DE4301814A1 - Verfahren zum Verbrennen eines im wesentlichen aus Kunststoff bestehenden Abfalls, insbesondere PVC-Abfall - Google Patents
Verfahren zum Verbrennen eines im wesentlichen aus Kunststoff bestehenden Abfalls, insbesondere PVC-AbfallInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren der im Oberbegriff des
Anspruches 1 genannten Art.
Es ist bekannt (DE-Z "Müll und Abfall", 6/84, S. 169-
175), Kunststoffe, insbesondere PVC-Kunststoffe, getrennt
vom Hausmüll einzusammeln und in einer Verbrennungsanlage
zu verbrennen. Neben dem Hausmüll fallen Kunststoffe auch
als Restprodukte in der Industrie, z. B. bei der
Fensterherstellung und dergleichen, Gebäudesanierung oder
dergleichen an. Bei der Verbrennung von im wesentlichen aus
Kunststoff bestehendem Abfall in einer Verbrennungsanlage
mit Rostfeuerung besteht die Gefahr, daß wegen des
niedrigen Schmelzpunktes des Kunststoffabfalls, z. B. im
Temperaturbereich von 70-200 °C, schmelzflüssiger
Kunststoff durch den Rost in die Windkästen fällt und somit
der Verbrennung entzogen wird.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
Verfahren der genannten Art anzugeben, bei dem im
wesentlichen ein vollständiger Ausbrand gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der im wesentlichen
aus Kunststoff bestehende Abfall (Kunststoffabfall) in
einem Drehrohrofen unter Zugabe mindestens eines
feinteiligen Feststoffadditivs verbrannt wird, das
mindestens einen Bestandteil mit einer im Vergleich zur
Schmelztemperatur des Kunststoffes höheren
Schmelztemperatur aufweist.
Durch die Verbrennung im Drehrohrofen und durch die Zugabe
des feinteiligen festen Additivs wird die Pyrolysephase bei
der Verbrennung des Kunststoffes (Erschmelzen des
Kunststoffes, Entweichen und teilweise Ausbrand von
flüchtigen Bestandteilen und Verkokung) so beeinflußt, daß
der sich bildende Koks den Drehrohrofen nicht zubackt, eine
lockere Struktur aufweist so zügig wie möglich ausbrennt.
Dies wird im wesentlichen darauf zurückgeführt, daß der
Kunststoff sich nach seinem Erschmelzen auf dem
feinteiligen Additiv aufsetzt und somit eine wesentlich
größere Oberfläche für die weiteren Stufen der
Pyrolysephase zur Verfügung steht. Mit anderen Worten: Es
bildet sich eine Koksstruktur aus, die zu einem im
wesentlichen vollständigen Ausbrand führt. Es wird
bevorzugt, daß ein solches Additiv eingesetzt wird, daß
auch am Ende der Verbrennung die Schmelztemperatur des
mindestens einen Bestandteils nicht erreicht wird. Die
Temperatur am Ende des Drehrohrofens kann z. B. im Bereich
von 1100-1300°C liegen. Unter der "Schmelztemperatur
des Kunststoffes" wird in der Beschreibung und den
Ansprüchen auch ein Temperaturfenster verstanden, da bei
einer Mischung von unterschiedlichen Kunststoffen nicht von
einer einheitlichen Schmelztemperatur der
Kunststoffbestandteile ausgegangen werden kann. Das Fenster
kann sich zwischen 70 und 200°C, weiter bevorzugt zwischen
80 und 150°C erstrecken.
Durch die Verbrennung in einem Drehrohrofen wird eine
ausreichende Verweilzeit für die im wesentlichen
gleichmäßige Verteilung des erweichten oder geschmolzenen
Kunststoffes auf den Teilen des festen Additivs
gewährleistet. Die Verbrennung von festen Abfällen,
insbesondere Sonderabfällen, Industriemüll oder dergleichen
in einem Drehrohrofen ist bereits vorgeschlagen worden,
jedoch dürften bei der allgemeinen Verbrennung von
Kunststoffabfall Zuback- und Ausbrandprobleme auftreten.
Als feinteiliges festes Additiv wird in bevorzugter Weise
ein oder mehrere Additive ausgewählt aus der Gruppe:
Quarzsand, Kies, Feinsplitt, Bauxit, Tonerde, oxidische
Erze, Glasbruch, Granit, Verbrennungsrückstände,
insbesondere Schlacke, Braunkohle, Steinkohle, insbesondere
hochflüchtige Steinkohle, zerkleinerte
Asphaltstraßenbeläge, Altreifenschnitzel eingesetzt.
Bei einem Teil der vorstehend genannten Additive wird neben
dem Additiv zur Vergrößerung der Oberfläche auch noch ein
Brennstoff in das Verfahren eingetragen, falls der Heizwert
des Kunststoffabfalls alleine nicht ausreichend ist. Bei
Brennstoffen kann ein zusätzlicher Effekt dadurch erzielt
werden, daß flüchtige Bestandteile durch Ausgasen ebenfalls
zu einer Auflockerung der Koksstruktur und damit zu einem
besseren Ausbrand beitragen.
Bei der Verbrennung von PVC-Kunststoffabfall ist zu
berücksichtigen, daß dieser Kunststoffabfall zu einem hohen
Anteil aus Chlor besteht und darüberhinaus wie andere
Kunststoffe mindestens einen Zuschlagsstoff enthält. Als
Zuschlagsstoffe kommen in Frage: Stabilisatoren in Form von
anorganischen Schwermetallsalzen, Metallseifen,
insbesondere von Ba, Cd, Pb, Zn, Ca und andere
metallorganische Verbindungen. Weiterhin kann PVC auch
gegen UV-Licht eingestellt werden, indem UV-Absorber
zugesetzt werden. Zur Einfärbung von Kunststoff-Produkten
werden anorganische und organische Pigmente zugesetzt.
Weiterhin können Weichmacher erforderlich sein. Neben den
bisher genannten Zuschlagsstoffe können Kunststoff-
Mischungen auch noch weitere Zusatzstoffe enthalten, wie
Treibmittel, Haftvermittler, Füllstoffe, Gleitmittel,
Antistatika, Fungizide und dergleichen; mengenmäßig kommt
den Füllstoffen eine besondere Bedeutung zu, da sie bis zu
50 Gew.-% im Kunststoff, insbesondere in PVC, enthalten
sein können.
Bei der Verbrennung eines mindestens einen Zuschlagsstoff
enthaltendem Kunststoff, insbesondere PVC, wird als
feinteiliges festes Additiv ein solches eingesetzt, das mit
dem Zuschlagsstoff zu einem eluierfesten
Verbrennungsrückstand führt.
In besonders bevorzugter Weise wird bei der Verbrennung von
Kunststoff, der einen alkali- und/oder erdalkalihaltigen
Füllstoff aufweist, ein SiO2- und/oder Al2O3-haltiges
Additiv verwendet; hierzu bieten sich aus der vorstehend
genannten Gruppe an: Quarzsand, Kies, Feinsplitt einerseits
oder Bauxit, Tonerde andererseits, sowie die bei der
Verbrennung des Kunststoffabfalls anfallenden und ggf.
zerkleinerten Verbrennungsrückstände. Auch mit den anderen
Zuschlagsstoffen eingebrachten Bestandteile können durch
die Silikat- und/oder Aluminatbildung zum Teil eluatfest
eingebunden werden.
Des weiteren bietet die Silikat- und/oder Aluminatbildung
den Vorteil, daß die angestrebte Rückgewinnung des
Chloranteils mengenmäßig optimiert wird, da bei der
Verbrennung es nicht zu einer Bildung von wasserlöslichem
Calciumchlorid in größerem Umfange kommen kann.
Es ist sinnvoll, den Kunststoffabfall vor der Verbrennung
zu zerkleinern. Auch erscheint es sinnvoll, den
Kunststoffabfall und das feste feinteilige Additiv vor
Einführung in den Drehrohrofen miteinander zu vermischen.
Das Gemisch kann dadurch stabilisiert werden, daß eine
benetzende Flüssigkeit zugesetzt wird. Als Benetzungsmittel
kann insbesondere eine Calciumchloridlösung verwendet
werden, die bei der Reinigung des Rauchgases unter
gleichzeitiger Rückgewinnung von Chlorwasserstoff als
Ablauge entsteht. Dieser Ablauf kann auch schlammartige
Konsistenz aufweisen. Die Rückgewinnung von
Chlorwasserstoff bei der PVC-Verbrennung aus dem Rauchgas
gehört zum Stand der Technik und muß hier nicht näher
beschrieben werden.
Ggf. kann auch eine Ablauge aus der Auslaugungsbehandlung
der Verbrennungsrückstände alleine oder in Zumischung mit
der Ablauge aus der Rauchgasbehandlung als Mischhilfsmittel
eingesetzt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren bietet auch eine einfache
Möglichkeit, feinteilige feste Materialien, die mit
organischen Verbindungen, insbesondere
Chlorkohlenwasserstoffen verunreinigt sind, zu entsorgen,
indem sie im erfindungsgemäßen Sinne als feinteilige
Additive in den Drehrohrofen eingeführt werden. Hierbei
sind insbesondere kontaminierte Böden angesprochen, die von
kontaminierten Sanden und/oder Kiesen gebildet sind.
Eine erfindungsgemäße Verfahrensführung soll nun anhand der
beigefügten Figur näher beschrieben werden.
PVC-Abfall 1 wird einem Mischer 2 kontinuierlich oder
diskontinuierlich zugeführt. Dieser Mischer kann in
verschiedenster Form gestaltet sein, z. B. als
Paddelmischer, Mischschnecke, Pflugscharmischer oder
dergleichen. In dem Mischer 2 wird der PVC-Abfall mit
rückgeführten Verbrennungsrückständen 3, Quarzsand 4 und
Braunkohle 5 unter Zugabe von wasserhaltigem
Calciumchloridschlamm 6 vermischt. Ggf. kann anstelle des
Schlamms auch Wasser 7 alleine zugeführt werden. Es wird
darauf aufmerksam gemacht, daß die Figur nur ein Beispiel
betrifft; im Lichte der vorstehenden Ausführungen in der
Beschreibungseinleitung kann auch die Zuführung eines der
feinteiligen festen Additive 3, 4 oder 5 ausreichend sein.
Hinsichtlich des aus der Rauchgasreinigung stammendem
Calciumchloridschlamms ist es jedoch zweckmäßig, daß er
insgesamt in die Verbrennung zurückgeführt werden kann, da
dem Calciumchlorid selbst keine nennenswerten
Nutzungsmöglichkeiten zuzuordnen sind.
Das Gemisch 7 wird über eine Aufgabeeinrichtung 8 einem
Drehrohrofen 9 auf gegeben, der ggf. mit einer
Nachbrennkammer versehen sein kann.
Wie bereits vorstehenderwähnt, kommt von den
Zuschlagsstoffen zum PVC der Kreide (CaCO3) mengenmäßig
besondere Bedeutung zu. Im Drehrohrofen werden durch die
Verwendung von SiO2-Additiven folgende Reaktionen
eingeleitet:
CaCO3 + SiO2 = CaSiO3 + CO2
CaO + SiO2 = CaSiO3.
CaO + SiO2 = CaSiO3.
Durch diese Reaktionen wird eine eluatfeste Ca-Verbindung
aufgebaut, und es wird im wesentlichen vermieden, daß es im
wesentlichen Umfang zur Calciumchloridbildung kommt. Für
den Restanteil an Calciumchloridbildung ergibt sich
folgende Gleichung:
CaCl2 + SiO2 + H2O = CaSiO3 + 2 HCl.
Das durch das PVC mitgeführte Calcium wird in ein nahezu
unlösliches Calciumsilikat überführt. Versuche haben
ergeben, daß die Reaktion des SiO2 mit dem Calciumchlorid
bei Temperaturen oberhalb 1000°C praktisch vollständig
von links nach rechts verläuft. Die Verbrennungsrückstände
3, der Sand 4 und die Inertbestandteile der Braunkohle 5
führen zu einer lockeren Struktur des bei der Verbrennung
gebildeten Kokses, wodurch ein im wesentlichen
vollständiger Ausbrand erreicht wird.
Die aus dem Drehrohr 9 abgezogenen Verbrennungsrückstände
10a werden in einer Verbrennungsrückstands-
Behandlungseinrichtung 11 einer an sich bekannten Wäsche
und ggf. Schwermetallauslaugung unterzogen. Ein Teil 3 der
Verbrennungsrückstände wird nach einer zerkleinernden
Aufbereitung 12 - wie vorstehend beschrieben - dem
Mischer 2 zugeführt.
Das aus dem Drehrohrofen abgezogene Rauchgas 10b wird einer
Rauchgasbehandlungsanlage 13 zugeführt, aus der gereinigtes
Rauchgas 14 und Chlorwasserstoff 15 sowie eine CaCl2-
haltige Rauchgasbehandlungsablauge 16 abgezogen werden.
Diese Ablauge kann alleine oder zusammen mit der Ablauge 17
der Verbrennungsrückstands-Behandlungsanlage nach einer
Schwermetallfällung in den Mischer 2 geführt werden. Bei 18
wird der Teil der eluierfesten Verbrennungsrückstände
abgezogen, der nicht zum Mischer zurückgeführt wird. Falls
keine Rückführung von Verbrennungsrückständen beabsichtigt
ist, wird bei 18 die Menge an Verbrennungsrückständen
insgesamt abgezogen.
Insbesondere bei der Verbrennung von PVC-Abfall bietet das
erfindungsgemäße Verfahren den Vorteil, daß die
Koksstruktur in einer den Ausbrand fördernden Weise
aufgelockert wird, daß zumindest ein wesentlicher Teil der
im PVC vorhandenen Zuschlagsstoffe in eluatfeste
Verbrennungsrückstände überführt wird und daß der bei der
Verbrennung entstehende Chlorwasserstoff mit relativ hoher
Ausbeute zurückgewonnen werden kann. Es ist
selbstverständlich, daß die bei der Verbrennung
freigesetzte Wärme durch Wärmetausch mit dem Rauchgas
genutzt wird, insbesondere zur Dampferzeugung.
Der Kunststoffabfall besteht im wesentlichen aus
Kunststoff, da Verunreinigungen wie Beschlägeteile im Falle
von Kunststoffenstern vorhanden sein können, die mit in den
Drehrohrofen eingebracht werden.
Claims (10)
1. Verfahren zum Verbrennen eines im wesentlichen aus
Kunststoff bestehenden Abfalls, insbesondere PVC-
Abfalls,
dadurch gekennzeichnet,
daß der im wesentlichen aus Kunststoff bestehende
Abfall in einem Drehrohrofen unter Zugabe mindestens
eines feinteiligen Feststoffadditives verbrannt wird,
das mindestens einen Bestandteil mit einer im Vergleich
zur Schmelztemperatur des Kunststoffes höheren
Schmelztemperatur aufweist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein solches Additiv eingesetzt wird, das auch am
Ende der Verbrennung die Schmelztemperatur des
mindestens einen Bestandteils nicht erreicht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Additiv ein oder mehrere Additive aus der
Gruppe: Quarzsand, Kies, Feinsplitt, Bauxit, Tonerde,
oxidische Erze, Glasbruch, Granit,
Verbrennungsrückstände, insbesondere Schlacke,
Braunkohle, Steinkohle, insbesondere hochflüchtige
Steinkohle, zerkleinerte Asphaltstraßenbeläge,
Altreifenschnitzel ausgewählt wird.
4. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei der Verbrennung eines mindestens einen
Zuschlagstoff enthaltenden Kunststoffs, insbesondere
PVC, als feinteiliges festes Additiv ein solches
eingesetzt wird, das mit dem Zuschlagsstoff zu einem
eluatfesten Verbrennungsrückstand führt.
5. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei der Verbrennung von Kunststoff, der einen
alkali- und/oder erdalkalihaltigen Füllstoff aufweist,
ein SiO2- und/oder Al2O3-haltiges Additiv verwendet
wird.
6. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet,
daß als feinteiliges Additiv Verbrennungsrückstände aus
der Verbrennung des Kunststoffabfalls selbst eingesetzt
werden.
7. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1-6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kunststoffabfall vor der Verbrennung
zerkleinert wird.
8. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1-7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kunststoffabfall und das feste feinteilige
Additiv vor Einführung in den Drehrohrofen miteinander
vermischt werden.
9. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1-8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gemisch eine benetzende Flüssigkeit enthält.
10. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1-9,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Flüssigkeit eine Calciumchloridlösung verwendet
wird, die bei der Reinigung eines bei der Verbrennung
von PVC-Kunststoffabfall entstehenden Rauchgases
anfällt.
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