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DE4231459C1 - Verfahren zum Vermeiden von schußfehlerbedingten Gewebemarkierungen und Webmaschine zum Durchführen des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Vermeiden von schußfehlerbedingten Gewebemarkierungen und Webmaschine zum Durchführen des Verfahrens

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DE4231459C1
DE4231459C1 DE4231459A DE4231459A DE4231459C1 DE 4231459 C1 DE4231459 C1 DE 4231459C1 DE 4231459 A DE4231459 A DE 4231459A DE 4231459 A DE4231459 A DE 4231459A DE 4231459 C1 DE4231459 C1 DE 4231459C1
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Germany
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reed
gear
loom
dobby
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Herbert Mueller
Valentin Krumm
Fritz Dr Ing Gehring
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Lindauer Dornier GmbH
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Lindauer Dornier GmbH
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
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    • D03D51/08Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions using particular methods of stopping stopping at definite point in weaving cycle, or moving to such point after stopping
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Vermeiden von schuß­ fehlerbedingten Gewebemarkierungen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Webmaschine zum Durchführen des Verfahrens.
Eine Unterbrechung des Webprozesses und damit ein Webmaschinen­ stop ist auf die unterschiedlichsten Ursachen zurückzuführen. So wird eine Unterbrechung des Webprozesses u. a. dann erfolgen, wenn ein fehlerhafter Schußfaden in das Webfach eingetragen und ein Webfachwechsel den Schußfaden in die Kettfäden nach dem Detektieren des Webmaschinenstop einbindet. Nach einer schußfehlerbedingten Unterbrechung des Webprozesses bleibt die Hauptantriebswelle der Webmaschine bei einem Dreh­ winkel von ca. 60 Grad nach dem Anschlagen des Schußfadens durch das Webblatt stehen. Der defekte Schußfaden ist an das fertige Gewebe angeschlagen und abgebunden.
Zur Behebung des sogenannten Schußfehlers wird - wie an sich bekannt - das Webfach durch Zurückdrehen von mehr als 60 Drehwinkelgraden der Webmaschinenhauptwelle und durch Zurück­ drehen des Schaftantriebes geöffnet. Ist das zuvor geschlossene Webfach wieder geöffnet, wird der angeschlagene defekte Schuß­ faden vom Gewebe in bekannter Weise entfernt.
Nachdem der defekte Schußfaden entnommen wurde, muß die Schaft­ maschine bzw. deren Antrieb vor dem erneuten Starten der Webmaschine die Bindung des entnommenen defekten Schußfadens noch einmal Einlesen. Das bedeutet, daß die den Bewegungsablauf der Schaftmaschine steuernden elektronischen und mechanischen Mittel in die Position zurückversetzt werden müssen, die jener vor dem Anschlagen des defekten Schußfadens entspricht. Bei Webmaschinen, in denen die Webmaschinenhauptwelle gleich­ zeitig der Antrieb für die Schaftmaschine ist, Webmaschine und Schaftmaschine sind also starr über getriebliche Mittel mitein­ ander gekoppelt, führt das Webblatt beim Auflösen der Bindung daher zwangsläufig ein nochmaliges Anschlagen des an der Gewebekante anliegenden defekten Schußfaden aus, bevor das Webblatt in seine rückwärtige Position schwenkt. Das Webblatt schlägt also zwangsläufig an die Gewebeanschlaglinie an. Dieses Anschlagen führt insbesondere bei Geweben mit "Vortuch" zu unerwünschten und meist erst nach dem Ausrüsten (z. B. Färben, Mercerisieren) des Gewebes, zu sichtbaren Markierungen oder sogenannten Schußstreifen. Es wurden bisher Bemühungen unternommen, diese Fehlerstellen durch ein Verschieben der Webware bzw. der Gewebeanschlaglinie in Richtung des Warenabzugs zu unterbinden. Ein diesbezüglicher Lösungsvorschlag ist der DE-OS 41 37 681 zu entnehmen.
In der genannten DE-Offenlegungsschrift wird vorgeschlagen, daß beim Zurückweben, also bei einer Langsam-Rückwärtsdrehung der Webmaschinenhauptwelle bzw. des mit der Hauptwelle verbundenen Webmaschinenmotors, Einrichtungen betrieben werden, die vor dem erneuten Anschlagen des Webblattes den Warenrand des Gewebes und damit die Gewebeanschlagkante um eine bestimmte Wegstrecke in Richtung Warenabzug aus der Normalposition verlagern. Damit soll die Gewebeanschlagkante gegen ein Anschlagen des Webblat­ tes beim Zurückweben geschützt werden. Nach Beenden des Zurückwebens führen diese Einrichtungen das Gewebe und damit die Gewebeanschlagkante in die Normalposition zurück. Als nachteilig wird bei dieser Verfahrensweise erkannt, daß hierzu ein erheblicher steuerungstechnischer Aufwand erforderlich ist.
Eine andere Möglichkeit die Qualität des Gewebes mindernde Markierungen zu verhindern wurde in der Drehzahlerhöhung des Webmaschinenantriebes beim Start der Webmaschine gesehen.
Bekannt ist ferner, die Schaftmaschine auf der Antriebsseite von der Webmaschinenhauptwelle nach dem schußfehlerbedingten Webmaschinenstop abzukoppeln. Ein separater, mit der Antriebs­ welle der Schaftmaschine in Wirkverbindung stehender Antrieb sorgt dann für das Zurückdrehen der Schaftmaschinenantriebswel­ le und folglich über die Webschäfte für das Auflösen der Bindung des von den Kettfäden eingebundenen defekten Schußfa­ dens, ohne das das Webblatt mitbewegt wird. Es wird also damit das Webfach reproduziert, in welches der defekte Schußfaden eingetragen ist.
Nachdem der defekte Schußfaden entfernt ist, wird mittels eines erneuten Webmaschinenstarts der vorangegangene Schußeintrag wiederholt ohne daß zunächst der Schußfaden von dem Webblatt anschlagen wird.
Aus der DE-OS 25 09 665 ist eine Webmaschine mit einer Fachbildeeinrichtung, insbesondere Schaftmaschine oder Jacquardmaschine bekannt, bei der die Fachbildeeinrichtung sowie ggf. eine Schußfadenwahleinrichtung bei Webstörungen von der Webmaschinenhauptwelle über eine Hauptwellenkupplung aus- und mit einer Rücklaufeinrichtung einkuppelbar ist, wobei letztere aus einem Rücklaufmotor und einer Rücklaufschalt­ kupplung besteht. Bei einer derartigen Webmaschine soll die Rücklaufeinrichtung so gestaltet sein, daß die Behebung einer Webstörung wesentlich weniger Zeit in Anspruch nimmt. Dazu wird vorgeschlagen, daß die Rücklaufeinrichtung zwischen der Rücklaufschaltkupplung und dem Rücklaufmotor ein an sich bekanntes Schrittgetriebe mit einem im Bereich von Schritt­ anfang bzw. Schrittende stark erhöhtem Untersetzungsverhältnis aufweist. Die bekannte Lösung erwähnt nicht, daß das Zurückweben in der Regel mit einem erneuten Anschlagen des Webblattes an die Gewebekante verbunden ist, was zu einer Verdichtung des Gewebes und zu einer sogenannten Streifenbildung im Gewebe führt. Außerdem weist die bekannte Webmaschine für das Zurückweben eine Rücklaufeinrichtung auf, die einen separaten Rücklaufmotor erfordert.
Bekannt ist gemäß DE-OS 27 06 646 eine technische Lösung für Webmaschinen, welche vorsieht, daß im Falle einer Webstörung die Betriebsbewegung der Weblade in einer Vorhaltestellung beendet wird, aus der heraus die Weblade mit einer gegenüber der Betriebsbewegung langsameren Positionierbewegung in eine gewünschte Stillstandsposition gebracht wird. Die bekannte Lösung sieht ferner vor, den Langsamantrieb der Weblade durch den Webmaschinen-Antriebsmotor, der als drehzahlveränderlicher Elektromotor ausgebildet sein kann, selbst zu realisieren. Es wird die Möglichkeit erwähnt, daß als Langsamantrieb ein zum Webmaschinen-Antriebsmotor zusätzlicher Motor vorgesehen sein kann, der auch zum Zurückbewegen einer Schaftmaschine, also zum Zurückweben, dient. Auch diese Lösung erfordert für das Zurückweben der Schaftmaschine neben getrieblichen Mitteln und einer Kupplungseinrichtung zum Trennen und Wiederverbinden des Webmaschinenantriebes von bzw. mit der Schaftmaschine zumindest einen zusätzlichen Rücklaufmotor.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren vorzusehen, mit dem beim sogenannten Zurückweben, d. h. Auflösen der Bindung eines defekten von den Kettfäden eingebundenen Schußfadens, ein erneutes Anschlagen des Webblattes unterbunden wird, und eine Webmaschine zum Durchführen des Verfahrens anzugeben, die auf einen vom Webmaschinen-Hauptantrieb zusätzlichen motorischen Rücklaufantrieb für die Schaftmaschine verzichtet.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 3 angegebenen Merkmale gelöst.
Mit den Maßnahmen gemäß Anspruch 3 wird erreicht, daß beim Zurückweben die Schaftmaschinenantriebs­ welle in der gleichen Zeiteinheit mit einer höheren Winkelge­ schwindigkeit zurückgedreht wird als die Webmaschinenhauptwel­ le. Aufgrund dessen bewegt sich das Webblatt in einem vorgege­ benen Bereich zwischen den Blattanschlägen zurück während die das Webfach bildenden Webschäfte bzw. die Antriebswelle der Schaftmaschine zu dem Einlesepunkt zurückbewegt werden. Unter Einlesepunkt ist hier die Drehwinkelstellung zu verstehen, die die Antriebswelle der Schaftmaschine zum Zeitpunkt der Detektierung des Schußfadenbruches einnahm.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahrensablauf und der Vorrichtung zu dessen Durchführung wird erreicht, daß ein Anschlagen des Webblattes während eines schußfehlerbedingten "Zurückwebens" vermieden wird. Markierungen im Gewebe, die auf das Webblattan­ schlagen beim Zurückweben zurückzuführen sind, werden damit ausgeschlossen.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Gegenstände der Ansprüche 1 und 3 sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine graphische Darstellung des Webblatt-Bewegungsab­ laufes und der Webfachbildung im Vergleich mit und ohne der erfindungsgemäßen Lösung,
Fig. 2 die Vorrichtung gemäß Prior Art,
Fig. 3 das Schaltgetriebe, eingeordnet zwischen Schaftmaschine und getrieblichem Mittel,
Fig. 4 das Schaltgetriebe bei Normalbetrieb der Webmaschine,
Fig. 5 das Schaltgetriebe beim Zurückweben.
Es sei zunächst vorausgeschickt, daß im Ausführungsbeispiel die Bewegung der Fachbildeorgane, also der Webmaschinenschäfte, zum Einbinden der Schußfäden in die Kettfäden durch eine Schaftma­ schine erfolgt. Die Bewegung des Webblattes zum Zwecke des Anschlagens des von den Kettfäden eingebundenen Schußfadens erfolgt über die sogenannte Webblattwelle, deren Antrieb von der Webmaschinen­ hauptwelle abgeleitet ist. Der Bewegungsablauf der Webschäfte und des Webblattes ist in dem Diagramm gemäß Fig. 1 dargestellt.
Im Diagramm sind auf der Abszisse die Drehwinkelgrade der Webmaschinenhauptwelle aufgetragen. Danach ist nach jeweils einer vollen Umdrehung der Hauptwelle ein Fachschluß herbeige­ führt, d. h. ein in das Webfach eingetragener Schußfaden ist von den die Kettfäden bewegenden Webschäfte eingebunden. Der Bewegungsablauf der Fachbildeorgane ist mit dem sinusförmi­ gen Verlauf der Linien 1 und 2 über mehrere Schußfadeneinträge dargestellt. Der Schnittpunkt 3 der Linien 1 und 2 ist der Punkt innerhalb eines Webzyklus, in welchem der Fachschluß erfolgt.
Die unter den Linien 1 und 2 verlaufende Linie 4 zeigt den Bewegungsablauf des Webblattes ebenfalls über mehrere Schußfa­ deneinträge. Auch hier erfolgt nach jeweils einer vollen Umdrehung der Webmaschinenhauptwelle bzw. der Webblattwelle ein Anschlagen des zuvor eingebundenen Schußfadens durch das Webblatt. Wenn der Punkt 5 im Bewegungsablauf des Webblattes erreicht ist, ist der bei Schnittpunkt 3 eingebundene Schußfaden an das Tuch angeschlagen. Es sei noch daraufhingewiesen, daß - wie aus den beiden Bewe­ gungsabläufen zu erkennen - selbstverständlich der Fachschluß in Schnittpunkt 3 einige Hauptwellen-Drehwinkelgrade vor dem Webblattanschlag im Punkt 5 erfolgt. Bei einem sogenannten Schußfadenbruch wird bekanntlich die Webmaschine automatisch abgestellt. So sei z. B. in Punkt 6 der sinusförmig verlaufenden Linie 1 und 2 ein Schußfadenbruch detektiert. Die Detektierung führt zum Stop des Webprozesses. Die Massenträgheitsmomente des Webmaschinenantriebes und die mit dem Antrieb in Verbindung stehenden Fachbildeorgane führen jedoch dazu, daß die Webmaschinenhauptwelle erst im Punkt 7, also ca. 60 Winkelgrade nach dem Webblattanschlag zum Still­ stand kommen. Der defekte Schußfaden ist also von den Fachbilde­ organen abgebunden und mittels des Webblattes an das Tuch angeschlagen.
Um den defekten Schußfaden automatisch von dem Tuch zu entfer­ nen, ist ein sogenanntes Zurückweben notwendig. Ein Zurückweben bedeutet, daß die Webmaschinenhauptwelle und damit die Web­ blattwelle und die Schaftmaschinenantriebswelle langsam von dem Punkt 7 über Punkt 5 bis zu Punkt 6 zurückbewegt werden. Das Zurückweben erfolgt gemäß dem vereinfacht durch die Pfeile 8, 9 für die Schaftmaschinenantriebswelle und für die Webblattwelle dargestellten Bewegungsablauf.
Es ist erkennbar, daß hierbei der Bewegungsablauf 4 des Web­ blattes ein erneutes Anschlagen des defekten Schußfadens in Punkt 5 einschließt bevor das Webfach zum Entfernen des defek­ ten Schußfadens geöffnet ist. Dieses erneute Anschlagen des defekten Schußfadens führt, wie eingangs schon erwähnt, zu einem unerwünschten Verdichten des Gewebes in Bezug auf die nachfolgende Gewebebildung und zu einer sichtbaren Streifenbil­ dung, vornehmlich nach dem Ausrüsten des Gewebes.
Der erfindungsgemäße Bewegungsablauf der Webmaschinenhauptwelle und der von der Hauptwelle abgeleitete Bewegungsablauf der Webblattwelle und des Schaftmaschinenantriebs erfolgt gemäß der Pfeile 10 und 11 in Fig. 1. Hier wird ein erneutes Anschlagen des defekten Schußfadens beim Zurückweben durch das Webblatt dadurch vermieden, indem die Webmaschinenhauptwelle bzw. die von der Hauptwelle abgeleiteten Antriebe der Schaftmaschine und des Webblattes nach dem Webstop um eine Anzahl Drehwinkelgrade, die kleiner als 360 ist, in eine Drehrichtung z. B. bis Punkt 12 - siehe auch Richtungspfeile 10, 11 - langsam weitergedreht wird, die sie vor dem Webstop inne hatten. Bei Punkt 12 erfolgt ein Entkuppeln der Verbindung zwischen der Schaftmaschinenantriebswelle und der Webmaschinenhauptwelle bei gleichzeitigem Übergang in eine Zahnradübersetzung für die Antriebswelle der Schaftmaschine und Drehen der Webblatt- und Schaftmaschinenantriebswellen in die der vorangegangenen Drehrichtung entgegengesetzte Drehrichtung. Dabei ist die Anzahl der Drehwinkelgrade der Webmaschinenhauptwelle kleiner als 360 und die Anzahl der Drehwinkelgrade der Schaftmaschinen­ antriebswelle größer als 360. Aufgrund des Übersetzungsverhält­ nisses von etwa i=1 : 2 bis i=1 : 3 kann die Schaftmaschinenan­ triebswelle mit einer höheren Winkelgeschwindigkeit pro Zeit­ einheit zurückgedreht werden als die Webmaschinenhauptwelle. Vor dem Neustart der Webmaschine wird dann wieder die zuvor bestandene Wirkverbindung zwischen dem Schaftmaschinenantrieb und der Webmaschinenhauptwelle winkelgenau hergestellt.
Mit dem erfindungsgemäßen Arbeitsablauf wird erreicht, daß in der gleichen Zeiteinheit sich die Schaftmaschine bzw. deren Antriebswelle auf dem sogenannten Einlesepunkt und sich das Webblatt in einem festgelegten Bereich zwischen zwei Webblatt­ anschlägen zurückbewegen. Ein erneutes Anschlagen des Webblattes beim Zurückweben ist damit ausgeschlossen.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrensablaufes ist ein Schaltgetriebe 13 vorgesehen, das zwischen dem getrieblichen Mittel 14 und der Antriebswelle 16 der Schaftma­ schine 15 eingebunden ist. (Fig. 3). Fig. 2 zeigt den bekannten Stand der Technik für den Schaftmaschinenantrieb. Danach wird der Antrieb für die Schaftmaschine 15 von der Webmaschinenhauptwelle - mit Pfeilrichtung 17 dargestellt - unter Zwischenschaltung des getrieblichen Mittels 14 abgeleitet. Als getriebliches Mittel kommt im vorliegenden Falle beispielsweise ein Riementrieb zur Anwendung.
Der Aufbau des Schaltgetriebes 13 und deren Zahnradschaltstel­ lung für den normalen Webmaschinenbetrieb und für das Zurückwe­ ben sollen nachstehend kurz erläutert werden.
Das Schaltgetriebe beim normalen Webmaschinenbetrieb zeigt die Fig. 4. Die Ableitung des Antriebes von der Webmaschinenhaupt­ welle 17 erfolgt hier über den Riemen 18, der auf der Riemen­ scheibe 19 aufliegt. Auf der Antriebswelle 20, die auf ihrem freien Ende die Riemenscheibe 19 des getrieblichen Mittels 14 aufnimmt, ist ein Antriebszahnrad 21 drehend gelagert. Auf der gleichen Antriebswelle 20 ist ein axial verschiebbares Kupp­ lungsteil 22 drehfest angeordnet. Koaxial zur Antriebswelle 20 ist eine Abtriebswelle 23 im Getriebegehäuse 24 gelagert. Auf der Abtriebswelle 23 ist ein Abtriebszahnrad 25 drehfest verbunden. Die in das innere des Getriebes 13 gerichteten Seitenflächen des Antriebs- und Abtriebszahnrades 21, 25 weisen Mitnahmelemente 21a, 25a auf, die mit den Mitnahmelementen 22a des Kupplungsteils 22 in Eingriff gebracht werden können. Achsparallel zur Antriebs- bzw. Abtriebswelle 20, 23 ist im Gehäuse 24 eine weitere Welle 26 drehend gelagert. Die Welle 26 trägt an ihren freien Enden jeweils ein Zahnrad 27, 28, das mit dem entsprechenden Antrieb- bzw. Abtriebszahnrad 21, 25 in Eingriff steht. Bei entsprechender Stellung des Kupplungsteils 22 sorgen die Zahnräder für die notwendige Übersetzung der mit der Schaftmaschinenantriebswelle 16 verbundenen Abtriebswelle 23 des Schaltgetriebes 13. Der Kraftfluß vom Webmaschinenantrieb zum Schaftmaschinenan­ trieb ist hier durch die unterbrochene Linienführung 29 darge­ stellt. Das Kupplungsteil 22 überträgt das Drehmoment der Antriebswelle 20 direkt auf die Abtriebswelle 23 des Schaltge­ triebes 13.
In Fig. 5 greift das Kupplungsteil 22 in das Antriebszahnrad 21 ein. Der Kraftfluß ist hier ebenfalls durch eine gestrichelte Linienführung 30 dargestellt. Entsprechend dem gewählten Übersetzungsverhältnis erfolgt daher das Zurückdrehen der Schaftmaschinenantriebswelle 16 mit einer höheren Drehzahl als die Webblattwelle.

Claims (7)

1. Verfahren zum Vermeiden von schußfehlerbedingten Gewebemar­ kierungen, die durch einen Webblattanschlag beim Zurückweben entstehen, wonach bei einem Schußfadenbruch ein Webstop ausge­ löst wird und der fehlerhafte Schußfaden von den Kettfäden eingebunden und mittels des Webblattes an der Anschlagkante des Gewebes angeschlagen vorliegt, und dabei die motorgetriebene Hauptwelle der Webmaschine, die Webblattwelle und die mit der Hauptwelle über ein getriebliches Mittel gekuppelte Antriebs­ welle der Schaftmaschine bei einem Drehwinkel von etwa 60 Grad nach dem Webblattanschlag stillsteht, daraufhin vorzugsweise bei gleichzeitigem gesteuertem Zurückdrehen von Kett- und Warenbaum um eine Anzahl von Drehwinkelgraden eine Fachoffenstellung herbeigeführt und der fehlerhafte Schußfaden entfernt wird, und schließlich die Webmaschinenhauptwelle, die Webblattwelle und die Schaftantriebswelle in die für den Neustart der Webmaschine notwendige Drehwinkelposition zurück­ geführt wird, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Anschlagen des Webblattes beim Zurückweben vermieden wird, indem die Hauptwelle, die Webblattwelle und die Antriebswelle der Schaftmaschine nach dem Webstop gemeinsam um eine Anzahl Drehwinkelgrade, die kleiner als 360 Drehwinkelgrade ist, in eine Drehrichtung weitergedreht werden, die sie vor dem Webstop inne hatten, daraufhin ein Entkuppeln der Schaftmaschinenantriebswelle von der Webmaschinenhauptwelle und ein gleichzeitiges Drehen der Webblatt- und Schaftmaschinenantriebswelle in die der vorange­ gangenen Drehrichtung entgegengesetzte Drehrichtung erfolgt, wobei die Anzahl der Drehwinkelgrade der Webmaschinenhauptwelle und der Webblattwelle kleiner als 360 Drehwinkelgrade und die Anzahl der Drehwinkelgrade der Schaftantriebswelle größer als 360 ist, und nachfolgend die Schaftantriebswelle mit der Webmaschinenhauptwelle gekuppelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Schaftmaschinenantriebswelle mit einer höheren Winkelgeschwindigkeit pro Zeiteinheit zurückgedreht wird, als die Webmaschinenhauptwelle.
3. Webmaschine zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1, mit einer Schaftmaschine, deren Antriebswelle mit der Webma­ schinenhauptwelle unter Zwischenschaltung eines getrieblichen Mittels, beispielsweise eines Riementriebes, in Wirkverbindung steht, und wobei das getriebliche Mittel eine mit der Webma­ schinenhauptwelle direkt oder indirekt verbundene Antriebswelle und eine Abtriebswelle aufweist und beide Wellen untereinander verbunden sind, dadurch gekenn­ zeichnet, daß zwischen der Abtriebswelle (14a) des getrieblichen Mittels (14) und der Antriebswelle (16) der Schaftmaschine (15) ein ein Übersetzungsverhältnis von etwa i= 1 : 2 bis i=1 : 3 ins Schnelle realisierendes Getriebe (13) mit einem Kupplungsteil (22) zwischengeschaltet ist.
4. Webmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Kupplungsteil (22) des Getriebes (13) zwischen einem auf der Antriebswelle (20) drehend gelagerten Antriebszahnrad (21) und einem mit der Abtriebswelle (23) drehfest verbundenen Abtriebszahnrad (25) axial verschiebbar angeordnet ist.
5. Webmaschine nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtriebswelle (23) mit der Antriebswelle (16) der Schaftmaschine (15) verbunden ist.
6. Webmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Kupplungsteil (22) wahlweise durch pneumatische, mechanische oder elektromechanische Mittel verschiebbar ist.
7. Webmaschine nach den Ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das drehend gelagerte An­ triebszahnrad (21) mit einem Zahnrad (27), das ein Überset­ zungsverhältnis von etwa i=1 : 2 oder i=1 : 3 realisiert in Eingriff steht, und das Zahnrad (27) drehfest auf einer im Gehäuse (24) achsparallel zu der Antriebswelle (20) gelagerten Welle (26) angeordnet ist und die Welle (26) beabstandet vom Zahnrad (27) ein Zahnrad (28) trägt, das mit dem Abtriebszahn­ rad (25) in Eingriff steht.
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