DE4235849C2 - Kombinations-Dosierventil - Google Patents
Kombinations-DosierventilInfo
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Classifications
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Kombinations-Dosierventil für
dünn- bis zähflüssige Medien, bei dem in einem gemeinsamen
Gehäuse ein Schußventil und ein Rezirkulationsventil als in
einen Medienkreislauf schaltbare Ventile angeordnet sind.
Derartige Ventile weisen eine Ventilöffnung für ein durchzu
strömendes Medium auf, die von einer Ventilnadel verschließbar
ist. Diese Ventilnadel wird axial verschoben, und je nach der
Verschiebungsstellung taucht die Ventilnadel in die Ventilöff
nung ein und schließt diese oder gibt diese frei. Ein derarti
ges Dosierventil wird zur Dosierung von dünn- bis zähflüssigen
Medien, insbesondere in der Kunststoffverarbeitung, verwendet,
wo es darum geht, Ein- oder Mehrkomponentengemische in einem
Mischkopf herzustellen. Hierbei ist es bekannt, das Ventil als
Schußventil oder Rezirkulationsventil auszubilden, wobei in
der Ausbildung als Schußventil es ferner bekannt ist, die Ven
tilnadel verschiebbar in einer Kammer anzuordnen, welche Kam
mer von dem zu dosierenden Medium durchströmt wird.
Beim Öffnen des Ventils (Zurückziehen der Ventilnadel) wird
die Ventilöffnung freigegeben und das zu dosierende Medium
strömt über die freigegebene Ventilöffnung in eine Mischkammer
oder dergleichen. Sobald die Ventilnadel die Ventilöffnung
verschließt, ist es ferner bekannt, die vorher von dem Medium
durchströmte Kammer nun über einen Bypass zu öffnen und einen
Abfluß in einer Rezirkulationsleitung zu schaffen.
Bei allen bekannten Ausführungsformen wird die Ventilnadel
durch ein Druckmedium, wie z. B. Hydraulikmedium oder Druckluft,
in ihre Schließstellung gebracht und wird durch eine
entsprechende Federkraft wieder in die Offenstellung zurückge
zogen.
Bei einem bekannten Ventil sind die Zuström- und Abströmöff
nungen für das zu dosierende Medium als Querbohrungen im vor
deren Bereich der von der Ventilnadel zu öffnenden oder ver
schließenden Druckkammer ausgebildet, was mit dem Nachteil
behaftet ist, daß an diese Querbohrungen bei der Montage des
Dosierventils noch zusätzliche Leitungen angeschlossen werden
müssen oder Leitungsblöcke, was die Zerlegung des Dosierven
tils stark behindert und eine Montage erschwert.
Es ist hierbei ferner bekannt, der Ventilnadel einen Druckre
gler zuzuordnen, der mit einem Kolben arbeitet, welcher Kolben
unter Einfluß eines Druckmediums die Verschiebung der Ventil
nadel steuert.
Weiterer Nachteil der bekannten Anordnungen ist, daß aufgrund
der separaten räumlichen Anordnung von einem Schußventil und
einem Rezirkulationsventil ein hoher Montageaufwand entsteht
und durch die erforderlichen Verbindungsleitungen zwischen den
beiden Ventilen hohe Strömungsverluste entstehen.
Ein aus der AT 323 402 bekanntes Dosierventil, bei dem als
Steuermedium eine Hydraulikflüssigkeit verwendet wird, zeigt
eine Zwei-Kammer-Ausführung mit einer Mediumkammer und einer
Steuermediumkammer. Dies bringt mit sich, daß es bei Druckbe
aufschlagung und Umschaltung der Membran in einen anderen
Schaltzustand zu einem Umklappen der Membran und damit zu Un
genauigkeiten kommen kann.
Auch die DE 34 31 112 C2 offenbart ein Dosierventil mit Zwei-
Kammer-Ausführung, d. h. es gibt nur eine Mediumkammer und eine
Steuermediumkammer, wobei hier das Steuermedium Luft ist. Wie
bei dem vorhergehend erwähnten Dosierventil wird die Membran
nicht nur als Trennelement zwischen der Mediumkammer und der
Steuermediumkammer eingesetzt, sondern sie dient zusätzlich
auch als Schaltelement, da die Verstellung der Ventilnadel
über die Membran vorgenommen wird. Die Ventilanordnung ist
dabei dergestalt, daß das Schußventil und das Rezirkulations
ventil über einen Verbindungskanal verbunden, also räumlich
getrennt, sind.
Gegenstand der FR 95 764 ist ein Dosierventil mit pneumati
scher Steuerung, das getrennt angeordnete Schuß- und Rezirku
lationsventile aufweist. Die Ventile sind dabei in der Drei-
Kammer-Ausführung gebaut, d. h. es gibt jeweils eine Medium-,
eine Atmosphärenluftkammer und eine Steuerluftkammer. Die At
mosphärenluftkammer ist durch eine Membran und einen ver
schiebbaren Kolben begrenzt, der von der Steuerluft beauf
schlagt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Dosierventil zu
schaffen, das es erlaubt, in einem einzigen Gehäuse unter ge
ringen Strömungsverlusten zwei druckgeregelte Dosierventile zu
integrieren, von denen das eine als Schußventil und das andere
als Rezirkulationsventil ausgebildet sein kann.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß bei einem Kombinations-Do
sierventil mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteil
hafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Kombinations-Do
sierventils sind Gegenstand der Unteransprüche.
Wesentliches Merkmal der Erfindung ist, daß in einem Gehäuse
zwei gleichartige, druckgeregelte Dosierventile angeordnet
sind, von denen das eine als Schußventil und das andere als
Rezirkulationsventil ausgebildet ist.
Die stromaufwärts der Ventilöffnung angeordneten Druckkammern
dieser beiden Ventile sind über eine Verbindungskammer mitein
ander verbunden. Durch diese technische Lehre ist es nun erst
mals möglich, in ein und demselben Gehäuse in kompakter Weise
die beiden Dosierventile anzuordnen, ohne daß man separate
Dosierventile benötigt, die über entsprechende Querbohrungen
verfügen, welche Querbohrungen durch entsprechende Verbin
dungsleitungen miteinander verbunden werden müssen.
Während beim Stand der Technik eine kontinuierliche Durchströ
mung nur über folgenden Weg möglich ist: Mischkopf-Schußven
til-Mischkopf-Rezirkulationsventil-Mischkopf, ist bei der Er
findung folgender Durchströmungsweg vorgesehen: Schußventil-
Rezirkulationsventil.
D. h. bei der vorliegenden Erfindung erfolgt keine Durchströ
mung des Mischkopfes, weil nach der Erfindung das aus zwei
Dosierventilen bestehende kombinierte Dosierventil nur jeweils
einen Durchfluß von Schußventil und Rezirkulationsventil vor
sieht und nach dem Durchströmen des Mediums durch die beiden
Ventile das Medium in eine Rezirkulationsleitung zurückgeführt
wird.
Damit sind nur geringe Strömungsverluste gegeben und der War
tungsaufwand eines kombinierten Dosierventils, bestehend aus
zwei einzelnen Dosierventilen, die gleich aufgebaut sind, ist
minimal.
Weitere Vorteile der Erfindung liegen in der erfindungsgemäßen
Ausbildung der Drucksteuerung des jeweiligen Dosierventils.
Nach der Erfindung hat die Drucksteuerung einen kompakten Auf
bau. Bei dem erfindungsgemäßen Dosierventil sitzt die Ventil
nadel jeweils in einer durchbrochenen Membran, an deren Rück
seite ein sie durchbrechendes Führungsstück durch eine Druck
feder gesteuert federbelastet aufsitzt. Wichtig hierbei ist,
daß in der gleichen Ebene koaxial zu der Druckfeder eine wei
tere Feder angeordnet ist, welche die Verschiebung eines
druckmediumgesteuerten Kolbens zurückstellt. Durch die koaxi
ale Anordnung dieser beiden Federn in einer Ebene ergibt sich
ein gedrungener Aufbau.
Bei dem erfindungsgemäßen Kombinations-Dosierventil sind ledi
glich drei Kammern vorhanden, nämlich eine Ventilkammer, eine
Regelkammer und eine Druckkammer, was bedeutet, daß eine ei
gene Kammer zur Anordnung der entsprechenden Federelemente für
die Rückstellung des Kolbens nicht erforderlich ist und zu
gleich als Regelkammer dient.
Dadurch ergibt sich ein gedrängter Aufbau, der wesentlich
kleinere Gehäuseabmessungen für das erfindungsgemäße Kombina
tions-Dosierventil zuläßt.
Durch die Integration von zwei Dosierventilen in einem Gehäuse
eines gemeinsamen Kombinations-Dosierventils ergibt sich im
übrigen auch der Vorteil, daß, wenn das gesamte Kombinations-
Dosierventil von einem Mischkopf abgenommen wird, dann ein
Auslaufen des Mediums über (nicht vorhandene) Querbohrungen
nicht möglich ist, während beim Stand der Technik derartige
Querbohrungen unmittelbar an der Druckkammer (Ventilkammer)
ansetzen, durch welche dann das Medium in unerwünschter Weise
herausfliesst.
Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt
sich nicht nur aus dem Gegenstand der einzelnen Patentan
sprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen Pa
tentansprüche untereinander. Alle in den Unterlagen
offenbarten Angaben und
Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte
räumliche Ausbildung werden als erfindungswesentlich beanspruc
soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand
der Technik neu sind.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich einen
Ausführungsweg darstellenden Zeichnung näher erläutert.
Hierbei gehen aus der Zeichnung und ihrer Beschreibung
weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Er
findung hervor.
In der Abbildung ist ein Querschnitt durch ein erfindungs
gemässes Kombinations-Dosierventil gezeigt.
Im wesentlichen besteht das Kombinations-Dosierventil 1 aus
zwei parallel zueinander in einem gemeinsamen Gehäuse ange
ordneten Dosierventilen, wobei ein unteres Schussventil 5
parallel zu einem oberen Rezirkulationsventil 6 angeordnet
ist. Beide Ventile 5, 6 sind über eine gemeinsame Verbindungs
kammer 27 miteinander verbunden. Damit ergeben sich wesent
liche Vorteile, denn über diese Verbindungskammer 27 wird
die Druckkammer 3 des Schussventils 5 mit der Druckkammer
4 des Rezirkulationsventils 6 verbunden. Es gibt daher keine
Queranschlüsse mehr, die dazu führen, daß beim Lösen des
Gehäuses des Kombinations-Dosierventils von einem Mischkopf
in unerwünschter Weise das Medium ausläuft.
In die Druckkammer 3 des Schussventils 5 mündet eine Mediumöffnung,
die senkrecht zur Zeichenebene der Abbildung ange
ordnet ist, wobei der daran ansetzende Zulaufschlauch auf
geschraubt bleibt und daher ein Abfluß des Mediums in diesem
Bereich nicht möglich ist.
In gleicher Weise mündet in die Druckkammer 4 des Rezirkulations
ventils 6 eine weitere Querbohrung (die senkrecht zur Zeichen
ebene angeordnet ist), an welcher ein Abflußschlauch für die
Rezirkulationsleitung angeschlossen ist.
An der Stirnseite der Verbindungskammer 27 ist ein Druckmeß
stutzen 28 angeordnet, in welchen ein Druckmanometer oder ein
Drucksensor eingeschraubt ist. Damit ist es möglich, den Medium
druck im Bereich der Druckkammern 3, 4 zu messen.
Das Gehäuse des Kombinations-Dosierventils besteht aus mehreren
Teilen. Ein hinteres Gehäuse 2 ist mit einem mittleren Gehäuse
7 verbunden, welches wiederum in seinem vorderen Bereich mit
einem Gehäuse 29 verbunden ist, in dem die Ventilöffnungen
9, 9a angeordnet sind.
Nachdem erfindungsgemäss das Schussventil 5 identisch mit dem
Rezirkulationsventil 6 ist, genügt es für die folgende Be
schreibung, lediglich die Funktion des Schussventils im ein
zelnen zu erläutern. Heim Rezirkulationsventil 6 sind die
gleichen Teile mit den Bezugszeichen "a" ergänzt, wobei der
zeichnerischen Übersichtlichkeit halber nicht alle Teile mit
Bezugszeichen versehen wurden, weil diese Teile mit der
Beschreibung des Schussventils 5 erläutert werden.
Das Schussventil 5 weist eine Ventilnadel 10 auf, deren Spitze
in eine Blende 8 eintaucht, die eine Ventilöffnung 9 ausbildet.
Die Rückseite der Ventilnadel 10 ist über einen entsprechenden
Halter mit einer Membran 12 verbunden. Im
Innenraum der Druckkammer 3 ist eine Feder 11 angeordnet, die
sich an der einen Seite an dem Druckstück der Ventilnadel 10
abstützt und mit ihrer anderen Seite an der Innenseite der
Druckkammer 3. Diese Feder 11 gewährleistet, daß auch bei
geringen Drücken in der Druckkammer 3 die Ventilnadel 10 öffnen
kann.
Die Feder 11 hat also nur die Aufgabe, die Reibung, die aus
den jenseits der Membran 12 angeordneten Führungselementen
entsteht, zu beseitigen.
An der Rückseite der Membran 12 sitzt ein die Membran durchbre
chendes Führungsstück 13 auf, welches mit einem federbelasteten
Verschiebemechanismus angedrückt wird. Dieser Verschiebemechanis
mus besteht aus einer in der Innenseite des Führungsstücks 13
angeordneten Kugel 14, die über ein Druckstück 15 zentrisch auf
das Führungsstück 13 presst. Dem Druckstück 15 gegenüberliegend
in einer inneren Kammer 19 ist ein weiteres Druckstück 18 angeord
net, wobei beide Druckstücke durch eine Druckfeder 16 auseinander
gedrückt werden. Im Innenraum der Druckfeder 16 ist ein Stößel
17 angeordnet, der mit seinem einen Ende, beispielsweise mit
dem linken Druckstück 15, verbunden ist und der bei vollständig
zusammengeschobener Druckfeder 16 als Anschlagbegrenzung gemäss
der Abbildung an dem rechten Druckstück 18 anschlägt.
Bei dem oben gezeigten Rezirkulationsventil 6 ist hierbei die
Feder 16a auseinandergezogen, so daß erkennbar ist, daß der
dortige Stößel 17a von dem rechten Druckstück 18a freigekommen
ist.
Die Verschiebung des rechten Druckstücks 18 ist dadurch
einstellbar, daß auf dieses Druckstück 18 eine Gewindeschraube
21 aufsetzt, die mit Hilfe einer Konterschraube 22 verstellbar
in einer Gewindebohrung des Gehäuses sitzt.
In einer zweiten, äußeren Kammer 26 sitzt eine Rückstellfeder
20, die sich einerseits an einer festen Gehäusekante abstützt
und die andererseits an der Innenseite eines verschiebbaren
Druckkolbens 23 anliegt und diesen in seine Ruhestellung
zurückschiebt.
Wichtig ist, daß die Kammern 19 und 26 unter Atmosphärendruck
stehen, damit die Druckregelung im Bereich der Membran 12
nicht beeinträchtigt wird.
Der Druckkolben 23 stützt sich mit seiner Innenseite an einem
axialen Ansatz 30 des Führungsstückes 13 ab, wobei mehrere
Ansätze 30 radial am Umfang des Führungsstückes 13 verteilt
angeordnet sind, um eine gleichmässige Druckbelastung des
Führungsstückes 13 in axialer Richtung zu gewährleisten.
Der Druckkolben 23 ist hierbei in einer Druckkammer 25 unter
Einfluß eines Druckmediums verschiebbar angeordnet, welches
Druckmedium über eine Einlaßbohrung 24 in die Kammer 25 ein
strömt und wieder über die Einlaßbohrung 24 ausströmt.
An der Einlaßbohrung 24 ist ein Drei/Zwei-Wegeventil ange
ordnet, welches die entsprechende Steuerluft gesteuert in die
Einlaßbohrung 24 einlässt.
In der eingezeichneten Stellung ist das Schussventil 5 geöffnet,
weil die Ventilnadel 10 mit ihrer Spitze ausserhalb des Eingriffs
mit der Ventilöffnung 9 ist.
Hierbei ist der Druckkolben 23 nach hinten gefahren und an
der Einlaßbohrung 24 liegt kein Druckmedium an. Die Rückstell
feder 20 hält den Druckkolben 23 in seiner zurückgezogenen
Stellung.
Über die Konterschraube 22 und die axiale Stellung der Gewinde
schraube 21 mit der gehäusefesten Gewindebohrung ist das
Druckstück 18 um einen bestimmten Verschiebungsweg fest ein
gestellt, verschoben und drückt mit der dadurch erzeugten
Federkraft der Feder 16 über das Druckstück 15 auf das Führungs
stück 13, welches eine dementsprechende Druckkraft an der
Rückseite der Membran 12 erzeugt. An der Vorderseite der Membran
wirkt in der Druckkammer 3 der Druck des zu dosierenden Mediums.
Dieses Medium fliesst in der eingezeichneten Stellung durch
die Ventilöffnung 9 nach aussen, z. B. in eine Mischkammer.
Während dieser Zeit wirkt die Druckluft auf die Einlaßbohrung
24a des Rezirkulationsventils 6, welches dementsprechend ge
schlossen ist, weil die Ventilnadel 10a sich in der Ventil
öffnung 9a befindet und diese abdichtet. Das Druckmedium steht
damit in der Verbindungskammer 27 an, kann aber nicht über
das geschlossene Ventil in die Druckkammer 4 des Rezirkulations
ventils fließen. Während dieses Schussbetriebes besteht ein
Gleichgewichtszustand zwischen den Kräften in der Druckkammer
3 und der Kraft, welche von dem Führungsstück 13 auf die
Rückseite der Membran 12 aufgebracht wird. Evtl. Druckstösse
in der Druckkammer 3, die auf das Medium wirken, werden
durch die Verschiebung der Membran 12 ausgeglichen.
Vorstehend wurde der Schussbetrieb beschrieben.
Nachstehend wird der Rezirkulationsbetrieb beschrieben.
In analoger Weise wird im Rezirkulationsbetrieb über die
Einlaßbohrung 24 ein Druckmedium aufgegeben, welches den
Druckkolben 23 nach links verschiebt, so daß über die er
wähnte Drucksteuerung und das Führungsstück 13 die Ventil
nadel 10 nach links verschoben wird und die Ventilöffnung
9 verschlossen wird.
Es wird gleichzeitig das Druckmedium von der Einlaßbohrung
24a des Rezirkulationsventils 6 entfernt und damit verschiebt
sich der obere Kolben 23a unter Einwirkung der Rückstellfeder
20a in seine rechte Endlage, wodurch die Ventilnadel 10a außer
Eingriff mit der Ventilöffnung 9a kommt und ein Durchgang
zwischen der Verbindungskammer 27 und der Druckkammer 4 ge
schaffen wird. Auch hier stellt sich wieder ein Gleichgewicht
zwischen der Druckkraft in der Verbindungskammer 27 und der
Federkraft an der Rückseite der oberen Membran 12a ein.
Es findet also auch eine Druckregelung im Rezirkulations
betrieb statt.
Damit ist es nun in einfacher Weise möglich, durch Verstellung
der Konterschraube und damit Verstellung der jeweiligen
Gewindeschraube 21, 21a eine Druckgleichheit zwischen dem
Schussbetrieb und dem Rezirkulationsbetrieb zu erreichen.
D. h. die beiden Gewindeschrauben werden so eingestellt, daß
der gleiche Steuerdruck der Verbindungskammer 27a sowohl
beim Schussbetrieb als auch beim Rezirkulationsbetrieb
eintritt.
Damit werden Verzögerungen beim Übergang vom Schussbetrieb
in den Rezirkulationsbetrieb oder umgekehrt, vermieden, weil
die beiden Ventile 5, 6 über eine kurze Verbindungskammer 27
miteinander in Verbindung stehen und keine langen, kompressib
len Verbindungsleitungen dazwischengeschaltet sind. Ein
weiterer Vorteil der erfindungsgemässen Drucksteuerung ist,
daß der Öffnungsquerschnitt zwischen der Spitze der Ventil
nadel 10 bzw. 10a und der zugeordneten Ventilöffnung 9 bzw.
9a immer angepasst ist an die jeweilige Fließgeschwindig
keit des Mediums. Die Nadel macht also nur soweit auf, bis die
erforderliche Materialmenge durchkommt, weil die Druck
regelung im Bereich der Membran durch das Führungsstück genau
diesen Zustand einstellt. Ein normales Ventil würde von einer
Endlage in die andere schalten, und dadurch würde ein Pump
effekt der Ventilnadel erzielt werden, was in unerwünschter
Weise zu einem vermehrten stossweisen Ausschieben von Material
über die geöffnete Ventilöffnung 9 bzw. 9a führen würde.
Dies wird nach der Erfindung vermieden, weil die Drucksteuerung
im Bereich der Membran immer dafür sorgt, daß die Ventilnadel
die Ventilöffnung nur soweit freigibt, wie es der Fließ
geschwindigkeit und den Druckverhältnissen in der Druck
kammer 3 entspricht.
Ein Druckanstieg in der Druckkammer 3 führt nämlich zu einer
Druckbelastung der Membran 12, die nach rechts in der Ab
bildung ausweicht und damit wird die Ventilnadel 10 in ihre
Öffnungsstellung gebracht und dementsprechend kann vermehrt
Medium aus der Ventilöffnung 9 ausströmen, was zu einem
Druckabfall in der Druckkammer 3 führt. Es kommt damit also
zu einem Gleichgewicht in der Druckkammer, welches durch
die Federkraft auf das Führungsstück 13 eingestellt werden
kann.
Wichtig bei der Erfindung ist im übrigen, daß die Membranen
12, 12a nicht durchgängig ausgebildet sind, sondern daß die die
Ventilnadel tragenden Halterungen in die Membran eingeschraubt
sind, wobei die jeweiligen Membranen 12, 12a eine Bohrung auf
weisen, durch welche der Halter der Ventilnadel hindurch
greift und dort mit einem Gewindebolzen befestigt ist.
Damit ergibt sich ein sicherer Sitz der Membran und die Ventil
nadel ist fest mit dieser Membran ohne Zwischenschaltung von
Führungsmitteln gekoppelt.
1
Kombinations-Dosierventil
2
Gehäuse
3
Druckkammer (Schußventil)
4
Druckkammer (Rezirk.Ventil)
5
Schußventil
6
Rezirkulationsventil
7
Gehäuse
8
Blende
9
Ventilöffnung
9
a
10
Ventilnadel
11
Feder
12
Membran
13
Führungsstück
14
Kugel
15
Druckstück
16
Druckfeder
17
Stößel
18
Druckstück
19
Kammer
20
Rückstellfeder
21
Gewindeschraube
22
Konterschraube
23
Druckkolben
24
Einlaßbohrung
25
Druckkammer
26
Kammer
27
Verbindungskammer
28
Druckmeßstutzen
29
Gehäuse
30
Ansatz
Claims (4)
1. Kombinations-Dosierventil (1) für dünn- bis zähflüssige
Medien, bei dem in einem gemeinsamen Gehäuse ein Schußventil
(5) und ein Rezirkulationsventil (6) als in einen Medienkreis
lauf schaltbare Dosierventile angeordnet sind und bei dem je
des der beiden Dosierventile aufweist:
- - eine vom Medium durchströmte Druckkammer (3, 4), wobei die Druckkammern beider Dosierventile durch eine gemein same Verbindungskammer (27) verbunden sind,
- - eine in der jeweiligen Druckkammer verschiebbar angeord nete Ventilnadel (10), deren Verschiebung abhängig vom Druck des Mediums ist und deren Verschiebung in Abhängig keit vom Druck eines Steuermediums steuerbar ist, wobei die Ventilnadel (10) an ihrem einen Ende als Spitze aus gebildet ist, mit der sie in eine in der Druckkammer an geordnete Ventilöffnung (9) eintaucht, die dadurch ge schlossen oder geöffnet werden kann, und wobei die Ven tilnadel an ihrem anderen Ende mit einer einen Teil der Druckkammerwandung bildenden Membran (12) verbunden ist,
- - ein abhängig vom Druck des Steuermediums axial verschieb bares Führungsstück (13), das an der der Ventilnadelver bindung gegenüberliegenden Seite der jeweiligen Membran anliegt und dessen Verschiebung durch ein federbeauf schlagtes Druckstück (15) voreinstellbar ist,
- - jeweils eine Kammer (26) unter Atmosphärendruck, in wel cher zumindest das jeweilige Führungsstück (13), das Druckstück (15) und die Mittel (16) zu dessen Federbeauf schlagung angeordnet sind, und
- - jeweils eine weitere Druckkammer (25), in welcher ein von einem Steuermedium beaufschlagter Kolben (23) zur Ver schiebung des Führungsstücks angeordnet ist, wobei die drei genannten Kammern hintereinander angeordnet sind.
2. Dosierventil nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß in der Verbindungskammer (27) ein
Druckmeßstutzen (28) für ein Manometer oder einen Sensor an
geordnet ist.
3. Dosierventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Ventilnadel (10) fußseitig
auf einem Halter befestigt ist, der durch die Membran (12)
hindurchgreift.
4. Dosierventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Federkraft des Mittels (16)
zu der Federbeaufschlagung des Druckstücks (15) einstellbar
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924235849 DE4235849C2 (de) | 1992-10-23 | 1992-10-23 | Kombinations-Dosierventil |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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1992
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Non-Patent Citations (1)
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| US-B.: Society of Manufacturing Engineers: Hydraulic Accessories, 1. Aufl., Dearborn, 1984, S. 91,92 * |
Also Published As
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