufschlagenden
Feder, d. h. nur kraftschlüssig, nicht aber formschlüssig
erfolgt. Daher besteht die Gefahr, daß sich beim Bohren,
insbes. Schlagbohren, durch die dabei auftretenden
Erschütterungen der Verriegelungseingriff vorübergehend
löst, was nicht nur die Bohrereinspannung lockern,
sondern bei selbsttätig nachspannenden Bohrfuttern auch
zur Folge haben könnte, daß die Nachspannwirkung keine
wirksame Begrenzung fände.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Bohrfutter
der eingangs genannten Art so auszubilden, daß die
Verriegelung des Spannrings in sehr zuverlässiger Weise
gewährleistet und auch für selbsttätig spannende und
nachspannende Bohrfutter geeignet ist und dabei insbes.
eine zuverlässig wirksame Begrenzung der Nachspannung
ergibt.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß
der Sperring und der Haltering je für sich zwischen
Anschlägen begrenzt verdrehbar am Futterkörper gelagert
sind, wobei der Drehweg des Sperrings den maximal
möglichen Drehweg des Spannrings bei einem selbsttätigen
Nachspannen des Bohrfutters bestimmt und demgegenüber der
Drehweg des Halterings noch um einen Stellweg größer ist,
längs dem der Haltering beim Verdrehen gegenüber dem
Sperring über eine Steuerkurve die am Sperring beweglich
geführten Verriegelungsglieder zwischen ihrem in der
Verzahnung des Spannrings zum Eingriff kommenden
Verriegelungszustand und ihrem die Verzahnung freigebenden
Entriegelungszustand verstellt.
Bei dem erfindungsgemäßen Bohrfutter ist durch die
begrenzte Verdrehbarkeit des Sperrings die Möglichkeit der
Nachspannung des Bohrfutters auch bei am Spannring im
verriegelnden Eingriff stehendem Sperring gegeben, wobei
die Größe des Weges, um den der Sperring relativ zum
Futterkörper gedreht werden kann, den maximal möglichen
Nachspannweg des Spannrings bestimmt. Der Haltering ist
relativ zum Sperring noch weiter um den Stellweg
verdrehbar, der dazu dient, die Verriegelungsglieder zu
betätigen, also am Spannring zum Eingriff zu bringen oder
sie aus dem Verriegelungseingriff zu lösen, und zwar auch
dann noch, wenn der Sperring am einen oder anderen Ende
seines Verdrehungsweges steht und über den jeweiligen
Anschlag hinaus nicht mehr weiter verdrehbar ist. Die
Verstellung der Verriegelungsglieder erfolgt dabei
zwangsgeführt durch die Steuerkurve unter Verzicht auf
federnde Rückstellkräfte, so daß sich die
Verriegelungsglieder bei entsprechender Drehstellung des
Halterings in Bezug auf den Sperring unter keinen
Umständen aus dem Verriegelungseingriff am Spannring lösen
können.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch
gekennzeichnet, daß die Verriegelungsglieder von
doppelarmigen Hebeln gebildet sind, die jeweils in einer
durch die Futterachse gehenden Radialebene schwenkbar am
Sperring gelagert sind, wobei der eine Hebelarm einen
radial in die Verzahnung ein- und ausschwenkbaren
Sperrfinger und der andere Hebelarm einen Steuerkopf
aufweist, der in eine mit ihren Seitenwänden die
Steuerkurve bildende Steuernut faßt, die längs des
Drehweges sich ändernden Abstand von der Futterachse
aufweist.
Weiter empfiehlt es sich, zwischen dem Sperring und dem
Haltering eine Rasteinrichtung vorzusehen, die in den dem
Entriegelungszustand und dem Verriegelungszustand der
Verriegelungsglieder entsprechenden Relativstellungen
beider Ringe zum Einrasten kommt. Beim Öffnen und
Schließen des Bohrfutters kommt die Rasteinrichtung
automatisch zum Eingriff und hält den Haltering gegenüber
dem Sperring in denjenigen Drehstellungen fest, in denen
sich die Verriegelungsglieder entweder im
Verriegelungseingriff oder außer Eingriff am Spannring
befinden, so daß im letzteren Fall der Spannring
unbeeinträchtigt durch die Verriegelungsglieder frei
verdrehbar ist. Erst beim erneuten Spannen des Bohrfutters
öffnet sich dann die Rasteinrichtung wieder, der Haltering
verdreht sich gegenüber dem Sperring, die Rasteinrichtung
schließt wieder und der Verriegelungszustand stellt sich
wieder ein, und zwar selbsttätig so, daß sich der Sperring
wirklich am Anfang seines Verdrehungsweges befindet,
dieser Verdrehungsweg während des Bohrens für die
Nachspannung also auch voll nutzbar zur Verfügung steht.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist
dadurch gekennzeichnet, daß zur Ausbildung der die
Verdrehung des Sperrings und des Halterings gegenüber dem
Futterkörper begrenzenden Anschläge am Futterkörper
mindestens eine achsenparallele Planfläche vorgesehen ist,
der am Sperring und am Haltering je zwei achsenparallele
und zueinander schräge Anschlagflächen gegenüber stehen,
die durch ihre gegenseitige Schrägstellung den Winkel
bestimmen, um den der Sperring und der Haltering jeweils
gegenüber dem Futterkörper maximal verdrehbar sind. Diese
Ausführungsform hat den Vorteil, daß die beim Anschlag der
Ringe am Futterkörper zur gegenseitigen Anlage kommenden
Flächen vergleichsweise groß und die dabei entstehenden
Flächenpressungen entsprechend klein sind, was im Hinblick
darauf von Bedeutung sein kann, daß die beim selbsttätigen
Nachspannen auftretenden Kräfte und Drehmomente groß sein
können.
Im übrigen empfiehlt es sich, die Anordnung so zu treffen,
daß der Haltering ein Hülsenteil aufweist, das den
Sperring axial außen übergreift und so abdeckt, daß der
Sperring von außen zum Festhalten von Hand unzugänglich
ist. Hierdurch wird die Handhabung des Bohrfutters sehr
vereinfacht. Zum Spannen oder Lösen kann es nur am
Spannring und am Haltering von Hand gefaßt werden; die
jeweils richtige Einstellung des Sperrings ergibt sich
dann selbsttätig, so daß insbes. nicht mehr darauf
geachtet zu werden braucht, ob sich bei Bohrbeginn der
Sperring auch wirklich im Verriegelungseingriff am
Spannring und in der Ausgangsstellung am Anfang seines
Nachspannweges befindet.
Im folgenden wird die Erfindung an einem in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert; es
zeigen:
Fig. 1 ein Bohrfutter nach der Erfindung, teils im
Axialschnitt, teils in Seitenansicht,
Fig. 2 einen Querschnitt durch das Bohrfutter nach Fig.
1.
Das in der Zeichnung dargestellte selbstspannende
Bohrfutter ist zum Betrieb an einer selbst nicht
dargestellten Schlagbohrspindel bestimmt. Die Einspannung
des ebenfalls nicht dargestellten Bohrers erfolgt zwischen
Spannbacken 1, die geneigt zur Futterachse 19 in
Bohrungen 3 eines Spannrings 2 verschiebbar geführt sind.
Zu ihrer Verstellung greifen die Spannbacken 1 mit einer
Verzahnung 4 in ein konisches Spanngewinde 5, das an einem
an die Schlagbohrspindel mit einer Aufnahme 6
anschließbaren Futterkörper 7 ausgebildet ist. Der
Spannring 2 ist drehbar und axial unverschiebbar am
Futterkörper 7 geführt und besitzt einen fest mit ihm
verbundenen Verzahnungsring 8, der dank seiner festen
Verbindung mit dem Spannring 2 wie dieser gegenüber dem
Futterkörper 7 verdrehbar und axial unverschiebbar ist.
Ferner ist ein die Nachspannung begrenzender Sperring 9
vorgesehen, an dem Verriegelungsglieder 10 angeordnet
sind, die im Verriegelungszustand drehschlüssig in der
Verzahnung 11 des Verzahnungsrings 8 am Spannring 2 zum
Eingriff kommen. Die Verriegelungsglieder 10 sind durch
einen koaxial am Futterkörper 7 drehbar und axial
unverschiebbar geführten Haltering 12 verstellbar. Im
einzelnen sind der Sperring 9 und der Haltering 12 je für
sich zwischen allgemein mit 20 bezeichneten Anschlägen
begrenzt verdrehbar am Futterkörper 7 gelagert. Der
Drehweg des Sperrings 9 bestimmt dabei den maximal
möglichen Drehweg des Spannrings 2 beim selbsttätigen
Nachspannen des Bohrfutters, wenn die
Verriegelungsglieder 10 sich an der Verzahnung 11 im
Eingriff befinden und somit der Sperring 9 gegenüber dem
Spannring 2 nicht verdrehbar ist. Dieser die Nachspannung
ermöglichende Drehweg des Sperrings 9 ist in Fig. 2 durch
den Winkel 30 gekennzeichnet, der im Ausführungsbeispiel
10° beträgt. Der Drehweg des Halterings 12 ist gegenüber
dem des Sperrings 9 noch um einen in Fig. 2 durch den
Winkel 40 gekennzeichneten Stellweg größer. Der Winkel 40
beträgt 30°. Auf diesem Stellweg verstellt der
Haltering 12 beim Verdrehen gegenüber dem Sperring 9 über
eine Steuerkurve 13 die am Sperring 9 beweglich geführten
Verriegelungsglieder 10, und zwar zwischen ihrem in der
Verzahnung 11 des Spannrings 2 zum Eingriff kommenden
Verriegelungszustand einerseits und ihrem die Verzahnung
freigebenden Entriegelungszustand andererseits.
Die Verriegelungsglieder 10, die im Ausführungsbeispiel
insgesamt zu dritt in gleichmäßiger Verteilung über den
Umfang des Sperrings 9 vorgesehen sind, bestehen aus
doppelarmigen Hebeln, die jeweils in einer durch die
Futterachse 19 gehenden Radialebene schwenkbar um eine
Achse 14 am Sperring 9 gelagert und in dessen
Umfangsrichtung unverschiebbar sind. Der Sperring 9 ist
dazu mit jeweils eines der Verriegelungsglieder 10
aufnehmenden Aussparungen 15 versehen. Der eine Hebelarm
jedes Verriegelungsgliedes trägt einen bei dessen
Verschwenken radial in die Verzahnung 11 ein- und
ausschwenkenden Sperrfinger 16, der andere Hebelarm einen
Steuerkopf 17, der in eine Steuernut 18 faßt, die mit
ihren Seitenwänden die Steuerkurve 13 bildet. Längs des
Drehweges besitzt die Steuerkurve 13 sich ändernden
Abstand von der Futterachse 19, wodurch die Steuerkurve 13
den Verriegelungsgliedern 10 beim Verdrehen des
Halterings 12 relativ zum Sperring 9 die gewünschte
Schwenkbewegung vermittelt.
Zwischen dem Sperring 9 und dem Haltering 12 ist eine
Rasteinrichtung 35 vorgesehen, die aus einem im Sperring 9
angeordneten, in Axialrichtung unter Federdruck stehenden,
kugelförmigen Rastkörper 36 und zwei den Rastkörper 36 im
Rastsitz aufnehmenden Rastausnehmungen 37′, 37′′ besteht.
Diese beiden Rastausnehmungen sind längs des Umfangs des
Halterings 12 um den Winkel 40 beabstandet, so daß die
Rasteinrichtung 35 in denjenigen beiden Drehstellungen des
Halterings 12 zum Einrasten kommt, in der die
Verriegelungsglieder 10 sich entweder im
Entriegelungszustand oder im Verriegelungszustand
befinden. Diese Rasteinrichtung 35 stellt sicher, daß sich
im eingerasteten Zustand der Haltering 12 gegenüber dem
Sperring 9 nicht selbsttätig verdrehen kann.
Zur Ausbildung der die Verdrehung des Sperrings 9 und des
Halterings 12 gegenüber dem Futterkörper 7 begrenzenden
Anschläge 20 sind am Futterkörper 7 zwei sich gegenüber
stehende achsenparallele Planflächen 23 vorgesehen. Jeder
dieser Planflächen 21 stehen am Sperring 9 und am
Haltering 12 je zwei achsenparallele und zueinander
schräge Anschlagflächen 21′, 21′′, 22′, 22′′ gegenüber, die
durch ihre gegenseitige Schrägstellung den Winkel
bestimmen, um den der Sperring 9 bzw. der Haltering 12
jeweils gegenüber dem Futterkörper 7 maximal verdrehbar
sind.
Der Haltering 12 ist mit einem Hülsenteil 12′
ausgestattet, das den Sperring 9 axial außen übergreift
und ihn einschließlich der Verriegelungsglieder 10 und des
Verzahnungsrings 8 abdeckt, so daß der Sperring 9 von
außen zum Festhalten von Hand völlig unzugänglich ist.
Die Zeichnung zeigt das Bohrfutter im gespannten Zustand
am Anfang des Nachspannweges. Die dem Spannen des
Bohrfutters entsprechende Drehrichtung des Spannrings 2
relativ zum Futterkörper 7 ist durch den Pfeil 50
gekennzeichnet. Die Verriegelungsglieder 10 befinden sich
im Eingriff am Verzahnungsring 8, so daß der Sperring 9
drehschlüssig mit dem Spannring 2 verbunden ist. Erfolgt
beim Bohren unter der Wirkung der den Bohrwiderstand
bildenden Drehmomente ein Nachspannen, können sich der
Spannring 2 und der mit ihm drehschlüssig verbundene
Sperring 9 gegenüber dem Futterkörper 7 um den
Nachspannweg entsprechend dem Winkel 30 verdrehen, also
bis zur Anlage der Anschlagflächen 21′ des Sperrings 9 an
den Planflächen 23 des Futterkörpers 7. Dabei dreht sich
der Haltering 12 um den Winkel 30 mit dem Sperring 9 mit,
da beide Ringe 9, 10 durch die Rasteinrichtung 35
aneinander drehschlüssig gehalten sind. Soll das
Bohrfutter aus diesem Spannzustand, gleich an welcher
Stelle des Nachspannweges, gelöst werden, wird der
Spannring 2 entgegen dem Pfeil 50 gegenüber dem von Hand
festgehaltenen Haltering 12 verdreht. Da sich dabei der
Sperring 9 noch im Verriegelungseingriff am Spannring 2
befindet, dreht sich der Sperring 9 unter Öffnen der
Rasteinrichtung 35 mit dem Spannring 2 mit, so daß die
Steuerköpfe 17 der Verriegelungsglieder 10 sich längs der
Steuernuten 18 bewegen und aus dem Verriegelungseingriff
am Verzahnungsring 8 in die in der Zeichnung gestrichelt
dargestellte Lage verschwenkt werden. Ist diese Lage
erreicht, kommen die Anschlagflächen 22′ des Halterings 12
an den Planflächen 23 des Futterkörpers 7 zur Anlage. Der
Sperring 8 läßt sich nicht mehr durch den Spannring 2
entgegen gesetzt zum Pfeil 50 weiter verdrehen. Vielmehr
wird der Futterkörper 7 durch den Haltering 12 am weiteren
Mitdrehen gehindert, so daß der Spannring 2 gegenüber dem
festgehaltenen Futterkörper 7 entgegen dem Pfeil 50
verdreht werden kann und sich dabei das Bohrfutter öffnet.
Die Drehlage des Halterings 12 gegenüber dem Sperring 9
ist dabei wieder so, daß die Rasteinrichtung 35 wiederum
zum Rasteingriff kommt, die Verriegelungsglieder 10 also
außer Eingriff am Spannring 2 bzw. dessen
Verzahnungsring 8 gehalten bleiben, so daß der Spannring 2
gegenüber dem Futterkörper 7 unbeeinträchtigt durch die
Verriegelungsglieder 10 nach Wunsch verdreht werden kann.
- Zum erneuten Spannen des Bohrfutters wird der Spannring 2 wiederum in Richtung des Pfeiles 50 gegenüber dem festgehaltenen Haltering 12 verdreht, wobei sich zunächst, spätestens bei Anlage der Spannbacken 1 an einem im Futter einzuspannenden Bohrerschaft, der Futterkörper 7 in Richtung des Pfeiles 50 mitdreht, bis die Anschlagflächen 21′′ des Sperrings 9 an den Planflächen 23 des Futterkörpers 7 in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise zur Anlage kommen. Bei der weiteren Verdrehung des Spannrings 2 wird dann über diese Anlage vom Futterkörper 7 auch der Sperring 9 mitgenommen, wodurch sich der Sperring 9 aus seiner Rastaufnahme 37′′ am Haltering 12 löst und sich eine Relativverdrehung zwischen dem Sperring 9 und dem Haltering 12 ergibt, bis wieder die Anschlagflächen 22′′ des Halterings 12 an den Planflächen 23 des Futterkörpers 7 entsprechend der Darstellung in Fig. 2 zur Anlage kommen und die Rasteinrichtung 35 an der zweiten Rastaufnahme 37′ wieder zum Eingriff kommt. Auf diesem Drehweg verstellen sich die Steuerköpfe 17 der Verriegelungsglieder 10 wiederum in den Steuernuten 18 mit dem Ergebnis, daß sie am Ende des Spannvorgangs am Verzahnungsring 8 wieder zum Eingriff kommen und damit den Sperring 9 drehschlüssig mit dem Spannring 2 verbinden.
- Zum erneuten Spannen des Bohrfutters wird der Spannring 2 wiederum in Richtung des Pfeiles 50 gegenüber dem festgehaltenen Haltering 12 verdreht, wobei sich zunächst, spätestens bei Anlage der Spannbacken 1 an einem im Futter einzuspannenden Bohrerschaft, der Futterkörper 7 in Richtung des Pfeiles 50 mitdreht, bis die Anschlagflächen 21′′ des Sperrings 9 an den Planflächen 23 des Futterkörpers 7 in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise zur Anlage kommen. Bei der weiteren Verdrehung des Spannrings 2 wird dann über diese Anlage vom Futterkörper 7 auch der Sperring 9 mitgenommen, wodurch sich der Sperring 9 aus seiner Rastaufnahme 37′′ am Haltering 12 löst und sich eine Relativverdrehung zwischen dem Sperring 9 und dem Haltering 12 ergibt, bis wieder die Anschlagflächen 22′′ des Halterings 12 an den Planflächen 23 des Futterkörpers 7 entsprechend der Darstellung in Fig. 2 zur Anlage kommen und die Rasteinrichtung 35 an der zweiten Rastaufnahme 37′ wieder zum Eingriff kommt. Auf diesem Drehweg verstellen sich die Steuerköpfe 17 der Verriegelungsglieder 10 wiederum in den Steuernuten 18 mit dem Ergebnis, daß sie am Ende des Spannvorgangs am Verzahnungsring 8 wieder zum Eingriff kommen und damit den Sperring 9 drehschlüssig mit dem Spannring 2 verbinden.
Claims (5)
1. Bohrfutter mit einem an eine Bohrspindel
anschließbaren Futterkörper (7), mit zwischen sich
eine Aufnahme für das Bohrwerkzeug bildenden
Spannbacken (1), die zum Öffnen und Schließen des
Bohrfutters durch einen am Futterkörper (7) drehbar
geführten Spannring (2) verstellbar sind, ferner mit
einem am Futterkörper (7) geführten koaxialen
Sperring (9) zum Verriegeln des Spannrings (2), wozu
der Sperring (9) Verriegelungsglieder (10) aufweist,
die im Verriegelungszustand drehschlüssig in einer
Verzahnung (11) am Spannring (2) zum Eingriff kommen,
und mit einem koaxial am Bohrfutter angeordneten
Haltering (12), dadurch gekennzeichnet, daß der
Sperring (9) und der Haltering (12) je für sich
zwischen Anschlägen (20) begrenzt verdrehbar am
Futterkörper (7) gelagert sind, wobei der Drehweg des
Sperrings (9) den maximal möglichen Drehweg des
Spannrings (2) bei einem selbsttätigen Nachspannen des
Bohrfutters bestimmt und demgegenüber der Drehweg des
Halterings (12) noch um einen Stellweg größer ist,
längs dem der Haltering (12) beim Verdrehen gegenüber
dem Sperring (9) über eine Steuerkurve (13) die am
Sperring (9) beweglich geführten
Verriegelungsglieder (10) zwischen ihrem in der
Verzahnung (11) des Spannrings (2) zum Eingriff
kommenden Verriegelungszustand und ihrem die
Verzahnung (11) freigebenden Entriegelungszustand
verstellt.
2. Bohrfutter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verriegelungsglieder (10) von doppelarmigen
Hebeln gebildet sind, die jeweils in einer durch die
Futterachse (19) gehenden Radialebene schwenkbar am
Sperring (9) gelagert sind, wobei der eine Hebelarm
einen radial in die Verzahnung (11) ein- und
ausschwenkbaren Sperrfinger (16) und der andere
Hebelarm einen Steuerkopf (17) aufweist, der in eine
mit ihren Seitenwänden die Steuerkurve (13) bildende
Steuernut (18) faßt, die längs des Drehweges sich
ändernden Abstand von der Futterachse (19) aufweist.
3. Bohrfutter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen dem Sperring (9) und dem
Haltering (12) eine Rasteinrichtung (35) vorgesehen
ist, die in den dem Entriegelungszustand und dem
Verriegelungszustand der Verriegelungsglieder (10)
entsprechenden Relativstellungen beider Ringe (9, 12)
zum Einrasten kommt.
4. Bohrfutter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Ausbildung der die Verdrehung
des Sperrings (9) und des Halterings (12) gegenüber
dem Futterkörper (7) begrenzenden Anschläge (20) am
Futterkörper (7) mindestens eine achsenparallele
Planfläche (23) vorgesehen ist, der am Sperring (9)
und am Haltering (12) je zwei achsenparallele und
zueinander schräge Anschlagflächen (21′, 21′′, bzw.
22′, 22′′) gegenüber stehen, die durch ihre
gegenseitige Schrägstellung den Winkel bestimmen, um
den der Sperring (9) und der Haltering (12) jeweils
gegenüber dem Futterkörper (7) maximal verdrehbar
sind.
5. Bohrfutter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Haltering (12) ein
Hülsenteil (12′) aufweist, das den Sperring (9) axial
außen übergreift und so abdeckt, daß der Sperring (9)
von außen zum Festhalten von Hand unzugänglich ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934305744 DE4305744C1 (de) | 1993-02-25 | 1993-02-25 | Bohrfutter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934305744 DE4305744C1 (de) | 1993-02-25 | 1993-02-25 | Bohrfutter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4305744C1 true DE4305744C1 (de) | 1994-02-03 |
Family
ID=6481267
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934305744 Expired - Fee Related DE4305744C1 (de) | 1993-02-25 | 1993-02-25 | Bohrfutter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4305744C1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1767296A1 (de) * | 2005-07-14 | 2007-03-28 | Shandong Weida Machinery Co., Ltd | Bohrer-Spannfutter mit Verriegelungsvorrichtung |
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| WO2011095725A1 (fr) * | 2010-02-08 | 2011-08-11 | Etablissements Amyot | Mandrin porte-outil pour l'équipement d'une machine tournante |
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-
1993
- 1993-02-25 DE DE19934305744 patent/DE4305744C1/de not_active Expired - Fee Related
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| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
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