DE4340151C1 - Extraktionsvorrichtung - Google Patents
ExtraktionsvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Extraktionsvorrichtung,
insbesondere zum Extrahieren von in Gewebe eingebrachten
Herzschrittmacherelektroden mit Spiralaufbau, mit einem
biegsamen Führungstubus, der an seinem proximalen Ende
mit einem Griffelement verbunden ist und dessen distale
Stirnseite winklig bezüglich der Längsachse des
Führungstubus eine Anschrägung bildend angeordnet ist,
und mit einem in dem Führungstubus geführten Zugdraht,
an dessen distalem Ende ein Klemmelement angeordnet ist,
dessen zum Führungstubus weisende Stirnseite im wesent
lichen komplementär zur distalen Stirnseite des
Führungstubus ausgebildet ist.
Eine derartige Extraktionsvorrichtung wird von der Fa.
William Cook Europe A/S, Bjaeverskov, Dänemark, unter
der Bezeichnung "Extensionshaken" (Bestellnummer EXH-
0.5-70) vertrieben. Diesbezügliche Prospekte wurden am
27. Juni 1992 auf der Tagung "Schrittmacherinfektionen -
Prävention, Diagnostik und Therapie" der Klinik III für
Innere Medizin der Universität zu Köln verteilt. Das
distale Ende des Zugdrahtes ist an seinem distalen Ende
fest mit dem Klemmelement verbunden. Der Außendurch
messer des Klemmelementes entspricht im wesentlichen dem
Außendurchmesser des Führungstubus.
Das proximale Ende des Zugdrahtes steht mit einer Zug
vorrichtung im Eingriff, so daß bei Anlegen einer Zug
kraft auf den Zugdraht das Klemmelement aus seiner
zunächst homoaxialen Anordnung bezüglich des Führungs
tubus in eine bezüglich der Längsachse des Führungstubus
seitlich versetzte Position bewegbar ist. Als Bewegungs
fläche dienen die aneinandergrenzenden, bezüglich ihrer
Anschrägungen im wesentlichen komplementär ausgebildeten
Stirnseiten des Führungstubus und des Klemmelementes.
Durch den Versatz des Klemmelementes in seiner Anordnung
gegenüber dem Führungstubus ist der Außendurchmesser des
Führungstubus im Bereich seiner distalen Anschrägung in
einer Richtung vergrößert, so daß der in eine Elektro
denspirale eingeführte distale Bereich des Führungstubus
in dieser verklemmbar ist. Die Herzschrittmacher
elektrodenspirale ist anschließend herausziehbar.
Damit ein müheloses Einführen des Führungstubus mit dem
Klemmelement in die Elektrodenspirale möglich ist, muß
das Klemmelement homoaxial bezüglich des Führungstubus
angeordnet sein. Der in dem Führungstubus geführte Zug
draht ist daher entsprechend schubsteif ausgebildet.
Aufgrund des sehr geringen Außendurchmessers des
Führungstubus - der Außendurchmesser weist etwa 0,4 mm
auf - ist der Durchmesser des Zugdrahtes, um eine aus
reichende Schubsteifigkeit zu gewährleisten, daher nur
geringfügig kleiner als der Innendurchmesser des
Führungstubus wählbar. Der ausübbare Versatz des Klemm
elementes bezüglich des Führungstubus führt bei dem
bekannten Extraktor zu einer Durchmesservergrößerung in
einer Richtung von etwa 20 Prozent. Der Extraktor eignet
sich daher zum Ziehen von Elektrodenspiralen, deren
Innendurchmesser kleiner als der um 20 Prozent ver
größerte Durchmesser des Führungstubus im Bereich seiner
Anschrägung ist. Zum Erzielen größerer Versätze, was
insbesondere bei nachgiebigen Elektrodenspiralen zur
ausreichenden Verankerung zwingend notwendig ist,
könnten zwar dünnere Zugdrähte Verwendung finden, jedoch
würden diese dann nicht mehr die notwendige Schub
steifigkeit aufweisen.
Eine weitere gattungsgemäße Extraktionsvorrichtung ist
aus der EP 0 368 568 A2 bekannt. Bei dieser Extraktions
vorrichtung ist an dem distalen Ende des Zugdrahtes ein
Spreizkopf vorgesehen, mit dem bei Ausüben einer Zug
kraft ein zwischen dem distalen Ende des Führungstubus
und dem Spreizkopf angeordnetes Spreizelement betätigbar
ist. Das Spreizelement ist aus zwei mit ihren ange
schrägten Seiten aufeinanderliegenden Keilstücken ge
bildet, durch die der Zugdraht durchläuft. Da auch bei
dieser Extraktionsvorrichtung die Durchmesserver
größerung durch die Differenz zwischen dem Außendurch
messer des Führungstubus und dem Innendurchmesser des
Zugdrahtes festgelegt ist, bestehen ähnliche Ein
schränkungen wie bei der erstgenannten Extraktionsvor
richtung.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Extraktionsvorrichtung zu schaffen, deren Zugdraht zur
Gewährleistung eines mühelosen Einbringens in eine
Elektrodenspirale nicht nur ausreichend schubsteif ist,
sondern mit der sogar in nachgiebigen Elektrodenspiralen
eine reibschlüssige Verankerung des distalen Bereichs
der Extraktionsvorrichtung möglich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
ausgehend von dem zum Griffelement weisenden Bereich der
Anschrägung eine der axialen Erstreckung des Führungs
tubus folgende Aussparung vorgesehen ist und daß die
axiale Erstreckung der distalen Anschrägung des
Führungstubus einem Vielfachen des Außendurchmessers des
Führungstubus entspricht.
Da der Führungstubus ausgehend von dem zum Griffelement
weisenden Bereich der Anschrägung eine der Längser
streckung des Führungstubus folgende Aussparung auf
weist, ist die Bewegbarkeit des Klemmelementes durch den
Zugdraht nicht auf eine auf der Anschrägung befindliche
Teilstrecke beschränkt, sondern es ist nunmehr auch
möglich, das Klemmelement seitlich neben dem Führungs
tubus zu plazieren. Da das Klemmelement im wesentlichen
denselben Außendurchmesser wie der Führungstubus auf
weist, ist der Durchmesser des Führungstubus im Bereich
der Anschrägung des Führungstubus nahezu verdoppelbar
und somit auch in sehr nachgiebigen Elektrodenspiralen
einsetzbar.
Da darüber hinaus die Anschrägung der distalen Stirn
seite des Führungstubus mit der Längsachse desselben
einen flachen Winkel bildet, ist gewährleistet, daß eine
relativ große Kontaktfläche geschaffen ist, über die ein
Reibschluß zwischen dem Klemmelement bzw. dem Führungs
tubus und der Innenseite der Elektrodenspirale herstell
bar ist. Auch in steifen Elektrodenspiralen ist somit
eine wirksame Verankerung des Führungstubus in der
Elektrodenspirale möglich.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel entspricht die
Weite der Aussparung im wesentlichen dem Durchmesser des
Zugdrahtes. Dabei ist die Längserstreckung der Aus
sparung ausreichend lang bemessen, damit in Abhängigkeit
von der Biegesteifigkeit des Zugdrahtes das Klemmelement
seitlich neben den Führungstubus gebracht werden kann.
Die Anschrägung des Führungstubus weist mit der Längs
achse desselben einen Winkel zwischen 3 und 30 Grad auf,
wobei Winkel zwischen 5 und 10 Grad bevorzugt sind.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist das Klemm
element ein Abschnitt des Führungstubus. Das Klemm
element weist ausgehend von dem vom Führungstubus weg
weisenden Bereich der Anschrägung ebenfalls eine der
axialen Erstreckung des Klemmelementes folgende Aus
sparung auf.
In einer Weiterbildung der Extraktionsvorrichtung ist
zwischen dem Klemmelement und dem Führungstubus ein
tubusförmiges Zwischensegment vorgesehen, dessen Außen-
und Innendurchmesser im wesentlichen dem Außen- und
Innendurchmesser des Führungstubus bzw. des Klemmelemen
tes entsprechen, wobei die Stirnseiten komplementär zu
den angrenzenden Stirnseiten des Führungstubus bzw. des
Klemmelementes ausgestaltet sind. Dabei sind die An
schrägungen des Zwischensegmentes gleichsinnig orien
tiert. Mit einer derartigen Extraktionsvorrichtung ist
es möglich, den größten Außendurchmesser im Bereich der
distalen Anschrägung des Führungstubus in etwa zu ver
dreifachen. Dies hat den Vorteil, daß mit einer einzigen
Extraktionsvorrichtung Elektroden mit sehr unterschied
lichen Spiraldurchmessern ziehbar sind.
Weiterbildungen sowie weitere Anwendungsbeispiele der
Erfindung sind in den Unteransprüchen sowie der nach
folgenden Beschreibung unter Bezug auf die Figuren be
schrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine zum Teil im Schnitt dargestellte Ansicht
einer Extraktionsvorrichtung mit einem Klemm
element;
Fig. 2 das in eine Elektrodenspirale eingeführte
distale Ende der Extraktionsvorrichtung der Fig.
1 zum Teil im Längsschnitt dargestellt;
Fig. 3 der in der Elektrodenspirale der Fig. 2 ver
ankerte distale Abschnitt der Extraktions
vorrichtung;
Fig. 4 die Extraktionsvorrichtung der Fig. 1 in einem
Längsschnitt mit dem um den maximalen Versatz
betrag versetzten Klemmelement;
Fig. 5 eine weitere Extraktionsvorrichtung mit einem
zwischen dem Klemmelement und dem Führungstubus
befindlichen Zwischensegment.
Fig. 1 zeigt eine Extraktionsvorrichtung 1. Die Extrak
tionsvorrichtung 1 besteht im wesentlichen aus einem
Führungstubus 2, an dessen distalem Ende ein Klemmelement
3 und an dessen proximalem Ende ein Griffelement 4
angeordnet ist. In dem Führungstubus 2 ist ein Zugdraht
5 geführt, dessen distales Ende mit dem Klemmelement 3
verbunden ist. Mit seinem proximalen Ende steht der
Zugdraht 5 mit einer Spannvorrichtung 6 im Eingriff.
Das Griffelement 4 besteht im wesentlich aus einer
zylinderförmigen Hülse 7, dessen äußere Oberfläche zur
Erhöhung der Griffigkeit gerändelt ist. Ausgehend von
der proximalen Stirnseite 8 der Hülse 7 ist in die Hülse
7 ein Zugelement 9 einschraubbar. Das Zugelement 9 steht
an seinem zum Führungstubus 2 weisenden Ende mit dem
Zugdraht 5 im Eingriff. Im proximalen Bereich des Zug
elementes 9 ist eine Bohrung 10 vorgesehen, in die eine
Öse 11 einer Zugvorrichtung einsetzbar ist. Auf dem aus
der Hülse 7 herausragenden Gewindeabschnitt 12 des
Zugelementes 9 ist eine Spannmutter 13 angeordnet. Die
äußere Oberfläche der Spannmutter 13 ist ebenfalls ge
rändelt. Gegen die Stirnseite 8 der Hülse 7 geschraubt
dient die Spannmutter 13 zum Fixieren des Zugelementes 9
in der Hülse 7.
Fig. 2 zeigt den in eine Elektrodenspirale 14 eines
Herzschrittmachers eingeführten distalen Bereich der
Extraktionsvorrichtung 1. Die Elektrodenspirale 14 ist
von einer Elektrodenisolierung 14′ umgeben. Zur Ver
anschaulichung des Aufbaus des distalen Bereiches des
Führungstubus 2 sowie des Klemmelementes 3 sind diese in
Fig. 2 mit geringem Abstand voneinander angeordnet
darstellt. Das Klemmelement 3 ist beim Einführen in die
Elektrodenspirale 14 homoaxial bezüglich des Führungs
tubus 2 angeordnet.
Der Durchmesser des Zugdrahtes 5 entspricht im wesent
lichen dem Innendurchmesser des Führungstubus 2, wobei
jedoch ausreichend Spiel belassen ist, damit die Be
weglichkeit des Zugdrahtes auch bei sehr engen Ver
biegungen des Führungstubus 2 gegeben ist. Der Zugdraht
5 weist darüber hinaus eine ausreichende Schubsteifig
keit auf, damit auch bei größeren Längen des Führungs
tubus 2 ein Einführen in Elektrodenspiralen 14 möglich
ist. Der Führungstubus 2 ist ebenfalls schubsteif ausge
bildet, damit dieser sich nicht bei dem Verklemmvorgang
ziehharmonikaähnlich verformt.
Der Führungstubus 2 weist an seinem distalen Ende eine
Anschrägung 15 auf, die mit der Längsachse des Führungs
tubus 2 einen Winkel von etwa 7 Grad beschreibt. Aus
gehend von dem zum Griffelement 4 weisenden Bereich der
Anschrägung 15 ist in den Führungstubus 2 eine Aus
sparung 16 eingebracht. Die Weite der Aussparung 16
entspricht im wesentlichen dem Durchmesser des Zug
drahtes 5. Die Längserstreckung der Aussparung 16 folgt
der Längsachse des Führungstubus 2.
Das Klemmelement 3 ist an seinem distalen Ende 17 ge
rundet. An seinem proximalen Ende weist das Klemmelement
3 eine Anschrägung 18 auf. Die Anschrägung 18 ist
komplementär zur Anschrägung 15 des Führungstubus 2
ausgebildet, so daß die Anschrägungen 15, 18 bündig
aneinandersetzbar sind. Von dem zum distalen Ende 17 des
Klemmelementes 3 weisenden Bereich der Anschrägung 18
ausgehend ist in das Klemmelement 3 eine der Aussparung
16 entsprechende Aussparung 19 eingebracht.
Der Zugdraht 5, der Führungstubus 2 sowie das Klemm
element 3 sind aus Edelstahllegierungen gefertigt. Der
Zugdraht 5 ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
durch eine Crimpverbindung in dem Klemmelement 3 be
festigt. Ebenso ist zum Verbinden des Zugdrahtes 5 mit
dem Klemmelement 3 eine Laserschweißung vornehmbar.
In einer weiteren Ausgestaltung ist der Führungstubus 3
aus einer Nitinol-Legierung hergestellt. Der Zugdraht 5
sowie das Klemmelement 3 sind dagegen aus Edelstall
gefertigt. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Zug
draht 5 durch Kleben mit dem Klemmelement 3 verbunden.
In noch einer weiteren Ausgestaltung sind sowohl der
Führungstubus 2, das Klemmelement 3 als auch der Zug
draht 5 aus einer Nitinol-Legierung hergestellt.
Wird nun durch Herausschrauben des Zugelementes 9 aus
der Hülse 7 des Griffelementes 4 eine Zugkraft auf den
Zugdraht 5 und somit auf das Klemmelement 3 ausgeübt, so
bewegt sich das Klemmelement 3 entlang der Anschrägung
15 des Führungstubus 2 zum Griffelement 4 hin. Der
flache Winkel, den die Anschrägungen 15, 18 mit der
Längsachse des Führungstubus 2 bzw. der Längsachse des
Klemmelementes beschreiben, gewährleistet, daß das
Klemmelement 3 im wesentlichen parallel zu seiner ur
sprünglich homoaxialen Anordnung mit dem Führungstubus 2
bewegt wird. Nach entsprechender Spreizung des Klemm
elementes 3 bezüglich des Führungstubus 2 liegen, wie in
Fig. 3 gezeigt, sowohl die der Aussparung 16 sowie der
Aussparung 19 diametral gegenüberliegenden Bereiche des
Führungstubus 2 bzw. des Klemmelementes 3 an der Innen
seite der Elektrodenspirale 14 an. Durch weiteres Her
ausschrauben des Zugelementes 9 aus der Hülse 7 wird nun
das Klemmelement 3 mit dem Führungstubus 2 in der Elek
trodenspirale 14 verklemmt, so daß der distale Bereich
der Extraktionsvorrichtung 1 reibschlüssig in der Elek
trodenspirale 14 verankert ist.
Zur Übertragung einer ausreichenden Verklemmkraft zur
Bildung eines Reibschlusses zwischen dem Klemmelement 3
und dem Führungstubus 2 mit der Elektrodenspirale 14
wirkt sich die flachwinklige Anordnung der Anschrägungen
15, 18 günstig aus. Durch die relativ lange axiale
Erstreckung der Anschrägungen 15, 18 sind auch die
Wandbereiche des Klemmelementes 3 und des Führungstubus
2, mit denen ein Reibschluß mit der Elektrodenspirale 14
herstellbar ist, entsprechend groß bemessen, so daß
bereits bei relativ geringen auf das Klemmelement 3
wirkenden Zugkräften eine wirksame Verankerung innerhalb
der Elektrodenspirale 14 gegeben ist.
Nach Aufbringen einer ausreichenden Verankerungskraft
wird die Spannmutter 13 gegen die hintere Stirnseite 8
der Hülse 7 geschraubt, um das Zugelement 9 in der Hülse
7 zu fixieren. Über eine Zugvorrichtung, deren Öse 11 in
die Bohrung 10 des Zugelementes 9 eingesetzt ist, wird
dann eine Zugkraft auf die gesamte Extraktionsvorrich
tung 1 ausgeübt, um die Elektrodenspirale 14 aus dem die
Elektrodenspirale 14 bzw. die Elektrodenisolation 14′
umgebenden Gewebe herauszuziehen.
Da sich das Klemmelement 3 sowie der Führungstubus 2
nicht in der Elektrodenspirale verhaken, ist die Ver
ankerung innerhalb der Elektrodenspirale 14 mühelos
wieder aufhebbar. Ein derartiges Lösen der Verankerung
ist nicht nur nach erfolgreicher Extraktion der Elek
trodenspirale 14 notwendig, sondern insbesondere auch im
eingeführten Zustand, wenn die Elektrodenspirale 14 bzw.
die Elektrodenisolation 14′ bereits so weit mit dem
Gewebe verwachsen ist, daß diese nicht mehr ohne
weiteres herausziehbar sind und das umgebende Gewebe zu
reißen droht.
Fig. 4 zeigt den distalen Bereich der Extraktionsvor
richtung 1 der Fig. 1, bei der das Klemmelement 3 durch
Anlegen einer Zugkraft auf den Zugdraht 5 bis in die den
größten Außendurchmesser des Führungstubus 2 in seinem
distalen Bereich maximal vergrößernde Stellung gebracht
ist. Aus Fig. 4 ist erkennbar, daß in dieser Stellung
der Zugdraht 5 sowohl aus der Aussparung 16 des
Führungstubus 2 als auch aus der Aussparung 19 des
Klemmelementes 3 ausgetreten ist. In dieser Stellung
grenzen die Außenseiten des Führungstubus 2 und des
Klemmelements 3 aneinander.
Fig. 5 zeigt eine weitere Extraktionsvorrichtung 20,
zwischen deren Klemmelement 21 und deren Führungstubus
22 ein Zwischensegment 23 angeordnet ist. Die
Extraktionsvorrichtung 20 weist im übrigen dieselben
Merkmale wie die Extraktionsvorrichtung 1 auf. Der
Außendurchmesser sowie der Innendurchmesser des
Zwischensegmentes 23 entsprechen denen des Führungstubus
22. Der Zugdraht 24 erstreckt sich durch das
Zwischensegment 23 hindurch und ist in dem Klemmelement
21 befestigt.
Die proximale Stirnseite 25 des Zwischensegmentes 23 ist
komplementär zur Anschrägung 26 des Führungstubus 22
ausgebildet. Die distale Stirnseite 27 des Zwischen
segmentes 23 ist komplementär zur Anschrägung 28 des
Klemmelementes 21 ausgebildet. In den Führungstubus 22,
in das Klemmelement 21 sowie in das Zwischensegment 23
sind den Aussparungen 16, 18 der Extraktionsvorrichtung
1 entsprechend Aussparungen 29, 30, 31, 32 eingebracht.
In Abhängigkeit von der Länge des Zwischensegmentes 23
sind mit der Extraktionsvorrichtung 20 unterschiedliche
Ziele erreichbar. Entspricht das Zwischensegment 23 im
wesentlichen der doppelten Länge des Klemmelementes 21,
so daß es relativ kurz ausgebildet ist, dann eignet sich
die Extraktionsvorrichtung 20 insbesondere für einen
Einsatz in verschiedenen im Durchmesser unterschied
lichen Elektrodenspiralen. Die mögliche Verdreifachung
des größten Außendurchmessers im Bereich der Anschrägung
26 des Führungstubus 22 gewährleistet auch einen Einsatz
in relativ großen Elektrodenspiralen.
Ist das Zwischensegment 23 relativ lang ausgebildet,
sind beim Ausüben einer Zugkraft auf den Zugdraht 24
innerhalb einer Elektrodenspirale 14 zwei Verankerungs
bereiche herstellbar. Auf diese Weise ist beispielsweise
bei sehr weichen Elektrodenspiralen ein Reibschluß
herstellbar, ohne daß die Elektrodenspirale 14 unnötig
geweitet wird.
In einem weiteren, nicht dargestellten Ausführungs
beispiel ist anstelle des im Handgriff 4 vorgesehenen
Zugelementes 9 ein Zugelement vorgesehen, daß eine
axiale Ausnehmung aufweist. Mit dieser axialen Aus
nehmung steht ein Keil im Eingriff, bei dessen Ein
schieben das Zugelement aus dem Griffelement 4 heraus
bewegbar ist, so daß somit eine Zugkraft auf den Zug
draht 5, 24 übertragbar ist.
Claims (10)
1. Extraktionsvorrichtung, insbesondere zum Extrahieren
von in Gewebe eingebrachten Herzschrittmacher
elektroden (14) mit Spiralaufbau, mit einem bieg
samen Führungstubus (2, 22), der an seinem proxima
len Ende mit einem Griffelement (4) verbunden ist
und dessen distale Stirnseite (15, 26) winklig
bezüglich der Längsachse des Führungstubus (2, 22)
eine Anschrägung (15, 26) bildend angeordnet ist,
und mit einem in dem Führungstubus (2, 22) geführten
Zugdraht (5, 24), an dessen distalem Ende ein Klemm
element (3, 21) angeordnet ist, dessen zum Führungs
tubus (2, 22) weisende Stirnseite (18, 28) im
wesentlichen komplementär zur distalen Stirnseite
des Führungstubus (2, 22) ausgebildet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß ausgehend von dem zum Griff
element (4) weisenden Bereich der Anschrägung (15,
26) eine der axialen Erstreckung des Führungstubus
(2, 22) folgende Aussparung (16, 29) vorgesehen ist
und daß die axiale Erstreckung der distalen An
schrägung (15, 26) des Führungstubus (2, 22) einem
Vielfachen des Außendurchmessers des Führungstubus
(2, 22) entspricht.
2. Extraktionsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Weite der Aussparung (16,
29) im wesentlichen dem Durchmesser des Zugdrahtes
(5, 24) entspricht.
3. Extraktionsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die distale Anschrägung
(15, 26) des Führungstubus (2, 22) mit der Längs
achse desselben einen Winkel zwischen 3 und 30 Grad
bildet.
4. Extraktionsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die distale Anschrägung (15, 26)
des Führungstubus (2, 22) mit der Längsachse des
selben einen Winkel zwischen 5 und 10 Grad bildet.
5. Extraktionsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser
des Zugdrahtes (5, 24) im wesentlichen dem Innen
durchmesser des Führungstubus (2, 22) entspricht.
6. Extraktionsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmelement
(3, 21) ein Abschnitt des Führungstubus (2, 22) ist.
7. Extraktionsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem Klemmelement (3, 21)
ausgehend von dem zum distalen Ende (17) des Klemm
elementes (3, 21) weisenden Bereich der Anschrägung
(18, 28) eine der in den Führungstubus (2, 22)
eingebrachten Aussparung (15, 29) entsprechende
Aussparung (19, 30) vorgesehen ist.
8. Extraktionsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem
Klemmelement (3, 21) und dem Führungstubus (2, 22)
ein oder mehrere tubusförmige Zwischensegmente (23)
vorgesehen sind, deren Außen- und Innendurchmesser
im wesentlichen dem Außen- und Innendurchmesser des
Führungstubus (2, 22) entsprechen, vorzugsweise
einen Abschnitt des Führungstubus (2, 22) dar
stellen, und deren Stirnseiten (25, 27) komplementär
zu den angrenzenden Stirnseiten (26, 28) des
Führungstubus (22) bzw. des Klemmelementes (21)
ausgestaltet sind.
9. Extraktionsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anschrägungen (25, 27)
gleichsinnig bezüglich der Längsachse des Zwischen
segmentes (23) orientiert sind.
10. Extraktionsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungstubus
(2, 22) aus einer Nitinol-Legierung hergestellt ist
und daß der Zugdraht (5, 24) und das Klemmelement
(3, 21) aus Edelstahl gefertigt sind.
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