DE4236950C1 - Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung und Darstellung von Bildsequenzen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung und Darstellung von BildsequenzenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Bearbeitung
und Darstellung von Bildsequenzen zur medizinischen Auswertung
von insbesondere angiographischen Details eines
Koronarangiographiefilmes, wobei ein projizierter Film von
einem positionierbaren Bildsensor, zum Beispiel einer
Videokamera aufgenommen wird und wobei eine Bildlagekorrektur
von Bild zu Bild vorgenommen wird.
Zum Beispiel bei Koronarangiographiefilmen ist es bekannt,
durch Positionieren zum Beispiel einer im Projektionsweg eines
(Kino-)Filmprojektors angeordneten Videokamera und durch
Zoomen bestimmte Bilddetails aus Einzelbildern des pro
jezierten Filmes herauszugreifen, um sie dann entsprechend
größer betrachten und untersuchen zu können.
Beispielsweise bei Koronarangiographiefilmen mit komplizierten
Hin- und Herbewegungen eines zu untersuchenden Koronargefäß-
Segmentes sind ruckartige Bewegungen des Auges (Saccaden) zur
ausreichenden Erfassung des Objektes in der Region des schärf
sten Sehens des Auges (Fovea centralis) notwendig. Je schnel
ler und ungleichmäßiger die Bewegung des Koronarsegmentes ist,
desto geringer ist die Zeit, während der das Objekt in der Re
gion des schärfsten Sehens abgebildet und damit wahrgenommen
wird.
Durch die Nachbewegung des Auges wird durch die Verschiebung
der Abbildung eines Gegenstandes auf der Netzhaut, zum Bei
spiel durch die Bewegung des Koronarsegmentes von Bild zu Bild
im Koronarangiographiefilm, die Integrationsfähigkeit des Au
ges stark behindert. Somit ist trotz vergrößerter Darstellung
eines bestimmten Bildbereiches keine wesentliche Verbesserung
der visuellen Wahrnehmbarkeit vorhanden.
Zur Bildlagekorrektur, das heißt zum Positionieren von
Einzelbildern eines Filmes sind aus DE 41 15 385 A1 sowie aus
GB 2 187 913 A bereits Verfahren bekannt, um einen
Bildstandsfehler zu messen und somit die Lageverschiebung der
einzelnen Bilder eines Filmes relativ zueinander
beziehungsweise zu einer Referenzlage zu erfassen.
Aus der DE 37 36 790 A1 ist darüber hinaus auch schon ein
Verfahren bekannt, mit dem Bildstandsfehler korrigiert werden
können. Alle diese Verfahren haben zum Ziel, die Einzelbilder
insgesamt nach einer vorgenommenen Lagekorrektur in eine exakt
gleiche Position zu bringen und damit Bildstandsfehler zu
vermeiden.
Eine Verbesserung bei der Betrachtung von sich innerhalb des
Bildes bewegenden Bilddetails ist damit jedoch nicht möglich.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren und
eine Vorrichtung zu schaffen, womit das Erstellen einer Bild
sequenz vorgenommen werden kann, bei der interessierende Bild
details wesentlich besser erkannt bzw. visuell wahrgenommen
werden können. Dabei soll die Möglichkeit einer praktisch
automatisch ablaufenden Nachbearbeitung eines vorhandenen
Filmes vorhanden sein.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht
insbesondere in den Merkmalen des Patentanspruches 1.
Anders als bei der Korrektur von Bildstandsfehlern, wo das
gesamte Einzelbild in Bezug auf seine äußere Lage positioniert
wird, wird gemäß der Erfindung als Bezug das genau zu
betrachtende Bilddetail verwendet. Die Lagekorrektur erfolgt
hierbei in einem Maße und einer Richtung, die der Bewegung des
Bilddetails entspricht. Daraus resultiert ein Stillstand des
zu betrachtenden Bilddetails, so daß in der Sequenz
betrachtet, eine wesentlich bessere Auswertung ermöglicht ist.
Untersuchungen haben gezeigt, daß bei rascher Aufeinanderfolge
der Einzelbilder zum Beispiel mit einer Bildwiedergabefrequenz
von 25 Bildern pro Sekunde Bilddetails wesentlich besser wahr
genommen werden als in stillstehenden Einzelbildern. Es wird
hierbei die Integrationsfähigkeit des Auges ausgenützt. Das
menschliche Auge vermag in einer bewegten Bildsequenz aufgrund
zeitlicher Integration von aufeinanderfolgenden Bildern Struk
turen wahrzunehmen, die in den Einzelbildern vom Rauschen
überdeckt werden. Diese visuelle "Nachbearbeitung" einer Bild
sequenz liefert daher letztlich eine höhere Auflösung von
Strukturen in einer bewegten Szene durch Reduktion des Quan
tenrauschens. Dem menschlichen Auge sind jedoch für diese
visuelle Nachbearbeitung bei Bewegungen deutliche Grenzen ge
setzt, wenn das interessierende Objekt während der Bewegung an
verschiedenen Stellen der Netzhaut abgebildet wird.
Dieses physiologische Phänomen läßt sich durch zeitliche Ei
genschaften der Blickbewegungen und der Signalverarbeitung des
Auges erklären. Beim Umherblicken bewegen sich die Algen in
raschen Rucken, sogenannten Saccaden, von einem Fixationspunkt
zum nächsten. Die Dauer dieser Saccaden schwankt zwischen 10
Millisekunden und etwa 80 Millisekunden. Zwischen den Saccaden
treten längere Fixationsperioden von etwa 0,15 bis etwa 2 Se
kunden auf. Die Länge dieser Fixationsperioden hängt von der
Größe des fixierten Objektes, den Beleuchtungsbedingungen, der
Struktur in der Umgebung des Objektes und der momentanen Auf
merksamkeitslage ab. Während dieser Fixationsperioden ist das
Auge vor allem in der Region des schärfsten Sehens (Fovea cen
tralis) in der Lage, die auf die Netzhaut projizierte Bildin
formation zeitlich zu integrieren. Die Integrationszeit kann
bei unbewegten Objekten bis zu einer Sekunde betragen. Daher
zeigen morphologische, zum Beispiel angiographische Details,
die während der gesamten Fixationsperiode auf die Fovea cen
tralis abgebildet werden, in der zeitlichen Abfolge des Kino
filmes einen kleineren relativen Rauschpegel und werden aus
diesem Grund vom Betrachter bei rascher Aufeinanderfolge der
Bilder besser wahrgenommen als im stillstehenden Einzelbild.
Beispielsweise wird bei einer Bildwiedergabefrequenz von 25
Bildern pro Sekunde und einer Fixationsperiode von 0,15 Sekun
den vom Auge über 0,15×25 = 3 bis 4 Bilder integriert. Da
durch reduziert sich der relative Rauschpegel um 40% bis 50%.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren können die Einzelbilder
durch eine Bildaufnahmevorrichtung, zum Beispiel durch eine
Videokamera elektronisch erfaßt und auf einem nachgeschalteten
Bildrechner digitalisiert werden. Mit Hilfe der digitalen
Bildverarbeitung werden dann die Bild zu Bild-Verschiebungen
eines ausgewählten Bildbereiches berechnet. Aufgrund dieser
berechneten Verschiebung zum Beispiel eines Gefäßsegmentes
kann eine Zentrierung dieses Ausschnittdetails auf eine Stelle
vorgenommen werden, so daß dann eine Wiedergabe des Aus
schnittdetails stillstehend bei bewegtem Hintergrund möglich
ist. Damit können auch noch kleine Bilddetails durch Ausnüt
zung der Integrationsfähigkeit des Auges gut erkannt und beur
teilt werden.
Das durch die berechnete Verschiebung des interessierenden,
einzelnen Bilddetails erhaltene, jeweilige Korrektursignal
kann nach einer Ausgestaltung der Erfindung zum Verschieben
der voneinander im ausgewählten Bildbereich abweichenden, zum
Beispiel digitalisierten beziehungsweise digitalen Bildsignale
verwendet werden.
Das Ergebnis ist dann eine Bildsequenz mit Einzelbildern, bei
denen das zu betrachtende Bilddetail wegen der Lagekorrektur
von Bild zu Bild für den Betrachter stillsteht.
Nach einer anderen Ausführungsform ist vorgesehen, daß das
Korrektursignal zum mechanischen Nachführen des Bildsensors
verwendet wird.
In diesem Falle können die Lage-Korrektursignale zur automati
schen Nachführung, zum Beispiel einer Videokamera, verwendet
werden. Der Zeitaufwand zum Erstellen einer Bildsequenz kann
dabei erheblich gegenüber dem manuellen Nachstellen reduziert
und vereinfacht werden.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der ausgewählte Bildbereich
in positionskorrigierter Form in bis zu 10fach vergrößertem
Bildformat wiedergegeben wird.
Dadurch lassen sich auch noch sehr kleine Details gut erkennen
und beurteilen. Solche Details können zum Beispiel Steno
seoberflächen, Dissektionen oder Thromben im Gefäß sein. Ins
besondere läßt sich durch die Vergrößerung die hohe Auflösung
des Kinofilmes optimal ausnutzen.
Für eine längere und genaue Betrachtung von Bilddetails ist
vorgesehen, daß die lagekorrigierten Bildbereiche vorzugsweise
in einem Schleifendurchlauf wiedergegeben werden. Die Bildse
quenz kann dadurch praktisch beliebig lange kontinuierlich be
trachtet werden. Gerade wenn nur wenige Einzelbilder zur Ver
fügung stehen, ist dies besonders vorteilhaft.
Die auswählbaren Bildbereiche können beispielsweise durch
Bildanalyseverfahren, zum Beispiel Mustererkennungsalgorithmen
in ihrer Position innerhalb des Gesamtbildes erfaßt und mit
der Position dieses Bildbereiches beziehungsweise dem darin
enthaltenen Bilddetail eines anderen Einzelbildes verglichen
werden. Mit solchen Bildanalyseverfahren ist das Erkennen von
zuvor markierten Bilddetails gut durchführbar.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Durchführung des
Verfahrens ist vorgesehen, daß der Bildaufnahmevorrichtung ein
Speicher zum Speichern der Bildsignale wenigstens zweier Ein
zelbilder und eine Vergleichseinrichtung zur Muster- oder Mar
kierungserkennung von innerhalb der Einzelbilder befindlichen,
auswählbaren Bildbereichen oder vornehmbaren Markierungen
nachgeschaltet sind, daß die Vergleichseinrichtung entweder
eine Steuerverbindung zu dem Speicher zur Übertragung von in
der Vergleichseinrichtung gebildeten Korrektursignalen oder zu
motorischen Positionierantrieben der Bildaufnahmevorrichtung
aufweist.
Bei vergleichsweise geringem Aufwand ist damit die Möglichkeit
zur automatischen Bearbeitung von Filmsequenzen mit Lagekor
rektur von Bilddetails möglich.
Zweckmäßigerweise ist vorgesehen, daß die Bildaufnahmevorrich
tung eine Videokamera ist und daß diese ein Wechsel- oder
Zoomobjektiv aufweist. Es kann damit auf handelsübliche Bau
gruppen zurückgegriffen werden, durch die der Gesamtaufwand
kleingehalten werden kann. Durch Verwendung von Wechsel- oder
Zoomobjektiven ist eine exakte Anpassung an die jeweiligen Ge
gebenheiten bezüglich des zur Verfügung stehenden Filmes mög
lich.
Nachstehend ist die Erfindung mit ihren wesentlichen Einzel
heiten anhand der Zeichnung noch näher erläutert.
Es zeigt in stärker schematisierter Form
Fig. 1 ein Blockfunktionsdiagramm einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung mit mechanisch positionierbarer Videoka
mera und
Fig. 2 ein Blockfunktions-Diagramm mit elektronischer Bild
lagekorrektur.
Die Vorrichtung 1 gemäß Fig. 1 dient zur Bearbeitung und Dar
stellung von Bildsequenzen, wobei die von einem Filmprojektor
2 gelieferten Bilder so bearbeitet werden, daß in bestimmten,
auswählbaren Bildbereichen enthaltene Bilddetails, die sich
beim Wiedergeben des Filmes bewegen, nach der Bearbeitung
stillstehend wiedergegeben werden können. Dadurch kann die In
tegrationsfähigkeit des menschlichen Auges ausgenützt werden
und es sind so auch kleine Bilddetails noch gut erkennbar und
auswertbar. Insbesondere in der Angiographie können so kleine
angiographische Details, wie Stenosenoberflächen, Dissektionen
oder Thromben im Gefäß noch gut erkannt und beurteilt werden.
Der Filmprojektor 2 liefert von einem ersten Einzelbild Bild
daten zu einer Videokamera 3. Dies erfolgt, indem die Videoka
mera 3 im Projektionsweg des Filmprojektors 2 angeordnet ist.
Die Videokamera 3 ist mit einem zu einem Rechner 4 gehörenden
Analog/Digital-Wandler 5 über eine Leitung 22 verbunden, der
die digitalisierten Bilddaten eines ersten Einzelbildes einer
Markiereinrichtung 6 zuführt. In dieser Markiereinrichtung 6
wird der interessierende Bereich beziehungsweise das entspre
chende Bilddetail markiert und dieses markierte Bild in einem
Referenz-Zwischenspeicher 7 gespeichert. Das Markieren des
Bilddetails kann auf einem Bildschirm 8 kontrolliert werden.
Sind die Bilddaten des ersten Einzelbildes im Zwischenspeicher
7 abgespeichert, so wird ein Steuersignal an die Steuerung 9
gegeben und über eine Steuerdaten-Verbindung 17 wird der Film
projektor 2 auf ein nächstes Einzelbild weitergeschaltet. Die
Bilddaten dieses nächsten Einzelbildes gelangen dann wieder
über die Videokamera 3 und den Analog/Digital-Wandler 5 entwe
der zu der Markiereinrichtung 6 oder aber direkt zu einer
Vergleichseinrichtung 10. Werden die Bilddaten des zweiten
Einzelbildes der Markiereinrichtung 6 zugeführt, so kann dort
die vom vorhergehenden Bild abgespeicherte Markierung des in
teressierenden Bilddetails übernommen werden. In der Ver
gleichseinrichtung 10 werden dann die im Referenzbild-Zwi
schenspeicher 7 enthaltenen Bilddaten mit denen des nächsten
Einzelbildes verglichen. Ergeben sich bezüglich der Lage des
markierten Bilddetails Abweichungen, so wird am Ausgang 11 der
Vergleichseinrichtung 10 ein Korrektursignal ausgegeben.
Es besteht auch die Möglichkeit, daß die Bilddaten des zweiten
Einzelbildes direkt vom Analog/Digital-Wandler 5 der Ver
gleichseinrichtung 10 zugeführt werden und mit den Referenz
bild-Daten verglichen werden. Der Rechenaufwand ist in diesem
Falle größer.
Zum Erfassen der Position der auswählbaren Bildbereiche und
zum Vergleichen von Bildern auf Lageabweichungen bestimmter
Bilddetails werden Bildanalyseverfahren, beispielsweise Mu
stererkennungsalgorithmen eingesetzt.
Der Ausgang 11 der Vergleichseinrichtung 10 ist mit motori
schen Positionsantrieben 12 verbunden, die ihrerseits mecha
nisch mit der Videokammera 3 verbunden sind. Die Videokamera
ist in einer quer zur Projektionseinrichtung des Filmprojektors 2
liegenden Ebene positionierbar. Wird nun von der Vergleichs
einrichtung 10 ein Lage-Korrektursignal geliefert, so wird die
Videokamera in ihrer Position entsprechend verstellt, bis das
markierte Bilddetail des zweiten Einzelbildes deckungsgleich
mit dem Bilddetail des ersten Referenz-Bildes positioniert
ist.
Mit der Videokamera ist noch eine Positionsrückmeldung 13 ver
bunden, die ihrerseits mit der Vergleichseinrichtung 10 ver
bunden ist, so daß hier ein Lageregelkreis gebildet ist.
Bedarfsweise kann der ausgewählte Bildbereich, der das inter
essierende Bilddetail enthält, in positionskorrigierter Form
noch vergrößert werden, was im einfachsten Falle durch eine
Veränderung des Abstandes der Videokamera 3 zum Filmprojektor
2 oder das Verstellen eines Zoom-Objektes vorgenommen werden
kann. Ein entsprechender Positionierantrieb 12a ist dazu mit
einer Vergrößerungseinrichtung 14 zum Ansteuern dieses Antrie
bes verbunden.
Die Videokamera 3 ist über die Leitung 23 auch mit einem
Videorecorder 15 verbunden, auf dem die Bilddaten des ersten
Bildes und danach die Bilddaten des lagekorrigierten zweiten
Einzelbildes abgespeichert wurden.
Nach dem Abspeichern des zweiten Bildes wird über die Steuer
daten-Verbindung 16 die Steuerung 9 freigegeben, um über die
Verbindung 17 den Filmprojektor 2 auf ein nächstes Einzelbild
weiterzuschalten. Es wiederholt sich dann der Ablauf wie bei
dem zweiten Einzelbild beschrieben, wobei dann entweder das
erste Einzelbild im Referenzbild-Zwischenspeicher 7 enthalten
bleibt und auch als Referenzbild für die weiteren Einzelbilder
dient oder aber es ist bevorzugt vorgesehen, daß der Referenz
bild-Zwischenspeicher 7 jeweils vom nächsten Bild überschrie
ben wird. Dies bedeutet, daß für ein drittes Einzelbild das
zweite Einzelbild als Referenzbild dient. Es können so bei
spielsweise für eine Bildsequenz hundert Einzelbilder bearbei
tet und bezüglich des markierten Bilddetails lagekorrigiert
werden.
Außer dem zu Beginn der Bearbeitung erforderlichen markieren
des interessierenden Bilddetails ist kein manueller Eingriff
notwendig, so daß die Bearbeitung des Filmabschnittes Bild für
Bild automatisch abläuft.
Das Ergebnis ist eine beispielsweise aus hundert Einzelbildern
bestehende Bildsequenz, bei der die Bewegungsstrukturen prak
tisch umgekehrt wurden. Dies bedeutet, daß das interessierende
Bilddetail, zum Beispiel ein Koronargefäßsegment für den Be
trachter stillsteht und der sonst im wesentlichen stillste
hende Hintergrund sich bewegt. Das Auge kann sich so auf das
stillstehende Bilddetail konzentrieren, wobei die
Integrationsfähigkeit des Auges ausgenützt wird.
Fig. 2 zeigt eine Vorrichtung 1a, die ohne mechanische Posi
tionierung mit einer elektronischen Bildlagekorrektur arbei
tet. Bei dieser Ausführungsform ist dem Filmprojektor 2 ein
Bildsensor 18 nachgeschaltet, der Bilddaten in digitalisierter
Form einem zu einem Rechner 4a gehörenden Bildspeicher 19 lie
fert. Beim Abspeichern der Bilddaten eines Einzelbildes be
steht die Möglichkeit, jedes Einzelbild in digitalisierten
Teilbildern aufzunehmen und diese Teilbilder intern bedarfs
weise zu einem Gesamtbild mit dann entsprechend hoher Auflö
sung zusammenzusetzen. Dadurch besteht auch die Möglichkeit,
das Teilbild als Ausschnitt des Gesamtbildes auszuwählen, das
das interessierende Bilddetail enthält.
Prinzipiell erfolgt die weitere Verarbeitung der im Bildspei
cher 19 enthaltenen Bilddaten so wie es anhand der Fig. 1 be
reits beschrieben wurde. Demgemäß schließen sich an den Bild
speicher 19 eine Markiereinrichtung 6, ein Referenzbild-Zwi
schenspeicher 7 sowie eine Vergleichseinrichtung 10 an.
Die am Ausgang 11 gebildeten Korrekturdaten werden als x-, y-
Steuerdaten einem Funktionsblock 20 zugeführt, in dem das ge
rade zu bearbeitende Einzelbild, das aus dem Bildspeicher 19
übernommen wird, in seiner Lage entsprechend verschoben wird,
bis das interessierende Bilddetail deckungsgleich mit dem
gleichen Bilddetail eines im Referenzbild-Zwischenspeicher 7
abgelegten Referenzbildes ist. Die Bilddaten des Bildbereiches
mit dem lagekorrigierten Bilddetail werden dann in einem Aus
schnittspeicher 21 abgelegt. Dieser ist über die Steuerdaten-
Verbindung 16 mit der Steuerung 9 verbunden, die nach dem Ab
speichern eines lagekorrigierten Bildes oder Bildausschnittes
den Filmprojektor 2 auf ein nächstes Einzelbild weiterschal
tet.
Die Vorrichtung 1a arbeitet mit einer elektronischen Bildver
arbeitung und ermöglicht so sehr große Arbeitsgeschwindigkei
ten.
Claims (8)
1. Verfahren zur Bearbeitung und Darstellung von Bildsequen
zen zur medizinischen Auswertung von insbesondere
angiographischen Details eines Koronarangiographiefilmes,
wobei ein projizierter Film von einem positionierbaren
Bildsensor, zum Beispiel einer Videokamera aufgenommen
wird und wobei eine Bildlagekorrektur von Bild zu Bild
vorgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein
auswählbarer Bildbereich mit einem sich bewegenden Objekt
aus Einzelbildern innerhalb einer Bildsequenz in seiner
Position innerhalb des jeweiligen Einzelbildes erfaßt und
mit der Position dieses Bildbereiches innerhalb eines
anderen Einzelbildes verglichen und durch Verschieben der
Einzelbilder entsprechend der innerhalb des ausgewählten
Bildbereiches von Bild zu Bild auftretenden Objektbewegung
zum Stillstand gebracht wird und daß die Betrachtung und
Auswertung des ausgewählten Bildbereiches anhand mehrerer,
nacheinander wiedergegebener, lagekorrigierter Bilder oder
deren Bildbereiche erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
auswählbaren Bildbereiche durch Bildanalyseverfahren, zum
Beispiel Mustererkennungsalgorithmen in ihrer Position in
nerhalb des Gesamtbildes erfaßt und mit der Position die
ses Bildbereiches innerhalb eines anderen Einzelbildes
verglichen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Korrektursignal zum Verschieben der voneinander im
ausgewählten Bildbereich abweichenden, zum Beispiel digi
talisierten beziehungsweise digitalen Bildsignalen verwen
det wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Korrektursignal zum mechanischen
Nachführen des Bildsensors verwendet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß der ausgewählte Bildbereich in
positionskorrigierter Form in bis zu 10fach vergrößertem
Bildformat wiedergegeben wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß die lagekorrigierten Bildbereiche in ei
ner endlosen Wiederholung der einzelnen, lagekorrigierten
Bilder in einem Schleifendurchlauf wiedergegeben werden
und daß die Wiedergabegeschwindigkeit mehr als 8 Bil
der/Sekunde, vorzugsweise mehr als 12,5 Bilder/Sekunde und
insbesondere 25 Bilder/Sekunde beträgt.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1 bis 6, zur Bearbeitung und Darstellung von
Bildsequenzen eines von einem Bildprojektor projizierten
Filmes, wobei im Projektionsweg des Filmprojektors eine
Bildaufnahmevorrichtung positionierbar angeordnet ist,
insbesondere zur medizinischen Auswertung von angiographi
schen Details eines Koronarangiographiefilmes, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Bildaufnahmevorrichtung (3, 18) ein
Speicher zum Speichern der Bildsignale wenigstens zweier
Einzelbilder und eine Vergleichseinrichtung (10) zur Mu
ster- oder Markierungserkennung von innerhalb der Einzel
bilder befindlichen, ausgewählbaren Bildbereichen oder vor
nehmbaren Markierungen nachgeschaltet sind, daß die Ver
gleichseinrichtung entweder eine Steuerverbindung zu dem
Speicher zur Übertragung von in der Vergleichseinrichtung
gebildeten Korrektursignalen oder zu motorischen Positio
nierantrieben (12, 12a) der Bildaufnahmevorrichtung (3)
aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bildaufnahmevorrichtung eine Videokamera (3) ist und
daß diese ein Wechsel- oder Zoomobjektiv aufweist.
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