[go: up one dir, main page]

DE4236950C1 - Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung und Darstellung von Bildsequenzen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung und Darstellung von Bildsequenzen

Info

Publication number
DE4236950C1
DE4236950C1 DE4236950A DE4236950A DE4236950C1 DE 4236950 C1 DE4236950 C1 DE 4236950C1 DE 4236950 A DE4236950 A DE 4236950A DE 4236950 A DE4236950 A DE 4236950A DE 4236950 C1 DE4236950 C1 DE 4236950C1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
image
film
individual
video camera
images
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE4236950A
Other languages
English (en)
Inventor
Ulrich Dr Solzbach
Meinrad Rombach
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Universitaetsklinikum Freiburg
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE4236950A priority Critical patent/DE4236950C1/de
Priority to PCT/EP1993/002996 priority patent/WO1994010796A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE4236950C1 publication Critical patent/DE4236950C1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04NPICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
    • H04N5/00Details of television systems
    • H04N5/222Studio circuitry; Studio devices; Studio equipment
    • H04N5/253Picture signal generating by scanning motion picture films or slide opaques, e.g. for telecine
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04NPICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
    • H04N23/00Cameras or camera modules comprising electronic image sensors; Control thereof
    • H04N23/60Control of cameras or camera modules
    • H04N23/68Control of cameras or camera modules for stable pick-up of the scene, e.g. compensating for camera body vibrations
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04NPICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
    • H04N23/00Cameras or camera modules comprising electronic image sensors; Control thereof
    • H04N23/60Control of cameras or camera modules
    • H04N23/68Control of cameras or camera modules for stable pick-up of the scene, e.g. compensating for camera body vibrations
    • H04N23/682Vibration or motion blur correction
    • H04N23/683Vibration or motion blur correction performed by a processor, e.g. controlling the readout of an image memory
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04NPICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
    • H04N5/00Details of television systems
    • H04N5/30Transforming light or analogous information into electric information
    • H04N5/32Transforming X-rays
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04NPICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
    • H04N23/00Cameras or camera modules comprising electronic image sensors; Control thereof
    • H04N23/30Cameras or camera modules comprising electronic image sensors; Control thereof for generating image signals from X-rays

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Image Processing (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Bearbeitung und Darstellung von Bildsequenzen zur medizinischen Auswertung von insbesondere angiographischen Details eines Koronarangiographiefilmes, wobei ein projizierter Film von einem positionierbaren Bildsensor, zum Beispiel einer Videokamera aufgenommen wird und wobei eine Bildlagekorrektur von Bild zu Bild vorgenommen wird.
Zum Beispiel bei Koronarangiographiefilmen ist es bekannt, durch Positionieren zum Beispiel einer im Projektionsweg eines (Kino-)Filmprojektors angeordneten Videokamera und durch Zoomen bestimmte Bilddetails aus Einzelbildern des pro­ jezierten Filmes herauszugreifen, um sie dann entsprechend größer betrachten und untersuchen zu können.
Beispielsweise bei Koronarangiographiefilmen mit komplizierten Hin- und Herbewegungen eines zu untersuchenden Koronargefäß- Segmentes sind ruckartige Bewegungen des Auges (Saccaden) zur ausreichenden Erfassung des Objektes in der Region des schärf­ sten Sehens des Auges (Fovea centralis) notwendig. Je schnel­ ler und ungleichmäßiger die Bewegung des Koronarsegmentes ist, desto geringer ist die Zeit, während der das Objekt in der Re­ gion des schärfsten Sehens abgebildet und damit wahrgenommen wird.
Durch die Nachbewegung des Auges wird durch die Verschiebung der Abbildung eines Gegenstandes auf der Netzhaut, zum Bei­ spiel durch die Bewegung des Koronarsegmentes von Bild zu Bild im Koronarangiographiefilm, die Integrationsfähigkeit des Au­ ges stark behindert. Somit ist trotz vergrößerter Darstellung eines bestimmten Bildbereiches keine wesentliche Verbesserung der visuellen Wahrnehmbarkeit vorhanden.
Zur Bildlagekorrektur, das heißt zum Positionieren von Einzelbildern eines Filmes sind aus DE 41 15 385 A1 sowie aus GB 2 187 913 A bereits Verfahren bekannt, um einen Bildstandsfehler zu messen und somit die Lageverschiebung der einzelnen Bilder eines Filmes relativ zueinander beziehungsweise zu einer Referenzlage zu erfassen.
Aus der DE 37 36 790 A1 ist darüber hinaus auch schon ein Verfahren bekannt, mit dem Bildstandsfehler korrigiert werden können. Alle diese Verfahren haben zum Ziel, die Einzelbilder insgesamt nach einer vorgenommenen Lagekorrektur in eine exakt gleiche Position zu bringen und damit Bildstandsfehler zu vermeiden. Eine Verbesserung bei der Betrachtung von sich innerhalb des Bildes bewegenden Bilddetails ist damit jedoch nicht möglich.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, womit das Erstellen einer Bild­ sequenz vorgenommen werden kann, bei der interessierende Bild­ details wesentlich besser erkannt bzw. visuell wahrgenommen werden können. Dabei soll die Möglichkeit einer praktisch automatisch ablaufenden Nachbearbeitung eines vorhandenen Filmes vorhanden sein.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht insbesondere in den Merkmalen des Patentanspruches 1.
Anders als bei der Korrektur von Bildstandsfehlern, wo das gesamte Einzelbild in Bezug auf seine äußere Lage positioniert wird, wird gemäß der Erfindung als Bezug das genau zu betrachtende Bilddetail verwendet. Die Lagekorrektur erfolgt hierbei in einem Maße und einer Richtung, die der Bewegung des Bilddetails entspricht. Daraus resultiert ein Stillstand des zu betrachtenden Bilddetails, so daß in der Sequenz betrachtet, eine wesentlich bessere Auswertung ermöglicht ist.
Untersuchungen haben gezeigt, daß bei rascher Aufeinanderfolge der Einzelbilder zum Beispiel mit einer Bildwiedergabefrequenz von 25 Bildern pro Sekunde Bilddetails wesentlich besser wahr­ genommen werden als in stillstehenden Einzelbildern. Es wird hierbei die Integrationsfähigkeit des Auges ausgenützt. Das menschliche Auge vermag in einer bewegten Bildsequenz aufgrund zeitlicher Integration von aufeinanderfolgenden Bildern Struk­ turen wahrzunehmen, die in den Einzelbildern vom Rauschen überdeckt werden. Diese visuelle "Nachbearbeitung" einer Bild­ sequenz liefert daher letztlich eine höhere Auflösung von Strukturen in einer bewegten Szene durch Reduktion des Quan­ tenrauschens. Dem menschlichen Auge sind jedoch für diese visuelle Nachbearbeitung bei Bewegungen deutliche Grenzen ge­ setzt, wenn das interessierende Objekt während der Bewegung an verschiedenen Stellen der Netzhaut abgebildet wird.
Dieses physiologische Phänomen läßt sich durch zeitliche Ei­ genschaften der Blickbewegungen und der Signalverarbeitung des Auges erklären. Beim Umherblicken bewegen sich die Algen in raschen Rucken, sogenannten Saccaden, von einem Fixationspunkt zum nächsten. Die Dauer dieser Saccaden schwankt zwischen 10 Millisekunden und etwa 80 Millisekunden. Zwischen den Saccaden treten längere Fixationsperioden von etwa 0,15 bis etwa 2 Se­ kunden auf. Die Länge dieser Fixationsperioden hängt von der Größe des fixierten Objektes, den Beleuchtungsbedingungen, der Struktur in der Umgebung des Objektes und der momentanen Auf­ merksamkeitslage ab. Während dieser Fixationsperioden ist das Auge vor allem in der Region des schärfsten Sehens (Fovea cen­ tralis) in der Lage, die auf die Netzhaut projizierte Bildin­ formation zeitlich zu integrieren. Die Integrationszeit kann bei unbewegten Objekten bis zu einer Sekunde betragen. Daher zeigen morphologische, zum Beispiel angiographische Details, die während der gesamten Fixationsperiode auf die Fovea cen­ tralis abgebildet werden, in der zeitlichen Abfolge des Kino­ filmes einen kleineren relativen Rauschpegel und werden aus diesem Grund vom Betrachter bei rascher Aufeinanderfolge der Bilder besser wahrgenommen als im stillstehenden Einzelbild.
Beispielsweise wird bei einer Bildwiedergabefrequenz von 25 Bildern pro Sekunde und einer Fixationsperiode von 0,15 Sekun­ den vom Auge über 0,15×25 = 3 bis 4 Bilder integriert. Da­ durch reduziert sich der relative Rauschpegel um 40% bis 50%.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren können die Einzelbilder durch eine Bildaufnahmevorrichtung, zum Beispiel durch eine Videokamera elektronisch erfaßt und auf einem nachgeschalteten Bildrechner digitalisiert werden. Mit Hilfe der digitalen Bildverarbeitung werden dann die Bild zu Bild-Verschiebungen eines ausgewählten Bildbereiches berechnet. Aufgrund dieser berechneten Verschiebung zum Beispiel eines Gefäßsegmentes kann eine Zentrierung dieses Ausschnittdetails auf eine Stelle vorgenommen werden, so daß dann eine Wiedergabe des Aus­ schnittdetails stillstehend bei bewegtem Hintergrund möglich ist. Damit können auch noch kleine Bilddetails durch Ausnüt­ zung der Integrationsfähigkeit des Auges gut erkannt und beur­ teilt werden.
Das durch die berechnete Verschiebung des interessierenden, einzelnen Bilddetails erhaltene, jeweilige Korrektursignal kann nach einer Ausgestaltung der Erfindung zum Verschieben der voneinander im ausgewählten Bildbereich abweichenden, zum Beispiel digitalisierten beziehungsweise digitalen Bildsignale verwendet werden.
Das Ergebnis ist dann eine Bildsequenz mit Einzelbildern, bei denen das zu betrachtende Bilddetail wegen der Lagekorrektur von Bild zu Bild für den Betrachter stillsteht.
Nach einer anderen Ausführungsform ist vorgesehen, daß das Korrektursignal zum mechanischen Nachführen des Bildsensors verwendet wird.
In diesem Falle können die Lage-Korrektursignale zur automati­ schen Nachführung, zum Beispiel einer Videokamera, verwendet werden. Der Zeitaufwand zum Erstellen einer Bildsequenz kann dabei erheblich gegenüber dem manuellen Nachstellen reduziert und vereinfacht werden.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der ausgewählte Bildbereich in positionskorrigierter Form in bis zu 10fach vergrößertem Bildformat wiedergegeben wird.
Dadurch lassen sich auch noch sehr kleine Details gut erkennen und beurteilen. Solche Details können zum Beispiel Steno­ seoberflächen, Dissektionen oder Thromben im Gefäß sein. Ins­ besondere läßt sich durch die Vergrößerung die hohe Auflösung des Kinofilmes optimal ausnutzen.
Für eine längere und genaue Betrachtung von Bilddetails ist vorgesehen, daß die lagekorrigierten Bildbereiche vorzugsweise in einem Schleifendurchlauf wiedergegeben werden. Die Bildse­ quenz kann dadurch praktisch beliebig lange kontinuierlich be­ trachtet werden. Gerade wenn nur wenige Einzelbilder zur Ver­ fügung stehen, ist dies besonders vorteilhaft.
Die auswählbaren Bildbereiche können beispielsweise durch Bildanalyseverfahren, zum Beispiel Mustererkennungsalgorithmen in ihrer Position innerhalb des Gesamtbildes erfaßt und mit der Position dieses Bildbereiches beziehungsweise dem darin enthaltenen Bilddetail eines anderen Einzelbildes verglichen werden. Mit solchen Bildanalyseverfahren ist das Erkennen von zuvor markierten Bilddetails gut durchführbar.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist vorgesehen, daß der Bildaufnahmevorrichtung ein Speicher zum Speichern der Bildsignale wenigstens zweier Ein­ zelbilder und eine Vergleichseinrichtung zur Muster- oder Mar­ kierungserkennung von innerhalb der Einzelbilder befindlichen, auswählbaren Bildbereichen oder vornehmbaren Markierungen nachgeschaltet sind, daß die Vergleichseinrichtung entweder eine Steuerverbindung zu dem Speicher zur Übertragung von in der Vergleichseinrichtung gebildeten Korrektursignalen oder zu motorischen Positionierantrieben der Bildaufnahmevorrichtung aufweist.
Bei vergleichsweise geringem Aufwand ist damit die Möglichkeit zur automatischen Bearbeitung von Filmsequenzen mit Lagekor­ rektur von Bilddetails möglich.
Zweckmäßigerweise ist vorgesehen, daß die Bildaufnahmevorrich­ tung eine Videokamera ist und daß diese ein Wechsel- oder Zoomobjektiv aufweist. Es kann damit auf handelsübliche Bau­ gruppen zurückgegriffen werden, durch die der Gesamtaufwand kleingehalten werden kann. Durch Verwendung von Wechsel- oder Zoomobjektiven ist eine exakte Anpassung an die jeweiligen Ge­ gebenheiten bezüglich des zur Verfügung stehenden Filmes mög­ lich.
Nachstehend ist die Erfindung mit ihren wesentlichen Einzel­ heiten anhand der Zeichnung noch näher erläutert.
Es zeigt in stärker schematisierter Form Fig. 1 ein Blockfunktionsdiagramm einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit mechanisch positionierbarer Videoka­ mera und
Fig. 2 ein Blockfunktions-Diagramm mit elektronischer Bild­ lagekorrektur.
Die Vorrichtung 1 gemäß Fig. 1 dient zur Bearbeitung und Dar­ stellung von Bildsequenzen, wobei die von einem Filmprojektor 2 gelieferten Bilder so bearbeitet werden, daß in bestimmten, auswählbaren Bildbereichen enthaltene Bilddetails, die sich beim Wiedergeben des Filmes bewegen, nach der Bearbeitung stillstehend wiedergegeben werden können. Dadurch kann die In­ tegrationsfähigkeit des menschlichen Auges ausgenützt werden und es sind so auch kleine Bilddetails noch gut erkennbar und auswertbar. Insbesondere in der Angiographie können so kleine angiographische Details, wie Stenosenoberflächen, Dissektionen oder Thromben im Gefäß noch gut erkannt und beurteilt werden. Der Filmprojektor 2 liefert von einem ersten Einzelbild Bild­ daten zu einer Videokamera 3. Dies erfolgt, indem die Videoka­ mera 3 im Projektionsweg des Filmprojektors 2 angeordnet ist. Die Videokamera 3 ist mit einem zu einem Rechner 4 gehörenden Analog/Digital-Wandler 5 über eine Leitung 22 verbunden, der die digitalisierten Bilddaten eines ersten Einzelbildes einer Markiereinrichtung 6 zuführt. In dieser Markiereinrichtung 6 wird der interessierende Bereich beziehungsweise das entspre­ chende Bilddetail markiert und dieses markierte Bild in einem Referenz-Zwischenspeicher 7 gespeichert. Das Markieren des Bilddetails kann auf einem Bildschirm 8 kontrolliert werden. Sind die Bilddaten des ersten Einzelbildes im Zwischenspeicher 7 abgespeichert, so wird ein Steuersignal an die Steuerung 9 gegeben und über eine Steuerdaten-Verbindung 17 wird der Film­ projektor 2 auf ein nächstes Einzelbild weitergeschaltet. Die Bilddaten dieses nächsten Einzelbildes gelangen dann wieder über die Videokamera 3 und den Analog/Digital-Wandler 5 entwe­ der zu der Markiereinrichtung 6 oder aber direkt zu einer Vergleichseinrichtung 10. Werden die Bilddaten des zweiten Einzelbildes der Markiereinrichtung 6 zugeführt, so kann dort die vom vorhergehenden Bild abgespeicherte Markierung des in­ teressierenden Bilddetails übernommen werden. In der Ver­ gleichseinrichtung 10 werden dann die im Referenzbild-Zwi­ schenspeicher 7 enthaltenen Bilddaten mit denen des nächsten Einzelbildes verglichen. Ergeben sich bezüglich der Lage des markierten Bilddetails Abweichungen, so wird am Ausgang 11 der Vergleichseinrichtung 10 ein Korrektursignal ausgegeben. Es besteht auch die Möglichkeit, daß die Bilddaten des zweiten Einzelbildes direkt vom Analog/Digital-Wandler 5 der Ver­ gleichseinrichtung 10 zugeführt werden und mit den Referenz­ bild-Daten verglichen werden. Der Rechenaufwand ist in diesem Falle größer.
Zum Erfassen der Position der auswählbaren Bildbereiche und zum Vergleichen von Bildern auf Lageabweichungen bestimmter Bilddetails werden Bildanalyseverfahren, beispielsweise Mu­ stererkennungsalgorithmen eingesetzt.
Der Ausgang 11 der Vergleichseinrichtung 10 ist mit motori­ schen Positionsantrieben 12 verbunden, die ihrerseits mecha­ nisch mit der Videokammera 3 verbunden sind. Die Videokamera ist in einer quer zur Projektionseinrichtung des Filmprojektors 2 liegenden Ebene positionierbar. Wird nun von der Vergleichs­ einrichtung 10 ein Lage-Korrektursignal geliefert, so wird die Videokamera in ihrer Position entsprechend verstellt, bis das markierte Bilddetail des zweiten Einzelbildes deckungsgleich mit dem Bilddetail des ersten Referenz-Bildes positioniert ist.
Mit der Videokamera ist noch eine Positionsrückmeldung 13 ver­ bunden, die ihrerseits mit der Vergleichseinrichtung 10 ver­ bunden ist, so daß hier ein Lageregelkreis gebildet ist. Bedarfsweise kann der ausgewählte Bildbereich, der das inter­ essierende Bilddetail enthält, in positionskorrigierter Form noch vergrößert werden, was im einfachsten Falle durch eine Veränderung des Abstandes der Videokamera 3 zum Filmprojektor 2 oder das Verstellen eines Zoom-Objektes vorgenommen werden kann. Ein entsprechender Positionierantrieb 12a ist dazu mit einer Vergrößerungseinrichtung 14 zum Ansteuern dieses Antrie­ bes verbunden.
Die Videokamera 3 ist über die Leitung 23 auch mit einem Videorecorder 15 verbunden, auf dem die Bilddaten des ersten Bildes und danach die Bilddaten des lagekorrigierten zweiten Einzelbildes abgespeichert wurden.
Nach dem Abspeichern des zweiten Bildes wird über die Steuer­ daten-Verbindung 16 die Steuerung 9 freigegeben, um über die Verbindung 17 den Filmprojektor 2 auf ein nächstes Einzelbild weiterzuschalten. Es wiederholt sich dann der Ablauf wie bei dem zweiten Einzelbild beschrieben, wobei dann entweder das erste Einzelbild im Referenzbild-Zwischenspeicher 7 enthalten bleibt und auch als Referenzbild für die weiteren Einzelbilder dient oder aber es ist bevorzugt vorgesehen, daß der Referenz­ bild-Zwischenspeicher 7 jeweils vom nächsten Bild überschrie­ ben wird. Dies bedeutet, daß für ein drittes Einzelbild das zweite Einzelbild als Referenzbild dient. Es können so bei­ spielsweise für eine Bildsequenz hundert Einzelbilder bearbei­ tet und bezüglich des markierten Bilddetails lagekorrigiert werden.
Außer dem zu Beginn der Bearbeitung erforderlichen markieren des interessierenden Bilddetails ist kein manueller Eingriff notwendig, so daß die Bearbeitung des Filmabschnittes Bild für Bild automatisch abläuft.
Das Ergebnis ist eine beispielsweise aus hundert Einzelbildern bestehende Bildsequenz, bei der die Bewegungsstrukturen prak­ tisch umgekehrt wurden. Dies bedeutet, daß das interessierende Bilddetail, zum Beispiel ein Koronargefäßsegment für den Be­ trachter stillsteht und der sonst im wesentlichen stillste­ hende Hintergrund sich bewegt. Das Auge kann sich so auf das stillstehende Bilddetail konzentrieren, wobei die Integrationsfähigkeit des Auges ausgenützt wird.
Fig. 2 zeigt eine Vorrichtung 1a, die ohne mechanische Posi­ tionierung mit einer elektronischen Bildlagekorrektur arbei­ tet. Bei dieser Ausführungsform ist dem Filmprojektor 2 ein Bildsensor 18 nachgeschaltet, der Bilddaten in digitalisierter Form einem zu einem Rechner 4a gehörenden Bildspeicher 19 lie­ fert. Beim Abspeichern der Bilddaten eines Einzelbildes be­ steht die Möglichkeit, jedes Einzelbild in digitalisierten Teilbildern aufzunehmen und diese Teilbilder intern bedarfs­ weise zu einem Gesamtbild mit dann entsprechend hoher Auflö­ sung zusammenzusetzen. Dadurch besteht auch die Möglichkeit, das Teilbild als Ausschnitt des Gesamtbildes auszuwählen, das das interessierende Bilddetail enthält.
Prinzipiell erfolgt die weitere Verarbeitung der im Bildspei­ cher 19 enthaltenen Bilddaten so wie es anhand der Fig. 1 be­ reits beschrieben wurde. Demgemäß schließen sich an den Bild­ speicher 19 eine Markiereinrichtung 6, ein Referenzbild-Zwi­ schenspeicher 7 sowie eine Vergleichseinrichtung 10 an. Die am Ausgang 11 gebildeten Korrekturdaten werden als x-, y- Steuerdaten einem Funktionsblock 20 zugeführt, in dem das ge­ rade zu bearbeitende Einzelbild, das aus dem Bildspeicher 19 übernommen wird, in seiner Lage entsprechend verschoben wird, bis das interessierende Bilddetail deckungsgleich mit dem gleichen Bilddetail eines im Referenzbild-Zwischenspeicher 7 abgelegten Referenzbildes ist. Die Bilddaten des Bildbereiches mit dem lagekorrigierten Bilddetail werden dann in einem Aus­ schnittspeicher 21 abgelegt. Dieser ist über die Steuerdaten- Verbindung 16 mit der Steuerung 9 verbunden, die nach dem Ab­ speichern eines lagekorrigierten Bildes oder Bildausschnittes den Filmprojektor 2 auf ein nächstes Einzelbild weiterschal­ tet.
Die Vorrichtung 1a arbeitet mit einer elektronischen Bildver­ arbeitung und ermöglicht so sehr große Arbeitsgeschwindigkei­ ten.

Claims (8)

1. Verfahren zur Bearbeitung und Darstellung von Bildsequen­ zen zur medizinischen Auswertung von insbesondere angiographischen Details eines Koronarangiographiefilmes, wobei ein projizierter Film von einem positionierbaren Bildsensor, zum Beispiel einer Videokamera aufgenommen wird und wobei eine Bildlagekorrektur von Bild zu Bild vorgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein auswählbarer Bildbereich mit einem sich bewegenden Objekt aus Einzelbildern innerhalb einer Bildsequenz in seiner Position innerhalb des jeweiligen Einzelbildes erfaßt und mit der Position dieses Bildbereiches innerhalb eines anderen Einzelbildes verglichen und durch Verschieben der Einzelbilder entsprechend der innerhalb des ausgewählten Bildbereiches von Bild zu Bild auftretenden Objektbewegung zum Stillstand gebracht wird und daß die Betrachtung und Auswertung des ausgewählten Bildbereiches anhand mehrerer, nacheinander wiedergegebener, lagekorrigierter Bilder oder deren Bildbereiche erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auswählbaren Bildbereiche durch Bildanalyseverfahren, zum Beispiel Mustererkennungsalgorithmen in ihrer Position in­ nerhalb des Gesamtbildes erfaßt und mit der Position die­ ses Bildbereiches innerhalb eines anderen Einzelbildes verglichen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Korrektursignal zum Verschieben der voneinander im ausgewählten Bildbereich abweichenden, zum Beispiel digi­ talisierten beziehungsweise digitalen Bildsignalen verwen­ det wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Korrektursignal zum mechanischen Nachführen des Bildsensors verwendet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der ausgewählte Bildbereich in positionskorrigierter Form in bis zu 10fach vergrößertem Bildformat wiedergegeben wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die lagekorrigierten Bildbereiche in ei­ ner endlosen Wiederholung der einzelnen, lagekorrigierten Bilder in einem Schleifendurchlauf wiedergegeben werden und daß die Wiedergabegeschwindigkeit mehr als 8 Bil­ der/Sekunde, vorzugsweise mehr als 12,5 Bilder/Sekunde und insbesondere 25 Bilder/Sekunde beträgt.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, zur Bearbeitung und Darstellung von Bildsequenzen eines von einem Bildprojektor projizierten Filmes, wobei im Projektionsweg des Filmprojektors eine Bildaufnahmevorrichtung positionierbar angeordnet ist, insbesondere zur medizinischen Auswertung von angiographi­ schen Details eines Koronarangiographiefilmes, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Bildaufnahmevorrichtung (3, 18) ein Speicher zum Speichern der Bildsignale wenigstens zweier Einzelbilder und eine Vergleichseinrichtung (10) zur Mu­ ster- oder Markierungserkennung von innerhalb der Einzel­ bilder befindlichen, ausgewählbaren Bildbereichen oder vor­ nehmbaren Markierungen nachgeschaltet sind, daß die Ver­ gleichseinrichtung entweder eine Steuerverbindung zu dem Speicher zur Übertragung von in der Vergleichseinrichtung gebildeten Korrektursignalen oder zu motorischen Positio­ nierantrieben (12, 12a) der Bildaufnahmevorrichtung (3) aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildaufnahmevorrichtung eine Videokamera (3) ist und daß diese ein Wechsel- oder Zoomobjektiv aufweist.
DE4236950A 1992-11-02 1992-11-02 Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung und Darstellung von Bildsequenzen Expired - Fee Related DE4236950C1 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE4236950A DE4236950C1 (de) 1992-11-02 1992-11-02 Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung und Darstellung von Bildsequenzen
PCT/EP1993/002996 WO1994010796A1 (de) 1992-11-02 1993-10-28 Verfahren und vorrichtung zur bildlagekorrektur von filmbildsequenzen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE4236950A DE4236950C1 (de) 1992-11-02 1992-11-02 Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung und Darstellung von Bildsequenzen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE4236950C1 true DE4236950C1 (de) 1994-03-24

Family

ID=6471903

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE4236950A Expired - Fee Related DE4236950C1 (de) 1992-11-02 1992-11-02 Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung und Darstellung von Bildsequenzen

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE4236950C1 (de)
WO (1) WO1994010796A1 (de)

Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3213299A1 (de) * 1981-04-08 1982-10-28 Ampex Corp., 94063 Redwood City, Calif. Bilderkennungs-schaltungsanordnung
US4639787A (en) * 1983-09-16 1987-01-27 Kyodo News Service Image-scanning apparatus
GB2187913A (en) * 1984-09-07 1987-09-16 British Broadcasting Corp Measurement of film unsteadiness in a video signal
DE3736790A1 (de) * 1987-10-30 1989-05-11 Broadcast Television Syst Verfahren zur automatischen korrektur von bildstandsfehlern bei der filmabtastung
DE4115358A1 (de) * 1991-05-10 1992-11-12 Broadcast Television Syst Verfahren zur messung von bildstandsfehlern bei der abtastung von filmen

Family Cites Families (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB2088585B (en) * 1980-12-03 1985-11-13 Marconi Co Ltd Image processing
JPS5994045A (ja) * 1982-11-22 1984-05-30 Toshiba Corp 画像入力装置
GB2220319B (en) * 1988-07-01 1992-11-04 Plessey Co Plc Improvements in or relating to image stabilisation
DE4102196C2 (de) * 1990-01-26 2002-08-01 Olympus Optical Co Abbildungsvorrichtung zum Nachführen eines Objektes
US5054045A (en) * 1990-11-14 1991-10-01 Cedars-Sinai Medical Center Coronary tracking display

Patent Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3213299A1 (de) * 1981-04-08 1982-10-28 Ampex Corp., 94063 Redwood City, Calif. Bilderkennungs-schaltungsanordnung
US4639787A (en) * 1983-09-16 1987-01-27 Kyodo News Service Image-scanning apparatus
GB2187913A (en) * 1984-09-07 1987-09-16 British Broadcasting Corp Measurement of film unsteadiness in a video signal
DE3736790A1 (de) * 1987-10-30 1989-05-11 Broadcast Television Syst Verfahren zur automatischen korrektur von bildstandsfehlern bei der filmabtastung
DE4115358A1 (de) * 1991-05-10 1992-11-12 Broadcast Television Syst Verfahren zur messung von bildstandsfehlern bei der abtastung von filmen

Also Published As

Publication number Publication date
WO1994010796A1 (de) 1994-05-11

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE602005000090T2 (de) Autofokussystem
DE3851383T2 (de) Automatische Fokussierungsschaltung für automatische Fokusanpassung in Abhängigkeit von Videosignalen.
DE69415562T2 (de) Videokamera mit elektronischem Zoom
DE3631929C2 (de)
EP2130087B1 (de) Verfahren und vorrichtung zum mikroskopischen untersuchen einer probe, computerprogramm und computerprogrammprodukt
DE69229981T2 (de) Überwachungsvorrichtung mit Steuerung der Kamera und der Linsemontage
DE3850242T2 (de) Videokamera für dreidmensionale Bildaufnahme.
DE102005000820B4 (de) Verfahren zum Verbessern der Sehfähigkeit einer sehbehinderten Person und Sehhilfe
DE10152883B4 (de) Nachführvorrichtung
DE69208237T2 (de) Hochgeschwindigkeitsbildaufnahmegerät
DE69416039T2 (de) Automatisches Fokussierungsgerät zur automatischen Fokusanpassung in Abhängigkeit von Videosignalen
DE69009295T2 (de) Zeitnahmevorrichtung für Rennen.
DE4102196A1 (de) Abbildungsvorrichtung zum nachfuehren eines objektes
DE69814729T2 (de) Bildaufnahmelinsensystem
DE3631927A1 (de) Endoskopanordnung
DE2712320A1 (de) Roentgendiagnostikeinrichtung fuer roentgenschichtbilder
WO2020061604A1 (de) Verfahren zur fokuseinstellung einer filmkamera
DE3107075A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur automatischen scharfeinstellung bei einem projektionssystem mit kontinuierlich veraenderbarem abbildungsmassstab
DE69030048T2 (de) Gerät zum Kontrollieren von Objektiven
DE3603552C2 (de)
DE4201169C2 (de) Objektiv mit mehreren Linsengruppen
DE2849725A1 (de) Vorrichtung zum erzeugen von vielfach-bildformaten und photographischen dokumenten
DE69721520T2 (de) System mit einem Photosensor, insbesonder zur Zeitmessung bei Wettkämpfen, und Einstellverfahren zum Ausrichten eines solchen Systems auf eine Ziellinie
EP1343312A1 (de) Digitale Laufbildkamera
DE4236950C1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung und Darstellung von Bildsequenzen

Legal Events

Date Code Title Description
8100 Publication of patent without earlier publication of application
D1 Grant (no unexamined application published) patent law 81
8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: KLINIKUM DER ALBERT-LUDWIGS-UNIVERSITAET FREIBURG,

8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee