DE4224690A1 - Verfahren zur Trennung von flüssigen Gemischen verschiedener Stoffe in ihre Komponenten - Google Patents
Verfahren zur Trennung von flüssigen Gemischen verschiedener Stoffe in ihre KomponentenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Trennung von
flüssigen Gemischen verschiedener Stoffe (Lösungen) in
ihre Komponenten unter Verwendung des Membrantrennver
fahrens, mit dem über eine Membrantrennstufe ein stoff
abgereichertes Lösungsmittel (Permeat) und ein stoffan
gereichertes Lösungsmittel (Retentat) erzeugbar sind.
Es ist bekannt, daß die Abwasseraufbereitung und/oder
Abwasserentsorgung in zunehmendem Maße problembehaftet
ist. Diese Probleme bestehen einerseits darin, daß immer
größere Abwassermengen sowohl im industriellen als auch
im privaten Bereich auftreten und daß zum anderen die
Anforderungen an die Qualität des aufbereiteten Wassers
steigen. Es kann gesagt werden, daß aufgrund gesetz
licher Vorgaben und auch aufgrund der situationsbeding
ten Notwendigkeit Abwasserqualitäten angestrebt werden,
die in einem natürlichen ökologischen Kreislauf sicher
abgebaut werden können und nicht zu einer unnatürlichen
Belastung des Ökosystems schlechthin führen.
Es ist bekannt, daß bei der Abwasseraufbereitung und
Wasserentsorgung im vorbeschriebenen Sinne, die in den
flüssigen Gemischen enthaltenen gelösten Stoffe derart
zu reduzieren, in einem solchen Umfang aus dem Gemisch zu
entfernen sind, daß das verbleibende flüssige Lösungs
mittel derart vom zu trennenden Stoff abgereichert ist,
daß es, wie erwähnt, ohne weitere Behandlung in den na
türlichen ökologischen Kreislauf zurückgeführt werden
kann. Des weiteren besteht auch die Forderung, die aus
dem Lösungsmittel entfernten Stoffe, bei denen es sich
vielfach um kostspielige Rohstoffe handelt, in fester
Form zu gewinnen und sie derart gewonnen wieder in einen
Fertigungs- oder anderweitigen Nutzungsprozeß im Sinne
eines "Recycling" zurückzuführen.
Die bisher bekannten Trennverfahren, die zur Lösung der
artiger Probleme bekanntgeworden sind, zeichnen sich
alle durch einen erheblichen verfahrensmäßigen und ap
parativen Aufwand auf und bedürfen großer Energiemengen
zur verfahrensmäßigen Durchführung, wobei derartige be
kannte Verfahren noch mit unzureichendem Trennergebnis
arbeiten.
Es ist somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
Verfahren zur Trennung von flüssigen Gemischen ver
schiedener Stoffe in ihre Komponenten der eingangs ge
nannten Art zu schaffen, das unter Verwendung des Mem
branverfahrens eine industriell anwendbare Trenntechnik
liefert, in der industrielle, kommunale und auch land
wirtschaftliche Abwässer auf einfache und kostengünstige
Weise getrennt werden können, das einen geringen Ener
giebedarf aufweist, das bessere Trennergebnisse als be
kannte Verfahren liefert und zudem den aus dem Gemisch
zu trennenden Stoff in ohne weitere Behandlung wieder
verwendbarer Form liefert.
Gelöst wird die Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch, daß
zur Trennung des stoffangereicherten Lösungsmittels (Re
tentat) in einen Feststoffanteil und einen Lösungsmit
telanteil das stoffangereicherte Lösungsmittel in der
Membranstufe derart aufkonzentriert wird, daß in einem
nachfolgenden Verfahrensschritt der Stoffanteil im Lö
sungsmittel ausfällbar ist.
Der wesentliche Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens
besteht darin, daß durch die Aufkonzentrierung des stoff
angereicherten Lösungsmittels in der Membranstufe be
züglich der Inhaltsstoffe im Lösungsmittel durch Errei
chung von Grenzkonzentrationen ermöglicht wird, d. h.
nach Austritt des aufkonzentrierten stoffangereicherten
flüssigen Lösungsmittels durch eine Konditionierung des
Lösungsmittels Sättigungskonzentrationen erreicht werden
und somit eine Ausfällung der nicht mehr löslichen Stof
fe als Feststoff erfolgt, der, anders als bei bisherigen
Verfahren, sofort, da er als Feststoff anfällt, re
cycliert werden kann, d. h. einer Wiederverarbeitung
zugeführt werden kann.
Vorteilhafterweise arbeitet die Membranstufe nach dem
Prinzip der Trennung über Hochdruck-Umkehrosmose (Quer
stromfiltration), bei dem dem flüssigen Gemisch stoff
abgereichertes Lösungsmittel (Permeat) entzogen wird,
das dann, beispielsweise als gereinigtes Wasser, erneut
ohne Bedenken in den natürlichen ökologischen Kreislauf
zurückgeführt werden kann.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens
liegt der Druck auf das zu trennende Gemisch aus Flüs
sigkeit und darin gelösten Stoffen in der Membranstufe
im Bereich von 300 bar, wobei der Betriebsdruck der Mem
branstufe aber in Abhängigkeit der aus dem Lösungsmittel
zu trennenden Stoffe bzw. von deren osmotischem Druck
der Sättigungskonzentration des Stoffes im aufzuberei
tenden Lösungsmittel abhängt.
Vorzugsweise wird die Verweilzeit eines vorgegebenen
Volumens des zu trennenden Gemisches aus Flüssigkeit und
darin gelösten Stoffen in der Membranstufe klein gegen
die Ausfällzeit eines gleichen Volumens des stoffange
reicherten Lösungsmittels gehalten, d. h. es wird mit
diesen kurzen Verweilzeiten des Gemisches in der Mem
branstufe sichergestellt, daß die Verweilzeit unterhalb
der Reaktionszeit, in der die Ausfällung des Stoffan
teils vonstatten geht, liegt. Dadurch wird auch eine
sehr geringe Aufkonzentration des stoffangereicherten
Lösungsmittels direkt auf der Membranoberfläche erreicht,
mit der Folge, daß dadurch auch die Wahrscheinlichkeit
der Ausfällung schon in der Membranstufe vermindert
wird.
Die Ausfällung des Stoffanteils selbst erfolgt vorteil
hafterweise in der einer der Membranstufe nachfolgenden
Druckstufe, wobei die Druckstufe grundsätzlich bei Nie
derdruck, der im wesentlichen dem Umgebungsdruck ent
spricht, betrieben werden kann, wobei für diese Ausge
staltung ein verhältnismäßig geringer apparativer Auf
wand nötig wird.
Es kann aber auch voreilhaft sein, daß der in der
Druckstufe auf das stoffangereicherte Lösungsmittel ein
wirkende Druck hoher Druck im Bereich von 300 bar ist,
wobei es bei dieser Ausgestaltung möglich ist, das die
Druckstufe verlassende Gemisch zum erneuten Eintritt in
die Membranstufe nicht erneut auf den Betriebsdruck der
Membranstufe, der ebenfalls im Bereich von 300 bar lie
gen kann, wiederum erhöhen zu müssen, was bei der Be
treibung der Druckstufe im Niederdruckbereich (Umge
bungsdruck) unabdingbar wäre.
Vorteilhafterweise ist die Temperatur des zu trennen
den Gemisches in der Membranstufe einstellbar, wobei
auch die Temperatur des auszufällenden stoffangereich
erten Lösungsmittels einstellbar sein kann. Die Sätti
gungskonzentration der im Lösungsmittel gelösten Stoffe
ist für unterschiedliche Stoffe unterschiedlich, wobei
die Sättigungskonzentration der gelösten Stoffe in Ab
hängigkeit der Temperatur variiert. Insofern führt
grundsätzlich ein Über- oder Unterschreiten der diesbe
züglichen spezifischen Temperaturen, in der Sättigungs
konzentrationen vorliegen, zur Spontanausfällung der
Stoffe, so daß zur Verhinderung der Spontanausfällung
die Temperatur sowohl in der Membranstufe einstellbar
ist, um dort eine Spontanausfällung zu verhindern, als
auch die Temperatur im Ausfällbereich derart gewählt
wird, daß es zur gewünschten Ausfällung kommt.
Da die Membranen der Membranstufe in der Regel mit ver
hältnismäßig niedrigen Temperaturen betrieben werden, die
beispielsweise im Bereich von 20°C betrieben wird, in
der Druckstufe für die induzierte Ausfällung Tempera
turen von beispielsweise 80°C herrschen, wird das nach
dem Ausfällvorgang verbleibende Lösungsmittel vorteil
hafterweise vor Wiederzuführung in die Membranstufe
wärmebehandelt, was vorteilhafterweise in einer geson
derten Wärmestufe erfolgen kann. Diese thermische Rekon
ditionierung des nach dem Ausfällvorgang verbleibenden
Lösungsmittels vor Wiederzuführung in die Membranstufe
verhindert auch eine primäre Ausfällung von den im Lö
sungsmittel nach dem Ausfällvorgang verbleibenden Stof
fen in der Membranstufe. Es kann gesagt werden, daß die
Rekonditionierung in der Regel in der Temperatureinstel
lung des verbleibenden Lösungsmittels auf eine Tempera
tur entsprechend der maximalen Löslichkeit der noch in
der Lösung befindlichen gelösten Stoffe besteht.
Um eine Belastung des Trennvorganges in der Membranstufe
zu vermeiden, kann es ebenfalls vorteilhaft sein, un
mittelbar vor der Zuführung in die Membranstufen, in die
das aufzubereitende Gemisch gelangt, ein mechanisches
Filter, ggf. vorzugsweise in Form einer gesonderten Fil
terstufe, vorzusehen, durch die Belastungen durch orga
nische kolloidale Inhaltsstoffe oder andere Inhalts
stoffe entfernt werden können. Die bei der Ausführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens fortschreitende Aufkon
zentrierung, bei der das stoffangereicherte Lösungsmit
tel nach Art eines Kreisprozesses immer wieder auf die
Membranstufe geführt wird, kann auch zur Endstabilisie
rung von gelösten Kolloiden führen, die dann durch Fil
terung bzw. eine derartige Filterstufe aus dem Lösungs
mittel entfernt werden können. Es kann gesagt werden,
daß die Filterstufe die Membraneinrichtung entlastet und
die Standzeit des eigentlichen Membranfilters bis zu
einer nächsten Membranfilterspülung verlängert. Diese
Filterstufe kann beispielsweise aus Siebkorbfiltern,
Kerzenfiltern, Kiesfiltern oder Filterpresse bestehen.
Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die nach
folgende einzige schematische Zeichnung an Hand eines Aus
führungsbeispieles eingehend beschrieben. Diese zeigt:
ein Prinzipschema eine Anordnung, mit der das Verfahren zur Trennung von flüssigen Gemischen verschiedener Stoffe in ihre Komponenten be trieben werden kann, und zwar nach Art eines Kreisprozesses.
ein Prinzipschema eine Anordnung, mit der das Verfahren zur Trennung von flüssigen Gemischen verschiedener Stoffe in ihre Komponenten be trieben werden kann, und zwar nach Art eines Kreisprozesses.
Eine Anordnung 10 zur Ausführung des Verfahrens zur
Trennung von flüssigen Gemischen verschiedener Stoffe
(Lösungen) in ihre Komponenten umfaßt im wesentlichen
eine Membranstufe und eine dieser Membranstufe nachge
schaltete Druckstufe 12. Das zu trennende flüssige Ge
misch 19 wird auf eine nach dem Prinzip der Trennung
über Hochdruck-Umkehrosmose betriebene Membranstufe 11
gegeben, in der das Gemisch auf bekannte Weise in ein
stoffabgereichertes Lösungsmittel (Permeat) 16 und ein
stoffangereichertes Lösungsmittel (Retentat) 15 getrennt
wird. Das Permeat 16 ist beispielsweise, wenn es sich
bei dem zu trennenden flüssigen Gemisch 19 um ein mit
den verschiedensten Stoffen verunreinigtes Wasser han
delt, Wasser, daß beispielsweise in einen ökologischen
Kreislauf zurückgeführt werden kann.
Das die Membranstufe 11 verlassende stoffangereicherte
Lösungsmittel (Retentat) 15 wird auf eine Druckstufe 12
gegeben. In der Membranstufe wird das Trennverfahren
beispielsweise bei hohem Druck bis zu 300 bar betrie
ben, wobei der Betriebsdruck höher als der osmotische
Druck der Stoffe im zu trennenden flüssigen Gemisch 19
ist. In der Membranstufe 11 wird das stoffangereicherte
Lösungsmittel (Retentat) 15 derart aufkonzentriert, und
zwar bis in den Bereich der Grenzkonzentration des
jeweiligen im zu trennenden flüssigen Gemisch 19 befind
lichen Stoffes, so daß dessen Grenzkonzentration er
reicht wird. Dabei wird die Temperatur in der Membran
stufe derart eingestellt, daß ein Maximum an Löslichkeit
des Stoffes im Lösungsmittel des flüssigen Gemisches 19
erreicht ist, um eine Ausfällung des Stoffes in der Mem
branstufe 11 zu vermeiden.
Das gewissermaßen kritisch im Grenzkonzentrationsbereich
konzentrierte stoffangereicherte Lösungsmittel (Reten
tat) 15 wird dann in diesem kritischen Zustand auf eine
Druckstufe gegeben, die normalerweise bei Normaldruck,
d. h. bei einem Niederdruck entsprechenden Umgebungsdruck
arbeitet. Zur Ausfällung ist dann ein Unterschreiten des
osmotischen Drucks der Sättigungskonzentration der im
Lösungsmittel enthaltenen gelösten Stoffe erforderlich.
Die Sättigungskonzentration von Kochsalz besteht bei
spielsweise bei einem Druck von ca. 250 bar.
Die Verweilzeit der gleichen Volumenmenge des stoffange
reicherten Lösungsmittels (Retentat) 15 in der Druck
stufe 12 ist im Vergleich zur Verweilzeit in der Mem
branstufe 11 ca. um den Faktor 100 höher.
Durch hier nicht gesondert dargestellte Wärmemittel, die
regelbar und einstellbar sind, kann die Temperatur so
wohl in der Membranstufe 11 als auch in der Druckstufe
12 in bezug auf den aus dem stoffangereicherten Lösungs
mittel (Retentat) 15 zu entfernenden Stoff eingestellt
werden. Insbesondere eine Einstellung und Regelung in
der Druckstufe 12 kann dann dazu genutzt werden, eine se
lektive Ausfällung unterschiedlicher im Lösungsmittel
gelöster Stoffe zu erreichen, da durch die ständig
steigende Konzentrierung des stoffangereicherten Lö
sungsmittels (Retentat) 15 und die jeweils gewählte
Temperatur die Löslichkeitsgrenzen der unterschiedlich
enthaltenen Stoffe zeitlich nacheinander gestuft er
reicht werden.
Generell gilt für das erfindungsgemäße Verfahren, das
dieses nach Art eines Kreisprozesses, wie in der ein
zigen Figur dargestellt wird, betrieben wird, d. h. das
zu trennende flüssige Gemisch 19 wird beispielsweise bei
einer als Behälter ausgebildeten Druckstufe 12 diesem
entnommen und fortwährend im Kreis gemäß dem dargestell
ten Schema herumgeführt und verfahrensmäßig bearbeitet,
bis der gesamte Stoff im stoffangereicherten Lösungs
mittel (Retentat) 15 ausgefällt und als Feststoff 18
abgegeben worden ist.
Der Druckstufe 12 nachfolgend kann eine Wärmestufe 13
vorgesehen sein, in der das aus der Druckstufe 12 aus
tretende verbleibende Lösungsmittel 17 wärmebehandelt
wird, und zwar derart, daß die Wärme des verbleibenden
Lösungsmittels 17 derart abgesenkt wird, so daß das aus
der Wärmestufe 13 austretende zu trennende flüssige Ge
misch 19 derart temperaturerniedrigt ist, daß es die
Membranstufe 11 nicht zerstört. Grundsätzlich kann vor
der Membranstufe 11 eine Filterstufe 14 vorgesehen sein,
über die das zu trennende flüssige Gemisch 19 vor Er
reichen der Membranstufe mechanisch gefiltert wird, wo
durch beispielsweise kolloidale Inhaltsstoffe (Ver
schmutzungen) im zu trennenden flüssigen Gemisch 19 fil
triert werden. Die im Kreisprozeß fortschreitende Auf
konzentration des zu trennenden flüssigen Gemisches 19
kann auch zur Entstabilisierung von gelösten Kolloiden
führen, die dann in filtrierbarer Qualität vorliegen und
mit der Filterstufe entfernt werden können. Die Filter
stufe 14 entlastet das Membranfilter der Membranstufe 11
und verlängert die Standzeit des Membranfilters bis zur
nächsten Membranspülung.
Es sei noch darauf hingewiesen, daß die Ausfällung des
Stoffes auf dem stoffangereicherten Lösungsmittel (Re
tentat) 15 in der Druckstufe 12 grundsätzlich bei Nie
derdruck, d. h. Umgebungsdruck, erfolgen kann. Grundsätz
lich ist aber auch eine sogenannte Hochdruckausfällung
möglich, und zwar im Bereich des Drucks, der auch in der
Membranstufe 11 vorherrscht, wodurch der Energieaufwand
durch Erhöhung des Betriebsdrucks der Membranstufe 11
und einer Erniedrigung des Betriebsdrucks in der Druck
stufe 12 und eine nachfolgende Erhöhung des Drucks wie
derum im Bereich der Membranstufe 11 entfallen würde.
Bezugszeichenliste
10 Anordnung
11 Membranstufe
12 Druckstufe
13 Wärmestufe
14 Filterstufe
15 Retentat
16 Permeat
17 verbleibendes Lösungsmittel
18 Feststoff
19 zu trennendes flüssiges Gemisch
11 Membranstufe
12 Druckstufe
13 Wärmestufe
14 Filterstufe
15 Retentat
16 Permeat
17 verbleibendes Lösungsmittel
18 Feststoff
19 zu trennendes flüssiges Gemisch
Claims (14)
1. Verfahren zur Trennung von flüssigen Gemischen ver
schiedener Stoffe (Lösungen) in ihre Komponenten unter
Verwendung des Membranverfahrens, mit dem über eine Mem
branstufe ein stoffabgereichertes Lösungsmittel (Per
meat) und ein stoffangereichertes Lösungsmittel (Reten
tat) erzeugbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Trennung des stoffangereicherten Lösungsmittels (Reten
tat) in einen Feststoffanteil und einen Lösungsmittelan
teil das stoffangereicherte Lösungsmittel in der Mem
branstufe derart aufkonzentriert wird, daß in einem
nachfolgenden Verfahrensschritt der Stoffanteil im Lö
sungsmittel ausfällbar ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Membranstufe nach dem Prinzip der Trennung über
Hochdruck-Umkehrosmose betrieben wird.
3. Verfahren nach einem oder beiden der Ansprüche 1 oder
2, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck auf das zu
trennende Gemisch aus Flüssigkeit und darin gelösten
Stoffen in der Membranstufe im Bereich von 300 bar
liegt.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verweilzeit eines
vorgegebenen Volumens des zu trennenden Gemisches aus
Flüssigkeit und darin gelösten Stoffen in der Membran
stufe klein gegen die Ausfällzeit eines gleichen Volu
mens des stoffangereicherten Lösungsmittels ist.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausfällung des
Stoffanteils in einer der Membranstufe nachfolgenden
Druckstufe erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der in der Druckstufe auf das stoffangereicherte
Lösungsmittel einwirkende Druck der Umgebungsdruck ist.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der in der Druckstufe auf das stoffangereicherte
Lösungsmittel einwirkende Druck ein hoher Druck im Be
reich von 300 bar ist.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 5
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck höher als
der osmotische Druck der im stoffangereicherten Lösungs
mittel enthaltenen Stoffe ist.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur des zu
trennenden Gemisches in der Membranstufe einstellbar
ist.
10. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 5
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur des
auszufällenden, stoffangereicherten Lösungsmittels ein
stellbar ist.
11. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das nach dem Aus
fällvorgang verbleibende Lösungsmittel vor Wiederzufüh
rung in die Membranstufe wärmebehandelt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmebehandlung in einer Wärmestufe erfolgt.
13. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das zu trennende
Gemisch vor Eintritt in die Membranstufe mechanisch ge
filtert wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die mechanische Filterung in einer Filterstufe er
folgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924224690 DE4224690C2 (de) | 1992-07-25 | 1992-07-25 | Verfahren zur Trennung von flüssigen Gemischen verschiedener Stoffe in ihre Komponenten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924224690 DE4224690C2 (de) | 1992-07-25 | 1992-07-25 | Verfahren zur Trennung von flüssigen Gemischen verschiedener Stoffe in ihre Komponenten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4224690A1 true DE4224690A1 (de) | 1994-01-27 |
| DE4224690C2 DE4224690C2 (de) | 1996-11-21 |
Family
ID=6464147
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924224690 Expired - Fee Related DE4224690C2 (de) | 1992-07-25 | 1992-07-25 | Verfahren zur Trennung von flüssigen Gemischen verschiedener Stoffe in ihre Komponenten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4224690C2 (de) |
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1992
- 1992-07-25 DE DE19924224690 patent/DE4224690C2/de not_active Expired - Fee Related
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| DE4224690C2 (de) | 1996-11-21 |
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