DE4303115A1 - Flügelzellenpumpe - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Flügelzellenpumpe,
insbesondere für Kraftstofförderung in
Kraftstoffeinspritzpumpen von Brennkraftmaschinen, der im
Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten Gattung.
Solche Flügelzellenpumpen, wie sie beispielsweise aus der
US-PS 2 832 199 oder DE 40 33 455 A1 bekannt sind, werden
unter anderem auch in Einspritzpumpen für
Brennkraftmaschinen eingesetzt, um den Kraftstofförderraum
der Einspritzpumpe mit Kraftstoff aus dem
Kraftstoffbehälter mit Förderdruck zu füllen. Aus dem
Kraftstofförderraum wird dann von der Einspritzpumpe eine
dosierte Kraftstoffmenge entnommen und mit sehr hohem
Einspritzdruck den einzelnen Einspritzdüsen zugeführt. Die
Flügelzellenpumpe wird im allgemeinen in die Einspritzpumpe
integriert und von deren Antriebswelle angetrieben. Da die
Antriebswelle der Kraftstoffeinspritzpumpe synchron mit der
Drehzahl der Brennkraftmaschine rotiert und diese in weiten
Bereichen sich ändert, erzeugt die Flügelzellenpumpe je
nach Drehzahl einen unterschiedlich hohen Förderdruck. Da
die Kraftstoffdosierung in der Kraftstoffeinspritzpumpe
wesentlich erleichtert wird, wenn der Kraftstoff im
Kraftstofförderraum unter einem konstanten Druck steht,
wird bei den bekannten Flügelzellenpumpen der
Kraftstofförderraum über ein Druckregelventil an eine zum
Kraftstofftank führende Kraftstoffrücklaufleitung
angeschlossen, so daß der Druck im Kraftstofförderraum
unabhängig von der Drehzahl der Flügelzellenpumpe auf einem
konstanten Druckniveau gehalten wird.
Die erfindungsgemäße Flügelzellenpumpe mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 hat demgegenüber
den Vorteil, daß bei dem - wie gewünscht - vorgegebenen
Förderdruck der Flügelzellenpumpe der mindestens eine
Flügel von der Hubkurve zurückweicht und damit ab einer
bestimmten Drehzahl der Flügelzellenpumpe der Förderdruck
begrenzt wird. Bei Einsatz einer solchen Flügelzellenpumpe
in Einspritzpumpen kann damit das Druckregelventil
eingespart werden, da die Flügelzellenpumpe selbst in der
Lage ist, den Druck im Kraftstofförderraum konstant zu
halten. Mit Wegfall des Druckregelventils vermindern sich
auch die Verluste der Einspritzpumpe bei hohen Drehzahlen
und beim Startvorgang. Ein zusätzliche Bearbeitung des
Pumpengehäuses zur Schaffung einer Anschlußbohrung für die
Kraftstoffrücklaufleitung entfällt.
Durch die in den weiteren Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen
sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im
Anspruch 1 angegebenen Flügelzellenpumpe möglich.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird
die Druckbeaufschlagungsfläche des Flügels in konstruktiv
einfacher Weise dadurch realisiert, daß der Flügel an
seinem an der Hubkurve anliegenden Stirnende mindestens
einen Steg trägt, der sich über die gesamte, in
Achsrichtung des Drehkolbens gesehene Flügelbreite
erstreckt und dessen in Drehrichtung gesehene Abmessung
gegenüber der entsprechenden Flügelabmessung reduziert ist.
Mit dem Steg liegt der Flügel unter dem Druck der
Andruckfeder an der Hubkurve an, wobei die
Druckbeaufschlagungsfläche von der am Steggrund
verbleibenden Stirnfläche des Flügels gebildet ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist
der Flügel in einem Schacht verschieblich geführt, wobei
die Andruckfeder sich zwischen dem Schachtgrund und dem
Flügel abstützt. Der Schacht kann dabei sowohl im
Drehkolben ausgebildet sein, wobei die Hubkurve an der
Innenwand des Gehäuserings liegt, oder im Gehäusering
ausgebildet sein, wobei die Hubkurve von dem Außenmantel
des Drehkolbens gebildet wird. Der Flügel weist eine
längsdurchgehende Bohrung auf, die jeweils im Schachtgrund
und an der hubkurvenseitigen Flügelstirn mündet, wodurch
der Flügel druckausgeglichen ist.
Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Querschnitt einer
zweiflutigen Flügelzellenpumpe,
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung eines Ausschnitts
der Flügelzellenpumpe in Fig. 1,
Fig. 3 ein Diagramm für den Förderdruck als Funktion
der Drehzahl,
Fig. 4 ein Diagramm der auf den Flügel in
Radialrichtung wirkenden Summenkraft als
Funktion der Drehzahl.
Die in Fig. 1 im Querschnitt schematisch dargestellte
Flügelzellenpumpe für die Kraftstofförderung in einer
Kraftstoffeinspritzpumpe in Brennkraftmaschinen weist einen
stirnseitig geschlossenen Gehäusering 10 und einen im
Gehäusering 10 exzentrisch zu dessen Innenwand 11
umlaufenden Drehkolben 12 auf. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel ist der Drehkolben 12 koaxial zum
Gehäusering 10 drehbar gelagert und wird von einer hier
nicht dargestellten Antriebswelle angetrieben. Die
Exzentrität zwischen Drehkolben 12 und Innenwand 11 des
Gehäuserings 10 wird durch einen etwa elliptischen Verlauf
der Innenwand 11 realisiert, so daß zwischen dem
Gehäusering 10 und dem in Drehrichtung 13 umlaufenden
Drehkolben 12 zwei Förderkammern 14, 15 entstehen, deren in
Drehrichtung 13 gesehener Anfang mit einem Zulauf 16 bzw.
17 und Ende mit einem Auslaß 18 bzw. 19 in Verbindung
steht. An den Zuläufen 16 und 17 und an den Auslässen 18
und 19 sind üblicherweise jeweils ein Pumpenein- bzw. ein
Pumpenauslaßventil angeordnet, die hier der
Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt sind. Die beiden
Förderkammern 14, 15 sind identisch ausgebildet und weisen
eine über den Umfang sich verändernde radiale Breite auf,
wobei diese in Drehrichtung 13 des Drehkolbens 12 gesehen
vom Kammeranfang zur Kammermitte zu- und von der
Kammermitte zum Kammerende wieder abnimmt. Die radiale
Breite der Förderkammern 14, 15 wird dabei durch die
Exzentrität der Innenwand 11 des Gehäuserings 10
festgelegt, die im Bereich der Förderkammern 14, 15
bezüglich der Rotorachse trochoidenartig verläuft. Die
beiden Förderkammern 14, 15 sind durch zwei Dichtleisten
20, 21 druckdicht voneinander getrennt, wobei die
Dichtleisten 20, 21 in entsprechenden Längsnuten im
Gehäusering 10 eingelegt sind und im Bereich des kleinsten
Spaltes zwischen dem Gehäusering 10 und dem Drehkolben 12
an letzterem anliegen.
Der Drehkolben 12 trägt insgesamt fünf Flügel 22, die in
parallel zur Drehkolbenachse sich erstreckenden und radial
bis zum Umfang des Drehkolbens 12 reichenden, axial
längsdurchgehenden Radialschlitzen 23 gleitend einliegen.
Dabei sind die radial verlaufenden Achsen der
Radialschlitze 23 um einen konstanten Betrag aus der
Rotorachse querverschoben, so daß ihre Schnittpunkte ein
zur Rotorachse konzentrisches Fünfeck bilden. Zwischen dem
Schlitzgrund der Radialschlitze 23 und dem diesen
zugekehrten Ende der Flügel 22 stützt sich eine
Andruckfeder 24 ab, die den Flügel 22 mit seinem davon
abgekehrten Ende an die Innenwand 11 des Gehäuserings 10
andrückt. Bei rotierendem Drehkolben 12 werden die Flügel
22 entsprechend der Ausbildung der Innenwand 11 damit zu
einer Hubbewegung veranlaßt, wobei die Innenwand 11 die
sog. Hubkurve für die Flügel 22 bildet. Bei der Rotation
des Drehkolbens 12 unterteilen dabei die fünf Flügel 22 die
beiden Förderkammern 14, 15 in Ansaugzellen 25, 26, die mit
den Zuläufen 16, 17 verbunden sind, und in
Kompressionszellen 27, 28, die mit den Auslässen 18, 19
verbunden sind. Die Ansaugzellen 25, 26 und
Kompressionszellen 27, 28 verändern bei Rotation des
Drehkolbens 12 in Drehrichtung 13 ihr Volumen, wodurch
Kraftstoff von den Zuläufen 16, 17 zu den Auslässen 18, 19
gefördert wird. Wie hier nicht weiter dargestellt ist,
gehen die Zuläufe 16, 17 von einem gemeinsamen Zulaufkanal
aus und sind die Auslässe 18, 19 zu einem gemeinsamen
Auslaßkanal zusammengefaßt.
Wie in dem in Fig. 2 vergrößert wiedergegeben Ausschnitt
der Flügelzellenpumpe zu erkennen ist, ist an jedem Flügel
22 eine Druckbeaufschlagungsfläche 29 ausgebildet, die vom
Druck in der Förderkammer 14, 15 beaufschlagt wird. Dabei
ist die Druckbeaufschlagungsfläche 29 so bemessen, daß
durch den Förderdruck eine auf den Flügel 22 entgegen der
Andruckfeder 24 gerichtete Radialkraft erzeugt wird, die
bei einem vorgegebenen Förderdruck größer ist als die Summe
aus der Kraft der Andruckfeder 24 und der auf den Flügel 22
wirkenden Fliehkraft. Ein Kräftediagramm in Abhängigkeit
von der Drehzahl des Drehkolbens 12 ist in Fig. 4
dargestellt. Während die Federkraft der Andruckfeder 24
über den Drehzahlbereich konstant ist, nimmt die auf den
Flügel 22 wirkende Fliehkraft mit zunehmender Drehzahl
überproportional zu. Wird die auf den Flügel 22 in
Gegenrichtung, also in Verschieberichtung in den Drehkolben
12 hinein, wirkende Radialkraft größer als diese
Summenkraft, so hebt der Flügel 22 von seiner Hubkurve an
der Innenwand 11 des Gehäuserings 10 ab und der Druck in
den Kompressionszellen 27, 28 kann nicht weiter gesteigert
werden.
In Fig. 3 ist der auf den Flügel 22 wirkende Druck infolge
der Federkraft der Andruckfeder 24 und der Fliehkraft in
Abhängigkeit von der Drehzahl dargestellt. Die
Druckbeaufschlagungsfläche 29 ist nunmehr so auszulegen,
daß bei einem gewünschten Förderdruck dieser den
Druckzuwachs aus der Fliehkraft auf dem Flügel 22 soweit
kompensiert, daß letzterer von der Innenwand 11 des
Gehäuses 10 abhebt, und somit der Förderdruck nicht weiter
ansteigt.
Zu einer einfachen Realisierung der
Druckbeaufschlagungsfläche 29 sind an dem hubkurvenseitigen
Stirnende eines jeden Flügels 22 zwei Stege 30, 31
ausgebildet, die in Drehrichtung 13 des Drehkolbens 12
gesehen, mit Abstand voneinander angeordnet sind. Jeder
Steg 30, 31 erstreckt sich in Achsrichtung des Drehkolbens
12 gesehen über die gesamte Flügelbreite und ist in seinen
in Drehrichtung 13 gesehenen Abmessungen gegenüber den
entsprechenden Flügelabmessungen stark reduziert, so daß
der Flügel 22 mit den Stegen 30, 31 an der Hubkurve bzw.
Innenwand 11 des Gehäuserings 10 anliegt und sich im
Abstand davon am Steggrund die Druckbeaufschlagungsfläche
29 ergibt. Während die Stege 30, 31 jeweils die Ansaugzellen
25, 26 und die Kompressionszellen 27, 28 gegeneinander
abdichten, kann die Druckbeaufschlagungsfläche 29 von dem
Druck in den Kompressionszellen 27, 28 beaufschlagt werden.
Für den Druckausgleich am Flügel 22 ist jeder Flügel 22 mit
einer längsdurchgehenden Bohrung 32 versehen, die
einerseits im Schlitzgrund der Radialschlitze 23 und
andererseits an dem hubkurvenseitigen Ende der Flügel 22,
also an der Druckbeaufschlagungsfläche 29, mündet.
Die Erfindung ist nicht auf das vorstehend beschriebene
Ausführungsbeispiel beschränkt. So kann die Exzentrität
zwischen umlaufendem Drehkolben 12 und Innenwand 11 des
Gehäuserings 10 auch dadurch hergestellt werden, daß die
Innenwand kreisförmig verläuft und der Drehkolben
exzentrisch im Gehäusering 10 gelagert ist. Mindestens ein
Flügel ist dabei radial verschieblich im Gehäusering 10
geführt und wird durch die Andruckfeder gegen die
Außenfläche des Drehkolbens gedrückt. Eine solche
Ausführung der Flügelzellenpumpe ist beispielsweise in der
DE 38 05 517 A1 beschrieben.
Claims (6)
1. Flügelzellenpumpe, insbesondere für die
Kraftstofförderung in Kraftstoffeinspritzpumpen von
Brennkraftmaschinen, mit einem stirnseitig
geschlossenen Gehäusering (10) und einem zu dessen
Innenwand (11) exzentrisch umlaufenden Drehkolben
(12), der mit der Innenwand (11) des Gehäuserings (10)
und mindestens einem radial verschieblich gehaltenen
Flügel (22) mindestens eine Förderkammer (14, 15) mit
sich bei Drehkolbenrotation verlagerndem Kammervolumen
einschließt und dadurch Flüssigkeit von einem Zulauf
(16, 17) zu einem Auslaß (18, 19) fördert, und mit
mindestens einer auf den Flügel (22) in dessen
Verschieberichtung wirkenden Andruckfeder (24), die
den Flügel (22) stirnseitig an eine Hubkurve andrückt,
die an der Innenwand (11) des Gehäuserings (10) oder
an der Außenwand des Drehkolbens (12) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß an dem Flügel (22)
mindestens eine vom Förderdruck in der Förderkammer
(14, 15) beaufschlagbare Druckbeaufschlagungsfläche
(29) so ausgebildet ist, daß durch den Förderdruck
eine auf den Flügel (22) wirkende entgegen der
Andruckfeder (24) gerichtete Radialkraft erzeugt wird,
die bei einem vorgegebenen Förderdruck größer ist als
die Summe aus der Kraft der Andruckfeder (24) und der
auf den Flügel (22) wirkenden Fliehkraft.
2. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Druckbeaufschlagungsfläche (29) an dem an der Hubkurve
(11) anliegenden Stirnende des Flügels (22) angeordnet
ist.
3. Pumpe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Flügel (22) an seinem an der Hubkurve (11) anliegenden
Stirnende mindestens einen sich über die gesamte, in
Achsrichtung des Drehkolbens (13) gesehene
Flügelbreite sich erstreckenden Steg (30, 31) trägt,
der das an der Hubkurve (11) anliegende Ende des
Flügels (22) bildet und in seiner in Drehrichtung
gesehenen Abmessung gegenüber der entsprechenden
Flügelabmessung reduziert ist, und daß die
Druckbeaufschlagungsfläche (29) von der sich am
Steggrund erstreckenden Stirnfläche des Flügels (22)
gebildet ist.
4. Pumpe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Flügel (25) zwei in Drehrichtung mit Abstand
voneinander angeordnete Axialstege (30, 31) aufweist,
die vorzugsweise symmetrisch zur Flügelmitte
angeordnet sind.
5. Pumpe nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Flügel (22) in einem Schacht
(23) verschieblich geführt ist, daß die Andruckfeder
(24) sich zwischen dem Schachtgrund und dem Flügel
(22) abstützt und daß der Flügel (22) eine im
Schachtgrund und an der hubkurvenseitigen Flügelstirn
jeweils mündende Ausgleichsbohrung (32) aufweist.
6. Pumpe nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Drehkolben (12) zylinderförmig
ausgebildet und koaxial zum Gehäusering (10) drehbar
gelagert ist sowie die Flügelschächte in Form von
Radialschlitzen (23) trägt, daß die Hubkurve an der
Innenwand (11) des Gehäuserings (10) ausgebildet ist,
die annähernd elliptisch derart verläuft, daß sich
zwischen Außenwand des Drehkolbens (12) und Innenwand
(11) des Gehäuserings (10) zwei Förderkammern (14, 15)
ausbilden, daß die Flügel (22) so über den
Drehkolbenumfang verteilt angeordnet sind, daß sie die
Förderkammern (14, 15) jeweils in eine Saug- und eine
Druckzelle (25-28) mit bei Rotation des Drehkolbens
(12) sich jeweils stetig änderndem Zellenvolumen
unterteilen, und daß in Drehrichtung (13) des
Drehkolbens (12) gesehen der Saugzellenanfang mit dem
Zulauf (16, 17) und das Druckzellenende mit dem Auslaß
(18, 19) verbunden ist.
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1994
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