DE4227020A1 - Anschluß-Einheit mit automatischem Frischwasserzulauf für Regenwasser-Zisternen - Google Patents
Anschluß-Einheit mit automatischem Frischwasserzulauf für Regenwasser-ZisternenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anschließen einer Regenwasser-Zisterne an die
häusliche Installation um diese mittels eines sog. Hauswasserwerkes mit Regenwasser zu
versorgen (z. B. Toiletten, Waschmaschinen).
Um für den Fall eines niederschlagsarmen Zeitraums trotzdem die angeschlossenen
Wasserverbraucher mit Wasser versorgen zu können sind Installationen bekannt, die die in
diesem Fall die Zufuhr von Trinkwasser regeln. So dürfen nach der Trinkwasserverordnung
und DIN 1988 Trinkwasserleitungen nicht mit Wasserleitungen verbunden sein, die nicht
Trinkwasser (also z. B. Regenwasser) führen.
Dieser Vorschrift wird dadurch entsprochen, daß bei unterschreiten eines Minimalwasserstandes
die Frischwasserzuführung durch einen freien Zulauf, der unter keinen
Umständen mit Nicht-Trinkwasser in Kontakt kommen darf, vorgenommen wird.
Um dies zu bewerkstelligen sind von den ausführenden Handwerkern folgende Komponenten
innerhalb der Zisterne zu installieren: Magnetventil, Schwimmerschalter für Trockenlaufschutz
und Minimalwasserstand (die Schwimmerschalter sprechen durch entsprechende Fixierung an
der Zisterne auf die überwachten Wasserstände an, d. h. die Einstellung ist mehr als
problematisch), Saugrohranschluß mit Rückschlagventil für das anzuschließende
Hauswasserwerk und gfls. einen Sensor zur Anzeige des Zisterneninhalts.
Trotz des offensichtlichen Installationsaufwandes bleibt jedoch ein insbesondere für größere
Zisternen wesentliches Problem ungelöst: bei unterschreiten des Minimalwasserstandes müssen
aufgrund der im allgemeinen großen Fläche (typisch: 3,5 qm) des Zisternenbodens große
Frischwassermengen (350 Liter/10 cm Wasserstand) zugeführt werden, ehe der Zulauf wieder
gestoppt werden kann. Dieses zugeführte Trinkwasser wird mit dem in der Zisterne noch
befindlichen Regenwasser vermischt. Dieser Qualitätsminderung kommt deshalb auch hohe
Bedeutung zu, daß durch den freien Zulauf des Trinkwassers in die Zisterne auf dem
Zisternenboden befindliche Schlammablagerungen (falls nicht mit einer wie unter
P 42 02 245.2 beschriebenen Vorrichtung nur gereinigtes Regenwasser in die Zisterne gelangt)
aufgewühlt werden. Diese Vermischung von Trinkwasser und Regenwasser mit
Schlammablagerungen bedeutet, daß für den Fall einer notwendigen Frischwasserzufuhr die
Wasserqualität an den Entnahmestellen abnimmt.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die vorstehend genannten
Nachteile zu beseitigen, insbesondere eine Vorrichtung zu schaffen, mit der
- - das Anschließen von Zisternen vereinfacht wird,
- - mit der so wenig Trinkwasser wie möglich aber soviel wie notwendig der Zisterne zugeführt wird und
- - mit der im Falle einer Trinkwasserzufuhr in die Zisterne die Wasserqualität an den Entnahmestellen beständig zunimmt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung wie in Bild 1 dargestellt
insbesondere dadurch erreicht,
- - daß sämtliche für den Anschluß der Zisterne benötigten Anschlüsse im Zisternen-Dom liegen (das ist der Bereich, der nicht der Wasserspeicherung dient), innerhalb des eigentlichen Speicherraumes also keine Installationsmaßnahmen erforderlich sind
- - daß die auf dem Zisternenboden lose liegende Einheit folgende Komponenten zusammenfaßt: Sensor für Tankinhaltsmessung (4), Schwimmerschalter für Frischwasserzulaufs-Niveau (1), Schwimmerschalter für Trockenlaufschutz-Niveau (2) des angeschlossenen Hauswasserwerkes, Rückflußverhinderer und Siebkorb (5) für die Wasserentnahme aus der Zisterne, Entnahmepuffer (6),
- - daß das über die Trinkwasserleitung (7) zugeführte Wasser über eine freie Strecke (12) in den sog. Entnahmepuffer (6) geleitet wird, aus dem die Entnahmeleitung (8) entweder Zisternenwasser oder das zugeführte Trinkwasser entnimmt, so daß das zugeführte Trinkwasser also nicht mit dem Restwasser in der Zisterne vermischt wird
- - daß die lose auf dem Zisternenboden liegende Einheit per Schlauch- (8, 13) und Kabelverbindungen (14) in Zisternen bis zu einer festzulegenden Maximalhöhe ohne Installationsaufwand durch Absenken in die Zisterne eingebracht werden kann,
- - daß die Frischwasserzufuhr so gesteuert wird, daß auch bei hohem Leitungsdruck (öffentliches Netz) und kleinen Durchfluß-Öffnungen der verwendeten Magnetventile (15, 16) zugeführtes Frischwasser nur in den Entnahmepuffer (6) gelangt, die zugeführte Trinkwassermenge also minimiert wird.
Insbesondere kann durch eine so komplettierte Einheit, bei der der Installateur lediglich die aus
der Zisterne herauszuführenden Anschlüsse (7, 8, 9, 10, 11) versorgen muß, den Vorschriften der
Trinkwasserverordnung sicher Rechnung getragen werden. Folgende Anschlüsse müssen vom
Installateur versorgt werden: Frischwasser-Anschluß (7), Entnahmeleitung (8),
Stromversorgung (9), Tankanzeigen-Anschluß (10) und Pumpenschaltkontakt (11).
Das Hauswasserwerk saugt über die Entnahmeleitung (8) Wasser aus dem Entnahmepuffer an,
der wiederum Zisternenwasser über den Rückflußverhinderer mit Siebkorb (5) aus der Zisterne
ansaugt; wichtig ist, daß hierbei das Magnetventil (16) geschlossen ist.
- - Magnetventil (15) öffnet, wodurch Frischwasser in den Zulaufpuffer (6) fließt,
- - Magnetventil (16) öffnet, wodurch sich der Zulauf-Puffer (17) in den Entnahmepuffer (6) entleert
- - mittel Schwimmerschalter (3) wird das Überlaufen des Zulauf-Puffers (17) verhindert, d. h. übersteigt der Wasserstand im Zulauf-Puffer das entsprechende Niveau, so wird der Frischwasserzulauf solange unterbrochen, bis der Zulaufpuffer (17) in den Entnahmepuffer (6) entsprechend entleert wurde.
Wird über den Zulaufpuffer (17) im Bedarfsfall zuwenig Frischwasser dem Entnahmepuffer (6)
zugeführt, so wird nach entsprechender Zeit das per Schwimmerschalter (2) überwachte
Trockenlaufschutz-Niveau unterschritten, wodurch das über den Pumpenkontakt (11)
angeschlossene Hauswasserwerk solange abgeschaltet wird, bis dieses Niveau wieder
überschritten wird. Hauswasserwerke sind jedoch durch einen Druckkessel druckstabilisiert,
d. h. kurzfristige Druckschwankungen werden von diesem ausgeglichen.
Bild 1 stellt die Zisternen-Anschluß-Einheit schematisch dar.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Anschließen einer Regenwasser-Zisterne mit Frischwasser-Zulauf
dadurch gekennzeichnet, daß die an ein Hauswasserwerk oder eine andere
Pumpe anzuschließende Entnahmeleitung (8) das zu fördernde Wasser aus einem
Entnahmepuffer (6) entnimmt, der sich entweder aus dem Zisterneninhalt über einen Zulauf
mit Rückflußverhinderer (gfls. mit Siebeinrichtung) mit Wasser versorgt oder, falls dies
wegen des unzureichenden Wasserstandes in der Zisterne nicht möglich ist, über einen
drucklosen, per Ventil (16) freizugebenden Zulauf mit Frischwasser, das diesem über einen
freien Zulauf (12) und Zulauf-Puffer (17) aus dem unter druckstehenden Frischwasser-
Anschluß (7) zugeführt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, daß der Frischwasser-Zulauf in Abhängigkeit vom
Füllstand im Entnahmepuffer (6) über Magnetventile (15, 16) und Füllstandswächter (1, 2, 3)
so geregelt ist, daß der Entnahmepuffer nur für den Fall eines erforderlichen Frischwasser-
Zulaufs hin zum Zulauf-Puffer geöffnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2
dadurch gekennzeichnet, daß der Frischwasser-Zulauf in den
Entnahmepuffer (6) vom Zulauf-Puffer (17) nur dann über ein Magnetventil (16) ermöglicht
wird, wenn im Zulauf-Puffer (17) über ein Niveau-Wächter (im Bild 1 nicht dargestellt) ein
Mindest-Wasserstand registriert wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung mit weiteren Sensoren
bestückt werden kann, wie z. B. Drucksensor (4) für eine Tankinhaltsanzeige,
Temperatursensor oder die Wasserqualität erfassende Sensoren (Trübungsmeß-Strecke,
PH-Sensor, u. a.).
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4
dadurch gekennzeichnet, daß ein Mindestwasserstand im Entnahmepuffer (6)
überwacht wird, der über den Pumpenschaltkontakt (11) dem Trockenlaufschutz des
angeschlossenen Hauswasserwerks dient.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5
dadurch gekennzeichnet, daß der Entnahmepuffer (6) mit den mit ihm
verbundenen Sensoren über flexible Zuleitungen (8, 13, 14) an unterschiedliche Bauhöhen
von Zisternen angepaßt werden kann, und somit der Entnahmepuffer lose auf dem
Zisternenboden liegt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924227020 DE4227020A1 (de) | 1992-08-14 | 1992-08-14 | Anschluß-Einheit mit automatischem Frischwasserzulauf für Regenwasser-Zisternen |
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| DE19924227020 DE4227020A1 (de) | 1992-08-14 | 1992-08-14 | Anschluß-Einheit mit automatischem Frischwasserzulauf für Regenwasser-Zisternen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4227020A1 true DE4227020A1 (de) | 1994-02-17 |
Family
ID=6465612
Family Applications (1)
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| DE19924227020 Withdrawn DE4227020A1 (de) | 1992-08-14 | 1992-08-14 | Anschluß-Einheit mit automatischem Frischwasserzulauf für Regenwasser-Zisternen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4227020A1 (de) |
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