DE4345095C1 - Vorrichtung zur exakten Bestimmung von Raumpunkten bei einer mehrere Bahnachsen aufweisenden Maschine, insbesondere Meßmaschine - Google Patents
Vorrichtung zur exakten Bestimmung von Raumpunkten bei einer mehrere Bahnachsen aufweisenden Maschine, insbesondere MeßmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur exakten Be
stimmung von Raumpunkten bei einer mehrere Bahnachsen
aufweisenden Maschine, insbesondere Meßmaschine, die ein
Führungssystem mit entsprechend den einzelnen Bahnachsen
ausgerichteten länglichen Führungen und auf diesen längs
beweglich gelagerte Schlitten aufweist, von denen wenig
stens einer zur Aufnahme eines längs einer vorbestimmten
Bahn im Raum zu bewegenden Teiles eingerichtet ist und
wobei einzelnen Bahnachsen auf sie ausgerichtete längliche
Bezugselemente zugeordnet sind, die durch ihnen benach
barte Meßtaster abtastbar sind, welche bei der Bewegung
des jeweiligen Schlittens längs seiner Führung auftretende
Bahnabweichungen von dem zugeordneten Bezugselement fest
stellen und für die erfaßten Meßwerte kennzeichnende
Meßwertsignale in einen Rechner eingeben, der daraus
Ortskoordinatensignale erzeugt.
Bei mehrere Bahnachsen aufweisenden Maschinen, wie etwa
Werkzeugmaschinen oder Meßmaschinen, um nur zwei Beispiele
zu erwähnen, sind den in der Regel mit den Achsen eines
kartesischen Koordinatensystems zusammenfallenden
Bahnachsen Führungen zugeordnet, die konstruktiv in ver
schiedener Weise ausgebildet sein können und die durchweg
eine Doppelfunktion erfüllen müssen. Sie sollen zum einen
die beim Transport des hier allgemein als "Schlitten"
bezeichneten, geführten Teiles auftretenden Transport
kräfte (beispielsweise Reibungs- und Beschleunigungskräf
te) einschließlich aller an dem geführten Teil angreifen
den äußeren Kräfte (z.Bsp. Gewichte Reaktionskräfte)
aufnehmen und zum anderen eine präzise Führung dieses
Teils längs der jeweiligen Bahnachse gewährleisten. Beide
Funktionen stellen teilweise entgegengesetzte Forderungen
an die konstruktive Gestaltung der Maschine und deren
Führungen.
Durch fertigungsbedingte Abweichungen (translatorischer
und rotatorischer Art) der Gestalt und der räumlichen Lage
der Führungselemente ergeben sich für das geführte Teil
Abweichungen von der gewünschten Bahn bzw. Position die
die z. Bsp. bei einer Werkzeugmaschine erzielbare Genau
igkeit des herzustellenden Werkstückes oder bei einer
Meßmaschine der an dem Meßobjekt gewonnenen Meßwerte in
teilweise unvorhersehbarer Weise beeinträchtigen. Um diese
Abweichungen gering zu halten, ist es erforderlich, die
Führungselemente sehr genau zu fertigen, was einen hohen
Herstellungsaufwand bedingt. Andererseits werden die
Führungselemente aber durch die Transportkräfte und eine
Reihe von Störgrößen, wie die bei Werkzeugmaschinen auf
tretenden Schnittkräfte, durch Schwerpunktsveränderung bei
Verlagerung der Belastung des geführten Teiles und Be
schleunigungskräfte bei Veränderung der Transportgeschwin
digkeit deformiert worunter wiederum die Bahn- oder
Positioniergenauigkeit leidet. Um diese Einflüsse wenig
stens teilweise auszugleichen, ist ein stabiler Aufbau
hoher Steifigkeit des Maschinengestells und der tragenden
Teile für die Führungselemente erforderlich, wodurch
wiederum die Herstellungskosten erhöht werden.
Weitere Störgrößen für die Bahn- oder Positioniergenau
igkeit entstehen durch Änderungen der Umgebungstemperatur.
Auftretende Temperaturgradienten bewirken nämlich eben
falls eine Deformation der Führungselemente und führen
damit zu Abweichungen von der Sollbahn bzw. Position.
Diese Störgrößen lassen sich konstruktiv nicht vollkommen
kompensieren und müssen häufig als die Anwendbarkeit der
Maschine einschränkende Größen akzeptiert werden oder es
müssen Vorkehrungen getroffen werden, um solche Tempera
turänderungen zu vermeiden.
Aus der GB-PS 807 994 ist eine mehrachsige Werkzeugmaschi
ne in Ständerbauweise bekannt, bei der auf dem Maschinen
bett ein das Werkstück tragender Schlitten in einer ersten
Richtung (X) in einer entsprechenden Führung verschieblich
gelagert ist, während an einem mit dem Maschinenbett starr
verbundenen massiven Ständer eine weitere Führung angeord
net ist, die einer zweiten Bahnachse (Y) zugeordnet ist,
längs derer ein zweiter, das Werkzeug tragender Schlitten
längsbeweglich ist. Um durch seitliche translatorische
Bewegungen und Kipp- oder Drehbewegungen der Schlitten in
ihren Führungsbahnen hervorgerufene Bahnabweichungen zu
kompensieren, sind besondere Maßnahmen getroffen. Zu
diesem Zwecke ist mit dem ersten Schlitten und mit dem
Ständer jeweils ein längliches Bezugselement mit einer
genauen Bezugsfläche starr verbunden, die mit der jeweili
gen Bahnachse ausgerichtet ist und die von Meßtastern
abgetastet wird, welche an dem Maschinenbett bzw. an dem
zweiten Schlitten angeordnet sind. Diese räumlich verteilt
angeordneten Meßtaster messen jeweils den Abstand der
geführten Teile, d. h. der Schlitten zu der Bezugsfläche
des zugeordneten Bezugselementes; sie geben Meßwertsignale
ab, die für den festgestellten Versatz des geführten
Teiles gegenüber seiner idealen Bahn kennzeichnend sind.
In einem Rechner werden die Meßwertsignale zu Korrektursi
gnalen für die den beiden Schlitten zugeordneten Stell
antriebe verarbeitet. Die Stellantriebe korrigieren die
Lage der Schlitten in den Führungen so, daß das Werkzeug
wieder in die exakte Lage relativ zu dem Werkstück zurück
geführt wird.
Die erzielbare Genauigkeit der Bahnkorrektur hängt u. a.
bei dieser Maschine von der Steifigkeit des Auslegers und
des Maschinenbettes ab. Beispielsweise von den Schnitt
kräften herrührende elastische Verformungen des Ausleger
können in ihrer Auswirkung auf die erzielbare Bearbei
tungsgenauigkeit nicht kompensiert werden. Auch führen
elastische Verformungen des ersten Schlittens oder der
Führungselemente des zweiten Schlittens zu Verformungen
der mit diesen Teilen verbundenen balkenartigen Bezugs
elemente, mit der Folge, daß der Genauigkeit der Bestim
mung der Bahnabweichungen von der Sollbahn Grenzen gesetzt
sind.
Bei einer anderen, aus der DE 31 50 977 A1 bekannten Ein
richtung zur Ermittlung und Korrektur von Führungsfehlern
und zur Kompensierung ihres Einflusses auf die Genauigkeit
der Positionsbestimmung von geführten Maschinenteilen ist
ein bspw. zum Anbau an die Führungen einer Meß- bzw.
Bearbeitungsmaschine geeignetes Meßsystem beschrieben, das
aus einem mit Maßstablinien versehenen Tragkörper und
einer diesen zugeordneten Leseeinrichtung besteht. Auch
hier hängt die erzielbare Positioniergenauigkeit von der
Steifigkeit des Maschinenbettes und der Maschinenteile ab,
auf denen der Tragkörper befestigt ist. Anstelle eines
solchen Tragkörpers kann auch bspw. bei einer Meßmaschine
in Brückenbauweise eine Führungsfläche der Brücke zur
Messung von Kippung und Versatz der Brücke abgetastet
werden. Verformungen der Brücke selbst können nicht be
rücksichtigt werden.
Daneben ist es aus der DE 35 26 919 A1 bekannt, bei einer
Meßeinrichtung zur Bestimmung der Positioniergenauigkeit
von frei programmierbaren Handhabungsgeräten die Meßsigna
le von sechs voneinander unabhängigen Meßwertaufnehmern
aufzuzeichnen, die von dem Handhabungsgerät relativ zu
einer Schablone bewegt werden, welche die Idealkontur der
gewünschten Bewegung verkörpert. Von diesen Meßwertauf
nehmern sind fünf induktive, analoge Abstandsmesser, wäh
rend der sechste Meßwertaufnehmer ein digitaler Infrarot-
Sensor ist.
Mit einer höheren Genauigkeit arbeitet eine in Proc. of
18th MTDA Conf. 1977, Seiten 569 bis 576 beschriebene
Einrichtung zur automatischen Feststellung und Kompensa
tion von Bahnfehlern in Führungen von Werkzeugmaschinen,
bei der die Bewegungen der geführten Teile kontinuierlich
auf die Achsen eines raumfesten kartesischen Koordinaten
systemes bezogen werden, das durch entsprechende Bezugs
elemente in Form von Normalen gebildet ist, die unabhängig
voneinander und von den Führungsflächen der jeweils zu
geordneten Führung angeordnet sind. Die Bezugselemente
jeder Führung werden von jeweils fünf Längenmeßtastern
abgetastet, die räumlich derart verteilt angeordnet sind,
daß die translatorischen und die Kipp-, Dreh- sowie Roll
bewegungskomponenten des jeweiligen Schlittens bezüglich
der raumfesten Bezugselemente nach Größe und Richtung
exakt ermittelt werden. Die von einem Rechner aus den
entsprechenden Meßwertsignalen abgeleiteten Korrektursi
gnale werden entweder aufgezeichnet, so daß sie beispiels
weise bei einer Meßmaschine zur Meßwertkorrektur verwendet
werden können oder zur Steuerung der Stellantriebe der
einzelnen Achsen benutzt, derart, daß die Lagefehler kom
pensiert werden.
Um die Anforderungen an die Formgenauigkeit der Bezugs
elemente gering zu halten, ist es aus dieser Druckschrift
auch bekannt, die Abweichungen der abgetasteten Bezugs
linie oder -fläche auf den Bezugselementen von einem
Linearitätsnormal vor dem eigentlichen Meßvorgang zu
bestimmen und die entsprechenden in dem Rechner gespei
cherten Daten bei der Berechnung der Korrektursignale zu
berücksichtigen. Mit anderen Worten, vorhandene Abweichun
gen der Bezugselemente von der Idealform werden über die
Software in dem Rechner kompensiert.
Bei dieser Einrichtung muß Sorge getragen werden, daß die
Bezugselemente ihre räumliche Ausrichtung auf die Achsen
des Koordinatensystems nicht in unvorhersehbarer Weise
verändern, weil sonst Meßfehler bei der Feststellung der
Bahnabweichungen der geführten Teile auftreten.
Grundsätzlich Ähnliches gilt auch für eine Abweichungsmeß-
und Korrektureinrichtung für Werkzeugmaschinen, die aus
der DE-OS 43 09 294 bekannt ist und die in Echtzeit arbei
tet und Bettbahnabweichungen von einer wahren Geraden
relativ zu einem Werkstück korrigiert. Dabei wird ein in
Richtung des jeweiligen Werkzeugschlitten-Verfahrweges
vorgespannter Draht als Geradheitsnormal verwendet.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, bei einer mehrachsi
gen Meß- oder Fertigungsmaschine der eingangs genannten
Art ohne unwirtschaftlich großen konstruktiven Aufwand
eine möglichst vollständige Erfassung und Kompensation von
auftretenden Führungsfehlern zu erzielen.
Zur Lösung dieser Aufgabe weist die Maschine die Merkmale
des Patentanspruchs 1 auf.
Durch die konsequente Aufteilung des Führungssystems in
ein mehrachsiges Transportsystem, das allein die Aufgabe
hat, die Transportkräfte aufzunehmen und ein von äußerer
Krafteinwirkung im wesentlichen freigehaltenes Bezugs
system, das die Präzision der Führung und deren Lage im
Bezug auf andere Achsen sicherstellt, ist eine optimale
konstruktive Ausführung der Elemente der beiden Systeme
entsprechend ihrer jeweiligen Funktion möglich. Damit
lassen sich mit verhältnismäßig geringem konstruktivem
Aufwand hochgenaue Meß- und Fertigungsmaschinen herstel
len. Das Transportsystem muß nämlich nur noch verminderte
Anforderungen bezüglich der Führungseigenschaften erfül
len, d. h. es kann in der Regel ohne Justageelemente steif
aufgebaut werden, wobei die zum Einsatz kommenden Lager
elemente in den Führungen kostengünstig ausgeführt werden
können.
Das Bezugssystem kann seinerseits mit verhältnismäßig
einfachen Mitteln im wesentlichen kräftefrei gelagert,
d. h. an den entsprechenden Maschinenteilen aufgehängt
werden. Das Material und die Formgestaltung seiner Bezugs
elemente sind so gewählt, daß die Geometrie des Bezugs
systems langzeitstabil und wenig temperaturabhängig ist.
Bei der neuen Maschine sind von den zu Positionsabweichungen
führenden Fehlerquellen die Einflüsse dynamischer
Fehler, die auf Verformung der jeweiligen Führung durch
Beschleunigungs- oder Bearbeitungskräfte zurückzuführen
sind sowie thermische Fehler durch zeitliche und räumliche
Temperaturunterschiede an den Führungselementen, weitge
hend kompensiert. Es ergibt sich deshalb neben den bereits
erwähnten günstigen Herstellungskosten auch der Vorteil
eines deutlich erweiterten Einsatzbereiches. Hochgenaue
Meß- und Fertigungsmaschinen, die bisher nur in klimati
sierten Räumen betrieben werden konnten, können nun auch
in rauher Fertigungsumgebung bei gleicher oder sogar
gesteigerter Präzision arbeiten.
Die Bezugselemente des Bezugssystems sind nicht beliebig,
d. h. voneinander unabhängig angeordnet, sondern an Kopp
lungsstellen so miteinander verkettet, daß jedes Bezugs
element mit dem vorhergehenden Bezugselement über mehrere
Meßtaster in Eingriff steht. Es werden somit von diesen
Meßtastern an den Kopplungsstellen Positionsänderungen der
Achsen des Bezugssystems (z.Bsp. durch Einwirkung von
Beschleunigungskräften) erfaßt und in dem Rechner bei der
Ermittlung der Fehlerkorrektursignale zusammen mit den
festgestellten Abweichungen der Schlitten von den einzel
nen Achsen des Bezugssystems verarbeitet, so daß sämtliche
Störgrößen erfaßt und von dem Rechner als Korrekturwerte
bearbeitet werden. Die Führungsqualität des gesamten
Führungssystem hängt damit nur noch von der Präzision der
einzelnen Bezugselemente ab. Dabei können die Anforderun
gen an das Bezugssystem bezüglich einer hohen Genauigkeit
noch zusätzlich dadurch verringert werden, daß zunächst in
einer Kalibriermessung die Bahn des jeweiligen Bezugs
elementes mit einer idealen Referenzbahn verglichen wird
und die festgestellten Abweichungen als Datensatz in dem
Rechner gespeichert und sodann bei den zukünftigen Messun
gen berücksichtigt werden. Die an das einzelne Bezugs
element zu stellende Hauptanforderung ist dann nicht die
Verkörperung einer idealen Bahn sondern lediglich, daß es
über eine hohe Langzeitstabilität und Temperaturunabhän
gigkeit verfügt.
In einer bevorzugten Ausführungsform tragen die Bezugs
elemente der einzelnen Bahnachsen des Bezugsystems endsei
tig starr mit ihnen verbundene Winkelelemente, an denen
die Meßtaster sitzen und die jeweils ein benachbartes
Bezugselement an der zugehörigen Kopplungsstelle über
greifend angeordnet sind. Dabei ist es zweckmäßig, daß an
den Kopplungsstellen zumindest jeweils fünf Meßtaster
räumlich verteilt derart angeordnet sind, daß durch sie
alle von der jeweiligen Bahnachse abweichenden Relativbe
wegungen zwischen den beiden Bezugselementen der Größe und
Richtung nach erfaßbar sind.
An den vorzugsweise als Normale in Form von Profilschienen
oder Linealen ausgebildeten Bezugselementen sind dabei in
der Regel räumlich voneinander getrennte Bezugs- oder
Abtastbahnen für die Meßtaster angeordnet. Diese Bezugs
bahnen können abhängig von dem Verwendungszweck und dem
Aufbau der jeweiligen Maschine entweder eine so präzise
Oberfläche aufweisen, daß sie unmittelbar als Linearitäts
normale dienen oder aber sie können, wie bereits erläu
tert, durch Vergleich mit einem Linearitätsnormal zunächst
kalibriert worden sein, so daß die bekannten Abweichungen
der Oberfläche der Bezugsbahn in Form entsprechender Daten
in dem Rechner gespeichert von diesem bei der Ermittlung
der Ortskoordinatensignalwerte berücksichtigt werden
können.
Die Bezugselemente sind durchweg an Teilen des Transport
systemes im wesentlichen kräftefrei, zweckmäßigerweise an
diskreten Aufhängestellen aufgehängt, derart, daß eine
Begrenzung in 6 Freiheitsgraden gegeben ist.
Die konstruktive Gestaltung der Halterung und Lagerung der
Bezugselemente an den einzelnen Aufhängestellen ist Gegen
stand von weiteren Unteransprüchen ebenso wie andere
Weiterbildungen der neuen Maschine.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegen
standes der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Formmeßmaschine gemäß der Erfindung in einer
perspektivischen teilweise schematischen Sei
tenansicht,
Fig. 2 die Formmeßmaschine nach Fig. 1 in der Drauf
sicht,
Fig. 3 die Formmeßmaschine nach Fig. 1 in dem Zustand
bei abgenommenem Z-Verschiebeschlitten in einer
perspektivischen Darstellung entsprechend Fig.
2,
Fig. 4 das Bezugssystem der Formmeßmaschine nach Fig. 1
in perspektivischer schematischer Darstellung
und in einem anderen Maßstab,
Fig. 5 das Basisteil des Z-Verschiebeschlittens der
Formmeßmaschine nach Fig. 1 unter Veranschauli
chung der Halterung und Lagerung des R-Bezugs
normals in perspektivischer schematischer Dar
stellung und in einem anderen Maßstab und
Fig. 6 die seitliche Halterung des Y-Bezugsnormals der
Formmeßmaschine nach Fig. 1 in einer Schnittdar
stellung entsprechend der Linie VI-VI der Fig.
1 in einer Draufsicht und in einem anderen Maß
stab.
Die Erfindung wird im folgenden anhand einer entsprechend
ausgebildeten mehrachsigen Formmeßmaschine erläutert,
deren Bahnachsen mit Y, Z und R bezeichnet sowie in Fig. 4
angedeutet sind. Die Wahl dieses Ausführungsbeispieles
bedeutet jedoch keine Beschränkung der Erfindung; diese
ist vielmehr für die verschiedenartigsten Meß-, Ferti
gungs- und Handhabungsmaschinen anwendbar, bei denen es
darauf ankommt, Lagefehler der geführten Teile in den den
einzelnen Bahnachsen zugeordneten Führungen festzustellen
und entweder unmittelbar mechanisch durch Beeinflussung der
Stellantriebe der geführten Teile oder rechnerisch bei der
Bestimmung der Ortskoordinaten eines Meßpunktes oder eines
auf einer vorbestimmten Bahn geführten Werkzeuges und/oder
Werkstückes zu berücksichtigen. Demgemäß ist unter dem
Begriff "Schlitten", wie er im Rahmen der vorliegenden
Beschreibung und Patentansprüche verwendet wird, allgemein
ein in einer Führung zwangsgeführt bewegliches Teil zu
verstehen, das abhängig von dem Aufbau und dem Einsatz
zweck der jeweiligen Maschine eine unterschiedliche kon
struktive Gestaltung, bspw. in Form eines Tisches, eines
Wagens, einer Verschiebemuffe und dergleichen aufweisen
kann. Auch die Konstruktion der Führung selbst ist im
Rahmen der Erfindung keinen Beschränkungen unterworfen.
Sie kann als Schiebe- oder Wälzkörperführung mit ebenen
oder gekrümmten Führungsflächen, bspw. in Gestalt von
Führungsleisten oder Führungsstangen gestaltet sein.
Ebenso können alle zweckentsprechenden Werkstoffe sowohl
für den Aufbau der Schlitten als auch der Führungen zum
Einsatz kommen.
Die in der Zeichnung dargestellte Formmeßmaschine ist in
der sogenannten Auslegerbauart konstruiert. Sie weist, wie
insbesondere aus den Fig. 1 bis 3 zu ersehen, ein in der
Draufsicht im wesentlichen L-förmiges Maschinenbett 1 auf,
das in Guß- oder Stahl-Schweißkonstruktion ausgeführt ist.
Das Maschinenbett 1 ist gegen den Fußboden über eine
elastische Dreipunktlagerung abgestützt, von der eine
Auflagerstelle bei 2 in Fig. 1 dargestellt ist. Sie ver
fügt über einen als Gummimetallteil ausgebildeten Auf
stellfuß 3, der über eine Stellspindel 4 höhenverstellbar
in einer entsprechenden seitlichen Ausnehmung 5 des Ma
schinenbettes 1 aufgenommen ist. Auf der horizontalen,
ebenen Tischfläche 6 des einen Schenkels des L-förmigen
Maschinenbettes 1 ist eine in Gestalt eines Drehtisches 7
ausgebildete Werkstückaufnahme angeordnet, in die im
vorliegenden Falle ein zylindrisches Werkstück 8 einge
setzt ist, das von der Formmeßmaschine gerade vermessen
werden soll.
An der Rückseite des anderen Schenkels des L-förmigen
Maschinenbettes 1 sind zwei parallele, horizontal ausge
richtete Führungsschienen 9, 10 quadratischer Quer
schnittsgestalt vorgesehen, die in entsprechenden Auf
nahmen 11, 12 (Fig. 1, 3) des Maschinenbettes 1 gelagert
sind. Die beiden Führungsschienen 9, 10 sind sowohl in
Horizontalrichtung als auch in Vertikalrichtung gegenein
ander versetzt angeordnet, so daß durch sie an der Rück
seite des Maschinenbettes 1 eine in Fig. 3 bei 13 ange
deutete schräge Ebene definiert ist, die mit der Horizon
talen einen Winkel von wenigstens 20° - hier 60° - ein
schließt. Generell kann die Neigung des Maschinenbettes
zwischen 0° und mehr als 70° betragen.
Jede der beiden aus Stahl hergestellten Führungsschienen
9, 10 trägt zwei ebene nach oben bzw. außen weisende
Führungsbahnen 14, 15 bzw. 16, 17, die jeweils einen
Winkel von 90° miteinander einschließen und von denen
sich, wie beispielsweise Fig. 1 zeigt die Führungsbahnen
14, 15 der etwas oberhalb der Tischfläche 6 liegenden
oberen Führungsschiene 9 fast über die gesamte Länge des
zugeordneten Schenkels des Maschinenbettes 1 erstrecken.
Die Führungsbahnen 16, 17 der unteren in unmittelbarer
Nähe der Aufstellfläche des Maschinenbettes 1 angeordneten
Führungsschiene 10 sind kürzer (vergleiche Fig. 1).
Auf den Führungsbahnen 14, 15 und 16, 17 der beiden Füh
rungsleisten 9, 10 ist ein erster Verschiebeschlitten 18
(Fig. 3) längs einer ersten Bahnachse in der Koordinaten
richtung Y längsverfahrbar gelagert. Der erste Verschiebe
schlitten 18 weist eine im wesentlichen scheibenförmige
vertikale Säule 19 auf, die mit ihren Breitseiten quer zu
der Koordinatenachse Y orientiert angeordnet ist. Die als
Hohlkörper dünnwandig aus entsprechenden Leichtmetall
teilen zusammengeschweißte Säule 19 hat eine im wesentli
chen keilförmige Querschnittsgestalt, wobei ihre breitere
Stirnseite 20 zur Maschinenbettrückseite weisend angeord
net ist. Sie ragt bis in die unmittelbare Nähe der Auf
stellfläche des Maschinenbettes 1 nach unten und über
greift, wie aus Fig. 3 hervorgeht, die Führungsbahn 17 der
unteren Führungsleiste 10. Anschließend an die hintere
Stirnseite 20 ist die Säule 19 unten entsprechend der
rückseitigen Kontur des Maschinenbettes gestaltet, während
die vordere Stirnwand 21 der Säule 19 etwa mit der Rück
wand 22 einer in der Oberseite des rückwärtigen Schenkels
des Maschinenbettes 1 parallel zu der oberen Führungs
schiene 9 verlaufend eingelassenen rinnenartigen Vertie
fung 23 fluchtet.
Auf der dem Drehtisch 7 abgewandten Rückseite ist an die
Säule 19 eine horizontal vorkragende Armkonstruktion 24
angeschlossen, die, wie aus Fig. 2 zu ersehen, in der
Draufsicht eine im wesentlichen dreieckförmige Gestalt
aufweist und sich über die gesamte Breite der Säule 19
erstreckt. Sie besteht aus platten- oder rahmenförmigen
Konstruktionselementen und ist leichtgewichtig als Gehäuse
ausgebildet, das sich mit auf der Ober- und der Unterseite
vorgesehenen, im wesentlichen dreieckförmigen Abstützel
ementen schräg zu dem oberen und dem unteren Säulenende
hin erstreckt so daß die Säule 19 auf ihrer Rückseite
über ihre gesamte Höhe und Breite abgestützt ist. Die
Konstruktionselemente der Armkonstruktion 24 bestehen aus
leichtgewichtigem Material, insbesondere aus kohlefaser
verstärkten Kunststoffplatten.
Auf den Führungsbahnen 14, 15 und 16, 17 der beiden Füh
rungsleisten 9, 10 ist der erste Verschiebeschlitten 18 an
fünf diskreten Lagerstellen gelagert, die räumlich so
verteilt angeordnet sind, daß sich einerseits eine große
Führungslänge und andererseits eine Fesselung des Ver
schiebeschlittens 18 in Bezug auf fünf Freiheitsgrade
ergibt. Von diesen entsprechende Gleitlagerelemente ent
haltenden Lagerstellen sind jeweils zwei paarweise ein
ander zugeordnete Lagerstellen in dem Bereich 25 (Fig. 3)
und 26 (Fig. 2) sowie eine einzelne Lagerstelle bei 27
(Fig. 3) vorgesehen. Unter der Wirkung ihres Gewichtes
ruht somit die Säule 19 mit dem ersten Verschiebeschlitten
18 über die Lagerstellen bei 25, 26 auf den Führungsbahnen
14, 15 der oberen Führungsschiene 10, während sie über die
Lagerstelle bei 27 an ihrer Unterseite in unmittelbarer
Nähe der Aufstellfläche des Maschinenbettes 1 lediglich
seitlich gegen die Führungsbahn 17 der Führungsschiene 10
abgestützt ist.
An der Säule 19 sind auf der dem Drehtisch 7 zugewandten
Vorderseite und der hinteren breiteren Stirnseite 20
jeweils parallele vertikale Führungsschienen 28, 29 an
geordnet, die gemeinsam eine Längsführung in der Z-Richt
ung bilden und auf denen ein zweiter Verschiebeschlitten
30 in Richtung der Z-Koordinatenachse, d. h. vertikal ver
fahrbar gelagert ist. Der zweite Verschiebeschlitten 30
weist ein im wesentlichen tischartiges horizontales Ba
sisteil 31 auf, an das sich unten ein kastenartiger, in
der Seitenansicht im wesentlichen dreieckförmiger Fortsatz
32 (Fig. 1) anschließt, dessen Länge etwa der Höhe des Ma
schinenbettes 1 oder etwa dem vertikalen Abstand zwischen
den beiden Führungsleisten 9, 10 entspricht. An dem Ba
sisteil 31 und am unteren Ende des Fortsatzes 32 sind
Gleitlagerelemente angeordnet, die räumlich wiederum
derart verteilt angeordnet sind, daß sich eine große
Führungslänge und damit eine stabile genaue Führung des
zweiten Verschiebeschlittens 30 auf der Säule 19 ergibt.
Solche Lagerelemente sind mit ihren Aufnahmebohrungen an
der Basisplatte 31 schematisch in Fig. 5 bei 33, 34 ange
deutet, während am unteren Ende des Fortsatzes 32 eine in
Fig. 1 nicht weiter dargestellte Lagerstelle in der ver
tikalen Verlängerung der Lagerstelle 34 der Fig. 5 vorhan
den ist. Diese Lagerstelle an dem Fortsatz 32 ist ebenso
wie die Lagerstelle bei 34 der Führungsschiene 29 auf der
breiten Stirnseite der Säule 19 zugeordnet, während die
Lagerstellen bei 33 mit den Führungsschienen 28 auf der
vorderen Breitseite 21 der Säule 19 zusammenwirken. Aus
diesem Grunde sind die Lagerstellen bei 33 etwa im Berei
che der der Säule 19 zugewandten hinteren Begrenzungs
fläche 35 (Fig. 5) des Basisteiles 31 angeordnet, während
die Lagerstelle bei 34, auf einem von dieser rechtwinklig
vorspringenden Lagerarm 36 sitzt, der die breitere Stirn
fläche 20 der Säule 19 übergreift (vergleiche Fig. 2).
Ebenso wie der erste Verschiebeschlitten 18 ist auch der
zweite Verschiebeschlitten 30 an den jeweils erwähnten
Lagerstellen in Bezug auf fünf Freiheitsgrade gefesselt;
bezüglich des sechsten Freiheitsgrades erfolgt die Fessel
ung jeweils durch die Verstelleinrichtung, die im einzel
nen noch erläutert werden wird.
Der zweite Verschiebeschlitten 30 trägt seinerseits einen
in Richtung der R-Koordinatenachse verschieblich gelager
ten dritten Verschiebeschlitten 37, der im wesentlichen
gehäuseartig ausgebildet ist und auf welchem ein horizon
tal ausgerichteter rohrförmiger Ausleger 38 angeordnet
ist, der endseitig einen mit 39 bezeichneten Taster hält,
welcher mit einem Tastarm 40 die Form der Innenwandung
einer Bohrung 41 des Werkstückes 8 abtastet. Die Anordnung
und Ausbildung der drei Verschiebeschlitten 18, 30 und 37
sowie der Säule 19 sind derart getroffen, daß der Massen
schwerpunkt des aus diesen Teilen, einschließlich des
Auslegers 38 bestehenden Systems in einer quer zu den
Führungsleisten 9, 10 verlaufenden Vertikalebene in einem
Bereich zwischen den beiden Führungsschienen 9, 10 - oder
gegebenenfalls bezogen auf Fig. 3 - rechts hinter der
unteren Führungsschiene 10 liegt. Die Lage des Massen
schwerpunktes hängt etwas von der jeweiligen Stellung,
insbesondere des dritten Verschiebeschlittens 37 ab, doch
gelangt der Massenschwerpunkt nie in den Bereich vor der
oberen Führungsschiene 9 (in Fig. 1 links von derselben),
so daß die Säule 19 nicht nach vorne kippen kann.
Auf dem horizontalen Basisteil 31 des zweiten Verschiebe
schlittens 30 ist ein nach Art eines im Querschnitt drei
eckförmigen Hohlkörpers ausgebildetes Führungsteil 42
befestigt, das ebenso wie die Teile des Fortsatzes 32 und
gegebenenfalls das Basisteil 31 aus Platten eines kohle
faserverstärkten Kunststoffes hergestellt ist. Der zweite
Verschiebeschlitten 30 ist deshalb insgesamt ebenfalls
leichtgewichtig konstruiert, um seine träge Masse auf ein
Minimum zu reduzieren.
Das Führungsteil 42 trägt im Bereiche seiner oberen Kante
zwei benachbarte horizontale leistenförmige Führungsbahnen
43 (vergleiche Fig. 1, 5) , die in Ebenen liegen, welche
ein Winkel von 90° miteinander einschließen. Außerdem ist
auf der der Säule 19 abgewandten Seite auf dem Führungs
teil 42 in unmittelbarer Nähe des Basisteiles 31 eine
dritte horizontale Führungsbahn 44 (Fig. 5) vorgesehen.
Auf diesen Führungsbahnen 43, 44 ist der dritte Verschie
beschlitten 37 in der R-Richtung verschieblich gelagert.
Er weist, wie bereits erwähnt, ein aus leichtgewichtigem
Material, vorzugsweise dünnen kohlefaserverstärkten Kunst
stoffplatten bestehendes, etwa quaderförmiges Gehäuse 45
auf, das den Ausleger 38 trägt und sich auf die Führungs
bahnen 43, 44 abstützende, räumlich verteilt angeordnete
Lagerstellen trägt, die in den Figuren nicht weiter ange
deutet sind. Diese Lagerstellen, von denen zwei im axialen
Abstand einander jeweils paarweise gegenüberliegend mit
den beiden oberen Führungsbahnen 43 zusammenwirken, werden
durch eine mit der unteren Führungsbahn 44 zusammenwirken
de fünfte Lagerstelle ergänzt, so daß wiederum ähnlich wie
bei den beiden anderen Verschiebeschlitten 18, 37 eine
Fesselung in Bezug auf fünf Freiheitsgrade zustande kommt,
wobei die Fesselung bezüglich des sechsten Freiheitsgrades
wiederum durch die Stelleinrichtung erfolgt.
Die zur Längsverschiebung der drei Verschiebeschlitten 18,
30, 37 in ihren jeweiligen Führungen (9, 10; 28, 29; 43,
44) dienenden Stelleinrichtungen sind jeweils in Gestalt
von Kugelrollspindeltrieben ausgebildet:
Für den ersten Verschiebeschlitten 18 ist dazu eine par
allel zu der oberen Führungsschiene 9 ausgerichtete, in
Lagerböcken 45 (Fig. 1, 3) auf Konsolen 46 an der Rücksei
te des Maschinenbettes 1 drehbar gelagerte Gewindespindel
47 vorgesehen, die über einen Elektro-Stellmotor 48 ange
trieben ist und mit einer in der Säule 19 befestigten
Spindelmutter 49 (Fig. 3) zusammenwirkt. Die Spindelmutter
49 ist nahe des Massenschwerpunktes des aus den drei
Verschiebeschlitten, einschließlich des Auslegers 38
gebildeten Systems angeordnet, um auftretende Kipp- oder
Verdrehkräfte für den ersten Verschiebeschlitten 18 auf
ein Minimum zu reduzieren.
Die Verstellung des zweiten Verschiebeschlittens 30 er
folgt über eine vertikale, parallel zu den Führungsleisten
28, 29 ausgerichtet an der vorderen Breitseite der Säule
19 drehbar gelagerte Gewindespindel 50, die einenends bei
51 in einem Lagerteil an der Säule 19 und anderenends in
einem den Elektro-Stellmotor enthaltenden Antriebsgehäuse
52 (Fig. 3) drehbar gelagert ist, das an der Säule 19
befestigt ist. Die Kopplung mit dem zweiten Verschiebe
schlitten 30 erfolgt über eine in der Basisplatte 31
vorgesehene Spindelmutter, die in den Zeichnungen nicht
weiter dargestellt ist.
Zur Verstellung des dritten Verschiebeschlittens 37 dient
eine in Fig. 1 bei 53 angedeutete auf dem Führungsteil 42
parallel zu den Führungsleisten 43 ausgerichtet angeord
nete Gewindespindel, die mit einer in dem Gehäuse 45
vorhandenen, in der Zeichnung nicht weiter dargestellten
Spindelmutter zusammenwirkt. Ihre einenends vorgesehene
Lager- und Antriebseinheit mit dem Elektro-Stellmotor ist
bei 54 (Fig. 1) angedeutet; ihr zugeordnetes Lager am
anderen Spindelende ist nicht weiter veranschaulicht.
Sowohl bei dem zweiten Verschiebeschlitten 30 als auch bei
dem dritten Verschiebeschlitten 37 ist die Lage der mit
der Gewindespindel 50 bzw. 53 zusammenwirkenden Spindel
mutter bezüglich des Massenschwerpunkts des bewegten
Teiles (30; 37) so gewählt, daß sie möglichst mit dessen
Massenschwerpunkt zusammenfällt, so daß sich minimale
Dreh- oder Kippkräfte ergeben.
Aus der vorstehenden Beschreibung der Formmeßmaschine
ergibt sich, daß deren drei Verschiebeschlitten 18, 30, 37
mit extrem geringer träger Masse gehäuseartig aus leicht
gewichtigen Konstruktionselementen aufgebaut sind. Sie
sind in Leichtbauweise unter weitgehender Verwendung von
kohlenstoffaserverstärkten miteinander verklebten Platten
und Streben zusammengefügt, so daß sich eine hohe Formbe
ständigkeit nicht nur mit Rücksicht auf das Langzeitver
halten sondern auch unter wechselnden Temperatureinflüssen
ergibt. Die Formgestaltung der Konstruktion dieser einzel
nen Elemente ist im Hinblick auf eine Optimierung der
Steifigkeit ausgelegt.
Gleichzeitig sind die Führungsschienen bzw. -leisten 9,
10; 28, 29 und 43, 44 so angeordnet und ausgebildet, daß
die von ihnen geschaffenen Führungen sich durch Langzeit
stabilität und geringe Temperatureinflüsse auszeichnen und
die bei der Bewegung der auf ihnen geführten bewegten
Teile oder Schlitten auftretenden Transportkräfte (Be
schleunigungskräfte etc.), einschließlich des Gewichtes
einwandfrei aufgenommen werden. Die Führungsleisten und
-schienen sind verhältnismäßig einfache Konstruktionsele
mente, die nur begrenzten Genauigkeitsanforderungen zu
genügen brauchen. Sie bilden gemeinsam ein jeweils durch
die Verschiebeschlitten 18, 30, 37 verkettetes Transport
system, das ausschließlich die Aufgabe hat, die bei der
Verstellung der Verschiebeschlitten längs der ihnen je
weils zugeordneten Koordinatenachse Y, Z bzw. R auftreten
den Transportkräfte, einschließlich des Gewichtes, auf
zunehmen; es ist deshalb im Hinblick auf die optimale
Lösung dieser Aufgabe ausgelegt, wobei an die Führungs
genauigkeit der Führungen keine übermäßigen Anforderungen
gestellt werden.
Um bei der Verstellung der Verschiebeschlitten 18, 30, 37
längs ihrer Führungen auftretende Bahn- oder Positionier
fehler zu erfassen und auszugleichen bzw. im Meßergebnis
zu berücksichtigen, sind besondere Maßnahmen getroffen:
Das Führungssystem für die Verschiebeschlitten 18, 30 und
37 ist in das im vorstehenden beschriebene "Transportsy
stem" und ein eigenes "Bezugssystem" aufgeteilt, das im
wesentlichen unabhängig von dem Transportsystem des Füh
rungssystems ist. Das Bezugssystem, dessen grundsätzlicher
Aufbau insbesondere aus Fig. 4 zu ersehen ist, stellt die
Präzision der Führung und deren Lage in Bezug auf andere
Achsen sicher. Es ist selbst keinen größeren Kräften
ausgesetzt und so beschaffen, daß seine Geometrie lang
zeitstabil und wenig temperaturabhängig ist. Demgemäß
braucht das eigentliche Transportsystem, wie bereits
erläutert, nur geringere Anforderungen bezüglich seiner
Führungseigenschaften zu erfüllen, d. h. es kann beispiels
weise ohne Justageelemente steif aufgebaut werden, während
die eigentlichen Führungselemente 9, 10; 28, 29; 43, 44
kostengünstig ausgeführt und angeordnet werden können.
Das Bezugssystem besteht, wie insbesonders aus Fig. 4 zu
entnehmen, aus drei Bezugselementen in Gestalt von gerad
linigen Normalen 55, 56, 57, die jeweils von im Quer
schnitt rechteckigen Profilschienen gebildet sind, welche
wenigstens auf zwei einander benachbarten Seitenflächen
genaue gerade Abtastbahnen 55a, 55b, 55c bzw. 56a, 56b,
56c bzw. 57a, 57b, 57c tragen. Diese prismatischen Körper
können auch in Form von Linealen massiv oder, wie darge
stellt, als Hohlkörper ausgebildet sein. Ihr Material und
ihre Profilgestalt sind so gewählt, daß sie langzeitstabil
und wenig temperaturabhängig sind.
Die drei Normale 55, 56, 57 sind jeweils entsprechend den
Bahn- oder Koordinatenachsen Y, Z, R ausgerichtet. Sie
stehen somit rechtwinklig aufeinander, wobei die einander
benachbarten Normale 55, 56 und 56, 57 an zwei Kopplungs
stellen bei 58 bzw. bei 59 miteinander gekoppelt oder
verkettet sind. An diesen Kopplungsstellen 58, 59 sind
Meßeinrichtungen vorgesehen, die an den Kopplungsstellen
58, 59 auftretende Relativbewegungen der Normale 56, 55
bzw. 57, 56 zueinander der Größe und Richtung nach erfas
sen und für diese Meßwerte kennzeichnende Meßwertsignale
erzeugen, die einem bei 60 angedeuteten Rechner zugeführt
werden.
Zu diesem Zwecke sind die beiden Normale 56, 57 der Z- und
der R-Achse endseitig jeweils mit einem steifen formstabi
len Winkelelement 61 bzw. 62 starr verbunden, das die
jeweilige Meßeinrichtung trägt die im folgenden noch
beschrieben werden wird. Das Winkelelement 61 ist stumpf
an die untere Stirnseite des Z-Normals 56 angesetzt; es
übergreift mit seinen beiden Schenkeln die die Führungs
bahn 55a und die die Führungsbahnen 55b, 55c tragenden
aneinander anschließenden Seiten des prismatischen Normals
55, dessen rechteckiger Querschnittsgestalt es angepaßt
ist und bezüglich dessen es in der Y-Richtung verfahrbar
ist, wie dies durch einen Pfeil 63 angedeutet ist.
An dem anderen Winkelstück 62 ist das horizontale R-Normal
57 einenends seitlich starr befestigt. Das im Querschnitt
im wesentlichen L-förmige Winkelelement 62 trägt wiederum
die zugeordnete Meßeinrichtung; es übergreift die die
Bezugsbahn 56a und die Bezugsbahnen 56b,c tragenden beiden
benachbarten Seiten des Z-Normals 56 und ist in der Z-
Richtung gemeinsam mit dem R-Normal 57 in Richtung eines
Pfeiles 64 verfahrbar.
Auf dem R-Normal 57, schließlich, ist ein drittes, eben
falls formstabiles und im Querschnitt L-förmiges Winkel
element 65 in der durch einen Pfeil 66 angedeuteten Rich
tung verfahrbar angeordnet, das ebenfalls eine der noch zu
erläuternden Meßeinrichtungen trägt und mit dem R-Schlit
ten 37 starr verbunden ist.
Die an den Winkelelementen 61, 62, 65 jeweils angeordnete
Meßeinrichtung besteht aus fünf räumlich verteilt angeord
neten Meßtastern 61a bis e bzw. 62a bis e bzw. 65a bis e.
Diese Meßtaster sind als Längenmeßtaster ausgebildet; sie
können berührungslos oder berührend arbeiten und wirken
mit der ihnen jeweils zugeordneten Bezugsfläche 55a bis c
bzw. 56a bis c bzw. 57a bis c zusammen, die sie derart
abtasten, daß an der durch sie definierten jeweiligen
Meßstelle der örtliche Abstand des Winkelelementes 61; 62
bzw. 65 von der jeweils zugeordneten Bezugsbahn oder
Abtastbahn des zugehörigen Normals 55, 56 bzw. 57 festge
stellt wird. Die Meßtaster können, wie in Fig. 5 darge
stellt, als kapazitive oder aber auch als induktive Meßta
ster ausgebildet sein, um nur zwei Beispiele zu erwähnen.
Das Meßprinzip sei anhand der Kopplungsstelle 58 erläu
tert:
Die beiden Meßtaster 61a, b liegen auf einer Linie und
tasten die obere Bezugsbahn 55a des Y-Normals 55 ab. Sie
erfassen deshalb alle translatorischen Relativbewegungen
des Z-Normals 56 in der Z-Richtung bezüglich des Y-Normals
55, ebenso wie alle Kippbewegungen des Z-Normals 56 um
eine zu der R-Achse parallele Achse.
Die benachbarten beiden Meßtaster 61c, d tasten die an die
stirnseitige Bezugsbahn 55a auf der Breitseite anschlie
ßende Bezugsbahn 55b des Y-Normals 55 ab und erfassen
somit alle translatorischen Relativbewegungen des Z-Nor
mals 56 bezüglich des Y-Normals 55 in der R-Achse, ebenso
wie etwaige Drehbewegungen des Z-Normals 56 um die Z-
Achse.
Der fünfte Meßtaster 61e, schließlich, ist in Z-Richtung
gegen die beiden auf der gleichen Seite wirkenden Meßta
ster 61c, d versetzt und tastet die im Abstand von der
Bezugsbahn 55b auf der gleichen Seite des Y-Normals 55
liegende untere Bezugsbahn 55c ab. Er erfaßt alle Dreh-
oder Kippbewegungen des Z-Normals 56 um die Y-Achse.
Damit werden durch die fünf Meßtaster 61a bis e räumlich
alle Abweichungen der Ausrichtung der durch das Z-Normal
56 verkörperten Z-Achse, bezogen auf die durch das Y-
Normal 55 verkörperte Ausrichtung der Y-Achse erfaßt.
In entsprechender Weise erfassen die Meßtaster 62a bis e
des zweiten Winkelstückes 62 alle Abweichungen der Aus
richtung der durch das R-Normal 57 definierten R-Achse,
von der durch das Z-Normal 56 definierten Z-Achse, während
von den Meßtastern 65a bis e an dem Winkelelement 65 alle
Abweichungen der Ausrichtung des dritten Verschiebeschlit
tens, d. h. des R-Schlittens 37 von der durch das R-Normal
57 definierten R-Achse erfaßt werden.
Die Normale 55, 56, 57 der drei Achsen Y, Z und R stehen
somit über die Meßtaster 61a bis e; 62a bis e gegenseitig
in Eingriff, so daß sämtliche Abweichungen erfaßt und von
dem Rechner 60 bspw. bei der Bestimmung der Ortskoordina
ten des Meßpunktes berücksichtigt werden können. Damit
hängt die Führungsqualität des Gesamtsystems nurmehr von
der Präzision der einzelnen Normale 55 bis 57 und der
leicht zu gewährleistenden Steifigkeit der Verbindung
zwischen den Normalen und den Winkelelementen 61, 62 sowie
dem dritten Verschiebeschlitten 37 und dem Winkelelement
65 und schließlich von der starren Verbindung zwischen den
Normalen 56, 57 mit dem ersten und dem zweiten Verschiebe
schlitten 18 bzw. 30 ab. Diese letztgenannte Verbindung
muß einerseits starr, andererseits aber so beschaffen
sein, daß von dem Verschiebeschlitten, d. h. dem Trans
portsystem keine Kräfte auf die Normalen, d. h. das Bezugs
system übertragen werden können.
Wie insbesondere aus den Fig. 1 bis 3 zu entnehmen, ist
das parallel zur Y-Achse ausgerichtete erste Normal 55 in
der rinnenartigen Vertiefung 23 parallel zu und im Abstand
vor der oberen Führungsschiene 9 auf dem Maschinenbett 1
gelagert. Dabei ist das Normal 55 auf zwei beabstandeten,
im wesentlichen punktförmigen Lagerstellen bei 66, 67
(Fig. 2) aufgelagert, die eine Lagerpfanne bzw. ein Lager
prisma und eine Lagerkugel aufweisen, um das Normal 55 von
dem Maschinenbett 1 abgekoppelt zu halten. Seitlich ist
das hochkant stehende Normal 55 an einer Lagerstelle 68
(Fig. 2) über einen Lagerbügel 69 so gehalten daß an
dieser Lagerstelle keine Axialkräfte auf das Normal 55
einwirken können. Durch diese Lagerung mit einer Begren
zung in sechs Freiheitsgraden ist gewährleistet, daß sich
Formänderungen des Maschinenbettes 1 nicht auf das Normal
55 übertragen können.
Das auf die Z-Achse ausgerichtete vertikale Normal 56 ist
in grundsätzlich ähnlicher Weise an der vorderen Stirnsei
te 21 der Säule 19 so befestigt, daß Formänderungen der
Säule 19 nicht auf das Normal 56 übertragen werden können.
Das auf die R-Achse ausgerichtete horizontale Normal 57,
schließlich, ist auf auf dem dritten Verschiebeschlitten
30 in der aus Fig. 5 ersichtlichen Weise an zwei beabstan
deten punktförmigen Lagerstellen 70, 71 auf dem Basisteil
31 abgestützt, wobei die Lagerstelle 70 ein Lagerprisma 72
und eine darin eingreifende Lagerkugel 73 und die dem
Winkelelement 62 benachbarte Lagerstelle 71, eine Lager
pfanne 74 und eine Lagerkugel 75 aufweisen. Das Lager
prisma 72, dessen Achse parallel zu dem Normal 57 ausge
richtet ist und die Lagerpfanne 74 sind auf zwei Konsolen
76 des Basisteils 31 befestigt, während die Lagerkugeln
73, 75 in in Fig. 5 nicht weiter dargestellten Lagerpfan
nen an der Unterseite des Normales 57 gehalten sind. Auf
diese Weise ist sichergestellt, daß sich Formänderungen
des Basisteiles 31 und damit des zweiten Verschiebeschlit
tens 30 nicht auf das Normal 57 übertragen können.
Die beiden Auflagerstellen 66, 67 des Y-Normals 55 auf dem
Maschinenbett 1 sind, wie bereits erwähnt, grundsätzlich
gleich wie die Auflagerstellen 70, 71 für das R-Normal 57
gestaltet. Gleiches gilt auch für die Ausbildung der
seitlichen Halterung bei 68 für das Y-Normal 55 und das R-
Normal 57, die anhand, der Fig. 6 kurz für das Y-Normal 55
erläutert werden soll:
In die entsprechende Seitenwand des Normals 55 ist ein aus
Stahl bestehender beidseitig parallel geschliffene Lager
flächen 77 tragender Stopfen 78 eingesetzt, der beidseitig
zwischen Lagerkugeln 79 festgeklemmt ist, die mit ihren
Mittelpunkten auf einer gemeinsamen Achse 80 liegend in
Kugelpfannen 81 aufgenommen sind, von denen eine in einem
Druckstück 82 und die andere in einem ortsfesten Halter 83
sitzt, der in eine entsprechende Gewindebohrung des La
gerbügels 69 (Fig. 2) eingeschraubt ist. Durch zugeordnete
Bohrungen 84 in der einen Wand des Normals 55 verlaufende
Zuganker 85, die durch Bohrungen 86 in der gegenüberlie
genden Wand des Normals 55 zugänglich sind, sind das
Druckstück 82 und der Halter 83 gegeneinander verspannt.
Dazwischenliegende Druckfedern 87 gewährleisten eine
federnde Anpressung der beiden Lagerkugeln 79 an die
Lagerflächen 77.
Da sich die federbelasteten Lagerkugeln 79 auf den Lager
flächen 77 frei abrollen können und im übrigen eine genaue
punktförmige Halterung des Normals 55 bewirken, können
Formänderungen des Maschinenbettes 1 und des Lagerbügels
69 nicht auf das Normal 55 übertragen werden.
Gleiches gilt für die entsprechend gestalteten Halterungen
der Normale 56 an der Säule 19 und 57 an dem Basisteil 31.
Das bezüglich des R-Normals 57 verfahrbare Winkelelement
65 ist starr mit einer Innenwand des Gehäuses 45 des
dritten Verschiebeschlittens 37 verbunden; es ist kräfte
frei, wobei die Verbindung mit dem Gehäuse 45 (Fig. 1)
sicherstellt, daß das Winkelelement 65 alle Bewegungen im
Raume des Auslegers 38 und damit des Tasters 39 bezüglich
des R-Normals 57 mitmacht.
Auf diese Weise ergibt sich eine kaskadenartige Verkettung
des Tasters 39 über die Meßtaster 65a bis e; 62a bis e;
61a bis e und die Normale 57, 56, 55 zu einem Meßkreis,
der durch das Maschinenbett 1 und die Werkstückaufnahme in
Form des Drehtisches 7 geschlossen ist. Grundsätzlich kann
in diesem geschlossenen Meßkreis auch eine Lageabweichung
der C-Achse, die zentrisch zu der Bohrung 41 verläuft, in
fünf Freiheitsgraden gemessen und berücksichtigt werden.
Dazu können in grundsätzlich bereits geschilderter Weise
die die C-Achse definierenden Lagerteile über mindestens
fünf Meßtaster meßtechnisch erfaßt und auf eines der
Normale bezogen werden.
Im Betrieb der Formmeßmaschine werden somit in den den
einzelnen Bahnachsen Y, Z, R zugeordneten Führungselemen
ten auftretende räumliche Führungsfehler der Größe und der
Richtung nach einwandfrei erfaßt und in Form von entspre
chenden Meßwertsignalen dem Rechner 60 zugeleitet, der
Signale erzeugt, die entweder dazu benutzt werden, die
resultierende Bahn- oder Positionsabweichung des Tast
stiftes 40 des Tasters 39 in den Ortskoordinaten des
Meßergebnisses rechnerisch oder aber durch unmittelbare
Beeinflussung der Stelleinrichtungen in den einzelnen
Achsrichtungen diese Bahnabweichungen mechanisch zu be
rücksichtigen.
Die Anforderungen an das Bezugssystem bezüglich einer
idealen Bahnkurve lassen sich noch dadurch reduzieren, daß
die Bezugsbahnen der Normalen 55, 56, 57 vor der eigentli
chen Messung mit einer idealen Referenzbahn verglichen
werden. Die dabei festgestellten Abweichungen werden in
dem Rechner 60 als Datensatz dauernd gespeichert und bei
den zukünftigen Messungen berücksichtigt. Die Hauptanfor
derungen an die einzelne Normale 55, 56, 57 sind dann
nicht die Verkörperung einer idealen Bahn, sondern ledi
glich Langzeitstabilität und Temperaturunabhängigkeit.
Claims (14)
1. Vorrichtung zur exakten Bestimmung von Raumpunkten
bei einer mehrere Bahnachsen aufweisenden Maschine,
insbesondere Meßmaschine, die ein Führungssystem mit
entsprechend den einzelnen Bahnachsen (Y, Z, R) aus
gerichteten länglichen Führungen (9, 10; 28, 29; 43,
44) und auf diesen längsbeweglich gelagerte Schlitten
(18, 30, 37) aufweist von denen wenigstens einer zur
Aufnahme eines längs einer vorbestimmten Bahn im Raum
zu bewegenden Teiles (40) eingerichtet ist
mit auf einzelne Bahnachsen ausgerichteten länglichen Bezugselementen (55, 56, 57) , die durch ihnen benach barte Meßtaster (61a bis e; 62a bis e; 65a bis e) abtastbar sind, welche bei Bewegung des jeweiligen Schlittens längs seiner Führung auftretende Bahnab weichungen feststellen und für die erfaßten Meßwerte kennzeichnende Meßwertsignale in einen Rechner (60) eingeben, der sie bei der Berechnung von Orts- oder Bahnkoordinaten oder Stellsignalen verarbeitet und
wobei das Führungssystem in ein mehrachsiges Trans portsystem für die Schlitten (18, 30, 37) und ein entsprechendes mehrachsiges Bezugssystem aufgeteilt ist, von denen das Transportsystem aus die Schlitten (18, 30, 37) tragenden Führungselementen besteht und lediglich zur Aufnahme der bei der Bewegung der Schlitten auftretenden Transport- und Gewichtskräfte ausgelegt ist und das Bezugssystem aus den Bezugs elementen (55, 56, 57) besteht, die im wesentlichen frei von äußeren Krafteinwirkungen gelagert und an Kopplungsstellen (58, 59) miteinander gekoppelt sind, wobei an den Kopplungsstellen zwischen benachbarten Bezugselementen (55, 56; 56, 57) zwischen benachbar ten Bezugselementen auftretende Relativbewegungen feststellende Meßtaster (61a bis e; 62a bis e) an geordnet sind, die für die Größe und Richtung solcher Relativbewegungen an den Kopplungsstellen kennzeich nende Meßwertsignale erzeugen, die dem Rechner (60) zugeführt werden und in diesem verarbeitet werden.
mit auf einzelne Bahnachsen ausgerichteten länglichen Bezugselementen (55, 56, 57) , die durch ihnen benach barte Meßtaster (61a bis e; 62a bis e; 65a bis e) abtastbar sind, welche bei Bewegung des jeweiligen Schlittens längs seiner Führung auftretende Bahnab weichungen feststellen und für die erfaßten Meßwerte kennzeichnende Meßwertsignale in einen Rechner (60) eingeben, der sie bei der Berechnung von Orts- oder Bahnkoordinaten oder Stellsignalen verarbeitet und
wobei das Führungssystem in ein mehrachsiges Trans portsystem für die Schlitten (18, 30, 37) und ein entsprechendes mehrachsiges Bezugssystem aufgeteilt ist, von denen das Transportsystem aus die Schlitten (18, 30, 37) tragenden Führungselementen besteht und lediglich zur Aufnahme der bei der Bewegung der Schlitten auftretenden Transport- und Gewichtskräfte ausgelegt ist und das Bezugssystem aus den Bezugs elementen (55, 56, 57) besteht, die im wesentlichen frei von äußeren Krafteinwirkungen gelagert und an Kopplungsstellen (58, 59) miteinander gekoppelt sind, wobei an den Kopplungsstellen zwischen benachbarten Bezugselementen (55, 56; 56, 57) zwischen benachbar ten Bezugselementen auftretende Relativbewegungen feststellende Meßtaster (61a bis e; 62a bis e) an geordnet sind, die für die Größe und Richtung solcher Relativbewegungen an den Kopplungsstellen kennzeich nende Meßwertsignale erzeugen, die dem Rechner (60) zugeführt werden und in diesem verarbeitet werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bezugselemente maßgenaue Normale (55, 56, 57)
aufweisen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Normale (55, 56, 57) als Profilschienen oder
-lineale ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bezugselemente (55,
56, 57) der einzelnen Bahnachsen (Y, Z, R) endseitig
starr mit ihnen verbundene Winkelelemente (61, 62)
tragen, an denen die Meßtaster (61a bis e; 62a bis e)
sitzen und die jeweils ein benachbartes Bezugselement
an der Kopplungsstelle (58, 59) übergreifend angeord
net sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens einer der Schlitten (37) mit einem ein
zugeordnetes Bezugselement (57) übergreifend angeord
neten Winkelelement (65) starr verbunden ist, an dem
Meßtaster (65a bis e) angeordnet sind, die die Bahn
abweichung des Schlittens (37) bezüglich des Bezugs
elementes (47) der Größe und Richtung nach feststel
len und entsprechende Meßwertsignale in den Rechner
(60) eingeben.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß an den Kopplungsstellen
(58, 59) zumindest fünf Meßtaster (61a bis 61e; 62a
bis 62e) räumlich verteilt derart angeordnet sind,
daß durch sie alle von der jeweiligen Bahnachse ab
weichenden Relativbewegungen zwischen den beiden
Bezugselementen (55, 56; 57, 56) der Größe und Rich
tung nach erfaßbar sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß an den Bezugselementen
(55, 56, 57) räumlich voneinander getrennte Bezugs
bahnen (55a bis c; 56a bis c; 57a bis c) zur Abta
stung durch die Meßtaster angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß über Meßtaster mitein
ander gekoppelte Bezugselemente (56, 57) des Bezugs
systems mit Schlitten (18, 30) starr verbunden sind
und daß ein Bezugselement (55) des Bezugssystems
starr mit einem Maschinenbett (1) verbunden ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das jeweilige Bezugselement (55, 56, 57) an dem
jeweiligen Schlitten oder dem Maschinenbett an dis
kreten Aufhängestellen derart aufgehängt ist, daß es
im wesentlichen frei von äußeren Krafteinwirkungen
ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß das Bezugselement (55, 56, 57) mit einer Begren
zung in 6 Freiheitsgraden aufgehängt ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das Bezugselement (55, 56, 57) an zwei Stellen
(bspw. 66, 67) im wesentlichen punktweise unterstützt
und an einer dritten Stelle (68) seitlich abgestützt
ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, da
durch gekennzeichnet, daß an wenigstens einer Auf
hängestelle (71; 70) ein Kugel/Pfannen- oder Prismen
lager (75, 74; 73, 72) angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß an wenigstens einer Abstütz- oder
Aufhängestelle das Bezugselement (55, 56, 57) zwi
schen zwei elastisch vorgespannten und sich auf ebe
nen Lagerflächen (77) abstützenden Lagerkugeln (79)
axial beweglich gehaltert ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Bezugssystem eine
Einrichtung eines zu vermessenden oder zu bearbeiten
den Werkstücks über Meßtaster gekoppelt ist, die für
die Abweichung wenigstens einer Werkstückaufnahmeach
se (C) von zumindest einem Normal des Bezugssystems
kennzeichnende Meßwertsignale in den Rechner (60)
eingeben.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934345095 DE4345095C1 (de) | 1993-12-31 | 1993-12-31 | Vorrichtung zur exakten Bestimmung von Raumpunkten bei einer mehrere Bahnachsen aufweisenden Maschine, insbesondere Meßmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934345095 DE4345095C1 (de) | 1993-12-31 | 1993-12-31 | Vorrichtung zur exakten Bestimmung von Raumpunkten bei einer mehrere Bahnachsen aufweisenden Maschine, insbesondere Meßmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4345095C1 true DE4345095C1 (de) | 1995-06-22 |
Family
ID=6506591
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934345095 Expired - Lifetime DE4345095C1 (de) | 1993-12-31 | 1993-12-31 | Vorrichtung zur exakten Bestimmung von Raumpunkten bei einer mehrere Bahnachsen aufweisenden Maschine, insbesondere Meßmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
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