DE4341685A1 - Optisches Garnstruktur-Prüfgerät und Verfahren zum Feststellen der Struktur eines mit Meßfasern versetzten Garnes - Google Patents
Optisches Garnstruktur-Prüfgerät und Verfahren zum Feststellen der Struktur eines mit Meßfasern versetzten GarnesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein optisches Garnstruktur-Prüfgerät
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, eine Vorrichtung
nach den Oberbegriffen der Ansprüche 13, 14 sowie ein
Verfahren nach den Oberbegriffen der Ansprüche 15 und 16.
Derartige optische Garnstruktur-Prüfgeräte werden zur Ermitt
lung der Faserorientierung in Faserbändern sowie zur Prüfung
der geometrischen Eigenschaften von Garnen und Fäden verwen
det. Hierzu gehören die innere Garnstruktur, der Durchmesser
und die äußere Form der Garne, die Prüfung der Garnhaarig
keit und die geometrischen Fehler im Garn (Textiltechnik 24
(1974) 3, Seiten 168 bis 171). Bei dem bekannten optischen
Garnstruktur-Prüfgerät tritt ein von einer Projektionslampe
ausgehender und von einem sphärischen Spiegel reflektierter
Lichtstrom in ein Kondensorsystem ein, wird durch ein Wech
selfilter gefiltert und mit Hilfe von zwei Belichtungspris
men in zwei gegeneinander senkrechte Bündel geteilt. Durch
den Kreuzungsbereich der beiden Bündel verläuft senkrecht
zur optischen Achse das zu untersuchende Garn, welches sich
in der Mitte einer mit durchsichtigen ebenen Wänden versehe
nen Küvette befindet, zu deren Wänden das Garn parallel ver
läuft. Während der Untersuchung der inneren Garnstruktur
wird die Küvette mit einer Immersionsflüssigkeit gefüllt.
Auf der entgegengesetzten Seite der beiden senkrecht aufein
anderstehenden Lichteintrittswände befinden sich weitere
Spezialprismen, die die zueinander senkrecht stehenden Licht
bündel, die durch das Garn hindurch bzw. an ihm vorbeigegan
gen sind, wieder zu einem in gleicher Richtung verlaufenden
Lichtbündel zusammenfassen und in ein Objektiv führen, wel
ches wahlweise auf einer Mattscheibe oder einem Film zwei
nebeneinanderliegende vergrößerte Bilder des Garns erzeugt,
die den beiden Beobachtungen aus senkrecht aufeinanderstehen
den Richtungen entsprechen.
Die Erkennung der strukturellen Anordnung von Fasern inner
halb des Garnes kann dadurch begünstigt werden, daß bei der
Herstellung des Garnes den Streckenbändern eine geringe An
zahl gefärbter Fasern zugegeben wird, und zwar vorzugsweise
in einer solchen Menge, daß in einem Querschnitt des Garnes
etwa eine gefärbte Faser vorhanden ist. Diese kann bei der
optischen Beobachtung deutlich von den ungefärbten Fasern
unterschieden und so in ihrem geometrischen Verlauf genau
verfolgt werden.
Das bekannte optische Garnstruktur-Prüfgerät liefert
insbesondere bei Untersuchung von Garn aus Baumwollfasern
häufig keine zufriedenstellenden Ergebnisse, weil die durch
Färbung optisch hervorgehobene Fasern in ihrem geometrischen
Verlauf infolge eines unscharfen Bildes nur schwer und
unvollständig verfolgbar sind.
Das Ziel der Erfindung besteht somit darin, ein optisches
Garnstruktur-Prüfgerät der eingangs genannten Gattung zu
schaffen, mittels dessen auch bei der Untersuchung von aus
Baumwollfasern hergestellten Garnen eine optimale Erkennbar
keit einzelner, insbesondere gefärbter Fasern innerhalb der
Garnstruktur gewährleistet ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung bei einem
optischen Garnstruktur-Prüfgerät der eingangs genannten
Gattung vor, daß die Beleuchtungsvorrichtung das Garn mit
Streulicht beleuchtet und die Beobachtungsvorrichtung wenig
stens eine wenigstens einen größeren Bruchteil des durch das
Garn hindurchgegangenen Lichtes erfassende Objektivanordnung
und wenigstens eine hochempfindliche Kamera, insbesondere
Videokamera mit direkt oder indirekt angeschlossenem hochauf
lösenden Monitor aufweist.
Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß bei Verwendung des
für exakte optische Abbildungen an sich ungeeigneten Streu
lichts die Erkennbarkeit einzelner, insbesondere angefärbter
Fasern innerhalb eines Baumwollgarnes substantiell verbes
sert wird. Hierzu ist es allerdings erforderlich, daß das
für die Abbildung verwendete Objektiv das zum Garn gelenkte
Streulicht möglichst weitgehend erfaßt, wozu sich z. B. die
Makro-Vario-Objektiveinstellung an hochempfindlichen Video
kameras besonders eignet. Bevorzugt für die Zwecke der Erfin
dung ist eine 3-CCD-Videokamera.
Der Videomonitor kann entweder direkt an die Videokamera
angeschlossen sein, oder es wird zunächst auf einem Video
recorder das Videobild zwischengespeichert und anschließend
auf einem Videomonitor wiedergegeben. Außerdem ist zweck
mäßigerweise an die Kamera bzw. den Videomonitor auch ein
Videobild-Drucker angeschlossen, mit welchem bestimmte Bil
der in Form eines Videophotos festgehalten werden können.
Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen
Prüfgerätes sind durch die Ansprüche 2 bis 12
gekennzeichnet.
Außer der an sich bekannten optischen Zusammenführung der
senkrecht aufeinanderstehenden Strahlengänge nach Anspruch 3
eignet sich die Videobeobachtung des Garnes auch dazu, zwei
mit getrennten Videokameras aufgenommenen Bilder elektro
nisch auf einem Videomonitor zusammenzuführen, wie das in
Anspruch 4 definiert ist.
Die Ansprüche 5 und 6 kennzeichnen zwei Möglichkeiten, am zu
untersuchenden Garn das erfindungsgemäß verwendete Streu
licht zu erzeugen. Besonders vorteilhaft ist hierbei die Ver
wendung einer Küvette mit lichtstreuenden Lichteintritts
wänden, weil hierdurch besondere lichtstreuende Elemente
vermieden werden können und auf diese Weise die Lichtstreu
ung besonders nahe am Garn erfolgt. Dies ist zum Zwecke der
Erhaltung einer ausreichenden Lichtstärke für die Videoauf
nahme von Vorteil.
Grundsätzlich könnten die lichtstreuenden Elemente auch
innerhalb der Küvette zwischen den Lichteintrittswänden und
dem Garn angeordnet werden, was die durch Lichtstreuung be
dingten Verluste weiter herabsetzen würde.
Zur Erzeugung von möglichst guten Bildqualitäten sollte die
Küvette mit einer Immersionsflüssigkeit gefüllt sein, die
denselben Brechungsindex hat wie das zu untersuchende Garn.
Ferner soll die Immersionsflüssigkeit eine gute Benetzung
des Garns ergeben, so daß die Flüssigkeit schnell in die
Hohlräume dringt. Bevorzugt verwendet man eine Mischung von
zwei Flüssigkeiten mit unterschiedlichen Brechungsindices,
so daß man durch das Mischungsverhältnis genau den Brechungs
index des zu untersuchenden Garns einstellen kann. Bei Baum
wollgarnen liegt der Brechungsindex in der Regel im Bereich
von 1,5428 bis 1,552. Eine bevorzugte Immersionsflüssigkeit
besteht aus einer Mischung aus Methylsalicylat und cis-
Methylcinnamat, bei der cis-Methylcinnamat in einer Menge
zugesetzt ist, um den jeweils gewünschten Brechungsindex
einzustellen.
Der Zusatz der gefärbten Fasern erfolgt im Idealfall zu der
Baumwollflocke, so daß die gefärbten Fasern alle Arbeits
schritte durchlaufen, die normalerweise bei der Garnherstel
lung durchgeführt werden. Der Zusatz ganz zu Beginn hat
jedoch den Nachteil, daß sehr große Mengen an Garnen mit
gefärbten Fasern hergestellt werden müssen, die für die
Untersuchung der Faserstruktur nicht gebraucht werden. Daher
erfolgt erfindungsgemäß der Zusatz der gefärbten Fasern
zweckmäßig im Streckenband als gefärbtes Band. Dabei wird
die Mischung aus gefärbten Band und ungefärbten Bändern, die
etwa 1 : 3 beträgt, einer Verstreckung unterzogen, der die
weiteren ungefärbten Bänder, die der 1 : 3 Mischung zugesetzt
werden, nicht unterzogen werden. Der gefärbte Teil des Gar
nes ist daher dreimal verstreckt gegenüber den weiteren
ungefärbten Bändern, die nur zweimal verstreckt sind. Die
Menge der Zumischung von gefärbten Fasern soll so sein, daß
beim entstehenden Garn in jedem Querschnitt im wesentlichen
nur eine gefärbte Faser vorliegt. Das Verhältnis hängt also
von der Feinheit des Garnes ab und beträgt für feine Garne
etwa 1 : 150. Das Garn wird dann noch vorzugsweise bei 60°C 4
h lang gebleicht, wobei als Bleichmittel H₂O₂/NaOH (10 g/l
H₂O₂, 2,8 g/l NaOH) verwendet werden kann, um Verunreini
gungen in der Baumwolle, die bei der Strukturuntersuchung
stören können, zu beseitigen. Anschließend wird mit
destilliertem Wasser gewaschen und getrocknet.
Zur Anfärbung der Fasern kann jeder Farbstoff verwendet
werden, der sie dunkel, bevorzugt schwarz, färbt. Bei Baum
wollfasern können z. B. Küpen- und Reaktivfarbstoffe verwen
det werden.
Es hat sich gezeigt, daß insbesondere die Kombination der
obengenannten Immersionsflüssigkeit mit den lichtstreuenden
Mitteln vor der Küvette und der Verwendung einer oder
mehrerer hochempfindlicher Videokameras zur Beobachtung auch
bei Baumwollgarnen zu optimalen Prüfergebnissen führt, weil
aufgrund der hervorragenden Bildqualität der geometrische
Verlauf der insbesondere angefärbten Einzelfasern auf dem
hochauflösenden Videomonitor exakt verfolgt werden kann.
Eine vorteilhafte Vorrichtung zum Feststellen der Struktur
eines mit Meßfasern versetzten Garnes mit einem
erfindungsgemäßen optischen Prüfgerät ergibt sich aus den
Ansprüchen 13 und 14.
Ein bevorzugtes Verfahren zum Feststellen der Struktur eines
mit Meßfasern versetzten Garnes entnimmt man den Ansprüchen
15 und 16.
Vorteilhafte Weiterbildungen dieses Verfahrens sind durch
die Ansprüche 17 bis 20 gekennzeichnet.
Die Auswertung der Abbildungen des Fasergarnes wird
allgemein in zwei senkrecht aufeinanderstehenden Ebenen wie
beschrieben beurteilt. Nach dieser Beurteilung werden die
betrachteten Meßabbildungen in einer Reihe von Meßklassen
eingeordnet. Es wird dann die Anzahl der Proben in den
einzelnen Meßklassen festgestellt und ein Durchschnitts
koeffizient aus allen Proben ermittelt. Dies erfolgt in der
Weise, daß die Anzahl in den einzelnen Klassen jeweils mit
dem Klassenkoeffizient zur Gewichtung multipliziert wird,
die erhaltenen Zahlen aufsummiert werden und durch die
Anzahl der gesamten gemessenen Fasern dividiert werden.
Daraus ergibt sich dann der Durchschnittskoeffizient als
Aussage über die Faserparallelität in dem gemessenen Garn,
von dem die Proben entnommen worden sind.
Diese Verfahrensweise ist aufwendig und zeitraubend, so daß
eine automatische Auswertung wünschenswert ist.
Eine solche automatische Auswertung kann erfindungsgemäß auf
folgende Weise erfolgen.
Zunächst werden in einen Rechner die Faserlängen eingegeben,
die das verarbeitete Fasergut hat. Bei synthetischen Fasern
handelt es sich um einen Rechteckstapel, so daß die Stapel
länge in einfacher Weise von diesem Rechteckstapel abge
leitet wird. Bei Baumwolle haben die Fasern sehr unter
schiedliche Längen. Es handelt sich um einen sogenannten
Dreieckstapel. Hier erfolgt eine Eingabe des Mittelstapels.
Dieser Mittelstapel entspricht der tatsächlichen Faserlänge
zwar nur im Mittel, bei genügend großer Versuchsanzahl ist
er jedoch repräsentativ für die Faserlänge. Mit einer
optischen Meßeinrichtung wird nun die horizontale Länge der
Faser, wie sie sich im Bild darstellt, gemessen. Dies
erfolgt zweckmäßigerweise mit einer sogenannten Klassenmaske
entsprechend den Meßklassen, wie sie schon von der visuellen
Methode bekannt sind. Die Anzahl der Meßklassen kann ver
größert und damit auch die Messung verfeinert werden. Diese
optisch aufgenommenen Signale werden dann entsprechend den
Klassenmasken in die entsprechenden Meßklassen eingeordnet.
Desweiteren ermittelt der Rechner die Anzahl in den
einzelnen Meßklassen, aus welchen er dann - wie oben bereits
beschrieben - einen Durchschnittskoeffizienten ermittelt als
Maß für die Faserparallelität.
Bei dem beschriebenen Verfahren ist es auch möglich, die mit
der Klassenmaske festgestellte Längenklasse jeweils direkt
mit dem vorgegebenen Stapel als Gesamtfaserlänge ins
Verhältnis zu setzen und somit für jede einzelne Probe den
Streckungsgrad zu ermitteln und dann aus der Summe der
Streckungsgrade der einzelnen Proben den durchschnittlichen
Streckungsgrad für das Garn zu errechnen.
Gemäß einem anderen Verfahren wird die genaue Länge der
Faser aus dem dreidimensionalen Bild aufgenommen. Dies wird
ermöglicht, da die Faser in zwei Ebenen dargestellt ist.
Sodann wird, ähnlich wie bei dem vorbeschriebenen Verfahren,
die gerade Entfernung zwischen Anfang und Ende der
abgebildeten Faser ermittelt, wobei dies nicht nur mit einer
Klassenmaske, sondern maßgenau erfolgt. Der Rechner
ermittelt aus diesen beiden Werten (tatsächliche genaue
Länge der Faser und geradlinige Entfernung zwischen Anfang
und Ender der Faser) den Streckungsgrad in jedem einzelnen
Fall. Durch die Aufsummierung der einzelnen Streckungsgrade
wird dann ein Durchschnittsstreckungsgrad ermittelt wie oben
bereits beschrieben. Auf diese Weise läßt sich automatisch
mit dem erfindungsgemäßen Garnstrukturmeßgerät die
Garnstruktur von Fasergarnen, insbesondere Baumwollfaser
garnen, auf einfache und rationelle Weise ermitteln.
Erfindungsgemäß werden die beiden Ansichten des Garnes in
zwei senkrecht aufeinanderstehenden Ebenen also nicht nur
durch den Augenschein beurteilt; bevorzugt ist vielmehr eine
automatische Auswertung der Beobachtungsergebnisse, wie sie
vorstehend angegeben ist. Hierbei geht man davon aus, daß
den beigemischten gefärbten Fasern eine ganz bestimmte Länge
gegeben werden kann und vorzugsweise auch gegeben wird,
woraus dann die Lage und Orientierung der Fasern im fertigen
Garn abgeleitet werden kann. Es können beispielsweise
insbesondere fünf verschiedene Klassen von Fasern
(Faserkoeffizient KF) unterschieden werden wie folgt:
K1: im wesentlichen gestreckt (Faserkoeffizient
KF1 = 0,89)
K2: ein Ende der Faser liegt doppelt (Faserkoeffizient KF2 = 0,63)
K3: Faser liegt doppelt (Faserkoeffizient KF3 = 0,35)
K4: die Faser liegt mehrfach (Faserkoeffizient KF4 = 0,12)
K5: Mehrfachlagen und Umwindungen (Faserkoeffizient KF5 = 0,05).
K2: ein Ende der Faser liegt doppelt (Faserkoeffizient KF2 = 0,63)
K3: Faser liegt doppelt (Faserkoeffizient KF3 = 0,35)
K4: die Faser liegt mehrfach (Faserkoeffizient KF4 = 0,12)
K5: Mehrfachlagen und Umwindungen (Faserkoeffizient KF5 = 0,05).
Hieraus läßt sich die Parallelität der Fasern im Garn nach
der folgenden Formel berechnen:
wobei
KF der mittlere Faserkoeffizient und
n₁, n₂, . . . die Fasermenge in den Klassen K1, K2 usw. bedeutet.
KF der mittlere Faserkoeffizient und
n₁, n₂, . . . die Fasermenge in den Klassen K1, K2 usw. bedeutet.
Die Meßergebnisse können in einen angeschlossenen Rechner
eingegeben werden, wo dann die nach den vorstehenden Formeln
sich ergebende Auswertung automatisch durchgeführt wird.
Hierzu ist es lediglich erforderlich, daß in den Rechner die
entsprechend gemessenen Fasermengen eingegeben werden, da er
aus diesen dann unter Berücksichtigung der bekannten Festig
keit der Fasern die Garnfestigkeit errechnen kann.
Die Erfindung wird im folgenden beispielsweise anhand der
Zeichnung beschrieben; in dieser zeigt:
Fig. 1 eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen
optischen Garnstruktur-Prüfgerätes und
Fig. 2 eine entsprechende Ansicht einer weiteren Ausfüh
rungsform.
Nach Fig. 1 erzeugt eine Lampe 26 mittels eines Hohlspiegels
27 und eines Kondensorsystems 28 ein Parallellichtbündel 29,
welches auf die ebene Frontfläche 30 eines speziellen Strahl
teilungsprismas 31 auftrifft. Innerhalb des Strahlteilungs
prismas 31 befindet sich eine um 45° zur Richtung des Paral
lellichtbündels 29 geneigte Teilerspiegelfläche 32, an der
50% des Lichtbündels 29 um 90° zu einer ebenen Seitenfläche
33 abgelenkt werden, um an der Seitenfläche 33 erneut um 90°
zu einer ersten Lichtaustrittsfläche 34 umgelenkt zu werden,
welche senkrecht zur Richtung des Parallellichtbündels 29
verläuft.
Die anderen 50% des Lichtbündels 29 gehen durch die Teiler
spiegelfläche 32 hindurch, um auf eine weitere, parallel zur
Seitenfläche 33 verlaufende ebene Seitenfläche 35 auf zutref
fen, an der das Lichtbündel um 90° zu einer weiteren Licht
austrittsfläche 36 umgelenkt wird, die mit der Lichtaus
trittsfläche 34 einen rechten Winkel einschließt.
Auf diese Weise wird eine Beleuchtungseinrichtung 13 mit
zwei senkrecht aufeinanderstehenden Lichtbündeln 20, 21
geschaffen, die sich in einem Kreuzungsbereich überlagern,
in dem eine Küvette 11 mit einem darin befindlichen, gerad
linig gespannten und sich senkrecht zur Zeichnungsebene
erstreckenden Garn 12 angeordnet ist.
In Strahlrichtung gesehen hinter dem Strahlteilungsprisma 31
und der Küvette 11 sowie in Verlängerung der Lichtbündel 20,
21 befindet sich eine Beobachtungsvorrichtung 14, die im
Strahlengang nebeneinander symmetrisch zur Teilerspiegel
fläche 32 ausgebildete Strahlumlenkprismen 38, 39 aufweist,
welche die auf ihre unter einem Winkel von 90° zueinander
und senkrecht zu den Lichtbündeln 20, 21 verlaufenden ebenen
Lichteintrittsflächen 40, 41 auftreffenden Lichtbündel 20,
21 so umlenken, daß sie parallel zueinander aus ebenen
Lichtaustrittsflächen 42, 43 austreten, die unter 45° zu den
Lichteintrittsflächen 40, 41 verlaufen und miteinander
ausgerichtet sind.
Unmittelbar hinter den Lichtaustrittsflächen 42, 43 ist eine
hochauflösende 3-CCD-Videokamera 17 mit einer Makro-Objektiv
anordnung 16 vorgesehen, welche über ein Kabel 44 mit einem
hochauflösenden Videomonitor 18 verbunden ist. An den Video
monitor 18 ist über ein Kabel 46 ein Videobild-Drucker 45
angeschlossen.
Die Strahlumlenkprismen 38, 39 und die Videokamera 17 bilden
eine Beobachtungsvorrichtung 14.
Die Küvette 11 mit quadratischem Querschnitt ist also in
einem im wesentlichen einen quadratischen Querschnitt auf
weisenden Raum angeordnet, der durch die Lichtaustritts
flächen 34, 36 des Strahlteilungsprismas 31 und die
Lichteintrittsflächen 40, 41 der Strahlumlenkprismen 38, 39
begrenzt wird. Die Küvette 11 weist transparente ebene
Seitenwände auf, die parallel zu den Lichtaustrittsflächen
34 bzw. 36 bzw. den Lichteintrittsflächen 40 bzw. 41
verlaufen.
Zwischen den Lichtaustrittsflächen 34, 36 des Strahlteilungs
prismas 31 und den diesen parallel mit Abstand gegenüber
liegenden Lichteintrittsflächen 22′, 23′ der Küvette 11 sind
erfindungsgemäß Mattscheiben 22, 23 angeordnet.
Die Küvette 11 enthält außer dem sich senkrecht zur Zeich
nungsebene erstreckenden, gerade gespannten Baumwollgarn 12
eine Immersionsflüssigkeit 15. Bevorzugt befindet sich das
Garn in der Mittelachse der einen Zylinder mit quadratischem
Querschnitt bildenden Küvette 11. Die Einführung und die
Halterung des Garnes 12 innerhalb der Küvette 11 erfolgen in
der gleichen Weise, wie das in Textiltechnik 24 (1974) 3,
Seite 169, beschrieben ist.
Die in der Küvette 11 befindliche Immersionsflüssigkeit 15
ist im Fall von Baumwollgarn eine Mischung von Methylsali
cylat und cis-Methylcinnamat mit einem Brechungsindex im
Bereich von 1,5428 bis 1,552.
Die Funktion des beschriebenen optischen Garnstruktur-Prüf
gerätes ist wie folgt:
Bis zu den Lichtaustrittsflächen 34, 36 des Strahlteilungs prismas 31 ist das in zwei senkrecht aufeinanderstehende Lichtbündel 20, 21 unterteilte Licht scharf gebündelt, so daß bis zu diesen Flächen eine hohe Lichtstärke erzielt wird.
Bis zu den Lichtaustrittsflächen 34, 36 des Strahlteilungs prismas 31 ist das in zwei senkrecht aufeinanderstehende Lichtbündel 20, 21 unterteilte Licht scharf gebündelt, so daß bis zu diesen Flächen eine hohe Lichtstärke erzielt wird.
An den Mattscheiben 22, 23 findet eine starke Lichtstreuung
statt, die gewährleistet, daß das in der Küvette 11 befind
liche Garn 12 nicht nur aus der Richtung der Lichtbündel 20,
21, sondern aus einer Vielzahl von Richtungen von Licht
beaufschlagt wird. Je näher die Mattscheiben 22, 23 sich am
Garn 12 befinden, umso größer wird der Winkelbereich, aus
welchem Licht auf das Garn 12 auftrifft. Sinn geben jedoch
nur solche Streuwinkel, bei denen das unter diesen Streuwin
keln durch das Garn 12 hindurchgetretene Licht noch in die
Lichteintrittsflächen 40, 41 der Strahlumlenkprismen 38, 39
eintritt. Es kommt somit erfindungsgemäß auch darauf an, daß
die Lichteintrittsflächen 40, 41 sich möglichst nahe an den
Lichtaustrittsflächen der Küvette 11 befinden und eine aus
reichende Größe aufweisen. Auch muß der innere Aufbau der
Strahlumlenkprismen 38, 39 den erheblichen Streuwinkeln des
eintretenden Lichts in dem Sinne Rechnung tragen, daß mög
lichst alles eintretende Streulicht aus den Lichtaustritts
flächen 42, 43 austritt.
Wichtig ist weiter, daß die Öffnung der Objektivanordnung 16
der Videokamera 17 ausreichend groß und der Abstand der
Objektivanordnung 16 von den Lichtaustrittsflächen 42, 43
ausreichend gering ist, damit das aus den Lichtaustritts
flächen 42, 43 austretende Streulicht weitgehend vollständig
von der Objektivanordnung 16 erfaßt wird und bei der Bilder
zeugung in der Videokamera 17 mitwirkt.
Auf diese Weise wird auch bei Baumwollfasern eine vollstän
dige und exakte Abbildung der vorzugsweise eingefärbten Ein
zelfasern erzielt.
Während bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 die
gekreuzten Lichtbündel 20, 21 vor dem Eintritt in die Video
kamera 17 optisch wieder parallel zueinander gemacht werden,
werden nach Fig. 2 statt der Strahlumlenkprismen 38, 39 und
einer Videokamera 17 zwei unter einem Winkel von 90° zuein
ander angeordnete hochempfindliche 3-CCD-Videokameras 17, 17′
verwendet, welche das Garn 12 in Richtung der Lichtbündel 20
bzw. 21 beobachten und ebenso ausgebildet und angeordnet
sind, wie die Videokamera 17 nach Fig. 1.
Hierdurch werden statt der in den Strahlumlenkprismen 38, 39
mehrfach geknickten Beobachtungsstrahlengänge nach Fig. 1
geradlinige Beobachtungsstrahlengänge zwischen der Küvette
11 und den Objektiven 16 der Videokamera 17, 17′ geschaffen.
Die Videosignale der beiden Videokameras 17, 17′ werden über
Kabel 44, 44′, einen Videoprozessor 19 und ein Kabel 44′′ an
den Videomonitor 18 geliefert. Im Videoprozessor 19 werden
die beiden Bilder der Videokamera 17′, 17′′ derart verarbei
tet, daß sie auf dem Bildschirm des Monitors 18 neben- oder
untereinander erscheinen.
Bezugszeichenliste
11 Küvette
12 Garn
13 Beleuchtungsvorrichtung
14 Beobachtungsvorrichtung
15 Immersionsflüssigkeit
16 Objektivanordnung
17, 17′, 17′′ Videokamera
18 Videomonitor
19 Videoprozessor
20 Lichtbündel
21 Lichtbündel
22 Mattscheibe
23 Mattscheibe
22′ Lichteintrittswand
23′ Lichteintrittswand
26 Lampe
27 Hohlspiegel
28 Kondensorsystem
29 Parallellichtbündel
30 Frontfläche
31 Strahlteilungsprisma
32 Teilspiegelfläche
33 Seitenfläche
34 Lichtaustrittsfläche
35 Seitenfläche
36 Lichtaustrittsfläche
37 Kreuzungsbereich
38 Strahlumlenkprisma
39 Strahlumlenkprisma
40 Lichteintrittsfläche
41 Lichteintrittsfläche
42 Lichtaustrittsfläche
43 Lichtaustrittsfläche
44 Kabel
45 Videobild-Drucker
46 Kabel
12 Garn
13 Beleuchtungsvorrichtung
14 Beobachtungsvorrichtung
15 Immersionsflüssigkeit
16 Objektivanordnung
17, 17′, 17′′ Videokamera
18 Videomonitor
19 Videoprozessor
20 Lichtbündel
21 Lichtbündel
22 Mattscheibe
23 Mattscheibe
22′ Lichteintrittswand
23′ Lichteintrittswand
26 Lampe
27 Hohlspiegel
28 Kondensorsystem
29 Parallellichtbündel
30 Frontfläche
31 Strahlteilungsprisma
32 Teilspiegelfläche
33 Seitenfläche
34 Lichtaustrittsfläche
35 Seitenfläche
36 Lichtaustrittsfläche
37 Kreuzungsbereich
38 Strahlumlenkprisma
39 Strahlumlenkprisma
40 Lichteintrittsfläche
41 Lichteintrittsfläche
42 Lichtaustrittsfläche
43 Lichtaustrittsfläche
44 Kabel
45 Videobild-Drucker
46 Kabel
Claims (20)
1. Optisches Garnstruktur-Prüfgerät mit einer eine Immer
sionsflüssigkeit enthaltenden, vorzugsweise einen recht
eckigen, insbesondere quadratischen Querschnitt aufwei
senden Küvette (11), in der das zu untersuchende Garn
(12) in einer vorbestimmten Position vorzugsweise in ge
streckter Form angeordnet werden kann, mit einer Beleuch
tungsvorrichtung (13) für das in der Küvette (11) befind
liche Garn (12) und einer optischen Beobachtungsvorrich
tung (14), mit der wenigstens ein vorzugsweise vergrößer
tes Bild des in der Küvette (11) befindlichen Garnes
(12) mittels des vom Garn (12) ausgehenden und durch
lichtdurchlässige Wände der Küvette (11) zur Beobachtungs
vorrichtung (14) gelangenden Lichtes erzeugbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beleuchtungsvorrichtung (13) das Garn (12) mit
Streulicht beleuchtet und die Beobachtungsvorrichtung
(14) wenigstens eine wenigstens einen größeren Bruchteil
des durch das Garn (12) hindurchgegangenen Lichtes erfas
sende Objektivanordnung (16) und wenigstens eine hoch
empfindliche Kamera, insbesondere Videokamera (17, 17′)
mit direkt oder indirekt angeschlossenem hochauflösenden
Monitor (18) aufweist.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Beobachtungsvorrichtung (14) das Garn (12) von zwei
senkrecht aufeinanderstehenden Seiten beobachtet und daß
die Beleuchtungsvorrichtung (13) das Garn (12) vorzugs
weise entsprechend von zwei senkrecht aufeinanderstehen
den Seiten her beleuchtet.
3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden Beobachtungsstrahlengänge optisch zusammengeführt
und zur gleichen Kamera (17) gelenkt sind.
4. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden Beobachtungsstrahlengänge von getrennten Video
kamera (17, 17′) erfaßt werden sowie die Videobilder der
beiden Videokamera (17, 17′) durch einen Videoprozessor
(19) elektronisch zusammengefaßt und auf einem gemein
samen Monitor (18) wiedergegeben werden.
5. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem
in der Richtung, aus der die Beobachtung(en) an der
Küvette (11) erfolgt bzw. erfolgen, vorzugsweise zumin
dest weitgehend parallelisierte Lichtbündel (20, 21) zur
Küvette (11) geschickt werden, dadurch gekennzeichnet,
daß unmittelbar vor der Küvette (11) im Lichtbündel (20,
21) ein lichtstreuendes Element, insbesondere eine Matt
scheibe (22, 23) oder Papier-Mattfolie angeordnet ist.
6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem in der
Richtung, aus der die Beobachtung(en) an der Küvette
(11) erfolgt bzw. erfolgen, vorzugsweise zumindest
weitgehend parallelisierte Lichtbündel (20, 21) zur
Küvette (11) geschickt werden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lichteintrittswände (22′, 23′) der Küvette (11)
selbst lichtstreuend, z. B. als Mattscheibe ausgebildet
sind.
7. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Immersionsflüssigkeit (15) einen
Brechungsindex hat, der dem Brechungsindex des unter
suchten Garnes entspricht.
8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Immersionsflüssigkeit eine Mischung von Methylsalicylat
und cis-Methylcinnamat ist.
9. Gerät nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Immersionsflüssigkeit einen Brechungsindex im
Bereich von 1,5428 bis 1,552 hat, wenn das zu unter
suchende Garn aus Baumwolle besteht.
10. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das zu untersuchende Garn eine
geringe Anzahl gefärbter Fasern enthält.
11. Gerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß in
jedem Querschnitt des Garnes im wesentlichen nur eine
gefärbte Faser vorhanden ist.
12. Gerät nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Dunkelfärbung der gefärbten Fasern Küpen- und/oder
Reaktivfarbstoffe verwendet werden.
13. Vorrichtung zum Feststellen der Struktur eines mit
insbesondere gefärbten Meßfasern versetzten Garnes mit
einem optischen Prüfgerät nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Prüfgerät mit
einem Rechner gekoppelt ist, in welchen der Mittelstapel
der im prüfenden Garn enthaltenen Meßfasern sowie
entsprechende Klassen für vorgegebene Längenbereiche
sowie den diesen Längenbereich entsprechende
Koeffizienten eingebbar sind und welcher so
programmierbar ist, daß er die Anzahl der präparierten
Fasern pro festgelegter Klasse ermittelt und aus den
ermittelten Meßfasern, unter Berücksichtigung der
Mengenverteilung der Meßfasern auf die einzelnen Klassen
und damit auf die einzelnen Koeffizienten, einen
Durchschnittskoeffizient ermittelt.
14. Vorrichtung zum Feststellen der Struktur eines mit
insbesondere gefärbten Meßfasern versetzten Garnes mit
einem optischen Prüfgerät nach einem der Ansprüche 1 bis
12, dadurch gekennzeichnet, daß das Prüfgerät mit einem
Rechner gekoppelt ist, der so programmierbar ist, daß er
von jedem Punkt der Länge der festgestellten Meßfasern
die Position im Raum ermittelt und aus dem Vergleich der
gemessenen Punkte die tatsächliche gestreckte
Gesamtlänge der Meßfasern errechnet, daß er ferner die
Fasererstreckung der Meßfasern längs der Garnachse
ermittelt und ins Verhältnis zu der gestreckten Länge
der Meßfasern setzt, um einen Koeffizienten für die
Längenausnutzung einer jeder Faserlänge zu errechnen,
und daß abschließend aus den erhaltenen Koeffizienten
unter Berücksichtigung der Faserverteilung auf diese
Koeffizienten ein Gesamtkoeffizient für die Faser
längenausnutzung ermittelt wird.
15. Verfahren zum Feststellen der Struktur eines mit
vorzugsweise gefärbten Meßfasern versetzten Garnes, bei
welchem die Meßfasern in festgelegte Klassen, denen
jeweils ein zuvor festgelegter Koeffizient zugeordnet
ist, eingruppiert und pro Klasse mengenmäßig erfaßt
werden, und sodann durch Dividieren der Summe, die aus
der Addition der Produkte der jeweils pro Klasse
gezählten Fasermenge mit dem dieser Klasse jeweils
zugeordneten Koeffizienten gebildet wird, durch die
Gesamtsumme der in allen Klassen insgesamt gezählten
Fasern ein Durchschnittskoeffizient gebildet wird,
insbesondere mit dem Gerät nach einem der vorhergehenden
Ansprüche 1 bis 12 und/oder einer Vorrichtung nach
Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Mittelstapel der im zu überprüfenden Garn enthaltenen
Meßfasern errechnet wird, daß in Abhängigkeit von diesem
Mittelstapel und von den möglichen Faserlängenaus
nutzungen den Längserstreckungen der Fasern im Garn
entsprechende Klassen und ihnen zugeordnete
Koeffizienten festgelegt werden, daß die Meßfasern
entsprechend den Längserstreckungen der Fasern im Garn
in die festgelegten Klassen eingruppiert und sodann
unter Berücksichtigung der pro Klassen festgestellten
Fasermengen und der zuvor festgelegten Koeffizienten der
Durchschnittskoeffizient ermittelt wird.
16. Verfahren zum Feststellen der Struktur eines mit
vorzugsweise gefärbten Meßfasern versetzten Garnes, bei
welchem die Meßfasern in festgelegte Klassen
eingruppiert, denen jeweils ein zuvor festgelegter
Koeffizient zugeordnet ist, und pro Klasse mengenmäßig
erfaßt werden, und sodann durch Dividieren der Summe,
die aus der Addition der Produkte der jeweils pro Klasse
gezählten Fasermenge mit dem dieser Klasse jeweils
zugeordneten Koeffizienten gebildet wird, durch die
Gesamtsumme der in allen Klassen insgesamt gezählten
Fasern ein Durchschnittskoeffizient gebildet wird,
insbesondere mit dem Gerät nach einem der Ansprüche 1
bis 12, und/oder einer Vorrichtung nach Anspruch 13 oder
14, dadurch gekennzeichnet, daß von jedem Punkt der
Länge der festgestellten Meßfasern die Position im Raum
ermittelt wird, daß aus dem Vergleich der gemessenen
Punkte im Raum die gestreckte Länge der Meßfaser
errechnet wird, daß die Fasererstreckung längs der
Garnachse ermittelt wird und ins Verhältnis zu der
gestreckten Länge der Meßfaser gesetzt wird, um einen
Koeffizienten für die Faserlängenausnutzung zu
errechnen, und daß unter Berücksichtigung der Anzahl der
gezählten Meßfasern ein Gesamtkoeffizient für die
Faserlängenausnutzung ermittelt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch
gekennzeichnet, daß der Koeffizient aus dem Verhältnis
gestreckte Länge der Meßfaser zur Fasererstreckung längs
der Garnachse errechnet wird.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Vorbereitung eines zu prüfenden
Garnes Fasermaterial in Flockenform präpariert,
insbesondere gefärbt und sodann in üblicher Weise
hieraus ein Faserband gebildet wird, welches
anschließend unter Zuführung von Faserbändern aus nicht
präparierten Fasern verzogen wird.
19. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 15 bis
18, dadurch gekennzeichnet, daß das aus präparierten,
insbesondere gefärbten Fasern bestehende Faserband unter
Zufügung jeweils aus nicht präparierten Fasern
bestehenden Faserbändern mehrmals, insbesondere zwei bis
drei Mal verzogen wird und anschließend zu einem Garn
versponnen wird in der Weise, daß die präparierten
Fasern so verteilt werden, daß in jedem Querschnitt des
gesponnenen Garnes im wesentlichen jeweils nur eine
derartige, als Meßfaser dienende Faser enthalten ist.
20. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 15 bis
19, dadurch gekennzeichnet, daß das zu prüfende Garn
zwei sich im rechten Winkel kreuzenden Lichtbündeln
ausgesetzt wird, die in unmittelbarer Nähe des zu
prüfenden Garnes in Streulicht umgewandelt werden, um
auf der anderen Seite des zu prüfenden Garnes die
Meßfasern in ihrer Lage sichtbar zu machen und/oder um
digitale Werte zur Auswertung zu erzeugen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934341685 DE4341685A1 (de) | 1993-12-07 | 1993-12-07 | Optisches Garnstruktur-Prüfgerät und Verfahren zum Feststellen der Struktur eines mit Meßfasern versetzten Garnes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934341685 DE4341685A1 (de) | 1993-12-07 | 1993-12-07 | Optisches Garnstruktur-Prüfgerät und Verfahren zum Feststellen der Struktur eines mit Meßfasern versetzten Garnes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4341685A1 true DE4341685A1 (de) | 1995-06-08 |
Family
ID=6504387
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934341685 Withdrawn DE4341685A1 (de) | 1993-12-07 | 1993-12-07 | Optisches Garnstruktur-Prüfgerät und Verfahren zum Feststellen der Struktur eines mit Meßfasern versetzten Garnes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4341685A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1997047959A1 (de) * | 1996-06-12 | 1997-12-18 | Zellweger Luwa Ag | Verfahren zur beurteilung der auswirkungen von garnfehlern auf textile flächengebilde |
| WO1999054532A1 (de) * | 1998-04-22 | 1999-10-28 | Maschinenfabrik Rieter Ag | Verfahren und vorrichtung zum bestimmen von optischen merkmalen von garnen |
| DE19818069A1 (de) * | 1998-04-22 | 1999-10-28 | Rieter Ag Maschf | Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen von optischen Merkmalen von Garnen |
-
1993
- 1993-12-07 DE DE19934341685 patent/DE4341685A1/de not_active Withdrawn
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1997047959A1 (de) * | 1996-06-12 | 1997-12-18 | Zellweger Luwa Ag | Verfahren zur beurteilung der auswirkungen von garnfehlern auf textile flächengebilde |
| US6510734B1 (en) | 1996-06-12 | 2003-01-28 | Zellweger Luwa Ag | Method of assessing the effects of yarn defects on textile fabrics |
| WO1999054532A1 (de) * | 1998-04-22 | 1999-10-28 | Maschinenfabrik Rieter Ag | Verfahren und vorrichtung zum bestimmen von optischen merkmalen von garnen |
| DE19818069A1 (de) * | 1998-04-22 | 1999-10-28 | Rieter Ag Maschf | Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen von optischen Merkmalen von Garnen |
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